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VMBG Vereinigung der Metall- Berufsgenossenschaften Mensch und Arbeitsplatz BGI 523 (bisherige ZH 1/28)

BGI 523 Mensch und Arbeitsplatz - rueckenkompass.de · Mensch und Arbeitsplatz BGI 523 (bisherige ZH1/28) Sicherheit durch Unterweisung BGI 527 (bisherige ZH1/46) Sicherheit und Gesundheitsschutz

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VMBGVereinigung der Metall-Berufsgenossenschaften

Menschund ArbeitsplatzBGI 523

(bisherige ZH 1/28)

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Informationsschriften

Sicherheitslehrbriefe für

– Schleifer BGI 543 (bisherige ZH1/63)– Metallbau-Montagearbeiten BGI 544 (bisherige ZH1/91)– Gabelstaplerfahrer BGI 545 (bisherige ZH1/92)– Umgang mit Gefahrstoffen BGI 546 (bisherige ZH1/93)– Handwerker BGI 547 (bisherige ZH1/94)– Elektrofachkräfte BGI 548 (bisherige ZH1/95)– Gießereiarbeiter BGI 549 (bisherige ZH1/96)– Fahrzeug-Instandhaltung BGI 550 (bisherige ZH1/98)– Presseneinrichter BGI 551 (bisherige ZH1/99)– Galvaniseure BGI 552 (bisherige ZH1/100)– Lichtbogenschweißer BGI 553 (bisherige ZH1/101)– Gasschweißer BGI 554 (bisherige ZH1/102)– Kranführer BGI 555 (bisherige ZH1/103)– Anschläger BGI 556 (bisherige ZH1/103 a)– Lackierer BGI 557 (bisherige ZH1/103.2)– Instandhalter BGI 577 (bisherige ZH1/167)– Jugendliche BGI 624 (bisherige ZH1/329)– Arbeiten an Bildschirmgeräten BGI 742

Ermittlung der Geräuschimmission

Arbeitshilfe für die Tätigkeit der Betriebsärzte

Sicherheit in Gießereien

Elektromagnetische Felder in Metallbetrieben

Leitern sicher benutzen BGI 521 (bisherige ZH1/23)

Mensch und Arbeitsplatz BGI 523 (bisherige ZH1/28)

Sicherheit durch Unterweisung BGI 527 (bisherige ZH1/46)

Sicherheit und Gesundheitsschutz durch Koordinieren BGI 528 (bisherige ZH1/49)

Sicherheit beim Arbeiten mit Handwerkzeugen BGI 533 (bisherige ZH1/71)

Arbeiten in engen Räumen BGI 534 (bisherige ZH1/78)

Arbeitssicherheit durch vorbeugenden Brandschutz BGI 560 (bisherige ZH1/112)

Sicherheit durch Betriebsanweisungen BGI 578 (bisherige ZH1/172)

Arbeiten unter Hitzebelastung BGI 579 (bisherige ZH1/174)

Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Transport- und Lagerarbeiten BGI 582 (bisherige ZH1/185)

Arbeitsschutz will gelernt sein –Ein Leitfaden für den Sicherheitsbeauftragten BGI 587 (bisherige ZH1/193)

Schadstoffe in der Schweißtechnik BGI 593 (bisherige ZH1/223)

Sicherheit bei der Blechverarbeitung BGI 604 (bisherige ZH1/261)

Sichere Verwendung von Flüssiggas in Metallbetrieben BGI 645 (bisherige ZH1/388)

Hautschutz in Metallbetrieben BGI 658 (bisherige ZH1/467)

Lärm am Arbeitsplatz in der Metall-Industrie BGI 688 (bisherige ZH1/581)

Arbeitsschutz im Handwerksbetrieb BGI 741

Wolfram-Inertgasschweißen (WIG) BGI 746 (bisherige ZH 1/522)

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Verantwortlich fürden Inhalt:

BGNorddeutsche Metall-Berufsgenossenschaft

Menschund Arbeitsplatz

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Inhaltsverzeichnis

Seite

1 Vorwort 5

2 Ergonomie 6

3 Belastung - Beanspruchung 8

4 Bewertung der menschlichenArbeit 10

5 Körpermaße 12

6 Verwendung der Körpermaße 14

7 Wirkraum 16

8 Greifraum 18

9 Schutzeinrichtungen 20

10 Sicherheitsabstände 22

11 Richtig sitzen 26

12 Körperkräfte 30

13 Handhaben von Lasten 32

14 Klima 34

15 Behaglichkeit 36

16 Klimasummenmaß 38

17 Licht und Sehen 40

Seite

18 Beleuchtung und Sehen 42

19 Güte der Beleuchtung 44

20 Farbgebung und Arbeitsraum 50

21 Beleuchtung und Alter 52

22 Warn- und Sicherheitsfarben 54

23 Stellteile 56

24 Gestaltungsrichtlinien fürStellteile 58

25 Anzeigegeräte 60

26 Gestaltungsrichtlinien fürAnzeigegeräte 62

27 Lärm 64

28 Mechanische Schwingungen 68

29 Gefahrstoffe 72

30 Aus den Regelwerken 74

31 Hinweise für alle, die esgenauer wissen müssen 76

32 Quellenverzeichnis 79

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Vorwort1

Ziel menschengerechter Arbeitsgestaltung istder individuelle Gesundheitsschutz,das Vermeiden vonarbeitsbedingten Erkrankungen, Verletzungen,Über- und Unterforderungen.

Auf diesem Gebietsind diegewerblichenBerufsgenossenschaftenseit Jahrzehntenwirkungsvoll tätig.

Die Berufsgenossenschaften sorgenmit allen geeigneten Mitteln für die Verhütungvon Arbeitsunfällen, Berufskrankheitenund arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren,insbesondere durch:

Erlassen von Unfallverhütungsvorschriften,Überwachen und Beraten der Betriebe,Untersuchen gefährdeter Arbeitnehmer,Begutachten von Konstruktionen und Produkten.

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Aufgabe der Ergonomie

Aufgabe ergonomischer Gestaltung ist dieAnpassung der Arbeit an die Fähigkeitenund Eigenschaften des Menschen durchGestaltung von

– Arbeitsplatz, Arbeitsraum,

– Arbeitsmittel, Maschine, Werkzeug,

– Arbeitsumgebung, Klima, Beleuchtung,Lärm, Gefahrstoffe,

– Arbeitsorganisation, Arbeitsaufgabe,Arbeitsablauf,

– Arbeitsergebnis, Erzeugnis, Werkstück,Software

und die Anpassung des Menschen an dieArbeit durch

– Auswahl von Personen mit Fähigkeitenund Eigenschaften entsprechend derAnforderung,

– Ausbildung,

– Gewöhnung, z. B. an die Klimaverhält-nisse.

Ziel der Anpassung

Der Mensch soll weder überfordert nochunterfordert werden.

Das beste Arbeitsergebnis nach Mengeund Güte soll erreicht werden.

Die Gestaltung der Arbeit nach arbeits-wissenschaftlichen Erkenntnissen ist inDIN 33400 ff. und in harmonisierteneuropäischen Normen, z. B.DIN ENV 26 385, beschrieben.

Ergonomie2

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Bild 2-1: Ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz

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8

Bei der Verrichtung seiner Arbeit ist derMensch

● körperlichen Belastungen (Muskeln,Kreislauf, Skelett),

● psychischen Belastungen (geistigen,seelischen nervlichen) und

● Umgebungs-Belastungen (Strahlung,Schwingung, Lärm, Klima, Gefahr-stoffe)

ausgesetzt.

Die Folge der Belastungen wird z. B. alsSchmerz, Erhöhung der Pulsfrequenz,Änderung der Empfindlichkeit der Sinnes-organe erlebt und mit Beanspruchungbezeichnet.

Die Beanspruchung ist abhängig vonfolgenden Faktoren:

– Höhe der Belastung,

– Dauer der Belastung,

– Eigenschaften und Fähigkeiten desMenschen,

– Übungs- und Trainingszustand,

– momentane Verfassung,

– Leistungsbereitschaft.

Gleiche Belastungen haben bei Menschenmit unterschiedlichen Eigenschaften auchunterschiedliche Beanspruchungen zurFolge.

Belastung –Beanspruchung3

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Bild 3-1: Mechanisches Modell zur Beschreibung der Beziehung zwischen Belastung undBeanspruchung (Quellenangabe siehe S. 79)

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10

– Ist die Höhe der körperlichen Belastungohne Schädigung zu ertragen?

Zur Beantwortung dieser Fragen sindMethoden der Ergonomie und der Arbeits-medizin anwendbar.

3. Ebene: Zumutbarkeit

Es ist zu beurteilen, ob die Arbeit vonden Betroffenen als zumutbar empfundenwird.

Die Beantwortung dieser Frage ist mitempirischen Methoden der Sozialwissen-schaften – nicht mit Methoden der Ergo-nomie und Arbeitsmedizin – möglich.

4. Ebene: Zufriedenheit

Es ist zu beurteilen, ob die Betroffenen mitder Arbeit zufrieden sind. Z. B.

– Sind die Betroffenen mit taktgebundenerArbeit zufrieden?

Die Beantwortung dieser Frage ist nurmit Methoden der Psychologie und derSoziologie – nicht mit Methoden derErgonomie – möglich.

Für die Gestaltung menschlicher Arbeitergeben sich folgende Forderungen.

– Arbeit muss ausführbar und erträglichsein,

– Arbeit sollte zumutbar und zufrieden-stellend sein.

Zur Beurteilung, ob

– eine Arbeit „menschengerecht“gestaltet ist,

– „gesicherte arbeitswissenschaftlicheErkenntnisse“ berücksichtigt sind,

können folgende vier Bewertungsebenenverwendet werden. Erst nach positiverBewertung der 1. Ebene sind die folgendender Reihenfolge nach für die Beurteilungheranzuziehen.

1. Ebene: Ausführbarkeit

Es ist zu beurteilen, ob die Ausführung derArbeit überhaupt möglich ist.

Sind z. B. die

– Körpermaße berücksichtigt?(Stellteile ohne Hilfsmittel erreichbar?)

– Körperkräfte ausreichend?(Kräfte am Stellteil größer als diemaximale Muskelkraft?)

Zur Beantwortung dieser Fragen sindMethoden der Ergonomie und der Arbeits-medizin anwendbar, z. B. Normen überKörpermaße und Körperkräfte.

2. Ebene: Erträglichkeit

Es ist zu beurteilen, ob die Arbeit bei täg-licher Wiederholung über ein Arbeitslebenohne Gesundheitsschädigung möglichist. Z. B.

– Ist die Belastung durch Lärm sicherunterhalb der schädigenden Grenze?

Bewertung dermenschlichen Arbeit4

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Bild 4-1: Schema zur Bewertung der menschlichen Arbeit

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Für die räumliche Gestaltung von Arbeits-plätzen und Betriebsmitteln müssen dieKörpermaße bekannt sein und berück-sichtigt werden.

