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H-Boot Trimm für FRITZ · PDF fileH-Boot Trimm für FRITZ-Segel Erfahrungen von Werner Fritz, Stefan Frauscher und anderen Spitzenseglern gesammelt und zusammengefaßt von Vincent

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  • H-Boot Trimm fr FRITZ - Segel Erfahrungen von Werner Fritz, Stefan Frauscherund anderen Spitzenseglerngesammelt undzusammengefat von

    Vincent Hoesch

    DAS FRITZ H-BOOT TRIMMBUCH H-Boot Allroundsegel von FRITZ decken den gesamten Wind- und Wellenbereich ab, sie sind sozusagen"alltagstauglich". Flachwasser auf Binnenseen, Chop vor Kiel oder Medemblik, unsere Segel sind immerdie richtige Wahl. Entscheidend fr die Geschwindigkeit bei jedem Segel, egal von welchem Hersteller,ist "der richtige Trimm". Damit wren wir auch schon beim Thema. Der "richtige Trimm" setzt ohnewenn und aber eine akribische Vorbereitung an Rigg und Boot voraus, sowie die genaue berprfungund Mglichkeit der Reproduktion mhsam erarbeiteter, schneller Einstellungen.

    Ist es nicht traurig, wenn Sie z.B. in Medemblik bei Chop schnell waren, aber zur Kieler Woche diesenperfekten Trimm nicht mehr finden, da Sie sich damals keine Notizen gemacht haben? Fast immer ist esnicht das Boot, die Segel, oder das Material, -nein-, meistens mu man sich nur an der eigenen Nase fas-sen. Aus diesem Grund haben wir am Ende dieser Anleitung eine Trimmbuchseite angehngt.

    Sie knnen diese Trimmseite heraustrennen, kopieren und ggf. zu einem Buch binden. Schreiben Sie nachjeder Wettfahrt, auch wenn Sie es als berflssig ansehen, Ihre Eindrcke bei der Wettfahrt auf, beson-ders den Trimm. Sie werden sehen, beim Studium der eigenen Unterlagen fllt Ihnen so mancher Fehlerauf, den Sie beim nchsten Mal vermeiden knnen.

    Jeder Spitzensegler macht dies, lernt daraus und wird sicherer und vertrauter im Umgang mit seinemBoot. Zudem ist es bei Weitem nicht so zeitaufwendig, als wenn Sie jedesmal den neuen Trimm vor demStart suchen mssen. Da hat man alle Hnde voll zu tun, um sich auf die Wettfahrt vorzubereiten.

  • I N H A L T S V E R Z E I C H N I S

    I. Einfhrung

    II. Trimmkurzbeschreibung

    III. Die lange Version

    Vor dem Aufriggen am liegenden Mast; Vorbereitungen und Markierungen.

    1. Riggtrimm............................................................................................................... Seite 5ff

    I ) Einflu und Zusammenspiel von Salingwinkel, Oberwanten, Unterwanten, Grobaumniederholer und Achterstag. A) OberwantenB) Unterwanten C) VorstagspannungD) Salingpfeilung und SalinglngeE) Mastfuposition und Mastfuausfhrung F) Vorstagslnge = MastfallG) AchterstagH) Zusammenfassung Riggtrimm

    2. Grosegeltrimm...................................................................................................... Seite 12ff

    A) GroschotB) UnterliekstreckerC) CunninghamholeD) GroschottravellerE) Grobaumniederholer ("Vang Sheeting")

    3. Focktrimm...................................................................................................... Seite 15ff

    A) Fockform am WindB) Fockschot C) FockhalsD) Fockfallverstellung

    E) Fockholepunkt (vor und zurck)F) Achterstags- und Wantenspannungseinflu auf die Fock

    4. Der erfolgreiche Spinnakertrimm.......................................................................... Seite 19ff

    5. Rudertrimm.............................................................................................................. Seite 21

    6. Mannschafts- und Gewichtstrimm........................................................................ Seite 21f

    7. Segelpflege................................................................................................................ Seite 22f

    A) Aufheien der SegelB) Falten und Aufbewahren der Segel

    8. Tips vom Fachmann................................................................................................. Seite 23

