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Einst & Jetzt: Hennigsdorf

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CULTURCON medien Redaktion: MOZ-Redaktion GmbH, Gitta Dietrich (Projekt-Betreuung) Gestaltung: Katja Gusovius und Kathrin Strahl, Berlin Druck: Silber Druck OHG, Niestetal Berlin / Wildeshausen 2012 Alle Rechte vorbehalten. ISBN 978-3-941092-87-7 Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Text of Einst & Jetzt: Hennigsdorf

  • 18

    CULTURCON medien

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    ISBN 978-3-941092-87-7

    Als Wirtschaftsstandort hat sich Hennigsdorf in der Schienenfahrzeugtechnologie, der Stahlindustrie und seit neuestem auf dem Gebiet der Biotechnologie profiliert. Doch die Stadt vor den Toren Berlins hat weitaus mehr zu bieten. Das 1375 erstmals als Heyne-kendorp erwhnte Fischer- und Kosstendorf ist reich an landschaftlichen Reizen. Dazu gehren die Have-

    lauen genauso wie der Nieder Neuendorfer See und die Wlder am westlichen Stadtrand. Das historische Gebude-Ensemble rund um das Alte Rathaus ist vom wachsenden Selbstbewusstsein des Ortes Anfang des 20. Jahrhunderts geprgt. Heute lockt Hennigsdorf vor allem mit seinen modernen Strukturen und dem Woh-nen am Wasser.

    h E N N I g S d o r f

    EINST uNd JETZT

  • EINST uND JETZThENNIgSDorf

    Texte:

    Roland Becker

    Fotos:

    Ralf Nikolai, Nicole Scharmer

    Historische Aufnahmen:

    Stadtarchiv Hennigsdorf

    Norbert Barowski (10, 80), Ralf Nikolai (62),

    Peter Gabe (70), Archiv Riva Stahlwerk (44)

    Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern

    des Stadtarchivs Hennigsdorf.

    Frank Mangelsdorf (Hg.)

  • EINST uND JETZThENNIgSDorf

    Texte:

    Roland Becker

    Fotos:

    Ralf Nikolai, Nicole Scharmer

    Historische Aufnahmen:

    Stadtarchiv Hennigsdorf

    Norbert Barowski (10, 80), Ralf Nikolai (62),

    Peter Gabe (70), Archiv Riva Stahlwerk (44)

    Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern

    des Stadtarchivs Hennigsdorf.

    Frank Mangelsdorf (Hg.)

  • 3Viele Gste reiben sich verwundert die Augen:

    Erst zwei Dekaden sind vergangen, seit in Berlin

    die Mauer fiel und in Hennigsdorf gleich hinter der

    nordwestlichen Berliner Grenze eine entbehrungs-

    reiche Zeit endete. Doch mit der Wiedervereinigung

    erlebte die Stadt eine Renaissance, die in den ost-

    deutschen Bundeslndern ihresgleichen suchen

    drfte. Mit dem Bau der Mauer im Jahre 1961 war

    den Hennigsdorfern viel genommen worden: Die

    Freiheit, S-Bahn- und Straenverbindungen nach

    Berlin und nicht zuletzt der Zugang zum Nieder

    Neuendorfer See direkt vor ihrer Haustr.

    Vieles von dem, was den Brgern der Stadt schon

    zu DDR-Zeiten versprochen wurde, ist erst in den

    vergangenen 20 Jahren umgesetzt worden. Seit Be-

    ginn der Industrialisierung vor mehr als 100 Jahren

    mit der Ansiedlung der Stahl- und Lokomotivbauin-

    dustrie war das einstige Fischerdorf stetig gewach-

    sen. Nur auf das Stadtzentrum, das schon Anfang

    der 1960er Jahre in Aussicht gestellt wurde, muss-

    ten die Hennigsdorfer bis Mitte der 1990er Jahre

    warten. Heute befindet sich zwischen Havel- und

    Postplatz eine Fugngerzone und mit dem 1998

    erffneten neuen Bahnhofsgebude ein Eingangs-

    tor, das auch grostdtischen Ansprchen gengt.

