automotive 1809

  • View
    218

  • Download
    2

Embed Size (px)

DESCRIPTION

 

Transcript

  • medianet.at

    automotive business

    Carsharing 2.0 Zuknftig vermieten die Hersteller auch Privatautos 82

    Unbeeindruckt Daimler zeigt trotz Markt-Minus in China Strke 83

    Strategie Honda will mit dem HR-V am SUV-Trend partizipieren 86

    Freitag, 18. September 2015 Cover 81

    IA

    A

    Bos

    ch

    IAA 2015: Die Kulisse entscheidet ber das Bild Modellprsentation auf Automobilmessen wird zunehmend zur Pflicht, die Kr erfolgt fr die Hersteller in den Zeiten davor und danach. 84

    Ford-Studie Millennials fahren voll auf Sport Utility Vehicles ab.

    McKinsey-Studie Die 100 grten Zulieferer der Welt konnten ihre Rendite seit 2008/09 deutlich steigern.

    F

    ord

    82 83

    SAFety SenSe

    Toyota mit neuem SicherheitssystemWIEN. Toyota gewhrt aktuell fr prompt verfgbare Aygo, Yaris, Auris und Verso einen Safety-Bonus von bis zu 2.000 . Alternativ kann kostenlos auch das neue Sicherheits-system Safety Sense fr die Modelle Aygo, Yaris und Au-ris Avensis gewhlt werden. Im Aygo umfasst das Safety Sense-Paket das Pre-Collision System und den Spurwech-selwarner. Im Yaris sind Pre-Collision System, Spurwech-selwarner und automatisches Fernlichtsystem enthalten, und im Auris gehren Pre-Collision System, Spurwechselwarner, automatisches Fernlichtsystem und Verkehrszeichen-Assistent zum Paket.

    Zahl der Woche

    Absatz-Steigerung Die VW-Sportwagentochter Lam-borghini steuert auf einen neuen Absatzrekord zu. Wir gehen davon aus, dass wir das Ge-schftsjahr 2015 ber dem Vorjahr abschlieen werden; das zeichnet sich ab, sagte Vorstands-chef Stephan Winkelmann der Nachrichtenagentur Reuters. Den bisherigen Hchstwert von 2014 von gut 2.500 Stck erreicht der Hersteller von Supersportwagen im laufenden Jahr bereits nach neun Monaten, im Gesamtjahr ist damit ein Absatz von mehr als 3.000 Fahrzeugen mglich. (APA)

    Honda

    20142.500

    20153.000

  • medianet.at82 HERSTELLER & ZULIEFERER Freitag, 18. September 2015

    Von Moritz Kolar

    MNCHEN. Die Automobilzulie-ferindustrie steht wirtschaftlich gut da: Die 100 weltweit grten Zulieferer erwirtschafteten im ver-gangenen Jahr laut einer aktuellen Branchenstudie von McKinsey & Company in Kooperation mit dem europischen Zuliefererverband Clepa eine Rendite von durch-schnittlich 6,8%. Dies sind rund zwei Prozentpunkte mehr als vor der Wirtschaftskrise 2008/09. Der Gesamtumsatz der Branche stieg laut der Studie, fr die 100 der weltweit grten Zulieferer ana-lysiert wurde, seit 2007 von 900

    Mrd. auf aktuell 1,4 Bio. . Das ent-spricht einem jhrlichen Wachstum von 6%.

    Abkhlung in China als GefahrZulieferer werden immer mehr zum Fortschrittsmotor in der Au-tomobilindustrie. Innovationen wie das vernetzte Auto und das autonome Fahren werden von ih-nen entscheidend vorangetrieben dafr sind hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung er-forderlich, sagt Andreas Cornet, als Direktor im Mnchener Bro von McKinsey verantwortlich fr die Beratung der Zulieferindustrie. Allerdings werden sich Zulieferer

    einer mglichen Abkhlung des Marktes, vor allem in China, nicht entziehen knnen. Die Hlfte der Innovationen in der Autoindustrie wurde in den vergangenen zehn Jahren von Zulieferern entwickelt; allein 2014 investierten die 100 grten Unternehmen 40 Mrd. in Forschung und Entwicklung.

