Ein guter Start

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Fragen, Antworten und Anregungen für Eltern und Schüler der Klassen 1 bis 4

Text of Ein guter Start

  • Ein guter StartGrundschulen in Sachsen

  • Inhalt 1 Vorwort

    4 Aufgabe der Grundschule

    6 Lernen in der Schule

    8 Die ersten Schuljahre

    14 Schule und Eltern im Dialog

    16 Der sichere Schulweg

    18 Der richtige Schulranzen

    20 Gesundheitsfrderung

    24 Kinder und Medien

    26 Information und Beratung

  • Jeder zhlt! Gute Chancen fr alle an Sachsens Schulen

    Liebe Eltern,

    der Schulbeginn ist ein bedeutsames Ereig-nis fr Ihr Kind und die ganze Familie. Vie-lerlei muss bei der Planung in der Familie neu bedacht werden. Das fngt beim Schul-weg an und hrt bei dem eigenen Arbeits-platz fr das Schulkind noch lngst nicht auf. Sie als Eltern knnen Ihrem Kind einen guten Start in das Schulleben erleichtern. Ermutigung und Zuwendung helfen, mit den unterschiedlichen Gefhlen, die der erste Schultag mit sich bringt, umzugehen. Die Schulanfnger sind meist sehr neugie-rig und wissbegierig. Sie wollen ihr Welt-wissen einbringen, Neues entdecken und sich weitere Kompetenzen aneignen. Sie wollen sich angenommen und ernstge-nommen fhlen.

    Die schsische Grundschule versteht sich als leistungs- und kindorientierte Schule. Sie geht auf den individuellen Entwick-lungsstand Ihres Kindes ein, um von daher die Grundlagen fr erfolgreiches Lernen zu sichern. JEDER ZHLT! mit diesem Motto verbindet sich das Ziel des schsischen Schulsystems, jedes Kind entsprechend seinen Mglichkei1ten zu fordern und zu frdern.

    Diese Broschre gibt Ihnen und Ihrem Kind einen ersten berblick ber die Grund-schule. Sie enthlt vielfltige Informationen, die fr den Schulstart von Bedeutung sind. Gemeinsam mit Ihrem Kind knnen Sie ber die Chancen sprechen, die sich mit dem Schulanfang erffnen.

    Der Start in die Schule wird von vielen Part-nern begleitet. Besonders wichtig ist die enge Zusammenarbeit von Kindergarten, Grundschule und Ihnen als Eltern. Eine ver-trauensvolle Erziehungspartnerschaft be-gleitet Ihr Kind auf den ersten Schritten in die Schule nachhaltig. Nutzen Sie bitte Elternabende, Elternsprechstunden und andere schulische Veranstaltungen. Ich bitte Sie, sich aktiv mit einzubringen. Dies ist fr das Gelingen von Schule wichtig.

    Ich wnsche Ihrem Kind viel Freude beim Lernen und einen erfolgreichen Start in die Schule. Ihnen wnsche ich viele bleibende und wertvolle Erfahrungen, die Sie mit Ihrem Kind teilen.

    Brunhild Kurth Schsische Staatsministerin fr Kultus

  • Aufgabe der Grundschule

    4

    Wenn Kinder in die Schule kommen, verf-gen sie bereits ber einen Reichtum an Er-fahrungen und Vorstellungen, mit denen sie sich die Welt erklren. Durch Anregun-gen und Aktivitten im Elternhaus und im Kindergarten haben sie sich bereits vieles angeeignet. Daran knpft die Grundschule an. Der Schsische Bildungsplan fr Kinder-tageseinrichtungen und die Lehrplne fr die Grundschule bieten die inhaltliche Grundlage dafr, weil sie aufeinander abge-stimmt sind.

    Die Voraussetzungen der Kinder sind zu Schulbeginn sehr unterschiedlich. Jedes Kind wird in seiner Einzigartigkeit ange-nommen und so gefrdert, dass es sich ent-sprechend seinen Mglichkeiten und Inte-ressen optimal entwickeln kann. Kinder wollen zeigen, was sie knnen, wollen an-gespornt und gefrdert werden. Und sie wollen als Persnlichkeiten geach-tet werden. Ihre Freude am Wissenserwerb wird ebenso gefrdert wie der Stolz auf das eigene Knnen. Die schsische Grundschule ist zugleich leistungs- und kindorientiert.

