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Krankenhäuser St. Franziskus und Maria Hilf 11_web.pdf · PDF file Zentrum für Kontinenz und Neuro-Urologie beschreibt, wie Botox bei Harninkontinenz eingesetzt wird. Aus der Klinik

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  • Krankenhäuser St. Franziskus und Maria Hilf

    [email protected]

    Das Magazin der Kliniken Maria Hilf GmbH | Mönchengladbach | Ausgabe 11 | Mai 2012

    Themen dieser Ausgabe: Serie | Klinik-Neubau am Krankenhaus St. Franziskus

    Vorstellung der neuen Provinzoberin Botox bei neurogener Blasenfunktionsstörung

  • [email protected] | 3| [email protected]

    Bestätigung des Qualitätssiegels Herzlichen Glückwunsch dem Zentrum für Kontinenz und Neuro-Urologie für das bestandene Überwachungsaudit als „Kontinenz- und Beckenbo- denzentrum“. Das Zertifikat wurde ohne vorheriger Begehung aufgrund der exzellenten Expertise erneut ausgesprochen!

    Magazine küren Deutschlands Top-Mediziner

    Nach Angaben der Bundesärztekammer sind derzeit nahezu 450.000 Ärztinnen und Ärzte in Deutsch- land tätig. Hier den Überblick zu bekommen, ist fast unmöglich. Eine Hilfe zur Orientierung bieten sog. Ranking-Listen, die in verschiedenen Magazinen ver- öffentlicht werden.

    So hat z. B. unter dem Motto „Welche Ärzte wirklich helfen“ die Zeitschrift „Focus“ zusammen mit einem unabhängigen Recherche-Institut anhand systematischer Ärzte-Interviews, Patientenbefragungen und Datenbankauswertungen die 1500 Top- Mediziner im Bundesgebiet ermittelt und in Deutschlands umfangreichster Ärzteliste publiziert. Mit dabei: Priv.-Doz. Dr. med. Ullrich Graeven, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Gastroentero- logie. Er wurde als Fachexperte für „Tumore

    des Verdauungstraktes“ in die Ärzteliste 2011 aufge- nommen.

    An anderer Stelle ausgezeichnet wurde Prof. Dr. med. Herbert Sperling, Chefarzt der Klinik für Urologie. Er wurde vom unabhängigen Verbraucher-Magazin „Guter Rat - Gesundheit“ als Fachexperte für Uro-Onkologie, rekonstruktive Urologie und Andrologie in die Liste der besten Ärzte Deutschlands 2012 aufgenommen.

    Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte benutzt unser Ma-

    gazin überwiegend die männliche Formulierung, meint aber damit

    gleichzeitig immer auch die weibliche Schreibweise.

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wir freuen uns, Ihnen heute die 11. Ausgabe des Klinik- magazins [email protected] präsentieren zu können. Diese Ausgabe beinhaltet wieder viele Beiträge aus den unter- schiedlichen Bereichen unseres Krankenhauses. Unter dem Titel „Logistik ist mehr als nur der Transport von A nach B“ erläutert der Geschäftsbereich Einkauf, Service und Logistik detailliert die Strukturen und Abläufe des Transportwesens.

    Aus den Kliniken gibt es einiges Neues zu berichten: Das Zentrum für Kontinenz und Neuro-Urologie beschreibt, wie Botox bei Harninkontinenz eingesetzt wird. Aus der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie erfährt der Leser, warum Knieschmerzen nicht zwingend zu einer Kniepro- these führen müssen. Auch in dieser Ausgabe führen wir unsere Serien fort. Die Fertigstellung des Neubaus am Krankenhaus St. Franziskus schreitet voran – die Halbzeit ist geschafft. Einige Bereiche sind bereits bezogen, wei- tere Bereiche werden im Laufe dieses Jahres bezugsfertig.

    In der zweiten Serie „Mit Bewegung fit & besser leben!“ werden gezielte Übungsbeispiele zur Verbesserung der Rumpfmuskulatur dargestellt und erläutert. Die katholi- sche Bildungsstätte für Gesundheitsberufe (kbs) bietet seit Kurzem ein duales Studium der Pflege an. Studenten des ersten Studienganges berichten in einem Interview über ihre Erfahrungen.

    Wir möchten uns auch diesmal bei den Autoren für die flei- ßige Unterstützung zum guten Gelingen dieser Ausgabe bedanken! In der Hoffnung, wieder interessante Themen zusammengestellt zu haben, wünschen wir Ihnen eine unterhaltsame und informative Lektüre!

    Mit den besten Wünschen Natascha Morsbach, Redaktion

    In eIGener SacHe Liebe Leserin, lieber Leser,

    das Magazin „[email protected]“ lebt von interessanten Themen und

    Beiträgen rund um unsere Krankenhäuser. Jede Beteiligung, Anre-

    gung, Kritik und jeder Beitrag sind willkommen! Ebenso wichtig ist

    uns Ihre Meinung! Gerne veröffentlichen wir Ihren Leserbrief in der

    nächsten Ausgabe. Sie erreichen uns unter der E-Mail-Adresse: [email protected]

    mariahilf.de

    IMPreSSUM Herausgeber: Kliniken Maria Hilf GmbH

    V.i.S.d.P.: Natascha Morsbach, Telefon (02161) 892-1044

    Gestaltung | Konzeption: Astrid van Kempen-Bahun +

    Fotos: KMH (3, 12, 19), Ilgner (Titel, 4, 9, 14, 18, 19, 23), Bauer (Titel,

    6, 7, 8, 9) Bahun (10, 15), fotolia (20), medicoreha (22), KN (16, 17)