    Die Branche hat sich nach der Wirtschafts- und Finanzkrise schnell erholt und deutlich ge-wandelt, so Cornet. Der gestie-gene weltweite Autoabsatz zum einen sowie die hhere Produkti-vitt und Kostendisziplin der Zu-lieferer zum anderen waren mit je rund 3% die wesentlichen Treiber

    fr die Verbesserung der EBIT-Marge von 0,3% im Jahr 2009 auf 6,8% im Jahr 2014. Gleichzeitig hat sich die Branche weiter konsoli-diert: Whrend 2004 die 100 gr-ten Zulieferer fr 36% des Bran-chenumsatzes standen, waren es 2014 schon 50%. Cornet: Zulieferer mssen eine kritische Gre errei-chen, um die groen Autohersteller weiter erfolgreich global bedienen zu knnen oder aber mit ihren Produkten erfolgreich eine Nische besetzen. Zulieferer mit mehr als 10 Mrd. Umsatz erwirtschafteten 2014 mit durchschnittlich 7,6% ei-ne hhere Marge als der Rest der Top 100. Die Unterschiede zwischen den Regionen haben sich nach der Krise angeglichen: Zwar stellen asi-atische Zulieferer mittlerweile mit 36 Unternehmen vor Amerika (34) und Europa (30) die grte Gruppe in den Top 100; das Profitabilitts-niveau unterscheidet sich mit 6,6% in Asien, 6,8% in Nordamerika und 6,9% in Europa aber nur leicht.

    Neue AnforderungenLaut Cornet knnte es in Zukunft aber wieder zu Verschiebungen kommen: Die Autoindustrie wird sich in den kommenden Jahren so stark wandeln wie noch nie in ihrer Geschichte und die Zuliefe-rer mssen sich darauf einstellen. Fnf technologische Trends wr-den die Zulieferer dabei besonders beschftigen: Elektrifizierung, Kon-nektivitt, autonomes Fahren, die Digitalisierung der industriellen Produktion und neue Werkstoffe wie hochfeste Sthle, Aluminium und Carbon. Um weiter zu wach-sen, mssen Zulieferer vermehrt neue Fhigkeiten aufbauen, etwa in der Softwareentwicklung, so Cor-net. Nachsatz: Auerdem sollten die Unternehmen darber nach-denken, wie sie sich gegenber branchenfremden Wettbewerbern aufstellen und ob Kooperationen oder bernahmen eine strategische Option sein knnen.

    Zulieferer voll auf WachstumskursMcKinsey-Studie: Automobilzulieferer erwirtschaften welt-weit eine Rendite von 6,8%. Wachstumschancen sehen die Unternehmen in Vernetzung und autonomem Fahren.

    C

    ontin

    enta

    l/Kris

    tin B

    arte

    ls

    WIEN. Das Auto von Karl steht seit zwei Tagen in der Garage, weil er auf Kurzurlaub in Barcelona ist; Familie Maier ist die meiste Zeit ffentlich unterwegs, ihr Fahr-zeug wurde sogar schon eine Wo-che nicht mehr bewegt, und Sigrid ist gestern mit ihrem Kleinwagen zwar zum Supermarkt einkaufen gefahren, die restliche Zeit steht das Fahrzeug aber auch nutzlos herum bislang, denn in Zukunft (einige Initiativen gibt es auch jetzt schon) werden viele dieser Autos in der unbenutzten Zeit (und das sind statistisch gesehen 23 Stunden pro Tag) wohl vermietet werden. Gegen Gebhr und ber die Plattformen etablierter Carsharing-Anbieter wie der BMW-Tochter DriveNow. Mini sieht in diesem Ansatz jeden-falls eine Marktlcke und ber-legt laut Markenvorstand Peter Schwarzenbauer, im kommenden Jahr ein entsprechendes Pilotpro-jekt in den USA zu starten.

