Click here to load reader

November 2010 IFM NEWS Zeitschrift für … › fileadmin › t › ifm › reug › IFM...IFM NEWS Zeitschrift für Informations- und Facility Management November 2010 ˜ Nachhaltigkeit

  • View
    5

  • Download
    0

Embed Size (px)

Text of November 2010 IFM NEWS Zeitschrift für … › fileadmin › t › ifm › reug › IFM...IFM NEWS...

  • IFM NEWSZeitschrift für Informations- und Facility Management

    No

    vem

    ber

    201

    0

    � Nachhaltigkeit im FM - Schlagwort oder Value Added� Der IFM-Kongress an der TU Wien – Wissenschaft trifft Praxis� FM im öffentlichen Bereich� ACC Wien – 10 Jahre sind nicht genug

    3. IFM-Kongress25./26. November 2010 an der TU Wien

  • Dank innovativer Technik von Schüco Energy2 now kann die Energieeffizienz von Gebäuden nachhaltig verbessert werden.ENERGIE SPAREN: Hochwärmegedämmte Fenster, Türen und Fassaden, Sonnenschutz- und Tageslichtsysteme sowie automatisierte Lüftungstechnik.ENERGIE GEWINNEN: Integrierte Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. Das spart Kosten, nützt unserer Umwelt – und steigert den Wert Ihrer Immobilie.

    Energie sparen. Energie gewinnen. Gebäudehüllen von AluKöNIGStAhl können beides. Ihr qualifizierter Metallbauer in Ihrer Nähe berät Sie gerne über Funktion und individuelles Design.

    www.alukoenigstahl.com

    Die Gebäudehülle, die an morgen denkt.Voraus denken. Nachhaltig handeln. Von Haus aus effizient.

    49892_EnergyG_10_210x280_ImmoMag.indd 1 09.09.10 09:40

  • I F M 3

    Editorial IFM NEWS

    Facility Management wird zu einer ManagementdisziplinAls ich 1998 zum ersten Mal einen FM-Kongress in den Niederlanden besucht habe, bekam ich einen völlig neuen Eindruck von dieser Disziplin. Es ging nicht um Technik wie neue Feldbusse, Verschattungstechnik etc., sondern um Services und ihr Management. Seit dieser Zeit habe ich versucht, diesen Gedanken auch im deutschsprachigen Raum zu verbreiten. In den ersten Jahren war das sehr schwer, da die Gurus der FM-Branche diese Ideen eher belächelt haben. Mittlerweile haben sich die Zeiten und Einstellungen zu diesem Thema geändert.

    Immer mehr Unternehmen haben eine eigene interne FM-Abteilung gegründet, die für das Management aller Aufgaben rund um die Immobilien und die benötigten Services zuständig ist. Die Leiter dieser Abteilungen kommen zwar immer noch vor allem aus dem Bereich der Technik, aber es drängen immer mehr Personen mit einem betriebswirtschaftlichen bzw. juristischen Background in diese Positionen. Das zeigt sich auch bei dem von der TU Wien angebote-nen MBA-Programm. Neben vielen Architekten und Bauingenieuren nehmen immer mehr Betriebswirte und Juristen dieses Angebot der TU Wien wahr. Im nächsten Frühjahr startet der 4. Durchgang. Wenn Sie Interesse haben, am MBA teilzunehmen, kontaktieren Sie uns am besten unter [email protected]

    Dieser Wandel zeigt sich aber auch darin, dass immer mehr fundierte Problemlösungen gefragt sind. Man möchte nicht mehr nur tradiertes Wissen weiterverwenden, sondern sucht neue, innovative Lösungen. Da aber gerade der Bereich FM relativ neu ist und damit fundiertes Wissen noch gering, sind in den letzten Jahren immer mehr Forschungsprojekte an mein Team herangetragen worden. Gerne werden dabei Aufträge an ein Konsortium bestehend aus einem Praktiker und Mitarbeitern von meinem Institut vergeben. Durch ein derartiges Team kann sichergestellt werden, dass neuartige Ansätze zum Einsatz kommen, aber zugleich die praktische Umsetzung sichergestellt wird.

    Neben großen Unternehmen vergeben verstärkt der öffentliche Bereich und ausgegliederte Unternehmen Forschungsaufträge an das IFM. Es ist klar, dass dabei der Fokus vor allem auf das mögliche Einsparungs-potenzial gerichtet ist, aber auch die Produktivität der Mitarbeiter im

    Kerngeschäft rückt immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses. In diesem Zusammenhang spielen Begriffe wie „Social Responsibility“ und „Risikomanagement“ eine immer größere Rolle. Sie führen dazu, dass sich Unternehmen mit dem Thema Nachhaltigkeit ausein-andersetzen. Dabei ist aber nicht nur Energieeffi zienz und der CO²-Ausstoß gemeint, sondern auch die soziale und ökonomische Nachhaltigkeit.

    Der Mitarbeiter und seine Bedürfnisse rücken in den Mittelpunkt. Da nach der „Personalführung“ das „FM“ den zweitwichtigsten Einfl uss hat, gewinnt es immer mehr

    an Bedeutung. In diesem Zusammenhang hat mein Institut begonnen, eine gesamtheitliche Studie über den Einfl uss der Arbeitsplatzparameter auf die Produktivität der Mitarbeiter durchzuführen. Einzelne Bereiche wie Beleuchtung und Schallschutz wurden in der Vergangenheit schon genau untersucht. Aber die Interdependenzen zwischen den einzelnen Faktoren blieben noch unerforscht. Wenn Sie Interesse haben, sich an dieser Studie zu beteiligen, kontaktieren Sie uns doch bitte.

    Sie sehen, dass die Fragestellungen an das IFM vielfältig sind. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang der 3. IFM-Kongress „Wissen-schaft trifft Praxis“ wo wir auch dieses Jahr führende Größen aus dem Bereich Wirtschaft (z. B. Thomas Köck/dm drogeriemarkt GmbH, Peter Zöllner/OENB, Thomas Malloth/WKO und Wilfried Hauffen/Baxter) und Wissenschaft zu einem angeregten Gedankenaustausch begrüßen werden. Ich freue mich, wenn ich Sie persönlich am 3. IFM-Kongress am 25. und 26. November 2010 an der TU Wien begrüßen darf, damit Sie mich und mein Team näher kennenlernen können.

