Aw german 2013 1008

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German Adventist World

Text of Aw german 2013 1008

  • August 2013

    Zwei Missionare zwei Welten12 Versteckter

    Unglaube25 Namen,

    Namen, Namen26

    Wege

    Was ich von Geschftsleuten in Russland ber Erfolg gelernt habe7 Erfolgzum

    D i e i n t e r n a t i o n a l e Z e i t s c h r i f t f r S i e b e n t e n - T a g s - A d v e n t i s t e n

  • 3 K I R C H E I N A K T I O N 3 Aus aller Welt 6 Blick in die Welt 10 GLOW-Geschichten

    T I T E L T H E M A

    16 7 Wege zum ErfolgVon Andrew McChesneyDie Erfolgsfaktoren einiger der prominentesten Fhrungspersonen der russischen Wirtschaft kommen direkt aus der Bibel, auch wenn sie es vielleicht gar nicht wissen.

    8 I M B L I C K P U N K T Verndert werden Von Ted N. C. Wilson

    Im Dienst fr Gott und die Menschen.

    12 G E L E B T E R G L A U B E Zwei Missionare zwei Welten Von Gary Tetz

    Vom White Memorial Medical Center profitieren auch Patienten auf der anderen Seite des Erdballs.

    14 D I E A D V E N T G E S C H I C H T E E R Z H L T Ein Paket mit Samen und

    Prinzipien des Reiches Gottes Von Carol Tasker Gottes zahlreiche Wunder fr das adventistische

    Werk im Sdpazifik.

    20 A N D A C H T Yvonne Von Oliver L. Jacques Ein zartes Band zwischen Vergangenheit und

    Zukunft.

    22 G L A U B E N S B E R Z E U G U N G E N Im Anfang schuf Gott Von Ronny Nalin Am Anfang und Ende steht Gott.

    25 E L L E N W H I T E E N T D E C K E N Versteckter Unglaube Von Ellen G. White Dem biblischen Bericht Glauben schenken.

    11 G E S U N D H E I T Lacto-ovo-Vegetarismus

    immer noch aktuell?

    26 F R A G E N Z U R B I B E L Namen, Namen, Namen

    27 B I B E L S T U D I U M Leben mit Ungewissheit

    28 L E S E R F O R U M

    R E S S O R T S

    August 2013

    T h e I n t e r n a t i o n a l P a p e r f o r S e v e n t h - d a y A d v e n t i s t s

    Two MissionariesWorlds Apart12 Infidelity

    InDisguise25 Names,

    Names, Names26

    Secrets

    What Russias business leaders taught me about success7 Successof

    August 2013

    www.adventistworld.orgIn 13 Sprachen online

    Titelseite: Moskauer Stadtsilhouette

    2 Adventist World | August 2013

  • Floyd Morris (44) geht als ers-ter blinder Prsident des jamaika-nischen Senats, dem Oberhaus des Parlaments, in die Geschichte des Landes ein. Morris ist Siebenten-Tags-Adventist und auf der Kari-bikinsel durch sein Engagement fr Menschen mit Behinderungen bekannt.

    In seiner Ansprache whrend der Vereidigungszeremonie zitierte Morris Micha 6,8: Man hat dir mitgeteilt, Mensch, was gut ist. Und was fordert der HERR von dir, als Recht zu ben und Gte zu lieben und bescheiden zu gehen mit deinem Gott? (EB)

    Nach der Zeremonie sagte Morris in einem Interview, dass seine Wahl ein Zeichen fr Gottes Treue sei auch nach Jahren der Unsicherheit ber die Rich-tung seines Lebens. Diese Erfahrung hat mir erneut gezeigt, dass mein Gott real ist, so Morris.

