Klavier Akkorde Spielen Handbuch

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Klavierspielen nach GehrWie du mit wenigen Akkordverbindungen unzhlige Songs auf dem Klavier nach Gehr und Akkorden begleiten und reharmonisieren kannst

ber Grundlagen der Akkorde bis hin zu Akkordvariationen

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Inhalt1. Grundlagen Das Gehr Orientierung an den Tasten Wenn Dur dann auch Moll Tonleiterakkorde Intervalle/Tonstufen 2. Akkordverbindungen ber Akkorde Grundakkorde Es gibt Abkrzungen Slashakkorde Verwandte Tonarten 3. Akkordvariationen Eins nach dem anderen... ber Akkordverbindungen und Variationen Die 10 populrsten Akkordverbindungen Noten-und Videobeispiele

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Am Anfang mchte ich auf zwei sehr wichtige Videos hinweisen, die eine Einleitung in dieses Thema geben sollen und dem allgemeinen Verstndnis ber das "Freie Klavierspiel nach Gehr und Akkorden/Akkordvariationen" dienen .Ich rate dringend dazu, diese 2 Videos vor dem Durcharbeiten dieses Ebooks anzuschauen:

VIDEO 1:3 Eigenschaften, die du nicht brauchst, um Klavier nach Akkorden und Gehr spielen zu knnen

VIDEO 2:

Songbeispiele: Typische Akkordverbindungen

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1. Grundlagen1.Das GehrWesentlicher Bestandteil des "Freien" Klavierspiels ist das Gehr! Es geht einfach nicht ohne! In meiner tglichen Unterrichtspraxis mache ich immer wieder folgende Erfahrung: Ich gebe einem Schler ein Notenblatt eines Klavierstcks mit der Aufgabe, es bis zur nchsten Woche zu ben. In der nchsten Woche kommt der Schler wieder zu mir und sagt, er ist ca. bis zur Mitte des Stcks gekommen, er habe sich immer wieder einige Noten klar machen mssen, bezeit war auch nicht so viel da und unterm Strich habe er sich dadurch geqult und sei eben nur bis zur Mitte gekommen. Diesen klassischen Lernansatz mache ich am Anfang bei jedem meiner Schler, aber nur, um eine viel bessere Lernmethode deutlich zu machen: Wir schauten uns nun die rechte und linke Hand einmal getrennt an. Ein Ausschnitt aus so einem Klavierstck knnte z.B. folgendermaen aussehen:

Schritt 1: Wir haben nun erst einmal die oberste Meldodielinie gespielt (A-A-H-C-H-C) und dabei festgestellt, da sich die paar Tne wie eine kleine Melodie anhrt. Bereits nach dem 2ten mal konnte der Schler diese kleine "Melodie" aus dem Kopf spielen. Schritt 2:Dann bauten wir die Akkorde unter diese Melodie. Dazu baruchen wir den Quintenzirkel (s.u.)

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Da unser Klavierstck keine Vorzeichen hat, kann es nur die Tonart C-Dur oder A-Moll sein. Wenn wir nun dieTne rechts und links vom Quintenzirkel markieren, haben wir alle zu der Tonart zugehrigen Akkorde: C-F-G-Am-Dm-Em

80% aller Songs werden nach diesem Muster komponiert!! Es gibt zwar hunderte von Akkorden, aber diese sind die wichtigsten und populkrsten! Das heit im Klartext, da es oft viel viel einfacher ist als man denkt, einen Song herauszuhren, wenn man das ntige Handwerkszeug dafr hat. Der Quintenzirkel ist wunderbar dafr geeignet, genau solche Zusammenhnge klar zu machen.

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Zurck zu unserer Story: Nach dem ersten durchspielen erkennen wir erst einmal, ob es sich um DUR oder Moll handelt: DUR= FRHLICH, ERFRISCHEND (als Grobuchstabe dargestellt) MOLL=TRAURIG, MELANCHOLISCH (als Kleinbuchstabe dargestellt ode Grobuchstabe+Kleinbuchstabe, z.B.Dm) Unser kleines Klavierstck ist in DUR, und zwar C-DUR! Wenn wir nun auf unseren eingekreisten Bereich des Quintenzirkels schauen, haben wir sofort (die wichtigsten) mglichen Akkorde um eben unsere Akkordtne unter die Melodie zu bringen. Dazu hilft uns in unserem Stck oben die linke Hand, di sog. Basslinie: D-F-G-G-C Diese Basslinie gibt uns quasi schon vor, wie wir rechst Akkorde bilden knnen! WOW!! Absolut einfach! ALSO: Die Akkorde unseres Klavierstcks von oben sehen wie folgt aus: Dm- Dm- F- GC

Das sind genau die Akkorde aus unserem Quintenzirkel-Bereich! Wir spielten jeden Akkord separat und hrten erst einmal, ob es sich um Dur oder Moll handelt. Dann schauten wir auf die linke Hand und bestimmten Akkorde! brigens: Es handelt sich hier bei um eine ganz typische Akkordfolge, der 2-5-1 Verbindung (Tonart: C-Dur, 2. Stufe=D, 5. Stufe=G, 1. Stufe=C). Spter in diesem