    Opel war da schneller und hat mit CarUnity bereits seit einigen Monaten ein entsprechendes Sha-ring-Modell am Start. Interessenten knnen dort frei nach dem Motto wer teilt, fhrt besser ihre Fahr-

    zeuge (voll versichert, vermittelt werden auch Autos anderer Her-steller) anmelden, die Preise und den Kreis der mglichen Nutzer bestimmen sie selbst. Mit CarUni-ty gehen wir einen neuen Weg. Als erster Automobilhersteller bieten wir Carsharing fr alle. CarUnity ermglicht berall in Deutschland individuelle Mobilitt jederzeit und flexibel, erklrte Opel-Marke-tingchefin Tina Mller bei der Pr-sentation des Angebots Ende Juni.

    Die Leih-GesellschaftAuch wenn viele Autobesitzer derzeit noch Bedenken haben, ihr Fahrzeug unbekannten Menschen zu berlassen, entspricht die Sha-ring-Economy dem Trend der Zeit. Lngst werden Gartengerte, Fahr-rder und Campingausrstung mit der Nachbarschaft oder der Webcommunity geteilt und weiter-verborgt, das Auto wre da nur ein weiterer Schritt mglicherweise einer, der ber kurz oder lang not-wendig sein wird, um sich in der Stadt bei steigenden Parkgebhren und eingeschrnkten Parkmglich-keiten weiterhin ein Auto leisten zu knnen. (mk)

    Auto-Teilen ist TrendDie einen vermieten ihre Wohnung, die anderen ihr Auto: Die Share Economy verleiht dem Carsharing-Trend weiteren Aufwind.

    Sharing Economy beim Auto: Warum nicht das Fahrzeug gegen Entgelt verborgen?

    d

    pa/A

    3778

    Fre

    drik

    von

    Eric

    hsen

    TESLA-AnkndIgUng

    Kostengnstige Modell-AlternativeSAN FRANCISCO. Der US-Elek-troautohersteller Tesla will in zwei Jahren mit der Produk-tion eines kostengnstigen Autos beginnen. Der Preis fr das Model 3 werde bei rund 35.000 Dollar (rund 31.000 Eu-ro) liegen, also etwa der Hlfte des beliebten Model S, schrieb Tesla-Grnder Elon Musk auf Twitter. Die kleinere und kos-tengnstige Limousine solle im Mrz 2016 vorgestellt wer-den, ab dann wrden auch Vor-bestellungen entgegengenom-men. Damit die Produktion des neuen Autos beginnen knne, msse aber die riesige Batte-rie-Fabrik im US-Bundesstaat Nevada voll einsatzfhig sein, betonte Musk. (APA)

    SkodA Im SEpTEmbER

    China & Russland sorgen fr MinusMLAD BOLESLAV. Skoda hat im vergangenen Monat weltweit 70.700 Fahrzeuge ausgeliefert. Das sind rund 2.500 Einheiten weniger als im August 2014. Vor allem die wirtschaftliche Situation in China, Russland und Osteu-ropa ergaben laut Angaben der tschechischen VW-Tochter den Rckgang von 3,4 Prozent. Wachsen konnte der Autoher-steller vor allem in den Absatz-regionen West- und Zentraleu-ropa. In Westeuropa legt Skoda im August um 10,6 Prozent auf 27.100 Auslieferungen zu. In Deutschland verkaufte die VW-Tochter 11.600 Fahrzeuge (plus 10,9 Prozent). Ein zwei- bzw. dreistelliges Wachstum er-reichte Skoda in Grobritanni-en (3.000 Fahrzeuge, plus 14,3 Prozent), Spanien (1.300 Autos, plus 54,6 Prozent), Frankreich (1.300 Einheiten, plus 12,7 Prozent), Irland (500 Ausliefe-rungen, plus 35,7 Prozent) und Griechenland (500 Verkufe, plus 162,8 Prozent). (ampnet)

    Forschung2014 investierten die 100 grten Zulieferer 40 Mrd. in F&E.

    40 Mrd.

  • medianet.at Freitag, 18. September 2015 Hersteller & Zulieferer 83

    Von Moritz Kolar

    BRSSEL. Sport Utility Vehicles (SUV) stehen bei den 17- bis 34-Jh-rigen in Europa hoch im Kurs. Laut einer von Ford in Auftrag gegebe-nen Umfrage in fnf europischen Lnder