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Der Gemüse-König orientiert sich neu medianet career network Wien. Der ÖBB-Chef Christian Kern hat zum jüngsten Rechnungshof- Bericht zu den ÖBB-Pensionisten Stellung genommen. Die derzeitige Pensionsproblematik sei ein Über- gangsproblem, in einigen Jah- ren werde es aus demografischen Gründen zu einer „Schlacht um Lokführer“ kommen. Um den erwarteten Knappheiten in technischen Berufen zu begeg- nen, wird schon heute massiv in Lehrlingsausbildung und Weiter- bildung im Konzern investiert, sagt Kern. Die ÖBB sei bereits der größ- te technische Lehrlingsausbildner mit rund 1.800 Lehrlingen. (pj) EIN SCHLECHTES ZEUGNIS Österreichs Manager in der Gesundheits- branche hinken deutlich hinterher Seite 70 DIE MEISTER VON MORGEN Erste Absolventen beim LehrlingsCross- mentoring-Programm des BFI Wien Seite 70 MATTHIAS ORTNER OTTAKRINGER © Boyden/R. Niederl © BFI Wien/S. Kaczor INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY. FREITAG, 27. MÄRZ 2015 – 67 Profil Nach 9 Jahren als Alleinvorstand bei LGV Frischgemüse will Gerald König (50) andernorts austreiben. Seite 68 Digitale Frauen Arbeitswelt im Griff – aber wenig Hoffnung auf Führungs- karrieren. Seite 71 © LGV-Frischgemüse © Daniel Nuderscher TOP-JOBS: HIER! Johnson & Johnson, Amgen, Worthington und Philips Austria sind „Österreichs beste Arbeit- geber 2015“. Seite 69 Brüssel. Der Europäische Rech- nungshof hat die Umsetzung der Pläne für die milliardenschwere „Jugendgarantie“ zur Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit in vielen EU-Ländern kritisiert. Es gebe „keine Informationen zu den potenziellen Gesamtkosten“, wo- mit das Risiko bestehe, „dass die Gesamtmittelausstattung womög- lich nicht angemessen ist“, sagte EuRH-Vertreterin Iliana Ivanova. Der EU-Ministerrat hatte die Jugendgarantie 2013 beschlossen. Zuletzt waren fast 4,9 Mio. Men- schen unter 25 in der EU ohne Job – in Ländern wie Spanien und Grie- chenland ist es mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe. Reichen 12,7 Milliarden? Mit der Jugendgarantie sollen junge Menschen innerhalb von vier Monaten nach Ende der Schul- zeit oder bei Arbeitslosigkeit eine „hochwertige“ Arbeitsstelle ange- boten bekommen, die ihren Qualifi- kationen entspricht – oder zumin- dest einen Ausbildungsplatz, eine Praktikumsstelle bzw. Weiterbil- dung. Im EU-Haushalt stehen bis 2020 insgesamt 12,7 Mrd. € für die Jugendgarantie bereit. (APA/red) Jobs für die Jugend EU-Prüfer kritisieren fehlende Kontrolle bei der „Jugendgarantie“ Milliardenprojekt in Schwebe Ivanova: Daten aus den EU-Staaten zu den „Jugendgarantie“-Kosten fehlen. ÖBB-Chef Chr. Kern erwartet in einigen Jahren eine „Schlacht um Lokführer“. © Simela Pantzartzi/EPA/picturedesk.com © APA/Herbert Neubauer Traumjob? Ein traditionelles Berufsbild mit viel Zukunft Begehrte Lokführer © Ottakringer

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  • Der Gemse-Knig orientiert sich neu

    medianet

    careernetwork

    Wien. Der BB-Chef Christian Kern hat zum jngsten Rechnungshof-Bericht zu den BB-Pensionisten Stellung genommen. Die derzeitige Pensionsproblematik sei ein ber-gangsproblem, in einigen Jah-ren werde es aus demografischen Grnden zu einer Schlacht um Lokfhrer kommen.

    Um den erwarteten Knappheiten in technischen Berufen zu begeg-nen, wird schon heute massiv in Lehrlingsausbildung und Weiter-bildung im Konzern investiert, sagt Kern. Die BB sei bereits der gr-te technische Lehrlingsausbildner mit rund 1.800 Lehrlingen. (pj)

    EIN SCHLECHTES ZEUGNIS

    sterreichs Manager in der Gesundheits-branche hinken deutlich hinterher Seite 70

    DIE MEISTER VON MORGEN

    Erste Absolventen beim LehrlingsCross-mentoring-Programm des BFI Wien Seite 70

    MATTHIAS ORTNER

    OTTAKRINGER

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    INSIdE yOuR BuSINESS. TOdAy. FREITAG, 27. MRZ 2015 67

    Profil Nach 9 Jahren als Alleinvorstand bei LGV Frischgemse

    will Gerald Knig (50) andernorts austreiben. Seite 68 Digitale Frauen Arbeitswelt im Griff aber

    wenig Hoffnung auf Fhrungs-karrieren. Seite 71

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    TOp-JOBS: HIER!

    Johnson & Johnson, Amgen, Worthington und Philips Austria sind sterreichs beste Arbeit-geber 2015. Seite 69

    Brssel. Der Europische Rech-nungshof hat die Umsetzung der Plne fr die milliardenschwere Jugendgarantie zur Bekmpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit in vielen EU-Lndern kritisiert. Es gebe keine Informationen zu den potenziellen Gesamtkosten, wo-mit das Risiko bestehe, dass die Gesamtmittelausstattung womg-lich nicht angemessen ist, sagte EuRH-Vertreterin Iliana Ivanova.

    Der EU-Ministerrat hatte die Jugendgarantie 2013 beschlossen. Zuletzt waren fast 4,9 Mio. Men-schen unter 25 in der EU ohne Job in Lndern wie Spanien und Grie-

    chenland ist es mehr als die Hlfte dieser Altersgruppe.

    Reichen 12,7 Milliarden?

