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Einst & Jetzt: Bernau

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CULTURCON medien Redaktion: MOZ-Redaktion GmbH, Gitta Dietrich (Projekt-Betreuung) Gestaltung: Katja Gusovius und Kathrin Strahl, Berlin Druck: Silber Druck OHG, Niestetal Berlin / Wildeshausen 2012 Alle Rechte vorbehalten. ISBN 978-3-941092-81-5 Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Text of Einst & Jetzt: Bernau

  • 17

    CULTURCON medien

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    b E r N a u

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    ISBN 978-3-941092-81-5

    Der Sage nach soll es Albrecht der Br gewesen sein, der Bernau um 1140 grndete. Im Mittelalter erlebte die Stadt eine Bltezeit. Der Handel mit kstlichem Bier und hochwertigen Stoffen florierte. Hinter mchtigen Stadtmauern entstanden rund um St. Marien und Rathaus zahlreiche Brgerhuser. Zu DDR-Zeiten wurde Bernau zu einem Versuchsfeld

    von Ingenieuren und Architekten. Ziel war es, eine sozialistische Modellstadt anzulegen, in der sich al-ter Huserbestand und moderne Plattenbauten zu-sammenfgen sollten. In diesem Buch ist auf einem Streifzug durch die Stadt zu entdecken, wo das Alte die Zeit berdauerte und wo das Neue Einzug hielt.

    b E r N a u

    EINST uNd JETZT

  • EINST uND JETZTbErNau

    Texte:

    Horst Werner, Dieter Krause, Olav Schrder,

    Oliver Khler

    Fotos:

    Sergej Scheibe, Ulli Winkler, Sren Tetzlaff

    Historische Aufnahmen:

    Privatsammlungen Horst Werner, Dieter Krause

    Dank an Bernd Eccarius-Otto,

    Museumsleiter Stadt Bernau,

    und Irmgard Krystek

    Frank Mangelsdorf (Hg.)

  • EINST uND JETZTbErNau

    Texte:

    Horst Werner, Dieter Krause, Olav Schrder,

    Oliver Khler

    Fotos:

    Sergej Scheibe, Ulli Winkler, Sren Tetzlaff

    Historische Aufnahmen:

    Privatsammlungen Horst Werner, Dieter Krause

    Dank an Bernd Eccarius-Otto,

    Museumsleiter Stadt Bernau,

    und Irmgard Krystek

    Frank Mangelsdorf (Hg.)

  • 3Vielleicht hat es den Sieg der Bernauer Brger ber

    die Hussiten nie gegeben. Jedes Jahr aber gibt es in

    der Stadt das Hussitenfest, eine Zeitreise in jene

    Epoche, als Bernau wohlhabend und weithin be-

    kannt war und sich den Truppen des tschechischen

    Reformators Jan Hus mit Erfolg widersetzt haben

    soll. Der Reichtum von einst fand auch in den repr-

    sentativen Husern rund um St. Marien und dem

    Rathaus seinen Ausdruck. Doch die Bedeutung der

    Stadt ging im Laufe der Zeit verloren und die Bau-

    substanz litt.

    Vom Zweiten Weltkrieg nicht in Mitleidenschaft

    gezogen, waren viele der meist zweigeschossigen

    Fachwerkhuser der Stadt in den ersten Nachkriegs-

    jahrzehnten dem allmhlichen Verfall preisgegeben.

    Ingenieure und Architekten der Bauakademie der

    DDR erhielten die Aufgabe, Bernau nach sozialisti-

    schen Prmissen umzugestalten. Eine Modellstadt

    sollte entstehen, in der sich alter Huserbestand

    und moderne Plattenbauten zu einem einheitlichen

    Ganzen zusammenfgten. Sie sollte als Muster fr

    die Erneuerung mittelalterlicher Klein- und Mittel-

    stdte dienen. Dafr rissen die Planer einen Teil der

    maroden Gebude ab und entwickelten Wohnhuser

    aus dem seriellen Plattensystem, die sie in den alten

    Huserfluchten errichteten. Wie der Modellversuch

    geglckt ist, mag der Betrachter beurteilen. Noch

    heute prgt der Gegensatz zwischen alt und neu

    das Stadtbild. Von der Substanz des mittelalterli-

    chen Bernau blieben vor allem nur die den Stadtkern

    umgebende Feldsteinmauer sowie die Stadtkirche

    St. Marien erhalten, deren mchtiges Dach auch das

    neue alte Bernau gestalterisch berragt.

