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health economy medianet INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY. FREITAG, 3. JULI 2015 – 37 DIE NEUE APP FÜR MEHR THERAPIESICHERHEIT BEI TRANSPLANTATIONSPATIENTEN myOrgan Fortschritt bis ins Detail myOrgan für iPhone myOrgan für Android ratioDolor ® akut Die schnelle Rettung bei Schmerzen! • Wirkt rasch, wenn‘s darauf ankommt! • Auch mit 400 mg - für noch stärkere Wirkung. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker. AU/OTC-CH/14/0019d Arzneimittel-Versand läuft nur stockend an Onlinehandel Nach der Öffnung des Versandhandels für rezeptfreie Medika- mente durch österreichische Apotheken zeigt sich, dass das Interesse mager ist. Nur acht Apotheken ließen sich registrieren, erst fünf sind online. Seite 38 © Österreichische Apothekerkammer/APA-Fotoservice/Preiss; Österreichische Post AG; Montage: B. Schmid INHALT Healthcare > Privatuni startet ab Herbst Medizinstudium 38 > Ärzte-Diskussion um Kontrolle von Sozialbetrug 38 > WGKK leidet unter hohen Arzneimittel-Preisen 39 Pharmareport und Lifescience > Actelion erweitert das Portfolio im Impfgeschäft 40 > Neues Startup forscht im Bereich Tuberkulose 40 Medizintechnik und eHealth > Europa: Übernahmen im Labogeschäft 41 > Politisches Hickhack über Medaustron 41 KOSTENÜBERSCHREITUNG Das neue Krankenhaus Wien-Nord wird nun doch rund zehn Prozent teurer Seite 39 DEBATTE ÜBER VORSORGE Krankenkassen und Ärzte diskutieren über Geld für Vorsorgeuntersuchungen Seite 41 REFORM LÄNDER UND BUND VERHANDELN © Ortenau Klinikum © Land OÖ/Kraml © APA/R. Jäger SHORT Studie „Inkontinenz ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Den- noch ist das Volksleiden ein Tabuthema. In Österreich leidet ein Großteil der etwa eine Million Betroffenen still und aus falschem Schamge- fühl“, erklärt Max Wunderlich, Präsident der Medizinischen Kontinenzgesellschaft (MKÖ), die brisante Situation für Men- schen mit Inkontinenz anläss- lich der heurigen Welt-Konti- nenz-Woche. Astellas Pharma und die MKÖ initiierten mit dem Gallup Institut die Umfra- ge mit dem Ziel, Patienten eine Stimme zu geben. Seite 40 Investition Die Unterneh- mensgruppe Wozabal ist auf Wachstumskurs. Im Sinne eines organischen Wachstums und mit dem klaren Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit noch stärker abzusichern und aus- zubauen, investierte Wozabal in Enns rund 14 Mio. € in die Standortoptimierung. Zusätz- lich zum bestehenden Medi- zinproduktezentrum wurde eine neue Halle errichtet und auf drei Ebenen zu einer der modernsten Wäschereien Eu- ropas ausgebaut. Neben den Medizinprodukten wird nun die gesamte Stationswäsche für das Gesundheitswesen in Enns aufbereitet. Seite 41 © Med. Kontinenzgesellschaft Österreich © cityfoto.at Apothekerverbandspräsident Christian Müller-Uri sieht den Versandhandel skeptisch und ortet fehlende Information in der Bevölkerung.

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  • healtheconomymedianet inside your business. today. Freitag, 3. Juli 2015 37

    DIE NEUE APP FR MEHR THERAPIESICHERHEIT BEI TRANSPLANTATIONSPATIENTEN

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    ratioDolor akutDie schnelle Rettung bei Schmerzen!

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    Auch mit 400 mg - fr noch strkere Wirkung.

    ber Wirkung und mgliche unerwnschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker. AU/OTC-CH/14/0019d

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    Arzneimittel-Versand luft nur stockend an

    Onlinehandel nach der ffnung des Versandhandels fr rezeptfreie Medika-mente durch sterreichische apotheken zeigt sich, dass das interesse mager ist. nur acht apotheken lieen sich registrieren, erst fnf sind online. Seite 38

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    Healthcare> Privatuni startet ab Herbst

    Medizinstudium 38> rzte-Diskussion um

    Kontrolle von Sozialbetrug 38> WGKK leidet unter hohen

    Arzneimittel-Preisen 39

    Pharmareport und Lifescience> Actelion erweitert das

    Portfolio im Impfgeschft 40> Neues Startup forscht

    im Bereich Tuberkulose 40

    Medizintechnik und eHealth> Europa: bernahmen

    im Labogeschft 41> Politisches Hickhack

    ber Medaustron 41

    Kostenberschreitung

    Das neue Krankenhaus Wien-Nord wird nun doch rund zehn Prozent teurer Seite 39

    Debatte ber Vorsorge

    Krankenkassen und rzte diskutieren ber Geld fr Vorsorgeuntersuchungen Seite 41

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    Studie Inkontinenz ist eine der hufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Den-noch ist das Volksleiden ein Tabuthema. In sterreich leidet ein Groteil der etwa eine Million Betroffenen still und aus falschem Schamge-fhl, erklrt Max Wunderlich, Prsident der Medizinischen Kontinenzgesellschaft (MK), die brisante Situation fr Men-schen mit Inkontinenz anlss-lich der heurigen Welt-Konti-nenz-Woche. Astellas Pharma und die MK initiierten mit dem Gallup Institut die Umfra-ge mit dem Ziel, Patienten eine Stimme zu geben. Seite 40

