B¼rgerversammlung vom 07.11.2014 (Mitschrift)

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Teilkommentierte Mitschrift aus der Eslarner Bürgerversammlung vom 07.11.2014. Viel Spass beim Lesen!

Text of B¼rgerversammlung vom 07.11.2014 (Mitschrift)

  • Brgerversammlung

    mit integrierter Prsentation

    des Integrierten stdtebaulichen

    Entwicklungskonzeptes (ISEK)

    vom

    07. November 201 4

    1 8:30 - 21 :1 5 Uhr

    Teilkommentierte Mitschrift

    Rev. 2

    | 09.1 1 .201 4 |

    Rev. 3

    | 1 1 .1 1 .201 4 |

    Unsere Musikempfehlung zum nunmehr

    weit gediehenen Eslarner ISEK:

    Rainhard Fendrich "Nix is Fix",

    aus dem Album "Erben der Macht".

  • EDITORIAL

    Liebe LeserInnen,

    erlauben Sie uns ein kleines "Vowort", denn in dieser Brgerversammlung mit integrierter

    Vorstel lung des von Profis ber nunmehr ein Zeitjahr erarbeiteten "ISEK" htten Sie sowohl als

    Eslarner BrgerIn, wie vor al lem ortsfremde Person etwas erleben knnen.

    Da denkt man, dass "Brgerversammlungen" dazu gedacht sind, BrgerInnen diskutieren zu

    lassen, doch in der Marktgemeinde Eslarn "ticken" hier einige Marktgemeinderatsmitgl ieder

    vollkommen anders.

    Diese verl iessen, gerade als so gegen 20:45 Uhr nach Vorstel lung und Erluterung des ISEK die

    Diskussion ins Laufen kaum, sehr zgig und ohne sich zu Verabschieden die "Alte Turnhalle".

    Der erste Brgermeister, welcher sich bereit erklrt hatte die Versammlung zu leiten, der

    protokollfhrenden Marktkmmerer Herrn Roland Helm und der geschftsfhrende Beamte Herr

    Georg Wrfl waren neben dem Expertenteam und ca. 1 0 verbl iebenen BrgerInnen die letzten

    Vertreter der Marktgemeinde Eslarn.

    Es war wohl zu "stressig", als Brger nicht nur den derzeitigen Zustand des "Bgm.-Karl-Roth-

    Kurparks" moniert und die 1 0.000 bernachtungen pro Jahr in Zweifel gezogen hatten, sondern

    wieder einmal die Frage nach einer mglichen Drittl izensierung der Marke "Kommunbier"

    aufgeworfen wurde.

    ber weite Teile der ISEK-Prsentation ging es zuvor um den Tourismus und die Wirtschaft,

    dabei auch um die Sanierung der Bierkel ler auf dem Schloberg, das Zoigl-Museum, die

    Schaffung von Biergrten und eine knftige Kooperation mit der Eslarner Famil ienbrauerei

    Bauriedl. Die Frage nach einer Verwendung der seit 2004 durch die Marktgemeinde Eslarn

    geschtzten Biermarke zum Wohle der BrgerInnen, um z. B. die Kanalsanierungskosten

    ertrgl icher gestalten zu knnen, sol lte aber nicht kommen.

    Wie bereits erwhnt, diejenigen Marktgemeinderatsmitgl ieder welche anwesend waren - nur fnf

    von insgesamt 1 4 fehlten, verl iessen nahezu fluchtartig vor offiziel ler Beendigung der

    Versammlung den Saals, als der erste Brgermeister auch diese Frage und notwendige

    Folgefragen souvern beantwortete.

    Da scheinen einige dieser Personen nun endgltig bemerkt zu haben, dass deren sicher

    geglaubten Felle gerade den Bach hinunterschwimmen, denn Gbl bemerkte deutl ich wie

    souvern, dass (zwar) die Marktgemeinde Eslarn die Marke nicht gewerblich nutzen knne und

    wolle, es aber jeder Brgerin/ jedem Brger - beispielhaft wurde die Famil ienbrauerei Bauriedl

    erwhnt - einen Antrag auf Nutzung der Marke stel len, und damit auch Kommunbier brauen

    und verkaufen knne. Nun stel lt sich ernsthaft die Frage, wie das Marktgemeinderatsgremium

    mglicherweise ber Dinge Beschlsse fassen wil l , bei denen diese u. U. zu sehr selbst mit

    betei l igt, also mglicherweise befangen sind. Dazu aber in Krze, wenn wir Mittei lung darber

    erhalten haben, dass die ersten Antrge bei der Marktgemeindeverwaltung Eslarn eingegangen

    sind.