    Mit der Jugendgarantie sollen junge Menschen innerhalb von vier Monaten nach Ende der Schul-zeit oder bei Arbeitslosigkeit eine hochwertige Arbeitsstelle ange-boten bekommen, die ihren Qualifi- kationen entspricht oder zumin-dest einen Ausbildungsplatz, eine Praktikumsstelle bzw. Weiterbil-dung. Im EU-Haushalt stehen bis 2020 insgesamt 12,7 Mrd. fr die Jugendgarantie bereit. (APA/red)

    Jobs fr die Jugend Eu-Prfer kritisieren fehlende Kontrolle bei der Jugendgarantie

    Milliardenprojekt in Schwebe

    Ivanova: Daten aus den EU-Staaten zu den Jugendgarantie-Kosten fehlen.

    BB-Chef Chr. Kern erwartet in einigen Jahren eine Schlacht um Lokfhrer.

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    Traumjob? Ein traditionelles Berufsbild mit viel Zukunft

    Begehrte Lokfhrer

    Ottakringer

  • das UNTERNEHMEN

    LGV-Frischgemse ist eine Ge-nossenschaft, die sich aus rund 110 Grtnerfamilien zusammensetzt und die sterreicher mit frischem Gemse versorgt.Gegrndet wurde die LGV-Frischgemse 1946 von mehr als 1.000 Grtnerbetrie-ben. 1951 wurde die erste Khlanlage fr rund 20 Eisenbahn-Waggons (alte Ge-wichtsangabe fr Gemse) in Kagran (Wien) errichtet.1977 wurden ein Werbefonds realisiert und zeitgeme Einwegverpackungen entwickelt. Die gelb/roten Wellpappe-steigen wurden fr viele Jahre das Mar-kenzeichen fr Wiener LGV-Gemse.1985 Einfhrung eines freiwilligen Produkt-Monitorings jhrlich werden mehrere 100 Proben auf Pflanzenschutz-mittel, Nitratgehalt sowie auf die mikro-biologische Einwandfreiheit analysiert.1990 Einfhrung des Zentralverkaufs bei LGV-Frischgemse zur Vereinheit-lichung des Angebots an die Handels-ketten.2006 60. Generalversammlung der LGV-Frischgemse: Gerald Knig wird vom Aufsichtsrat zum neuen Alleinvor-stand des Traditionsunternehmens be-stimmt. Vorgnger Karl Nehammer ver-abschiedet sich nach 30 erfolgreichen Jahren in den Ruhestand.2008 wird bei LGV-Frischgemse die grte Gurkensortieranlage Europas in Betrieb genommen.2014 erffnen LGV-Frischgemse und Wien Energie das grte Aufdach-Brgersolarkraftwerk Wiens bei der LGV-Frischgemse.

    Wien. Heimisches Gemse strkt die Ethik: Bei LGV-Frischgemse stand seit der Grndung als nicht-gewinnorientierte Genossenschaft 1946 der Gedanke im Mittelpunkt, sich gegenseitig zu helfen, erklrt Alleinvorstand Gerald Knig im medianet-Gesprch. Gerade in der aktuellen Zeit der Wirtschaftskrise

    und absoluten Gewinnmaximie-rung ist LGV-Frischgemse stolz darauf, die solidarischen Genos-senschaftswerte seit beinahe sie-ben Jahrzehnten hochzuhalten.

    LGV ist die grte sterreichische Gemseerzeugerorganisation und will das durch Frderung unserer

    Mitglieder und Steigerung der ge-meinsamen Leistung auch bleiben.

    Die Zahlen jedenfalls knnen sich sehen lassen: 2014 erwirtschaftete die Genossenschaft mit rund 40.000 Tonnen verkauftem Gemse einen Gesamtumsatz von rund 62 Mio. .

    Ein kurzer Blick zurck

    Seit 2006 leitet Gerald Knig als Alleinvorstand die Genossenschaft. In seiner neunjhrigen Chef-Peri-ode konnte die LGV-Frischgemse ihren Umsatz nahezu verdoppeln.

    Zahlreiche neue Gemsesorten wurden erfolgreich auf den Markt gebracht: Zuletzt wurde z.B. die Convenience-Linie mit hochwer-tigen, konsumfertigen Frischsa-laten um zarten Babyleaf-Salat, rassigen Rucola und feinen Baby-Spinat erweitert. Auerdem fhrte LGV einen neuen Produktbereich mit urbanem Trendgemse ein: Darunter verstehen wir Frischge-mse, das vorrangig stdtischen Lebens- und Konsumgewohnheiten entspricht, bislang aber nicht aus regionalem, heimischem Anbau erhltlich war, erklrt Knig die Strategie hinter der Sortiments-erweiterung. Gestartet wurde mit einer Hugo-Cocktail-Minze, mit Dolcinis rund 1 cm groen, dat-telfrmigen Snacktomaten sowie den scharfen Piri-Piri-Chilis als frische und getrocknete Ware.

    Knig: Im Vergleich zu Beginn der 90er-Jahre mit neun Gemse-sorten unter der Marke LGV haben wir heute zehnmal so viele, nm-lich 96, im Sortiment.

    Neu dazugekommen sind etwa Mini Gurken, Mini San Marzano, Chili Mix, Viola Melanzani, Midi Paradeiser, Gesteckter Vogerlsalat, Babyspinat oder Cherry Mix.

    Die schwierigste Phase in seiner Amtszeit ereignete sich fr Knig vor vier Jahren. Fr 2011 gilt eine einfache Formel: EHEC und Schlechtwetter ist gleich Einbruch bei Konsum und Ernte. Innerhalb von zwei Wochen wurden damals 1,6 Millionen Gurken weggewor-fen und das nur wegen falscher medialer Berichterstattungen, er-innert sich Knig mit Schaudern.

