ALB 475 71X - Automatisch Lastabhأ¤ngiger Bremskraftregler (ALB) 475 71. 1 ALB 475 712 Applikation ALB-Regler

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  • Automatisch Lastabhängiger Bremskraftregler (ALB) 475 71.

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    ALB 475 712

    Applikation ALB-Regler mit integriertem Anhängerbremsventil für blattgefederte Sattelanhän- ger (vorwiegend in Italien, Frankreich und UK eingesetzt).

    Zweck Regelung der Zweileitungs-Anhänger-Bremsanlage beim Betätigen der Bremsan- lage des Zugfahrzeugs. Automatische Regelung der Bremskraft in Abhängigkeit vom Beladungszustand des Fahrzeugs durch den integrierten ALB. Betätigung der automatischen Abbremsung des Anhängers bei teilweisem oder völligem Druckab- fall in der Vorratsleitung.

    Wartung Eine besondere Wartung, die über die gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchun- gen hinausgeht, ist nicht erforderlich.

    Einbauempfehlung – Bauen Sie den ALB senkrecht ein, so dass die Entlüftung nach unten zeigt.

    Zur Befestigung dienen die Gewindestifte auf der Gehäuseoberseite. Für die Anlenkung verwenden Sie bei Bedarf den Federungskörper 433 306 003 0.

    – Ziehen Sie zur Ermittlung der Hebellänge L im entsprechenden Nomogramm eine Gerade von der Skala des Regelverhältnisses i (z. B. 2,8) zur Skala der Federdurchbiegung f (z. B. 30).

    Die Verlängerung dieser Geraden schneidet die Skala der Hebellänge L bei 140 mm.

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    Nomogramm

    Legende i Regelverhältnis = pein -0,8 / paus -0,5 f Federdurchbiegung L Hebellänge

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    Einbaumaße

    475 712 000 0

    Anschlüsse Anschlussgewinde Legende 1-2 Energiezufluss oder Energieabfluss (Vorratsbehälter) 1, 4 M 16x1,5 - 12 tief 1) Anschlag bei Gestängebruch

    1 Energiezufluss 1-2 M 22x1,5 - 13 tief 2) Überhub

    2 Energieabfluss 2 M 22x1,5 - 13 tief (seitlich) 3) Regelhub

    3 Entlüftung 2 M 16x1,5 - 122 tief (unten) 4) Anschlag

    4 Steueranschluss

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    Technische Daten

    Bestellnummer 475 712 000 0 475 712 004 0 Max. Betriebsdruck 10 bar

    Regelbereich, dynamisch wirkend

    α = 20° α = 30°

    Nutzbare Hebellänge 50 bis 290 mm 50 bis 275 mm

    Anlenkung über Gestänge (siehe Abb. Einbaumaße)

    mit integriertem Federungs- körper, siehe 475 713

    Anschluss 1, 1-2, 4 mit Sieb – X

    Max. zulässiges Verstellmoment M2 20 Nm

    Thermischer Anwendungsbereich

    -40 °C bis +80 °C

    Gewicht 2,2 kg 2,6 kg

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    Druckdiagramme

    475 712 000 0

    475 712 004 0

    Automatische Bremsung

    Legende p1 Eingesteuerter Druck p4 Steuerdruck

    p2 Ausgesteuerter Druck α Hebelweg [Grad]

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    Wirkungsweise

    Der ALB ist am Fahrzeugrahmen befestigt und über ein Gestänge mit einem an der Achse angebrachten Festpunkt bzw. Federungskörper verbunden. Im Leerzu- stand besteht der größte Abstand zwischen der Achse und dem ALB, der Hebel (j) befindet sich in seiner untersten Stellung. Wird das Fahrzeug beladen, verringert sich dieser Abstand und der Hebel (j) wird aus der Leerstellung in Richtung Volllaststellung bewegt. Die gleichsinnig mit dem Hebel (j) verstellte Kurvenscheibe bewegt den Ventilstößel (l) in die dem jeweiligen Beladungszustand entsprechende Position. Die über den Kupplungskopf „Vorrat“ vom Motorwagen kommende Druckluft ge- langt über den Anschluss 1, vorbei am Nutring (h) zum Anschluss 1-2 und weiter zum Vorratsbehälter des Sattelanhängers. Gleichzeitig bewegt sich der Kolben (k) – beaufschlagt vom Vorratsdruck – nach unten und nimmt das Ventil (g) mit. Der Auslass (n) öffnet und die Anschlüsse 2 sind mit der Entlüftung 3 verbunden. Beim Betätigen der Bremsanlage des Motorwagens strömt Druckluft über den Kupplungskopf „Bremse“ und den Anschluss 4 in den Raum A und beaufschlagt den Kolben (b). Dieser wird abwärts bewegt, verschließt den Auslass (d) und öffnet den Einlass (p). Die am Anschluss 4 eingesteuerte Druckluft gelangt in den Raum C unterhalb der Membran (e) und beaufschlagt die wirksame Fläche des Relais- kolbens (f). Gleichzeitig strömt Druckluft über das geöffnete Ventil (a) sowie über Kanal E in den Raum B und beaufschlagt die Oberseite der Membran (e). Durch diese Druck- vorsteuerung wird die Untersetzung im Teillastbereich bei geringen Steuerdrücken (bis maximal 1,0 bar) aufgehoben. Steigt der Steuerdruck weiter an, wird der Kol- ben (r) gegen die Kraft der Druckfeder (s) aufwärts bewegt und das Ventil (a) schließt. Durch den im Raum C sich aufbauenden Druck wird der Relaiskolben (f) abwärts bewegt. Der Auslass (n) schließt und der Einlass (m) öffnet. Die am Anschluss 1-2 anstehende Vorratsluft strömt nun über den Einlass (m) in den Raum D und ge- langt über die Anschlüsse 2 zu den nachgeschalteten Druckluftbremszylindern. Gleichzeitig baut sich im Raum D ein Druck auf, der auf die Unterseite des Relais- kolbens (f) wirkt. Sobald dieser Druck etwas größer ist als der im Raum C, bewegt sich der Relaiskolben (f) nach oben und der Einlass (m) schließt.