Die Körpermaße sind durch repräsentativeStichproben der Gesamtbevölkerung derBundesrepublik Deutschland ermitteltworden.

Sie sind in DIN 33402 „Körpermaße desMenschen“ zusammengestellt. Der untereWert gibt das 5. Perzentil an: 5 Prozentaller ermittelten Körpergrößen sind kleinerals der angegebene Wert. Der obere Wertgibt das 95. Perzentil an: 95 Prozent allerermittelten Werte sind kleiner als derangegebene Wert. Die angegebenenZahlenwerte umfassen 90 Prozent allerermittelten Körpermaße um den Mittelwertfür Personen zwischen 16 und 60 Jahren,d. h. der arbeitenden Bevölkerung.

Körpermaße für andere Altersstufen sindebenfalls in DIN 33402 „Körpermaße desMenschen“ zusammengestellt.

Körpermaße5Die Körpermaße des Menschen sind nichtals feststehende Größen zu verwenden.Die Beweglichkeit des Körpers und seinerGliedmaßen ist bei der Ermittlung derWerte nicht berücksichtigt worden.

Alle Maße gelten für den unbekleidetenMenschen.

Für Arbeits- und Schutzkleidung sindentsprechende Zuschläge erforderlich.

Körpermaße des Menschen können auchdem „Internationalen Anthropometrieatlas“der Internationalen ArbeitsorganisationILO aus dem Jahre 1989 (Teil: Nordeuro-päer) entnommen werden.

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Bild 5-1: Körpermaße des Menschen nach DIN 33402 Teil 2obere Zeile: 5. bis 95. Perzentil Männer von 16 – 60 Jahrenuntere Zeile: 5. bis 95 Perzentil Frauen von 16 – 60 Jahren

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Bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen,Maschinen und Werkzeugen nach ergono-mischen Gesichtspunkten sind Körper-größenbereiche und nicht konkrete Körper-maße einer einzelnen Person zu verwenden.

Anzustreben ist ein Bereich der Körper-höhe von 1510 bis 1841 mm (5. PerzentilFrau bis 95. Perzentil Mann).

Damit werden 95 Prozent der erwachsenenBevölkerung erfasst, wenn Männer undFrauen in gleicher Häufigkeit vorhandensind. Häufig sind die genannten Größen-bereiche nur durch Verstellmechanismenerreichbar. Werden kleinere Größenbereichevorgegeben, ist auch nur ein kleinererVerstellbereich notwendig.

Ein praktisches Verfahren zur Berücksich-tigung der Körpermaße ist die Verwen-dung von Schablonen der menschlichenGestalt bei der zeichnerischen Gestaltungder Arbeitsplätze. Bekannt sind z. B. dieKörperumriss-Schablonen nach Bosch/Jenik oder nach DIN 33408 „Körperumriss-Schablonen für Sitzplätze“. Diese Schablo-nen sind große Vereinfachungen, z. B. imMaßstab 1:10, die für den angegebenenZweck gut verwendbar sind.

Verwendungder Körpermaße6Wesentliche Vereinfachungen sind:

– Der Umriss der menschlichen Gestaltbesteht nur aus Geraden und Kreis-bögen und schließt Arbeitskleidung undSchuhwerk ein.

– Von der Körperhöhe sind die Körper-maße, z. B. Arm- und Beinlängen, unddie Körperumrisse abgeleitet.

– Die Gelenke werden vereinfacht durchDrehpunkte dargestellt. Weitereanatomische Bewegungsmöglichkeitenwie z. B. des Hüft- oder Schultergelen-kes sind nicht berücksichtigt.

Bei der Benutzung der Schablonen sinddie Regeln des technischen Zeichnensund der Projektionslehre anzuwenden.Mit diesen Schablonen kann

– der Konstrukteur den Menschen mitseinen Körpermaßen in den Arbeits-platz „hineinkonstruieren“,

– der Anwender überprüfen, ob sowohl„kleinste“ (1510 mm Körperhöhe) alsauch „größte“ (1841 mm Körperhöhe)Personen an dem Arbeitsplatz tätig seinbzw. Maschinen und Werkzeugebenutzen können.

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Bild 6-1: Anwendung der Körperumriss-Schablonen nach Bosch/Jenik zur Überprüfungder räumlichen Gestaltung des Arbeitsplatzes

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Der Wirkraum ist der Mindestbewegungs-raum des Menschen und seiner Glied-maßen bei der jeweiligen Tätigkeit. DieserRaumbedarf, der von der auszuführendenTätigkeit und den Körpermaßen abhängigist, muss dem Menschen angepasst sein.Dadurch werden gesundheitsgefährdendeoder ermüdende Körperhaltungen ver-mieden.

Wirkraum7Damit Arbeiten ohne Behinderung aus-führbar sind, sollten die angegebenen Richt-maße mindestens eingehalten werden.

Diese Maße sind Richtwerte für bestimmteKörperhaltungen und Körperstellungen.Sie können zur Gestaltung und zeichne-rischen Planung der Arbeitsplätze heran-gezogen werden. Im Einzelfall sollten dieDIN 33402 „Körpermaße des Menschen“bzw. die Körperumriss-Schablonenverwendet werden.

Bild 7-1: Richtmaße für den Raumbedarf (Maße sind nur Anhaltswerte)

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Bild 7-2: Richtmaße für den Raumbedarf (Maße sind nur Anhaltswerte)

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Der Umfang des Raumes, in dem derMensch greifen kann, ist abhängig von derGröße der Gliedmaßen, ihren Bewegungs-möglichkeiten sowie Körperhaltung undKörperstellung.

Die Beweglichkeit der Gliedmaßen imGreifraum ist verschieden.

Verschiedene Stellungen der Gelenkeengen die Beweglichkeit ein. HarmonischeBewegungsabläufe sind nur in bestimmtenBewegungsräumen und -richtungenmöglich.

Stellteile, Werkzeuge und Werkstücke, diehäufig und bewegungsintensiv zu hand-haben sind, sollten in Zone 1 oder 2angeordnet sein.

Die angegebenen Werte sind Mittelwerte.Ein Streubereich entsprechend denKörpermaßen (siehe Seite 13) ist zuberücksichtigen.

Greifraum8Bei der Gestaltung der Arbeitsplätze ist zubeachten:

– Bewegungen, bei denen der Arbeitendeaus dem Gleichgewicht kommt, z. B.weites Reichen, sind zu vermeiden.

– Die Muskelkräfte und die Genauigkeitder Bewegungen sind an der Grenzeder Zonen 1 und 2 eingeschränkt.

– Für kleine, genaue Bewegungen, diemit den Augen kontrolliert werdenmüssen, sollte Zone 1 bevorzugtwerden, damit zusätzliche Blickver-schiebungen vermieden werden.

– Bei der Montage von Kleinteilen habensich spezielle Greifbehälter in Zone 3oder 4 bewährt.

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Zone 1 Arbeitsraum:Beide Hände arbeiten nahe beieinander, Montageart, Ort für Aufnahmevorrichtung.

Zone 2 erweitertes Arbeitszentrum:Beide Hände erreichen alle Punkte dieser Zone.

Zone 3 Einhandzone:Zone zum Lagern von Teilen und Werkzeugen, die mit einer Hand oft gegriffen werden.

Zone 4 erweiterte Einhandzone:Äußerste, noch nutzbare Zone, beispielsweise für Greifbehälter.

Bild 8-1: Maße des Greifraumes in normaler Arbeitshöhe

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Soweit Gefahrstellen und Gefahrquellennicht durch

– sicherheitsgerechtes Gestalten,

– Begrenzung der wirksamen Energie,

– andere konstruktive Maßnahmen

vermeidbar sind, müssen Schutzeinrichtun-gen zur Sicherung von Personen vorhan-den sein.

Gefahrstellen sind

– Quetschstellen,z. B. Schraubstock, Spannvorrichtung,

– Scherstellen,z. B. Stanzwerkzeug, Speichenrad,

– Schneid- und Stichstellen,z. B. Blechschere, Nähmaschine,

– Stoßstellen,z. B. pendelnde Last,

– Fangstellen,z. B. umlaufende Wellen mit vorstehen-den Teilen, Bohrer,

– Einzugs- und Auflaufstellen,z. B. gegeneinanderlaufende Walzen,Zahn- und Kettentriebe.

Gefahrquellen sind Stellen, von denen

– Teile des Arbeitsmittels,

– Werkzeuge oder seine Teile,

– Werkstücke oder seine Teile,

– Abfälle

unkontrolliert herabfallen, herumschlagen,wegfliegen und daher Personen verletzenkönnen.

Schutzeinrichtungen9Schutzeinrichtungen können ausgeführtsein als:

● Trennende Schutzeinrichtungen, z. B.

– Verkleidungen,

– Verdeckungen,

– Umwehrungen,

– Umzäunungen.

● Ortsbindende Schutzeinrichtungen, z. B.

– Zweihandschaltungen,

– Schaltplatten bzw. -matten mitPersonenbindung,

– Befehlseinrichtungen mit selbsttätigerRückstellung,

– Zustimmungsschalteinrichtungen beiMehrpersonenbetätigung.

● Abweisende Schutzeinrichtungen, z. B.

– Handabweiser.

● Schutzeinrichtungen mit Annäherungs-reaktion, z. B.

– Lichtschranken,

– Lichtvorhänge,

– zwangsläufig wirkende Schaltleisten,

– zwangsläufig wirkende Schaltleinen.

Zur Sicherung von Personen und derenKörperteilen muss an Gefahrstellen ein fest-gelegter Sicherheitsabstand eingehaltenwerden.

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Bild 9-1: Mindestabstände bei Quetschgefahr

Eine Gefährdung durch Quetschen besteht, wenn sich ein bewegtes Teil auf ein festesoder anderes bewegtes Teil zubewegt.

Mindestabstand zwischen Wagenund Torkante > 0,5 m

Mindestabstand zwischen Werkzeugund Abschirmung> 120 mm, wenn Öffnungsweite e> 12 mm und < 20 mm (siehe Bild 10-4)

Eine Quetschstelle wird nach DIN EN 294 / 349 / 811 für die angegebenen Körperteilenicht als Gefahrstelle angesehen, wenn folgende Abstände nicht unterschritten werden:

Körperteil – Mindestabstand

Körper FingerKopf Bein Fuß Zehen Arm Faust/HandHandgelenk

> 500 mm > 300 mm > 180 mm > 120 mm > 50 mm > 120 mm > 100 mm > 25 mm

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Technische Erzeugnisse müssen nachDIN EN 294 gestaltet sein.