    9. FRITZ H-Boot Segelbeschreibung mit Bestellformular

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  • Trimmkurzbeschreibung

    1. Einstellen des Riggs:

    Bitte benutzen Sie fr alle Messungen an Ihrem H-Boot den neuen "LOOS GAUGE" den Sie beiFRITZ Segel oder Vincent Hoesch (Fax: 08051-3223) zum Preise von DM 209.- plus Fracht und Verpak-kung erwerben knnen. Alle von uns aufgefhrten Zahlen beziehen sich auf dieses Gert. Der Ansatz-punkt fr die Messungen mit dem LOOS GAUGE liegt bei 145cm ber Deck. Zur Erklrung: LE sind die gemessenen Einheiten mit dem LOOS GAUGE; MF = Mastfall mit derVorstagmessmethode ermittelt ; LW= Leichtwind; MW = Mittelwind und SW = Schwerwind.

    Oberwanten=OW: LW : 0 - 1,5 Bft: 27 LE bei MF 136 cm am VorstagMW (I) 1,5 - 3 Bft: 34 LE bei MF 136 cm am VorstagMW (II) 3 - 4 Bft: 36 LE bei MF 136 cm am VorstagSW: (I) 4,5 - 6 Bft: 37 LE bei MF 136 cm am Vorstag SW: (II) 6 - 8 Bft: 39-40 LE bei MF 136 cm am Vorstag

    Unterwanten=UW LW : 0 - 1,5 Bft: 20 LE bei ca. 3 cm MastvorbiegungMW (I) 1,5 - 3 Bft: 23 -25LE bei ca. 3 cm Mastvorbiegung MW (II) 3 - 4,5 Bft: 26 -28 LE bei ca. 4 cm MastvorbiegungSW: (I) 4,5 - 6 Bft: 29 -32 LE bei ca. 5 cm Mastvorbiegung SW: (II) 6 - 8 Bft: 33 -35 LE bei ca. 7 cm Mastvorbiegung

    Vorstagspannung: ca. Werte: LW: 16-18LE; MW (I): 19-21LE; MW (II): 22-24LE; SW(I): 26LE; SW(II) : 28 LE; alle Messungen mit getrimmten Rigg an Land oder im Wasser ohne Segel.

    Salingpfeilung und Empfohlene Lnge der Saling ist 83cm, die Salingpfeilung sollte 20cm betragen.Salinglnge : Messung: Spannen Sie einen Gummi oder eine Leine von einer Wante zur anderen.

    und messen Sie das Lot auf die Mastnut. Das optimale Ma: 19cm, besser 20cm. Beikurzen Salings = 75 cm lang, sollte dieses Ma 16cm betragen. Wir empfehlen auf je-den Fall die 83cm langen Salinge zu fahren! Mehr dazu in der langen Trimmausfh-rung. Malen Sie zwei Marken auf die Salinge, eine schwarze auf 40 cm und eine roteauf 45 cm vom Mast gemessen. (Siehe dazu S.5; #2......vor dem Maststellen.)

    Mastvorbiegung: Wir bestimmen die Mastvorbiegung im Bereich zwischen dem Masttop und Lm-melbeschlag, gemessen von der Masthinterkante. Zu diesem Zweck fixieren wir dasGrofall, da es am Lmmeleschlag und an der der Nut anliegt, spannen es und er-mitteln etwa in Salinghhe die grte Distanz zwischen Fall und Mast. Diesen Ab-stand nennen wir Mastvorbiegung!! Diese sollte wie folgt ausfallen: LWund MW(I)=3 cm; MW (II) =4 cm; SW:(I) =5cm; SW (II) =7cm;

    Mastfuposition: Gemessen wird die Mastfuposition von Mitte Vorstagansatzpunkt bis Mastvor-derkante. Sie sollte 240cm bis 242cm betragen. Die meisten Mastschuhe sind in derLngsschiffrichtung verstellbar und knnen daher ohne Aufwand auf diese Positioneingestellt werden.

