Jewish ArtEck 2012

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  • Auf den Spuren von Jeckes

    8 18. Juli 2012Berlin

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  • Die Erziehung eines Kindes ist keine Spielerei, sondern eine Auf-gabe, in die man schlaflose Nchte, das Kapital schwerwiegender Erlebnisse und viele Gedanke investieren muss... Der Wert dieser Nchte besteht nicht nur im Wissen, sondern auch in der tiefen spirituellen Revolution.

    Janusz Korczak

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  • 5Die Internationale Jugendbegegnung Jdisches ArtEck wurde das erste Mal 2006 nach einer Initiative des Weltkongres-ses russischsprachiger Juden e.V. durchgefhrt. Das nunmehr zur Tradition gewordene Jugendtreffen in der Nhe von Berlin zog in diesem Jahr bereits zum siebten Mal Dutzende neugieri-ger Jungen und Mdchen aus Russland, Israel, Deutschland und anderen Lndern der Welt an, um sie mit der reichen Kultur, der Geschichte, den Werten, Gewohnheiten und Traditionen des j-dischen Volkes bekannt zu machen.

    Der Name der Internationalen Jugendbegegnung kommt nicht nur daher, dass dieses Ferienlager, genau wie sein Namens-vetter Artek auf der Krim, international ist. Das englische Wort art bedeutet Kunst, Kreativitt, und genau dieser Aspekt steht im Mittelpunkt der Ttigkeit im ArtEck. Die ArtEckler beweisen ihre Kreativitt im Filmemachen, im Radio, in der Mu-sik, in der Kunst, die die Grundlage der zahlreichen Kunst- und Medienwerksttten bilden, sowie an Literaturabenden, in Quiz-spielen, Wettkmpfen und thematischen Programmen, die von erfahrenen Pdagogen und den Madrichim (hebr. Jugendleiter) organisiert werden.

    Eines der wichtigsten Ziele der Vereinigung russischsprachiger Eltern und Pdagogen in Berlin der Interkulturellen pdagogi-schen Gesellschaft MITRA e.V., die in diesem Jahr als Veranstalter der Jugendbegegnung agierte, ist die Erziehung von Kindern aus Migrantenfamilien, wobei eine besondere Bedeutung der Erhaltung der kulturellen Wurzeln und der Familientraditionen zukommt. Deswegen nimmt die Arbeit mit Kindern aus jdischen Familien in der Ttigkeit des Vereins seit nun fast 20 Jahren einen wichtigen Platz ein: in den deutsch-russisch-jdischen Gruppen der MITRA-Kindergrten in Berlin und Leipzig, wo sich die Entwicklung der Kinder vor dem Hintergrund des jdischen Jahresablaufs und der wichtigsten jdischen Feiertage vollzieht; beim Kennenlernen der Geschichte und der Kultur des jdischen Volkes im Schulalter; bei der Veranstaltung von jdischen Festen im Kreise der Familie. In diese Reihe stellt sich auch die von MITRA e.V. veranstaltete

    Vorwort

    Der Weg ist das ZielInternationale Jugendbegegnung Jdisches ArtEck, die fr die Entwicklung der jdischen Identitt russischsprachiger Kinder und Jugendlichen aus verschiedenen Lndern der Welt weitere Mglich-keiten erffnet.

    Zum Schwerpunktthema des Jdischen ArtEck 2012 wur-de die Geschichte der Jeckes der deutschen Juden, die whrend des NS-Regimes in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus Deutschland flchten mussten und in Eretz Israel eine neue Hei-mat fanden. Durch die Beschftigung mit diesem Thema lernten die Jugendlichen das Phnomen Jecke, das Berlin der 20er und 30er Jahre, aber auch die jdischen Jugendbewegungen dieser Zeit kennen. Ein wichtiges Ereignis fr die ArtEckler war die persnli-che Bekanntschaft mit Jeckes mit Helmut Stern aus Berlin, Bea-trice Greif aus Tel-Aviv, Dov Schumann aus Haifa sowie mit dem Historiker Dr. Gideon Greif aus Givatayim. Zwischen den Jugend-lichen und den Augenzeugen der fr das jdische Volk tragischen Ereignisse fand einige Tage lang eine lebendige, intensive Kommu-nikation statt. Sie besichtigten gemeinsam Sttten der Erinnerung in Berlin, die auf die eine oder andere Art mit der jdischen Ge-schichte und Kultur verbunden sind, sie feierten gemeinsam den Schabbat und hielten in der Neuen Synagoge zusammen eine Ge-denkzeremonie fr die Opfer des Holocaust ab.

