Keine Klarheit bei der Linse Disput in Marburg Netzhaut ...· Thema „A Future for Glaucoma“ gehalten

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  • 74434www.concept-ophthalmologie.de

    Fachmagazin für Augenärztinnen und AugenärzteAusgabe 4-2010

    Keine Klarheit bei der Linse Über Umsätze, Ignoranzen und Shops

    Disput in Marburg Interaktive Fortbildung mit Mehrwert

    Netzhaut konkret Aus der Forschung. Aus der Praxis

  • Ein Dichterwort als Programm:

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  • 304 / 2010Concept Ophthalmologie

    editorial

    Für den Augenarzt, der die Anpassung von Kontakt- linsen in größerem Umfang durchführen will, wäre die Gründung eines Instituts vorteilhaft. Die Auslage- rung von Teilbereichen in eine privatärztlich geführte Einrichtung hatten wir in einer früheren Ausgabe angesprochen. Jede augenärztliche Leistung, gleich- gültig, ob innerhalb oder außerhalb der GKV gele- gen, kann in diesem Institut als „Verlangensleistung“ privatärztlich angeboten werden. Damit entfällt die leidige Diskussion um Zuzahlungen. In einem sol- chen Institut ließe sich auch die Abgabe von Brillen realisieren, die kürzlich den Augenärzten per Gesetz weggenommen wurde. Oder denken wir an den Me- gatrend Gesundheit und verbinden den mit einem attraktiven Angebot von Nahrungsergänzungsmit- teln oder Ähnlichem. Ein anderer Bereich wäre die Orthoptik, die sich über die GKV nicht mehr kosten- deckend erbringen lässt. Als privatärztliche Instituts- leistung hätte sie für den Augenarzt jedoch wieder einen finanziellen Wert, so dass sie auch qualitativ hochwertig und nachhaltig angeboten werden kann. Mit weiteren künftigen Chancen der Orthoptik wer- den wir uns im nächsten Heft auseinandersetzen.

    Die Zeiten, in denen man sich auf die reine augen- ärztliche Tätigkeit ohne Rücksicht auf das Manage- ment konzentrieren konnte, sind wohl endgültig vorbei. Ohne strategische Überlegungen und Fan- tasie lässt sich eine Praxis heute nicht mehr erfolg- reich führen. So sollten wir diese Möglichkeiten nutzen. Unsere anspruchsvolleren Patienten wer- den es uns danken und einzelne sozial schwächere Patienten können wir dennoch weiterhin großzügig und verantwortungsvoll betreuen.

    In diesem Sinne grüßt Sie herzlich!

    Verehrte Kolleginnen, liebe Kollegen!

    Unser augenärztliches Tätigkeitsfeld ist fraglos im Wandel und ein gewisses Umdenken wird unum- gänglich. Einer der Bereiche, die davon betroffen sind, ist die Anpassung von Kontaktlinsen. Stammte vor einigen Jahren noch ein Großteil der abgege- benen Linsen vom Augenarzt, so sind es deutlich weniger geworden. Die meisten Linsen werden jetzt über Optiker, Institute oder ohne Erfolgskontrolle über das Internet, Schlecker, Aldi & Co. beschafft. Spielt der Augenarzt in der Wahrnehmung der Be- völkerung bei Kontaktlinsen eine kleiner werdende Rolle? Dabei hat er doch eine Menge zu bieten: So- wohl die Anpassung bei schwierigen Fällen, als auch die Überwachung der Augen bezüglich Verträglich- keit und latenter Schäden ist sein ureigenstes Feld. Daneben gehören Sonderbedingungen, wie spezielle Anpassungen bei Kindern, Kontrolle ihres Binoku- larsehens, bei Keratoplastik oder bei Keratokonus, in die Hände des Ophthalmologen. Und schließlich sind Verbandslinsen bei Verletzungen Bestandteil des klassischen Therapiespektrums eines jeden Au- genarztes, wie neulich von Kollegen Böhme auf der BayOG am Beispiel einer perforierenden Stichver- letzung so schön demonstriert.