Die Abstände der Schutzeinrichtungen(schützende Konstruktion) von der Gefahr-stelle sind in den folgenden Tabellenangegeben. Durch eine Risikobewertungnach DIN EN 292-1 bzw. DIN EN 1050 istfestzulegen, ob der größere oder kleinereAbstand anzuwenden ist. Dabei sind dieEintrittswahrscheinlichkeit und die voraus-sichtliche Schwere einer Verletzung zuberücksichtigen. Ein geringes Risiko bestehtz. B. bei einer Gefährdung durch Reibungoder Abrieb, ein hohes Risiko z. B. beieiner Gefährdung durch Aufwickeln.

Sicherheitsabstände10Die Schutzeinrichtungen müssen so aus-gebildet sein und angeordnet werden, dassdie Sicherheitsabstände nicht verändertwerden. Bei der Festlegung der Sicherheits-abstände ist davon ausgegangen worden,dass keine Hilfsmittel zum Erreichen derGefahrstelle verwendet werden. DurchHilfsmittel wie Kisten, Stühle oder Leiternsind die Sicherheitsabstände veränderbar.

Bild 10-1: Sicherheitsabstände beim Hinaufreichen in mm nach DIN EN 294

beim HinaufreichenGefahrbereich

Bezugsebene

Höhe bis zumGefahrbereich h

geringesRisiko

> 2500 mm

hohesRisiko

2700 mmoder anderesicherheits-technische

Maßnahmen

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Bild 10-2: Sicherheitsabstände beim Hinüberreichen in mm nach DIN EN 294

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Der Sicherheitsabstand zu einer Gefahr-stelle entspricht der Reichweite einesKörperteiles zuzüglich eines Sicherheits-zuschlages. Die Reichweiten von Körper-teilen sind durch Messung bekannt(siehe Seiten 12 und 13).

Der Sicherheitsabstand wird von Verkehrs-wegen gemessen und von Stellen, die zumbetriebsmäßigen Betätigen und Instand-halten (Warten, Pflegen, Inspizieren,Instandsetzen) technischer Erzeugnisseerreichbar sind.

Bild 10-3: Sicherheitsabstände beim Herumreichen in mm nach DIN EN 294 für Personenab 14 Jahre

Der Sicherheitsabstand frei schwen-kender Körperteile um beliebige Kantenwird vom Bewegungsradius der Körperteilebestimmt. Die auf Seite 25 angegebenenSicherheitsabstände müssen mindestenseingehalten werden, wenn diese Körper-teile die Gefahrstelle nicht erreichen dürfen.Wenn Schutzvorrichtungen mit Öffnungenverwendet werden, sind die Sicherheits-abstände abhängig davon, wie weit Körper-teile hinein- oder hindurchreichen können.Die Abhängigkeit dieses Sicherheits-abstandes von der Öffnungsweite istentsprechend DIN EN 294 auf Seite 25angegeben.

Arm und Hand bis zur Fingerwurzelunterstützt

Arm bis zum Ellenbogenunterstützt

Arm bis zum Handgelenkunterstützt

Begrenzung der Bewegung nur an Schulterund Achselhöhle

< 120

< 120

< 120

< 120

> 850

> 230

> 620> 130

> 720

> 550> 300

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Bild 10-4: Sicherheitsabstände gegen Hindurchreichen durch regelmäßige Öffnungen fürPersonen ab 14 Jahre (nach DIN EN 294)

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Statisches Sitzen kann zu einer Dauer-belastung der Wirbelsäule führen.Besser ist sog. dynamisches Sitzen, d. h.wechselnde Sitzhaltung.Tätigkeiten, die ganztätig im Sitzen aus-geführt werden, sind aus ergonomischerSicht zu vermeiden. Anzustreben sindvielmehr Tätigkeiten, bei denen dieKörperhaltung – Sitzen, Stehen undGehen – wechselt.

Richtig sitzen11Arbeitsstuhl

Für alle Arbeiten, die ganz oder teilweiseim Sitzen verrichtet werden können,müssen entsprechend der Arbeitsstätten-verordnung besondere Sitzgelegenheitenvorhanden sein. Hierfür sind Arbeitsstühlenach DIN 68877 geeignet. Das sindhöhenverstellbare Sitzmöbel mit drehba-rem Unterteil, deren Konstruktion verschie-dene Tätigkeiten in unterschiedlicherSitzhöhe ermöglicht.

Zur Verhütung von Unfällen müssenArbeitsstühle gegen Kippen gesichertsein.

Der Widerstand gegen Kippen ist abhängigvom Abstand zwischen Drehachse desStuhles und Kippkante.

Dieser Abstand wird als Standsicherheits-maß bezeichnet und in mm angegeben.

Die Kippkante wird durch die Verbindungs-linie zweier benachbarter Rollen oderGleiter des Arbeitsstuhles gebildet.

Das Standsicherheitsmaß ist abhängig vonder Sitzhöhe.

Bild 11-1: Arbeitsstuhl; Erläuterung desStandsicherheitsmaßes

Sitzhöhe Standsicherheitsmaß

bis 570 mm mindestens 195 mmbis 700 mm mindestens 220 mmbis 800 mm mindestens 240 mm

bis 900 mm mindestens 260 mm

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Bürostuhl

Büroarbeitsplätze müssen mit Drehstühlenoder Drehsesseln ausgestattet sein.Durch Gestaltung der Sitzmöbel muss derKörper in jeder Sitzhaltung die notwendigeAbstützung erfahren. Der Sitz soll höhen-verstellbar, die Rückenlehne horizontal undvertikal verstellbar sein. Die Unterarmekönnen entweder auf der Arbeitsfläche odereiner geeigneten Armstütze aufliegen.

Bild 11-2: Höhenverstellbarer Arbeitsstuhl nach DIN 68877 im Einsatz

Durch Abrundung oder besondere Polste-rung der Vorderkante des Sitzes soll derDruck auf der Oberschenkelbeugeseitegering gehalten werden.Wünschenswert sind auch verstellbare Sitz-tiefen zur Anpassung an unterschiedlicheOberschenkellängen. Dadurch lassen sichnämlich ungünstige Druckverhältnisse imBereich der Kniekehlen und an der Rück-seite der Unterschenkel im knienahenBereich vermeiden.

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Der Stoß beim Hinsetzen soll gedämpftwerden, z. B. durch Mittelsäulenfederung.Ausreichende Kippsicherheit ist zu gewähr-leisten.Drehstühle u. Drehsessel sind entweder mit5 Rollen oder 4 bis 5 Gleitern auszurüsten.

Bewegliche Rückenlehnen sowie ggf. auchbewegliche Sitze sollen die Möglichkeitbieten, Sitzhaltungen zu ändern (dynami-sches Sitzen) und statische Belastungender Wirbelsäule zu mindern.Voraussetzungen für dynamisches Sitzen(siehe Bild 11-4) sind:

1. Maximale Sitzhöhe so wählen, dassbei Bodenkontakt der Füße der Winkelzwischen Ober- und Unterschenkel ca.90 ° beträgt.

2. Sitztiefe so wählen bzw. einstellen,dass zwischen Vorderkante des Sitzesund Kniekehle ein Freiraum von ca. 3 bis4 cm verbleibt.

3. Rückenlehne so einstellen, dass– bei hinterer Sitzhaltung zwischen

Oberkörper und Rumpf ein Winkelvon 110 bis 120 ° entsteht und

– der Rücken in der hinteren und mitt-leren Sitzhaltung gestützt wird.

Fußstütze

Wenn eine einwandfreie Sitzhaltung mitHilfe des Arbeits- und Bürostuhls allein nichterreicht werden kann, ist der Arbeitsplatzzusätzlich mit einer Fußstütze auszustat-ten. Fußstützen müssen so beschaffensein, dass die Füße ganzflächig aufgesetztwerden können. Sie müssen in Höhe undNeigung verstellbar sein.

Die Verstelleinrichtung muss einfach zuhandhaben sein. Sie muss so gestaltetsein, dass die jeweilige Einstellung nichtunbeabsichtigt verändert werden kann.

Sind Fußsteuerungen z. B. für Phonogerätevorhanden, müssen sie in die Fußstützeflächenbündig und unverrückbar eingepasstwerden können.

Bürotische

Bei Bürotischen darf die– Beinraumbreite 580 mm– Beinraumtiefe 600 mm(gemessen 120 mm über Fußboden) nichtunterschreiten.

Die erforderlichen Abmessungen für Bein-raum und Höhe nicht verstellbarer Tischekönnen Bild 11-3 entnommen werden.

Empfehlenswert sind höhenverstellbareTische. Sie gestatten, ergonomisch optimaleund wechselnde Körperhaltungen einzu-nehmen und sollten dann auch die Möglich-keit bieten, daran stehend zu arbeiten.

Dynamisches Sitzen

Sind Tätigkeiten über längere Zeit im Sitzenauszuführen, sollte ein häufiger Wechselzwischen vorderer, mittlerer und hintererSitzhaltung vorgenommen werden.

Dadurch wird eine Verringerung der stati-schen Belastung der Rückenmuskulaturund des Stützapparates erreicht.

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Bild 11-3: Mindestabmessungen des Beinraumes von Büroarbeitstischen in cm

Bild 11-4: Dynamisches Sitzen

hintere Sitzhaltung mittlere Sitzhaltung vordere Sitzhaltung

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Die Körperkräfte des Menschen sindabhängig von Alter, Geschlecht, Körper-größe und -gewicht. Sie sind bei 20- bis25jährigen Männern am größten.

Die nach außen abgegebenen Kräfte desKörpers werden durch den Energieumsatzim Muskel erzeugt.

Die vom Körper aufzubringende Muskel-kraft dient

– zur Verrichtung einer Arbeit bei dynami-scher Muskelbelastung

– zum Aufbringen einer Kraft bei stati-scher Muskelbelastung.

Bei dynamischer Muskelbelastung, z. B.Schaufelarbeit, kommt es zu stetigemWechsel zwischen Spannung und Ent-spannung des Muskels.

Körperkräfte12Bei statischer Muskelbelastung, z. B.Bohren über Kopf, verharrt der Muskel ineinem bestimmten Spannungszustand.

Die erträgliche Haltedauer bei statischerBelastung ist von der Belastungshöheabhängig.

Bei statischer Muskelarbeit unterhalb15 Prozent der Maximalkraft tritt keinemessbare Abnahme der Muskelkraft auf.Dieser Wert gilt als Dauerleistungsgrenzefür statische Muskelarbeit.

Deshalb: statische Muskelbelastung undungünstige Körperhaltung vermeiden.

Die Größe der mit Armen und Beinenabgegebenen Kraft ist von der Körperhal-tung, der Bewegungsrichtung und derLage des Kraftangriffspunktes abhängig.

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Bild 12-1: Dynamische und statische Körperkräfte

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Lasten werden immer dann mit mensch-licher Kraft abgestützt oder befördert,insbesondere durch Heben, Absetzen,Schieben, Ziehen, Tragen oder Bewegen,wenn das Handhaben der Lasten entwedergelegentlich ausgeführt wird oder maschi-nell nicht wirtschaftlich ausgeführt werdenkann.

