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Management Support Systeme Teil 2 - knopper.net · Entwurf Konzept Prototyp Realisierung Prototyp Betrieb Prototyp Betrieb des Systems Rückkopplung. ... 8.2 Benutzerbeteiligung minimale

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  • Management Support SystemeTeil 2

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 112

    8 Systemgestaltung von MSS

    Beherrschung der Komplexitt von Aufgabenstellung und ProblemlsungBewltigung der Dynamik von Anforderungen und EinsatzbedingungenBeteiligung betroffener Interessengruppen

    Bercksichtigung folgender Kriterien:

    Untersuchung von:

    Vorgehensmodellen zur Softwareentwicklung (Software-Engineering) Beteiligungskonzepten zur Einbeziehung von potentiellen Benutzern

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 113

    8.1 Vorgehensmodelle

    verschiedene Phasenmodelle, wie z. B. Software-Life-Cycle-Modell Wasserfallmodell V-Modell

    Prototyping Anstze evolutionres Prototyping exploratives Prototyping experimentelles Prototyping

    synthetische Anstze Spiralmodell XPS - Entwicklung

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 114

    Grundstruktur Phasenmodelle Projektbegrndung

    Systementwurf

    Systemeinfhrung

    Anschaffung von(Standard-)Software

    Programmierungund Test

    Programmentwurf

    Soll-Konzept

    Ist-Analyse

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 115

    Software-Life-Cycle-Modell

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 116

    Wasserfallmodell

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 117

    V Modell

    Vorgehensweise: "Was ist zu tun?" Hier werden Ttigkeiten, Ergebnisse und Inhalte der Ergebnisse der Systementwicklung festgelegt.Methoden: "Wie ist etwas zu tun?" Diese Ebene definiert die Methoden mit denen die in der ersten Ebene beschlossenen Ttigkeiten durchgefhrt und wie die Ergebnisse dargestellt werden sollen.Werzeuganforderungen: "Womit ist etwas zu tun?" Hier werden die Anforderungen an die einzusetzenden Werkzeuge definiert.

    Die Grundstruktur des V-Modelles besteht aus einer Matrix mit drei Standardisierungebenen und vier Submodellen.

    Standardisierungsebenen:

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 118

    V Modell

    PM (Projektmanagement): Das Submodell PM ist den anderen drei Submodellen bergeordnet. Es plant, kontrolliert und informiert die Submodelle SE, QS und KM.SE (Systemerstellung): Das Submodell SE beschreibt un-mittelbar den Entwicklungsprozess.QS (Qualittssicherung): QS gibt Qualittsanforderungen, Prfflle (Use Cases) und Prfkriterien vor, nach denen das Produkt untersucht wird. Das Submodell QS gewhrleistet die Einhaltung gesetzter Standards.KM (Konfigurationsmanagement): KM gewhrleistet, dass die Produkte eindeutig indentifizierbar sind und verwaltet Konfigurationen und Versionen. Insbesondere umfasst es den Bereich des nderungsmanagements.

    Submodelle (Ttigkeitsbereiche):

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 119

    V Modell Submodell Systementwicklung

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 120

    Prototyping

    Prototyping ist ein Ansatz, der gekennzeichnet ist durch eine iterative Vorgehensweise mit starker Einbeziehung des Benut-zers/Anwenders schon in einem frhem Entwick-lungsstadium. Die vollstndige Systemspezifikation liegt zu Beginn des Entwicklungsprozesses noch nicht vor, sondern wird sukzes-sive durch Anwendung des bereits erstellten funktionsfhigen Prototyps vorgenommen.

