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medianet - die ganze Zeitung

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  • inside your business. today. 15. Jahrgang no. 1994 mittwoch, 1. Juli 2015

    short

    Senator Der Vorstand des Se-nats der Wirtschaft und sein Prsident Erhard Busek beru-fen den Vorarlberger Christoph Erath als neues Mitglied in das Wirtschaftsgremium. Erath ist Geschftsfhrer der Bridge Management + Invest AG mit Sitz in Diepoldsau (CH), die im Bereich Unternehmensum-strukturierung ttig ist. Der Senat der Wirtschaft ist Teil eines Global Economic Net-works, parteipolitisch unab-hngig und setzt sich fr eine kologische und soziale Markt-wirtschaft ein. Die Mitglied-schaft steht laut Eigendefiniti-on fhrenden Persnlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kultur und ffent-lichem Leben offen. (red)

    Exportschlager sterreich kmpft mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, ein Lichtblick bleibt dabei die Exportwirtschaft. 2014 fuhren sterreichs Exportunterneh-men mit einem Ausfuhrvolu-men von ber 128 Mrd. ein All-time-high ein, wie es Wirtschaftskammer-Prsident Christoph Leitl (Bild) bezeich-net. Die Dienstleistungsex-porte hinzugerechnet, machte das Volumen sogar 180 Mrd. aus. Heuer knnte sich, so Leitl beim sterreichischen Exporttag im Haus der Wirt-schaft in Wien, ein Ausfuhr-plus von ber 2% auf rund 130 Mrd. Euro ausgehen und 2016 von knapp 5% und damit ber 136 Mrd. Euro. (red)

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    Preisheiten Pricing-guru hermann simon ber warren buffett, cash back und Verhaltensforschung

    Schaut der Chef auf den Preis, steigt der Gewinn

    Hermann Simon Firmen, bei denen sich der ceo selbst ums Pricing kmmert, schneiden in sachen durchsetzung von Preiserhhungen und gewinn signifikant besser ab und: Preise aktivieren das schmerzzentrum des gehirns Seite 2

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    Cannes: Daten & Kreativitt

    Wo treffen sich Daten und Kreativitt? Expertentalk bei den Cannes Lions Seite 4

    wiDer Das GequenGel

    Eltern wnschen sich eine Alternative zur Kassen-Zuckerlzone Seite 7

    MeDianet-soMMerpauseZwischen 13. Juli

    und 27. august 2015 new

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    Wien. Die Neos haben sich in ei-ner Umfrage Munition gegen die Steuerreform geholt. Demnach mo-tivieren die Regierungsmanahmen kaum einen Unternehmer, in neue Mitarbeiter zu investieren. 80% der Befragten fordern hingegen ei-ne Senkung der Lohnnebenkosten, so das Ergebnis von Public Opini-on Strategies. Wir sind wtend, so Neos-Chef Matthias Strolz am Dienstag in einer Pressekonferenz. Die Spitzen von KMU wurden vom Institut des Meinungsforschers Peter Hajek im Auftrag der Par-lamentspartei befragt (22.-26. Juni, 300 Telefonate, Schwankungsbrei-

    te: 5,7%). Fr Hajek sind die Ergeb-nisse hoch signifikant: Das habe ich so selten gesehen. So ist gleich fr 98% der Unternehmer die Steu-erreform eher keine Motivation, neue Mitarbeiter einzustellen; 79% finden zudem, die heimische Politik sei dafr verantwortlich, dass s-terreich beim Wirtschaftswachs-tum hinterherhinkt.

    Hab ich selten gesehen

    Auch allgemein fllt die Steuer-reform bei KMU durch: Lediglich 22% der Befragten stehen ihr posi-tiv bzw. eher positiv gegenber,

    71% hingegen negativ bzw. eher negativ. Einig ist man sich, was die Wnsche bezglich einer Steu-erreform betrifft: Fr 80% ist die Senkung der Lohnnebenkosten sehr dringend, fr 16 eher drin-gend. Das ist das Thema schlecht-hin, wenn man neue Arbeitspltze schaffen will, so Hajek.

    Diese Steuerreform wird die Ar-beitslosigkeit in sterreich befeu-ern, so Strolz. Die Unternehmen wrden tendenziell sogar ber-legen, ihre Investitionen zurck-zufahren, frchtet er. Damit ver-binde ich eine echte Wut. Das ist Managementversagen. (APA)

    Steuerreform selbststndige wollen nicht in neue mitarbeiter investieren matthias strolz: wir sind wtend

    Unternehmer-Umfrage: Munition fr Neos

    Neos-Chef Strolz: Die Steuerreform als Zeichen fr Managementversagen.

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  • 2 medianet cover Mittwoch, 1. Juli 2015

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    PKP BBDO

    Gastbeitrag Preisheiten: Alles, was Sie ber Preise wissen mssen wird neu aufgelegt fr jene, die Pricing Power richtig einsetzen wollen

    Des Preises tiefre WeisheitenFrankfurt/Wien. Fragt jemand nach der Bedeutung des Begriffs Preis-heiten, so antworte ich in Reim-form: Des Preises tiefre Weisheiten nenn schmunzelnd ich hier Preis-heiten. Der Preis ist hei, so tnt es immer, die Wirklichkeit ist noch viel schlimmer. Der Preise Spiel muss man durchschauen, sonst wird man bers Ohr gehauen.