Beim Handhaben von Lasten werdenbesonders beansprucht:

– Skelett (Wirbelsäule, Gelenke, Fuß-skelett),

– Muskulatur (Bauchdecke, Oberschenkel,Rückenmuskulatur),

– Herz-Kreislauf-System (Herz, Gefäße,Lunge),

– Beckenbodenmuskulatur von Frauen.

Handhabenvon Lasten13Zur Vermeidung von Unfall- und Gesundheits-gefahren beim Handhaben von Lasten sollen

– die Handhabung so gestaltet sein, dassdurch Druck auf die Wirbelsäule undHäufigkeit ihrer Belastung die Grenzen derErträglichkeit nicht überschritten werden,

– die körperliche Eignung und derGesundheitszustand der Beschäftigtenberücksichtigt werden,

– Unterweisungen über Gesundheits-gefahren vorgenommen werden,

– Übung und Ausbildung der Beschäftig-ten über Heben und Tragen erfolgen.

Bild 13-1: Merkmale, aus denen sich eine Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit,insbesondere der Lendenwirbelsäule, der Beschäftigten ergeben kann (gemäß Anhangzur Lastenhandhabungsverordnung)

Die Höhe der Beanspruchung des Menschen hängt insbesondere ab von

Last ArbeitsaufgabeArbeitsplatz,

Arbeitsumgebung

– Gewicht, Form, Größe

– Lage der Zugriffsstellen

– Schwerpunktlage

– Möglichkeit einer unvor-hergesehenen Bewegung

– erforderliche Körperhaltungoder Körperbewegung, ins-besondere Drehbewegung

– Entfernung der Last vomKörper

– durch Heben, Senken oderTragen zu überbrückendeEntfernung

– Ausmaß, Häufigkeit undDauer des Kraftaufwandes

– persönliche Schutzausrüstung– Arbeitstempo– Erhol- oder Ruhezeiten

– in vertikaler Richtung zurVerfügung stehender Platzund Raum

– Höhenunterschied überverschiedene Ebenen

– Temperatur, Luftfeuchtigkeit,Luftgeschwindigkeit

– Beleuchtung– Ebenheit, Rutschfestigkeit

oder Stabilität der Standfläche– Bekleidung, insbesondere

Schuhwerk

Den Schutz der Beschäftigten vor Gefähr-dungen bei der manuellen Handhabungvon Lasten regelt die „Verordnung überSicherheit und Gesundheitsschutz bei dermanuellen Handhabung von Lasten bei derArbeit (Lastenhandhabungsverordnung)“.

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Bild 13-2: Sportler heben aus den Beinen; der Werker sollte das ebenfalls tun

Bild 13-3: Gesetzlich festgelegte Höchstwerte beim Handhaben von Lasten

Bild 13-4: Zumutbare Lasten(Empfehlung des Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung vom 1.10.1981)

Mutterschutzgesetzt häufig 5 kg

gelegentlich 10 kg

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Klima ist der Sammelbegriff derjenigenphysikalischen Größen, die den Wärmeaus-tausch des Körpers mit seiner Umgebungbeeinflussen.

Das sind Lufttemperaturen, Luftfeuchtigkeit,Luftgeschwindigkeit und Strahlungstempe-ratur der Umgebung.

Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungs-fähigkeit des Menschen können nur gewähr-leistet werden, wenn die Temperatur desKörperkernes (Kopf, Brust, Bauchhöhle)im Bereich von 37,0° + 0,8° C gehaltenwerden kann.

Deshalb muss Wärme, die in den Körper-organen und Muskeln erzeugt wird, an dieUmgebung abgegeben werden.

Klima14Entsprechend den Klimabedingungenreguliert der Körper den Wärmeaustauschdurch

– Änderung der Hautdurchblutung,

– Änderung der Puls- und Atemfrequenz,

– Änderung der Schweißabgabe.

Auch wenn sich keine Schweißtropfen aufder Haut bilden, gibt der Körper durchVerdunstung von Schweiß Wärme an dieUmgebung ab.

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Bild 14-1: Schema der Wärmeabgabe des menschlichen Körpers

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Der Klimabereich, in dem sich der Menschbehaglich fühlt, ist abhängig von

– Alter,

– Geschlecht,

– Verfassung,

– Bekleidung,

– klimatischer Anpassung(Akklimatisation),

– Intensität der körperlichen Belastung.

Der Mensch empfindet einen Klimazustandals behaglich, wenn die Wärmebilanz desKörpers ohne verstärkte Inanspruchnahmedes körpereigenen Regulationssystems –Schwitzen bei Wärme, Gänsehaut beiKälte – ausgeglichen ist.

Behaglichkeit15Das heißt insbesondere, wenn Personenweder kältere noch wärmere Verhältnissewünschen, empfinden sie das Klimabehaglich.

Im Sommer liegen die Behaglichkeits-temperaturen infolge der Klimaanpassung2 bis 3° höher als im Winter.

Die relative Luftfeuchtigkeit soll möglichstum 50 Prozent liegen. Die Strahlungstem-peratur der umgebenden Flächen sollhöchstens 2 bis 3° C von der Lufttempe-ratur abweichen. Größere Abweichungenführen zu Unbehaglichkeit.

Die angegebenen Werte gelten für dennormal bekleideten Menschen.

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Bild 15-1: Mindesttemperatur und Behaglichkeitsbereiche in Abhängigkeit von derSchwere der körperlichen Arbeit

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Die Klimafaktoren

– Lufttemperatur,

– Luftfeuchtigkeit,

– Luftgeschwindigkeit,

– Strahlungstemperatur

bestimmen den Wärmeaustausch desMenschen mit seiner Umgebung.

Damit das Klima mit nur wenigen Angabenbeschreibbar wird, sind Klimasummen-maße erarbeitet worden.

Ein Klimasummenmaß ist z. B. die Normal-Effektiv-Temperatur. Sie wird mit NETabgekürzt und in Grad Celsius angegeben.

Sie fasst die Faktoren Temperatur, Feuchtig-keit und Geschwindigkeit der Luft in einemWert zusammen.

Klimasummenmaß16Bei gleicher Normal-Effektiv-Temperaturist mit gleichem Klimaempfinden beiunterschiedlichen Klimafaktoren zurechnen, wenn die Strahlungstemperaturder umgebenden Flächen nur unwesentlichvon der Lufttemperatur abweicht.

Soll die Strahlungstemperatur berück-sichtigt werden, ist an Stelle der Luft-temperatur die Globe-Temperatureinzusetzen. Sie ist die Temperatur imInnern einer geschwärzten Kugel von15 cm Durchmesser und wird in °Cangegeben.

Andere Klimasummenmaße sind ebenfallsgebräuchlich.

Zur Klimaermittlung dient DIN 33403Teil 1.

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Bild 16-1: Veränderte Klimawerte bei konstanter Normaleffektivtemperatur

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Licht ist Strahlung elektromagnetischerWellen, die nach Eintritt in das Auge eineHellempfindung hervorruft. Sie unterschei-det sich von Höhen- und Röntgenstrahlungsowie Radar-, Fernseh- und Radiowellenallein durch die Wellenlänge. Im Wellenbe-reich zwischen 380 nm und 780 nm wirdStrahlung für das menschliche Augewahrnehmbar.

Lichtund Sehen17Weißes Licht wird durch ein Prisma inRegenbogenfarben zerlegt. Jede Farbekann einer Wellenlänge zugeordnet werden.

Wellenbereiche oberhalb von 780 nm(Rot) sind Wärmestrahlung (Infrarot),unterhalb von 380 nm (Violett) Ultraviolett-strahlung. Beide werden mit dem Augenicht mehr wahrgenommen.

Die Dimension Nanometer wird mit nm bezeichnet. 1 nm entspricht 1 mm 1Mio

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Bild 17-1: Sichtbares Licht im Spektrum elektromagnetischer Wellen

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Sehen ist das Wahrnehmen und Erkennenvon

– Helligkeits- und Farbunterschieden(Kontraste),

– Formen,

– Raum,

– Bewegung.

Das Sehvermögen ist abhängig von derEmpfindlichkeit des Auges, die mit steigen-der Beleuchtungsstärke zunimmt.

Beleuchtungund Sehen18Das menschliche Auge kann Beleuch-tungsstärken von 0,2 Lux (klare Mond-nacht) bis ca. 100.000 Lux (sonnigerSommertag) wahrnehmen.

Licht dient nicht nur zum Wahrnehmen vonInformationen, sondern beeinflusst auchdas vegetative Nervensystem. Es steuertauch die Lebensfunktion des Körpers,z. B. Atmung, Verdauung, Hormonhaushalt.Wahrnehmung, Konzentration und Aufmerk-samkeit werden durch höhere Beleuch-tungsstärken erhöht, Fehlerhäufigkeit,Ermüdung sowie Unfallhäufigkeit werdenhingegen gesenkt.

Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke E wird in Lux (Ix)gemessen. Sie ist das Licht, das auf einebestimmte Fläche auftrifft - Lichtstrom proFlächeneinheit.

Bild 18-1: Beleuchtungsstärke ist das aufeine bestimmte Fläche auftreffende Licht

Bild 18-2: Der auf 1 m2 Fläche auftreffendeLichtstrom von 1 Lumen entspricht derBeleuchtungsstärke von 1 Lux

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Bild 18-3: Auswirkungen der Beleuchtungsstärke auf Leistung, Ermüdung, Qualität undArbeitssicherheit

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Beleuchtungsniveau(Beleuchtungsstärke)

Mit steigender Beleuchtungsstärke wirdsowohl die Sehleistung als auch die Auf-merksamkeit, Wachsamkeit und Konzen-tration erhöht.

Die Beleuchtungsstärke in einem Raumoder einer Raumzone ist abhängig vonder Anzahl und den Abständen dervorhandenen Leuchten. Deshalb ist dieBeleuchtungsstärke nicht an jeder Stelleeines Raumes gleich groß.

Damit die Unterschiede der Beleuchtungs-stärken nicht zu groß werden, sollten dieBeleuchtungsstärken an keinem Arbeitsplatzdes Raumes oder der Raumzone kleinersein als 60 Prozent der erforderlihenBeleuchtungsstärke.Als Messebene dient die Arbeitsebene,üblicherweise 85 cm über dem Fußboden.

– Beleuchtungsniveau (Beleuchtungs-stärke),

– Leuchtdichteverteilung,

– Begrenzung der Blendung,

– Lichtrichtung und Schattigkeit,

– Lichtfarbe und Farbwiedergabe

bestimmen die Güte der Beleuchtung.

Güte derBeleuchtung19Warhnehmung, Konzentration, Aufmerk-samkeit werden dadurch beeinflusst. Nurbei Beachtung aller genannten Faktorenkann gute Beleuchtung erzeugt werden.

Die Höhe der erforderlichen Beleuchtungs-stärke für eine Tätigkeit oder Art des Rau-mes richtet sich nach der Sehaufgabe.