    Das Teuflische im Gemse-Busi-ness ist jedoch die Tatsache, dass auch das Gegenteil, Schnwetter, nicht zwingend das Geschft befl-gelt: Im Vorjahr war, bedingt durch den milden Winter in ganz Europa, auslndisches Gemse bis Ende April hinein in den sterreichi-schen Handelsregalen zu finden.

    blicherweise wird bereits ab Mrz grtenteils heimische Ware angeboten, erklrt Knig. Bleibt die Abnahme durch den Handel aus, hat dies zur Folge, dass regio-nal produziertes Gemse zu einem weit niedrigeren Preis exportiert werden muss.

    Ob fr heuer hnlichesgilt, wird sich in den nchsten Tagen und Wochen weisen

    Besonders wichtig war und ist Knig die Premium-Strategie von LGV: Die hat uns durch mehre-re Erntekrisen innerhalb weniger Jahre getragen ohne sie gbe es fr den heimischen Gemseanbau schwer ein berleben. Bewusst-seinsbildung bei den Konsumenten also das Aufmerksam-Machen auf heimische Qualitt macht sich auf jeden Fall bezahlt, erklrt Knig mit Nachdruck. Whrend der Russlandkrise haben die Kun-den ganz bewusst nach unseren regionalen Spezialitten gegriffen. Man muss die Konsumenten aber noch intensiver darauf hinwei-sen, ab wann heimisches Gemse verfgbar ist, um ihnen die Ent-scheidung fr die Qualitt aus der Region zu erleichtern! Im Werbe-bereich hat der LGV-Chef immer wieder knigliche Qualitten be-wiesen: Ein besonderes Highlight war etwa der Gewinn des Effie Gold und Platin fr sterreichs er-folgreichste Werbekampagne 2013.

    Ungewisser Blick nach vorn

    Im Mrz hat sich nun Gerald Knig mit dem LGV-Aufsichtsrat einvernehmlich geeinigt, das Unter- nehmen per Ende Juni zu verlas-sen. Hauptgrund sei die bereits im Herbst 2014 eingeleitete Reorgani-sation der Wiener Grtnergenos-senschaft. Wer mir als Vorstand nachfolgen wird, befindet sich noch in der Entscheidungsphase, sagt Knig zu medianet.

    Auch fr sich selbst hat Knig noch keine Entscheidung getroffen: Nach dem 30.6. wird einmal fr mindestens zweieinhalb Monate Urlaub gemacht danach freue ich mich auf eine neue Herausforde-rung! www.lgv.at

    68 careernetwork Career portrait Freitag, 27. Mrz 2015

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    Junges Gemse sucht nach neuen, frischen Beeten

    Drei Monate leitet Gerald Knig (50) noch LGV Frischgemse welchen knackigen Job er dann annimmt, wei er heute noch nicht.

    10 FragenaN GeraLD KNiG

    Als Kind wollte ich immer schon ein Leben lang nur spielen!

    Erfolg ist wenn man mit seinem Leben glcklich ist!

    Fr die Karriere ist wichtig Glck, Ehrgeiz, Diplomatie, Intelligenz.

    Mein Lebensmotto: Demut und Freude.

    Jungen Menschen wrde ich raten Ich mchte mir nicht anmaen, jungen Leuten Ratschlge zu geben, da ich daran schon jmmerlich bei meinem vierjhrigen Sohn scheitere!

    Die Bedeutung von Geld ist: bertrieben.

    Zwei Bcher, die mich berhrt haben: Natrliche Mngel von Thomas Pynchon und Germinal von mile Zola.

    Wohin ich unbedingt reisen mchte La Runion.

    Woran ich glaube An meine Familie und meine Freunde.

    In 20 Jahren werde ich Hoffentlich schon seit mindestens einem Jahrzehnt urlauben.

    Das Aufmerksam-

    machen auf heimische

    Qualitt hat sich wh-

    rend der Russlandkrise

    bezahlt gemacht.

    GERaLd KNIG

    Ohne die LGV-

    Premium-Strategie

    knnte der heimische

    Gemseanbau nur

    schwer berleben.

    GERaLd KNIG

    zUR pERsoN

    Gerald Knig (geb. am 6.4.1964)197084 Lyce Franais de Vienne198592 Studium der Betriebswirtschafts-

    lehre an der Wiener WU19972000 Verkaufsleiter bei Bongrain200006 Verkaufsleiter bei NM AG, Baden200615 Vorstand LGV Frischgemse Wienverheiratet, ein Kind [email protected]

    paUL CHRIsTIaN JEzEK

  • ausgezeichneten Firmen deutlich gestiegen und bei den nicht ausge-zeichneten gesunken. Das beweist deutlich, dass eine vertrauensba-sierte Arbeitsplatzkultur Arbeits-platzsicherheit verleiht.

    Die Gleichbehandlung der Ge-schlechter in den ausgezeichneten Unternehmen scheint insbesondere fr die jngere Generation erfllt zu sein; mit 90% Zustimmung stellt hier die Generation Y ihren Arbeit-gebern ein schnes Zeugnis aus.

    Die kleinste Gruppe heuer sind Firmen mit 251500 Mitarbeiten-den, wo nur zwei Preise vergeben wurden. Eine besonders hohe Be-teiligung konnte dagegen in der Kategorie X-Large (mehr als 500 MA) verzeichnet werden. (pj) www.greatplacetowork.at

    Wien. So viele Mitarbeitende wie nie zuvor haben ihre Meinung ab-gegeben und damit sterreichs Beste Arbeitgeber 2015 gekrt.

    Die Wertung fr diese Auszeich-nung basiert auf der weltweit durchgefhrten Benchmarkstudie des Great Place to Work Instituts, mit der die Ausprgung der Werte Glaubwrdigkeit, Respekt, Fair-ness, Stolz und Teamorientierung im Unternehmen bewertet werden.

    Die ausgezeichneten Firmen sind in allen Befragungsergebnis-sen mit einem durchschnittlichen Trust Index von 83% auf einem anhaltend hohen Level. Die Unter-schiede zu den nicht ausgezeich-neten Unternehmen wurden in den letzten Jahren aber deutlicher. So erhlt das Statement Ich habe Spa an der Arbeit bei den Besten eine Zustimmung von 83%, wh-rend es bei den nicht ausgezeich-neten Firmen ganze 16 Prozent-punkte weniger sind.