    Ich habe immer Senator Morris starkes Engagement fr Ethik, Disziplin und prinzipientreues Verhalten geschtzt, sagte Jamaikas Premierministerin, Portia Simpson-Miller. Ich denke, dass der Senat enorm von seiner Fhrung profitieren wird, und ich habe keinen Zweifel, dass er auch weiterhin eine Inspi-ration fr viele sein wird, hier in Jamaika, aber auch auf der ganzen Welt, so Simpson-Miller weiter.

    Mit 17 Jahren erkrankte Morris an einem Glaukom (grner Star), was sechs Jahre spter zur vlligen Erblindung fhrte. Mit Hilfe des jamaikanischen Blin-denverbands lernte er, Brailleschrift zu lesen und zu schreiben. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Massenkommunikation und einen Master-Abschluss in Politikwissenschaft. Derzeit strebt er einen Doktortitel in politischer Kommuni-kation an. Er moderiert eine Radiosendung mit dem Titel Aus einer anderen Perspektive sehen und joggt an jedem Arbeitstag mit der Hilfe seines Fahrers. Im Jahr 1998 wurde er der erste blinde Senator Jamaikas.

    Menschen mit Behinderungen mssen erkennen, dass wir in einer Zeit leben, in der sich ihre Mglichkeiten enorm verbessern, insbesondere auch im Zusammenhang mit der UN-Konvention ber die Rechte von Menschen mit Behinderungen, sagte Morris und nannte als eines seiner Hauptziele fr dieses Amtsjahr die Verabschiedung des nationalen Gesetzes fr Menschen mit Behin-derungen, fr das er sich seit 1998 eingesetzt hat.

    Everett Brown, Vorsteher der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Jamaika erklrte, dass die ber 270.000 Siebenten-Tags-Adventisten des Landes zu Recht stolz auf die Wahl von Morris seien. Trotz seiner Sehbehinderung hat Senator Morris immer Glauben an Gott an den Tag gelegt und einen starken,

    A U S A L L E R W E L T

    R E S S O R T S

    Beifall vom Himmel

    Floyd Morris ist der erste blinde Senatsprsident Jamaikas. Er ist SiebentenTagsAdventist und setzt sich fr Menschen mit Behinderungen ein.

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    Blinder Adventist neuerJamaikaSenatsprsident von

    Judy war eine der erfolgreichsten Frauen, die ich kannte, doch sie hatte meistens nicht genug Geld, um ihr Auto vollzutanken oder ausreichend Essen auf den Tisch zu bringen.

    Sie hatte einen wachen, forschenden Geist, doch viele Menschen, denen sie diente, konnten ihr Geschick im Umgang mit Worten und ihren Sprach-witz nicht verstehen.

    Sie hatte die Fhigkeit, mit ihren Gedanken tief in geistliche Dinge einzudringen und Bibelverse und Prophezeiungen anderen klar und vollmchtig zu erschlieen. Doch woran sich die meisten vor allem erinnern, wenn sie an Judy denken, ist ihre Liebe, nicht ihre Logik.

    Ich werde nie vergessen, wie Judy jeden Sabbat nach dem Gottesdienst zu ihrem alten Auto ging. Meist war sie allein. Sie a belegte Brote und Obst und ruhte sich gerade so lange aus, dass sie ihre Gedanken sammeln konnte, bevor sie mit ihrem Sabbatnachmittagsprogramm begann.

    30 Minuten spter startete sie rund fnfzehn Kilometer entfernt mit ihrem allsabbatlichen Nach-mittagsprogramm. Im Winter musste sie den Schnee von dem rissigen Weg fegen, der zu einer winzigen Kapelle fhrte, und den alten lofen anznden; im Sommer ffnete sie die Fenster und scheuchte die Wespen hinaus. Um 15.00 Uhr begann sie, die lte-ren und gebrechlichen Glaubensgeschwister in ihrem Auto zur Kapelle zu bringen und ihnen die steilen Stufen hinaufzuhelfen.