Zum gefahrlosen Verlassen von Räumenund Arbeitsplätzen müssen bei Ausfallder Allgemeinbeleuchtung folgendeMindestbeleuchtungsstärken vorhandensein:

● Rettungswege 1 lx

● Arbeitsplätze mit besonderer Gefähr-dung

0,1 x Nennbeleuchtungsstärke

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Bild 19-1: Erforderliche Beleuchtungsstärke nach Art des Raumes und Tätigkeit

Art des Raumes bzw. Tätigkeit (Beispiele)Nennbeleuch-tungsstärkein Lux (lx)

Lagerräume für gleichartiges oder großteiliges LagergutVerkehrswege für PersonenProduktions- und verfahrenstechnische Anlagen ohne manuelleEingriffe (Fernbedienung)

Treppen, Fahrtreppen, geneigte VerkehrswegeKesselhaus, MaschinenhallenVerfahrens- u. Produktionsanlagen mit gelegentlichem manuellem EingriffLagerräume mit Suchaufgabe

Ständig besetzte ArbeitsplätzeArbeitsplätze an Mischern, Öfen, ZerkleinerernGrobmontagen, Kaltwalzwerke, SchmiedenRäume mit Publikumsverkehr in Büros, Lagerräume mit Leseaufgabe

Schlosserei, Bauschreinerei, Kfz-WerkstättenGrobe Maschinenarbeit, Bearbeitungszentren, SchweißenSchaltwarten, Steuerbühnen, Messstände, LaboratorienBuchbindearbeit, Sitzungsräume, TelefonvermittlungArbeitsplätze in Schlachtereien, Mühlen, Verkaufsräume

Büroräume, Küchen, SanitätsräumeReparaturwerkstätten für Radio, Fernsehen, Apparate, MaschinenSpinnen, Sticken, Weben, Zuschneiden, NähenVergolden, Prägen, Arbeiten an DruckmaschinenArbeiten an Holzbearbeitungsmaschinen, ModelltischlereiMontage kleiner Motoren und Maschinen, KarosserienMetallbearbeitung: Genauigkeit > 0,1 mm, Drehen, Fräsen

Großraumbüros mit hoher Reflexion, LackierereiSchleifen optischer Gläser, GravierenAnreiß- und Kontrollplätze in der MetallverarbeitungHanddruck, Papiersortierung

Farbkontrolle, Farbprüfung, Qualitätskontrolle, hohe AnforderungWerkzeug-, Lehren- und Vorrichtungsbau, FeinstmontageGroßraumbüro mit mittlerer Reflexion

Optiker- und Uhrmacherwerkstatt, Montage elektronischer BauteileFarbkontrolle bei Mehrfarbdruck, Kunststopfen

50

100

200

300

500

750

1000

1500

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Leuchtdichteverteilung im Gesichtsfeld

Die Leuchtdichte ist der Helligkeitsein-druck eine selbstleuchtenden oder Lichtreflektierenden Fläche. Bei Licht reflek-tierenden Flächen ist die Leuchtdichteabhängig von der Beleuchtungsstärkesowie vom Reflexionsgrad und Glanzgradder Oberfläche.

Da sich die Empfindlichkeit des Augesentsprechend der vorhandenen Leucht-dichten im Gesichtsfeld anpasst, solltendie Unterschiede der Leuchtdichten imGesichtfeld (Kontraste) nicht zu großsein. Bei häufigem Wechsel zwischensehr hellen und sehr dunklen Flächen(große Kontraste) wird das Auge durchständiges Ändern der Empfindlichkeitstark belastet.

Deshalb sollte der Unterschied derLeuchtdichte am Arbeitsplatz nicht größerals 3:1 und im weiteren Umfeld nicht

größer als 10:1 sein. Die Anordnungheller Flächen am Arbeitsplatz unddunkler Flächen in der weiteren Umge-bung lenkt die Konzentration auf denArbeitsplatz.

Bild 19-2: Empfohlene Reflexionsgradevon Flächen in Arbeitsräumen

Begrenzung der Blendung

Durch zu hohe Unterschiede der Leucht-dichten im Blickfeld fühlt sich der Menschgeblendet. Durch Blendung wird dieSehleistung herabgesetzt, das Wohlbefin-den beeintächtigt und die Ermüdungerhöht.

Fläche Reflexionsgrad %

Decke 70 – 90

Wände 40 – 60Boden 15 – 35Möbel 25 – 45Maschinen, Apparate 30 – 50Instrumententafeln, Infeld 80 – 95Instrumententafeln, Umfeld 20 – 40

Arbeitstischoberflächen 20 – 40

Das Blendempfinden hängt von derLeuchtdichte, der Größe der leuchtendenFlächen, dem Winkel zwischen Blickrich-tung und Blendquelle ab. Leuchten sinddurch Reflektoren, Raster bzw. Einbautenin ihrer Blendwirkung zu begrenzen.Entsprechend der Art des Raumes bzw.der Tätigkeit sind bestimmte Güteklassenfür die Blendbegrenzung vorzusehen.

Bild 19-3: Güteklassen für die Blendbegrenzung

Güteklasse Anforderung an die Beispiel Blendbegrenzung

1 hoch Technisches Zeichnen, Büroräume 2 mittel Gießerei, Maschinenhallen 3 gering Kesselhaus, Produktionsanlagen

in Hüttenwerken

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Bild 19-6: Blendung durch zu hohe Unterschiede der Leuchtdichten im Blickfeld

Bild 19-4: Leuchtdichte ist der Helligkeits-eindruck einer selbstleuchtenden oderLicht reflektierenden Fläche

Bild 19-5: Unterschiede in der Leuchtdichteam Arbeitsplatzoben: Kontrast weich, flau unbefriedigendMitte: Kontrast 1 : 3 bis 3 : 1, ausgewogenunten: Kontrast größer als 3 : 1, hart

Direktblendung Reflexblendung

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Lichtrichtung und Schattigkeit

Anzahl, Verteilung und Anordnung derLeuchten im Raum bestimmen die Licht-richtung und die Schattigkeit. Zur gutenErkennbarkeit von Körpern und ihrerFlächen im Raum muss eine ausreichendeSchattenwirkung durch die Lichtquellenerzielt werden.

Indirekte Beleuchtung wird wegen ihrerSchattenarmut ebenso unangenehmempfunden wie direkte Beleuchtung mit

z. B. nur einer Lichtquelle und hartenSchlagschatten.

Anzustreben sind ausgewogene Schattenmit weichen Rändern. Dabei sollte derHaupt-anteil des Lichtes wie bei natür-lichem Licht seitlich von oben einfallen. Eingeringer Teil sollte als Licht durch Wand-u. Deckenreflexion indirekt erzeugt werden.

Nur für Sonderfälle, z. B. Fehlerkontrolleauf Gewebestrukturen, ist stark gerichtetesLicht mit harten Schatten erwünscht.

Farbwiedergabe und Lichtfarbe

Weißes Licht enthält Strahlung verschiede-ner Wellenlängen, die nach Durchgangdurch ein Prisma als Farben wie beimRegenbogen sichtbar werden.

Das Licht künstlicher Lichtquellen weicht inseiner Farbzusammensetzung von der desSonnenlichtes ab. Je nachdem welcheFarbanteile überwiegen, wirkt weißes Lichtder Glühlampe gelblich-warm oder derQuecksilberdampfhochdrucklampe bläu-lich-kalt. In Bezug auf ihre Lichtfarbeunterscheidet man:

– Tageslichtweiß (tw)

– Neutralweiß (nw)

– Warmweiß (ww)

Für Büroräume, Produktionsstätten, Räumezur Erhohlung und Entspannung, wirdwarmweiße Beleuchtung, für Farbprüfungund Qualitätskontrolle mit hohen Nenn-beleuchtungsstärken tageslicht-weißeBeleuchtung bevorzugt.

Die Lichtfarbe und die Farbzusammen-setzung des weißen Lichtes beeinflussen

nicht nur seine psychische Wirkung,z. B. Entspannung oder Aufmerksamkeit,sondern auch die Farbwiedergabe.

Ein Schild erkennt man als „Rot“, weilnur die Wellenlänge „Rot“ reflektiert wirdund alle übrigen Wellenlängen absorbiertwerden.

Enthält die Lichtquelle aber nur einengeringen Rotanteil, kann auch nur wenigRot reflektiert werden.

Das farbige Aussehen beleuchteterGegenstände ist abhängig von ihrenKörperfarben und der Farbwiedergabeder Lampen.

Bild 19-7: Lampen werden in 4 Farbwieder-gabestufen eingeteilt

Stufe Anforderung

1 hoch

2 mittel

3 gering

4 sehr gering

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Bild 19-8: Schattenwirkung durch schräg oben einfallendes Licht

Bild 19-9: Geringe Schattenwirkung durch stark diffuses Licht

Bild 19-10: Farbeindruck verschiedener Lampen

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Zum Erleichtern der Orientierung und zumvisuellen Erfassen des Arbeitsgutes soll zuder Umgebung ein Farbkontrast bestehen.Bei größeren Flächen ist zu beachten, dasskeine starken Helligkeitskontraste auftretenund keine leuchtenden Farben eingesetztwerden.

Bei Arbeitsgut aus Material von Ocker bisBrauntönen ist z. B. eine Unterlage vonmattgrüner, hellwassergrüner oder matt-bläulicher Farbe zu empfehlen.

Wichtige Griffe, Hebel o. ä. sollen mithervorstehenden Farben als Blickfanggestaltet werden. Ein solches Maschinen-teil ist besser sichtbar, die Zeit zur Erfas-sung einer Sehaufgabe wird verkürzt,eine Ablenkung durch Suchen vermindert.Dabei ist zu berücksichtigen, dass mansich auf 3 bis max. 5 Blickfänge an einem

Farbgebungim Arbeitsraum20Arbeitsplatz beschränkt. Den größtenKontrast erzielt man zwischen Gelb undSchwarz.

Helle Farben wirken leicht, freundlich,aufheiternd. Sie verbreiten mehr Lichtund hellen die Räume auf. DunkleFarben wirken bedrückend und ent-mutigend.

Ein Arbeitsplatz sollte zunächst nachdiesen Prinzipien farbig gestaltet werden.Monotone Arbeit erfordert einige anre-gende Farbelemente, z. B. an Säulen,Türen, Trennwänden.

Bei hohen Anforderungen an die Kon-zentration müssen Ablenkungen undBeunruhigung vermieden werden, dasheißt es sind helle, unauffällige Farbenzu verwenden.

Bild 20-1: Psychologische Wirkung von Farben

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Bild 20-2: Farbliche Abstimmung der Werkhalle und der Betriebseinrichtungen

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Mit zunehmendem Alter lässt die Elastizitätder Augenlinse nach.

Die Entfernung, bei der gerade nochscharf gesehen wird, nimmt zu. Etwa abdem 40. Lebensjahr beginnt diese soge-nannte „Alterssichtigkeit“.

Normalsichtige brauchen dann eine Brille.

