meeting BSI 02/12

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meeting BSI 02/12

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  • meetingBSI Kundenmagazin I Nr. 2/12 I www.bsiag.com

    RICHTIG ERHOLEN Ohne Bewegung geht es nicht

    RICHTIG KUNDENNAH Multitalent BSI CRM Release 12.8

    RICHTIGES GLEIS Wie die SBB das dichteste Bahnnetz der Welt meistern

  • Herausgeber: BSI Business Systems Integration AG, Tfernstrasse 16a, CH-5405 Baden

    Chefredaktion: Catherine B. Crowden, catherine.crowden@bsiag.com

    Redaktionelle Mitarbeit: Claudia Gabler, Jessica Schmidt, Claude Schuler

    Lektorin: Christine Hinnen, Winterthur, hinnen@woertlich.ch

    Gestaltungskonzept: corinta brgi-cito artdirection, Kilchberg, artdirection@corinta.ch

    bersetzung: Word+Image, Zufikon, work@wordandimage.ch

    Bilder: Titelseite: Shutterstock, Editorial: Christian A. Rusche, S. 48 Prof. Dr. Frobse,

    S. 10/11 AMAG, S. 12/13 BSI Mitarbeitende, S. 1619 SBB, S. 22/23 Paolo Bazzi, Shutterstock

    Litho und Druck: Linkgroup AG, Zrich

    Papier: PlanoArt 150 g/m2, holzfrei

    Erscheinungsweise: 2-mal jhrlich in Deutsch und in Englisch. Auflage 3500

    2 meeting BSI I Nr. 2/12 I Index meeting BSI I Nr. 2/12 I Opening

    WER SICH KEINE ZEIT FR BEWEGUNG NIMMT, MUSS SICH IRGENDWANN SEHR VIEL ZEIT FR SEINE KRANKHEITEN NEHMEN. Prof. Dr. Ingo Frobse

    BSI Wert Nr. 9

    WIR ARBEITEN GERNE UND SO WENIG WIE NTIG.

    Jemand, der jeden Monat genau die Sollarbeitszeit erreicht, ist uns suspekt.

    Wie kann es genau so viel Arbeit geben wie Sollarbeitsstunden?

    Wir machen berstunden, wenn es ntig ist, und dann mit Freude und Enthusiasmus.

    Aber wir arbeiten gerne auch mal weniger.

    Sportexperte Ingo Frobse Effektive Erholung? Nicht ohne Aktivitt 4

    Gut unterwegs AMAG fhrt mit BSI CRM 10

    BSI CRM Release 12.8 Rundum kundennah 14 Open Source Die SBB meistern auf Eclipse-Basis das dichteste Bahnnetz der Welt 16

    Eclipse Scout Das Framework frs Business 20

    Meet the team Paolo Bazzi und seine aussergewhnliche Reise 22

  • 3meeting BSI I Nr. 2/12 I Index meeting BSI I Nr. 2/12 I Opening

    Liebe Kunden, ich grsse Sie aus Japan. Hier bin ich seit nun schon einigen Wochen un-terwegs, wandere von der Nordspitze der Hauptinsel Honshu nach Sden, etwa 1000 Kilometer. Ich habe sehr viel Freude draussen in der Natur. Darf ein CEO das? Ist das nicht egoistisch? Schadet es BSI? Ich hoffe nicht. Meistens arbeite ich recht viel, schon seit 16 Jahren, gerne bis ewig! Aber diese lange Zeit, 42 Jahre, muss auch gestaltet werden mit einem vernnftigen Einsatz, in jedem Jahr, und auch mit Pausen, wenn es sie braucht. Wie ein Ausdauersportler, der zwar Hochleistungen erbringen will, das aber ber die ganze Distanz und bis ins Ziel. Jeder sollte seine Zeit selber gestalten, im seinem Sinn und zum Wohl der BSI. Klar: Wenn ein Projekt es erfordert, arbeiten wir bis zum Umfallen, denn es ist ntig und wichtig. Aber danach haben wir auch gerne ein paar Tage Ferien.Ausserdem finde ich es fr jede Organisation strkend, es macht sie organischer und robuster, wenn sich die sogenannt unentbehrlichen Personen bewusst zurcknehmen, die Arbeit anderen Talenten bergeben, ihnen eine Chance lassen, ihre eigenen Fehler zu machen. Dazu muss man nicht drei Monate abwesend sein, klar. Aber vielleicht untersttzt die Distanz das Loslassen und Verteilen. Und strkt bei allen Dagebliebenen die Freude am Selbermachen, am bernehmen echter Verantwortung.Beides, die langfristige und die verteilte Leistung, ist hoffentlich in Ihrem Sinn. Denn fr Sie sind wir da fr Sie, lieber Kunde, wollen wir stark sein.Ihr Christian A. Rusche

