Hamburg: Green Logistics Capital

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HH-Landesfachkommission Logistik und Infrastruktur

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    Landesverband Hamburg

    Hamburg: Green Logistics CapitalLandesfachkommission Logistik und Infrastruktur

    DIE STIMME DER SOZIALEN MARKTWIRTSCHAFT

  • 3Hamburg, 01. September 2011

    Hamburg: Green Logistics Capital

    Landesfachkommission Logistik und Infrastruktur

    Thesen zur intelligenten Weiterentwicklung der Infrastruktur fr eine nachhaltige Logistik in der Metropolregion Hamburg

    Kommissionsvorsitz: Prof. Dr. Peer Witten

    Mitglieder der Kommission: Jens Beckmann, Marcus Bnning, Heinrich Goller, Werner Gruhl, Peter Hoffie, Prof. Dr. rer. pol. Wolfgang Kersten, Jan Kopfmann, Michael Kubenz, Ina Luderer, Ute Plambeck, Burkhard D. Sommer, Dr. Jrgen Vogt.

    Mitarbeit: Philipp Arndt

    Landesverband Hamburg

  • Hamburg: Green Logistics Capital

    INHALT

    Prambel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

    Zusammenfassung der Thesen und Forderungen des Wirtschaftsrates . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-6

    DetailberichtLogistik ist Wachstumsmotor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7Hamburg, die fhrende Logistikmetropole . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-8

    Sechs Thesen und Forderungen zur Weiterentwicklung der Logistikmetropole Hamburg 1. Bereits die effiziente Nutzung vorhandener Infrastruktur bietet erhebliche

    Wachstumspotentiale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-9

    2. Langfristige Wettbewerbsfhigkeit erfordert den intelligenten Ausbau der Infrastruktur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-11

    3. Green Logistics bietet eine dauerhaft konomische Perspektive fr Hamburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Green Transportation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-15 Green Facilities . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-16 Green Ports . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16-18

    4. Verlssliche Rahmenbedingungen sind Voraussetzungen fr eine stabile Zukunftsentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

    5. Durch Schulterschluss von Wirtschaft und Wissenschaft wird eine Innovationsfhrerschaft in der Logistik erreicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18-20

    6. Organisatorische Konsequenzen und Prsenz nach Auen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

    Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

  • 5Pambel

    Hamburg versteht sich bereits heute als grne Logistikmetropole. Durch die frhzeitige politische Ausrichtungauf umweltschonendes Wirtschaften konnte sich Hamburg in den letzten Jahren schrittweise zu einer grnenLogistikhauptstadt entwickeln. Dies wird auch durch die Vergabe des Titels Europas Umwelthauptstadt 2011von der Europischen Kommission belegt:

    Die Hansestadt Hamburg hat mit ihrem Stadthafen eine exzellente Infra- und Suprastruktur. Aufgrundder gnstigen geographischen Lage erreicht das Schiff intermodale Schnittstellen fr den inter konti -nentalen Warenhandel fr Nordeuropa, die weit in das Festland reichen.

    Hamburg hat eine beispielhafte Schienenanbindung und verfgt ber den grten RangierbahnhofEuropas.

    Der Stadtflughafen bietet internationale Verbindungen und ist schnell erreichbar. Zahlreiche ffentliche und private Projekte haben in der Metropolregion eine Vorreiterrolle in der grnen

    Logistik eingenommen. Seit lngerem folgen sie dem Grundgedanken der Nachhaltigkeit.

    Zusammenfassung der Thesen und Forderungen des Wirtschaftsratesl

    Hamburg hat bereits in den vergangenen Jahren bewiesen, dass der wachsende kologische Anspruch nichtim Wiederspruch zur konomie steht, im Gegenteil: Green Logistics schafft eine dauerhafte konomischePerspektive. Die Politik sollte hierfr die Unternehmen bei ihren kologischen Aktivitten untersttzen undInnovationen frdern. Mit dem Titel Umwelthauptstadt kann sich Hamburg international positionieren undmuss diese Chance zur weiteren Strkung nachhaltigen Wirtschaftens nutzen. Zur Sicherung und Weiterent-wicklung Hamburgs als Green Logistics Capital sind jedoch konsequente Schritte notwendig, die in folgendenThesen zusammengefasst sind:

    1. Bereits die effizientere Nutzung vorhandener Infrastruktur bietet erhebliche Wachstumspotentiale Unter Einsatz von Telematiksystemen sollte ein intelligentes Verkehrsmanagement ausgebaut werden,

    durch das der Verkehrsfluss besser gesteuert und hhere und gleichmige Auslastungsgrade ermglicht werden.

    Baustellen- und Unfallstrmanagement mssen beschleunigt und der Lang-LKW zugelassen werden.