Ebenfalls mit zunehmendem Alter wirddie Pupille starrer und enger. Es gelangtweniger Licht auf die Netzhaut. Ältere

Beleuchtungund Alter21Menschen brauchen deshalb ein höheresBeleuchtungsniveau.

Bei hohem Beleuchtungsniveau ist derUnterschied des Lichtbedarfs geringer.

Ein hohes Beleuchtungsniveau wirktsich positiv auf Sicherheit, Leistung undQualität aus.

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Bild 21-1: Einschränkung der Sehfähigkeit mit zunehmendem Alter

Die Grafik zeigt,dass die Sehschärfeeines 60jährigenMenschen gegen-über der eines20jährigen nur etwa75 % beträgt.

Für die gleiche Seh-leistung brauchenältere Menschenmehr Licht alsjunge Menschen.Die Unterschiedeschwinden abermit wachsendemBeleuchtungsniveau.

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Sicherheits- undGesundheitsschutzkennzeichen

Unter Berücksichtigung der psychischenWirkung von Farben und Formen sindSicherheits- und Gesundheitsschutzkenn-zeichen erarbeitet worden und in Unfall-verhütungsvorschriften geregelt.

Warn- undSicherheitsfarben22

Die Kennzeichnung durch Warn- undSicherheitsfarben erhöht die Bereitschaft,auf mögliche Gefahren zu achten. Längsteingeführte Farben sind:

rot = Halt, Verbot,

gelb = Vorsicht! Mögliche Gefahr,

grün = Gefahrlosigkeit,

blau = Hinweis, Gebot.

Je besser Warn- und Sicherheitsfarbenvon der Umgebung abgesetzt sind, destobesser werden sie wahrgenommen.

Die Kennzeichen sind so gestaltet, dass

– sie nicht übersehen werden,

– sie die Aufmerksamkeit auf sich lenken,

– sie mit anderen Zeichen nicht verwech-selt werden können,

– der Sachverhalt eindeutig und leichtverständlich ist.

Die Größe ist abhängig von der Entfer-nung, aus der die Zeichen sicher erkanntwerden müssen. Einzelheiten sind inder UVV „Sicherheits- und Gesundheits-schutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“(BGV A8 / bisherige VBG 125) geregelt.

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Bild 22-1: Bedeutung der Sicherheitsfarben

Bild 22-2: Kontrastfarben und Farben der Bildzeichen

Bild 22-3: Kombination von Form und Farbe und ihre Bedeutung für Schilder

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Stellteile dienen zum Ein- und Ausschal-ten, Steuern, Regeln und Bedienen vonMaschinen, Anlagen und Apparaten.

Stellteile müssen der Funktion undAnatomie des Menschen angepasst sein.

Für kleine Stellkräfte und hohe Stell-geschwindigkeiten eignet sich Finger-betätigung mittels:

– Tastatur

– Knopf

– Schalter

– Schieber

Stellteile23Für mittlere bis große Stellkräfte undmittlere und große Stellwege eignet sichHandbetätigung mittels:

– Hebel

– Handgriff

– Handrad

– Kurbel

für große Stellkräfte eignet sich Fuß-betätigung mittels:

– Fußschalter

– Pedal

Stellteile sollen so angeordnet sein, dasssie hohe Greif- und Stellgeschwindigkeitenermöglichen.

Einzelheiten sind in DIN EN 894-3„Stellteile“ geregelt.

Bild 23-1: Einsatzmöglichkeiten von Stellteilen

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● Stellteile von Kraft- und Arbeitsma-schinen gegen unbeabsichtigtes undirrtümliches Ingangsetzen sichern.

● Betätigungsflächen der Stellteile durchentsprechende Gestaltung gegenAbgleiten sichern z. B. durch geriffelteOberfläche.

● Zur Vermeidung von VerwechslungenStellteile durch Beschriftung oder Sym-bole eindeutig kennzeichnen.

● Gute Erkennbarkeit der Stellung desStellteils gewährleisten.

Gestaltungsrichtlinienfür Stellteile24● Stellteile und Aggregat bzw. Maschine

oder Stellteil und Anzeigengerät örtlichzusammengehörig anordnen, z. B.rechts hinten angeordnetes Stellteilzum Stellen einer rechts hinten ange-ordneten Maschine bzw. Anlage.

● Bewegung des Stellteils und derMaschine, Anlage, Anzeige sinnfälligzuordnen.

● Häufig benutzte Stellteile im kleinenGreifraum – selten benutzte Stellteileim großen Greifraum anordnen.

● Für Stellwege und Stellkräfte möglichstmittlere Tabellenwerte benutzen.

Bild 24-1: Stellwege und Stellkräfte beim Drehen der Stellteile

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Bild 24-2: Stellwege und Stellkräfte von Stellteilen

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Anzeigegeräte dienen der Übermittlungvon Informationen durch

– Ablesen,

– Beobachten,

– Vergleichen,

– Warnen.

In Verbindung mit Stellteilen dienen siezum

– Regeln,

– Steuern,

– Nachführen

– Einregulieren.

Die Vereinbarkeit und Sinnfälligkeit vonz. B. Stellteilbewegung und Bewegungder Anzeige (Kompatibilität) dient der

Anzeigegeräte25Erleichterung des Anlernprozessesund Verringerung des Risikos von Fehl-leistungen. Deshalb sollten Stellteileund Anzeigegeräte nach folgendenRichtlinien angeordnet werden.

Skala oder Zeiger des Anzeigegerätesbewegen sich in gleicher Richtung wie dasStellteil.

Drehen oder Bewegen nach rechtsnach vornnach oben

dient zum AnschaltenVerstärkenBeschleunigenErhöhen

Ausnahme: Bei Ventilen und Absperrvor-richtungen bedeutet Drehen nach rechts„Drosseln“.

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Bild 25-1: Je nach Anforderung werden verschiedene Arten von Anzeigegerätenverwendet:

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● Ablesegenauigkeit nicht größer alserforderlich gestalten.

● Zusätzliche und unnötige Informationenvermeiden.

● Anzeige einfach und unmißverständlichgestalten.

● Bei fester Skala: Ziffern aufrechtanordnen.

Gestaltungsrichtlinienfür Anzeigegeräte26● Bei bewegter Skala: Ziffern tangential

anordnen.

● Zeigerspitze und Skalenstrich gleichstark ausführen.

● Ablesefehler durch Parallaxe beischräger Beobachtung vermeiden.

● Skala nicht durch Zeiger verdecken.

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Bild 26-1: Ablesezeit und Ablesegenauigkeit sind abhängig von Ausführung und Art derAnzeigegeräte

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Lärm ist Schall (Geräusch), der stört,belästigt, die Gesundheit schädigen kannoder zu besonderer Unfallgefahr führt.

Das menschliche Ohr nimmt Druck-schwankungen der Luft als Schall wahr.Der Schalldruckpegel wird in Dezibel (dB)angegeben. Der Mensch empfindet beikonstantem Schalldruck hohe Töne lauterals tiefe.

Die Tonhöhe hängt von der Frequenz,die Lautstärke von der Höhe der Druck-schwankungen ab.

Soll das Ergebnis von Geräuschmessungendem Empfinden des menschlichen Ohresentsprechen, müssen die Tonhöhen unddamit die Frequenzen entsprechendbewertet werden.

Dies geschieht in den Schallmessgerätendurch genormte elektronische Filter A, B, Coder D. Im Arbeitsschutz wird vornehmlichdas A-Filter verwendet. Der Schalldruck-pegel wird dann als A-bewertet bezeichnetund in dB(A) angegeben.

Lärm27Um den negativen Auswirkungen desLärms zu begegnen, wurden verschiedeneVorschriften für den Arbeitsschutz undzum Schutz Dritter erlassen. Danach sindbestimmte Immissions-Grenzwerte ein-zuhalten.

Die Beurteilung des Lärms erfolgt fürrepräsentative Zeitabschnitte und Arbeits-abläufe. Sie berücksichtigt den Schalldruck-pegel, die Einwirkdauer, Gehörgefährdungund ggf. Impulshaltigkeit der Geräusche.Möglich ist eine orts- oder personenbezo-gene Beurteilung, so dass den individuellenBelastungen Rechnung getragen werdenkann.

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Bild 27-1: Beispiele unterschiedlicher Schalldruckpegel (nach Bilsom)

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Wirkt gehörschädigender Lärm [Beurtei-lungspegel ab 85 dB (A)] auf das unge-schützte Ohr längere Zeit ein, so kommtes zunächst zu einer Erhöhung derHörschwelle (Vertäubung). Der Schallwird je nach Höhe der Vertäubung leiserempfunden.

Nach entsprechend langer Lärmpausebildet sich diese Hörschwellenverschiebungwieder zurück.

Bei lang andauernden Einwirkungszeitenvon gehörschädigendem Lärm über meh-rere Jahre bildet sich die Hörschwellen-verschiebung nicht gänzlich zurück, undes entsteht eine Lärmschwerhörigkeit.Lärmschwerhörigkeit ist nicht heilbar.

Die schädigende Wirkung des Schallsauf das Gehör wird vom Schalldruckpegelund von der Einwirkungszeit beeinflusst.Als Maß gilt der Beurteilungspegel.Er wird auf 8 Stunden bezogen, in Aus-nahmefällen auch als Mittelwert auf eineArbeitswoche. Er wird grundsätzlich alsenergieäquivalenter Dauerschallpegel(LAeq, 8h) bestimmt. In Einzelfällen ist dieImpulshaltigkeit der Geräusche gemäßUVV „Lärm“ (BGV B3 / bisherige VBG 121)zu berücksichtigen.

Bei Lärm mit einem Beurteilungspegel ab85 dB (A) hat der Unternehmer Gehör-schutzmittel zur Verfügung zu stellen. Siesind von den Mitarbeitern zu benutzen.

Ab einem Beurteilungspegel von 90 dB (A)muss der zur Verfügung gestellte Gehör-schutz benutzt werden.

Man unterscheidet:

– Gehörschutzstöpsel, z. B. Gehör-schutzwatte oder Kunststoffe, die imGehörgang oder in der Ohrmuschelgetragen werden,

– Kapselgehörschützer, die über das Ohrgesetzt werden,

– Schallschutzhelme, die einen Teil desKopfes gegen Schall schützen,

– Schallschutzanzüge, die den ganzenKörper gegen Schall schützen.

Das Bereitstellen von Gehörschutz ent-bindet den Unternehmer nicht, ein Lärm-minderungsprogramm aufzustellen undtechnische Lärmschutzmaßnahmendurchzuführen.