    Christian A. Rusche

    CEO BSI

  • Auch Leistungsstarke drfen heute Schwche zeigenINTERVIEW: MARTINA WENDT UND JESSICA SCHMIDT

    FOTOS: ZENTRUM FR GESUNDHEIT, SPORTHOCHSCHULE KLN; PROF. DR. FROBSE

    4 meeting BSI I Nr. 2/12 I Keynote BSI Business Systems Integration AG

    KEYNOTE

    Prof. Dr. Ingo Frobse leitet das Zentrum fr Gesundheit und das Institut fr Rehabilitation an der

    deutschen Sporthochschule in Kln. Ingo Frobse

    war mehrfacher deutscher Vizemeister im Sprint

    ber 100 m und 200 m und ist auch heute noch

    begeisterter Freizeitlufer. Seine Erfahrungen mit

    Regenerationsprozessen im Leistungssport waren

    fr Ingo Frobse der Impuls, seine wissenschaftliche

    Karriere dem Thema Prvention zu widmen. Ingo

    Frobse bert u.a. die deutsche Bundesregierung

    und ist regelmssig mit seiner Kolumne Sportschlau

    im Morgenmagazin von ARD und ZDF zu sehen.

    100-m-Zwischenlauf: Ingo Frobse an den deutschen Meisterschaften 1981 in Gelsenkirchen.

  • Warum sind Wintersportler heute keine Generalisten mehr? Warum legen Schambein-entzndungen die halbe Bundesliga lahm? Schadet viel Spucken der Leistung eines Fussballers? Regelmssig beantwortet Prof. Dr. Ingo Frobse in seiner Fernsehkolumne Sportschlau mit Wissen und Witz Zuschauerfragen. Im Interview mit meeting BSI erlutert Ingo Frobse, warum Erholungsphasen so essenziell fr unsere Leistung in der Arbeitswelt sind und warum Erholen fast immer gleichbedeutend mit Bewegen ist.

    Herr Frobse, Sie waren Leistungssportler. Heute

    beraten Sie als Leiter des Zentrums fr Gesundheit

    an der Sporthochschule Kln u.a. die deutsche

    Bundesregierung zum Thema Prvention. Gibt

    es ein Erlebnis, das Ihr Prventionsbewusstsein

    besonders geprgt hat?

    Ingo Frobse: Meine aktive Zeit als Leistungssport-ler prgte mich massgeblich. Krperliche Leistungs-grenzen wurden auch mir aufgezeigt. Und Probleme, die auf berlastung zurckzufhren sind, begleiten mich noch heute. Meine Schwachstelle ist frher wie heute meine Achillessehne, die ich nach wie vor bei meinen Joggingrunden spre. Das hat mich geprgt und machte mir klar, dass Vorbeugung sein muss. Das brachte Sie nach Ihrer sportlichen Karriere

    zur Prventionsforschung?Sozusagen, ja. In unserer Gesellschaft wird vor allem reagiert, und das meist zu spt. Erst wenn bereits ein Schaden eingetreten ist, wird behandelt. Das ist unbefriedigend fr den Einzelnen und ineffektiv fr die Gesellschaft. Der Sport hat mich darauf sensibili-siert, dass ein vorbeugendes gesundheitsorientiertes Handeln Prvention die Gesundheit und Lebens-qualitt nachhaltig beeinflusst. Es wurde zu einem

    meiner wichtigsten Anliegen, selbst beeinflussen zu knnen, was mit mir passiert. Was knnen wir vom Leistungssport fr

    den Arbeitsalltag lernen?Die Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Ar-beitnehmer wachsen stetig. Leistungsorientierung und Zielstrebigkeit, wichtige Attribute im Leistungs-sport, sind grundlegende Anforderungen, die der Arbeitsmarkt heute an uns stellt. Ebenso wie der

