KOMM-Post 2011 Kinderpost

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KOMM-Post Jan/Feb 2011

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  • Die Kinderzeitung des Museums fr Kommunikation Frankfurt Januar/Februar 2010 4. Jahrgang Nr. 17 0,00 EUR

    100 Jahre Kinderpost

    Dritten Reiches wurde sogar die Kinderpost kontrolliert, und es wurden Briefmarken mit dem Gesicht des bescheuertsten Mannes der Welt mit der Kinderpost verkauft. Wer dieser Mann war, brauchen wir nicht zu sagen ooooder? Auch Spielzeugkonzerne nutzten die Kinderpost um ihre Figuren zu vermarkten. Beispielsweise sahen wir eine Post im Stil von Bibi Blocksberg. Soweit zur Kinderpost, aber wie sieht es in einem echten Briefzentrum aus? Wir durften einen Blick in

    in das Briefzentrum Frankfurt werfen. Die Halle des Briefzentrums hat etwa die Gre von 8 oder 9 Fuballfeldern! Wir sahen viele hundert Meter lange Fliebnder auf denen die Kisten mit den Briefen durch die Halle transportiert wurden. Meist befanden sich diese Fliebnder hoch ber unseren Kpfen. Auch sehr beindruckend waren die riesigen Sortiermaschinen die 30 bis 40000 Briefe pro Stunde, in 128 Fcher sortieren knnen. Aber nicht alle Briefe knnen mit der Maschine sortiert werden, zum Beispiel zu groe

    und sperrige, aber auch die Briefe die an den Absender zurck gehen, mssen noch mit der Hand sortiert werden. Die Hauptbetriebszeit fngt um 17h an. Jetzt werden die Briefe fr und von Frankfurt und Umgebung bearbeitet. Ab Mitternacht trudeln die Briefe aus den anderen deutschen Grostdten und aus dem Ausland ein. Nachdem die Briefe sortiert sind, werden sie in groen Behltern in die Lastwagen verfrachtet, und in die verschieden Zielregionen gebracht. Dort werden die Briefe an die Postboten verteilt. Ein Postbote teilt pro Tag etwa 1600 Briefe aus. (H.I.R., L.P.R, C.G.S.D.)

    Impressum

    Redaktion: Ann-Marie (A.K.), Beat (B.K.), Celina (CS), Christian (C.G.S.D.), David (David P.), Helen (H.I.R.), Leon (L.P.R.), Lucia (L.K.S.), Marvin (M.S.C.), Paul (P.E.).

    Museum fr Kommunikation FrankfurtSchaumainkai 53 60596 FrankfurtTel: (069) 60600 www.mfk-frankfurt.deffnungszeiten: Di - Fr: 9-18 Uhr Sa, So & Feiertag: 11-19

    "Wir machen Zeitung!"Diese Zeitung wurde in einem Workshop von Kindern fr Kinder gemacht. Zum siebzehnten Mal haben sich unsere jungen Redakteure getroffen, um ber

    Neuigkeiten aus dem Museum zu berichten. Die nchste Zeitung wird am 26. und 27. April gestaltet. Wer Lust hat, auch mal dabei zu sein, sollte sich schnell anmelden. Seite 1

    Hatten Sie als Kind eine Kinderpost? Wenn ja, wird Sie dieser Artikel sicher interessieren! Vor Hundert Jahren hatte fast jedes Kind eine Kinderspielpost. Im Laufe der Zeit, gab es verschiedene Versionen der Kinderpost. Von Lebensgroen Nachempfindungen bis zu winzigen Miniatur Modellen. Egal ob aus Holz, Pappe oder Plastik, die Kinder spielten gern damit. Die Kinder die schreiben konnten, schrieben echte Briefe an ihre Verwandten, damit das Spiel so echt wie mglich wurde. In der Zeit des

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    TTeerrmmiinnee,, TTeerrmmiinnee!!

    Osterworkshop fr Klassen und Gruppen: Hhner, Hasen, Schafe

    Habt Ihr Lust Papiersachen zu falten? Dann kommt in den

    Osterworkshop. Mit Klassen und Gruppen basteln wir Karten,

    Umschlge und OrigamiKrbchen. Diese Sachen knnen mit kreativen Teilen, Z.B.

    mit gefalteten Hhnern, gestanzten Hasen oder gerissenen Schfchen

    verziert werden.Im Mrz und April 2011.