    Durch die Einrichtung einer Bahnleitzentrale im Hamburger Hafen wird die Schienenkapazitt merklich erhht.

    2. Langfristige Wettbewerbsfhigkeit erfordert den intelligenten Ausbau der Infrastruktur Die Fahrrinnenanpassung der Unter- und Auenelbe ist aufgrund der Schiffsgrenentwicklung

    unerlsslich. Die Verlngerung der A 26 und der Bau der A 252 (Hafenquerspange) sind fr die Landanbindung

    dringend erforderlich. Langfristig ist der Autobahnring samt Ost-Umgehung notwendig. Der umweltschonende Schienengterverkehr sowie die Leistungsfhigkeit des Hafens mssen mit

    der Y-Trasse gestrkt werden.

    Landesverband Hamburg

  • Hamburg: Green Logistics Capital

    3. Green Logistics bietet eine dauerhafte konomische Perspektive fr HamburgLangfristiges Wirtschaftswachstum ist in Hamburg nur mit grner Logistik mglich: Die Seeschifffahrt ist weiter zu strken, Emissions-Grenzwerte mssen in Europa einheitlich sein, um

    Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Intermodale Schnittstellen zur Bahn sind auszubauen. Die Schiffbarkeit von Unter- und Oberelbe muss gewhrleistet werden. Im Hafenhinterlandverkehr sind Investitionen in die Infrastrukturanbindung der Schiene erforderlich,

    um die Schiene in bi- und trimodale Transportketten effizienter einzubinden. Der kombinierte Verkehr ist durch Schnittstellenoptimierung und verkehrsbergreifende Informa-

    tionsbereitstellung zu frdern. Im Straengterverkehr sind innovative Anstze zum Umweltschutz zu frdern. Langfristig bedarf

    es des flchendeckenden Ausbaus der Suprastruktur fr Elektro-, Hybrid- und Erdgasfahrzeuge.

    4. Verlssliche Rahmenbedingungen sind Voraussetzungen fr eine stabile Zukunftsentwicklung Der Wirtschaftsrat spricht sich gegen eine mgliche Einbeziehung von Hafendienstleistungen in eine

    allgemeine europische Richtlinie zur Regelung von Konzessionen aus. Der Wirtschaftsrat appelliert an den Hamburger Senat, seine Zusagen gegenber den betroffenen

    Hafenunternehmen in der heutigen Freizone einzuhalten und drngt auf einen wirtschafts freund- lichen Transformationsprozess.

    5. Durch Schulterschluss von Wirtschaft und Wissenschaft wird eine Innovationsfhrerschaft in der Logistik erreicht Dringend erforderlich ist der Aufbau eines Lehrstuhls fr Verkehrs- und Transportwirtschaft in

    Hamburg, der auf national und international wettbewerbsfhigem Spitzenniveau angesiedelt werden muss.

    Institutionalisierung des Austauschs zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zur besseren Bercksich- tigung industrieller Bedarfe in Forschung und Lehre.

    Durch weitere Frderung des Clusters Logistik sollte eine noch bessere Vernetzung aller Akteure erfolgen und gleichzeitig eine Kaderausbildung erreicht werden.

    6. Organisatorische Konsequenzen und Prsenz nach AuenEine Bndelung der Krfte nach innen und eine aktivere Prsenz nach auen strkt Hamburgs Position in der Logistik: Die Bereiche Wirtschaft, Infrastruktur und Verkehr sollten in einer Behrde zusammengefasst

    werden. Hamburg sollte seine Prsenz in Berlin und Brssel verstrken und seine Netzwerke weiter ausbauen. Die Wirtschafts- und Logistikmetropole Hamburg sollte international noch strker vermarktet werden.

    Hierzu bedarf es eines geschlossenen Marketingkonzepts aus einer Hand.

    6

  • 7Detailbericht

    Logistik ist WachstumsmotorDeutschland wurde im vergangenen Jahr in dem von der Weltbank verffentlichten Logistics Performance Index,der die Attraktivitt von 155 Lndern als Logistikstandort bewertet, erstmals zum besten Logistikstandort derWelt gekrt. Die Einwohnerzahl, der hohe Wohlstand, die zentrale Lage in Europa, die vergleichsweise gut aus-gebaute Infrastruktur sowie die polyzentrische Wirtschaftsstruktur untersttzen Deutschland als Logistik-weltmeister.

    In den letzten fnf Jahren betrug das nominelle Wachstum der Logistikindustrie im Durchschnitt jhrlichsieben Prozent und liegt damit deutlich ber dem Bruttoinlandsprodukt. Auch in den nchsten zehn Jahrenkann die Logistik mit einem nominalen Wachstum von rund vier Prozent pro Jahr rechnen. Es ist Aufgabe derWirts