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FREIRÄUME FREIRäUME COPLANNER - 1 - PLANNER FREIRÄUME UND WIE SIE UNTERNEHMERISCH GELEBT WERDEN INTELLIGENTES CONTROLLING AUSGABE 1 ERFOLGREICH Michael Pachleitner und Manfred Gaulhofer: zwei erfolgreiche Unternehmer, die Wert auf besondere Arbeitsumgebungen legen. EINZIGARTIG Für eine optimale Soft- warelösung genügt kein Standard. CoPlanner be- trachtet jeden Kunden in seiner Einzigartigkeit. ESTERHÁZY Wie aus einem alten Fürstengeschlecht ein modernes Wirtschafts- und Kulturunternehmen entstehen kann. ETHIK Ohne Wertschätzung der Mitarbeiter kann es keine Unternehmens- kultur geben, meint Arnold Mettnitzer.

CoPlanner Magazin 2011

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CoPlanner Magazin

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  • Freirume Freirume COplanner

    - 1 -

    p l a n n e r

    FreirumeUnd wie sie Unternehmerisch

    gelebt werden

    I n t e l l I g e n t e s C o n t r o l l I n g

    AUsgAbe 1 ErfolgrEichMichael Pachleitner und Manfred Gaulhofer: zwei erfolgreiche Unternehmer, die Wert auf besondere Arbeitsumgebungen legen.

    Einzigartig

    Fr eine optimale Soft-warelsung gengt kein Standard. CoPlanner be-trachtet jeden Kunden in seiner Einzigartigkeit.

    EstErhzy

    Wie aus einem altenFrstengeschlecht ein modernes Wirtschafts- und Kulturunternehmen entstehen kann.

    Ethik

    Ohne Wertschtzung der Mitarbeiter kann es keine Unternehmens-kultur geben, meint Arnold Mettnitzer.

  • Freirume COplanner

    - 03 -

    in eigener Sache

    strUktUrWie in der Architektur, so in der CoPlanner

    Business Intelligence Software: eine gelungene Mischung aus Freiraum

    und Struktur ergibt Wohlgefhl.

    FreirAUm Und strUktUr bei coPlAnner

    Das Zusammenspiel

    Fr eine effektive unternehmensplanung und -steuer-ung braucht es eine strukturierte, nachvollziehbare

    Datenbasis auf Knopfdruck und eine klare Planungs-struktur. aber auch den Freiraum, die richtigen ent-

    scheidungen fr das unternehmen zielsicher zu treffen. Seit 1989 bietet coPlanner Software und Know-how fr intelligentes controlling, unternehmensplanung und Business intelligence. und seitdem beschftigen

    wir uns damit, wie wir mit einer auf die einzigartigkeit eines unternehmens abgestimmte Softwarelsung

    mehr Freiraum schaffen knnen.

    Wir finden das Zusammenspiel von Freiraum und Struktur uerst spannend, nicht nur weil wir damit das erfolgsrezept fr unsere Bi-Lsungen gefunden

    haben, sondern weil diese vermeintlichen gegenstze uns in der Welt immer wieder begegnen. in dieser

    ersten ausgabe unseres magazins haben wir das Thema in anderen Zusammenhngen, auch bei unseren Kunden,

    nher betrachtet und dabei neue Sichtweisen entdeckt.

  • COplanner Freirume Freirume Freirume COplanner

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    LeiTThema

    um innovativ und erfolgreich zu sein, braucht es mehr als die richtigen mitarbeiter und die beste Technologie. You have got to create a culture where space matters, heit es bei der weltweit agierenden Design-Beratungsfirma iDeO. Dabei knnen unterschiedliche Zutaten zum erfolgsrezept beitragen. groraum- oder einzelbros, f lexible arbeitsstationen, das papierlose Bro. Bei allen Konzepten sollte im Vordergrund eine menschenfreund-liche umgebung stehen. Denn nur weil etwas innovativ aussieht oder kreativ-modern klingt, muss es das noch lange nicht sein.

    kommunikation und innovation ein perfektes Paares ist 10 uhr. Das erste meeting des Tages steht an. man trifft sich, um sich erste gedanken ber ein neues Produkt zu machen, kreativ zu sein und ideen zu generieren. natrlich funktioniert

    das nicht auf Knopfdruck. Der austausch ist wichtig, sehr sogar. gerade der ungeplante ist dabei besonders effizient: ein kurzes gesprch mit Kollegen im Lift, mit der neuen mitarbeiterin an der Kaffeemaschine und pltzlich formen sich neue ideen im Kopf. in modernen Brogebuden wird aus diesem grund bewusst fr zufllige Treffpunkte gesorgt: mit erfolg.

    das richtige maJeden Tag versuchen wir uns Freirume zu schaffen, um unseren Bedrfnissen nachkommen zu knnen. aber bedeutet Freiraum, keine Verpf lichtungen mehr zu haben, auf nichts und niemanden rcksicht nehmen zu mssen? alle geografischen grenzen zu berschreiten, wann immer man Lust dazu hat? eher nicht, denn Freiraum und Struktur bedingen einander, ohne das eine kann das

    kAnn mAn eine ArbeitsUmgebUng schAFFen, die mAximAl innovAtions-Frdernd ist? wie viel rAUm brAUcht jeder einzelne eigentlich Fr

    sich Und wie viel sollte mAn mit Anderen teilen? sicher ist, dAss der ArbeitserFolg AUch Abhngig von der gestAltUng der bro- Und be-

    sPrechUngsrUme ist. doch wie Findet mAn dAs richtige mAss An strUktUr Und FreirAUm? zwei erFolgskonzePte.

    Knstler& VisiOnre

    mP09 heAdqUArter PAchleitnerInnenansicht (Flagshipstore) des Grazer Architekturhighlights MP09, auch Schwarzer Panther genannt, lichtdurchflutet, grozgig, luftig und urban.

    Mit wenigen Farben und differenzierten Materialitten gestaltet.

  • COplanner Freirume Freirume COplanner

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    LeiTThemaLeiTThema

    andere nicht existieren. ebbe und Flut, Tag und nacht, Struktur und Freiraum. Frei zu sein bedeutet nicht, ohne regeln und Struk-turen zu leben. im gegenteil, es geht darum, sich Strukturen zu schaffen, in denen man sich frei bewegen kann, aber auch grenzen gerne einhlt. gerade bei der arbeit und an unserem arbeitsplatz sollte eine gesunde mischung aus Struktur und Freiraum gegeben sein. und die ergibt sich oft aus einer klugen architektonischen Lsung oder aus kreativen ideen die den arbeitsalltag auflockern.

    eine visionOft sind es Visionre, die physische und psychische Freirume schaffen. es hat schon viele Versuche gegeben, die perfekte umge-bung fr grtmgliche Kreativitt und besten Output zu gestal-ten. Lieber allein im Kmmerchen, um ungestrt und in ruhe arbeiten zu knnen, im groraumbro, in dem man sich perma-nent mit Kollegen und mitarbeitern austauschen kann oder flexible arbeitspltze ohne eigenen Schreibtisch? im mP09 in graz hat sich michael Pachleitner seine ideale arbeitsumgebung geschaffen. Die michael Pachleitner group beschftigt sich seit 50 Jahren mit dem Design, der Produktion und dem Vertrieb von Brillen und Schmuck und ist noch heute eigentmergefhrt. hauptsitz des

    unternehmens ist der aufsehenerregende Schwarze Panther, mit dem sich ceO michael Pachleitner einen Traum erfllt hat. aber nicht nur damit: Dass das unternehmen unabhngig ist, bedeutet fr ihn Freiheit und die wollte er sich immer bewahren. ich habe mich noch nie unfrei gefhlt in meinem Leben. natrlich muss auch ich Termine einhalten, Kundenwnsche erfllen, aber ich habe als unabhngiger unternehmer trotzdem meinen Freiraum. ich sehe das glas immer halb voll. alles ist eine art der Betrach-tungsweise.