    Mastfall: Spannen Sie das Vorstag an die Maststirnseite hinunter und markieren es mit einemFilzschreiber an der Bandoberkante ber dem Lmmel! (Siehe dazu S. 9)Vorstag wieder einhngen und die Distanz vom Decksoberkante, nicht vom Vorstagbeschlag, parallel am Vorstag bis zu dieser neu ermittelten Marke messen! Stellen Sie denVorstagspanner auf 136 cm ein und sichern Sie ihn. Dieser wird dannnicht mehr verndert!! (Abb: S. 9) Die komplizierte und ungenaue Memethode mitGrofall in Segelposition fixieren und zur Rumpf -Deckverbindung am Spiegel mes-sen, knnen Sie in Zukunft auer Acht lassen!!

    Achterstag: Das Achterstag ist ber 2,5 - 3Bft. das wichtigste Trimmittel und mu leicht verstell-bar sein.(empfohlene bersetzung1:16) Die Maximalspannung desAchterstages wirdmit dem "LOOS GAUGE" unter dem Leichtwind - Wantentrimm des Riggs ermittelt!Diese Maximalspannung sollte 28 LE betragen! Markieren Sie diese Stellung mit ei-nem Tape auf dem Achterstagsdraht, besser aber mit einem Filzschreiber auf einerweien Dyneemaleine oberhalb der Decksdurchfhrung. Weitere Marken und Mas-se in der langen Trimmausfhrung.

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  • 2. Grosegeltrimm:

    Groschot: Die achterlichen 30-40cm der obersten Segellatte sollten bei LW etwa parallel zumGrobaum stehen, bei MW(I) kann das Lattenende sogar leicht nach Luv zeigen,beiSW wird das Gro automatisch ffnen. Zeichnen Sie sich hierfr als Anhaltspunkteine oder mehrere Marken auf die Groschot und probieren Sie dies im Vergleichmit anderen Booten, bis Sie das "gute Gefhl" haben, bei dem der optimale Schot-zug liegt. Verndern Sie den Trimm entsprechend den ueren Bedingungen undnach Ihren Empfinden beim Steuern.

    Unterliekstrecker: Der Unterliekstrecker sollte nur in einem sehr engen Bereich auf der Kreuz gen-dert werden. Er wird bei gleichbleibenden Bedingungen auf dem Amwindkursgesetzt und dann selten verndert. Stellen Sie sicher, da er leicht zu bedienen ist,denn bei wechselnden Winden mssen Sie mit dem UL-Strecker spielen knnen. (empfohlene bersetzung 1 : 8 - 1 : 12). Das Unterliek des Grosegels sollte bei LWund MW eine leichte Falte parallel zum Grobaum bilden, bei SW mu eine starkeFalte parallel zum Baum sichtbar werden.

    Cunningham: Bei LW mu der Cunningham immer lose sein. Bei 3 Bft und mehr fixieren wir je-doch eine Leine, besser ein verstellbares Gurtband durch das Cunninghamauge umden Mast herum, was das Segel in diesem Bereich am Mast nach vorne hlt. Erst ab3 Bft. und mehr wird das Cunninghamhole so dicht gefahren, da die Falten hinterdem Mast verschwinden. ber 4-5 Bft. wird das Cunningham eher dicht gezogen.Aber auch bei Cunninghamzug empfehlen wir das Auge nach vorne um den Mastzu fixieren! ( Siehe dazu Zeichnung unter Cunningham S. 14)

    Grobaumnieder- Der Grobaumniederholer sollte auf Raum- und Vormwindkursen so dicht ge-holer: (= Vang) holt werden, bis die oberste Latte im letzten Drittel parallel zum Grobaum steht.

    Bei LW bis 0,5 Bft. sollte der Niederholer ganz offen sein, um o.g. TZ zu erreichen.Wirksamer Niederholertrimm ( =Vangtrimm) ist nur mit einer 1 : 16 bersetzungmglich. Eine 1 : 16 bersetzung, wenn diese auerhalb vom Baum gefhrt wirdund 1:32, wenn im Baum gefhrt. Bei SW mu man "Vang Sheeten", d.h. hoch amWind mit Baumniederholerzug fahren, um den

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