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Report gehe ich noch ausfhrlich auf das Thema Akkordverbindungen ein! Der Schler hat bereits nach 10 Min. die rechte Hand ohne Noten spielen knnen! Frei Klavierspielen hat nichts zu tun mit Auswendiglernen, sonder es hat etwas mit dem Hren und dem Einprgen zu tun. Und das Beste daran: Wir behalten dies in unserem Kopf (viel mehr, als wenn wir Noten auswendig lernen) und knnen es jederzeit fr viele Mglichkeiten abrufen! EInfach genial! Nun ging es noch um die lnke Hand. Die Akkorde haben wir ja bereits anhand der linken Hand bestimmen knnen. Aber auch in der linken Hand ergibt sich ber die Tne D-F-G-G-C eine kleine Melodie! Probiere es aus, es funktioniert! Du wirst dich an diese Melodie errinnern und sie spielen knnen. Nun ist es keine Schwierigkeit mehr, dieses kleine Klavierstck zu spielen,-und zu behalten. Mein Schler hatte in den 10 Minuten, in denen ich ihm diesen Ansatz erklrte einen greren Spielerfolg gehabt, als nach einer Woche zu Hause ben nach Noten! Nicht das wir uns falsch verstehen: Noten sind wichtig und fast unersetzlich wenn es darum geht, Zusammenhnge zu erklren und sich zu orientieren. Aber um "Frei" Klavier zu spielen brauchen wir viel mehr unsere Ohren und einige wenige, einfach theoretische Kenntnisse, um dann kreativ damit umgehen zu knnen! Mehr nicht! Spiele die obige Passage nach diesem Prinzip! Beim Spielen schaue dir auf die Hnde und bekomme ein Gefhl fr diese benannten Zusammenhnge! Du wirst dieses Stck behalten und es immer wieder spielen knnen! Fazit: Wesentliche Voraussetzung fr das freie Klaveirspiel ist unser Gehr! Im kreativen Umgang mit der notwendigen (und nicht mehr!) Theorie (Quintenzirkel) erweiterst du deinen musikalischen Horizont ungemein!Sieh dir ein Video Turorial zu diesem Thema auf meinem Blog an! KLICK HIER

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2. Orientierung an den Tasten

Der Vollstndigkeit halber gebe ich hier nochmal fr absolute Einsteiger eine bersicht der Tne und Tasten. Wer dies schon wei, kann diese Kapitel getrost berspringen. Neueinsteiger knnen sich am besten auf der Tastatur orientieren anhand der 2er-und 3er Gruppen schwarzer Tasten.

Links der 2er Gruppen ist das C, links der 3er Gruppen das F usw. Obwohl eine Klaviertastatur rund 88 Tasten hat, gibt es nur 12 Tne! Der Rest ist Wiederholung in hheren und tieferen Tonlagen:

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Die Abstnde zwischen den Tnen in der normalen Dur-Tonleiter sind prinzipiell immer gleich, egal, von welchem Ton (Tonart) man beginnt:

Die blau umrandeten Noten sind GANZTONSCHRITTE, die rot umrandeten HALBTONSCHRITTE: C-D=Ganzton D-E=Ganzton E-F=Halbton F-G=Ganzton G-A=Ganzton A-H=Ganzton H-C=Halbton Nehmen wir einmal den Ton (Tonart) D, dann ergbe sich folgende Tonleiter nach obigem Prinzip: D-E-F#-G-A-H-C#-D

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#=Erhhung um einen halben Ton b=Erniedrigung um einen halben Ton!

Durch Einhaltung dieses Prinzipes kannst du von jedem x-beliebigen Ton auf der Tastatur die passenden Dur-Tonleiter ermitteln! Sinn des Ganzen: Passende Akkorde schnell und sicher zu jedem Ton der Tonleiter finden! (s.u)

3.DUR/MOLL

Wenn du "Dur" kannst, kannst du auch "MOLL!"Die magische Zahl heit hier 6! Dazu schauen wir nochmal auf den Quintenzirkel:

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Die parallele Molltonart con C-DUR ist A-Moll (6. Stufe). Diese beiden haben dieselben Tonleitertne:

Somit kannst du von jeder Dur-Tonart auf jede Molltonart schlieen und kennst die dazugehrigen Tne! Und genau diese Tne dienen dir spter dazu, deine eigene, freie Akkordbegleitung zu entwickeln!

3. TonleiterakkordeUnd wieder gibt es hier ein ganz einfaches Prinzip: Wenn wir vom Ton C ausgehend einen Dreiklang mit den Stufen 1-3-5 bilden, also die Noten C-E-G, und diese tonschrittweise nach oben beibehalten, ergibt sich folgender Wechsel zweischen Dur-und Mollakkorden:

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Im Klartext ergeben sich dann genau die Akkorde, die oben schon als zusammenhngende Akkorde innerhalb einer Tonart anhand des Quintenzirkels beschrieben worden sind (ausser hb5, dieser Akkord fllt ein wenig aus der Reihe und wird weniger verwendet). Also alle Akkorde, die du zum komponieren oder zum freien Begleiten eines Songs innerhalb einer Tonart verwenden kannst. Diese Akkorde helfen dir auch beim Heraushren eines Songs, da es die Auswahl der mglichen Akkorde (und meistens sind es genau diese!) sehr bersichtlich gestaltet. Und genau dieses Prinzip wie oben beschrieben gilt fr jeden x-beliebigen Ton auf der Tastatur. Nehmen wir z.B. E als Ausgangstonart. Es ergbe sich folgende Akkordreihe: E-f#-g#-A-H-c#-d#(b5)-E Merkst du, wieviel Kreativ-Potenzial dir diese "kleinen" Rahmeninformation fr die Entfaltung deines eigenen Klavierspiels geben? Es ist hnlich so, als wenn du in den Himmel schaust: Schaust du bei Tag in den Himmel, siehst du die Wolken und ab und zu mal ein Flugzeug und Vgel. Du machst dir keine Gedanken ber die Gre und Weite des Himmels. Erst wenn du in der Nacht bei klarer Sicht in den Himmel schaust, lassen dich die Sterne nur annhernd die Gre und unendliche Weite des Universums erahnen....Und du bewegst