    Ihr

    Alexander Redlein

    Prof. Alexander Redlein

    Inhalt

    4 Nachhaltigkeit im FM - Schlagwort oder Value Added 6 Der IFM-Kongress an der TU Wien – Wissenschaft trifft Praxis 8 IFM-Kongress 9 Programm zum IFM-Kongress10 FM im öffentlichen Bereich12 ACC Wien – 10 Jahre sind nicht genug14 Bedarfsorientiertes Offi ce-Layout

    Dank innovativer Technik von Schüco Energy2 now kann die Energieeffizienz von Gebäuden nachhaltig verbessert werden.ENERGIE SPAREN: Hochwärmegedämmte Fenster, Türen und Fassaden, Sonnenschutz- und Tageslichtsysteme sowie automatisierte Lüftungstechnik.ENERGIE GEWINNEN: Integrierte Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. Das spart Kosten, nützt unserer Umwelt – und steigert den Wert Ihrer Immobilie.

    Energie sparen. Energie gewinnen. Gebäudehüllen von AluKöNIGStAhl können beides. Ihr qualifizierter Metallbauer in Ihrer Nähe berät Sie gerne über Funktion und individuelles Design.

    www.alukoenigstahl.com

    Die Gebäudehülle, die an morgen denkt.Voraus denken. Nachhaltig handeln. Von Haus aus effizient.

    49892_EnergyG_10_210x280_ImmoMag.indd 1 09.09.10 09:40

  • Nachhaltigkeit – ein abgegriffenes Schlagwort oder zahlt es sich aus?Warum sich Investitionen in langfristige Planung sowohl für FM-Dienstleister als auch für Nutzer bezahlt machen können.

    4 I F M

    IFM NEWS Nachhaltigkeit im Facility Management

    In meinem Artikel „Wirtschaftlichkeit von Fa-cility Management wissenschaftlich bewiesen! Was nun?“ in der letzten Ausgabe der IFM News durfte ich Ihnen darüber berichten, wie Sie mit den vom IFM entwickelten Ansätzen Kostentransparenz in den unterschiedlichen Teilbereichen des Facility Managements er-reichen können, ohne dabei die operativen Prozesse für das Kostencontrolling verbiegen zu müssen. Genau an diese Philosophie möchte ich in diesem Artikel anknüpfen!

    Stand im vorigen Artikel mehr das operative Ta-gesgeschäft im Vordergrund, soll dieser Bericht Ihnen zeigen, warum sich langfristige Planung im Facility Management – das von vielen immer noch als Störungsmanagement missverstanden wird – mehr als nur auszahlen kann.Das vergangene Jahr war stark geprägt von den unmittelbaren Reaktionen – meist Budgetkür-zungen – auf die Immobilien-, Banken- und in Folge auch Wirtschaftskrise. Der Sparre-fl ex von Unternehmen wie auch Privaten ist dabei ja durchaus gut nachvollziehbar, doch

    genauso zweifelhaft ist meist die Umsetzung der Sparmaßnahmen. Statt einer sachlichen und durchdachten Vorgehensweise wird der Rotstift einfach an Stellen angesetzt, die kurzfristig als „entbehrlich“ angesehen werden. Häufi g trifft das einen zugegebenermaßen nicht unwe-sentlichen Kostenfaktor: das Immobilien- und Facility Management.

    Nicht wegstreichen, sondern planenDabei ist gerade in diesem Bereich viel mehr möglich als eine kurzfristige Reaktion auf wirtschaftliche Trends. Das im vergangenen Jahr wohl abgesehen von der Krise meistzitierte Schlagwort war die Nachhaltigkeit. Zugegeben ein leider bereits etwas überstrapazierter Be-griff, doch es steckt tatsächlich mehr dahinter!Mit Nachhaltigkeit werden in erster Linie Begriffe wie „Energiemanagement“ oder das in den USA in aller Munde befi ndliche „green building“ assoziiert. Ein durchdachtes Konzept kann hier zweifelsfrei große Kosteneinspa-rungen bringen, der Fokus bei nachhaltigem Immobilien- und Faclility Management sollte aber deutlich breiter gewählt werden. Eine nachhaltige – also dauerhafte – Kostenersparnis kann nur durch eine durchgängige Planung der

    verschiedenen Kostentreiber über alle Phasen einer Immobilie erzielt werden. Besonders wichtig sind dabei die Kostentreiber Energie-verbrauch, Dienstleistungen sowie Qualität von Gebäude und Gebäudeausstattung.

    Nichts Neues, werden Sie jetzt denken, doch überlegen Sie, was in Ihrem Unternehmen etwa unter dem Begriff Energiemanagement verstanden wird. Das Verbuchen von Energie-rechnungen? Tatsache ist, wenn Sie regelmäßige Aufzeichnungen über Zählerstände führen, sind Sie vergleichsweise bereits gut unterwegs. Doch damit wird das Potenzial von echtem Energiemanagement noch nicht annähernd ausgeschöpft. Bereits den nächsten Schritt zu gehen und die beiden Variablen mitein-ander in Bezug zu setzen kann ein deutliches Mehr an Informationen und damit auch an Entscheidungsgrundlage bieten. Denn wie wollen Sie über eine Entscheidung im Bereich Energiesparmaßnahmen nachdenken, wenn Ihnen entscheidende Informationen darüber fehlen, wer und was genau den Verbrauch verursacht (z. B. schlechte Dämmung oder alte bzw. schlecht gewartete technische Anlagen), zu welchen Zeiten welcher Energieverbrauch anfällt, wie die Verbrauchsdaten in Bezug zu den jeweiligen Klimawerten stehen, etc.?

    Reiner Verbrauch ist zu wenigWie Ihnen wahrscheinlich aufgefallen sein wird, fi ndet sich in der obigen Aufzählung ein Krite-rium, das mit Energieverbrauch auf den ersten Blick nichts zu tun hat – der Zustand der in und um Gebäuden verbauten technischen Anlagen. Sie können die von mir gestellte Frage über den Ursprung von hohem Energieverbrauch nicht zufriedenstellend beantworten, wenn Sie zwar die Zählerstände, Zählerstandsdifferenzen und damit verbundenen Kosten kennen, Ihnen aber die Informationen zum Alter, Wartungszustand und Energieverbrauch der angeschlossenen Anlagen fehlen.Springen wir kurz in einen anderen Bereich, den Bereich der FM-bezogenen Dienstleis tungen, und betrachten wir hier ein besonders plakatives Beispiel – die Reinigung. Jeder, der einmal

    In meinem Artikel „Wirtschaftlichkeit von Fa-

    Ein Bericht von Florian Janda

    C_

    FO

    TO

    LIA

  • eine Ausschreibung für Reinigungsleis-tungen durchführen musste, weiß, wie groß der Aufwand ist, um diese exakt vorzubereiten, und wie ebenfalls enorm dadurch das Kosteneinsparungspotenzial sein kann. Betrachtet man hier, worin genau der massive Aufwand bei sol-chen Aus schreibungen besteht, kommt man auf den entscheidenden Faktor „Information“. Woher die Daten für eine exakte Ausschreibung in vertretbarer Zeit nehmen?Genau das ist der zentrale Punkt und

    Schlüssel zu jeder vernünftigen und nachhaltigen Planung im Im-mobilien- und Facility Management: umfassende Informationen über alle wesentlichen Bereiche in miteinander verknüpfter, aktueller und leicht auswertbarer Form!

