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Kulturgeschichte Kulturgeschichte des Geldflusses des ... · PDF file definieren können, um die Erfindung des Rades historisch festzumachen, so wenig können wir eine gesicherte Auskunft

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    Fritz Klein Guido Palazzo

    Kulturgeschichte des Geldflusses

    Die Entwicklung des Zahlungsverkehrs mit Fokus Schweiz

    Kulturgeschichte des Geldflusses – Die Entwicklung des Zahlungsverkehrs mit Fokus Schweiz.

    Für Personen, die eine Ausbildung im Finanzbereich absolvieren oder bereits in diesem Bereich tätig sind, und für alle am gesell- schaftlichen Phänomen Geld Interessierten.

    Fritz Klein, lic. oec. publ., ist bei SIS SegaInterSettle im Rahmen der Geschäftsleitung zuständig für strategische Projekte. Er wirkte u. a. bei der Entwicklung und Einführung einer Vielzahl von nationalen und internationalen Interbankprojekten mit.

    Guido Palazzo, Dr. phil., ist Assistenzprofessor für Unternehmungs- ethik an der Ecole des Hautes Etudes Commerciales der Universität Lausanne. Er ist Mitgründer und Gesellschafter der Unternehmens- beratung Management Manufaktur AG in Sarnen.

    Eine Zeitreise durch die Entwicklung der Geldwirtschaft: Anschau- lich und spannend zeigen die Autoren den Weg von der Schatztruhe des Fürsten im Mittelalter bis hin zu den modernen Zahlungsver- kehrssystemen. Sie machen verständlich, wie die Organisation des Zahlungsverkehrs in jeder Epoche mit ökonomischen, kulturellen, politischen und technologischen Gegebenheiten verbunden ist. Im Zentrum steht die Entwicklung des Zahlungsverkehrs in der Schweiz. Europäische und US-amerikanische Entwicklungen werden ergänzend aufgezeigt. Das Buch erläutert alle wichtigen Schlüsselbegriffe rund um den Zahlungsverkehr und gibt einen Überblick über die Funktionsweise der verschiedenen Systeme im Laufe der Zeit.

  • Kulturgeschichte des Geldflusses

  • Fritz Klein Guido Palazzo

    Kulturgeschichte des Geldflusses Die Entwicklung des Zahlungsverkehrs mit Fokus Schweiz

    VERLAG SKV

  • Fritz Klein Lic. oec. publ., war bei Credit Suisse First Boston als Ma- naging Director verantwor tlich für Settlement Systeme sowie Global Operational Banking. Seit Juni 2000 ist er bei SIS SegaInterSettle im Rahmen der Geschäftsleitung zuständig für strategische Projekte.

    Guido Palazzo Dr. phil., ist Mitbegründer und Gesellschafter der Unter- nehmungsberatung Management Manufaktur AG in Sarnen. Per März 2003 wurde er zum Assistenzpro- fessor für Unter nehmensethik an die Ecole des Hautes Etudes Commerciales der Universität Lausanne berufen.

    1.Auflage 2003 ISBN 3-286-51231-1

    © Verlag SKV, Zürich www.verlagskv.ch

    In Zusammenarbeit mit Swiss Interbank Clearing AG anlässlich des 15-jährigen Bestehens von Swiss Inter- bank Clearing (SIC) sowie des 25. Jubiläums der Dienstleistungen Datenträgeraustausch (DTA) und Lastschriftenverfahren (LSV).

    Alle Rechte vorbehalten. Ohne Genehmigung des Verlages ist es nicht gestattet, das Buch oder Teile daraus in irgendeiner Form zu re- produzieren.

    Gestaltung: Peter Heim Umschlag: Brandl & Schärer AG

  • Vorwort

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    Das vorliegende Buch erscheint anlässlich des 15-jährigen Bestehens von Swiss Inter- bank Clearing SIC, das am 10. Juni 1987 sei- nen Betrieb aufnahm, sowie des 25. Jubi- läums der Dienstleistungen Datenträgeraus- tausch (DTA) und Lastschriftverfahren (LSV). DTA und LSV leiten den Abschied vom Papierauftrag im Verhältnis des Kunden zu seiner Bank ein. SIC bringt bereits zum Zeitpunkt seiner Inbetriebnahme den Zah- lungsverkehr zwischen Banken in der Schweiz einen grossen Schritt vorwärts. SIC bedeutet den Abschied vom Papier, von manuellen Sortiervorgängen und Kurier- diensten, und den direkten Eintritt ins Zeit- alter von Online- und Real-Time-Systemen. Im internationalen Vergleich ist SIC bereits damals absolut führend. Es ist ein echtes Real-Time-Gross-Settlement(RTGS)-System – somit ein besonders sicheres System und heute ein unverzichtbares Modell für jede entwickelte Volkswirtschaft. Dabei gibt es zur Zeit der Entwicklung und Einführung von SIC den Begriff «RTGS» noch gar nicht! Ein heute in der Theorie von Zahlungsver- kehrssystemen zentraler Begriff wie «Fina- lität» wird im so genannten Spiezer Papier der Schweizer Grossbanken, das die Lancie- rung des SIC-Projekts (damals neuer Ban- kenclearing) einleitet, mit «keine Gutschrift von Zahlungen unter Vorbehalt» umschrie- ben. Heute ist SIC zum zentralen Kern des gesamten Zahlungsverkehrs in der Schweiz geworden. Nicht bloss die Einzelzahlungen, die seit Beginn online/realtime vollständig über SIC abgewickelt werden, laufen heute über SIC, sondern auch die Summentotale aller anderen Anwendungen des Zahlungs- verkehrs in der Schweiz (so genannte Dienstleistungen). Das Buch soll sich aber nicht bloss mit der Entwicklung von SIC befassen, sondern