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 121

    Prototyping

    Entwurf

    Konzept Prototyp

    Realisierung Prototyp

    Betrieb Prototyp

    Betrieb des Systems

    Rckkopplung

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 122

    Rapid Prototyping

    Entwurf

    Prototyp

    Evaluierung

    Rckkopplung

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 123

    exploratives Prototyping

    Vorstellungen ber zu erstellendes System sind noch vage Prototyp soll potentiellen Nutzern zentrale Aspekte des ge-planten Systems verdeutlichenAnforderungen der Benutzerwerden anhand von Anwen-dungsbeispielen berprft die Funktionalitt des Prototypen steht im Vordergrund

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 124

    experimentelles Prototyping

    ohne dass die eigentlichen Funktionen des Anwen-dungssystems realisiert sind, werden zur Simulation techni-scher Komponenten (z.B. der Endbenutzerschnittstelle) verschiedene Prototypen erstellt und durch die Entwickler und Anwender ausgewertet und beurteilt die Untersuchung der software-technischen Realisierung einer bereits bekannten Zielsetzung (einer bekannten Spezifikation) steht im Vordergrund

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 125

    Evolutionres Prototyping

    inkrementelle (kontinuierliche, zielgerichtete) System-entwicklung, bei der der Prototyp sukzessive verbessert wird die letzte Prototyp Version stellt das endgltige System dar mglichst frh im Entwicklungsprozess wird beim Benutzer ein lauffhiges (Beispiel-) System (Prototyp) erstellt

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 126

    Spiralmodell1

    1 nach Bhm

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 127

    XPS - Entwicklung1

    1 nach Kurbel

    Konzeption

    Wissens-erhebung

    Implementierung

    Abnahme

    Zyklus-Review

    Einfhrung

    Expertensystem - Version

    Wissensmngel

    Entwicklungszyklus

    konzeptionellesWissensmodell

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 128

    8.2 Benutzerbeteiligung

    minimale Beteiligung spterer potentieller Systeman-wender bei klassischen Phasenmodellen (beschrnkt auf die Anforderungsdefinition/Pflichtenheft)

    Diskrepanz zwischen Anpassung des Zielsystems an die Benutzerbedrfnisse und Einbeziehung der Benutzer in den Systementwicklungsprozess

    Akzeptanzprobleme

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 129

    Akzeptanzprobleme (knnen sein):

    neues System wird als zustzliche Belastung empfunden Misstrauen, falls sich das System fehlerhaft oder anders als erwartet verhlt als ungerecht oder ineffizient empfundene Arbeitsteilung zwischen System und Anwenderfehlende Funktionalitt

    Benutzerbeteiligung

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 130

    Benutzerbeteiligung

    Benutzerbeteiligung im Sinne einer partizipativen Entwicklungs-philosophie sptere Anwender sollen sich in mglichst vielen Phasen des Entwicklungsprozesses (von MSS) einbringen knnen- eigene Interessen erkennen,- sie als Anforderungen formulieren und

    - auf adquate Umsetzung achtenInteressenkonflikte zwischen Entwicklern, Auftraggebern und Benutzern knnen rechtzeitig erkannt und im Sinne einer Kompromissfindung beseitigt werden Einbeziehung der Betroffenen (Manager und Mitarbeiter in Stabsstellen) insbesondere vor dem Hintergrund unstrukturierter und unscharfer Problemstellungen notwendig

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 131

    9 Systemnutzung und betrieb von MSS

    Unterscheidung in:

    BetriebsformenNutzunsformen

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 132

    Allgemeine Merkmale, die die Schnittstelle bzw. Interaktion zwischen Mensch und Maschine (MSS) betreffen

    Mensch Maschine Kommunikation

    Nutzungsformen

    SystemseiteAnwenderseite

    Nutzungsfrequenz

    Verwendungsmodus

    Bedienbarkeit

    Darstellungsarten

    9.1 Nutzungsformen

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 133

    Nutzungsfrequenz

    Bercksichtigung regelmiger/periodischer SystemnutzungBercksichtigung standardisierter Berichterstattungen Bereitstellung entsprechender Funktionsaufrufe/Makros (ggf. automatisierbar)Sicherung des sporadischen InformationsbedarfsBereitstellung konfigurierbarer Informationskomponenten