    Im vorliegenden Buch Einst und Jetzt ist beim

    Spaziergang durch die Straen des Ortes zu se-

    hen, wo historische Bauten die Wirren der Zeit

    berdauerten und wo die Moderne Einzug hielt.

    Es wird an ehemalige Eigentmer erinnert, an die

    Bcker, Zigarrenhndler und Kolonialwarenbesitzer

    von Bernau. Und es werden Anekdoten erzhlt, die

    sich an beinahe vergessenen Orten zutrugen. Fr

    alteingesessene Bernauer ist das Buch eine Reise

    in die Vergangenheit ihrer Stadt, fr Zugezogene

    eine Quelle, um etwas ber die Geschichte und die

    Geschichten ihrer neuen Heimat zu erfahren.

    Frank Mangelsdorf

    Chefredakteur der Mrkischen Oderzeitung

    Einfhrung

    ISBN 978-3-941092-81-5

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    CULTURCON medien Bernd Oeljeschlger Choriner Strae 1, 10119 Berlin Telefon 030 / 34398440, Telefax 030 / 34398442 Ottostrae 5, 27793 Wildeshausen Telefon 04431 / 9559878, Telefax 04431 / 9559879 www.culturcon.de

    Redaktion: MOZ-Redaktion GmbHProjekt-Betreuung: Gitta DietrichGestaltung: Katja Gusovius und Kathrin Strahl, BerlinDruck: Silber Druck OHG, NiestetalBerlin / Wildeshausen 2012Alle Rechte vorbehalten.

  • 3Vielleicht hat es den Sieg der Bernauer Brger ber

    die Hussiten nie gegeben. Jedes Jahr aber gibt es in

    der Stadt das Hussitenfest, eine Zeitreise in jene

    Epoche, als Bernau wohlhabend und weithin be-

    kannt war und sich den Truppen des tschechischen

    Reformators Jan Hus mit Erfolg widersetzt haben

    soll. Der Reichtum von einst fand auch in den repr-

    sentativen Husern rund um St. Marien und dem

    Rathaus seinen Ausdruck. Doch die Bedeutung der

    Stadt ging im Laufe der Zeit verloren und die Bau-

    substanz litt.

    Vom Zweiten Weltkrieg nicht in Mitleidenschaft

    gezogen, waren viele der meist zweigeschossigen

    Fachwerkhuser der Stadt in den ersten Nachkriegs-

    jahrzehnten dem allmhlichen Verfall preisgegeben.

    Ingenieure und Architekten der Bauakademie der

    DDR erhielten die Aufgabe, Bernau nach sozialisti-

    schen Prmissen umzugestalten. Eine Modellstadt

    sollte entstehen, in der sich alter Huserbestand

    und moderne Plattenbauten zu einem einheitlichen

    Ganzen zusammenfgten. Sie sollte als Muster fr

    die Erneuerung mittelalterlicher Klein- und Mittel-

    stdte dienen. Dafr rissen die Planer einen Teil der

    maroden Gebude ab und entwickelten Wohnhuser

    aus dem seriellen Plattensystem, die sie in den alten

    Huserfluchten errichteten. Wie der Modellversuch

    geglckt ist, mag der Betrachter beurteilen. Noch

    heute prgt der Gegensatz zwischen alt und neu

    das Stadtbild. Von der Substanz des mittelalterli-

    chen Bernau blieben vor allem nur die den Stadtkern

    umgebende Feldsteinmauer sowie die Stadtkirche

    St. Marien erhalten, deren mchtiges Dach auch das

    neue alte Bernau gestalterisch berragt.