    90 Minuten, 3 EUR, Anmeldung erforderlich!

    SprachlosNonverbale Kommunikation

    In diesem Workshop zeigen wir euch, wie man sich auch ohne Sprache verstndigen kann.

    Gemeinsam schauen wir uns einen Film an und gestalten und spielen ein Pantomimen-Spiel. Auerdem suchen wir besondere Zeichen im

    Museum und Ihr lernt einige Begriffe in Gebrdensprache.

    Am: 19. und 20. April 2011, von 10 13 Uhr oder 14 17 Uhr.

    4 EUR, Anmeldung erforderlich! (H.I.R.)

    Das Objekt des Monats

    Klappenschrank:Nach langem und mhsamen Suchens wurde der Klappenschrank von uns als Objekt des Monats gewhlt. Zuerst konnten wir uns keinen Reim darauf machen, wozu dieser Gegenstand mit den vielen Klappen gut sein sollte. Von einem Museums Angestellten erfuhren wir das dieser sogenannte Klappenschrank ungefhr im Jahre 1877 hergestellt wurde und zum verbinden von Telefonanschlssen benutzt wurde. Frher gab es noch keine Whltelefone, das heit man konnte nicht einfach den gewnschten Gesprchspartner anrufen, sondern sich erst durch kurbeln am Telefon mit dem Frulein von Amt verbinden lassen. Diese sa vor einem Klappenschrank. Wenn dann z.B die Klappe mit der Zahl 44 aufklappte setzte sie ihren Kopfhrer auf und fragte die Person am anderen Ende der Leitung mit wem sie den bitte verbunden werde wollte.War die Antwort dann z.B 25, weil dies die Nummer eines Onkels oder Kollegen war, nahm das Frulein von Amt zwei Stecker die durch ein Seil verbunden waren, steckte das eine Ende in die Nummer 44 und das andere in die 25. Nun konnten die beiden miteinander kommunizieren.Das Problem allerdings an dieser so simplen wie auch raffinierten Konstruktion, das Frulein von Amt bekam selbstverstndlich jedes einzelne Wort der verschieden Telefonate mit, da sie ja wissen musste wann aufgelegt wurde. Dadurch war keine Unterhaltung geheim. Auerdem mussten die Angestellten meist mit Rollschuhen durch die langen Gnge fahren, um an die unterschiedlichen Klappenschrnke zu gelangen. Ein weiterer Aspekt ist, dass nur Frauen dort angestellt waren.Angeblich lag dies an der durchs Telefon besser verstndlichen Stimme.In Wirklichkeit diente dies allerdings blo um Geld zu sparen, da Frauen zu dieser Zeit weniger verdienten als Mnner.Ausgewhlt haben wir es wegen der interessanten Geschichte und dem Umstand das Klappenschrnke heut zu Tage nicht mehr existieren, da das Whltelefon von einem Leichenbestatter erfunden wurde. Aber das ist eine andere Geschichte. (C.S.& A.K.)

    Gesucht - Gefunden

    Hier noch ein kleines Rtsel:Welches Objekt hat diese Lcher unter dem Dach?Kommt macht euch auf die Socken und findet dieses Objekt!Mehr solcher Bilder-Rtzel gibt es auch als Spiel durch das Museum. Fragt einfach an der Kasse danach!

    (A.K., B.K.)

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    Interview im Briefzentrum FrankfurtIm Gesprch mit Herr Weber-Gaul

    Die Redaktion der KOMM-Post war diesmal im Briefzentrum Frankfurt bei Herrn Weber-Gaul zu einem Interview eingeladen. Nach einer Vorbesprechung in unserer Redaktion, fuhren alle Redakteure gemeinsam ins Briefzentrum. Das Interview fhrten Paul und David.