    Der Schwarze Panther ist ein haus, das leben und fr jeden offenstehen soll. Deswegen hat man ganz bewusst freien raum gelassen, fr andere unternehmen, aber auch raum, den jeder nutzen kann. unglaublich positiv, sagt michael Pachleitner, wirke sich das gebude auf das unternehmen aus, die mitarbeiter sind stolz und fhlen sich wohl und auch die Kundenstruktur hat sich verndert. und alle sind ein bisschen schicker angezogen als frher ..., sagt der Bauherr schmunzelnd. architektur kann vieles sein: funktional, pragmatisch, poetisch, urban oder sthetisch. Das mP09 ist fr uns nicht nur ein wenig von allem, sondern alles in allem. Die arbeitsumgebung ist deswegen so wichtig, weil neue ideen ja nicht nur in einem Kopf entstehen. es bedarf an austausch

    mit anderen menschen, das Verwenden von informationen und auch Dingen, die man angreifen kann. Kreativitt will raum, der Spielrume und mglichkeiten zulsst und eine umgebung, die Kommunikation frdert. Das knnen strategisch gut positionierte Treffpunkte wie Kaffeeecken sein oder ein freistehender Treppen-turm wie im grozgigen Foyer des mP09. Die Treppe in der Lobby reicht vom untergeschoss bis zum letzten Stockwerk. Sie ist definitv Kommunikationsbereich. man sieht sie auch von allen Bros. in jeder etage gibt es eine Bar mit Kaffee- und Teebereich. auch in der gastronomie im erdgeschoss sollen die menschen zusammenkommen.

    Das Pachleitner-gebude beherbergt verschiedene andere unter-nehmen. Die mitarbeiter freuen sich ber ihren Standort. Fr sie ist es unglaublich spannend, wie viele menschen hier aufeinander-treffen. man lernt und profitiert voneinander. auerdem bieten die rumlichkeiten des Schwarzen Panther die ntige Flexibilitt. alle Broflchen lassen sich individuell gestalten und verndern, je nach Wunsch der mieter knnen Flchen in groraum- oder ein-zelbros verwandelt werden. Die architekten gSarchitects wollten das unternehmen in Szene setzen, indem sie die unternehmens-philosophie in architektur verwandeln. es ist ihnen gelungen.

    ArchitektUr Als teil der UnternehmensPhilosoPhie

    Bro im Schwarzen Panther. Alle Broflchen lassen sich individuell gestalten und verwandeln. So ist die

    gewnschte Flexibilitt gegeben.

    um innOVatiV unD erFOlgreiCh Zu sein,

    brauCht es mehr als Die riChtigen mitarbeiter unD

    Die beste teChnOlOgie. YOu haVe gOt tO Create

    a Culture where spaCe matters, heisst es bei Der

    weltweit agierenDen beratungsFirma iDeO.

    dAs AmerikAnische Unternehmen ideo gilt Als vorreiter des hUmAn-centered designs sowie der innovAtionsmethode

    des design thinking. Firmensitze beFinden sich in PAlo Alto (kAliFornien) Und mnchen.

    FreiFlchenKreativitt will Raum, der Spielrume und Mglichkeiten zulsst und eine Umgebung, die Kommunikation frdert. So wie das Innere des schwarzen

    Monoliths, das mit viel Licht, Transparenz und Offenheit berrascht.

  • COplanner Freirume Freirume Freirume COplanner

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    LeiTThema

    - 04 -

    F reirume knnen sich aber auch ber andere Bereiche definieren, wie zum Beispiel die Kunst. manfred gaulhofer, geschftsfhrer des steirischen Fenster- und Trenherstellers gaulhofer in bel-bach, wagte sich mit dem Konzeptknstler Werner reiterer und dem Projekt Dicke Luft auf neues Terrain. er bat die mitar-beiter, ihm immaterielle Beitrge, wie z.B. ihre gedanken, empfindungen und gefh-le, die sie tagtglich zur arbeit mitbringen, zu nennen. reiterer sammelte diese ge-fhlsf lut und verarbeitete sie, indem er die Begriffe in Leergebinde wie Dosen, Fsser und Kbel abfllte und diese beschriftete. Jeder mitarbeiter kann sich nun ein ge-fhl mitnehmen und seitdem wandern die Kunstwerke ber das Firmengelnde und erzeugen wiederum neue gefhle. Der gedanke hinter diesem und anderen Kunst-projekten bei gaulhofer ist klar: Kultur ist Teil unseres Lebens und dieses lsst sich nicht in Lebens- und arbeitswelt trennen. Wir nehmen immer gefhle in die jeweils andere Welt mit.

    Die geschftsfhrung versteht ihre ini-tiativen zur Kunst im unternehmen als einladung an die mitarbeitenden. Die wahre Botschaft hinter dieser einladung ist die Wertschtzung fr jeden einzelnen

    im unternehmen: Wir nehmen jeden von ihnen als Persnlichkeit so ernst wie uns selbst. So unterschiedlich die verschiede-nen Persnlichkeiten der mitarbeiter auch sein mgen, natrlich braucht man in einem unternehmen auch eine gemeinsame Basis, jene Strukturen, die das ganze definieren und zusammenhalten, genauso wie den Freiraum. Bei gaulhofer hat man sich in ei-nem gemeinsamen Prozess deshalb auf drei ginkgo-Prinzipien geeinigt: Das Bewusst-sein, sinnvolle arbeit zu tun, eigenver-antwortliche aufgabenerfllung und die Bedeutung positiver uerungen wie Lob, Beifall und Jubel. Diese Werte leiten seither die gemeinsame arbeit.

    um der Kommunikation und dem aus-tausch im unternehmen noch mehr raum zu geben, hat gaulhofer von Stardesigner Stuart a. Veech ein architektonisches Ju-wel, eine Kreativbox aus holz und glas, entwerfen lassen, in die sich mitarbeiter jenseits des betrieblichen alltags zurck-ziehen und ref lektieren knnen. Da kann man wunderbar kreativ sein und neues erfinden. eine Box an einem lauschigen Ort, mit ungehindertem ausblick auf die grne Wiese, ist ein guter raum fr Vor-lufiges und unbestimmtes, fr Freirume im Kopf.

    KunstVOll in sZene gesetZt

    die gAUlhoFer kreAtivbox

    Die Kreativbox mitten im Betriebsge-lnde in belbach wurde nach einem Konzept von Stuart A. Veech gebaut

    und mit Ganzglaselementen von Gaulhofer verfeinert. Eine Atmosphre

    der Flexibilitt und Vielfalt und ein Ort zum Innehalten.

    kUnst Und kommUnikAtionDas Projekt Dicke Luft, das der Konzeptknstler Werner Reiterer fr Gaulhofer realisierte, macht die Gedanken und Gefhle der

    Mitarbeiter sichtbar.

    rAUm Fr kreAtive gedAnkenWir haben mit der Kreativbox einen Ort geschaffen, der seinem Zweck als Seminar- und Meetingraum ebenso gerecht wird wie dem zum Programm erhobenen Quer- und

    Andersdenken, mit dem wir uns neuen Anforderungen und Gegebenheiten ffnen wollen, so Manfred Gaulhofer, der den Familienbetrieb in dritter Generation leitet.