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Bild 27-2: Höchstzulässige Beurteilungspegel an Arbeitsplätzen(nach § 15 Arbeitsstättenverordnung)

Bild 27-3: Immissionsgrenzwerte gemäß UVV „Lärm“ (BGV B3 / bisherige VBG 121) underforderliche Maßnahmen

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MechanischeSchwingungen28

Mechanische Schwingungen (Vibrationen,Stöße) können auf den Menschen über-tragen werden und in Abhängigkeit vonFrequenzintensität (Amplitude) sowieOrtrichtung und Dauer der Einwirkung zugesundheitlichen Beeinträchtigungenführen:

– Gelenkverschleiß,

– Durchblutungsstörungen,

– Unwohlsein (Seekrankheit bei < 1 Hz).

Betroffen sind bei Teilkörpereinwirkungenauf das Hand-Arm-System (z. B. Arbeitenmit Drucklufthämmern, Winkelschleifern

und Bohrhämmern), insbesondere dasEllenbogen- und das Schultergelenk oderdie periphere Durchblutung und Nerven-funktion der Hände.

Bei vorwiegend vertikaler Einwirkung vonGanzkörperschwingungen im Stehen oderSitzen, z. B. beim Fahren mit Gabelstaplern,entstehen akute oder chronisch wieder-kehrende Beschwerden; hauptsächlich inder Kreuz- oder Lendengegend.

Besonders unangenehm sind die Beein-trächtigungen, wenn Resonanzfrequenzeneinzelner Organe oder Körperbereicheauftreten.

Bild 28-1

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Bild 28-2: Koordinatensystem für dieSchwingungsrichtungen X, Y und Z beiEinwirkung von Ganzkörper-Schwingungen(nach VDI 2057 Blatt 1)

Bild 28-3: Kurven gleicher bewerteterSchwingstärke KZ bei Einwirkung auf densitzenden und stehenden Menschen(nach VDI 2057 Blatt 2)

Bild 28-4: Zusammenhang zwischenbewerteter Schwingstärke und subjektiverWahrnehmung (nach VDI 2057 Blatt 3)

Bild 28-5: Richt(wert)-Kurve für dasBeurteilungskriterium „Gesundheit“(nach VDI 2057 Blatt 3)

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Für die Ermittlung der Schwingungsbela-stung wird eine Frequenzbewertung für diedrei Schwingungsrichtungen X, Y und Zvorgenommen.

Gemessen werden Schwingungsbeschleu-nigung und Frequenz. Hieraus wird diebewertete Schwingstärke ermittelt.Kurven gleicher bewerteter Schwingstärkesind auch Kurven gleicher Schwingungs-wahrnehmung.

Sollen Gesundheitsschäden durch dieEinwirkung mechanischer Schwingungenvermieden werden, darf die Richtkurve„Gesundheit“ nach VDI 2057 Blatt 3 nichtüberschritten werden.

Zur Minderung mechanischer Schwin-gungen kommen beispielsweise folgendeMaßnahmen in Betracht:

– schwingungsisolierte Aufstellung vonMaschinen,

– Schwingsitze mit Einstellmöglichkeitenauf das Fahrergewicht,

– vibrationsgeminderte Handgriffe anElektro- und Druckluftwerkzeugen,

– Beseitigung unebener Fahrbahnen undVerhindern von Stößen,

– luftbereifte Räder,

– schwingungsisolierte Kabinen.

Mit diesen Maßnahmen wird in den meistenFällen gleichzeitig eine längere Lebens-dauer der Maschinen und Fahrzeuge erzielt.

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Bild 28-6: Schwingungsgedämpfter Fahrersitz in einer Baumaschine

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Gefahrstoffe29Chemische Stoffe oder Verbindungen, diedurch ihre Eigenschaften Schäden anMenschen oder Umwelt verursachen kön-nen, werden als Gefahrstoffe bezeichnet.Solche Eigenschaften sind z. B.

– brand- und explosionsgefährlich,

– gesundheitsschädlich,

– fruchtschädigend,

– erbgutverändernd,

– umweltschädigend.

Der Grad der Gefährdung hängt insbeson-dere von Art, Dosis und Konzentration einesStoffes ab.

Zum Schutz des Menschen vor Gefahrensind Maßnahmen in der Rangfolge ihrerSchutzwirkung anzuwenden:

– Gefahrstoffe durch ungefährliche Stoffeersetzen,

– Arbeitsverfahren so gestalten, dassGefahrstoffe nicht entstehen oder nichtfrei werden,

– Gefahrstoffe an der Entstehungsstellevollständig erfassen und beseitigen,

– Lüftungsmaßnahmen,

– Verwendung von persönlicher Schutz-ausrüstung (siehe Bild 29-1).

Nähere Informationen enthalten insbeson-dere die BG-Informationen

– BGI 546 „Umgang mit Gefahrstoffen“(bisherige ZH 1/97)

und

– BGI 593 „Schadstoffe beim Schweißen“(bisherige ZH 1/223).

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Bild 29-1: Benutzung von persönlicher Schutzausrüstung bei Lackierarbeiten

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Ergonomische und arbeitswissenschaft-liche Erkenntnisse sind bereits in vieleRegelwerke eingeflossen.

UVV Allgemeine Vorschriften

Allgemeine Anforderungen gemäߧ 2 Absatz 1

Der Unternehmer hat zur Verhütung vonArbeitsunfällen Einrichtungen, Anordnun-gen und Maßnahmen zu treffen, die denBestimmungen dieser Unfallverhütungs-vorschrift und den für ihn sonst geltendenUnfallverhütungsvorschriften und im übrigenden allgemein anerkannten sicherheits-technischen und arbeitsmedizinischenRegeln entsprechen. Soweit in anderenRechtsvorschriften, insbesondere in Arbeits-schutzvorschriften, Anforderungen gestelltwerden, bleiben diese Vorschriftenunberührt.

Das Arbeitsschutzgesetz

§ 1 Zielsetzung und Anwendungs-bereich

(1) Dieses Gesetz dient dazu, Sicherheitund Gesundheitsschutz der Beschäftigten beider Arbeit durch Maßnahmen des Arbeits-schutzes zu sichern und zu verbessern.Es gilt in allen Tätigkeitsbereichen.

§ 2 Begriffsbestimmungen

(1) Maßnahmen des Arbeitsschutzes imSinne dieses Gesetzes sind Maßnahmenzur Verhütung von Unfällen bei der Arbeitund arbeitsbedingten Gesundheitsgefahreneinschließlich Maßnahmen der men-schengerechten Gestaltung der Arbeit.

Aus denRegelwerken30§ 4 Allgemeine Grundsätze

Der Arbeitgeber hat bei Maßnahmen desArbeitsschutzes von folgenden allgemeinenGrundsätzen auszugehen:

1. Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eineGefährdung für Leben und Gesundheitmöglichst vermieden und die verbleibendeGefährdung möglichst gering gehaltenwird;

2. Gefahren sind an ihrer Quelle zubekämpfen;

3. bei den Maßnahmen sind der Stand vonTechnik, Arbeitsmedizin und Hygienesowie sonstige gesicherte arbeits-wissenschaftliche Erkenntnisse zuberücksichtigen;

4. Maßnahmen sind mit dem Ziel zuplanen, Technik, Arbeitsorganisation,sonstige Arbeitsbedingungen, sozialeBeziehungen und Einfluss der Umweltauf den Arbeitsplatz sachgerecht zuverknüpfen;

5. individuelle Schutzmaßnahmen sindnachrangig zu anderen Maßnahmen;

6. spezielle Gefahren für besonders schutz-bedürftige Beschäftigtengruppen sind zuberücksichtigen;

7. den Beschäftigten sind geeigneteAnweisungen zu erteilen;

8. mittelbar oder unmittelbar geschlechts-spezifisch wirkende Regelungen sind nurzulässig, wenn dies aus biologischenGründen zwingend geboten ist.

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Das Betriebsverfassungsgesetz

Unterrichtungs- und Beratungsrechteim § 90

Der Arbeitgeber hat den Betriebsrat überdie Planung

– von Neu-, Um- und Erweiterungsbautenvon Fabrikations-, Verwaltungs- undsonstigen betrieblichen Räumen,

– von technischen Anlagen,

– von Arbeitsverfahren und Arbeits-abläufen oder

– von Arbeitsplätzen

rechtzeitig zu unterrichten und die vorgese-henen Maßnahmen unter Berücksichtigung„gesicherter arbeitswissenschaftlicherErkenntnisse“ mit dem Betriebsrat zuberaten.

Mitbestimmungsrecht im § 91

Werden Arbeitnehmer in besondererWeise belastet, weil gesicherte arbeits-wissenschaftliche Erkenntnisse beiÄnderung

– der Arbeitsplätze,

– des Arbeitsablaufes,

– der Arbeitsumgebung

nicht beachtet wurden, so kann derBetriebsrat angemessene Maßnahmenzur Abwendung oder Minderung derBelastung verlangen.

Arbeitsstättenverordnung

Allgemeine Anforderungen im § 3

Der Arbeitgeber hat Arbeitsstätten nachdieser Verordnung, den UVV‘en undden allgemein anerkannten sicherheits-technischen, arbeitsmedizinischen undhygienischen Regeln sowie den sonstigen„gesicherten arbeitswissenschaftlichenErkenntnissen“ einzurichten und zubetreiben.

In den Arbeitsstättenrichtlinien (ASR) sinddiese Erkenntnisse z. T. konkretisiert.

Das Arbeitssicherheitsgesetz

● Aufgaben der Fachkräfte für Arbeits-sicherheit im § 6

● Aufgaben der Betriebsärzte im § 3

Sie haben die Aufgabe, den Arbeitgeberin allen Fragen der Arbeitssicherheiteinschließlich der „menschengerechtenGestaltung der Arbeit“ zu beraten.