    Leistungssportler seine trainingsfreien Tage bentigt, um im Wettkampf oder im Training Leistung zu erbringen, so braucht auch der Arbeitnehmer Zeit, die er zur Erholung nutzt, ohne erreichbar oder online zu sein. Fr einen guten Sportler sind die Phasen der Regeneration ebenso bedeutend wie leistungsorientiertes und zielgerichtetes Training. Im Sport spricht man bei die-sem Phnomen von der Superkompensation: Durch die im Training gesetzten Rei-ze werden in unserem Krper Anpassungsvorgnge initiiert. Sie befhigen uns

    jedoch nur zu einer hheren Leistungsfhigkeit, sofern auf die intensiven Reize

    Erholungszeitrume folgen. In diesen Phasen finden in unserem Krper bioche-mische Prozesse statt, die z.B. eine Erneuerung von muskulren Strukturen bis zum Ausgangsniveau und darber hinaus bewirken. Zu einem ganzheitlichen Trainings- oder auch Tagesprogramm gehrt deshalb fr Sportler und Arbeitneh-mende gleichermassen der Part der aktiven Erholung.Was genau meinen Sie mit aktiver Erholung?

    Nach der Arbeit auf die Couch ist pass?

    Ja, denn hinter effektiver Erholung steckt immer auch eine Form von Aktivitt.

    Ob bei langen Spaziergngen, einer Joggingrunde, einer Fahrradtour oder auch einem Saunabesuch regeneriert wird, ist Geschmackssache und eine Frage der individuellen Kondition. Ziel ist es nicht, sich in der verbleibenden Freizeit ber die eigene Leistungsfhigkeit hinaus zu belasten.

    Es mag fr viele unsinnig klingen, funktioniert aber perfekt: Wenn wir uns beim Sport verausgaben, tankt unser Krper Energie sofern der Rhythmus von Belas-tung und Erholung stimmt. Warum wir langfristig Kraft gewinnen, wenn wir uns beim Sport ermden? Ganz einfach: durch berkompensation. Das klingt geheimnisvoll, ist in Wirklich-keit aber nichts anderes als die Fhigkeit unseres Krpers, durch Training das Leistungsvermgen von Muskeln und Organismus zu steigern. Immer, wenn der Krper strker belastet wird, egal ob beim Spiel- und Ausdauersport oder beim

    5meeting BSI I Nr. 2/12 I Keynote BSI Business Systems Integration AG

    WER SICH EFFEKTIV ERHOLEN WILL, TUT DIES AM BESTEN AKTIV. Prof. Dr. Ingo Frobse

  • Krafttraining, verliert er Energiereserven und erlei-det kleine Schden im Bewegungsapparat. Die Gly-kogenspeicher der Muskeln leeren sich, es bildet sich Milchsure in den Muskelfasern, und es entstehen dort winzige Risse. Deshalb fhlen wir uns nach dem Sport oft mde und ausgelaugt. Wrden wir in diesem Zustand versuchen, eine hnlich intensive Einheit zu

    absolvieren, wren wir deutlich weniger leistungs-fhig als zuvor. Geben wir unserem Krper jedoch genug Zeit zur Regeneration, repariert er nicht nur Schden und fllt seine Nhrstoffspeicher auf, son-dern er vergrssert sogar seine Energiedepots und lsst die Muskeln wachsen. So versucht er sich in der Phase der berkompensation fr eine erneute Belas-tung dieser Art zu wappnen und steigert sein Leis-tungsniveau eine Zeit lang ber den Ausgangswert. Man spricht hier vom bekannten Trainingseffekt.

    brigens: Auch eine leichte und bedarfsorientierte Ernhrung untersttzt den Krper dabei, konstant

    leistungsfhig zu bleiben, ohne zustzlich belastet zu werden. Ebenso wie S