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industrial 0104

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  • medianet.at

    industrial technology

    Weltkonjunktur Monat-liche Analyse der Bank Austria-Expertin 59

    Jubilum Engel Austria feiert 30 erfolgreiche Jahre in Asien 60

    Datenschutz Siemens startet Operation Center fr Cyber Security 61

    Lagermax Neue Express-verbindung zwischen Trkei und Europa 63

    Windparks Wirtschaft-lichkeit knnte deutlich gesteigert werden 64

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    Staatspreis geht an ams AGWIEN/UNTERPREMSTTTEN. Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat am Dienstagabend den Staatspreis Innovation 2016 an die ams AG verliehen.

    Das steirische Unternehmen konnte sich mit seinen neuarti-gen Sensoren, die berhrungs-los 13 verschiedene Gesten in acht Richtungen erkennen und damit die Interaktion zwischen Mensch deutlich verbessert, gegen die groe Konkurrenz behaupten insgesamt hatten sich 524 an dem Bewerb betei-ligt. (red)

    Freitag, 1. April 2016 cover 57

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    vorteile von industrie 4.0 vor allem abseits der ProduktionDer entscheidende Hebel, um von der Digitalisierung zu profitieren, liegt in der Kontrolle und Analyse der Daten. 58

    interview Alexander Schalko zum Umweltmanagement von Greiner.

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    Digitalisierung Industrie 4.0-Experte Johannes Schilp stellt der Druckbranche ein gutes Zeugnis aus. 60 64

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    Big DataDie grten digitalen Wert-hebel liegen gar nicht, wie vielfach unterstellt, in der Technologie oder nur in einer Flexibilisierung der Fertigung, sondern in teilwei-se produktions-fernen, indirekten Bereichen wie Vertrieb, Preisset-zung, Planung, Controlling oder Einkauf, sagt Thomas Kautzsch.

    Neue Ideen Zwar ist es mittlerweile Common Sense, dass Industrie 4.0 vllig neue Geschftsmo-delle ermglicht; dass hier derzeit aber noch wenig passiert, liegt nach Meinung der befragten Manager vor allem daran, dass man sich diese heute noch nicht einmal vorstellen kann.

    Fertigung samt individualisierter Massenfertigung mit 300 Mrd. USD zu Buche. Dieses Thema bewegt insbesondere Klein- und Miniseri-enfertiger aus der Luftfahrt- oder der Bahnindustrie.

    Und hier liegt eine Riesenchan-ce fr Zulieferer, ihre Kontrolle ber die Wertschpfung auszuwei-ten, so Sitte weiter. Zur Erklrung nennt er ein Beispiel aus der M-belindustrie: Dank Digitalisierung kann der Kunde eines Kchenher-stellers heute ber ein 3D-Modell beim Hndler seine Wunschkche zusammenstellen. Die Basis fr solche mageschneiderte Serien-produktion in Losgre 1 sind In-novationen bei einem Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen. Diese werden ber eigene Software-lsungen so am Kunden-Front-End vorkonfiguriert, dass sie von der Bestellauslsung bis zur Logistik einen durchgngig individualisier-ten Fertigungsprozess ermglichen.

    Der Vorteil fr den Maschinen-hersteller: Er befreit sich damit aus seiner bisherigen Nischenposition. Denn indem es ihm gelingt, den ge-samten Wertschpfungsprozess zu integrieren, kann er als Dienstleis-ter fr Kchenhersteller branchen-weit einen Mehrwert schaffen.

    Von Britta Biron

    MNCHEN. Welches wirtschaftli-che Potenzial bietet Industrie 4.0? Die Unternehmensberatung Oliver Wyman hat 60 international tti-gen Unternehmen in Deutschland, sterreich, der Schweiz, Frank-reich, Grobritannien und Nord-amerika analysiert und kommt zu folgendem Schluss: Bis zu 1,4 Bil-lionen US-Dollar an zustzlicher, jhrlicher Marge sind dank der Digitalen Industrie weltweit im Jahr 2030 zu heben, sagt Thomas Kautzsch, Partner bei Oliver Wy-man und Leiter des globalen Be-ratungsbereichs Automotive und Manufacturing Industries.

    Insgesamt neun unterschiedliche Werthebel wurden in der Studie identifiziert von der Steigerung der F&E-Effizienz bis zur Optimie-rung des Produktionsnetzwerks.

    Die grten digitalen Werthebel liegen allerdings gar nicht, wie viel-fach unterstellt, in der Technologie oder nur in einer Flexibilisierung der Fertigung, sondern in teilweise produktionsfernen, indirekten Be-reichen wie Vertrieb, Preissetzung, Planung, Controlling oder Einkauf.

    Ein entscheidender Einfluss da-rauf, ob und wie sehr ein Unter-nehmen von der Digitalisierung profitieren wird, liegt im Bereich Big Data. Von allen untersuchten Branchen spielt dieser Faktor im Automobilsektor die grte Rolle.

    Datenhoheit entscheidetSpannend wird vor allem die Fra-ge, wer sich das zustzliche Wert-potenzial einverleibt. Denn das Phnomen Industrie 4.0 verndert in hohem Mae das Machtgefge zwischen den an der Wertschp-fung beteiligten Unternehmen, sagt Kautzsch.