    Im vorliegenden Buch Einst und Jetzt ist beim

    Spaziergang durch die Straen des Ortes zu se-

    hen, wo historische Bauten die Wirren der Zeit

    berdauerten und wo die Moderne Einzug hielt.

    Es wird an ehemalige Eigentmer erinnert, an die

    Bcker, Zigarrenhndler und Kolonialwarenbesitzer

    von Bernau. Und es werden Anekdoten erzhlt, die

    sich an beinahe vergessenen Orten zutrugen. Fr

    alteingesessene Bernauer ist das Buch eine Reise

    in die Vergangenheit ihrer Stadt, fr Zugezogene

    eine Quelle, um etwas ber die Geschichte und die

    Geschichten ihrer neuen Heimat zu erfahren.

    Frank Mangelsdorf

    Chefredakteur der Mrkischen Oderzeitung

    Einfhrung

    ISBN 978-3-941092-81-5

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    CULTURCON medien Bernd Oeljeschlger Choriner Strae 1, 10119 Berlin Telefon 030 / 34398440, Telefax 030 / 34398442 Ottostrae 5, 27793 Wildeshausen Telefon 04431 / 9559878, Telefax 04431 / 9559879 www.culturcon.de

    Redaktion: MOZ-Redaktion GmbHProjekt-Betreuung: Gitta DietrichGestaltung: Katja Gusovius und Kathrin Strahl, BerlinDruck: Silber Druck OHG, NiestetalBerlin / Wildeshausen 2012Alle Rechte vorbehalten.

  • Liebe Leserinnen und Leser,

    ich mchte Sie herzlich zu einem Spaziergang durch

    die Stadtgeschichte unsere Ortes einladen. Dieses

    Buch ist dazu wunderbar geeignet. Zu der Idee,

    Fotos von einst und jetzt gegenberzustellen und

    mit kurzweiligen Texten zu versehen, kann ich nur

    gratulieren. Bei dem einen werden dadurch Erinne-

    rungen an die Jugendzeit wach, der andere staunt,

    wie es am Ort frher aussah.

    Bernau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten

    stark verndert, sein Gesicht jedoch hat es immer

    behalten. So manches alte Haus fiel der Abrissbirne

    zum Opfer, doch unsere Stadtmauer mit ihren To-

    ren, Trmen und Wallanlagen hat die Jahrhunderte

    berlebt und prsentiert sich heute in neuer alter

    Schnheit. Die Stadtkernsanierung trgt gut sicht-

    bare Frchte.

    Wir bewahren und verndern. Sanierte Brgerhu-

    ser sind bei Wohnungssuchenden hei begehrt.

    Ebenso die Innenstadt-Plattenbauten. All das

    macht Bernau aus. Unsere Stadt wird lter, aber

    von Jahr zu Jahr attraktiver. berzeugen Sie sich

    selbst!

    Ihr

    Hubert Handke

    Brgermeister von Bernau

    Vorwort

  • Liebe Leserinnen und Leser,

    ich mchte Sie herzlich zu einem Spaziergang durch

    die Stadtgeschichte unsere Ortes einladen. Dieses

    Buch ist dazu wunderbar geeignet. Zu der Idee,

    Fotos von einst und jetzt gegenberzustellen und

    mit kurzweiligen Texten zu versehen, kann ich nur

    gratulieren. Bei dem einen werden dadurch Erinne-

    rungen an die Jugendzeit wach, der andere staunt,

    wie es am Ort frher aussah.

    Bernau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten

    stark verndert, sein Gesicht jedoch hat es immer

    behalten. So manches alte Haus fiel der Abrissbirne

    zum Opfer, doch unsere Stadtmauer mit ihren To-

    ren, Trmen und Wallanlagen hat