    Das Gesehene und Gehrte wurde von allen Teilnehmern dieser Jugendbegegnung tief verinnerlicht und regte sie zum Nachdenken und Forschen an, was wiederum im Lagerradio, bei den Foto- und Filmaufnahmen sowie Artikeln und Reportagen der ArtEck-Zei-tung Yeckinton (von Jecke und Iton hebr. Zeitung) sei-nen Ausdruck fand. Die interessantesten Beitrge unserer Zeitung bildeten auch das Grundgerst fr die Erstellung der gleichnami-gen Broschre, die das Jdische ArtEck so prsentieren sollte, wie es die ArtEckler selbst erlebt haben.

    Marina BurdGeschftsfhrerin der Interkulturellen pdagogischen

    Gesellschaft MITRA e.V.

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  • 8 Programm

    Sonntag 08.07.2012

    Erffnungstag

    Erffnungsfeier

    Vorstellung der Medien-werksttte

    Kennenlern-runde

    Montag09.07.2012

    Die Goldenen 20er

    Blitzturnier

    Kunstwerkstatt

    Literaturcaf

    Dienstag10.07.2012

    Tag der Ausflge

    Axel-Springer-

    Druckhaus

    Deutsches Technikmuseum

    Berlin

    KletterwladClimb up!

    Mittwoch11.07.2012

    Berliner Jugend in den 20er und

    30er Jahren

    Medien-werkstatt

    Blitzturnier

    Medien-werkstatt

    Kreativ-angebote:

    von Teilnehmer zu Teilnehmer

    Donnerstag12.07.2012

    Jdische Jugend-organosationen

    Messe der jdischen Jugend-

    bewegungen

    Klubder Frhlichen

    und Schlagfertigen

    Disko

  • 9Programm

    Gruppen-unterricht

    Darstellung des Schabbat in

    der Kunst

    Interviewmit Jeckes

    Historischer Workshop

    mit Dr. Gideon Greif

    Kabbalat Schabbat

    Schabbat mit Jeckes

    Oneg Schabbat

    Freitag 13.07.2012

    Schabbat-Collage

    Gedenk-zeremonie in der Neuen Synagoge

    Ausstellung Berlin Transit

    im Jdischen Museum

    Schifffahrtauf der Spree

    Ephraim-Kishon-Abend

    Samstag14.07.2012

    Schabbat

    Prsentation Jeckes in

    Israel

    Blitzturnier

    Sport-wettbewerb

    Sonntag 15.07.2012

    JdischesBerlin

    SeminarWenn Ihr

    wollt, ist es kein Mrchen.

    Kunst-werkstatt

    FestivalIton Hai Die Live-Zeitung

    Montag16.07.2012

    Jeckes in Israel

    Bilanztreffen, Feedback

    Abschied,Abfahrt

    Dienstag17.07.2012

    Gegenseitige Einflsse deutscher

    und jdischer Kultur

    Mittwoch18.07.2012

    Abschiedstag

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    Bis vor kurzem konnte kei-ner von uns mit dem Wort Je-cke wirklich etwas anfangen. Aber nachdem wir im Jdi-schen ArtEck 2012 ange-kommen waren, wurden wir ber die Bedeutung dieses Be-griffs aufgeklrt, denn das war das Hauptthema der Begegnung in diesem Jahr.

    Jeckes sind Juden, die in der Zeit von 1933 bis 1939 aus dem nationalsozialistischen Deutsch-land nach Eretz Israel flchte-ten und dort ein neues Leben begannen. Fr ihr beibehaltenes Deutschtum (z. B. Ordnungslie-be und Grndlichkeit) wurden die Jeckes oft verspottet. Auer-dem fiel es ihnen sehr schwer, sich an die sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten ih-rer neuen Umwelt anzupassen. Trotz allem ist ihr Beitrag zum Aufbau des Staates Israel nicht zu unterschtzen.

    Die persnlichen Begegnun-gen mit drei Jeckes beeindruck-ten uns sehr. Beatrice Greif, Dov Schuhmann und Helmut

    Das Thema Auf den Spuren von Jeckes ermglichte uns, die Ge-schichte der Juden aus Berlin kennen zu lernen. Whrend der Recherche

    machten sich die Teilnehmer mit den Goldenen 20er Jahren vertraut. Sie

    erfuhren, dass die Namen von berhmten jdis