    Paul: Guten Tag Herr Weber-Gaul !Was genau ist eigentlich ein Briefzentrum?Herr Weber-Gaul: Ein Briefzentrum, wie der Name schon sagt, ist ein Zentrum, wo die Briefe sortiert werden. Es gibt Bundesweit 82 solcher Briefzentren, die zwischen verschiedenen Gren

    Paul: Wie viele Mitarbeiter haben/brauchen sie?Herr Weber-Gaul: Unser Einheitsbereich, also die gesamte Niederlassung Brief Frankfurt hat etwa 5 000 Mitarbeiter allerdings sind im Briefzentrum selber nur 300 Mitarbeiter ttig. David: Wie finden Sie es, dass es wegen der Maschinen weniger Jobs zu vergeben gibt? Herr Weber-Gaul: Ich denke, das ist einfach eine

    Entwicklung, dass man versucht mglichst viel manuelle Arbeit durch automatische Arbeit also Maschinen zu ersetzen. Man darf allerdings nicht vergessen, dass es durch unseren technischen Fortschritt mehr Arbeitspltze zu vergeben gibt, z.B. Maschinenbau, programmierung und Software. Paul: Seit wann gibt es Briefzentren?Herr Weber-Gaul: Das ist eine gute Frage...(berlegt kurz). Briefzentren gibt es etwa seit 1995-1996.David: Wie sind sie zu ihrem Job gekommen?Herr Weber-Gaul: Nach meiner Schulausbildung war ich erst bei der Bundeswehr, hatte da aber schon mehrere Bewehrbuungen laufen, darunter auch eine bei der deutschen Post und als ich eine Zusage bekam, hab ich das wahrgenommen, denn der Job macht mir viel Spa.Paul: Was genau machen sie im

    Briefzentrum Frankfurt?Herr Weber-Gaul: Ich bin nicht direkt in der Sotierung ttig, sondern beim Transport.Meine Aufgabe als Transportplaner ist es, die Fahrten zu anderen Briefzentren zu planen.David: Was gefllt ihnen am meisten an ihren Job?Herr Weber-Gaul: Am meisten gefllt mir an meinem Beruf, dass man viel mit Menschen zu tun hat und dass jeder Tag eine neue Herausforderung ist.Paul: Wie lange arbeiten sie schon im Briefzentrum?Herr Weber-Gaul: Ich arbeite bei den Briefzentren seit es sie gibt, also 1996, da ich davor schon bei der Post ttig war.David: Ist ihr Job kreativ oder passiert jeden Tag dass gleiche?Herr Weber-Gaul: (lacht) Sowohl als auch. Es gibt Routinettigkeiten, die man jeden Tag zu erledigen hat, z.B. Pc auswertungen. Allerdings ist auch jeden Tag etwas anderes z.B. manchmal sind die Briefmengen hoch, manchmal niedrig...wir mssen stndig die Transporte anpassen, so dass es immerwieder was Neues gibt.Paul: Ist ihr Job anstrengend ?Herr Weber-Gaul: An gewissen Tagen ist er schon anstrengend, ich will allerdings nicht sagen, dass mein Job zum Verzweifeln ist. Er macht mir trotzdem Spa.David: Gibt es bei ihnen Sicherheitslcken?Herr Weber-Gaul: Wie ihr ja

    unterteilt sind.hnlich wie Kleidergren, von S bis XXL. Das Briefzentrum Frankfurt hat dir Gre XXL. Briefzentrum deswegen, da alle Briefe die mit der Postleitzahl 60 oder 61 anfangen in Frankfurt "zentral" sortiert werden.David: Wie viele Briefe werden pro Tag verschickt?Herr Weber-Gaul: Bundesweit werden pro Tag 60 Mio Briefe verschickt. Hier im Bereich Frankfurt sind es ungefhr 1,5 Mio Briefsendungen pro Tag.

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    Fr nur 14 (Kinder) profitiert ihr ein Jahr lang mit dieser Karte von zahlreichen Extras und Vergnstigungen:- freier Eintritt ins Museum das ganze Jahr- 10 Freikarten fr die Kinderwerkstatt Einzelpreis 2 - 20 % Rabatt auf das Kindergeburtstags-Programm- eine persnliche Geburtstagsberraschung- kostenloses Abonnement des monatlichen E-Mail-Newsletters zum KinderprogrammInfos an der Museumskasse