    Investition Die Unterneh-mensgruppe Wozabal ist auf Wachstumskurs. Im Sinne eines organischen Wachstums und mit dem klaren Ziel, die Wettbewerbsfhigkeit noch strker abzusichern und aus-zubauen, investierte Wozabal in Enns rund 14 Mio. in die Standortoptimierung. Zustz-lich zum bestehenden Medi-zinproduktezentrum wurde eine neue Halle errichtet und auf drei Ebenen zu einer der modernsten Wschereien Eu-ropas ausgebaut. Neben den Medizinprodukten wird nun die gesamte Stationswsche fr das Gesundheitswesen in Enns aufbereitet. Seite 41

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    Apothekerverbandsprsident Christian Mller-Uri sieht den Versandhandel skeptisch und ortet fehlende Information in der Bevlkerung.

  • 38 healtheconomy cover Freitag, 3. Juli 2015

    KOMMentar

    Und wieder stockt die Reform

    Martin rMMele

    In diesen Tagen starten die Gesprche zum Finanzausgleich zwischen Bund, Lndern und Gemeinden. Zentrales Thema ist dabei auch die Spitalsfinanzierung, fr die die Lnder zustndig sind. Die Krankenkassen, die pauschal ein Drittel ihrer Einnahmen in einen Topf zahlen, drfen nicht mitreden. Umgekehrt zahlen sie den niedergelassenen Bereich.

    Seit zwei Jahrzehnten wird dieses Parallelsystem nun schon kritisiert, weil es teure Doppelgleisigkeiten produziert und keine optimale Steuerung bietet. Mit der neuen Gesundheitsreform soll das eigentlich verndert werden. Das Problem dabei: Zwei der grten Bundeslnder befinden sich bekanntlich mitten im Landtagswahlkampf Wien und Obersterreich. ber Krzungen im Spitalsbereich redet da kein Politiker gern. Zuletzt wurde gerade in der Steiermark eine Regierung fr eine Krankenhausreform vom Whler abgestraft.

    Findet in den Finanzausgleichsverhandlungen allerdings kein Durchbruch statt, so blockiert das eine echte Reform des Gesundheitswesens wiederum fr mehrere Jahre. Und das kostet den Steuerzahler und die Sozialversicherungsbeitragszahler dann weitere Milliarden. Vor allem aber zementiert es eine ungesunde Versorgung fr die Patienten.

    Arzneimittel Seit wenigen Tagen drfen sterreichische Apotheken rezeptfreie Medikamente online verkaufen

    versandhandel: Nur wenig Apotheken gehen online

    Wien. sterreichische Apotheken drfen seit wenigen Tagen wie be-richtet rezeptfreie Medikamente ber das Internet verkaufen. Der Online-Versand ist ausschlie-lich ber Apotheken, nicht etwa ber Drogerien oder Supermrkte, mglich. Alle Apotheken, die vom Online-Versand Gebrauch machen mchten, mssen ihre Ttigkeit dem Bundesamt fr Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) melden. Die hohen Qualittsvorgaben und der Versand ausschlielich ber Apotheken schtzen die Konsu-mentinnen und Konsumenten vor Arzneimittelflschungen und er-hhen die Arzneimittelsicherheit, argumentiert Gesundheitsministe-rin Sabine Oberhauser.

    Spannung ber Marktanteil

    Kurz nach der Marktffnung zeigt sich nun Eines: Das Interes-se bei den rund 1.300 Apotheken in sterreich ist endenwollend. Ge-rade einma acht Apotheken haben sich registrieren lassen, nur fnf davon sind bereits online. Damit ist man noch weit von jenen Zahlen entfernt, mit denen das Gesund-heitsministerium rechnet. Dort geht man in der sogenannten Fern-absatzverordnung, die den Ver-sandhandel regelt, davon aus, dass bis zu zehn Prozent der heimischen Apotheken eine Onlineapotheke aufsperren werden. Handelsexper-ten wiederum rechnen mit einem Marktanteil fr Onlineapotheken von bis zu zehn Prozent.

    Das Problem dabei: Die Kunden kennen sich kaum aus. Laut ei-ner vom Gesundheitsministerium in Auftrag gegebenen Studie zum Thema Online-Versand von Me-dikamenten in sterreich ist der

    Wissensstand ber die Regelung des Medikamentenhandels im In-ternet in sterreich gering. Eine re-lative Mehrheit von 46% ist flsch-licherweise der Meinung, dass rezeptfreie Medikamente in ster-reich bereits bisher online verkauft werden durften. Von der aktuellen Gesetzesnderung haben 80% noch nichts gehrt; gleichzeitig wird sie von 58% der Befragten begrt, und rund 70% der Befragten be-werten sie als eine Erleichterung im Alltag. Rund 54% erwarten sich auch eine Verbilligung von Medi-kamenten durch die neue Mglich-keit des Online-Versands.