    Mehr Treue zu den Firmen

    Auch die Treue der Mitarbeiten-den wurde mit dem Statement Ich mchte hier noch lange arbeiten hinterfragt. Generell ist die Ge-neration Y (unter 35) weniger ver-bindlich im Bleiben als die ber 35-Jhrigen, die dieser Aussage mit 91% zustimmen. 7 Prozentpunkte weniger sind es bei der jungen Ge-neration, ein Wert, der jedoch seit 2012 im Steigen ist und auch hier zunehmende Treue signalisiert.

    Die Zustimmung, dass Kndi-gung der letzte Weg ist, ist bei den

    careernetwork 69STERREICHS BESTE ARBEITGEBER 2015Freitag, 27. Mrz 2015

    Martin Kernthaler

    Evva Sicherheitstechnik

    Martin Kern-thaler (45) ist Vice Presi-dent Marke-

    ting & Communications beim heimischen Markt-fhrer fr Sicherheits-technologie und zeichnet damit fr die Marke-tingstrategie in zehn Lndern und 50 Export-mrkten verantwortlich.

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    Matthias Ortner

    Ottakringer Brauerei

    Matthias Ortner (51) kehrt von Kolarik &

    Leeb in die Ottakringer Brauerei zurck und bernimmt das Mar-keting- und Vertriebs-Vorstandsmandat von Christiane Wenckheim, die in den Ottakringer-Aufsichtsrat wechselt.

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    Harald Pusterer

    Vandemoortele

    Harald Pusterer (40) verstrkt als Gebietsleiter

    (Sd-)Tirol, Vorarlberg und sdl. Salzburg das Team von Vandemoor-tele sterreich. Das bel-gische Familienunterneh-men ist Vollsortimenter bei Tiefkhl-Backwaren sowie Fetten und len.

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    brseDie Auf- und Umsteiger der Woche im Kurz- portrt.

    Markus Richter

    Asamer Baustoffe AG

    Markus Rich-ter ist neuer Vorstand fr Finanzen der

    Asamer Baustoffe AG. Der 52-Jhrige bernimmt das Mandat von Jrn Trierweiler, der sich auf seine Ttigkeit als Vor-sitzender der Geschfts-fhrung der QuadraCir-Gruppe konzentriert.

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    Vorbildlich An der Spitze stehen Johnson & Johnson, Amgen, Worthington Cylinders sowie Philips Austria

    Wo man gern hackeltUnternehmen unterschiedlichster Gren und Branchen mit hervorragender Arbeitsplatzkultur.

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    Great Place to Work hat 32 Firmen mit hervorragender Arbeitsplatzkultur gelistet.

    Arbeitsklima Platz 2 in der Kategorie 50 bis 250 Mitarbeiter fr das Kleinanzeigenportal willhaben.at

    Die Willhabinger sind sehr zufriedenWien. In diesem Fall hat das Great Place to Work-Institute im Zuge einer ausfhrlichen Mitarbeiter-befragung schon im Vorfeld der eigentlichen Auszeichnung erho-ben, dass 96% aller Willhabinger so werden die willhaben.at-Mit-arbeiter intern genannt sich vom ersten Arbeitstag an willkommen fhlen. 92% der Befragten haben dabei besttigt, dass man sich auf die Zusammenarbeit mit den Kolle-gen stets verlassen kann.

    Individuelle Beratungen

    Neun von zehn Mitarbeitern ge-ben weiters an, dass sie bei willha- ben.at die Atmosphre im Bro schtzen und die moderne Broge-staltung mageblich zur guten Ar-

    beitsumgebung beitrgt. Besonde-res Augenmerk wird auerdem auf Zufriedenheit und Gesundheit der Mitarbeiter gelegt: willhaben.at offeriert individuelle Beratungen und rckt die Themen Gesundheit, Fitness und Vorsorge durch Frde-rungen und firmeninterne Ange-bote in den Mittelpunkt.

    Viele Anregungen entstehen initiativ, andere im Rahmen von zahlreichen Workshops, etwa zur Ideen-Sammlung fr den anste-henden Bro-Umbau, sagt willha-ben.at-GF Sylvia Dellantonio. Wir erleben tglich, dass unsere Will-habinger den gemeinsamen Weg honorieren, Spa haben, engagiert, kreativ, sehr leistungsfhig und leistungsbereit sind." (pj) www.willhaben.at

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    Bei willhaben.at strken Mitarbeiterevents und gemeinsame Feiern den Teamgeist.

    Gute Grundprinzipien: Worthington rumt ab

    Kienberg bei Gaming. Nach einer Top-3-Platzierung im Vorjahr und insgesamt acht Teilnah-men erzielte Worthington heuer erstmals den ersten Platz.

    Wir fhren alle drei Monate ein Mitarbeitergesprch oder auch Sechs-Augen-Gesprche, treffen uns regelmig mon-tags zum Frhstck und disku-tieren in Fokusgruppen", zhlt Personalchef Franz Puchegger auf. Zustzlich kann jeder un-serer 330 Arbeitnehmer einmal jhrlich Fhrungskrfte und Kollegen beurteilen. Wir haben einen Mitarbeiterrat als Kom-munikationsforum und ein-mal pro Jahr laden wir Schler ein, um unser Unternehmen kennenzulernen. (red) www.wthg.at

    Neue Arbeitswelt und Lebensqualitt

    Wien. Wie Worthington wurde auch Philips Austria in zwei Kategorien ausgezeichnet.