    Auflage: 3.000 Exemplare

    11. Ausgabe: Mai 2012

    Redaktionsschluss der 12. Ausgabe: 15. September 2012

    InHalT

    Kurz notiert 3

    Neues aus unseren Kliniken … Botox hilft auch bei Funktionsstörung der Blase 4 … Wenn das Knie schmerzt 5 … Onkologisches Zentrum besteht Qualitätsprüfung 12 … Forschung der Klinik für Nuklearmedizin ist gefragt 18

    Serie Neubau | Teil 8 … Klinik-Neubau am Krankenhaus St. Franziskus 6

    Nachgefragt … Neuer Blick auf Pflegeberufe 10 … Wechsel in der Führung 15 … Kommunionhelfer – eine Aufgabe für Sie? 23

    Aktuelles … Unsere Mitarbeiter bestätigen:

    Maria Hilf ist ein attraktiver Arbeitgeber! 13 … Logistik ist mehr als nur Transport von A nach B 16 … Kliniken Maria Hilf bei facebook! 18 … Verleihung der Professur an

    Frau Dr. Barbara Weis-Müller 19 … Förderschule freut sich über Computerspende 19

    Förderverein … Stadtsparkasse unterstützt Palliativstation 14

    Nachgedacht … Händeschütteln ist ungesund 20

    Serie | Mit Bewegung fit & besser leben … Das Kreuz mit dem Kreuz 22

    Priv.-Doz. Dr. med. Ullrich Graeven

    Schwarz auf Weiß Ab dieser Ausgabe finden Sie in der [email protected] regelmäßig QR-Codes. Hinter den schwarzen Punkten verbergen sich verschlüsselte Informationen, wie z. B. eine Homepage, auf der Sie zusätzliche Informationen abrufen können. Für das Entschlüsseln benötigen Sie ein Smartphone mit einem QR-Scanner, den Sie kostenlos im Internet als ‚App’ herunterladen können.

    Kurz notiert

    Prof. Dr. med. Herbert Sperling

    Einladung zum 5. Literaturabend

    Mi, 20.6.2012, 19.00 Uhr, Forum Maria Hilf

  • | [email protected] [email protected] | 5| [email protected]

    Von Dr. med. Albert Kaufmann, Chefarzt des Zentrums für Kontinenz und Neuro-Urologie

    Neurologische Erkrankungen gehen oft mit Blasenfunktionsstörungen einher. Zu diesen neurologischen Erkrankungen gehören insbeson- dere Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Multiple Skle- rose, Morbus Parkinson und auch die Amyotrophe Lateralsklerose. Auch Schlaganfälle haben meist eine nicht unerhebliche Störung der Harnblasenfunktion zur Folge.

    In über 90 Prozent der Fälle ist die Folge einer solchen Blasenfunkti- onsstörung eine nicht kalkulierbare Harn-Inkontinenz. Sie bedeutet für die Betroffenen neben der durch die neurologische Erkran- kung entstandenen Behinderung eine wesentliche Einschränkung der Lebensqualität. Ursache dieser Drangsymptomatik und der Harn- Inkontinenz ist eine Fehlsteue- rung der Harnblase. Der Harndrang kann von den steuernden Zentren des Gehirnes nicht unterdrückt werden, so dass unwillkürlich eine Blasenentleerung durch eine Kon-

    traktion des Blasenmuskels erfolgt. Problematisch ist - und dies merkt der Patient in der Regel nicht -, dass im Rahmen dieser unge- hemmten Blasenentleerung zu hohe Drücke in der Harnblase ent- stehen können. Diese führen nicht nur zu immer wieder auftretenden Harnweginfekten, sondern können insbesondere auch den Harntrakt schädigen. Ziel ist es daher, diese ungehemmten Kontraktionen des Blasenmuskels zu verhindern und den Druck in der Harnblase zu sen- ken, um so einerseits eine sichere Kontinenz wieder herzustellen und die Nierenfunktion andererseits zu schützen.

    Behandlung mit Botox

    Nach einer differenzierten neuro- urologischen Funktionsdiagnos- tik, die in der Regel in nahezu allen Fällen zu einer Klassifizie- rung der Blasenfunktionsstörung führt, wird man das therapeuti- sche Konzept mit dem Patienten besprechen können. Die Überak- tivität des Blasenmuskels kann zunächst durch sogenannte Anti- cholinergika unterdrückt werden.

    Dies sind Medikamente, die die Informationsübertragung vom Nerv auf den Muskel unterbinden und so zu einer Beruhigung des Muskels führen.

    Sollten diese Medikamente nicht wirksam sein oder von den Patienten nicht vertragen werden, so besteht die Möglichkeit, Botu- linumtoxin direkt im Rahmen einer kurzen Narkose in den Blasenmus- kel zu injizieren. Botulinumtoxin führt ebenfalls über eine Hem- mung der Informationsübertra- gung vom Nerv auf den Muskel zu einer Beruhigung der Harnblase. Die Blasenkapazität wird hierdurch vergrößert und der Druck so stark gesenkt, dass es in der Regel zu einer vollständigen Wiederherstel- lung der Blasenfunktion kommt und die Nieren über einen lan- gen Zeitraum geschützt sind. Die Wirksamkeit von Botulinumtoxin beträgt im Rahmen dieser Behand- lung im Mittel neun Monate. Die Einnahme von Tabletten ist dann meist nicht mehr notwendig. Die Komplikationen dieser Methode sind vernachlässigbar gering.

    neues aus unseren Kliniken

    Botox hilft auch bei Funk- tionsstörung der Blase Der Einsatz des Nervengiftes Botox in der Neuro-Urologie führt zur Ver- besserung der Lebensqualität.

    Von Dr. Georg Sellmann, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

    In den höheren Altersgruppen liegt der