    Zusammenhänge erkennenÜberlegen Sie, was für Einsparungsmöglichkeiten Ihnen offenstehen, wenn Sie auf Knopfdruck beispielsweise das Alter Ihrer Klimaanlagen kennen, deren durchschnittliche Ausfalldauer, die Wartungshäufi gkeit sowie deren jeweiligen Energieverbrauch und diese Informationen mit den angefallenen Kosten direkt verknüpft sind. Entscheidungen wie ein Wechsel der Wartungsfi rma, weil trotz hoher Wartungskosten ständige Ausfälle auftreten, oder die fi nanzielle Begründung eines notwendigen Austauschs von Anlagen fallen plötzlich sehr leicht. Angewendet auf ein digitales Raumbuch, in dem Flächenkennzahlen durchgängig erfasst sind und etwa Bodenbeläge ausgewiesen werden können, ermöglichen schneller und mit deutlich weniger Aufwand verbundene Reinigungsausschreibungen, bzw. ermöglichen bei bereits geschlossenen Verträgen nachzubessern.

    Ein beliebtes Gegenargument an dieser Stelle sind die initialen Kosten für die Datenerhebung und Datenpfl ege. Ein Argument, das jeder so-fort widerlegen kann, der überlegt, wie viel Aufwand in der ständigen anlassbezogenen Datenerhebung im Tagesgeschäft steckt. Einmal mit Maß und Ziel die wichtigsten Informationen erhoben und mit geringem Aufwand aktuell gehalten, bedeutet den Wegfall riesiger Multiplikatoren durch das ständige individuelle Neuerheben.

    Best PractiseDas IFM hat in zahlreichen Forschungsprojekten gemeinsam mit Unternehmen derartige Systeme designt und deren Implementierung begleitet – vom Design der Datenstrukturen über die Datenerhebung und die Einbindung der Geschäftsprozesse bis hin zu Management-berichten, die die wesentlichen Informationen stark aggregiert als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung stellen.Eine optimale Informationsbasis führt zu besseren Entscheidungen und damit einem minimierten Risiko, sowohl in fi nanzieller als auch rechtlicher Hinsicht.

    I F M 5

    Nachhaltigkeit im Facility Management

    Information

    Florian JandaIFM, Treitlstraße 1–3, 5. Stock,

    A-1040 Wien, Tel. 01-58801-42740fl [email protected]://www.ifm.tuwien.ac.at

    Florian Janda

    fm.tuwien.ac.at

    TU Wien Continuing Education Center

    Operngasse 11 • A-1040 Wien

    T +43/(0)1/58801-41701 • [email protected]

    INHALTE• Grundlagen des Facility Managements• Economics & General Management• Organisation & Führung• Legal Compliance• Projektmanagement• Architektonische & bautechnische Aspekte• IT-Support im FM• Facility Services & ihr Management• Facility Management: Strategisch – Taktisch – Operativ• Interdisziplinäres Projekt & Masterthese

    MODALITÄTEN4 Semester, berufsbegleitend

    ABSCHLUSSMaster of Business Administration (MBA)

    NÄCHSTER PROGRAMMSTART24. März 2011

    BEWERBUNGSSCHLUSS17. Jänner 2011

    INFO-SESSION

    11. Jänner 2011 • 18.00 Uhr • TU Wien

    Professional MBA Facility Management

    Optimieren Sie Ihren Erfolg durch Facility Management

  • Aller guten Dinge sind dreiDer IFM-Kongress an der TU Wien mit international hochkarätiger Beteiligung

    Ein Rückblick auf 2009Die internationale Crème de la Crème des Fa-cility Managements tauschte letztes Jahr unter dem Motto „Wissenschaft trifft Praxis“ beim 2. IFM-Kongress (26. und 27. November 2009) an der Technischen Universität Wien neben Praxiserfahrungen auch die Ergebnisse neuester Forschungsprojekte untereinander aus. Selbst im ökonomisch schwierigen letzten Jahr konnte der IFM-Kongress einen deutlichen Zuwachs an Besuchern verzeichnen. Insgesamt nahmen über 130 Teilnehmer aus 10 EU-Nationen an der Veranstaltung teil.

    „In der Vergangenheit wurden den Unterneh-men zu oft Einsparungspotenziale von 30 % versprochen und das Ergebnis war ein anderes“, sprach Professor Alexander Redlein das Pro-blem des Facility Managements (FM) konkret an. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Unternehmen gefordert und interessiert an effektiven Strategien. „In der Krise sind Quick Wins gefragt, um die wirtschaftliche Position des Unternehmens zu verbessern und Mög-lichkeiten für Investitionen im Kerngeschäft zu schaffen“, analysiert Professor Redlein. „Zugleich sollten jedoch für die kommende Wachstumsphase die notwendigen Ressourcen bereits vorbereitet werden.“

    In österreichischen Unternehmen nimmt Facili-ty Management bereits einen hohen Stellenwert ein. 85 % aller Großunternehmen besitzen FM-Abteilungen. Eine Studie des IFM zeigt einen deutlichen Trend, dass sich das Facility Management in großen Unternehmen etabliert hat. Es gibt zumindest eine Person, die für das FM im Unternehmen verantwortlich ist und alles koordiniert. Während im Jahr 2006 noch Outsourcing die Devise war, geht es jetzt zurück zur internen Abwicklung.

    Beim Erfahrungs- und Wissensaustausch ka-men Unternehmensvorstände und Forscher zu Wort. Im Zentrum stand das Management von FM-Projekten in Praxis und Theorie. Dr. Kari Kapsch, Vorstand der Kapsch-Gruppe, berichtet in einer Key Note Speech am Kon-gress, wie das Unternehmen mit der professi-onellen Etablierung des Facility Managements die Kosten „dramatisch“ senken konnte. Dipl.-Ing. Wolfgang Viehauser, Geschäfts-führer der Hypo Investmentbank AG, ging in seinem Vortrag auf die Auswirkungen der internationalen Bankenkrise ein und empfahl: „Projekte müssen gut vorbereitet werden, sonst entsteht ein Chaos, für das wiederum ein Externer bezahlt werden muss.“Wilfried Hauffen, bei Baxter Europa verant-wortlich für Purchasing and Supplier Ma-nagement, widmete sich in seinem Kongress-beitrag den Möglichkeiten und Grenzen des Outsourcings.