    Zustzlich zur Ehrung in der Kategorie nach Mitarbeiter-zahl konnte das Unternehmen als Bester Arbeitgeber fr neue Arbeitswelt und Lebens-qualitt hervorgehen. Dank moderner Broarchitektur, In-frastruktur und inspirierendem Design trgt unser neues Ar-beitsumfeld entscheidend dazu bei, Work Place Innovation zu leben, erklrt Generaldirektor Robert Krbler. Philips bietet innovative Arbeitspltze mit einem breiten Spektrum an interessanten Aufgaben und Gestaltungsspielraum, einer attraktiven Vergtung sowie einer breiten Palette betrieb-licher Sozialleistungen. (pj) www.philips.com

    short

    Das Team von Worthington mit der Great Place to Work-Auszeichnung.

    Philips Austria in zwei Kategorien als bester Arbeitgeber ausgezeichnet.

    STERREICHS BESTE ARBEITGEBER 2015

    Kategorie Small (2049 Mitarbeitende) 1. Johnson & Johnson 2. NetApp Austria 3. VBV Vorsorgekasse 4. Up to Eleven Digital Solutions 5. Henn

    Kategorie Medium (50250 MA) 1. Amgen 2. willhaben 3. Milupa 4. Janssen Cilag Pharma 5. EMC Computer Systems Austria 6. Daikin Airconditioning Central Europe 7. ING-DiBa Direktbank Austria 8. Almdudler Limonade A&S Klein 9. Mundipharma10. Biogena Naturprodukte

    11. addIT Dienstleistungen12. Quintiles, Eastern Holdings13. Bristol-Myers Squibb14. Otto Immobilien15. Randstad Austria

    Kategorie 251500 Mitarbeitende 1. Worthington Cylinders 2. Dornbirner Sparkasse Bank

    Kategorie X-Large (mehr als 500 MA) 1. Philips Austria 2. AMS Obersterreich 3. Lidl sterreich 4. Mars Austria 5. Zrich Versicherung 6. Mpreis 7. Gebrder Weiss

    8. Haberkorn 9. H & M Hennes & Mauritz10. Herold Business Data

    SonderpreiseBester Arbeitgeber fr die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung Worthington CylindersBester Arbeitgeber fr Lehrlinge Gebrder WeissBester Arbeitgeber fr die Gleich-stellung von Frauen und Mnnern H & M Hennes & MauritzBester Arbeitgeber fr neue Arbeitswelt und Lebensqualitt Philips AustriaBester Arbeitgeber fr ganzheitliche Gesundheitsfrderung Dornbirner Sparkasse Bank

  • Wien. Sind sterreichs Manager in der Gesundheitsbranche fr den in-ternationalen Wettbewerb und die in den nchsten Jahren notwendi-gen Reorganisationen gerstet?

    Der High-Level-Personalrecruiter Boyden sterreich hat Geschfts-fhrer fhrender sterreichischer Unternehmen der Medizintechnik und Pharmazie befragt. Das Ergeb- nis zeigt Divergenzen zwischen Eigenwahrnehmung und interna- tionaler Profilerfordernis. So wer-den die zuknftigen Herausforde-rungen deutlich realistischer gese-hen als die Qualifikationen, welche die Fhrungskrfte zu deren Be-wltigung bentigen.

    Defizite bei der Flexibilitt

    Laut Boyden-Auswertung denken 70% der sterreichischen Manager, die derzeitigen Fhrungsebenen knnten mit internationalen Profi-len mithalten. Tatschlich fehlt es aber an Kompetenzen wie Sprach-kenntnissen, regionaler Flexibilitt, internationalen Erfahrungen und wirtschaftlichem Denken.

    Auch auf fr Vernderungen not-wendige Soft Skills, wie gute Kom-munikationsfhigkeit, Offenheit und Sensibilitt wird bei der Per-sonalauswahl zu wenig geachtet.

    Neue Anforderungen

    Kerstin Roubin, Managing Part-ner bei Boyden sterreich: Die heimische Gesundheitsbranche wird sich in den nchsten drei bis fnf Jahren neu aufstellen. Diese Vernderungen bringen auch neue Anforderungen fr das obere und mittlere Management mit sich. Die Aufgabenstellungen werden kom-plexer. Persnlichkeiten, die sich

    durch Offenheit und Flexibilitt schneller auf das vernderte Um-feld einstellen knnen, werden not-wendig sein. Alleiniges Fachwissen wird zuknftig nicht mehr ausrei-chen. Auch Soft Skills sind gefragt. Unsere Analysen zeigen, dass in den sterreichischen Fhrungse-benen der Gesundheitsbranche bei der Rekrutierung zu wenig auf die zuknftig notwendigen Qualifi-kationen geachtet wurde und die Top-Unternehmen der Pharma-industrie aus Mangel an qualifi-zierten Personen kaum mehr in sterreich rekrutieren.

    Defizite bei der Diversity

    Erhebliche Defizite gibt es auch beim Thema Diversity. Der Kul-turwandel zu einer vielfltigeren Unternehmenskultur scheint die Gesundheitsbranche noch nicht erreicht zu haben. Die Frauenquo-te im Top-Managementbereich ist gering, verglichen mit den Quoten der Ebenen darunter, konstatiert Roubin. Das bedeutet, es wre genug Potenzial vorhanden. An-scheinend gelingt aber noch nicht der letzte Schritt ins Top-Manage-ment. Ganz wenige sterreichische Manager haben internationale Er-fahrung. Im Hinblick darauf ist es wichtig, international zu rekrutie-ren, Diversity und Soft Skills str-ker bei der Personalauswahl zu be-rcksichtigen, sonst sehe ich mit-telfristig die Wettbewerbsfhigkeit in Gefahr. Die Rekruitingstrategie darf nie auf das Heute ausgerichte-te sein, sondern muss sich bereits auf das Morgen beziehen. (red) www.boyden.com/austria

    Wien. 15 Monate, 16 Dreier-Teams aus jungen und arrivierten Mit-arbeitern, sechs Firmen, drei Ge-nerationen aus dieser Formel setzte sich das erste firmen- und branchenbergreifende Lehr-lingsCrossmentoring des BFI Wien zusammen. Mit dem Programm Meister statt Master wollten wir zeigen, dass uns die restliche Welt zu Recht um unser duales Ausbil-dungssystem beneidet, dass bran-chen- und hierarchiebergreifende

    Kontakte spannend, produktiv und vorurteilsabbauend sind und dass wir alle, unabhngig von Alter und Position, von jedem etwas lernen knnen, erklrt Valerie Hllinger, Geschftsfhrerin des BFI Wien.