    Der geringe Wissensstand um die legalen Mglichkeiten des Kaufs von Medikamenten ber das Internet in Verbindung mit der po-

    sitiven Einstellung gegenber dem Online-Versand von rezeptfreien Medikamenten durch sterrei-chische Apotheken zeige, dass Auf-klrung dringend notwendig ist, sagt Apothekerverbandsprsident Christian Mller-Uri. Die Gefahr, Flschern auf den Leim zu gehen, sei sehr gro. Gemeinsam mit dem BASG startet das Gesundheitsmi-nisterium daher die Aufklrungsi-nitiative Medikamente im Internet kaufen? Wissen Sie wirklich, was Sie bekommen? Mit Info-Foldern, Info-Schaltungen in den groen Tagesmedien und auf der Home-page wollen wir die Bevlkerung von der neuen Mglichkeit des Online-Versands von rezeptfreien Medikamenten informieren und sie gleichzeitig ber die Gefahren

    aufklren, die der Einkauf bei ille-galen Anbieterinnen und Anbietern birgt, erklrt Oberhauser.

    Warnung vor Flschungen

    Jhrlich werden nmlich groe Mengen geflschter Arzneimittel beschlagnahmt, die im Internet bei illegalen Hndlern bestellt werden. Den Herstellern dieser Produkte gelingt es immer fter, verbotene und potenziell gefhrliche Fl-schungen uerlich tuschend echt aussehen zu lassen. Im Gegensatz zu Originalprparaten werden Arz-neimittelflschungen jedoch fast ausnahmslos unter unbekannten und unkontrollierten Bedingungen produziert und stellen somit ein massives Gesundheitsrisiko dar.

    Martin rMMele

    Zwischenbilanz zeigt: Bisher haben sich nur wenige Apotheken fr den Versandhandel registriert.

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    Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser warnt vor geflschten Arzneimitteln und hat Regelungen fr Onlinehandel fixiert.

    Lnder O am Zug

    Fokus PflegeLinz. Obersterreichs Landes-hauptmann Josef Phringer (VP) bernahm am 1. Juli den Vorsitz in der Landeshauptleu-te-Konferenz und hat neben-bei noch eine Landtagswahl zu schlagen. Das herausfordernds-te Thema drfte fr Phringer neben der Asyldebatte und dem Finanzausgleich die Finanzie-rung von Krankenanstalten und Pflege werden.

    Zum besonderen Schwer-punkt zhlt fr Phringer die Pflege: Pflege ist ein Menschen-recht, sie msse unabhngig vom Einkommen leistbar sein. Er hat sich daher die Attrakti-vierung der Pflegeberufe auf die Fahnen geschrieben, um junge Menschen zu motivieren, in die-sem Bereich zu arbeiten.

    Ein groer Brocken sind auch die Verhandlungen zum Finanz-ausgleich, die im Oktober begin-nen und nach den Vorstellungen von Finanzminister Hans Jrg Schelling (VP) bis Mitte 2016 abgeschlossen sein sollen. Da-mit verbunden ist auch die Krankenhausfinanzierung in den Bundeslndern. (red)

    Wien. Insgesamt 180 Studenten knnen ab diesem September ein Studium der Human-, der Zahn-medizin oder der Pharmazie an der Sigmund Freud Privatuniversitt (SFU) in Wien beginnen. Bachelor-und Masterstudium dauern zu-sammen sechs Jahre, die Kosten belaufen sich auf 11.000 pro Se-mester, erklrte SFU-Rektor Alfred Pritz bei der Vorstellung des neuen Programms. Anmelden knnen sich Interessenten bis 21. August.

    Ein Medizin-Studium an der SFU laufe etwas anders ab als an ffentlichen Unis, erklrte Pritz. Bereits ab Studienbeginn sollen die Studenten in Kontakt mit Patienten in einem der Partnerkrankenhu-ser der Wiener Vinzenz-Gruppe und den Husern der Barmher-zigen Brder treten. Pro Semester soll jeweils etwa gleich viel Zeit an der SFU und bei den Patienten ver-bracht werden. Die Studien sind in Blocks aufgebaut, die in kleineren Tests abgeprft werden.

    650 Euro fr Aufnahmetest

    Auch das Aufnahmeverfahren wird anders gestaltet, dieses findet in der letzten August-Woche statt. Zu durchlaufen sind dabei zehn Stationen, bei denen jeweils kurze Interviews gefhrt werden. Kosten allein fr das Aufnahmeverfah-ren: 650 . Bis zum Abschluss des Bachelor-Studiums nach drei Jah-ren durchlaufen Humanmediziner, Pharmazeuten und Zahnmediziner die Ausbildung gemeinsam; danach erfolgt eine Auffcherung in die ebenfalls dreijhrigen aufbauenden Masterstudien. (red)

    Sigmund Freud Privatuni Akkreditierte Medizinfcher

    11.000 Euro pro Studiensemester

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    SFU-Rektor Alfred Pritz stellte das neue Studienkonzept in Wien vor.

    Wien. Die rztekammer hofft, ge-plante Manahmen zur Sozialbe-trugsbekmpfung im Gesundheits-bereich noch abwenden zu knnen. Jngste uerungen von VP-Gesundheitssprecher Erwin Ra-singer und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SP) machen mir Mut, sagte Prsident Artur Wechselberger. Die Kammer luft vor allem gegen das geplante Mys-tery Shopping durch falsche Pati-enten der Sozialversicherungen in

    Arztpraxen Sturm. Um den E-Card-Missbrauch und das Erschleichen von Krankenstnden zu verhin-dern, wrde dabei die gesetzlich sanktionierte Bespitzelung von rzten und Patienten eingefhrt.