    Internationale Trends im VisierZu einem beliebten Kongressschwerpunkt entwi-ckelte sich die internationale Diskussionsrunde zu den aktuellen FM-Trends in Europa. FM unterscheidet sich in den einzelnen europäischen Ländern durch verschiedene Schwerpunkte. „In Deutschland setzen Facility Manager und

    Forscher auf technische Lösungen, während Skandinavien und die Niederlande sich auf Prozessoptimierung und Serviceleistungen fokussieren. Rik Meijer, holländischer FM-Consulter, berichtet am Kongress, dass Un-ternehmen in den Niederlanden vermehrt auf Cost Cutting, professionelle Kostenreduktion, setzen. Facility Management ist längst nicht mehr Gebäudetechnik, sondern wird als großes Potenzial der Kostenreduktion erkannt.

    Ein Ausblick auf den 25. und 26. November 2010Auch der bereits 3. IFM-Kongress an der TU Wien stellt wieder die Aspekte des Manage-ments in den Mittelpunkt der Diskussionen und Vorträge. Themen wie Anforderungen des Topmanagements an FM, Wertzuwachs und Optimierung stellen den Fokus des IFM- Kongresses dar.Im letzten Jahr dominierte die globale Wirt-schaftskrise die Schlagzeilen der Nachrichten und Diskussionsforen und auch nach einer leichten Entspannung der Situation sind die Auswirkungen daraus noch nicht abschätzbar. Dr. Peter Zöllner wird daher die „Lage der Nation“ und die Auswirkungen auf die Im-mobilienbrache und das Facility Management analysieren, um Ihnen zu zeigen, wie man die

    Ein Bericht von Barbara Gatscher

    IFM-Kongress

    6 I F M

    IFM NEWS

    Impressum

    Medieninhaber u. Herausgeber: Industriemagazin Verlag GmbH gemeinsam mit IFM der TU Wien Redaktion: Prof. Dr. Alexander RedleinAnschrift IFM: A-1040 Wien, Treitlstraße 1–3, 5. Stock, Tel. 01-58801-42700, Fax 01-58801-42799Anschrift INDUSTRIEMAGAZIN: A-6020 Innsbruck, Eduard-Bodem-Gasse 6, Tel. 0512-361083, Fax 0512-361083-16

    Die Beiträge geben ausschließlich die Meinung der Autoren wieder, die sich nicht mit der des Herausgebers oder der Redaktion decken muss.

  • Herausforderung am besten meistert und sie sogar zu ihrem eigenen Vorteil nutzen kann. Die Zeit einer Krise ist immer auch Zeit für eine Neuausrichtung und neue Zielsetzungen. Experten werden Ihnen in informativen Vorträgen ihre Konzepte präsentieren, um langfristig die wirt-schaftliche Position des Unternehmens zu verbessern.

    Ein großes Thema am 3. IFM-Kongress ist heuer die Nachhaltigkeit. Gebäudezer-

    tifi kate und Green Buildings sind nur zwei Schlagwörter zu diesem Bereich. Vor- und Nachteile von nationalen und internationalen Gebäudezertifi katen werden Ihnen von Frau Arlett van Riesen, Architektin bei Baxter Deutschland GmbH, vorgestellt.

    Erneuert haben wir die Diskussionsplattform „Internationale Trends im FM“ nach dem Motto „Qualität statt Quantität“. Dieser räumen wir nunmehr mehr Zeit ein, sodass Top-Facility-Manager aus Europa intensiv miteinander diskutieren können und Sie sich rege an der Diskussion beteiligen können.

    Sehr bewährt haben sich die Präsentationen von aktuellen FM-Forschungsbereichen durch Vortragende von Universitäten und Fachhochschulen. Nach einem gelungenen Call for Papers hat ein unabhängiges Scientifi c Committee die besten Beiträge ausgewählt, welche wir Ihnen selbstverständlich wieder in einem Journal für Facility Management präsentieren.

    Nützen Sie die Gelegenheit, sich an hochkarätigen Diskussionen mit Vorständen und Geschäftsführern, FM-Verantwortlichen aus Unternehmen und Fachleuten sowie wissenschaftlichen Kapazitäten zu beteiligen. Für den heurigen Kongress konnten wir u.a. Dr. Peter Zöllner, Mitglied des Direktoriums der Oesterreichischen Nationalbank, Mag. Thomas Malloth, Fachverbandsobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der WKO, und Herrn Thomas Köck, Mitglied der Geschäftsführung von dm Österreich, als Vortragende gewinnen.

    Erweitern sie durch den Kongressbesuch Ihr persönliches Netzwerk, ganz besonders bei der Abendveranstaltung am ersten Kongress-tag. Nehmen Sie Informationen und Anregungen mit, wie Sie die strategischen Ziele Ihres Unternehmens unterstützen können, wie Sie die richtigen Entscheidungen treffen können, Kosten- und Produktivitätsvorteile für Ihr Unternehmen erkennen und das Kerngeschäft unterstützen können.

    Wir freuen uns, Sie am 3.IFM-Kongress zu einem regen Gedan-kenaustausch mit Vertretern aus der Wirtschaft und Wissenschaft begrüßen zu dürfen.

    IFM-Kongress

    Barbara Gatscher

    Information

    Mag. Barbara GatscherIFM, Treitlstraße 1–3, 5. Stock

    A-1040 Wien, Tel. 01-58801-42701E-Mail: [email protected]

    Web: http://ifm.tuwien.ac.at

    Eben, Sie haben ja uns.Unser Job ist es, Ihnen alle Arbeiten in und um Ihr Unternehmen herum abzunehmen, die Sie von Ihrer eigentlichen Aufgabe abhalten. Das tun wir auch – verlässlich und rasch. Was immer Sie brauchen. Überlassen Sie es uns. Wir können es.

    ISS Facility Services ■ Brünner Straße 85 ■ A-1210 WienTel: 05 7400-1000 ■ Fax: 05 7400-991000 ■ www.issworld.at

    »Warum sollimmer ich in densauren Apfel beißen?«

    »Warum sollimmer ich in densauren Apfel beißen?«

    INTEGRIERTE FACILITY SERVICES

    ■ Property Services■ Support Services■ Cleaning Services■ Security Services

  • IFM-KongressAller guten Dinge sind drei. Nun ist es rund drei Jahre her, dass mein Team und ich beschlossen haben, einen neuartigen FM-Kongress in Österreich zu etablieren. Nicht Technik sollte im Vordergrund stehen, sondern das MANAGEMENT. Themen wie Anforderungen des Topmanagements an FM, Wertzuwachs und Optimierung stellen den Fokus des IFM-Kongresses dar. Zuerst waren wir nicht sicher, ob die Idee ein Erfolg werden wird, die Branche schon reif genug dafür ist. Aber die Resonanz des Publikums gibt uns recht.