    Judy war der Chor und Sabbatschulgesprchslei-terin. Drei von vier Sabbaten im Monat predigte sie, nur wenn ein eingesegneter Prediger wie ich zum Predigen eingeteilt wurde, war sie auer Dienst. Und nach dem Gottesdienst brachte sie alle Gemeinde-glieder wieder nach Hause. Monat fr Monat, jahr-ein, jahraus prgte sie mein Verstndnis von Erfolg neu. Ihr Name wird nie eine groe Stiftung fr die Armen zieren, denn sie gehrte oft genug selbst zu ihnen. Ihre Gedanken werden nie in einem Buch mit Jahrhundertweisheiten verffentlicht werden, denn sie erzhlte am liebsten Geschichten wie Jesus. Fr Judy bedeutete Erfolg treue Ergebenheit und gedul-dige Nachfolge inmitten der Armen, der Alten, der Ausgegrenzten. Ich zolle ihr meine Hochachtung,

    wie die vielen Menschen, fr die sie da war. Wenn du die Gedanken ber Erfolg

    im Titelthema dieser Ausgabe liest, dann vergiss nicht, die zu achten, denen der Himmel Beifall bezeugt.

    August 2013 | Adventist World 3

  • A U S A L L E R W E L T

    durch den Glauben geprgten Willen, trotz Hindernissen etwas zu erreichen, sagte Brown. Wir sind sicher, dass sein Einsatz fr christliche Ideale und sein einwand-freier Charakter, verbunden mit seiner Liebe fr die Bevlkerung von Jamaika, die besten Voraussetzungen dafr sind, dass er dem Senat ausgezeichnet dienen wird.

    Die Siebenten-Tags-Adventisten machen in Jamaika rund zehn Prozent der Bevlkerung aus und bekleiden bedeu-tende Positionen in Politik und Wirtschaft. So ist zum Beispiel der Generalgouverneur Jamaikas, Sir Patrick Allen, ebenfalls Adventist.

    Bericht: Nigel Coke, Jamaika-Verband

    Adventistische Schler und Studenten in Kenia erhalten Sabbat frei

    Der Oberste Gerichtshof in Kenia hat eine einstweilige Verfgung erlassen, nach der adventistische Schler und Studenten von Prfungen und Unterricht an Sams-tagen befreit sind. Die Verfgung wurde im Rahmen eines Prozesses erlassen, den die adventistische Kirchenleitung in Kenia gegen das Bildungsministerium und 26 Schulen angestrengt hatte, die das verfas-sungsmig garantierte Recht auf freie Religionsausbung nicht gewhrt htten, so Vertreter des Kenia-Missionsverbands.

    Als kenianische Kirchenleiter sind wir zufrieden mit dem bisherigen Prozessver-lauf. In Zukunft werden Schulleiter und Lehrer an ffentlichen Schulen die Verfas-sung respektieren und adventistischen Schlern und Studenten nicht lnger ffentliche Dienstleistungen verweigern, die die Regierung allen Kenianern gewhrt, sagte Samuel Makori, Sekretr des Kenia-Verbands. Wir hoffen, dass das Urteil schlielich zu unseren Gunsten aus-fallen wird, weil wir uns auf verfassungs-mig garantierte Rechte berufen.

    Weiter sagte Makori, dass adventisti-sche Kirchenleiter die Angelegenheit erst

    2012 vor Gericht brachten, nachdem intensive auergerichtliche Bemhungen um eine Einigung erfolglos geblieben waren. Wir haben adventistische Anwlte beauftragt, uns zu vertreten, was sie mit Patriotismus und Loyalitt unserem Land gegenber getan haben, so Makori.

    Der Zeitung The Standard gegenber erklrte Makori, dass mehrere adventisti-sche Schler an ffentlichen Schulen wegen ihres Fehlens am Samstag vom Unterricht suspendiert worden seien und ergnzte: Wir haben die Prozesskosten bernommen, um Gerechtigkeit fr unsere jungen Leute zu erwirken.

    Siebenten-Tags-Adventisten feiern den biblischen Sabbat von Sonnenuntergang am Fre