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Dianetik und Scientology Religion und Ethik IANETIK agruens/LV/VL_NRB/Scientology... L. Ron Hubbard ãDer Weg zum Gl cklichseinÒ Jede Zivilisation in der Geschichte war auf ein sittliches

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Text of Dianetik und Scientology Religion und Ethik IANETIK agruens/LV/VL_NRB/Scientology... L. Ron Hubbard...

  • Religion und Ethik bei Scientology

    Prof. Dr. Andreas Grünschloß Religionswissenschaft, Universität Göttingen

    Dianetik und Scientology

    DIANETIK® - die „Kult“-phase (1950ff)

    Im Mai 1950 erschien ein Exposé der Dianetik-„Therapie“ in Astounding Science Fiction (ed. John W. Campbell Jr),

    Juni 1950 begann Hubbard mit Auditoren- Ausbildungen; – parallel dazu entstand ein kurzer Boom autonomer Dianetik-Gruppen.

     Neue Zeitrechnung: z.B. 2007 = 57 AD („After Dianetics“)

    – gefolgt von dem Buch Dianetik – die moderne Wissenschaft geistiger Gesundheit („Book #1“), ein Bestseller, der heute weltweit übersetzt ist.

    Skizze zum Programm der DIANETIK®

    Standard-Gedächtnis-Speicher

    rational, perfekt

    Erfahrungen „Einkeyen“, Restimulieren mit der  Angst, Aberrationen Wirklichkeit

    „Engramm“-Speicher

    erkennt „gefährliche“ Situationen wieder

    traumatische Erinnerungen Ziel = Löschen aller Engramme => „Clear“

    => der menschliche „Computer“ funktioniert wieder perfekt

    Analytischer Verstand

    Reaktiver Verstand

    Scientology ... eine „religiöse Technologie“

    Das E-Meter („Elektrometer“) misst den Hautwiderstand und soll verstecke Erinnerungen und „Engramme“ aufspüren — es ist das zentrale technische Hilfsmittel beim Auditing

    Aus Hubbards Patentantrag von 1965

  • Die Erweiterung zur SCIENTOLOGY®

    Der Thetan (die scientologische ‚Seele‘) kann auch außerhalb des Körpers sein („Exteriorisation“); er ist die Substanz der Person und wäre eigentlich unabhängig vom physikalischen Universum (MEST, matter energie space time)

    Nötig wird nun das Auditieren der Erinnerungen an frühere Leben, die alle auf der Gesamt-„Zeitspur“ des Thetans gespeichert sind. Dies eröffnet jedoch eine buchstäblich „unendliche Analyse“ (S.Freud).

     über „Clear“ hinaus lautet das Ziel jetzt „OT“ – das ist ein völlig frei „Operierender Thetan“ mit paranormalen Fähigkeiten.

    Quelle: CofS, Was ist Scientology? 1998 6

    7

    L. Ron Hubbard: „Am I Metteyya?“ (1965)

    If you see me dead — I will then live forever. I come to you in peace — I come to you as a Teacher I do not come as an officer of Church or Sect […] I come to bring you Wisdom I come to bring you all that Lord Buddha would have you know of life, Earth and Man.

    I come to you with Freedom — I come to you with Science I come to teach you — I come to help you.

    Address me and you address Lord Buddha. […] I am the beginning, — I am the end. […]

    In all these twenty-five centuries none came and spoke the Great Lessons again. — I am but a teacher

  • I bring you word of lessons you have lost […] Study then — Be worked with then — Become Bodhi [sic!]

    We enter into a Golden Age. We are Golden Men. We are the New Men The new spiritual Leaders of Earth. […]

    I bring Great Lessons — I have written them in an orderly way. I have written them first in a tongue of science which was stolen long ago from the East. […]

    These Lessons were composed in the Western World. […] Even your own prophecies centuries old said I would appear In the Western World [sic] — I appeared.

    L. Ron Hubbard: „Am I Metteyya?“ (1965)

    10

    “Die Brücke zur völligen Freiheit”

    Scientology ist etwas Neues [...]. Scientology ist das einzige funktionierende System, das der Mensch hat. Sie hat schon Leute zu einem höheren IQ geführt, zu einem Besseren Leben und all dem. Kein anderes System hat das gemacht. Erkennen Sie also, dass es keinen Konkurrenten hat. Scientology ist ein funktionierendes System. Sie hat den Weg markiert. Die Suche ist jetzt erledigt. Jetzt braucht der Weg nur noch begangen zu werden. [...] Lassen Sie Ihre Gruppe nicht im Stich. Sorgen Sie mit allen Mitteln dafür, dass sie auf dem Weg bleiben. Und sie werden frei sein ...