    Die letzten drei Jahre waren stets von neuen Herausforderungen auf Grund der Weltwirtschaftslage geprägt. Während viele Experten im letzten Jahr schon von Entspannung sprachen, sind in den letzten Wochen die Ängste aufs Neue geschürt worden. Es geht nicht mehr nur um einzelne Firmen, ganze Volkswirtschaften sind nun in Schiefl age geraten. Die Effekte lassen sich noch nicht abschätzen. Daher werden wir auch dieses Jahr die Auswirkungen auf unsere Branche und auf die Facility Manager im Speziellen näher analysieren und Ihnen Werkzeuge in die Hand geben, diese Herausforderungen nicht nur zu meistern, sondern sie sogar zu Ihrem Vorteil zu nutzen. Denn Zeiten der Krise sind auch Zeit für Neuausrichtung und neue Zielsetzungen. Da die meisten Facility Manager die gängigen Kosteneinsparungen – „Quick Wins“ – schon genutzt haben, haben wir Experten eingeladen, Ihnen weitergehende Konzepte zu präsentieren, um langfristig die wirtschaftliche Position des Unternehmens zu verbessern. Der Facility Manager darf zugleich aber nicht die Nachhaltigkeit außer Acht lassen. Green Buildings und Zertifi kate zum Thema Nachhaltigkeit sind in

    aller Munde. Was Sie davon zu halten haben, wie Ihnen diese Labels bei der täglichen Arbeit helfen, erfahren Sie ebenfalls auf dem IFM-Kongress.

    Um Sie bei Ihrer täglichen Arbeit, aber auch bei der Defi nition der strategischen Ziele zu unterstützen und Ihnen zu helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, hat die TU Wien an diesen zwei Tagen im November internationale Spezialisten und Praktiker und wissenschaftliche Kapazitäten nach Wien eingeladen. Diese stellen Ihnen internationale Best Practice und die aktuellsten Trends der Forschung vor, um Sie rechtzeitig auf gesetzliche Änderungen vorzubereiten.

    Beteiligen auch SIE sich daher an den hochkarätigen Diskussionen mit Vorständen und Geschäftsführern, FM-Verantwortlichen aus Unter-nehmen und Fachleuten sowie mit wissenschaftlichen Kapazitäten über aktuelle Themen des FM, um Kosten- und Produktivitätsvorteile für Ihr Unternehmen zu erkennen, die Effi zienz des Kerngeschäftes zu verbessern und Ihr persönliches Netzwerk zu erweitern. Nehmen Sie am 3. IFM-Kongress am 25./26. November 2010 an der TU Wien teil.

    Ich freue mich auf einen regen Gedankenaustausch zwischen Vertretern aus der Wirtschaft und Wissenschaft und auf ein persönliches Treffen mit Ihnen im November 2010.

    Ihr Prof. Dr. Alexander Redlein

    IFM-KONGRESS

    Scientifi c committee:

    Prof. Dr. Alexander RedleinIFM der TU Wien, AUT

    Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wi.-Ing. Kunibert LennertsInstitut für Technologie und Management im Baubetrieb der Universität Karlsruhe, D

    Prof. Jan BröchnerTechnology Management and Economics Service Management, Chalmers University of Technology, Schweden

    Prof. Dr. Ir. Andreas van WagenbergUniversität Wageningen, NL

    Ja, ich nehme am 25./26.November 2010 am IFM-Kongress teil.

    Der Preis beträgt für:

    Dienstleister aus dem Bereich FM: EUR 600,–

    FM-Interessierte/Anwender: EUR 400,–

    Mitglieder der Real Estate User Group (REUG): EUR 250,–

    Mitglieder des WKO-Fachverbandes Immobilien- und Vermögenstreuhänder: EUR 350,–

    Studenten: EUR 70,–

    Leider kann ich nicht teilnehmen und bestelle daher die Konferenz-dokumentation zum Preis von EUR 150,–

    Teilnehmer:

    Name/Firma/Abteilung/Funktion:

    ..................................................................................................................

    ..................................................................................................................

    Adresse: ..................................................................................................

    Tel.: ...........................................................................................................

    E-Mail: .....................................................................................................

    Datum, Unterschrift: ................................................................................

    Premiumsponsor:

    D A S Ö S T E R R E I C H I S C H E

    D a s M a g a z i n f ü r I h r e n u n t e r n e h m e r i s c h e n E r f o l g

  • Kongressprogramm

    Donnerstag, 25. november 2010

    block 1: 9:15-10:30 Uhr

    begrüssUngVR Dr. Gerhard Schimak Vizerektor für Infrastrukturmanagement und Entwicklung, TU WienProf. Dr. Alexander RedleinIFM, TU Wien

    value added – Fm aus der sicht der geschäftsführungP Bedeutung von Immobilien für die dm drogerie markt GmbHP Welche Bedeutung hat FM für das Unternehmen?P Was erwartet sich der CEO/COO/CFO von FM? Was muss ein

    guter Facility Manager können?Thomas Köck, Geschäftsführung dm Österreich

    Podiumsdiskussion „Value Added“Thomas Köck, Geschäftsführung dm ÖsterreichWilfried Hauffen, Baxter Deutschland GmbH

    block 2: 11:00-12:00 UhrWeltwirtschaft: Vor/nach der Krise?P Ist die Krise schon vorbei oder stehen wir erst am Beginn?P Auswirkungen auf das Immobilien- und Facility Management /

    Real Estate ManagementDr. Peter Zöllner, Mitglied des Direktoriums der Oesterreichischen Nationalbank

    block 3: 13:00-14:00 UhrImmobilien- versus Facility ManagementP Die klassische Rolle des Immobilienmanagers: Real Estate &

    Property ManagementP Immobilienmanager als Full-Service-Provider?Mag. Thomas Malloth, Fachverbandsobmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, WKÖ Wien

    block 4: 14:30-15:30 UhrSinn und Unsinn von GebäudezertifikatenP Überblick über gängige GebäudezertifikateP Vor-/Nachteile, PraxistauglichkeitArchitektin Arlett van Riesen, Specialist EMEA Real Estate Manage-ment, Baxter Deutschland GmbH

    Zusammenfassung und Ausblick: Prof. Dr. Alexander Redlein

    Ab 18:00 Uhr AbendveranstaltungPowered by ISS Facility Services Fachverband Immobilien- und Vermögenstreuhänder

    Freitag, 26. november 2010

    block 1: 9:15-10:30 UhrInternationale FM-Trends – FM-Elefantenrunde neuPodiumsdiskussionu.a. diskutieren Dipl.-Ing. Thomas Zimmermann (D), Andras Bajai (HUN), Prof. Suvi Nenonen (FIN), Rik Meijer (NL), Tosho Kirov (BG)

    block 2: 11:00-12:00 UhrWissenschaft trifft Praxis IWissenschaftliche Vorträge zu folgenden Themen:

    P Value Added – Was bringt FM?P Energie und Nachhaltigkeit im FM

    Anschl. Podiumsdiskussion

    block 3: 12:30-14:00 UhrExkursion durch die TU Wien

    block 4: 14:30-16:00 UhrWissenschaft trifft Praxis IIWissenschaftliche Vorträge zu folgenden Themen:

    P Anforderungen an FM im öffentlichen SektorP FM-Benchmarking

    Anschl. Podiumsdiskussion

    Zusammenfassung und Ausblick:Prof. Dr. Alexander Redlein

    Einige Statements zum 2. IFM-Kongress 2009:

    „Themenmix mit hoher Praxisrelevanz“Ing. Udo Dettelbacher, M.Sc., Hypo-Alpe-Adria Immobilien AG

    „Gute Mischung zwischen Theorie und Praxis und viel Raum für Diskussionen“ Thomas Zhanel, Kapsch BC

    „Hohe Qualität der Inhalte aller Vorträge“ Wilfried Hauffen, Baxter GmbH Deutschland

    Programm

    Premiumsponsor:

  • Dieser Trend zeigt sich auch bei den For-schungsprojekten. Dabei spielen vor allem folgende Bereiche eine große Bedeutung:P Neue Arbeitsformen – neue BüroformenP Optimierung der internen FM-AbteilungP Innovative Neuausschreibungen der benö-

    tigten Dienstleistungen

    Neue Arbeitsformen – neue BüroformenWährend bisher in vielen Bereichen der öffent-lichen Verwaltung eher Spezialisten alleine Pro-bleme bearbeitet haben, gibt es einen deutlichen Trend zu einer verstärkten Teamorientierung. Viele Organisationen haben erkannt, dass Teams die anstehenden Probleme besser lösen können und eine raschere Abwicklung von Anfragen möglich ist. Diese organisatorische Umge-staltung bewirkt veränderte Anforderungen an die Arbeitsplatzgestaltung. Es reicht nicht mehr, Einzelbüros zur Verfü-gung zu stellen. Vielmehr muss ein auf die organisatorischen Anforderungen abgestimmtes Bürokonzept implementiert werden. Dazu ist es aber nötig, die geplanten Abläufe, sprich die Organisationsentwicklung, mit den Entwicklungen in der IT – digitaler Akt – und dem Facility Management abzustim-men (siehe auch Artikel auf Seite 12). Dies ist in der Praxis nicht so einfach.

    Denn es gilt auch hier das Henne-Ei-Prinzip zu lösen. Soll man zuerst die Organisation ändern und dann die neue Bürostruktur – sprich ein bedarfsorientieres Bürokonzept – imple-mentieren oder umgekehrt. Aus den diversen Forschungsprojekten am IFM zu diesem Thema kann man jedenfalls wissenschaftlich fundiert ableiten, dass ein intensives Change Mange-ment, das beide Bereiche beachtet, wesentlich für den Erfolg eines derartigen Projektes ist.

    Weiter ist wichtig „das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten“ und nur auf Flächeneffi zienz zu achten. Die Anforderungen der Mitarbeiter im Konzept zu berücksichtigen ist ebenfalls wichtig für den Erfolg.

    Optimierung der internen FM-AbteilungUm diese Change-Management-Prozesse aus Sicht des FM optimal unterstützen zu können, ist es notwendig, die interne FM-Organisation im ersten Schritt zu optimieren. In diesem Zusammenhang steht vor allem eine Pro-zessoptimierung im Vordergrund. In allen öffentlichen Einrichtungen spielen dabei die Prozesse Wartung und Kundenanfragen (Stö-rungsmanagement) eine wesentliche Rolle. Im Bereich der Spitäler kommt der Bereich Medizintechnik hinzu.

    Im Rahmen der Prozessoptimierung ist es wichtig, darauf zu achten, die interne „Ver-waltung“ nicht aufzublähen, zugleich aber sie aber nicht zu klein zu gestalten, damit sie die

    notwendigen Funktionen abde-cken kann. Hier sind vor allem die Festlegung des internen Bedarfs, das richtige Sourcing der Dienstleistungen – sei es intern oder extern – sowie die Leistungskontrolle zu nennen. Diese Kernkompetenz muss intern erhalten bleiben, um die Qualität und die Kosten der Leistungen controllen und die Rolle des profunden Auftragge-bers abdecken zu können.

    Nach dieser Prozessoptimierung sollten die Dienstleistungsverträge neu bewertet werden. Stimmen die geforderten Inhalte noch und ist die Preis-Leistungs-Relation in Ordnung?

    Innovative Neuausschreibungen der benötigten DienstleistungenMeist kommt es in diesem Zusammenhang zu einer Neuausschreibung. Neben der reinen Nut-zung von Mengenvorteilen durch die Bündelung von Ausschreibungen, beispielsweise durch die

    BBG, setzen sich immer mehr innovativere Ansätze durch. Neue Vertragsformen, die auf eine bedarfsgerechte Erbringung abzielen, sowie eine ergebnisorientierte Erbringung der Dienstleistung sind hier erste Ansätze. Die integrative Erbringung von mehreren Dienst-leistungen durch einen Anbieter ist ein weiterer Schritt, der ein noch höheres Potenzial mit sich bringt. Dazu müssen aber die richtigen Verga-beverfahren gewählt werden und innovative Ausschreibungsunterlagen und Vertragswerke gemeinsam mit der öffentlichen Einrichtung erstellt werden, damit die Anforderungen des Bundesvergabeverfahrens eingehalten werden. Wenn man diese Ansätze nutzt, lassen sich erhebliche Potenziale nutzen und zugleich die Mitarbeiterzufriedenheit und der Output des „Kerngeschäftes“ erhöhen.

    FM im öffentlichen BereichIn den letzten Jahren ist anhand der vom IFM durchgeführten Umfragen deutlich erkennbar, dass sich der öffentliche Bereich und auch die ausgegliederten Unternehmen immer mehr mit dem Thema FM auseinandersetzen.

    10 I F M

    IFM NEWS FM im öffentlichen Bereich

    Ein Bericht von Alexander Redlein

    Information

    A. o. Univ.-Prof. Dr. Alexander Redlein IFM, Treitlstraße 1–3, 5. Stock,

    A-1040 Wien, Tel. 01-58801-42700Mail: [email protected]

    www.ifm.tuwien.ac.at

    Alexander Redlein

  • www.siemens.at/sgs

    Siemens Gebäudemanagement & -Services G.m.b.H.