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  • COplanner Freirume Freirume COplanner

    - 13 - - 12 -

    inTerVieW Freirume

    hr.hrOVat

    thomAs hrovAt wAr extremsPortler. Am hhePUnkt seiner kArriere kAm dAs bUrn-oUt mit AngstzUstnden Und PAnikAttAcken. dAnAch ein lAnger

    weg zUrck ins leben. mit Uns sPricht er ber sein leben, Aber AUch die geFAhren einer leistUngsgesellschAFt. Und die Freiheit, die mAn nUr erlebt, wenn mAn verAntwortUng bernimmt Und mit einem gewissen

    mAss An strUktUren zU leben lernt.

  • COplanner COplanner

    - 15 - - 14 -

    inTerVieWinTerVieW FreirumeFreirume

    welche Freirume gnnen sie sich? ich habe das groe glck, mein Leben sehr frei gestalten zu knnen, sowohl beruf lich als auch privat. ich handle also unabhngig und habe einen sehr groen gestaltungs-freiraum. meine Kunden, die ich als Bera-ter betreue, vertrauen mir. und genau das nenne ich Freiheit das Vertrauen unserer Kunden zu erleben. aber auch die Koopera-tion mit meinen Kollegen.

    wann haben sie sich zuletzt unfrei gefhlt?Das war 1989. Da hatte ich mein Burn-out. ich war 29. mit 13 Jahren begann ich schon zu klettern und bin immer besser gewor-den. ich war damals an der Spitze meiner Karriere. Der OrF drehte einen Film ber mich und ich dachte ich wre Superman. unschlagbar. einen Tag nachdem der Film ausgestrahlt wurde, sa ich im Zug nach Schladming. und pltzlich hat alles begon-nen. Dann ging es Schlag auf Schlag. nicht langsam schleichend, sondern von der einen Sekunde auf die andere. ich dachte, ich sterbe jeden moment. Der Zug musste anhalten und ich wurde ins Krankenhaus gefahren. Der arzt hatte meinen Film gese-hen, aber auf die Frage, ob ich das sei, habe ich verneint. ich habe mich einfach nicht mehr als die gleiche Person gefhlt. es wa-ren extreme angstzustnde, die sich auch krperlich niedergeschlagen haben.

    wie haben sie sich danach mit diesem thema auseinandergesetzt?ich habe eine ausbildung in Logotherapie und existenzanalyse gemacht und mir von dieser Seite das Thema Burn-out angese-hen. auch jetzt beruf lich, da wir mit vielen

    Firmen zu tun haben, bieten wir Seminare zum Thema Burn-out an. Das Spannende ist, dass etliche glauben sie wrden nicht viel machen. Dabei schtzt das der gro-teil total falsch ein. Die meist gefhrdete Berufsgruppe sind halbtags beschftige Per-sonen, die eigentlich gar nicht so viel arbei-ten. ich bin mit der Zeit darauf gekommen, dass Burn-out weniger mit der arbeitszeit zu tun hat, als mit dem, was ich unterlasse oder vernachlssige. es geht nicht nur dar-um, was ich alles mache, sondern eher: was vernachlssige ich alles? Das ist ein jahrelan-ger Prozess, in dem man beginnt wichtige Dinge zu beschneiden. man will Karriere machen, dafr vernachlssigt man die Fa- milie. man vergisst auf Freunde oder akti-vitten, die fr einen bedeutend sind. und irgendwann kann man einfach nicht mehr anknpfen. Das gemeine daran ist, dass man dabei zynisch wird und das Verpasste fters schlecht redet, nur um das besser zu verarbeiten. Der Prozess ist immer der glei-che: vernachlssigen, dann verleugnen, und zuletzt vergessen. Die wichtigste Frage, die man sich also stellen sollte, ist: Welche mir wichtigen Werte habe ich vernachlssigt oder bin ich dabei zu vernachlssigen?

    glauben sie, dass die leute ihre werte noch kennen? Viktor Frankl sagt, wir haben ein gutes Sin-nesorgan fr Werte, und das ist das eigene gewissen. Wenn das gewissen ins Spiel kommt, sollte man nicht wegschauen. Das Leben ist idealerweise auf verschiedenen Werten aufgebaut und wenn ein Wert weg-bricht, kann es daher trotzdem stabil bleiben. Die meisten Leute bauen nur auf einen Wert,

    meistens die Jugend, und dann bekommen sie mit 35 Jahren die erste Krise. Oder sie setzen alles auf ihre Karriere. Fr mich war es das Klettern. als mir das weggebrochen ist, war das wie die hlle fr mich.

    wie viele leute glauben sie, sind von einem burn-out betroffen ohne es zu wissen? Das ist eine enorme anzahl! es gibt ganz klare Berufsgruppen, wie Lehrer, rzte, ansthesisten, halbtagsbeschftigte. Der Zusammenhang zwischen diesen Berufs-gruppen ist die hohe Verantwortung, die sie tragen und die oft geringe Wertscht-zung, die sie bekommen. Das ist z.B. bei einem ansthesisten meistens so, irre Verantwortung, null Wertschtzung. Wer kennt schon seinen ansthesisten? Bei den Lehrern das gleiche, eh nur urlaub, nichts zu tun, nur halbtags arbeiten. Sie werden von der gesellschaft verurteilt.

    wie steinig ist der weg zurck?Der Weg zurck ist sehr mhsam. Du er-lebst ein totales Vakuum. Du tust gar nichts mehr und hast wenig Freude. Wichtig ist es, langsam wieder an sein Wertesystem anzu-knpfen. Krankenstnde dauern 1-2 Jahre. Wenn man berhaupt zurckkommt. auch mein Weg hat Jahre gedauert.

    was knnen Unternehmen tun, um ihre mitar-beiter davor zu bewahren?es ist interessant zu sehen, was unterneh-men ihren mitarbeitern anbieten. Sie bieten Fitness, Seminare fr Time management oder gesndere ernhrung. Burn-out be-ginnt bei einer persnlichen Fehlhaltung, nmlich dem Drang sich zu beweisen und

    genau diese Fehlhaltung wird durch solche initiativen noch untersttzt. Wenn man fitter ist, kann man noch mehr in den Tag rein arbeiten oder man hat ein Time ma-nagement und kann deswegen noch effekti-ver arbeiten. man kann als mitarbeiter also noch mehr vom Falschen tun. unternehmen machen die mitarbeiter fit fr den Wahnsinn.

    was sollte also stattdessen passieren? Wir bieten Seminare, in denen wir das Be- wusstsein darauf lenken, wie Burn-out ei-gentlich entsteht. Das ist fr viele schon mal die erste berraschung. Dann sollte man die richtigen Fragen stellen: Was ist mir wichtig? Welche wertvollen ereignisse erlebe ich? nicht nur, was tue ich, sondern vor allem: was unterlasse ich? und da sind wir dann beim Thema unternehmenskul-tur. Die hat einen groen einf luss auf die Leistungsbereitschaft und das Leistungsver-mgen von menschen und demnach auch auf das Burn-out.

    jetzt kann ich aber nicht jedem mitarbeiter geben, was ihm wichtig ist ...in der neurobiologie haben sie in der For-schung unglaubliche Fortschritte gemacht. Sie haben erkannt, dass die zwei grten motivatoren quer durch alle Kulturen Ver-trauen und Kooperation sind. also man sollte in einer arbeitsumgebung sein, der man vertraut und die einem Vertrauen ent-gegenbringt und man sollte die mglichkeit haben, etwas gemeinsam zu machen. es wurden bei den hrtesten Jobs der Welt un-tersuchungen gemacht, wie zum Beispiel in Kohlebergwerken. Die kennen das Thema Burn-out nicht. Die arbeiter mssen ein-ander vertrauen knnen und kooperieren, damit alles gut verluft. Die wrden ihre Kollegen niemals im Stich lassen. in unter-nehmen ist sehr viel von den richtigen Pro-zessen abhngig. Zentral ist also die Frage, wie man Prozesse gestalten kann, die auch f lexibel sind. Den wichtigsten einf luss hat dabei immer der unmittelbare Vorgesetzte. Wo sich die Fhrung in jede Kleinigkeit einmischt, kein Vertrauen entgegenbringt und keine Freirume bietet, ist das Burn-out-risiko gro.

    welche negativen signale kann der chef senden?ganz sicher micromanagement. und wenn er am Wochenende oder mitten in der nacht eine mail schickt. auch wenn keine antwort erwartet wird. allein das

    Versenden am Wochenende ist ein Zei-chen und wenn ich die nachricht dann auch noch lese, weckt es das Bedrfnis zurckzuschreiben. Prinzipiell sollte man es nicht befrworten, wenn mitarbeiter am Wochenende arbeiten. berlegen Sie mal, was die alles dadurch versumen knnen. Dinge, die fr den chef wertvoll sind.

    glauben sie, dass das noch zunehmen wird?Ja! Jetzt bin ich schon seit zwlf Jahren in dieser Branche und es hat immer mehr zugenommen. Die Leistungsbereitschaft steigt, da die Jobs immer unsicherer wer-den. meistens ist der grte antrieb die Familie. Wir haben aber auch ein gesell-schaftliches Problem. Wenn man viele Stun-den arbeitet, bekommt man anerkennung. hingegen wenn man keine zwlf Stunden arbeitet, gilt man fast schon als faul. Oft geben unternehmer dafr einen Bonus. ein tolles Dienstauto zum Beispiel. Doch das ist keine motivation, sondern ein Kick. und in Wahrheit eigentlich Schmerzens-geld. motivation kommt von innen heraus, jeder mensch ist grundstzlich motiviert. unternehmen machen schon einen tollen Job, wenn sie ihre mitarbeiter nicht demo-tivieren.

    macht Angst unfrei?Das ist ein sehr spannender aspekt, den Sie ansprechen. Wenn man es aus der exis-tentiellen Sicht betrachtet, dann bedeuten angstzustnde eine psychische erkran-kung. Die einfachste Definition aus meiner Sicht wre, dass eine psychische erkran-kung immer die abwesenheit von Freiheit bedeutet. andererseits muss man sich das Thema Freiheit gut anschauen, sowohl fr sich selbst, aber auch in einem unter-nehmen. ich erlebe, dass viele menschen Freiheit damit verwechseln sich Optionen offenzuhalten. Dabei entsteht der Drang nach Freiheit ja oft nur aus der unfhigkeit Verantwortung zu bernehmen. So war ich frher auch. Fr mich war es unmglich einen Termin auszumachen. htten Sie mich angerufen, htte ich gesagt: Keine ahnung, was ich nchste Woche mittwoch mache, rufen Sie mich am mittwoch an. Dabei ist es doch so, wenn ich Optionen offenhalte, kann ich nie etwas wirklich machen. und das wrde einem unerfllten Leben gleichkommen. man muss schon eine Option whlen, die anderen sein lassen und Verantwortung bernehmen. auch unternehmen. Oft holen sich un-

    ternehmen Berater, wenn unangenehme entscheidungen anstehen, um sich fr viel geld nicht nur die entscheidung, sondern auch die Verantwortung abnehmen zu las-sen. entscheidungen zu treffen kann eben angst machen. als 1989 die Berliner mauer gefallen ist, feierte man die Freiheit. Doch viele menschen litten danach unter angst-zustnden, weil pltzlich der Staat keine entscheidungen mehr fr sie getroffen hat und sie selbst Verantwortung bernehmen mussten.

    das wrde dann bedeuten, dass man doch gerne in strukturen lebt?untersuchungen zeigen: um optimal kreativ sein zu knnen, braucht der mensch 60 % gute gewohnheiten. 60 % des Tagesablau-fes mssen gute gewohnheiten sein, damit das gehirn maximal kreativ sein kann Struk- tur ist ja nicht schlecht. im chaos verliere ich unheimlich viel an energie. Wichtig ist aber die unterscheidung zwischen guter gewohnheit und Zwang.

    entsPAnnUng mit PFeil Und bogen

    Konzentration und Krperbeherrschung sind beim Bogenschieen gefragt. Fr den ehemaligen Extremsportler Thomas Hrovat

    ein guter Ausgleich zum Alltag.

    Thomas Hrovat war Extrembergsteiger und Kletterer. Nach seinem Burn-out studierte er Philosophie und

    machte eine Ausbildung in Logotherapie. Seit 1998 ist er Unternehmensberater und

    Mitbegrnder von Azimut Consulting. Als Berater fr Vernderungsprozesse betreut er Unternehmen

    weltweit und entwickelt Fhrungskrfte und Management in Organisationen.

    biogrAFie

  • COplanner Freirume Freirume Freirume Freirume COplanner

    - 17 - - 16 -

    ehrwrDigemauern

    mitten im zentrUm der bUrgenlndischen hAUPtstAdt eisenstAdt steht stolz Und erhAben dAs bedeUtendste kUltUr-

    denkmAl des bUrgenlAndes, dAs schne bArockschloss esterhzy. ein ort mit geschichte Und trAdition Und einem

    bestndigen wAndel richtUng zUkUnFt.

  • COplanner Freirume Freirume COplanner

    - 19 - - 18 -

    KunDenBerichTKunDenBerichT

    Die esterhZY-sammlung ist internatiOnal VOn grOsser beDeutung

    Und mit josePh hAydn hAt eisenstAdt dAs, wAs sAlzbUrg mit mozArt Und bAyreUth mit wAgner hAt.

    Jeder kennt dieses gefhl, das uns in ge-schichtstrchtigen rumen beschleicht. Wir werden leiser und kommen inner-lich zur ruhe. Wir spren die erhabenheit alter gebude, die schon lange vor unserer Zeit an ihrem Platz standen, und gleichzeitig die eigene Vergnglichkeit, weil sie uns wohl auch berdauern werden. genauso geht es uns, wenn wir durch die schweren Tren des Schlosses esterhzy treten.

    groe namenDie geschichte des berhmten Wahrzei-chens von eisenstadt reicht bis ins mittelal-ter zurck. ende des 14. Jahrhunderts wurde die damalige Burg von der Familie Kaniszai erworben und grozgig ausgebaut. 1622 gelangte das Bauwerk schlielich in den Pfandbesitz von nikolaus graf esterhzy, aber erst sein Sohn Paul i. lie die Burg zu einem Schloss umbauen. Damals wurde auch der bedeutende haydn-Saal errichtet, und noch heute, wenn man den Blick zur Decke richtet, kann man dort die aufnahme Psyches in den gotteshimmel beobachten. im darauffolgenden Jahrhundert verewigte sich ein weiterer groer name im Schloss. Frst anton lie die Trakte, die heute dem Schloss gegenberstehen und restaurant und Vinothek beherbergen, als Stall- und hauptwachgebude errichten. Diese rum-lichkeiten werden auch in Zukunft wieder eine rolle spielen, denn sie bieten gengend Platz fr neue ideen. uns schwebt eine moderne und hochwertige Shopping mall vor. Wir wollen den gsten auch in diesem Segment etwas bieten knnen, erzhlt Karl Wessely, der Leiter des kulturellen Betriebes der esterhzy Privatstiftung. nach ende der vierzig Jahre andauernden Verpachtung an

    das Land Burgenland und der rcknahme in die Verwaltung der Stiftung, hat man groe Plne fr das Schloss.

    200. todestag von haydn ein zsurWas Wolfgang amadeus mozart fr Salz-burg und richard Wagner fr Bayreuth, ist Joseph haydn fr eisenstadt. 2009 jhrte sich zum 200. mal der Todestag des groen Komponisten, der mehr als vierzig Jahre Frstlicher Kapellmeister am esterhzyschen hof war. Die esterhzy Privatstiftung nutzte die chance fr die region eisenstadt und positionierte das Schloss traditionsgem wieder als kulturelles Zentrum von inter-nationaler Bedeutung. mit dem berhmten haydn-Saal befindet sich noch heute, neben vielen anderen Schtzen, ein unglaubliches Juwel hinter dem gemuer, ein Juwel mit un-glaublicher akustik. ber Jahrhunderte fr-derten die mitglieder der Frstenfamilie den knstlerischen austausch und waren zudem leidenschaftliche Sammler von Kunstscht-zen. aus ihren anschaffungen entstand eine wertvolle Sammlung und nicht, wie es leider manchmal der Fall ist, eine ansammlung von Kitsch und Krempel, so Karl Wessely. Das Schloss esterhzy soll wieder zum nu-kleus des alten pannonischen Kulturraumes werden, sagt Wessely ber die angepeilten Ziele des Schlosses. um international als erstklassiger Kulturanbieter wahrgenom-men zu werden, muss man bei Qualitt und Frequenz eine kritische Wahrnehmungsgren-ze berschreiten. Das haben wir beginnend mit 2011 zuknftig vor. auerdem haben wir beschlossen, weiterhin zu sammeln. ich habe immer gesagt, wer damit aufhrt, der wird zu einem museum. und wir sind ein Kulturbetrieb. gesammelt wird junge,

    zeitgenssische und zentraleuropische Kunst. erfolgreich ist man auch mit der Weinkultur, das revitalisierte Weinmuseum erfreut sich groer Beliebtheit.

    spielflche fr inszenierungenauch fr die Zukunft ist groes geplant, mit dem Ziel, dass sich der Kulturbetrieb positiv weiterentwickelt. Von der geplanten Shop-ping mall in den ehemaligen Stallungen bis zu einem gehobenen Stadthotel reicht das Spektrum der entwicklungsvorhaben fr das stdtische ensemble rund um das Schloss. man mchte dabei die kulturelle Vision nicht aus den augen verlieren und dem Schloss und seiner Tradition unbedingt gerecht wer-den. esterhzy wird international als Premi-um Brand wahrgenommen und muss damit arbeiten. Das erbe, das man angetreten hat, definiert sich nicht nur ber die erhaltung der mauern, sondern auch ber die Bespie-lung. Beim Werben um Besucher macht man nicht etwa an der pannonischen grenze halt, gezielt reist man nach asien, in die uSa und natrlich nach London, Paris und Berlin, um das Schloss, die Kultur und die einzigartige region vorzustellen. alle Welt soll diesen Landstrich mit seinem besonderen Flair, seinem Klima und der nhe zu Wien erle-ben knnen. Wessely: Die geschichte des Schlosses ist geprgt vom Wandel der Zeiten und dem geschmack der Besitzer und war immer Spielf lche fr die inszenierung von Politik und Kultur. Wir wollen eine Spielf l-che fr die pannonische Kultur sein, die sich hier, in den geschichtstrchtigen mauern, bestens entfalten kann.

    Unter Frst Nikolaus II. (1765-1833) wurde das Schloss nach den Plnen des franzsischen

    Architekten Charles Moreau teilweise im klassizistischen Stil umgebaut.

    Vor 300 Jahren legte vor allem Frst Paul I.Esterhzy de Galntha den Grundstock fr eine Reihe von Sammlungen: Kostbarkeiten

    europischer Kultur.

    400-jhrige kUnst- Und kUltUrPFlege

    wir wollen eine sPielFlche Fr die PAnnonische kUltUr sein, die sich hier, in den

    geschichtstrchtigen mAUern, bestens entFAlten kAnn.

    Karl wesselY, DireKtOr esterhZY Kultur

    PrUnkvolle rUmeIm 18. Jahrhundert besteht in der Familie Esterhzy, wie in fast allen Adelshusern Europas, reges Interesse an der China-mode. Der groe Chinesische Salon

    (oben links) mit kostbaren, handgemalten chinesischen Tapeten zeugt davon.

    Der Spiegelsaal (unten rechts) war ursprnglich der Hauptempfangssaal der Frsten. Die klassizistische Sitzstatue von Prinzessin Leopoldina Esterhzy (Mitte rechts) schuf der italienische Bildhauer Antonio Canova im Auftrag des Frsten

    zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

    Der barocke Haydn-Saal ist das Prunk-stck des Schlosses Esterhzy. Mit seinen eindrucksvollen Fresken zhlt er zu den

    schnsten Konzertslen der Welt(siehe Seite 16 & 17).

  • COplanner Freirume Freirume COplanner

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    KunDenBerichTKunDenBerichT

    emPiresAAl

    Der Empiresaal war der ehemalige Speisesaal des Schlosses, der Anfang des 19. Jahrhunderts (im Empirestil) ausgestaltet wurde. Heute finden in dem Saal Konzerte, Lesungen, Empfnge, Diners, Kongresse u.. statt.

    der grosse vorteil ist, dAss jeder bereich selbststndig im coPlAnner

    Agieren kAnn. er gArAntiert Aber trotz-dem die einheitlichkeit im berichts-

    wesen, wAs Fr mich sehr wichtig ist.

    anDreas ehrngruber,leitung esterhZY F & C

    Neben Pagoden, Teehusern und chinesischen Pavillons im Garten holten sich die Esterhzys die exotische Atmosphre des fernen Ostens auch in die Rume der Schlsser, indem sie die Wnde mit chinesischen Tapeten schmckten. Der sogenannte Kleine Chinesische Salon

    (links) ist bis heute nahezu unverndert geblieben und zeigt Szenen chinesischer Brgerfamilien beim Neujahrsfest.

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    KunDenBerichT KunDenberiCht

    b is vor wenigen Jahren war esterhzy im Wesentlichen ein land- und forst-wirtschaftlicher Betrieb mit einigen immobilien. Schon damals gab es eine matrix-Struktur, allerdings weit weniger komplex als heute. andreas ehrngruber, der den Bereich Finanzen und controlling leitet, erklrt das so: Die matrix-Struk-tur bedeutet, dass esterhzy zwar nach rechtstrgern bilanziert, aber ber die betriebswirtschaftlichen unternehmensbe-reiche gesteuert wird.

    in jeder Stiftung stecken Vermgenswerte aus den verschiedenen unternehmens-bereichen. um das controlling perfekt gestalten zu knnen, wnschte man sich ein f lexibles reportingsystem, gleichzei-tig ein Planungstool, mit dem man den Budgetierungsprozess abwickeln kann, zudem excel-Kompatibilitt und eine Software, die Schnittstellen problemlos bewltigt und auf die dezentrale nutzung rcksicht nimmt. eine Komplexitt, die mit dem hinzukommen der Bereiche Kultur, historische grobauten, Produk-

    tion und handel von Wein, nicht mehr so einfach zu bewltigen war. Die gesuchte Planungssoftware sollte in der Lage sein, die matrix-Struktur transparent darzustel-len, eine mehrdimensionale Darstellung ermglichen und mit den starken wechsel-seitigen Verflechtungen des unternehmens umgehen knnen. esterhzy legte zudem besonderen Wert auf einen verlsslichen Servicepartner, ein etabliertes unterneh-men mit wirtschaftlicher Verlsslichkeit und guter Service-Qualitt.

    mit der coPlanner-Software wurde ge-funden, was man suchte und dringend brauchte. Die Struktur wre mit excel nicht mehr zu bewltigen gewesen. Der groe Vorteil ist, dass jeder Bereich selbst-stndig im coPlanner agieren kann. er garantiert aber trotzdem die einheitlich-keit im Berichtswesen, was fr mich sehr wichtig ist. mit dem excel client knnen Prsentationen einfach gestaltet werden und der neue Web client ermglicht es uns, von unterwegs online auf den coPl-anner zuzugreifen. Das sind schon enorme

    Vorteile neben der eigentlichen erfllung unserer anforderungen, so ehrngruber. ihm war zustzlich wichtig, ein Tool zu haben, das es ihm jederzeit erlaubt eine aussage sowohl ber die ergebnissituation des rechtstrgers (Stiftungen, gmbhs) als auch der unternehmensbereiche tagesaktu-ell und auf Knopfdruck zu ttigen. So wie das Schloss sich stndig weiterentwickelt, haben wir auch ein System gesucht, das es ihm gleichtut. und das hat sich mit dem coPlanner bewahrheitet.

    nAch dem tod des Frsten PAUl v. esterhzy im jAhre 1989 wAr es die intention seiner gAttin melindA esterhzy, den bedeUtenden kUltUr- Und wirtschAFtsbesitz Fr die zUknFtigen generAtionen zUgnglich

    zU mAchen. mit der grndUng der esterhzy PrivAtstiFtUng wUrde der besitz dAUerhAFt in sterreich verAnkert.

    Die stiFtung unD Die struKtur:

    COplanner bei esterhZY

    Vor rund 400 Jahren legte die Familie Esterhzy den Grundstein fr eine lang andauernde

    wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung. Heute werden die traditionellen Wirtschaftsbereiche

    wie Forst- und Naturmanagement, Immobilien oder das Weingut nach modernen und nachhaltigen

    Grundstzen gefhrt.

    Hinzu kommt der Bereich der Kultur: Heute verpflichtet der Stiftungsauftrag in Anknpfung an die Familientradition der Kunst- und Kulturfrde-

    rung, die Kunstschtze zu pflegen, zu erhalten und sie der ffentlichkeit zugnglich zu machen.

    esterhAzy goes coPlAnner

    - 04 -

    blAUer sAlonDer Blaue Salon, der diese Bezeichnung erst im 20. Jahrhundert erhielt, war noch im 19. Jahrhundert Teil der privaten Gemcher

    der jeweiligen Frstin.

  • COplanner Freirume Freirume COplanner

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    inTerVieWinTerVieW

    eine FhrUngskrAFt ist nicht besser oder schlechter Als Andere menschen. in ihrem berUFlichen AlltAg trgt sie Aber die grssere verAntwortUng

    Fr ein gesUndes Und ProdUktives miteinAnder von menschen. ihre AUFgAbe besteht Unter Anderem dArin, ArbeitsbedingUngen zU schAFFen, die

    morAlisches hAndeln jederzeit mglich Und sinnvoll erscheinen lAssen.

    was, wenn eine Fhrungskraft ihrer Verantwortung ber weite Strecken nicht gewachsen ist? Ziemlich sicher gefhrdet sie damit die Produktivitt eines unternehmens und das Wohlergehen der mitarbeiter. und eines darf man nicht auer acht lassen: ethisch handeln oder nicht ist in Wahrheit eine grundsatzfrage. coPlanner hat sich dazu mit dem Psychotherapeuten Dr. arnold mettnitzer ber ethik fr Fhrungskrfte unterhalten.

    wir beschftigen uns mit dem thema ethik und Unternehmensfhrung. ist das ein ungewhnliches Paar oder ganz im gegenteil: knnen die beiden gar nicht ohne einander?Sie knnen gar nicht ohne einander, da unternehmen immer mit menschen zu tun haben, und mit der Sorge, dass diese men-schen zu leben und zu arbeiten haben. und

    ethik hat immer mit menschen zu tun! Wie knnen menschen miteinander um-gehen, sodass sie voneinander profitieren, einander behilf lich sind und die Begabun-gen der menschen zu einem gemeinsamen nutzen zusammenfinden.

    Aber ist es die Aufgabe eines Unternehmers beides zusammenzufhren?Die aufgabe eines unternehmers, einer unternehmerin besteht wohl darin, zu einem bestimmten und genau definierten Zweck ein unternehmen zu grnden und dann mitarbeiter zu suchen, die sich diesem Zweck verschreiben, die auch bereit sind mit ihrem Know-how, ihrer arbeitskraft mitzuhelfen die unternehmensziele zu erreichen. Der unternehmer steht dabei im-mer im Spannungsfeld zwischen den Zielen seines unternehmens und den Bedrfnis-sen seiner mitarbeiter. er darf weder das

    unternehmensziel noch die menschlichen Bedrfnisse seiner mitarbeiter aus den augen verlieren.

    wie viele scheitern in diesem spannungsfeld?Wer immer hier scheitert, scheitert zunchst deshalb, weil er sich zu lange nur auf eine Seite schlgt und die notwendigkeit der anderen Seite aus den augen verliert. Wer zu lange nur auf die Produktionszahlen starrt, darf sich nicht wundern, wenn er irgendwann ohne mitarbeiter dasteht. und wer sich als everybodys darling nur um die mitarbeiter kmmert, wird sie zu guter Letzt nicht mehr beschftigen knnen. aber ich denke, man kann die Frage ja auch um- kehren und sich die Frage stellen: Wie vielen glckt das? geglckte modelle sind ein psychohygienischer Beitrag fr das Wohl- ergehen eines Landes. Davon lebt die ge-sellschaft.

    eine FrageDer ethiK

    coUch Und AltArDr. Arnold Mettnitzer ist Seelsorger und Psychotherapeut. Und immer

    auch auf der Suche nach Perspektiven neuer Lebensqualitt in Unternehmen. In der Unternehmenskultur sieht er den Schlssel, der das unsichtbare

    Vermgen eines Unternehmens erst erschliet.

  • COplanner Freirume Freirume COplanner

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    inTerVieW interView

    der mensch Als mAss der wirtschAFt

    Noch immer halten manche Ethik in Unternehmen fr ein notwendiges bel,fr etwas eher Lstiges, das

    den Fortschritt hemmt. Arnold Mettnitzer sieht in Wirtschaft

    und Ethik keinen Widerspruch. Im Gegenteil.

    gut aus, fhlt sich aber sehr bald schlecht an, weil es aus einer ungesunden mischung aus motivation und manipulation kommt. hier wird bestenfalls mit ethik kokettiert, letztendlich ist es aber nichts anderes als ein machtspiel zum Zweck der Kontrolle. Die gehirnforschung zeigt uns, dass men-schen ihre entscheidungen im Blick auf den Vorteil treffen, den sie sich erhoffen. Sie fragen sich: Was habe ich davon? Dieses Vorteilsstreben ist legitim. Die Lsung erfolgt durch ausgleich der interessen auf beiden Seiten.

    Was aber, und das ist hier die entscheiden-de Frage, was ist ein VOrTeiL? in alter Denkweise galt der maximale konomische gewinn als Wertvorteil. in neuer Denk-weise haben wir gelernt, dass menschen nach den Kriterien der neurokonomie

    ihre entscheidungen treffen. Daher ist es dringend ratsam, nicht nur auf die kono-mische Seite zu starren und dort gelhmt wie das Kaninchen vor der Schlange zu stehen. eine mir persnlich wichtige grundregel lautet: Stimmt die Stimmung unter den mitarbeitern eines unterneh-mens, dann wird die unternehmenskultur auch positiv die Produktivitt eines unter-nehmens beeinf lussen knnen. Stimmung ist authentisch und meistens hrt man es schon (am Telefon) am Klang der Stimme und im Ton hinter den Worten, wie es um einen Betrieb bestellt ist. es ist eine der wichtigsten aufgaben einer Fhrungskraft, in seiner Firma fr das richtige Klima zu sorgen. Wichtig dabei ist, den alltag so zu gestalten, dass sich am ende des Tages mit gutem gewissen alle in die augen und in den Spiegel schauen knnen. Denn auch

    fr unternehmer und ihre mitarbeiter gilt das Sprichwort: ein gutes gewissen ist ein sanftes ruhekissen.

    das heit, als Unternehmer trage ich nicht nur die verantwortung fr meine mitarbeiter, sondern auch fr die gesellschaft?Ja, ganz sicher, aber das ist eine Verantwor-tung, die von jedem menschen zu erwar-ten ist. eine Familie ist so stark wie ihr schwchstes glied. Der reichtum einer ge-meinschaft wird immer nur aus dem Krea-tivittspotenzial seiner mitglieder wachsen knnen. man darf das gemeinwohl nicht auer acht lassen. Wenn man als unterneh-mer nur den Profit im Blick hast, zu Lasten der umwelt und anderer menschen, auf Kosten nchster generationen, dann ist das im hchsten mae unethisch. ich darf die ethischen Standards nicht nur als theoreti-sche absichtserklrungen vorfinden. Wenn ich einen mitarbeiter frage, wie normen und Werte im unternehmen gelebt werden, und als antwort ein mdes Lcheln erhalte, dann ist das kein gutes Zeichen.

    wieso hat man trotzdem immer das gefhl, dass zwischen konomie und ethik eine spannung entsteht? Die ethik ist eine Kategorie der Philoso-phie, die sich um die Bedingungen bemht, unter denen menschliches miteinander verantwortlich lebbar ist. Die daraus ge-wonnenen einsichten fhren zu normen oder Verhaltenskodizes, zu einer bestimm-ten moral in einer gruppe im Sinne eines unternehmensziels oder eines gedeihlichen miteinanders von menschen. ethik und Wirtschaft sind aufeinander bezogene gren und voneinander lebende gren. Wir sind durch die erkenntnisse der neu-rokonomie in der Lage zu erkennen, dass die Soft Skills oder die groe Summe der Selbstverstndlichkeiten eines menschlichen miteinanders einen wesentlichen Beitrag zur Produktivitt eines unternehmens beitragen knnen. Je wohler sich meine mitarbeiter fhlen, umso grer wird ihre Bereitschaft sein, fr die Ziele der Firma et-was zu leisten. mitarbeiter auszunutzen ist unterm Strich nicht nur eine ausbeuterische grundhaltung, sondern auch eine nachhal-tige Selbstschdigung eines unternehmens. ausbeutung demotiviert und zerstrt, sie treibt einen Keil zwischen mitarbeiter und unternehmer und schdigt nachhaltig das Klima unserer gesellschaft!

    wie schaffe ich wohlbefinden und somit motivation?Jeder mensch kommt mit zwei ganz groen erfahrungen auf die Welt, aus denen sich die beiden groen Sehnschte seines Le-bens erklren lassen. Bereits im mutterleib hat er erfahren und gelernt, zu jemandem zu gehren und mit der mutter so innig verbunden zu sein, wie er spter in seinem Leben nie mehr mit einem anderen men-schen verbunden sein wird. Jetzt kommt dieser mensch auf die Welt mit der groen Sehnsucht, es mge drauen in der Welt so weitergehen, es mge ihm auch dort mg-lich sein, zu jemandem zu gehren und mit anderen menschen verbunden zu sein gleichzeitig hat dieser mensch im mutter-leib eine zweite erfahrung gemacht: er ist bereits in den ersten neun monaten sei-nes Lebens gewachsen, hat sich verndert und Fhigkeiten entwickelt. Jetzt kommt dieser mensch auf die Welt, mit der zwei-ten groen Sehnsucht, es mge ihm auch auerhalb des mutterleibes mglich sein, sich zu entwickeln und zeigen zu knnen, was er kann! Dort wo er hingehrt, mchte er auch gerne wachsen

    im Zusammenhang mit unserer Frage nach der ethik im unternehmen bedeutet das: Wenn ein unternehmer es schafft, einem mitarbeiter das gefhl zu geben, dass dieser willkommen ist und dazugehren darf, dann wird dieser mitarbeiter seine zweite grundsehnsucht ausleben wollen und dort mit aller Kraft und Leidenschaft seines herzens zeigen, was er kann und daraus eine wesentliche grundmotivation fr den Verbleib in diesem unternehmen aufbringen knnen. Darin liegt fr mich die neurokonomische grundlage aller ethik, natrlich auch und hier besonders die grundlage aller ethik im unternehmen.

    kann man davon ausgehen, dass sich unethi-sches verhalten nie rechnet? auf Dauer kann und darf sich unethisches handeln nicht rechnen. es gibt immer wieder erfahrungen mit einer so genann-ten mchtegern-ethik, die mitarbeiter ermutigt, ideen zu Fragestellungen zu entwickeln, die insgeheim schon lngst entschieden sind. Das sieht zwar zunchst

    Dr. Arnold MettnitzerKlang der Seele: Sinn suchen, trsten, ermutigen in

    Psychotherapie und Seelsorge, 2009

    Couch & Altar: Erfahrungen aus Psychotherapie und Seelsorge, 2008

    PUblikAtionen

    Dr. Arnold Mettnitzer, geb. 1952 in Gmnd/Krnten, studierte Theologie in Wien und Rom,

    war Seelsorger in Gurk (1979-2001) und ist seit 1996 als Psychotherapeut in freier Praxis in Wien ttig. Er hlt Vortrge und Seminare zu Fragen von Lebensqualitt und seelischer Gesundheit und ist

    freier Mitarbeiter des ORF.

    biogrAFie

    der klAng mAcht die mUsikDer Mensch verlangt danach von anderen wertgeschtzt zu werden. Eine

    Grundsehnsucht, die alle in sich tragen. Auch Mitarbeiter: Stimmt die Stimmung unter Mitarbeitern eines Unternehmens, dann wird die Unternehmenskultur auch positiv

    die Produktivitt eines Unternehmens beeinflussen knnen.

    Joachim Bauer Warum ich fhle, was du fhlst. Intuitive Kommunikation

    und das Geheimnis der Spiegelneurone, Hoffmann und Campe, Hamburg 2005

    Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren, Hoffmann und Campe, Hamburg 2006

    Suzanne Grieger-LangerDie 7 Sulen der Macht, Junfermann Verlag,

    Paderborn 2006

    Fred LuksEndlich im Endlichen, metropolis, Marburg 2010

    Harald Katzmair und Harald MahrerDie Formel der Macht, Ecowin, 2011

    literAtUrtiPPs

  • COplanner Freirume Freirume COplanner

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    gaSTKOmmenTargast-KOmmentar

    gastkommentar dr. Arnold mettnitzer

    F ranz gsellmann (1910 - 1981), ein einfacher Bauer aus edelsbach bei Feldbach in der Oststeiermark unternimmt in seinem Leben nur eine einzige reise, die ihn 1958 als 48-Jhrigen nach Brssel zur ersten Weltausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg fhrt. mit dem rucksack macht er sich auf die reise, streng geheim, um in der nachbarschaft nicht unntiges Kopfschtteln zu erzeugen. in Brssel angekommen steht er staunend vor dem atomium, der 165-milliardenfachen-fachen Vergrerung einer eisenkristallstruktur. nach edelsbach zurckgekehrt beginnt er wie ein Besessener mit dem Bau sei-ner maschine, deren Kern die nachbildung dieses atomiums darstellt. Bis zu seinem Tod im Jahre 1981 bastelt und werkt er daran. 23 Jahre lang klappert er die Flohmrkte bis graz ab und sammelt von den nachbarn Weggeworfe-nes und unntz gewordenes. 2000 Teile stehen ihm schlielich zur Verfgung, die er in seine Weltmaschine einarbeitet und so aus altem vllig neues schafft.