    HCOPL 14.2.1965 (“Zum Schutz der Technologie”)

    „Kapelle“ in der Scientology-Niederlassung Berlin

  • „To Get Ethics in“

    „Ethik“ in der Scientology- Organisation

    Teil II Technical Dictionary of Dianetics and Scientology:

    ETHICS, 1. the term is used to denote ethics as a subject, or the use of ethics, or that section of a Scientology Church which handles ethics matters. (BTB 12 Apr 72R) 2. ethics actually consist, as we can define them now in Dn, of rationality toward the highest level of survival for the individual, the future race, the group, and mankind, and the other dynamics taken collectively. Ethics are reason. The highest ethic level would be long-term survival concepts with minimal destruction, along any of the dynamics. (SOS, p. 128) 3. ethics has to do with a code of agreement amongst people that they will conduct themselves in a fashion which will obtain to the optimum solution of their problems. (5008C30) 4. the rules or standards governing the conduct of the members of a profession. (HCO PL 3 May 72) 5. ethics is a personal thing. By definition, the word means “the study of the general nature of morals and the specific moral choices to be made by the individual in his relationship with others.” (AND) When one is ethical or “has his ethics in” it is by his own determination and is done by himself. (HCOB 15 Nov 72 II) 6. that which is enforced by oneself, his belief in his own honor, and good reason, and optimum solution along the eight dynamics. (PDC 37)

    Scientology-Ethik- Spezialisten-Kurs (1998, 2002), Glossar S. 617

    http://german.scientologyethics.org

  • L. Ron Hubbard „Der Weg zum Glücklichsein“

    Jede Zivilisation in der Geschichte war auf ein sittliches Regelwerk gestützt, das positives, konstruktives Verhalten fördern und destruktive, schädliche Handlungen verhindern sollte. Es mag durchaus sein, dass einige dieser früheren Moralkodizes für das 21. Jahrhundert nicht mehr anwendbar sind, aber zum Zeitpunkt ihrer Entstehung waren sie unverzichtbar. Oft ging es dabei um konkrete hygienische und existenzielle Fragen; der jeweilige Moral- oder Sittenkodex schützte den Fortbestand der Familie, der Gruppe und der Nation. Anhand solcher Kodizes gelang es den Menschen auch, sich die Ideale der Ehrlichkeit und des gegenseitigen Vertrauens zu bewahren.

    Doch im Wandel der Zeiten wurden diese Verhaltenskodizes nicht nur in Frage gestellt, sondern oft auch fallengelassen – ohne sie angemessen zu ersetzen.

    Vernunft als Leitfaden zu einem glücklichen Leben

    Die 21 Grundsätze aus Hubbards Weg zum Glücklichsein

    1. Achten Sie auf sich 2. Seien Sie maßvoll 3. Betreiben Sie keine Promiskuität 4. Geben Sie Kindern Liebe und Hilfe 5. Achten Sie Ihre Eltern und helfen Sie ihnen 6. Geben Sie ein gutes Beispiel 7. Seien Sie bestrebt, sich im Leben an die Wahrheit zu halten 8. Begehen Sie keinen Mord 9. Tun Sie nichts Illegales 10. Unterstützen Sie eine Regierung, die für alle gedacht ist

    und im Interesse aller handelt 11. Schaden Sie niemandem, der gute Absichten hat 12. Schützen und verbessern Sie Ihre Umwelt

    Die 21 Grundsätze

    (Fortsetzung)

    13. Stehlen Sie nicht 14. Seien Sie vertrauenswürdig 15. Kommen Sie Ihren Verpflichtungen nach 16. Seien Sie fleißig 17. Seien Sie kompetent 18. Respektieren Sie die religiösen Überzeugungen anderer 19. Versuchen Sie, anderen nicht etwas anzutun,

    was Sie nicht selbst erfahren möchten 20. Versuchen Sie, andere so zu behandeln,

    wie Sie von ihnen behandelt werden möchten 21. Seien Sie nach besten Kräften erfolgreich

  • Seit Mitte der Sechziger Jahre: PTS + SP

    Die Identifizierung von sogenannten “Unterdrückerischen Personen” (SP = suppressive person, Antiscientologe) und “möglichen Schwierigkeitsquellen” (PTS = potential trouble sources) wird zum Programm der internen scientologischen Ethik.

    Eine Fülle von Richtlienenbreifen beschäftigt sich damit, wie man mit “sinkenden Statistiken” bei Mitarbeitern, bei Studenten “ohne Fallgewinn” oder sonstigen Misserfolgen umzugehen hat:

    => es gibt immer eine lokalisierbare Person, die Schuld hat. Entweder handelt es sich bei der Person, bei der ein “Processing” nicht erfolgreich angeschlagen hat, um eine PTS, die von einer SP im Hintergrund ihres sozialen Umfeldes beeinflusst wird: dies ist zu “handhaben”. In der Regel gibt es bei negativen Resultaten eine “dritte Partei”, die man zu identifizieren hat (“Gesetz der Dritten Partei” als Hintergrund aller Streitigkeiten: drei statt nur zwei Akteure).

    22

    aus HCOPL 22.7.1982

    23 HCOPL “Hut des Ethik-Officers”

    24 HCOPL “Indikatoren von Orgs” 1965

  • 25

    Quelle: Dynamik 8, 1991

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