    Streit um Primrversorgung

    Dies wre unsachlich, berschie-end und unverhltnismig, fin-det man bei der Kammer und hat nun auch eine entsprechende Re-solution verabschiedet. Die rzte fhlten sich von dem untragbaren Ansinnen in ihren Grundfesten bedroht, sagte Wechselberger. Die Kammer verschickte deshalb Briefe an alle Mandatare im Nationalrat. Wir gehen davon aus, dass die Abgeordneten nicht einem Gesetz zustimmen werden, wo jeder s-terreicher unter Generalverdacht steht. Sorgen machen der rzte-kammer auch Plne des Ministeri-ums fr ein eigenes Primrversor-gungsgesetz, wodurch die von der Kammer verhandelten Gesamtver-trge und die Einbindung in die Stellenplanung infrage gestellt w-ren. Wenn wir das hren, blinken alle Warnleuchten. (red)

    Sozialbetrugsbekmpfung rztekammer macht mobil

    Diskussion um rztebespitzelung

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    rztekammerprsident Wechselberger sieht schon alle Warnleuchten blinken.

  • cher zuordnen. Daher gehen wir davon aus, dass sie durch Scha-denersatzansprche und Versi-cherung zurckflieen, erklrt Thomas Balazs, stellvertretender Generaldirektor des KAV. Bisher habe man bereits zwlf Versiche-rungsmeldungen sowie eine Fest-stellungsklage gegen die Firma, die fehlerhafte Statikberechnungen an-gestellt hat, eingereicht. Ursprng-lich waren fr das Riesenprojekt 954 Mio. veranschlagt gewesen mit Mehrkosten von zehn Prozent kommt der Gesamtbetrag nun auf 1,049 Mrd. . Die Verzgerungen liegen nicht in der Verantwortung des KAV, betonte Balazs. Man ha-

    be umgehend darauf reagiert und die Bauherrenrolle des KAV sowie das Controlling verstrkt, erklrte er. Mit weiteren Mehrkosten rech-ne er derzeit nicht.

    Derzeit luft auch das Clearing-Verfahren mit den Firmen, die fr den Einbau der Haustechnik verantwortlich sind. Es soll im Sommer abgeschlossen sein und nicht nur den endgltigen Schaden beziffern, den die Haustechnikfir-men aufgrund der Verzgerungen geltend machen, sondern auch ei-nen neuen verbindlichen Zeitplan fixieren. Die Gesprche liefen gut, besttigte auch ein Sprecher des Haustechnik-Konsortiums.

    HEALTH:CARE healtheconomy 39Freitag, 3. Juli 2015

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    Investitionskosten Krankenhaus Wien Nord wird um 95 Millionen Euro teurer als geplant und berschreitet die Grenze von einer Milliarde Euro

    Schon wieder ein teures Spital Ina SchrIebl

    Wien. Dass sterreich die wohl teuersten Krankenhuser in Euro-pa hat, ist bekannt. Meist ist dabei aber der laufende Betrieb gemeint. Nun wird auch der Bau eines Kran-kenhauses teurer als geplant. Mit Blick auf das AKH hat aber auch das eine gewisse Tradition in der Bundeshauptstadt. Konkret wird das Krankenhaus Nord um zehn Prozent und damit um gut 95 Mio. teurer als geplant. Auch die Fer-tigstellung verzgert sich von ur-sprnglich 2016 auf Juni 2017. Grund dafr sind Fehler in der Statikberechnung sowie der Kon-kurs einer Fassadenbaufirma be-ziehungsweise die daraus entste-henden Folgekosten. Allerdings: Die Hlfte der Mehrkosten will sich der Krankenanstaltenverbund (KAV) zurckholen.

    Circa die Hlfte der Mehrkosten knnen wir direkt einem Verursa-

    Die Fertigstellung des Groprojekts verzgert sich von 2016 auf 2017.

    Der Wiener Krankenanstaltenverbund will die Mehrkosten wieder hereinholen.

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    Arzneipreise Debatte

    Teuer wie GoldWien. Die Wiener Gebietskranken-kasse schlgt Alarm: Die Kosten fr Heilmittel stiegen dramatisch an, berichtete Ingrid Reischl, Ob-frau der WGKK. Belastend sei vor allem das neue Hepatitis-C-Prpa-rat Sovaldi: Eine Packung kostet aktuell 14.270 . Die Pillen werden gegen Hepatitis C eingesetzt, wenn die Leberentzndung bereits chro-nisch geworden ist. Bis zu vier Pa-ckungen werden pro Patient ben-tigt, Gesamtkosten etwa 50.000 .

    Deswegen habe die WGKK heuer bereits 30,3 Mio. bezahlt nicht zuletzt, weil viele Patienten mit He-patits C in Wien leben. Insgesamt erwarte sich die Kasse ein Jahres-minus von 64 Mio. . Es ist das erste Minus in meiner Funktions-periode, sagt Reischl. Ihre Kritik: In anderen Lndern wie gypten koste das Medikament nur 300 . Sie fordert eine gesetzliche Rabatt-pflicht fr die Pharmabranche.

    Streit um Rabatte

    Die Entwicklungskosten betru-gen fr den Hersteller mehr als zehn Mrd. , und das Medikament ist das erste, das heilt und nicht chronifiziert nach Ende der The-rapie ist keine Behandlung mehr notwendig. Daran erinnert Jan Oliver Huber, Generalsekretr der Pharmig, und er merkt an, Soli-darbeitrge, Preisnachlsse und Patentablufe der Pharmabranche um fast eine Mrd. seien seit 2008 den Kassen fr ihre Konsolidierung zur Verfgung gestanden. (red)

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    Ingrid Reischl sieht sich mit der WGKK schon ins dicke Minus schlittern.