    Vor Kurzem wurden nun die ersten Absolventen des LCM aus-gezeichnet. 16 Lehrlinge, 16 jun-ge Lehrabsolventen sogenannte Peers und 16 Mentoren aus den Unternehmen A1, Bank Austria, BFI Wien, Flughafen Wien, Rewe International AG sowie der Wiener Stdtische Versicherung erhielten ihre abschlieenden Zertifikate.

    Ein spannendes Programm

    Der Fokus des LehrlingsCross-mentorings lag auf einem ab-wechslungsreichen, auercurri-culren Frderungsprogramm. So kochten die Teilnehmer gemeinsam mehr als ein Jahr lang gemeinsam im Workshop zum Thema gesunde Ernhrung, lernten im Improvisa-tionstheater ihre Scheu abzulegen und erfuhren von Benimmexper-ten Thomas Schfer-Elmayer, wie man sich bei einem Geschftsessen standesgem verhlt. (pj)

    PERSONAL & MANAGEMENT/AUS- & WEITERBILDUNG

    Umfrage sterreichs Fhrungskrfte der Gesundheitsbranche hinken bei den Qualifikationen deutlich hinterher

    Schlechtes Zeugnis fr die GesundheitsmanagerHerausfordernde Mrkte brauchen Manager mit Erfahrung, Soft Skills und guten Sprachkenntnissen.

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    Kerstin Roubin, Managing Partner bei Boyden sterreich: Unser

    Land hinkt im internationalen Vergleich deutlich hinterher.

    Neues Studienangebot: Sicher veranstalten

    Krems. An der Donau-Uni star-tet im Wintersemester 2015 ein neuer Universittslehrgang, der Managementaufgaben und -methoden fr die Sicherheit von Veranstaltungen vermittelt.

    Der Lehrgang Veranstal-tungssicherheits-Management behandelt umfassend alle Aspekte der Sicherheit, geht auf neue Entwicklungen und Erkenntnisse ein und schliet damit eine Lcke am Weiterbil-dungsmarkt. Zu den Inhalten zhlen Veranstaltungsrecht, Information & Kommunikation, Crowd Management, Crowd Dynamics und Veranstaltungs-sicherheitskonzepte. (pj)

    2 Stipendien fr App- und Web-DevelopmentWien. Die FH Technikum Wien holt die Styria Media Group fr eine Kooperation an Bord: Im Herbst 2015 werden zwei Halbstipendien fr Studierende der berufsbegleitenden akade-mischen Lehrgnge App- und Web-Development vergeben.

    Jedes der beiden Stipendien hat einen Wert von 3.600 .

    Eine vierkpfige Experten-Jury wird im Juli entscheiden, an wen die Halbstipendien, die fr die gesamte Studiendauer gelten, zuerkannt werden. Wei-tere Wirtschaftspartner der FH sind die Samsung Electronics Austria GmbH und die Kreativ-agentur Tailored Apps. (pj) www.technikum-wien.at

    Ein voller Campus beim Tag der offenen Tr

    Wiener Neustadt. Dem Motto Auf ins Bildungsabenteuer folgten am 14.3. rund 1.900 Besucher und es gab viel zu entdecken und zu experimentieren beim Tag der offenen Tr an der FH. U.a. beim Immobilien-Strate-giequiz oder beim Basteln klei-ner Spaceshuttles aus Carbon.

    Neben individueller Studien-beratung zeigten die Gesund-heits- und Technik-Labors un- gewhnliche Ausstellungsob-jekte. Auch praxisnahe Work-shops standen auf dem Pro-gramm. Besonders spannend: der Studiengang Mechatronik mit einem BMW M4 Cabrio und das neue Masterstudium Eco Design am Campus Wieselburg. (red) www.fhwn.ac.at

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    Neuer Lehrgang Veranstaltungs-sicherheits-Management in Krems.

    Mit dem Satelliten Pegasus im Labor von Aerospace Engineering.

    Resultate LehrlingsCrossmentoring-Programm des BFI

    Das sind die Meister von morgenWien. Das Karrierenetzwerk absol-venten.at hat untersucht, in wel-chen Branchen sterreichs Absol-venten bevorzugt arbeiten wollen.

    Tech-Nik, Tech-Eva, Tech-Harald die Mehrheit der absol-venten.at-Nutzer hat eine tech-nische Ausbildung abgeschlossen.

    IT und Elektrotechnik

    Konkret interessieren sich 29% dieser Absolventen fr IT-Jobs.

    20% der registrierten Bewerber wrden gern im Bereich Elektro-technik und 14% im Maschinen- und Anlagenbau arbeiten.

    Fr Mathematik und Statistik knnen sich dagegen nur die we-nigsten Absolventen begeistern.

    Ungebrochen ist das Interesse der Wirtschafts-Absolventen fr den Fachbereich Marketing/Kom-munikation/Medien (22%).

    Etwas weniger circa 17% su-chen eine Stelle im Rechnungswe-sen/Controlling. Knapp 13% der jungen Talente streben eine Positi-on im Bereich Produktion/Materi-alwirtschaft an.

    Frauen bald gleichauf

    Frauen haben bei den FH-Stu-dien stark aufgeholt und werden wohl bald mit den Mnnern gleich-auf sein. Vergleicht man mit fr-heren Jahren, ist der Vorsprung der Herren schon merklich ge-schrumpft: Im Studienjahr 2004/05 haben noch deutlich mehr Mnner (61,4%) als Frauen (38,6%) ein FH-Studium abgeschlossen. 2012/13 gab es 51,1% mnnliche und bereits 48,9% weibliche Absolventen. (pj)

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    Vier von fnf Absolventen suchen Jobs im Bereich Wirtschaft und Technik.