    Das trifft ebenso auf den kommunalen und genos-

    senschaftlichen Wohnungsbestand zu. In Nieder

    Neuendorf entstanden zudem attraktive Wohn-

    viertel im Grnen. Jahrelang zogen vor allem ltere

    Berliner nach Hennigsdorf. Doch zunehmend wird

    die Stadt fr jngere Hauptstdter als Wohnort in-

    teressant auch dank der modernen und intakten

    Kita- und Schullandschaft.

    Sogar den wirtschaftlichen Strukturwandel hat die

    Stadt geschafft. Der kanadische Konzern Bombar-

    dier setzt den traditionellen Schienenfahrzeugbau

    fort, die italienische Riva-Gruppe die Stahlprodukti-

    on. Erst im vergangenen Sommer ist die aufwndi-

    ge Rekultivierung ausgedienter Stahlwerksflchen

    abgeschlossen worden. Dadurch entstand Platz fr

    neue Industrieansiedlungen. In der Nachbarschaft

    von Bombardier haben sich in den vergangenen

    Jahren bereits zahlreiche innovative Unternehmen

    niedergelassen, vor allem aus der Biotech-Branche.

    Mit Hennigsdorf wird ein Industriestandort assozi-

    iert. Doch ist das 1375 als Heynekendorp erstmals

    erwhnte Fischer- und Kosstendorf reich an land-

    schaftlichen Reizen nicht nur an den Havelauen

    und entlang des Nieder Neuendorfer Sees, sondern

    auch in den Wldern am westlichen Stadtrand.

    Kurz: Hennigsdorf ist eine moderne, lebenswerte

    Stadt. Sie knnen sich auf den folgenden Seiten

    davon berzeugen.

    Frank Mangelsdorf

    Chefredakteur

    Einfhrung

    ISBN 978-3-941092-87-7

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    CULTURCON medien Bernd Oeljeschlger Choriner Strae 1, 10119 Berlin Telefon 030 / 34398440, Telefax 030 / 34398442 Ottostrae 5, 27793 Wildeshausen Telefon 04431 / 9559878, Telefax 04431 / 9559879 www.culturcon.de

    Redaktion: MOZ-Redaktion GmbHProjekt-Betreuung: Gitta DietrichGestaltung: Katja Gusovius und Kathrin Strahl, BerlinDruck: Silber Druck OHG, NiestetalBerlin / Wildeshausen 2012Alle Rechte vorbehalten.

  • 3Viele Gste reiben sich verwundert die Augen:

    Erst zwei Dekaden sind vergangen, seit in Berlin

    die Mauer fiel und in Hennigsdorf gleich hinter der

    nordwestlichen Berliner Grenze eine entbehrungs-

    reiche Zeit endete. Doch mit der Wiedervereinigung

    erlebte die Stadt eine Renaissance, die in den ost-

    deutschen Bundeslndern ihresgleichen suchen

    drfte. Mit dem Bau der Mauer im Jahre 1961 war

    den Hennigsdorfern viel genommen worden: Die

    Freiheit, S-Bahn- und Straenverbindungen nach

    Berlin und nicht zuletzt der Zugang zum Nieder

    Neuendorfer See direkt vor ihrer Haustr.

    Vieles von dem, was den Brgern der Stadt schon

    zu DDR-Zeiten versprochen wurde, ist erst in den

    vergangenen 20 Jahren umgesetzt worden. Seit Be-

    ginn der Industrialisierung vor mehr als 100 Jahren

    mit der Ansiedlung der Stahl- und Lokomotivbauin-

    dustrie war das einstige Fischerdorf stetig gewach-

    sen. Nur auf das Stadtzentrum, das schon Anfang

    der 1960er Jahre in Aussicht gestellt wurde, muss-

    ten die Hennigsdorfer bis Mitte der 1990er Jahre

    warten. Heute befindet sich zwischen Havel- und

    Postplatz eine Fugngerzone und mit dem 1998

    erffneten neuen Bahnhofsgebude ein Eingangs-

    tor, das auch grostdtischen Ansprchen gengt.