    Ja, das Spiel der Preise wird zu-nehmend komplex. Manager wie Verbraucher mssen stndig hin-zu lernen und auf der Hut sein. So kommt es nicht berraschend, dass die erste Auflage von Preis-

    heiten bereits nach gut einem Jahr vergriffen ist und eine zweite Auflage notwendig wird.

    Preismacht als Treiber

    Das Interesse an Fragen des Preismanagements nimmt zu. Ver-schrfter Wettbewerb, Internet und Globalisierung verndern die Welt der Preise gewaltig. Dazu ein paar Fakten: Der Prozentsatz der Unternehmen, die sich in einem Preiskrieg befinden, ist innerhalb von zwei Jahren von 46 auf 59% gestiegen. Mit aggressiven Preisen angreifende Wettbewerber gewin-nen weiter an Marktanteilen. Bei-

    spiele sind Ryanair im Luftverkehr oder Whats App in der digitalen Kommunikation. Neue Preismo-delle wie Freemium oder Flatrate verdrngen Konzepte, die noch vor wenigen Jahren als bahnbre-chende Innovationen galten. Spo-tify weist mit einer festen monat-lichen Gebhr iTunes von Apple in die Schranken. Microsoft bietet Windows 10 gratis an, um die Ent-wicklung von Apps zu befrdern.

    Dazu kommt: Vllig neue Ge-schftsmodelle dringen vor. Air-bnb und Uber etwa knnen at-traktive Preise offerieren, indem sie freie Kapazitten im privaten Bereich nutzen, und setzen so pro-

    fessionelle Hotel- und Taxifirmen unter Druck.

    Nachdem der berhmte Investor Warren Buffett uerte, dass Pri-cing Power (Preismacht) fr ihn der wichtigste Treiber des Unterneh-menswerts sei, beobachte ich auf den Top-Managementebenen und in Finanzkreisen ein stark zuneh-mendes Interesse am Thema Preis.

    Offensichtlich lohnt es sich: Wie die jngste Global Pricing Study von Simon-Kucher zeigt, schnei-den Firmen, bei denen sich der CEO persnlich um das Pricing kmmert, im Hinblick auf Pricing Power, Durchsetzung von Preiser-hhungen und Gewinn signifikant besser ab, als andere Firmen. Mein Vortrag Pricing and the CEO lockte auf der Konferenz der Pro-fessional Pricing Society in Dallas im Mai 2015 mehr als 700 Zuhrer an; ein derart starker Zulauf wre noch vor wenigen Jahren undenk-bar gewesen.

    Preise sind schmerzhaft

    Die neue, revolutionr zu nen-nende Verhaltensforschung erff-net dem Anbieter viele neue Tak-tiken, erklrt aber auch die Funk-tionsweise altbekannter Preistricks wie Cash Back. Ist Ihnen zum Beispiel bewusst, dass Preise das Schmerzzentrum des Gehirns akti-vieren? Eigentlich berrascht das nicht, aber bekannt ist diese Tatsa-che erst seit Kurzem. Solche neuen Einsichten muss man als Manager kennen. Umgekehrt sollte der Ver-braucher sich den Spiegel vorhal-ten und seine eigenen Reaktionen auf bestimmte Preistricks durch-schauen, um nicht ber den Tisch gezogen zu werden. Viele Preiswir-kungen wie die Rolle von Preisan-kern oder die Magie der Mitte er-scheinen irrational, aber vielleicht sind sie das nicht, sondern bewh-ren sich im Alltag zur Bewltigung der modernen Reizberflutung.

    Es reicht auch nicht, wenn sich der Chef oder der Vertriebsleiter im Pricing auskennen. Die ganze Mannschaft muss das Spiel der Preise durchschauen. Besonders wichtig ist es, dass der gesamte Vertrieb hinter der Preisstrate-gie des Unternehmens steht. Nur dann werden die avisierten Preise mit Erfolg am Markt durchgesetzt. Nur dann schafft ein Unternehmen Pricing Power.

    Aus: Preisheiten: Alles, was Sie ber Preise wissen mssen. Ab-druck mit freundlicher Genehmi-gung des Autors Hermann Simon, Chairman von Simon, Kucher & Partners, dem Weltmarktfhrer in der Preisberatung, und des Campus Verlags.

    hermann Simon

    Erkenntnisse des Pricing-Experten Hermann Simon ber Preiskriege und vllig neue Businessmodelle.

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    Nobody knows more about pricing, sagt Philip Kotler ber Hermann Simon (Bild).

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  • marketing & mediamedianet inside your business. today. mittwoch, 1. juli 2015 3

    Cannes: Wo treffen sich Daten und Kreativitt?

    Zukunfts-Talk inwiefern hat das thema daten mit Kreativitt zu tun und wie knnen beide voneinander profitieren? dieser Frage widmete sich eine hochkartige expertenrunde bei den cannes lions. Seite 4

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    Wien. Lange Gesichter gab es am Montag bei Europas ffentlich-rechtli