    diese in einen grösseren Zusammenhang stellen. Denn wer verstehen will, wie Wirt- schaftsabläufe in einer Gesellschaft funktio- nieren, der muss darauf schauen, wie sie ihre finanziellen Transaktionen organisiert. Die effiziente Bearbeitung von Zahlungen ist eine entscheidende Grundbedingung wirtschaftlichen Fortschritts. Zahlungsverkehr findet in erster Linie dort statt, wo Waren und Wertschriften gehan- delt werden. Es ist ein weiter Weg von der Schatztruhe der mittelalterlichen Fürsten zu den ersten Ansätzen vollständig elektro- nisierten Geldes, von den Medici zur mo- dernen Internetbank, vom mittelalterlichen Wechsel zum modernen Zahlungsverkehrs- system. Die Organisation des Zahlungsver- kehrs ist eng mit den ökonomischen, kultu- rellen, politischen und technologischen Pa- rametern der jeweiligen Zeit verzahnt. Die- se Parameter müssen berücksichtigt wer- den, um ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung von Zahlungsverkehr und Zah- lungsverkehrssystemen zu entwickeln und die Konsequenzen der gegenwärtigen, tief greifenden gesellschaftlichen Umwälzungen für die zukünftige Gestaltung monetärer Transaktionen zu begreifen. In dem vorliegenden Buch sind zwei Ent- wicklungslinien miteinander verknüpft: Zunächst geht es darum, die wirtschaft- liche, politische und kulturelle Basis zu beschreiben, auf der sich seit Beginn des letzten Jahrhunderts die modernen Formen des Zahlungsverkehrs entwickelt haben. Diese Basis ist das Ergebnis einer histori- schen Entwicklung, die im späten Mittelal- ter einsetzt und die besondere Rolle des Geldes sowie die Entwicklung des Banken- sektors in unserer Gesellschaft festlegt. Ka- pitel 1 des Buches beschreibt diese Entwick- lung.

  • Die zweite Entwicklungslinie beschreibt die Entstehung moderner Zahlungsverkehrs- systeme. Einen entsprechenden Überblick geben die Kapitel 2 bis 4. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem schweizerischen Zah- lungsverkehr. Europäische und US-ameri- kanische Entwicklungen werden überall dort in die Untersuchung einbezogen, wo die bestehenden internationalen Unterschiede erläutert und die immer wichtiger werden- de grenzüberschreitende Vernetzung natio- naler Systeme dargestellt werden soll. Es geht dabei nicht darum, frühere und aktu- elle Zahlungsverkehrssysteme bis ins letzte Detail zu beschreiben. Ziel ist es vielmehr, einen Überblick über die grundsätzliche Funktionsweise der Systeme zu geben und ihren historischen Entwicklungsgang zu rekonstruieren – den Weg vom Korrespondenz- bankensystem bis zum Swiss Interbank Clearing und auf globaler Ebene zum Con- tinuous Linked Settlement aufzuzeigen. Kapitel 5 schliesslich greift die historische Entwicklungslinie des Kapitels 1 wieder auf und wagt einen Ausblick auf die Konse-

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    quenzen von Globalisierung und Elektroni- sierung unserer Wissensgesellschaft und ih- res Zahlungsverkehrs. Die modernen infor- mationstechnologischen Möglichkeiten wur- den zunächst als ein geeignetes Instrument zur Optimierung der bestehenden Abläufe im Zahlungsverkehr wahrgenommen. Es gibt heute allerdings gute Gründe anzunehmen, dass die tief greifenden Veränderungen der Welt nicht ohne Konsequenzen für die Or- ganisation unserer Geldwirtschaft bleiben können. Die Autoren danken dem Redaktionskomi- tee mit André Bamat (Swiss Interbank Clea- ring AG), Andreas Galle (Swiss Interbank Clearing AG) und Jörg Weber (JWS AG) für die tatkräftige und fachkundige Unterstüt- zung sowie Daniel Heller (Schweizerische Nationalbank) und Willy Furrer (ehemals Telekurs AG) für ihre Anregungen zu ein- zelnen Kapiteln des Buches. Christian Hehl war den Autoren durch seine umfangrei- chen Recherchen und professionellen Mate- rialaufbereitungen eine wertvolle Unter- stützung.

    Winter 2002/2003

    Fritz Klein Guido Palazzo

  • Inhaltsverzeichnis

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    1 Die Entstehung der marktwirtschaftlichen Ordnung und der Banken 9 1.1 Anfänge der Geldwirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 1.2 Das dunkle Mittelalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 1.3 Stadtluft macht frei – Das Entstehen der Märkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 1.4 Der Aufstieg der Kaufleute. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 1.5 Der neue «kapitalistische» Geist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 1.6 Vom Warenhandel zum Geldhandel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 1.7 Entstehung der Nationalökonomien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 1.8 Entwicklung des Papiergeldes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 1.9 Entstehung des modernen Bankensystems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .