Der Newsletter der Deutsch-Indischen Zusammenarbeit e. V ... €â€‌ Der Newsletter der Deutsch-Indischen

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  • 1— Der Newsletter der Deutsch-Indischen Zusammenarbeit e. V. —

    Der Newsletter der Deutsch-Indischen Zusammenarbeit e. V.

    Kostenlos, wir freuen uns über Spenden! Nr. 69 • 4. Quartal 2014 • www.diz-ev.de

    S. 2 • Editorial Eindrücke von der weltwärts-Partnerkonferenz • S. 8 S. 3 • Drei neue Gesichter in der Geschäftsstelle Freiwilligendienst imMure Memorial Hospital • S. 9 S. 4 • Ein Küchengarten gegen Eisenmangel! Back on Track • S. 10 S. 6 • Die Standorte unserer Partnerorganisationen Süd-Nord-Freiwilliger aus Indien • S. 12 S. 7 • Ausrichtung der weltwärts-Partnerkonferenz Indien Kalender 2015 • S. 12

    Ein Küchengarten gegen Eisenmangel!

    Seite 4

    Ein gartenbauliches Projekt für die gesunde Ernährung von Kindern, Schwangeren, Müttern und ihren Familien

  • des weltwärts-Pro- gramms das Team der DIZ verstärkt. Damit verleiht sie unserem schon im- mer gelebten Ide- al Ausdruck, daß die Beziehungen nach Indien kei- ne Einbahnstraße sein dürfen. In nächs- ter Zeit stehen der Geschäftsstelle per- sonelle Veränderungen ins Haus. Sarah Kölzer hat die DIZ wieder zugunsten des Schuldienstes verlassen, wird aber wei- terhin bei der Vermittlung von Engage- ment-Möglichkeiten für junge Menschen der DIZ als Partnerin erhalten bleiben. Ihr folgt ab Dezember Maria Schüssler nach. Weitere Veränderungen werden folgen und erfordern viel organisatorische Ar- beit. Aber wenn wir am Ende des kom- menden Jahres wieder auf so eine „rei- che Ernte“ zurückblicken können, wird es sich gelohnt haben.

    Für alle Unterstützung monetärer

    und gedanklicher Art, guten Wünschen und das in uns und unsere Arbeit entge- gengebrachte Vertrauen in diesem Jahr bedanke ich mich ganz herzlich auch im Namen des Vorstands (der in diesem Jahr wieder seinem Amt bestätigt wurde),

    Euer

    Liebe Freunde und Unterstützende der DIZ!Impressum Herausgeber: Deutsch-Indische Zusammenarbeit e. V. Odrellstraße 43, 60486 Frankfurt am Main Tel . 069 - 7940 3920 E-Mail : info@diz-ev.de Web: www.diz-ev.de

    Redaktion: Jona Aravind Dohrmann Sybille Franck Grafisches Gesamtkonzept, Layout, Satz: Stefan Berndt, www.fototypo.de

    Alle Rechte vorbehalten von Deutsch- Indische Zusammenarbeit e. V., 2014

    Spendenkonten: Hauptverein: Evangelische Bank IBAN: DE84520604100004004108 BIC: GENODEF1EK1

    DIZ Baden-Württemberg e. V.: Evangelische Bank IBAN: DE50 5206 0410 0003 6904 40 BIC: GENODEF1EK1

    DIZ Nord e. V.: HypoVereinsbank, IBAN: DE09 2003 0000 0603 6156 34 BIC: HYVEDEMM300

    DIZ Berlin e. V.: Evangelische Bank IBAN: DE88 5206 0410 0004 0042 30 BIC: GENODEF1EK1

    Die entwicklungspolitische Bildungsarbeit der DIZ wird gefördert von:

    Mit finanzieller Unterstützung des BMZ Der Herausgeber ist für den Inhalt allein verantwortlich

    Editorial

    von

    Jona Dohrmann,

    Vorstandsvorsitzen-

    der der DIZ e. V.,

    Frankfurt am Main

    Mein Name ist Saanika Amembal. Ich komme aus Indien und zwar aus Mumbai und studiere Germanistik. Ich wurde von der DIZ als Freiwillige für das weltwärts-Programm ausgewählt. Aus die- sem Grund werde ich für sechs Monate von November 2014 bis Mai 2014 arbeiten. Im Laufe der Zeit werde ich Vorträge über In- dien halten, bei Seminaren helfen und so hoffentlich Leute dazu bringen, Vorurteile über Indien abzubauen.

    Ich bin der Ansicht, dass Indien ein Land mit großem Potential ist, sich al- lerdings zurzeit im Aufbau befindet. Ich freue mich sehr, dass die DIZ einen Bei- trag für mein Heimatland leistet und mir die Gelegenheit bietet, etwas für mein Land zu unternehmen. Mein Dienst wird es mir zudem ermöglichen, Indien aus ei- nem völlig neuen Blickwinkel zu betrach- ten.

    Nach meiner Rückkehr habe ich den Wunsch, mich weiterhin entwicklungspo- litisch in Indien zu beschäftigen. Ich bin davon überzeugt, dass meine Erfahrun- gen in Deutschland in mir tiefe Eindrü- cke hinterlassen und mich lebenslang be- gleiten werden.

    Mein Name ist Maria Schüssler. Seit Dezember 2014 verstärke ich das Team der DIZ in der Hauptge- schäftsstelle in Frankfurt a.M. Hier bin ich unter anderem die Ansprechpartne- rin für die Freiwilligendienste. Selbst habe ich auch schon Volontariate in In- dien und Namibia absolviert. In Indi- en war ich in einem Day-Care-Center für Vorschulkinder und der Community Work im nordindischen Palampur tätig.

    Mein Interesse für die indische Kultur, Lebensweise und Wirtschaft hat sich schon früh in meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften und des Nachhaltigen Wirtschaftens entwickelt. Hier habe ich mich im indischen Kon- text beispielsweise mit Konzepten der solidarischen Ökonomie, der Kinderar- beitsproblematik und Corporate Social Responsibility beschäftigt.

    Ich freue mich sehr auf die span- nende und interessante Arbeit bei der DIZ und auf die neuen Herausforderun- gen, die in diesem Zusammenhang auf mich warten.

    Mein Name ist Benjamin Edinger. Mit der Deutsch-Indischen Zusammen- arbeit bin ich zuerst über einen weltwärts- Freiwilligendienst, den ich von September 2012 bis März 2013 machte, in Kontakt gekommen. Ich war damals bei CRTDP in Nagpur. Dort stand zu dieser Zeit das Wa- tershed Programm kurz vor dem Abschluss und ich konnte mich fleißig an der Erstel- lung der Endberichte für die indische Ent- wicklungsbank NABARD beteiligen.

    Im Frühjahr diesen Jahres habe ich mein Bachelorstudium der Südasienstudi- en am Südasieninstitut in Heidelberg ab- geschlossen und studiere nun den Master Kultur- und Sozialanthropologie an der Phi- lipps-Universität in Marburg. Neben mei- nem Studium engagiere ich mich unter anderem als Vorstandsmitglied im Verein „Hilfe zur Selbsthilfe in Rajasthan e.V.“, der auch im fruchtbaren Dialog mit der DIZ steht.

    Ich freue mich über die Möglichkeit, ein Praktikum in der Geschäftsstelle der DIZ zu machen, und dabei die Theorie des Studiums praktisch zu nutzen, die Arbeit der Geschäftsstelle näher kennenzulernen und inhaltlich einen Beitrag zu leisten.

    Ein – wieder mal – ereignisreiches Jahr geht langsam zu Ende! Zu al- lererst ist allen im Verein und allen För- derern von außerhalb sowie den Mitarbei- tenden in der Geschäftsstelle für jegliche Unterstützung zu danken, die uns in die- sem Jahr wieder zuteil wurde und es uns ermöglicht, all die Aktivitäten zu unter- nehmen, die wir im Laufe der Zeit vor- gestellt haben und dieser Ausgabe noch fortsetzen. Natürlich war die weltwärts- Partnerkonferenz wieder ein Höhepunkt im Jahr. Wir haben uns sehr über den partnerschaftlichen Austausch mit allen Vertretenden der Partnerorganisationen auf Augenhöhe in Nagpur gefreut (sie- he Berichte in diesem Heft). Auf Projek- tebene konnte das Vorhaben mit CRTDP zur Rehabilitierung von Jugendlichen, die selbst oder familiär von HIV/AIDS be- troffen sind, erfolgreich abschließen. Das Aufklärungsprojekt zur Mutter-Kind-Ge- sundheit beim Ecumenical Sangam läuft auf vollen Touren. „Nebenbei“ konnte die DIZ vor kurzem noch die Stiftung Alter- naid dazu bewegen, ein Vorhaben zur Be- treuung von Kindern, die auf Bahnsteigen in Bhopal ihr Dasein fristen, bei unserem weltwärts-Partner NIWCYD (National Institute for Women, Child and Youth De- velopment) für die Dauer von zwei Jahren zu fördern (siehe den Beitrag in diesem Heft „Back on Track“). Zu guter Letzt hat Saanika Amembal, eine junge Studen- tin aus Mumbai, im November als unse- re erste Süd-Nord-Freiwillige im Rahmen

    Drei neue Gesichter in der Geschäftsstelle 2 3DIZ aktuell • Nr. 69 • 4. Quartal 2014 — Der Newsletter der Deutsch-Indischen Zusammenarbeit e. V. —

  • Die Ausgangssituation Reis und Dhal (Linsen) stehen tagaus und tagein auf dem Speiseplan der in- dischen Landbevölkerung und auch in den Slums, weil sie sehr preiswert sind und lange satt machen. Obst und Ge- müse sind oft zu teuer oder werden auf dem Markt verkauft um das Einkom- men der Familie zu sichern. Das Re- sultat der einseitigen Ernährung ist der zumeist schon sehr weit fortgeschrit- tene Eisenmangel vieler Frauen und Kinder. Die Frauen klagen über stän- dige Mattigkeit, die ihre Arbeit zur Qual macht. Gebärfähige Frauen er- leiden Fehlgeburten, weil der Körper das nötige Blut zur Ernährung des Kin- des nicht mehr bilden kann. Hier hel- fen nur teure Medikamente, die sich aber niemand leisten kann.

    Das Projekt Ein Küchengarten bietet hier eine kon- krete, unkomplizierte und preiswerte Hilfe zur Selbsthilfe für eine bessere Ernährung. Er kann, entsprechend ad- aptiert, sogar auf allerkleinstem Raum (z.B. in Töpfen vor dem Haus oder Zelt) und mit einfachsten Mitteln je- derzeit angelegt werden und mit sei- ner Ernte das tägliche Essen vitamin- reich aufpeppen.

    Ein Küchengarten gegen Eisenmangel!

    che der Bamhani-Farm und wird für die Kinder des Kindergartens und der Auszubildenden der Handwerker- und Nähschule verarbeitet. Auf besonderen Wunsch der MitarbeiterInnen des San- gams wird es im Küchengarten auch eine „Duft-Ecke“ mit Jasmin und Ro- sen geben.

    Das Projekt des Modell-Kü- chengartens steht nicht einzeln, son- dern besitzt Synergien zu bereits vor Ort laufenden Projekten (Mutter-Kind- Gesundheit und Nachhaltige Landwirt- schaft). Der Modell-Küchengarten wird in diesem Sinne zu einem festen Bestandteil der Fortbildungs- und Auf- klärungsveranstaltungen des Sangams. Geplant sind zusätzlich regelmäßige monatliche Workshops und Seminare für Frauen und Kleinbauern, damit der Küchengarten durch Überzeugung sei-

    Projekt- vorstellung

    Von

    Claudia Br