    Die Grundschule hat die Aufgabe, grundle-gendes Wissen zu vermitteln, die Entwick-lung und Ausbildung von Methoden-, Lern- und Sozialkompetenz zu frdern sowie auf Werte zu orientieren. Die Kinder erwerben die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen, lernen systematisch eine Fremd-sprache und ben sich im Umgang mit dem Computer. In Verbindung mit den Kernbe-reichen Deutsch und Mathematik leisten die Fcher Sachunterricht, Werken, Kunst, Musik, Sport und Katholische Reli gion/Evangelische Religion/Ethik einen Beitrag zur ganzheitlichen Bildung. Besonderer Wert wird in der Grundschule in allen Fchern auf die sprachliche Bildung und die Lesefrderung gelegt.

    Ein Kind lernt in der Schule noch vieles mehr, zum Beispiel eigenstndiges Arbei-ten, die Fhigkeit, mit anderen Kindern ge-meinsam Lsungen fr Probleme zu finden, Verantwortung fr sich und andere zu bernehmen, Normen des sozialen Mitein-anders und Regeln fr den sorgsamen Um-gang mit der Natur. Hierbei wird das individuelle Lernen mit dem gemeinsamen Lernen verbunden.

    In Sachsen gibt es rund 850 Grund-schulen. Jhrlich beginnt fr ca. 30 000 Erstklssler die Schule.

  • 5RECHTLICHE GRUNDLAGEN

    Die Aufgabe der Grundschule leitet sich aus der Verfassung des Freistaates Sachsen, dem Schulgesetz und der Schulordnung fr die Grundschule ab. Weitere Informationen finden Sie unter: www.recht.sachsen.de

  • 6Lernen in der Schule

    Schritt fr Schritt erkunden Kinder die Welt, und man kann das Staunen der Kinder ber die Merkwrdigkeiten der Welt spren, ihre Neugier und Sinnsuche, mit der sie bis-her Unbekanntes in ihr Bild von der Welt integrieren. Jedes Kind begegnet Neuem vor dem Hintergrund persnlicher Erfah-rungen und Erwartungen. Die verschie-denen Ausgangsbedingungen bewirken ein unterschiedliches Herangehen und da-mit eine eigene Art und Weise der Wissens-verarbeitung. So geht jedes Kind seinen individuellen Lernweg.

    Kinder setzen sich stndig mit ihrer Um-welt auseinander. Ihr aktives Lernen zeigt sich im Zuhren, Schlussfolgern und Han-deln. Aus den persnlichen Erfahrungen und deren Verarbeitung werden Erkl-rungen fr neue Eindrcke entwickelt, ge-prft, verworfen oder besttigt. Fehler wer-den als Zwischenschritte auf dem Weg zum Ziel erkannt. Die Verbesserung fhrt zum Erfolg und gute Leistungen werden gelobt. So lernen die Kinder ihre persnlichen Str-ken und Schwchen einzuschtzen und den eigenen Lernweg zu gehen.

    Kinder sammeln Wissen, indem sie vorhan-denes Wissen und neue Erfahrungen ver-knpfen. So wird ein starkes und sicheres Wissensgerst aufgebaut.

    Beim Lernen gehen Kinder im Allgemeinen anders vor als Erwachsene: weniger syste-matisch und zielorientiert, dafr mehr han-delnd und ausprobierend. Sich auf solche entdeckenden Lernprozesse der Kinder einzulassen, bedeutet auch, mit Kindern in einen Dialog einzutreten, wie man am besten lernt, was man tun muss, um herauszufinden, was man wissen mchte. Es bedeutet, das Lernen selbst zum Gegen-stand des Lernens zu machen.