    Wer die Weltmaschine heute besucht, mag den Kopf schtteln ber so viel nutzloses und Zweckloses, vielleicht aber bleibt er auch staunend stehen und erkennt das einzigartige dieses Werkes: ein mensch verwirklicht mit Leidenschaft und Begeis-terung den Traum seines Lebens. Viele menschen kommen ber das Trumen in ihrem Leben nicht hinaus Blaise Pascal hat gemeint, dass alle menschen als Ori-ginale geboren werden, aber die meisten von ihnen als Kopien sterben. im Blick auf das Leben des Franz gsellmann be-steht kein Zweifel: er war ein Original! in der art, wie er sich vom atomium hat anstecken lassen, macht er mut, nicht nur vom Leben zu trumen, sondern Trume zu leben. Franz gsell-mann macht mut zur Originalitt! und gerade diese knnen wir in allen Lebenslagen gut gebrauchen. So auch in der Frage nach der ethik in unternehmen. Das Thema boomt, erst recht nach der Wirtschaftskrise hat sich die notwendigkeit dafr bis in die chefetagen groer Konzerne durchgesprochen, aber die um-setzungsversuche kommen ber wunderbare Formulierungen in hochglanzbroschren kaum hinaus. und diese kreisen um die Frage, wie menschen andere menschen motivieren knnen. Frederick herzberg hatte bereits 1968 in einer Fachzeitschrift mit dieser Frage aufhorchen lassen. Seither hat sich immer deut-licher gezeigt, dass in Betrieben, in denen die Stimmung stimmt, auch die Performance stimmt.

    eine gute und starke unternehmenskultur ist bei Topunter-nehmen mit verschiedensten Stilen das nonplusultra. in vielen

    Bereichen hat deswegen in der Zwischenzeit der Wert des humankapitals den des geld- und Sachkapitals berholt. um das zu erreichen, braucht es aber Verantwortliche, die sich mit der Leidenschaft ihres ganzen Wesens auch den ethischen Fragen des betrieblichen miteinanders stellen. ihre Leidenschaft darf nicht nur der Produktion, sie muss auch den menschen in den Produktionssttten gelten. Dazu brauchen sie eine groe Leidenschaft fr den menschen und ein kreatives Potential im Schaffen von Lebens- und arbeitsbedingungen, die allen Betei-ligten das Leben lebenswert erscheinen lsst. Die Voraussetzung dafr liegt in der notwendigkeit, die menschen, mit denen wir es zu tun haben, zu mgen. Wer andere menschen nicht mag, ist unfhig mit ihnen zusammenzuarbeiten und erst recht wird

    er unfhig sein, als Vorgesetzter mit seinen mitarbeitern zurechtzukommen. ingo Kleist, der innenpolitische Sprecher der SPD-Brgerschaftsfraktion, hat vor Jahren zum idealen Profil eines neuen Polizeiprsidenten fr hamburg Folgen-des gefordert: man msste jemanden finden, der die Wrde eines erzbischofs hat, die Selbstlosigkeit eines missionars, die Beharrlichkeit eines Steuerbeamten, die erfahrung eines Wirtschaftsprfers, die arbeitskraft eines Kulis, den Takt eines Botschafters, die genialitt eines nobelpreistrgers, den Optimismus eines Schiffsbrchigen, die Findigkeit eines rechtsanwalts, die gesundheit eines Olympiakmpfers, die geduld eines Kindermdchens, das Lcheln eines Film-stars und das dicke Fell eines nilpferdes.

    ein solcher Wunderwuzzi wird sich nicht so leicht finden lassen, aber: ein solcher

    Wunderwuzzi steckt in jedem menschen immer wieder, nur nicht immer in der idealen Tagesverfassung und nicht jederzeit abrufbar. in der Wirtschaft nennt man so einen menschen einen supportiv leader und versteht darunter einen, der anderen menschen hilft, wieder in die Kraft zu kommen und ihre Po-tentiale zu entfalten. Was man dazu knnen muss, ist in erster Linie nicht die Verliebtheit ins Fachgebiet, sondern die Verliebt-heit darin, Begeisterung an andere weiterzugeben. Wo immer wir hinschauen: Die gesellschaft und darin eingebettet natrlich auch die Wirtschaft braucht menschen, die in gemeinschaf-ten, gruppen und Betrieben mit Visionen unterwegs sind, die menschen ermutigen, begeistern und inspirieren. Die afrikaner sagen: Worte sind schn, aber hhner legen eier! in Bezug auf Fragen der ethik fr das betriebliche miteinander erscheint es dringender denn je ntig, nicht nur Worte zu machen, son-dern eier zu legen.

    hhner legen eier

    die weltmAschineDetail des Lebenswerkes

    des Landwirts Franz Gsellmann, das heute noch in der Oststeier-

    mark zu besichtigen ist.

  • COplanner Freirume Freirume Freirume COplanner

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    SuPPOrT

    business intelligenCe, aber wie?

    bestndigkeit

    Wie weit sollen bestehende und gut funktionierende anwendungen im anforderungskatalog bercksichtigt werden?

    Was soll aus Sicht des des Anwenders unbedingt erhalten bleiben?

    it-inFrAstrUktUrSind durch die Vorsystem-Plattformen, z.B. eine erP-Lsung,

    iT-einschrnkungen fr das zuknftige Bi-Projekt zu erwarten?

    Zum Beispiel: Betriebssystem, Datenbanken, Technologie, Excel als Frontend

    ProblemlsUngWas sind die aktuellen Probleme hinsichtlich der aufbereitung

    von ist-Daten aus unterschiedlichen Vorsystemen?

    Sollen Finanzdaten aus der Finanzbuchhaltung, Leistungsdaten aus der Kostenrechnung und Vertriebsdaten aus der Warenwirtschaft

    konsistent zusammengefhrt werden?

    AnAlysen

    Welche Business intelligence-Komponenten sind Teil des angestrebten Projektes?

    Zum Beispiel: Planung, Reporting, Ad-hoc-Analyse, Konsolidierung, Dashboarding

    Welchen operativen anforderungen soll das neue System gengen?

    Zum Beispiel: Integrierte Unternehmensplanung, Vertriebsplanung, Kostenplanung, Investitionsplanung, Ist-Daten-Reporting

    AUFgAben

    wichtig bei der AUswAhl eines bUsiness intelligence systems ist, dAss sie ihre AnForderUngen gAnz genAU kennen. coPlAnner ist nicht nUr Fr die PlAnUng

    zUstndig, sondern hilFt AUch bei der erstellUng eines AnForderUngsProFils. Folgende FrAgen sollten sie sich dAbei Unbedingt stellen:

    eine AUsFhrliche checkliste zUr erstellUng eines AnForderUngsProFils Fr ihr neUes bi-system Finden sie AUF www.coPlAnner.com.

  • medieninhaber, herausgeber und verantwortlich fr den inhalt: Coplanner Software & Consulting GmbH, Schubertstrae 39, a-8010 Graz, Tel. +43/316/383238-0, Fax +43/316/383238-17, e-mail: [email protected], www.coplanner.at konzeption & gestaltung: moodley brand identity, www.moodley.at | cover-bild: Gerald liebminger | weitere Fotos: Thomas licht (Seite 2, 10), Gerald liebminger (Seite 4-7), Gaulhofer (Seite 8, 9), Werner Kmetitsch (Seite 9) andreas

    Balon (Seite 16-23), Klaus Vyhnalek (Seite 24-27), marion luttenberger (Seite 28, 29), Karin lernbei (Seite 31)

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