    1140 Wien, Penzinger Straße 76

    Telefon 05 1707-30601

    Professionelles Facility Management unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.

  • 12 I F M12 I F M

    ACC Wien – 10 Jahre sind nicht genugAnfang 2010 durfte das Academic Competence Center Wien seine ersten 10 Jahre feiern. Zu diesem Anlass lud man in die Prunkräume der Technischen Universität Wien.

    Der Einladung folgten viele langjährige, aber auch neue Kunden der Fachhoch-schulen und Universitäten sowie der berufsbildenden höheren Schulen. Im Rahmen dieses Events wurden die Neuerungen im Bereich SAP an österreichischen Bildungsein-richtungen präsentiert. Die drei großen Themen waren die Übernahme der berufsbildenden Schulen in die direkte Betreuung, die Vorstel-lung von „SAP University Alliances“ und die Vorstellung der neuen Schulungsumgebung „Global Bike International“.

    ACC als Partner für öffentlichen BildungsbereichIm Bereich der berufsbildenden Schulen er-folgte die Koordination der Mandantenbestel-lung und Abrechnung bisher durch den Verein „Business Software Austria“ (BSA). Providing und Support der Schulungsmandanten erfolgte immer schon durch das Team des Academic Competence Center der TU Wien. Da SAP das Engagement im Bereich öffentliche Bildung im Programm „SAP University Alliances“ (UA) zusammengeführt und auf weltweit wenige Kompetenzzentren konzentriert hat, verlagerten SAP und das Bundesministerium die Gesamtbetreuung aller österreichischen öffentlichen Bildungseinrichtungen zum ACC der TU Wien. Beginnend mit dem Schuljahr 2010/11 wurde das ACC Wien daher auch direkter Vertragspartner aller österreichischen Schulen. Das hat auch positive Auswirkungen für die Schulen, da die Gebühren um 10 % gesenkt werden konnten.

    University AlliancesAls Zweites wurde die Initiative „Universi-ty Alliances“ der SAP AG präsentiert. Die University Alliances Community ist ein glo-bales Netzwerk, das Fakultäten, Studenten, SAP-Kunden und Partnern die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen, und ein wichtiges Netzwerk zur Verfügung stellt, um ERP sprich SAP-Software besser in die Lehre integrieren zu können. Inhalte und Informationen dazu

    fi nden sich auf der öffentlich zugängigen Seite http://uac.sap.com. Hier fi ndet man neben den aktuellen Events auch topaktuelle Jobangebote im Umfeld SAP, welche weltweit für Studenten mit SAP-Erfahrung angeboten werden. Ein weiteres Angebot der University Alliances sind Curricula und Lehrunterlagen, welche in einem Download-Bereich zur Verfügung stehen. Lehrende können sie als Word-Dokument oder PowerPoint-Datei herunterladen und sie an ihre Bedürfnisse anpassen. Dies vereinfacht die Erstellung oder das Update von Lehrun-terlagen erheblich.

    Neue Schulungsumgebung GBIIn diesem Zusammenhang wurde auch ei-ne neue Schulungsumgebung „Global Bike International“, kurz GBI, entwickelt. Diese Schulungsumgebung setzt auf ein SAP-ERP- ECC-6.0-System auf und dient als Basis für die oben erwähnten Curricula und Lehrunterlagen. Das Customizing und die ersten Curricula und Lehrunterlagen wurden von Mitarbeitern der „Grand Valley State University“ und der „Otto von Guericke Universität Magdeburg“ gestaltet und entwickelt. Dieses System und die Unterlagen werden von der University Alliances immer auf dem aktuellen Stand gehalten (z. B. bei Releasewechsel upgedatet) und erweitert. So muss nicht mehr jeder Vortragende sich seine Unterlagen vollständig selbst erstellen, sondern kann die Vorlagen nutzen.

    Das Academic Competence Center Wien hat im Auftrag der SAP AG dieses Produkt für die Anforderungen der österreichischen berufsbil-denden höheren Schulen und Universitäten adaptiert. Beispielsweise wurde der österrei-chische Schulkontenrahmen importiert und die Geschäftsprozesse im Bereich Finanzbuchhal-tung, Anlagenbuchhaltung, aber auch die Lo-gistikprozesse wurden speziell auf Österreich angepasst. Man kann dieses Schulungssystem sowohl für Einführungslehrveranstaltungen, z. B. „rechnergestützte Finanzbuchhaltung“ in BHSen, bis hin zu komplexen Case Studies an Universitäten nutzen. Es bietet eine durch-gängige Umgebung, die von der BHS bis hin zur Universität verwendet werden kann. Das bringt nicht nur den Lehrenden, sondern auch

    den Schülern Vorteile, da sie die Umgebung über mehrere Jahre verwenden können, die Beispiele aufeinander aufbauen und so die Umgebung in der Sekundärschule ident ist mit der an der Universität.

    Möglich machte dies die enge Kooperation der TU Wien mit der WU Wien sowie mit Lehrern von Universitäten, „Handelsakademien“ sowie höheren technischen Lehranstalten.

    Diese ersten Erfolge der organisatorischen Umgestaltung und des neuen Angebots zeigen sich in Zuwächsen an betreuten Institutionen. Neben 29 Fachhochschulen und Universitäten zählen 111 berufsbildende höhere Schulen zum Kundenkreis. In Summe bilden diese im Jahr an die 7000 Studenten und Schüler aus.

    Ein Bericht von Stefan Schedl

    Information

    Stefan Schedl IFM, Treitlstraße 1–3, 5. Stock, Abt. ACC

    Tel.: 01-58801-42730Mail: [email protected]

    www.ifm.tuwien.ac.at

    IFM NEWS

  • UnterstützUng für Unternehmen!

    www.bundessozialamt.gv.at

    ArbeitsassistenzArbeitsassistentInnen unterstützen Menschen mit Behinderung bei der Jobsuche, bieten Hilfestellung bei der Abklärung beruflicher Perspektiven und beraten DienstgeberInnen.

    BerufsausbildungsassistenzBerufsausbildungsassistentInnen erstellen für Jugendliche mit Behinderung einen Ausbil-dungsplan, begleiten sie während der ge-samten Integrativen Berufsausbildung bis zur Abschlussprüfung.

    ClearingClearerInnen betreuen Jugendliche mit son-derpädagogischem Förderbedarf, sozial-emo-tionaler Beeinträchtigung bzw. Behinderung.

    JobCoachingJobCoaches bieten intensive Unterstützung und Unterweisung am Arbeitsplatz für neue MitarbeiterInnen, aber auch bei bestehenden Dienstverhältnissen.

    Österreichweit & 05 99 88

    Das kleine ABC zur Unterstützung Begleitende Hilfen bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung.