    Dieser – auch selbst verschuldete – verspielte Markt- anteil könnte dem Augenarzt durchaus zugute kom- men. Immerhin handelt es sich hierbei um die Grö- ßenordnung von mehreren zehn Millionen Euro, wie ein Beitrag in diesem Heft (ab Seite 32) vorrechnet. Und die zukünftigen Chancen sollen gut stehen. Die Demografie spielt uns in die Hände. Formstabile In- dividuallinsen, multifokale und torische Linsen ge- hören in Fachhände – in unsere. Es könnte wieder attraktiv mehr werden, wenn wir uns entsprechend aufstellen und nicht zurückweichen. Fielmann ver- kündete im Juli in Hamburg auf der jährlichen Ak- tionärsversammlung ein Halali auf die Kontaktlinse. Er sieht gute Wachstumschancen. Und wenn es einer weiß, dann er. Lassen wir uns nicht abhängen.

    Lassen wir uns nicht abhängen

    Prof. Dr. med. Fritz Dannheim fd@concept-ophthalmologie.de

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  • 504 / 2010Concept Ophthalmologie

    medizin

    08 Neues in Würzburg Jahrestagung der BayOG 12 Herausforderung Diabetes Interview mit Prof. Augustin über interdisziplinäre Aspekte

    14 Prävention Antioxidantien zur Vorbeugung von Augenerkrankungen 16 Trockenes Auge Neue Erkenntnisse über Funktion, Zusam- mensetzung und Analyse des Tränenfilms

    ophthalmo-chirurgie

    17 Editorial PD Dr. med. Anja Liekfeld 18 Makulaforamen Heute ist die Operation ein Routineeingriff für vitreoretinale Chirurgen

    22 Netzhaut Anti-VEGF-Therapie bei vaskulären Netzhauterkrankungen 24 Option Oberflächenmodifikation Beschichtete IOL als Lösungsansatz zur Verhinderung von Nachstar

    26 Marburger Disput Interaktive ophthalmologische Fortbildung

    perspektiven

    32 Keine Klarheit bei der Kontaktlinse Wie viel Umsatz machen Deutschlands Augenärzte mit der Kontaktlinse? Wer diese Zahl sucht, wird sie nicht fin- den. Der Kontaktlinsenmarkt ist aus vielfältigen Gründen voll- kommen undynamisch. Doch die Kontaktlinse kann für Augen- ärzte zum Umsatzträger und Zukunftssicherer werden. Sie müssen es nur erkennen. Denn damit können sie Geld verdie- nen und die eigene Berufsmar- kenpflege stützen. Zeit also für einen Aufbruch ins Neue – wie damals, als der Wilde Westen erobert wurde.

    medizintechnik

    30 Erweiterte Möglichkeiten Software zu non-invasiven Untersuchung von Tränenfilm und KL-Sauerstoffdurchlässigkeit

    perspektiven

    32 Kontaktlinsen-Markt Über Umsätze, Ignoranzen und Kontaktlinsen-Shops 37 Gesundheit als Gut Ethische und anthropologische Überlegungen

    marktüberblick

    39 Netzhaut-Diagnosetechnologien 40 Mikronährstoffe für die Augen

    standards

    03 Editorial Prof. Dr. med. Fritz Dannheim

    06 News Menschen + Meldungen

    21 Karriere + Chancen Marktplatz für Kleinanzeigen

    36 Impressum 43 Firmen stellen vor Produkte + Neuigkeiten

    74434www.concept-ophthalmologie.de

    Fachmagazin für Augenärztinnen und AugenärzteAusgabe 4-2010

    Keine Klarheit bei der Linse Über Umsätze, Ignoranzen und Shops

    Disput in Marburg Interaktive Fortbildung mit Mehrwert

    Netzhaut konkret Aus der Forschung. Aus der Praxis

  • 6

    news menschen + meldungen

    04 / 2010Concept Ophthalmologie

    Mittelstandspreis

    Soziale Verantwortung gezeigt Die Geuder AG ist mit dem Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württem- berg 2010 ausgezeichnet worden. Den von der Caritas und dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg ausgelobten Preis erhielt das Unternehmen für sein breitgefächertes soziales Engagement auf internationaler wie regionaler Ebene. „Soziales Engagement ist schon immer Teil unserer Firmenphilosophie gewesen“, sagte Martina Pfister (Foto Mit- te), Leiterin Strategie & Unter