    Aus all diesen Punkten werden Schlussfol-gerungen gezogen fr das Lernen in der Grundschule. Jedes Kind lernt anders und das Wissen bildet sich nicht eins zu eins im Denken der Kinder ab. Lehrerinnen und Lehrer untersttzen die Schler dabei, sich individuell und auf ihre eigene Art dem neuen Wissen zu nhern. Dennoch sorgen sie dafr, dass alle Kinder auf einen gemein-samen, allgemeinen Bestand an Wissen zurckgreifen knnen.

    Jede Schule in Sachsen hat sich ein Schulprogramm gegeben, das die wichtigsten pdagogischen Schwerpunkte und Ziele festhlt.

  • 7Kinder mit sonderpdago-gischem FrderbedarfBei Kindern, die in ihren Bildungs-, Entwick-lungs- und Lernmglichkeiten beeintrch-tigt sind, kann ein sonderpdagogischer Frderbedarf vorliegen. Dieser wird auf der Grundlage eines diagnostischen Verfahrens festgestellt. Das Lehrpersonal bert die El-tern, an welcher Schule dem besonderen Frderbedarf am besten entsprochen wer-den kann. Grundsatz ist, so viel gemein-samen Unterricht wie mglich und so viel sonderpdagogische Frderung wie notwen-dig anzubieten.

    Fr Kinder mit sonderpdagogischem Fr-derbedarf besteht die Mglichkeit der Inte-gration in einer allgemein bildenden Grund-schule. Hier erfahren sie spezielle Unter-sttzung durch die Lehrerinnen und Lehrer. Oft bentigen die Kinder etwas mehr Zeit, um eine Aufgabe zu bewltigen. Manchmal sind sie darauf angewiesen, andere Wege beim Lernen zu finden. Kinder mit und Kin-der ohne sonderpdagogischen Frderbe-darf spielen und lernen gemeinsam. Beide profitieren davon, denn gegenseitige Rck-sichtnahme und Hilfsbereitschaft werden gestrkt und Berhrungsngste abgebaut.

    In Abhngigkeit von der Ausprgung des sonderpdagogischen Frderbedarfs kann die Aufnahme in eine Frderschule erfolgen. Kinder mit Behinderungen brauchen beson-dere Hilfsmittel: Je nach Behinderung sind das eigens ausgestattete Rume, individu-elle Unterrichtsmittel beziehungsweise Pfle-ge und Therapie. Die sonderpdagogisch ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer un-tersttzen und begleiten die Kinder durch individuelle Hilfen.

    Sowohl im gemeinsamen Unterricht als auch in Frderschulen erstellen Lehrer Frderplne und Entwicklungsberichte.

    ANSPRECHPARTNER

    ber die Mglichkeiten der sonderpdagogischen Frderung in einer Frderschule oder im gemeinsamen Unterricht in der Grundschule informiert die zustndige Regionalstelle der Schsischen Bildungsagentur (SBA).Die Adressen der entsprechenden Regionalstelle finden Sie im Anhang.

  • 8Die ersten Schuljahre

    Beim bergang vom Kindergartenkind zum Schulanfnger braucht es viele Helfer. Das letzte Kindergartenjahr wird in den Kinder-tageseinrichtungen als Schulvorbereitungs-jahr gestaltet. Schon mit der Anmeldung der Kinder fr die Schule ( jeweils im Zeit-raum vom 1. August bis 15. September vor dem Schulanfang) beginnt auch die Schuleingangsphase in Verantwortung der Grundschule. Die Kindertageseinrich-tungen und Grundschulen arbeiten in dieser Zeit eng zusammen. Die meisten Einrichtungen schlieen dazu Kooperati-onsvereinbarungen ab, wobei auch die Kin-der und Eltern aktiv einbezogen werden. Fr einen gelungenen Start in die Grund-schule sind die Etappen der Schuleingangs-phase grundlegend. Die Schuleingangsphase umfasst insgesamt die Anmeldung an der Grundschule, die Schulaufnahmeuntersu-chung Ihres Kindes durch eine Jugendrz tin oder einen Jugendarzt des ffentlichen Gesundheitsdie