    Erste Absolventen des LehrlingsCross-mentoring-Programms des BFI Wien.

    Karrierewnsche Jobs in Wirtschaft und Technik

    Die Traumberufe der Absolventen

    70 careernetwork Freitag, 27. Mrz 2015

    PAUL ChrIstIAN JEZEK

  • Wien. Mehr als 300 Unternehmerin-nen kamen zum FrhlingsErwa-chen von Frau in der Wirtschaft Wien (FiWW). In seiner Keynote ging Gottfried Haber (Vizeprs. des Fiskalrats und Prof. an der Donau-Uni) auf die volkswirtschaftlichen Effekte des Themas Arbeitszeitfle-xibilisierung ein. Mehr Frauenbe-schftigung bedeutet nicht, dass Frauen den Mnnern die Jobs weg- nehmen. Vielmehr stellt dies ein groes Potenzial zur Forcierung

    von Wirtschaftswachstum dar. Arbeitspltze sind keine fixe Kon-stante, daher wre auf dem derzei-tigen Niveau mit mehr Flexibilisie-rung sogar eine Verdoppelung der Wachstumsraten mglich.

    Arbeitszeiten durchrechnen

    Weiteren Reformbedarf sieht Haber im Bereich des Pensions- und Sozialversicherungssystems sowie in den derzeitigen Betreu-ungseinrichtungskapazitten fr Kinder. Die derzeitigen Systeme und Strukturen passen nicht mit einer Lebensphasenplanung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zusammen.

    Wir von Frau in der Wirtschaft Wien setzen uns ganz vehement fr eine Durchrechnungsmglich-keit der Arbeitszeiten und 10-Stun-dentage ein, sagte FiWW-Vorsit-zende Petra Gregorits. Weitere ganz wesentliche Stellhebel sind die praxisnhere Gestaltung bei Betriebskindergrten und das An-gebot von Betriebstageseltern. Die Neuregelung des Pensionsantritts-alters ist nahezu ein Must. (pj) www.frauinderwirtschaft.at

    careernetwork 71PERSONAL & MANAGEMENT/AUS- & WEITERBILDUNGFreitag, 27. Mrz 2015

    Karriere-Skills Die hypervernetzte Job-Realitt bringt zahlreiche Chancen wie auch Herausforderungen

    Beim Arbeiten sind Frauen wirklich digital

    Wien. Die Digitalisierung nimmt zu-nehmend Einfluss auf die Arbeits-welt, erforderliche Fhigkeiten wandeln sich. So ist Multitasking aus dem vernetzten Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken: 97% der Arbeitnehmer in sterreich brin-gen einen Teil ihres Arbeitstages mit dem gleichzeitigen Erledigen mehrerer Aufgaben zu.

    Und obwohl sich mit 95% fast alle Befragten als gute Zuhrer be- zeichnen, gaben fast zwei Drittel (63%) an, dass Zuhren immer schwieriger wird. Das sind die Er-gebnisse einer aktuellen Studie des Managementberatungs- und Out-sourcing-Dienstleisters Accenture, fr die 3.600 Frauen und Mnner in 30 Lndern (auch in sterreich) befragt wurden.

    Multitasking-Fhigkeiten

    Demnach empfindet es mehr als die Hlfte der Befragten in ster-reich zwar als positiv, durch Mul-titasking mehr Arbeit erledigen zu knnen, wobei Frauen mehr zu Multitasking neigen als Mnner; die Generation Y, also die um die Jahrhundertwende Geborenen, so-gar zu 100%.

    Fr mehr als ein Drittel aller Befragten geht das parallele Be-arbeiten mehrerer Aufgaben aller-dings zu lsten der Arbeitsqualitt. Jede zweite Frau sieht sich durch unerwartete Ablenkungen negativ beeinflusst, bei den mnnlichen Befragten hingegen glaubt ledig-lich knapp ein Drittel (29%), dass beispielsweise auerplanmige Meetings die eigene Leistung be-eintrchtigen. Zunehmendes Mul-titasking hingegen wirke sich ne-gativ auf das Zuhren aus fast zwei Drittel (63%) empfinden das

    in der digitalen Arbeitswelt als zu-nehmend schwierig.

    Weiters sind im deutschspra-chigen Raum 56% (in sterreich 50%) der Meinung, dass die Unter-nehmen mehr dafr tun, Frauen auf Fhrungsrollen vorzuberei-ten. Als besonders wichtig werden Trainings angesehen, Mentoring verliert zunehmend an Bedeutung. Whrend fr Frauen im Allgemei-nen Soft Skills-Trainings wichtiger sind (60%), setzten Mnner vorwie-gend auf Trainingsangebote im Be-reich Technologie (66 Prozent), um in der digitalen Arbeitswelt erfolg-reich sein zu knnen.

    Insgesamt setzt sich der Posi-tivtrend fr Frauen fort: Weltweit glauben 71% aller Befragten, dass bis 2030 mehr Frauen in die in der digitalen Welt immer wich-tiger werdende Position des Chief

    Technology Officer (CTO) kommen werden. Nur rund jeder Siebte (15%) rechnet hingegen mit einem Anstieg von mehr als 20%. In s-terreich ist die Skepsis grer: Nur 6% der Frauen und 20% der Mnner halten bei uns diese Entwicklung fr realistisch

    Weitere wichtige Resultate

    + Lernen am Arbeitsplatz: Fr 80% der Befragten in sterreich sind unternehmensinterne Trai-nings eine sinnvolle Art der Wei-terentwicklung; fr 59% trgt die Teilnahme an Trainings zur Befr-derung bei.

    + Zufriedenheit im Job: Sowohl bei Frauen als auch Mnnern steigt die Unzufriedenheit im Job; 60% gehen inzwischen weniger motiviert zur Arbeit als im Vor-

    jahr. Als Hauptgrund werden feh-lende Entwicklungsmglichkeiten gesehen. Zudem wnscht sich vor allem die Generation Y eine besse-re Work-Life-Balance.