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    Die Membran (e) legt sich bei der Abwärtsbewegung des Kolbens (b) an die Fä- cherscheibe (o) an und vergrößert so laufend die wirksame Membranfläche. So- bald die Kraft, die im Raum C auf die Membranunterseite wirkt, gleich der auf den Kolben (b) wirkenden Kraft ist, bewegt sich dieser nach oben. Der Einlass (p) wird geschlossen und eine Abschlussstellung ist erreicht. Die Stellung des Ventilstößels (l), die von der Stellung des Hebels (j) abhängig ist, ist maßgebend für den ausgesteuerten Bremsdruck. Der Kolben (b) mit der Fächerscheibe (o) muss einen der Stellung des Ventilstö- ßels (l) entsprechenden Hub machen, ehe das Arbeiten des Ventils (c) beginnt. Durch diesen Hub ändert sich auch die wirksame Fläche der Membran (e). In der Volllaststellung wird der am Anschluss 4 eingesteuerte Druck im Verhältnis 1:1 in den Raum C gesteuert. Indem der Relaiskolben (f) mit dem vollen Druck beauf- schlagt wird, hält er den Einlass (m) ständig geöffnet und es findet keine Regelung des eingesteuerten Bremsdrucks statt. Beim Lösen der Motorwagen-Bremsanlage und der damit verbundenen Entlüftung des Anschlusses 4 wird der Relaiskolben (f) vom Druck in den Anschlüssen 2 in seine obere Endlage bewegt. Die Auslässe (d und n) öffnen und die in den Anschlüssen 2 sowie im Raum C an- stehende Druckluft entweicht über die Entlüftung 3 ins Freie. Automatische Bremsung Beim Entkuppeln oder durch Bruch der Vorratsleitung wird der Anschluss 1 entlüf- tet und der Kolben (k) auf seiner Oberseite druckentlastet. Durch den am An- schluss 1-2 anstehenden Vorratsbehälterdruck wird der Kolben (k) aufwärts be- wegt. Das Ventil (g) schließt den Auslass (n). Der Kolben (k) hebt bei seiner weite- ren Aufwärtsbewegung von dem Ventil (g) ab und der Einlass (m) öffnet. Der volle Behälterdruck gelangt über die Anschlüsse 2 zu den Bremszylindern. Bei Bruch der Bremsleitung wird die automatische Bremsung – wie vorstehend beschrieben – ausgelöst, da sich der Druck in der Vorratsleitung in Verbindung mit dem Anhän- ger-Steuerventil über die defekte Bremsleitung abbaut, sobald das Zugfahrzeug bremst.

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    ALB 475 713

    Applikation Statischer ALB für mechanisch gefederte Fahrzeuge (Einzelachsen / Achsaggre- gate) ohne EBS. Bei Achsaggregaten nur in Verbindung mit Anhänger-Bremsventil oder Relaisventil, um das Zeitverhalten entsprechend ECE R13 zu erfüllen.

    Zweck Automatische Regelung der Bremskraft von Druckluftbremszylindern in Abhängig- keit vom Beladungszustand des Fahrzeugs.

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    Einbaumaße

    475 713 500 0

    Anschlüsse Anschlussgewinde Legende 1/4 Energiezufluss 1/4 M 22x1,5 - 13 tief 1) Anschlag bei Gestängebruch 3) Regelhub

    2 Energieabfluss 2 M 16x1,5 - 12 tief 2) Überhub 4) Anschlag

    3 Entlüftung

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    Einstellanweisung

    Load Sensing Valve Programm (LSV)

    Die erforderliche Hebellänge können Sie statt mit Nomogrammen auch mit unse- rem Berechnungsprogramm ermitteln. Rufen Sie im Internet die Seite www.wabco-auto.com auf. Klicken Sie nachfolgend auf die Links Diagnose => WABCO System Diagnostics => Download => Load Sensing Valve Programm (LSV).

    Mit den nachfolgenden Nomogrammen wird die benötigte Hebellänge des ALBs ermittelt und am Gerät eingestellt. Mit Hilfe der Einstellhilfe und eines Stiftes ø 3 mm wird der Leerbremsdruck bei einem bestimmten Eingangsdruck (z. B. 6 bar) eingestellt und mit der Schraube SW 10 geklemmt. Vor jeder Veränderung am ALB (Seillänge, Hebelstellung usw.) müssen Sie den ALB drucklos machen. Nach dem Einbau des ALBs im Fahrzeug (leer), dem Einbau des Federungskör- pers am Achskörper (die Feder des Federungskörpers muss während des Einbaus mit Hilfe der Befestigungsschraube um 15 mm vorgespannt werden), dem Strammziehen und