    Wer betreibt und optimiert in Zu-kunft die Produktionsanlagen z.B. eines Automobilherstellers? Der Lieferant, der Roboter, der Automo-bilhersteller selbst oder aber der Zulieferer der Software? Und wem gelingt es, die Betriebsdaten so zu analysieren, damit daraus konkret anwendbare Handlungsempfeh-lungen und Prozessoptimierungen abgeleitet werden knnen?

    Diese Fragen rund um dieses so-genannte Applikations-Know-how entpuppen sich als wahre Kernthe-men von Industrie 4.0, sagt Tobi-as Sitte, Co-Autor der Studie und ebenfalls Partner bei Oliver Wyman.

    Auf weltweit 600 Mrd. USD Mar-genzuwachs beziffert die Unter-suchung dieses Potenzial im Jahr 2030; als zweitstrkster Effekt schlgt die Flexibilisierung der

    Noch viele HindernisseFr diesen Kampf um die Daten-hoheit sehen die Manager aus dem Maschinen- und Anlagenbau ihre Unternehmen bisher aber erst un-zureichend gerstet, wie die Studie ebenfalls zeigt (siehe Grafik).

    Befragt nach den grten Hin-dernissen der Digitalisierung, ga-ben ausnahmslos alle Entscheider an: Es fehlt an Kreativitt, um ber bestehende Betriebs- und Ge-schftsmodelle hinauszudenken.

    86% vermissen in ihren Unter-nehmen zudem interne Software- und Datenkompetenzen, und 84% meinen, es fehle an Know-how bei der Analyse groer Datenmen-gen sowie der Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen.

    Rasches Handeln in ntigSitte unterstreicht den Handlungs-bedarf, die digitale Transformation aktiv anzugehen. Und das betrifft nicht allein die Maschinen- und Anlagenbauer: Alle Fertigungs-unternehmen sind gut beraten, jetzt ihre Aktivitten zu orchestrie-ren und den vielen Einzelprojekten einen Rahmen und eine Richtung zu geben.

    Denn klar ist auch: Industrie 4.0 wird neue Spieler auf den Plan ru-fen und den Wettbewerbsdruck noch weiter erhhen.

    Bedeutet das den Siegeszug der Onlinegiganten auch im Industrie-umfeld? Thomas Kautzsch hlt ein solches Szenario fr unwahrschein-lich: hnlich wie es Microsoft in den 2000er-Jahren nicht gelang, sich beim Thema Offene Automa-tisierung zu positionieren, wer-den es Google oder Amazon in der nchsten Dekade nicht schaffen, die Digitale Industrie im B2B-Umfeld zu erobern, ist er berzeugt.

    Den etablierten Industrieprofis kommt vor allem zugute, dass ihre Anwendungen meist sehr speziell sind. Ein Massenmarkt, auf den es die endkundenbezogenen Online-Konzerne in der Regel abgesehen haben, ist in den vorgelagerten Fel-dern noch nicht zu finden.

    Big Data ist der springende PunktVon der Digitalisierung werden vor allem jene Unternehmen profitieren, die in der Lage sind, Daten zu analysieren und sinnvoll zu nutzen.

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    58 coverstory Freitag, 1. April 2016

    Barrieren zur Potenzialerschlieung

    Problemfelder Nennungen

    Mangelnde Kreativitt hinsichtlich neuer Betriebs- und Geschftsmodelle 100%

    Mangelnde interne Software- und Datenkompetenzen 86%

    Zu wenig Know-how fr die Analyse groer und komplexer Datenmengen 84%

    Risiken ungeklrter rechtlicher Fragen, z.B. Data-Ownership 80%

    Fehlende Standards (Schnittstellen/Architekturen) 75%

    Mangelnde Bereitschaft zu datengetriebenen Entscheidungen 66%

    Mangelnde Kooperationsbereitschaft von Geschftspartnern (z.B. Kunden, Zulieferer) 64%

    Risiken durch unzureichende Datensicherheit 59%

    Mangelnde IT-Infrastruktur 57%

    Mangelnde Affinitt des Managements zum Thema Digitalisierung 36%Quelle: Oliver Wyman, 2016, Werte in Prozent der befragten Personen

  • medianet.at Freitag, 1. April 2016 konjunkturbarometer 59

    Von Monika Rosen

    Europa Nach vorlufigen Schtzungen soll-te die Eurozone im 1. Quartal um 0,3% gewachsen sein. Das wre et-was unter der ursprnglichen Pro-gnose von 0,4%.

    USA Die US-Konjunktur legte im 4. Quartal um 1,4% zu. Damit soll-ten die Befrchtungen, die USA knnten in eine Rezession kippen, verstummen. Der private Konsum zeigt sich robust, und auch der Arbeitsmarkt sollte sich weiter erholen.

    Japan Der private Konsum gab in Japan zuletzt ein krftiges Lebenszei-chen. Die privaten Ausgaben sind in den letzten zwlf Monaten um 1,2% gestiegen, das war der erste Anstieg seit einem halben Jahr.

    China Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass das chinesische Wachs-tum im 1. Quartal bei 6,7% liegen wird, nach 6,8% im 4. Quartal 2015. Im zweiten Quartal sollen dann wieder 6,8% erreicht werden.

    Indien Fr Indien wird heuer ein Wachs-tum von 7,2% erwartet, was welt-weit gesehen ausgezeichnet ist. Aber auch die indische Wirtschaft

    steht vor Herausforderungen, wie z.B. das schwache Wachstum der anderen Lnder.

    Lateinamerika Brasilien steuert

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