    Teilkommentierte Mitschrift aus der

    Brgerversammlung vom 07.11 .201 4

  • 2Ein klein wenig vom Beginn um

    18:30 Uhr abweichend, begann

    Eslarns erster Brgermeister Rei-

    ner Gbl die diesjhrige ver

    pflichtigend abzuhaltende

    Brgerversammlung, welche der

    Informationspflicht gegenber

    den BrgerInnen geschuldet, mit

    einer Experten-Prsentation des

    Integrierten stdtebaulichen Ent-

    wicklungskonzepts (ISEK) fr

    die Marktgemeinde Eslarn ver

    bunden wurde.

    Seit der letzten Informationsver-

    anstaltung zu diesem, mit der

    Bezeichnung "Eslarn 2030" fr

    die Zukunft der kleinen, be-

    schaulichen Marktgemeinde am

    ehem. "Eisernen Vorhang" gele-

    genen wichtigen Thema - am 16.

    November 2013 fand erstmalig

    eine sog. "ISEK-Brgerwerk-

    statt" statt - war mittlerweile fast

    ein Jahr vergangen. In diesem

    Jahr waren die Experten jedoch

    nicht unttig, sondern hatten ein

    ber 120 Seiten fassendes

    Druckwerk mit Vorschlgen zu

    Eslarns Zukunft ausgearbeitet.

    Demografisch unverndert

    Gbl begann fr eine Brgerver-

    sammlung unabdingbar mit ei-

    nem Rckblick auf die Ge-

    schehnisse der von ihm geleite-

    ten Marktgemeinde. er wies auf

    die demografische Lage hin, wel-

    che der Gemeinde einen weiteren

    Rckgang der Einwohnerzahlen

    auf aktuell 2699 Personen be-

    scherte. Erstmalig in seiner Ge-

    schichte hat damit die

    Marktgemeinde Eslarn weniger

    als 2700 EinwohnerInnen. Wh-

    rend sich Zu- und Wegzge

    ziemlich die Waage halten - 67

    Zuzgen stehen 76 Wegzge ge-

    genber, und im Ort selbst haben

    48 Personen den Wohnsitz ge-

    wechselt - waren bis zum gestri-

    gen Stichtag 28 Sterbeflle einer

    Zahl von 14 Geburten gegen-

    berzustellen.

    Auch in anderen Gemeinden im

    Landkreis Neustadt/ Wn. sieht es

    - so Gbl - nicht besser aus. Nur

    Gemeinden im sog. "Speckgr-

    tel" um die Stadt Weiden/ Opf.

    sind aufgrund der Stadtnhe eher

    als Wohnsitzgemeinden fr Wei-

    dens Werkttige gefragt, und

    knnen damit mit einer besseren

    demografische Situation punk-

    ten.

    Kreisumlage, Wirtschaft, Ar-

    beitsmarkt

    Mit zweijhriger Verzgerung -

    so Gbl - erhlt die Marktge-

    meinde Eslarn immer wieder ei-

    ne Art "Rckmeldung", dass es

    um dessen Wirtschaft wirklich

    gut bestellt ist. Dann nmlich

    schlgt Eslarns gutes wirtschaft-

    liches Auskommen mit der Be-

    rechnung der sog. "Kreisumlage"

    zu Buche, weil auch der Land-

    kreis vom guten Wirtschaften Es-

    larns profitieren will. So sind

    zwar die Gewerbesteuereinnah-

    men, welche 2012 noch

    **678.000.-- Euro, 2014 nur

    noch **317.000.-- Euro betru-

    gen, gesunken, die Kreiumlage

    jedoch betrug im Jahr 2014 den

    stolzen Betrag von **953.000.--

    Euro (2011 : 652.000.-- Euro).