  • 40 healtheconomy PharmarePort:Lifescience Freitag, 3. Juli 2015

    Neues Antidot von Boehringer IngelheimWien. Boehringer Ingelheim forscht zurzeit an Idaru-cizumab, einem humanisierten Antikrperfragment, das als spezifisches Antidot gegen Da-bigatran entwickelt wurde, um dessen gerinnungshemmende Wirkung in Notsituationen aufheben zu knnen. In der Phase-III-Patientenstudie RE-VERSE AD konnte nachgewie-sen werden, dass Idarucizumab die Dabigatran-induzierte Gerinnungshemmung mit so-fortiger Wirkung aufhob. Das Antidot soll auch bei auch Schwerstkranken oder -verletz-ten wie Patienten mit Sepsis oder schweren intrakraniellen Blutungen einsetzbar sein. Die Zwischenergebnisse geben erste Einblicke, wie ein spezifisches Antidot gegen ein einen Blutge-rinnungshemmer in einer kli-nischen Notfallsituation wirken kann, erklrt Charles Pollack, Leiter der Patientenstudie.

    GSK verkauft Meningitis-ImpfstoffeWien. GlaxoSmithKline (GSK) will seine Meningitis-Impfstoffe Nimenrix und Mencevax an Pfi-zer Ireland verkaufen. Nimenrix und Mencevax erreichten 2014 einen kombinierten globalen Umsatz von 34 Mio. englischen Pfund. Der Abschluss des Ver-kaufs ist von der Genehmigung der EU-Kommission und von anderen wettbewerbsbehrd-lichen Auflagen abhngig. Man rechnet mit ein paar Monaten fr den Verkauf.

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    Boehringer Ingelheim punktet in der Thromboseforschung.

    Wien. Austrianni GmbH nennt sich das Start-up-Unternehmen, dass im Frhjahr in Wien von Matthi-as Wabl, Professor an der Uni von Kalifornien in San Francisco und Bruder des Ex-Politikers Andreas Wabl, gegrndet wurde. Das erste Medikament, an dem unter Hoch-druck gearbeitet wird, soll zur Vor-beugung und Behandlung von Tu-berkulose eingesetzt werden. Wir werden Infektionskrankheiten von

    weltweiter Bedeutung bekmpfen in Therapie und Prvention, sagte Wabl, wir beginnen mit Tuberku-lose. Das Hauptproblem derzeit ist die Antibiotika-Resistenz es gibt aber eine Alternative: Antikrper.

    Die kalifornische Biotech-Firma Trianni Inc., von Wabl vor ein paar Jahren gegrndet, hat Gen-Muse entwickelt, die humanisierte An-tikrper produzieren, die fr die Bekmpfung von Tuberkulose und anderen Krankheiten gebraucht werden. Austrianni ist einer der Lizenznehmer der patentierten Antikrper-Plattform und setzt auf dieser Basis die Forschung fort.

    Diverse Frderstellen

    Wabl hat Wien wegen der gro-zgigen Frdermglichkeiten ge-whlt. Austrianni startet mit einem Budget von 3 Mio. . Die restlichen Mittel sollen ber diverse Frder-stellen wie etwa FFG, die Weltge-sundheitsorganisation (WHO) oder die Bill Gates Foundation, aufge-trieben werden. Fr die ersten drei Jahre veranschlagt das Start-up ei-nen Bedarf von rund 10 Mio. . (um)

    forschung Tuberkulose-Medikament von Austrianni GmbH

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    Austrianni-Chef Matthias Wabl will mit groen Pharmafirmen kooperieren.

    Allschwil/Zrich. Die Aufwertung des Franken hat den Schweizer Bio-technologiekonzern Actelion 9 Mio. Franken gekostet. Dennoch stieg der Reingewinn im ersten Quartal 2015 um 25% auf 159 Mio. Franken. Grund dafr ist das Lungenmedika-ment Opsumit mit dem Wirkstoff Macitentan, der Nachfolger von Tracleer. Actelion hat nun die Ge-winnprognose fr 2015 angehoben. Actelion erzielte mit Opsumit 95

    Mio. Franken Umsatz Analysten hatten mit 80 Mio. Franken gerech-net , Tracleer fuhr 344 Mio. Fran-ken ein, das entspricht 7% weniger als im Vorjahresquartal.

    Tracleer ist nach wie vor das Hauptmedikament von Actelion. Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen damit immer noch knapp 76% des Gesamtumsatzes. Der Patentschutz luft aber 2015 in den USA und 2017 in der EU aus.

    Opsumit ist in der Schweiz, den USA und der EU zugelassen und seit Kurzem aufgrund der Daten aus der Phase-III-Studie sowie einer japanischen Studie auch in Japan. 2014, dem ersten Verkaufs-jahr, wurden ber 6.300 Patienten behandelt. Der Umsatz belief sich auf 180 Mio. Franken. Die Nachfol-ger Uptravi und Selexipag sowie zwei weitere Medikamente zur Be-handlung von Lungen-Bluthoch-druck sind unterwegs.