    + Gehalt und Befrderung: Ins-besondere Frauen trauen sich hu-figer, nach einer Befrderung und Gehaltserhhung zu fragen. 44% haben bereits aktiv nach einer Be-frderung gefragt im Vergleich zum Vorjahr (26%) ist das ein deut-licher Anstieg. Bei den Mnnern waren es 46%.

    + Hausfrau/Hausmann: Wenn die finanzielle Situation es zuliee, wrden fast 60% der Frauen und 54% der Mnner ihren Job aufge-ben und sich dem Familienleben widmen deutlich mehr als im Vorjahr (Frauen 40, Mnner 36%). (red) www.accenture.at

    PAUL CHRISTIAN JEZEK

    Anforderungen der digitalen Arbeitswelt locker im Griff aber wenig Hoffnung auf Fuhrungskarrieren

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    Gottfried Haber sieht Reformbedarf bei den Kinderbetreuungseinrichtungen.

    Toptrend Wachstumsturbo fur die Volkswirtschaft

    Flexible Arbeitszeitmodelle im BlickEisenstadt/Pinkafeld. Mehr als 600 Interessierte kamen am 14.3. an die FH Burgenland, um sich ber Studiengnge und Forschungsakti-vitten zu informieren. An den bei-den Studienzentren in Eisenstadt und Pinkafeld schnupperten sie in Lehrveranstaltungen, lieen sich persnlich beraten und gewannen bei Workshops (z.B. Konsumenten-forschung mit der Eye-Tracking-Methode, Webanalytics & Online-Marketing oder Koordinationstrai-

    ning im Gesundheitsbereich) tiefere Einblicke in die Kompetenzfelder der FH Burgenland. Highlights wa-ren die Besichtigung des Energie-Umwelt-Labors in Pinkafeld und der Fotografie-Workshop in Eisen-stadt. Nach dem Motto Gut infor-mierte StudienwerberInnen sind erfolgreicher im Studium! standen mehr als 50 Lehrende und Forscher sowie Mitarbeiter der Fachhoch-schule den Interessierten fr Fra-gen zur Verfgung.

    Wieder zwei Chancen mehr

    Die Studierenden knnen im Win-tersemester 2015 unter acht Bache-lor- und 14 Masterstudiengngen in den Bereichen Wirtschaft (mit Schwerpunkt Zentral-Osteuropa), Informationstechnologie und In-formationsmanagement, Soziales, Energie-Umweltmanagement und Gesundheit whlen das sind um zwei mehr als im vergangenen Jahr.

    Derzeit studieren 1.822 Hrer an der Fachhochschule Burgenland.

    Mehr als 4.800 Absolventen in guten Positionen beweisen die Qualitt der Ausbildung. (pj) www.fh-burgenland.at

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    Reges Interesse an der FH Burgenland: viel Betrieb in der Aula in Eisenstadt.

    Studieninfotag Jobchancen, Schwerpunkte & Forschung

    Entscheidungshilfe fr das Studium

    MCI: Management und Leadership-Psychologie

    Innsbruck. Im Mai startet am Management Center der im deutschsprachigen Raum ein-zigartige Lehrgang Manage-ment, Psychologie & Leader-ship, um Entscheidungstrger mit fundierten Fhrungskom-petenzen auszustatten.

    Ausgehend von der wis-senschaftlichen Auseinan-dersetzung mit Fragen der Wirtschaftspsychologie, sind die einzelnen Module des Lehrgangs als Puzzlestcke zu betrachten, welche die Ausge-staltung eines individuellen Modells zum Umgang mit kom-plexen Fhrungssituationen ermglichen. Dank der Ver-knpfung von konomik und Philosophie, Soziologie und Psychologie sollen die Teilneh-mer unterschiedliche Perspek-tiven einnehmen und die so gewonnenen Einsichten in ihrer beruflichen Ttigkeit nutzbrin-gend anwenden, erklrt dr wissenschaftliche Leiter des Lehrgangs, Heinz K. Stahl.

    Der Zertifikats-Lehrgang kann auf die international akkreditierten Master-Studi-engnge General Management Executive MBA und Manage-ment & Leadership MSc ange-rechnet werden. (pj) www.mci.edu

    Kulturmanagement und Kulturwissenschaft

    Wien. Erfolgreiche Kulturma-nager treten als Vermittler zwischen den Welten auf, sie sind Ermglicher und Mitge-stalter, die im Dialog zwischen Knstlern, Wirtschaft, Politik und Publikum zum Gelingen des gemeinschaftlichen End-produktes beitragen so um-fassend und herausfordernd beschreibt Katharina Pfen-nigstorf das Berufsbild. Sie ist Leiterin des im Oktober wieder neu startenden berufsbeglei-tenden, viersemestrigen Mas-ter-Lehrgangs am Institut fr Kulturmanagement und Kultur-wissenschaft (IKM), das heuer 40jhriges Bestehen feiert.

    Dem Mangel an qualifi-zierten Fhrungskrften im Kulturbetrieb abzuhelfen, war damals Intention fr die Ein-richtung des Lehrgangs. Die hohe Akzeptanz unserer Absol-venten im In- und Ausland be-sttigt unser Lehrplankonzept, das laufend evaluiert wird. (pj) http://bit.ly/1FGtaeh

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    Der multidisziplinre Lehrgang am MCI untersucht komplexe Prozesse.

    Bewerbungen fr den MAS-Lehrgang Kulturmanagement noch bis 15. Mai.

    Frauen stehen den vernderten Anforderungen in der hypervernetzten Welt grundstzlich positiv gegenber.

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    * Quelle: zoovienna.at ** MA 2014, national, Tageszeitungen WE, SB bis max. 0,8 %

    2,85 Mio.**lesen jeden Sonntagdie Kronen Zeitung.

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