    Auch die Einkommensteuerbe-

    teiligung im Jahr 2011 in Hhe

    von **745.000.-- Euro ist mit ei-

    nem Betrag von **862.000.--

    Euro im Jahr 2014 relativ stabil

    geblieben.

    Fr den Arbeitsmarkt ist nahezu

    von einer Vollbeschftigung zu

    sprechen.

    Bedeutende Projekte im Jahr

    2014

    Als sehr bedeutende Projekte,

    welche die Marktgemeinde Es-

    larn im nahezu vergangenen Jahr

    2014 auf den Weg gebracht hatte,

    wute Brgermeister Gbl das in

    Fertigstellung befindliche "Se-

    niorenwohnheim am Tillyplatz"

    (sog. "vorgezogene Manahme"

    im Rahmen des ISEK"), den Be-

    ginn der Attraktivittssteigerung

    in der Freizeitanlage "Atzmann

    see" zu nennen.

    Beide Projekte seien aufgrund

    von Brgerbefragungen gem.

    mehrheitlicher Interessenbekun-

    dung der Eslarner Bevlkerung

    angegangen worden, und werden

    neben weiteren Projekten im

    Rahmen des ISEK zum Nutzen

    Eslarns weitergefhrt.

    Eslarn - sozial - Flchtlinge

    Es hatte einen nahezu entschul-

    digenden Touch, als Gbl er-

    whnte, dass Eslarn derzeit im

    Teilkommentierte Mitschrift aus der

    Brgerversammlung vom 07.11 .201 4

  • 3Rahmen der Flchtlingshilfe 16

    Personen aufgenommen hat,

    denn er verwies darauf, dass es

    sich dabei gerade einmal um

    0,58 % der Bevlkerung handel-

    te, "was fr Eslarn zu verkraften"

    ist. Hier scheinen wieder einmal

    einige OrtsbrgerInnen eine ge-

    genteilige Meinung zu vertreten,

    ohne diese jedoch ffentlich us

    sern zu wollen.

    Diesen "Unverbesserlichen" ste-

    hen jedoch jede Menge Hilfsan-

    gebote privat engagierter Per-

    sonen, darunter vor allem von

    Frau Anita Weichselmann

    (Anm.: der Eslarner Seniorenbe-

    auftragten und vormaligen

    Marktgemeindertin), sowie der

    Arztfamilie Dr. Nickl gegenber.

    Im rtlichen "Gstehaus" habe

    man zudem eine Anlaufstelle

    eingerichtet, welche sowohl die

    AsylbewerberInnen wie auch

    OrtsbrgerInnen nutzen knnen,

    um z. B. Kleider- und/ oder

    Sachspenden abzuholen bzw.

    dort abzugeben. Dieses Bro ist

    tglich zwischen 15.00 und

    16.00 Uhr geffnet. Fr dieses

    Engagement fand Gbl in beson-

    derer Weise dankende Worte,

    und mahnte zur Nachahmung an.

    Ausblick 2015

    Selbstverstndlich durfte so kurz

    vor Jahresende, trotz Hinweis auf

    eine zeitnah im Jahr 2015 folgen-

    de Brgerversammlung den Aus-

    blick auf das kommende Jahr

    nicht fehlen.

    Sowohl ber die knftige Kanal-

    sanierung wie auch die (nur)

    noch bis 2020 genehmigte rtli-

    che Klranlage, werde man sich

    im nchsten Jahr unterhalten

    mssen.

    Fr das Heimatfest 2015, bei

    dem der Ausschu bereits die Ar-

    beit aufgenommen hat und die

    Weichen stellt, haben sich bereits

    ber 100 Festdamen, -mdchen

    und -burschen gemeldet. Auch

    die musikalische Gestaltung die-

    ses alle fnf Jahre stattfindenden

    Festes ist bereits unter Dach und

    Fach.

    LAG "Forum Neustadt Plus"

    Gbl verwies ebenfalls darauf,

    dass sich die Marktgemeinde Es-

    larn auch in der knftigen Loka-

    len Arbeitsgruppe (LAG) des

    Landkreis