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Hinweise für alle,die es genauer wissen müssen31

BGV A1 Allgemeine Vorschriften (bisherige VBG 1)

BGV A4 Arbeitsmedizinische Vorsorge (bisherige VBG 100)

BGV A8 Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnungam Arbeitsplatz (bisherige VBG 125)

BGV B3 Lärm (bisherige VBG 123)

BGR 131 Arbeitsplätze mit künstlicher Beleuchtung und fürSicherheitsleitsysteme (bisherige ZH 1/190)

BGI 546 Umgang mit Gefahrstoffen (bisherige ZH 1/93)

BGI 593 Schadstoffe in der Schweißtechnik (bisherige ZH 1/223)

ZH 1/535 Sicherheitsregeln für Büro-Arbeitsplätze

DIN EN 294 „Sicherheit von Maschinen; Sicherheitsabständegegen das Erreichen von Gefahrstellen mit den oberenGliedmaßen“

DIN EN 349 „Sicherheit von Maschinen; Mindestabstände zurVermeidung des Quetschens von Körperteilen“

DIN EN 894-3 „Sicherheit von Maschinen; ErgonomischeAnforderungen an die Gestaltung von Anzeigen undStellteilen – Teil 3 Stellteile“

DIN EN 1838 „Angewandte Lichttechnik – Notbeleuchtung“

DIN 4551 „Bürodrehstühle und Bürodrehsessel;Sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfung“

DIN 4553 „Büromöbel; Begriffe“

DIN 4554 „Büromöbel (ausgenommen Bürositzmöbel);Anforderungen und Prüfung“

UVVen

BGR, BGI, ZH 1

DIN-Normen,VDE-Bestimmungen

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DIN 5034 „Innenraumbeleuchtung mit Tageslicht; Grundsätze“

DIN 5035 Teil 1 „Beleuchtung mit künstlichem Licht;Begriffe und allgemeine Anforderungen“

DIN 5035 Teil 2 „Beleuchtung mit künstlichem Licht; Richtwertefür Arbeitsstätten in Innenräumen und im Freien“

DIN VDE 1000 „Allgemeine Leitsätze für das sicherheitsgerechteGestalten technischer Erzeugnisse“

ENV 26385 „Prinzipien der Ergonomie in der Auslegung vonArbeitssystemen“

DIN 33400 „Gestalten von Arbeitssystemen nach arbeitswissen-schaftlichen Erkenntnissen; Begriffe und allgemeineLeitsätze“

DIN 33400 Beiblatt 1 „Gestalten von Arbeitssystemen nacharbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen;Beispiel für höhenverstellbare Arbeitsplattformen“

DIN 33402 Teil 1 „Körpermaße des Menschen;Begriffe, Messverfahren“

DIN 33402 Teil 2 „Körpermaße des Menschen; Werte“

DIN 33403 Teil 1 „Klima am Arbeitsplatz und in der Arbeits-umgebung“; Grundlagen zur Klimaermittlung“

DIN 33407 „Arbeitsanalyse; Merkmale“

DIN 33408 Teil 1 „Körperumriss-Schablonen für Sitzplätze“

DIN 33416 „Zeichnerische Darstellung der menschlichen Gestalt intypischen Arbeitshaltungen“

DIN 68877 „Arbeitsstuhl; Sicherheitstechnische Anforderungen,Prüfung“

DIN-Normen,VDE-Bestimmungen

Arbeitsschutzgesetz

Arbeitssicherheitsgesetz

Betriebsverfassungsgesetz

Arbeitsstättenverordnung

Lastenhandhabungsverordnung

Gesetze undVerordnungen

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Bosch: Arbeitshilfen für die ergonomischeArbeitsgestaltung, Herausgeber Robert Bosch, 1978

Fördergemeinschaft Gutes Licht:Gutes Licht für Handwerk und Industrie, 1979

Grandjean, E.: Physiologische Arbeitsgestaltung, 1967

Hettinger, Kaminski, Schmale:Ergonomie am Arbeitsplatz, 1980

Institut für angewandte Arbeitswissenschaften e.V.,Herausgeber: Taschenbuch der Arbeitsgestaltung, 1977

Jenik, P.: Maschinen menschlich konstruiert, Somato-graphie als wissenschaftliche Methode für Konstrukteure,Maschinenmarkt Industriejournal 78/1972 S. 87-90

Laurig, W.: Grundzüge der Ergonomie, Einführung, 1982

Murrell, K.F.H.: Ergonomie, 1971

Rohmert, W.: Arbeitswissenschaft I,Umdruck der Vorlesung, 1976

Schmidtke, H.: Lehrbuch der Ergonomie,2. bearbeitete und ergänzte Auflage, 1981

Taschenbuch Mensch und Arbeit, 1975

VDI-Gesellschaft Produktionstechnik,Herausgeber: Handbuch der Arbeitsgestaltung undArbeitsorganisation, 1980

Wenzel, G. und Piekarski, C.: Kima und Arbeit, 1980

Zeiss-Ikon: Licht und Leuchten, 1975

VDI-Richtlinie 2057 „Einwirkung mechanischerSchwingungen auf den Menschen“

Sonstige Schriften

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79

Seite 9 Laurig W., Grundzüge der Ergonomie, Einführung (1982)

Seite 10 Rohmert W., Aufgaben und Inhalt der Arbeitswissenschaft;Die Berufsbildende Schule 24 (1972) S. 3-14

Seite 15 Jenik P., Maschinen menschlich konstruiert,Somatographie als wissenschaftliche Methode für Konstrukteure,Maschinenmarkt Industriejournal 78/1972 S. 87-90

Seite 15 Robert Bosch (Hrsg.); Bosch: Arbeitshilfen für die ergonomischeArbeitsgestaltung (1978)

Seite 19 Schultetus W., Montagegestaltung; Köln, TÜV Rheinland (1980)

Seite 29 Bildschirm-Arbeitsplätze, Anordnung und AufstellungHrsg.: Berufsgenossenschaft Druck- und Papierverarbeitung

Seite 31 Rohmert W., Arbeitswissenschaft I, Umdruck zur Vorlesung (1976)

Seite 34-37 Wenzel G., Piekarski C., Klima und Arbeit (1980)

Seite 41, 42 Zeiss-Ikon, Licht und Leuchten (1975)

Seite 43, 46-48 Fördergemeinschaft Gutes Licht: Gutes Licht für Handwerk undIndustrie, 1979

Seite 50 VDI Handbuch Arbeitsgestaltung und Arbeitsorganisation (1980)

Seite 61, 63 Grandjean E., Physiologische Arbeitsgestaltung (1967)

Quellenverzeichnis32

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Vereinigung der Metall-BerufsgenossenschaftenFederführung: Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft, Kreuzstraße 45,40210 Düsseldorf, Telefax (02 11) 82 24-4 44 und 5 45 (02 11) 82 24-0. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Edel- und Unedelmetall-BerufsgenossenschaftVollmoellerstraße 11, 70563 Stuttgart, Telefax (07 11) 13 34-5 20 (07 11) 13 34-0E-Mail: [email protected], Internet: http://www.edelbg.de

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VerwaltungsgemeinschaftMaschinenbau- u. Metall-Berufsgenossenschaft / Hütten- u. Walzwerks-BerufsgenossenschaftKreuzstraße 45, 40210 Düsseldorf, Telefax (02 11) 82 24-4 44 (02 11) 82 24-0E-Mail: [email protected], Internet: http://www.mmbg.de

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Außendienststellen der Präventionsabteilung:44263 Dortmund, Semerteichstraße 98, Telefax (02 31) 41 96-199 (02 31) 41 96-033602 Bielefeld, Oberntorwall 13/14, Telefax (05 21) 9 67 04-99 (05 21) 9 67 04-7040239 Düsseldorf, Graf-Recke-Straße 69, Telefax (02 11) 82 24-8 44 (02 11) 82 24-051065 Köln, Berg.-Gladbacher-Straße 3, Telefax (02 21) 67 84-2 22 (02 21) 67 84-006842 Dessau, Raguhner Straße 49 b, Telefax (03 40) 25 25-3 62 (03 40) 25 25-039104 Magdeburg, Ernst-Reuter-Allee 45, Telefax (03 91) 5 32 29-11 (03 91) 5 32 29-001109 Dresden, Zur Wetterwarte 27, Telefax (03 51) 8 86-45 76 (03 51) 8 86-50 4104109 Leipzig, Elsterstraße 8 a, Telefax (03 41) 1 29 91-11 (03 41) 1 29 91-0

Hütten- und Walzwerks-Berufsgenossenschaft – Präventions- und SchulungsabteilungLeitung: 40210 Düsseldorf, Kreuzstraße 45, Telefax (02 11) 82 24-5 45 (02 11) 82 24-0

Außendienststelle der Präventions- und Schulungsabteilung:45127 Essen, Hoffnungstraße 2, Telefax (02 01) 17 06-3 38 (02 01) 17 06-0

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Norddeutsche Metall-BerufsgenossenschaftSeligmannallee 4, 30173 Hannover, Telefax (05 11) 81 18-2 00 (05 11) 81 18-0Internet: http://www.nmbg.de

Präventionsbezirke:30173 Hannover, Seligmannallee 4, Telefax (05 11) 81 18-5 69 (05 11) 81 18-012099 Berlin, Lorenzweg 5, Telefax (0 30) 7 56 97-2 40 (0 30) 7 56 97-028195 Bremen, Töferbohmstraße 10, Telefax (04 21) 30 97-1 11 (04 21) 30 97-020149 Hamburg, Rothenbaumchaussee 145, Telefax (0 40) 4 41 12-1 50 (0 40) 4 41 12-0

mit Außenstelle in 18055 Rostock, Blücherstraße 27,Telefax (03 81) 49 56-1 50 (03 81) 49 56-0

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Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft – Präventionsabteilung (Aufsichtsdienst)Leitung: 40210 Düsseldorf, Kreuzstraße 45, Telefax (02 11) 82 24-5 45 (02 11) 82 24-0. . . . . . . . . . . . . . . . .

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Süddeutsche Metall-BerufsgenossenschaftWilhelm-Theodor-Römheld-Straße 15, 55130 Mainz, Telefax (0 61 31) 8 02-5 72 (0 61 31) 8 02-0E-Mail: [email protected], Internet: http://www.smbg.de

Technische Aufsichtsdienste:80615 München, Arnulfstraße 283, Telefax (0 89) 1 79 18-1 19 (0 89) 1 79 18-2 3583278 Traunstein (Außenstelle), Kernstraße 4, Telefax (08 61) 7 08 78-20 (08 61) 7 08 78-090403 Nürnberg, Weinmarkt 9 -11, Telefax (09 11) 23 47-1 52 (09 11) 23 47-070563 Stuttgart, Vollmoellerstraße 11, Telefax (07 11) 13 34-2 13 (07 11) 13 34-079100 Freiburg (Außenstelle), Basler Straße 65, Telefax (07 61) 4 56 88-88 (07 61) 4 56 88-6068167 Mannheim, Dudenstraße 50, Telefax (06 21) 38 01-4 39 (06 21) 38 01-066119 Saarbrücken, Koßmannstraße 48-52, Telefax (06 81) 85 09-87 (06 81) 85 09-055130 Mainz, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 15, Telefax (0 61 31) 8 02-1 33 (0 61 31) 8 02-4 0099099 Erfurt, Lucas-Cranach-Platz 2, Telefax (03 61) 43 91-6 02 (03 61) 43 91-036251 Bad Hersfeld (Außenstelle), Seilerweg 54, Telefax (0 66 21) 4 05-2 30 (0 66 21) 4 05-009117 Chemnitz (Außenstelle), Nevoigtstraße 29, Telefax (03 71) 8 42 22-18 (03 71) 8 42 22-055027 Mainz – HA Prävention, PF 3780, Telefax (0 61 31) 8 02-5 72 (0 61 31) 8 02-0

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Ausgabe 2001Bestell-Nr. BGI 5233.2001 / 37200

Herausgeber:

Vereinigung der Metall-BerufsgenossenschaftenHütten- und Walzwerks-Berufsgenossenschaft, DüsseldorfMaschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft, DüsseldorfNorddeutsche Metall-Berufsgenossenschaft, HannoverSüddeutsche Metall-Berufsgenossenschaft, MainzEdel- und Unedelmetall-Berufsgenossenschaft, Stuttgart

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