    Das trifft ebenso auf den kommunalen und genos-

    senschaftlichen Wohnungsbestand zu. In Nieder

    Neuendorf entstanden zudem attraktive Wohn-

    viertel im Grnen. Jahrelang zogen vor allem ltere

    Berliner nach Hennigsdorf. Doch zunehmend wird

    die Stadt fr jngere Hauptstdter als Wohnort in-

    teressant auch dank der modernen und intakten

    Kita- und Schullandschaft.

    Sogar den wirtschaftlichen Strukturwandel hat die

    Stadt geschafft. Der kanadische Konzern Bombar-

    dier setzt den traditionellen Schienenfahrzeugbau

    fort, die italienische Riva-Gruppe die Stahlprodukti-

    on. Erst im vergangenen Sommer ist die aufwndi-

    ge Rekultivierung ausgedienter Stahlwerksflchen

    abgeschlossen worden. Dadurch entstand Platz fr

    neue Industrieansiedlungen. In der Nachbarschaft

    von Bombardier haben sich in den vergangenen

    Jahren bereits zahlreiche innovative Unternehmen

    niedergelassen, vor allem aus der Biotech-Branche.

    Mit Hennigsdorf wird ein Industriestandort assozi-

    iert. Doch ist das 1375 als Heynekendorp erstmals

    erwhnte Fischer- und Kosstendorf reich an land-

    schaftlichen Reizen nicht nur an den Havelauen

    und entlang des Nieder Neuendorfer Sees, sondern

    auch in den Wldern am westlichen Stadtrand.

    Kurz: Hennigsdorf ist eine moderne, lebenswerte

    Stadt. Sie knnen sich auf den folgenden Seiten

    davon berzeugen.

    Frank Mangelsdorf

    Chefredakteur

    Einfhrung

    ISBN 978-3-941092-87-7

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    CULTURCON medien Bernd Oeljeschlger Choriner Strae 1, 10119 Berlin Telefon 030 / 34398440, Telefax 030 / 34398442 Ottostrae 5, 27793 Wildeshausen Telefon 04431 / 9559878, Telefax 04431 / 9559879 www.culturcon.de

    Redaktion: MOZ-Redaktion GmbHProjekt-Betreuung: Gitta DietrichGestaltung: Katja Gusovius und Kathrin Strahl, BerlinDruck: Silber Druck OHG, NiestetalBerlin / Wildeshausen 2012Alle Rechte vorbehalten.

  • 5Liebe Leserinnen und Leser,

    50 Jahre Stadt Hennigsdorf dieses Jubilum

    mchten wir 2012 mit Ihnen feiern. Am 18. Mrz

    1962, ein dreiviertel Jahr nach dem Bau der Mau-

    er, wurde Hennigsdorf das Stadtrecht verliehen.

    Selbstverstndlich sind fnfzig Jahre fr eine

    Stadt kein hohes Alter und tatschlich existiert

    Hennigsdorf als Ort auch schon wesentlich lnger.

    Heynekendorp wurde erstmals 1375 im Landbuch

    der Churmark Brandenburg von Karl IV. erwhnt.

    Der wirtschaftliche Aufschwung begann Anfang

    des 20. Jahrhunderts mit der Ansiedlung der AEG,

    der Lokomotiv- und spter der Stahlproduktion. Bis

    1989 bestimmten diese beiden Industriezweige das

    Leben und Arbeiten in Hennigsdorf.

    Mit dem Mauerfall wurde ein neues Kapitel in der

    Stadtgeschichte aufgeschlagen. Der Ort bekam sein

    natrliches Umfeld zurck, die grne Umgebung

    und die Verbindung zur Hauptstadt Berlin. Hen-

    nigsdorf entwickelte und vernderte sich: Ein neues

    Zentrum, moderne und modernisierte Wohnhuser,

    Schulen