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 134

    bei seltenem/sporadischem Gebraucherweiterte Hilfestellung fr den Benutzer - intuitiv bedienbare selbsterklrende Oberflche - Darstellung von Zusammenhngen zu anderen Komponenten

    bei hufigem Gebrauchweitgehende Anpassung an die Benutzerbedrfnisse- Orientierung von Menstrukturen an konkreten Aufgabenklassen- Widerspiegelung von Arbeitsablufen in spezifischen Masken-

    sequenzen- Vermeidung berflssiger Systemmeldungen, Sicherheitsabfragen

    und Hilfestellungen

    Gleichfrmigkeit und Hhe der Nutzungsfrequenz bestimmen die Anforderungen, die an die Gestaltung der Benutzer-oberflche zu stellen sind

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 135

    Verwendungsmodus

    aktivManager kann selbstndig im verfgbaren Informations-bestand navigieren und dabei ggf. nach neuen Informations-verknpfungen suchen

    passivNutzung von Kennzahlensystemen, die ggf. ber bestimmte Warnfunktionen verfgen

    modellbasiert

    datengetrieben

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 136

    Unterscheidung nach:

    starren Systemen:Modell- und Auswertungsstrukturen sind weitestgehend vorgefertigt und werden jeweils mit variablen Input-Daten betrieben

    adaptiven Systemen:verfgen ber Logikkomponente oder Wissensbasis zur Anpassung an ein dynamisches Problemumfeld bzw. sich verndernde Benutzerbedrfnisse

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 137

    Bedienbarkeit

    logischer Aufbau leitende und selbsterklrende Benutzerfhrung Orientierung an Modellen des Unternehmens (einschlielich solcher von Entscheidungsprozessen) moderne Bedientechniken, wie graphische Oberflche und kontextsensitive Menfhrung

    MSS sollen mangelnde Erfahrung betrieblicher Entscheidungs-trger im Umgang mit IV-Techniken einerseits und mangelnde Bereitschaft/Zeit zu einer diesbezglichen Einarbeitung kom-pensieren

    Gewhrleistung einer intuitiven Benutzung

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 138

    Darstellungsarten

    Vermeidung einer InformationsberfrachtungKonzentration auf relevante Informationsinhalte Adaption an Benutzerbedrfnisse WYSIWYG Prinzip

    Nutzung des Spektrums von zeichenorientierten Darstellungen (Listen, Tabellen, ...) ber graphische Aufbereitungen (Diagramme, Bilder, ...) bis hin zu multimedialen Elementen

    zu bercksichtigende Kriterien:

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 139

    9.2 Betriebsformen

    Betriebsformen eines MSS werden durch die zugrunde liegenden Basistechnologien (Hardware und Systemsoftware) sowie die Einordnung der Untersttzungsaufgaben in die Unternehmensorganisation bestimmt.

    Betriebsformen

    Koordination und KooperationVerarbeitungsart

    Batch-Betrieb

    Dialogbetrieb

    Einzelplatzlsungen

    Mehrplatzlsungen

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 140

    VerarbeitungsartAufgabenbeschaffenheit definiert die Verarbeitungsart des Untersttzungssystems Bercksichtigung der Ressourcenbelastung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Sicherung von Aktualitt und Kompatibilitt

    Batch-Modus

    Verarbeitung groer Datenmengenrechenintensive Methoden Hintergrundaufgaben zur Informationsbereitstellung

    Dialog-Modus (vorherrschend)

    bedrfnisorientierte Informationsselektion Benutzer arbeitet unmittelbar gestaltend, manipulierend oder modellierend Interaktion mit wechselseitiger Initiative

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 141

    Koordination und KooperationDifferenzierung der Untersttzungsprozesse nach Entscheidungen bzw. Problemlsungsprozessen von - Einzelpersonen- Gruppen

    Sicherung von Koordinationsaufgaben Wechselseitige Informationsversorgung

    Alle an einem Problemlsungs-/Entscheidungsprozess beteiligten Entscheidungstrger mssen- auf gleiche Datenbasis zugreifen- Mit dem gleichen Methodenvorrat arbeiten knnen

    Berechnungsergebnisse und Auswertungen mssen Betroffenen schnell zur Verfgung stehen

  • Prof. Dr. W. Eberle Management Support Systeme 142

    fhrt zu:

    vernetzten Hardwarelsungen in Client Server Architekturen Gruppenuntersttzung durch Groupware und Konzepte von CSCW Workflow Systemen