    Neue Klasse von Impfstoffen

    Unser langfristiger Erfolg hngt davon ab, weitere Speziali-ttengebiete aufzubauen, erklrt Konzernchef Jean-Paul Clozel. Zu-sammen mit der Max-Planck-Ge-sellschaft hat Actelion die Firma Vaxxilon gegrndet, mit der man eine neue Klasse von Impfstoffen auf Basis von Kohlenhydraten ent-wickeln und in den nchsten zehn Jahren wirtschaftlich nutzbar ma-chen will. Die Technologie ermg-liche eine schnellere Herstellung d und habe Vorteile bei der Distribu-tion und Verabreichung. (um)

    Pharmaforschung Nachfolgemedikament von Tracleer fhrt Gewinne ein

    actelion erweitert sein Portfolio

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    Martina Schmidt ist sterreichmanagerin des Pharmakonzerns Actelion.

    therapie Tabuisierung und Schamgefhl fhren dazu, dass zwei Drittel der Betroffenen noch nicht beim Arzt waren

    studie: inkontinenz betrifft eine million sterreicher

    Wien. Inkontinenz ist eine der hu-figsten chronischen Erkrankungen weltweit. Dennoch ist das Volks-leiden ein Tabuthema. In ster-reich leidet ein Groteil der etwa eine Million Betroffenen still und aus falschem Schamgefhl, er-klrt Max Wunderlich, Prsident der Medizinischen Kontinenzge-sellschaft sterreich (MK), die brisante Situation fr Menschen mit Inkontinenz anlsslich der heurigen Welt-Kontinenz-Woche. Dazu wurde auch der aktuelle s-terreichische Patientenbericht zur Blasengesundheit vorgestellt das Ergebnis einer stereichweiten Umfrage. Er spiegelt die Situation sowie die subjektiv empfundenen Bedrfnisse von knapp 450 Inkon-tinenzpatienten im Umgang mit ih-rer Erkrankung wider.

    Nicht nur im Alter

    In Europa sind circa 17% der Menschen von Inkontinenz be-troffen. Bei den ber 75-Jhrigen steigt der Anteil sogar auf 30 bis 40%. Der Leidensdruck dieser Menschen ist enorm. Dennoch wird kaum Hilfe gesucht. Nur rund ein Drittel spricht darber. Der un-freiwillige Verlust von Harn oder Stuhl werde als persnlicher Ma-kel empfunden, die Tabuisierung fhre zum sozialen Rckzug. Man teilt sich niemandem mit, weder der eigenen Familie noch Freun-den, kaum jemals den rzten, wei Wunderlich. Die gute Nach-richt: Fr jede Form der Blasen- und Darmschwche gibt es Hilfe, Linderung und oft Heilung.

    Die Blasenstudie wurde im Mai 2015 durchgefhrt. Astellas Phar-ma und die MK initiierten ge-meinsam mit Untersttzung des

    Gallup Instituts die Umfrage mit dem Ziel, Inkontinenzpatienten eine Stimme zu geben, mit der sie ihre subjektiv erlebten Wnsche, Bedrfnisse und Probleme in Be-zug auf ihr Leiden artikulieren knnen. Durch eine anonymisierte Patientenumfrage, die bundesweit durchgefhrt wurde, sollen die An-liegen der 448 teilnehmenden Pa-tienten eruiert und Optimierungs-potenziale im sterreichischen Ge-sundheitssystem erhoben werden.

    Die Umfrage zeigt, dass bei Per-sonen, die bereits in rztlicher Behandlung waren, mehrheitlich (34%) eine Beckenbodenschwche als Ursache fr die Harninkonti-nenz diagnostiziert wurde. Auch diverse Blasenerkrankungen (Bla-sensteine, Blasenentzndungen)

    sowie psychische Belastungen sind hauptverantwortlich fr die Symp-tomatik. Zu den meist genannten Beschwerden zhlen der hufige Gang zu Toilette (51%), die stn-dige Strung der Nachtruhe, um Harn zu lassen (43%), und der un-gewollte Harnverlust beim Sport, Lachen oder Heben.

    Therapiemglichkeiten

    Ein regelmiges Beckenboden-training gegen Harninkontinenz ist bei 32% der Befragten eine empfoh-lene Behandlungsmethode, auch medikamentse Behandlung (23%) und Naturheilmittel (Tees, Kru-ter) sind empfohlene Behandlungs-anstze. Der Groteil der Patienten (37%) hat jedoch keine der genann-

    ten Behandlungsmethoden verord-net bekommen. Mehr als zwei Drit-tel waren noch nie beim Arzt.

    Bei der Zufriedenheit mit der ak-tuellen Therapie sind sich die Be-fragten uneinig: Gut 40% haben die Erfahrung gemacht, dass die The-rapie zumindest einigermaen ge-wirkt hat, ein Fnftel berichtet von guter Therapieeffizienz. Die Er-wartungshaltung an eine optimale Therapie geht eindeutig in Rich-tung gute Wirksamkeit sowie spr-bares Nachlassen der Beschwerden (73%). Fr knapp 50% soll sie auch einfach in der Anwendung sein. 45% wnschen sich einen raschen Wirkeintritt. Fr ein geringes Ne-benwirkungsprofil, wie zum Bei-spiel Mundtrockenheit, pldieren knapp 40% der Befragten.

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    Unfrage der Medizinischen Kontinenzgesellschaft (MK), Astellas Pharma und Gallup Institut.

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    Experten stellten in Wien anlsslich der Welt-Kontinenz-Woche eine aktuelle Studie zum Thema Blasengesundheit vor.

  • Deal Laborfusionen

    Ein Brite auf EinkaufstourLondon. Der franzsische La-bordienstleister Labco ist nach einem gescheiterten Brsen-gang vom britischen Finanzin-vestor Cinven geschluckt wor-den. Cinven bernahm Labco fr 1,2 Mrd. , will damit seine Position sowohl im Gesund-heitssektor als auch in der Re-gion Frankreich ausbauen.

    Nimm eins, dann zwei

    Damit aber nicht nicht ge-nug: Auch der grte deutsche Medizinlabor-Betreiber Synlab wird Verhandlungskreisen zu-folge nun um bis zu 1,8 Mrd. an den Finanzinvestor Cin-ven verkauft. Cinven wolle das Augsburger Unternehmen zum Grundstein fr einen groen paneuropischen Laborkon-zern machen Labco hat sich der Brite ja bereits einverleibt.

    Synlab ist mit einem Um-satz von 756 Mio. hinter der australischen Sonic Healthca-re schon jetzt Nummer zwei auf dem zersplitterten Markt. Labco wiederum gehrt nach eigenen Angaben zu den Markt-fhrern in Frankreich, Spanien, Italien, Portugal, Belgien und Grobritannien; im vergange-nen Jahr setzte das Unterneh-men 650 Mio. um.

    Die Branche ist derzeit im bernahmefieber. Weltweit gingen im bisherigen Jahres-verlauf in der Gesundheits-branche Deals im Rekordvolu-men von 240 Mrd. Dollar ber die Bhne ein Anstieg von satten 68% gegenber dem Vor-jahreszeitraum. (red)

    MeDizintechnik:e-health healtheconomy 41Freitag, 3. Juli 2015

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    Britischer Finanzinvestor Cinven baut eine Labor-Gromacht auf.

    investition Die Unternehmensgruppe Wozabal festigt ihre Position als Wschelogistiker und Dienstleister

    Wozabal wchst und baut den Standort in enns aus

    Linz/Enns. Die Unternehmensgrup-pe Wozabal ist weiter auf Wachs-tumskurs. Im Sinne eines orga-nischen Wachstums und mit dem klaren Ziel, die Wettbewerbsfhig-keit noch strker abzusichern und auszubauen, investierte Wozabal in Enns rund 14 Mio. in die Stand-ortoptimierung. Zustzlich zum bestehenden Medizinproduktezen-trum (MPZ) wurde eine neue, 4.000 m2 groe Halle errichtet und auf drei Ebenen zu einer der moderns-ten Wschereien Europas ausge-baut. Neben den Medizinprodukten wird nun die gesamte Stations-wsche fr das Gesundheitswesen in Enns aufbereitet. Dementspre-chend entstanden am Standort auch 50 neue Arbeitspltze. Insge-samt beschftigt Wozabal in Enns nun 260 Mitarbeiter.

    Bekenntnis zum Standort

    Der Neubau und die Erweite-rung des Betriebes ist fr uns ein klares Bekenntnis zum Standort und andererseits machen wir da-mit einen weiteren wichtigen Inno-vationssprung. Auf Basis laufender Erkenntnisse aus dem F&E-Bereich und dem Einsatz neuester Tech-nologien ist hier eine der innova-tivsten Wschereien Europas ent-standen und gleichzeitig schaffen wir neue Arbeitspltze, erklrt Ge-schftsfhrer Christian Wozabal.

    Es gebe sechs Parameter, die wichtig sind fr ein gesundes Un-ternehmen, meint er: Marktstel-lung, Innovationsleistung, Produk-tivitt, Attraktivitt fr gute Leute, Liquiditt und Profitabilitt. Das wenden wir bei jeder tglichen Strategie und Budgetierung an; zu-dem sind wir nachhaltig aufgestellt und planen fr die Zukunft. Dabei

    gelte es, die bestehenden Kunden zufriedenzustellen und zu halten. Das ist uns gelungen auch durch Innovation in der bestehenden Kundenbeziehung. Damit knnen wir ber die Jahre ein gutes, orga-nisches Wachstum aufweisen. In den vergangenen zehn Jahren konn-te die Gruppe den Umsatz mehr als verdoppeln ohne Zukufe. Woza-bal: Derzeit sind wir 900 Leute und machen einen Umsatz von rund 70 Mio. Euro an sieben Standorten. Heuer habe man in allen Bereichen ein groes Wachstum auch in der Industrie und dem Tourismus. Wir profitieren von den Trends, mehr in den Wellnessbereich und ganzjh-rige Angebote zu investieren. Auch im Spitalsbereich wachsen wir zweistellig.

    Kernkompetenz des Unterneh-mens sei sicherlich alles, wo das

    Qualittsmanagement sehr kom-plex ist. Und hier sind wir in allen Bereichen auch sehr innovativ mit modernen Bestell- und Logistiksys-temen, modernen Textilien und Kollektionen; hier sind wir in der Umsetzung deutlich weiter wie der Mitbewerb. Das Thema Industrie 4.0 sei ein Hauptthema, hier ge-schehe auch viel im Bereich Ener-gieverbrauch, den Wozabal um 25% reduzieren konnte. Auch Ausbil-dung und Mitarbeiterentwicklung hat einen hohen Stellenwert.

    Hightech-Innovationen

    Viele dieser Hightech-Innovati-onen sind in den Neubau am Stand-ort Enns eingeflossen. So ist die gesamte Wscherei unter anderem auch mit modernster UHF-Chip-technologie ausgestattet. Weiters

    wurden bei der Planung und Er-richtung bemerkenswerte Meilen-steine in puncto Energie-effizienz gesetzt. Das Unternehmen verar-beitet an acht Standorten tglich mehr als 150 t Textilien und bie-tet rund 2.000 Kunden in vier Ge-schftsfeldern flexible, individuell gestaltete Dienstleistungen.

    Nach der im Beisein der Ehren-gste Landeshauptmann Josef Phringer, Landesrtin Gertraud Jahn, Landesrat Michael Strugl und Brgermeister Franz Stefan Karlinger vorgenommenen Erff-nung gab es mit dem im Anschluss abgehaltenen Vino Zenith gleich einen doppelten Grund zur Freude: Bei dieser jhrlichen, bereits zur Tradition gewordenen Veranstal-tung im Hause Wozabal handelt es sich um ein jhrliches Gipfeltreffen namhafter Winzer im MPZ Enns.

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    Neue Technologien und Innovationen verbessern Leistungen und Service und senken zudem Kosten.

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    Christian Wozabal (Mitte) konnte mit Geschftspartnern und viel Prominenz den ausgebauten Standort in Enns erffnen.

    St. Plten. Es gibt Wirbel im nieder-sterreichischen Landtag: In der jngsten Budgetdebatte bte die Landtagsabgeordnete des Team Stronach, Gabriele Von Gimborn, massive Kritik am geplanten und teils in Bau befindlichen Krebsthe-rapiezentrum Medaustron in Wr. Neustadt; sie sprach von mangeln-der Transparenz.

    Medaustron bedient sich bei der Behandlung von Krebs einer spezi-

    ellen Ionen-Technologie: Im Gegen-satz zu herkmmlichen Bestrah-lungsarten entfalten Strahlen aus Wasserstoff- oder Kohlenstoffker-nen ihre Wirkung fast ausnahms-los im Tumorbereich whrend das umliegende, gesunde Gewebe geschont wird.

    Von Gimborns Kritik: mangeln-de Studien und Evidenzberpr-fungen, eine Datenlage aus ural-ten Zeiten; vergleiche man ferner hnliche Einrichtungen in Europa, so knne man erkennen, dass die Effizienz in keinem Verhltnis zu den exorbitanten Kosten stehe. Im-merhin seien mehrere Hundert Mil-lionen Euro an Projektkosten ver-anschlagt, doch der Rechnungshof habe Folgekosten von weiteren 274 Mio. berechnet, die nirgendwo eingerechnet seien.

    VP-Gesundheitssprecher Karl Bader sieht die Sache anders, nm-lich so, dass Medaustron effizient und wichtig sei auch fr die Regi-on und ihr Wohlergehen. Das Team Stronach mache Opposition, liege falsch und wolle Gesundheitsein-richtungen und Spitler im Land zusperren. (red)

    landtag Team Stronach schiet auf neues Krebszentrum

    kritik an Medaustron

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    Politische Debatten zum Gesundheits-porjekt Medaustron in Niedersterreich.

    Bregenz/Wien. Das in Vorarlberg sieben Jahre lang durchgefhrte Darmkrebs-Screeningprogramm per Koloskopie hat Menschenleben gerettet und Leid erspart das zeigt die jngste Auswertung. Trotzdem wehre sich der Hauptverband der Sozialversuchungstrger gegen den Ausbau solcher Programme, klag-ten rztevertreter.

    In sterreich erkranken pro Jahr 4.350 Menschen an Dickdarm-

    krebs. 96 Prozent dieser Erkran-kungen sind verhinderbar, sagt Vorarlbergs rztekammerprsi-dent Michael Jonas. Per Darmspie-gelung bei Menschen ber 50 alle sieben bis zehn Jahre lieen sich Darmpolypen, aus denen Karzi-nome entstehen knnen, frhzei-tig feststellen und entfernen. Statt ehedem rund 50% sind dank Pro-gramm heute nur noch 8,8% aller dennoch zu spt entdeckter Kar-

    ziome bereits metastasiert. Laut Jonas spart dieses Programm in Vorarlberg pro Jahr knapp sechs Mio. an Kosten ein. Im Vollaus-bau knnten in sterreich 150 Mil-lionen Euro eingespart werden.

    rztekammer will mehr Geld

    Der Vizeprsident der rztekam-mer, Johannes Steinhart, kritisiert hier den Hauptverband: Seit 20 Jahren seien die Tarife fr Gesun-denuntersuchungen nicht mehr an-gehoben worden, Verluste von 120 Mio. in den letzten zehn Jahren seien die Folge gewesen. Derzeit hlt man pro Untersuchung bei 75 , der Hauptverband bietet 82 an, die rztekammer fordert 95. In Vorarlberg bekommen die rzte pro Frherkennungs-Koloskopie 250 . Peter McDonald, Vorsitzen-der des Hauptverbandes, kontert: Fr Vorsorgeuntersuchungen sind wir bereit, mehr Geld in die Hand zu nehmen wir haben bereits zehn Prozent hhere Tarife angeboten , bei Abschluss der notwendigen Weiterentwicklungen. Denn die Vorsorge gehre modernisiert. (red)

    Darmkrebsvorsorge Screening-Programm mittels Koloskopie zeigt enorme Erfolge

    Debatte ber Vorsorgekosten

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    Das Vorarlberger Darmkrebs-Screeningprogramm honoriert rzte frstlich.

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