    Unternehmen, die Menschen mit Behinderung beschäf-tigen oder beschäftigen wollen, erhalten die erforderliche Beratung und Unterstützung durch das Bundessozialamt.

    Die sogenannten „Begleitenden Hilfen“ sind individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse der Betroffenen abgestellt und für MitarbeiterInnen mit Behinderung sowie deren DienstgeberInnen kostenlos!

    Zahlreiche Instrumente der Begleitenden Hilfen haben auch direkten wirtschaftlichen bzw. betrieblichen Nutzen.Jede Arbeitsplatzerlangung bzw. Sicherung eines gefähr-deten Arbeitsplatzes schafft auch einen unmittelbaren Mehrwert für den Betrieb. Oftmals werden durch die im Betrieb geleistete Integrationsarbeit auch innerbetrieblicheRessourcen geschont und für den Betrieb zusätzliche Leistungen (z.B. Lohnförderungen) lukriert.

    basb_zentrale_inserat_IFM-News_01.indd 1 20.10.2010 9:59:38 Uhr

    home advantage in central europe

    home advantage in central europe. Seit mehr als einem Jahrzehnt begleiten wir unsere Mandanten bei ihrem Engagement und ihren Investitionen in Zentral- und Osteuropa. Dort sind wir mit eigenen Büros und mehr als 300 Juristen in 12 Ländern bestens etabliert und erfüllen die Anforderung von lokalem Know How, internationaler Erfahrung und hoher Qualität. www.schoenherr.eu

    BuLgArIEn | EurOPÄISCHE unIOn | KrOAtIEn | öStErrEICH | POLEn | ruMÄnIEn | SErBIEn | SLOwAKEI | SLOwEnIEn | tSCHECHIEn | uKrAInE | ungArn

  • Bedarfsorientiertes Office-LayoutDamit Teamarbeit und Mitarbeiterorientierung im Arbeitsalltag nicht nur Schlagworte bleiben

    14 I F M

    IFM NEWS

    Die nachhaltige Gestaltung von Arbeits-plätzen als Balance zwischen individu-ellen Bedürfnissen, organisatorischen Anforderungen und Wirtschaftlichkeit stellt ein sehr wichtiges Kriterium in einer effi zi-enzorientierten Leistungsgesellschaft dar, die sich jedoch auch zum Ziel setzt, möglichst die individuellen Bedürfnisse der beschäftigten Personen zu berücksichtigen.Neueste Erkenntnisse der Arbeitsplatzforschung zeigen deutlich, dass das Zusammenwirken Mensch – Organisation – Immobilie – tech-nische Infrastruktur bei der Gestaltung von Prozessabläufen und Arbeitsräumen besonders beachtet werden muss. In diesem Kontext kommt der Immobilie und der technischen Infrastruktur eine nicht unwesentliche Be-deutung zu, was besonders in Umstrukturie-rungsprojekten sowie bei Planung von neuen Bürostandorten sowohl in Privatwirtschaft als auch öffentlicher Verwaltung evident wird.

    Leitfragen für das ManagementModernes, zukunftsorientiertes Management ist in diesem Zusammenhang unter anderem mit folgenden Leitfragen konfrontiert:• Liefert die Organisation die entsprechende

    Struktur und Prozessabläufe, damit ein best-möglicher Output erzielt werden kann?

    • Finden die Arbeitsteams jene technische Infrastruktur vor, die sie benötigen, um best-möglichen Output zu erzielen und die auch die Prozessabläufe des Kerngeschäfts optimal unterstützt?

    • Bietet die Immobilie die erforderliche Um-gebung, die für die Erzielung guten Outputs und die Unterstützung der Prozesse des Un-ternehmens benötigt wird?

    Forschungsprojekt der TUEs ist leider oft festzustellen, dass die Immobilie den Rahmen für die Organisation vorgibt und nicht umgekehrt. Der unerwünschte Effekt sind dann ineffi ziente Arbeitsabläufe und ein hoher Grad an Unzufriedenheit bei den Mit-arbeitern, was zu zusätzlicher Minderung der Effi zienz führt.In Erkenntnis dieser Tatsache hat das IFM der TU-Wien gemeinsam mit einem holländischen Forscherteam ein Pilotprojekt durchgeführt,

    wo im Bereich der öffentlichen Verwaltung in Österreich versucht wurde, bedarfsorientierte Büroraumlayouts zu generieren, die die Orga-nisationsabläufe bestmöglich abbilden. Die Gestaltungsvorgaben bezüglich des Büroraums werden dabei in Form eines Pfl ichtenhefts „Büroraum-Layout“ in den Planungsprozess eingespeist und dienen als Grundlage für die Arbeitsraumgestaltung.

    VorgehensmodellDabei wurde ein mehrphasiges Vorgehens-modell entwickelt, das eine bestmögliche Partizipation und Transparenz im Entschei-dungsprozess sichert:Auf Basis einer Iststandserhebung und Analyse der gegenwärtigen Organisationsabläufe wird gemeinsam mit dem Manage-ment ein „Sollstand Organi-sation“ defi niert, der dann in weiterer Folge in einem parti-zipativen Prozess gemeinsam mit den Mitarbeitern in einem adäquaten Büroraum-Layout abgebildet wird.Dabei werden „multifunktio-nale Büroraumumgebungen“ defi niert, die den aus den Organisationsabläufen de-terminierten Anforderungen sowie auch den individuellen Bedürfnissen der Angestellten nach „sozialem Miteinander“, aber auch Raum für Individualität und Privatheit Rechnung tragen.Dabei werden in dieser Konzeptionsphase bewusst Fragen der Innenarchitektur-Details ausgeklammert und es wird lediglich mit so-genannten funktionalen Büroraum-Footprints gearbeitet, um das Bewusstsein für die funktio-nalen Erfordernisse des Büroraums zu wecken.Das Pfl ichtenheft Büroraumplanung wird dann durch den Innenarchitekten im Planungsprozess umgesetzt.Mit dieser Vorgehensweise ist es möglich, dass frühzeitig bereits eine Grobdefi nition der Anforderungen an den Büroraum vorliegt und somit weitere Entscheidungen bezüglich Immobiliennutzung nicht nur mehr ausschließ-lich aufgrund oberfl ächlicher Ziffern wie etwa Bürofl äche pro Mitarbeiter getroffen werden, sondern bereits ein Grobkonzept der erforder-lichen prozessdeterminierten Büroraumfunk-tionalität vorliegt.

    Change Management als ErfolgsfaktorWichtig ist es in diesem Zusammenhang, ein effi zientes Change Management zu imple-mentieren, denn auf die Mitarbeiter kommen bei derartigen Projekten zwei wesentliche Veränderungen zu:• Änderungen in den täglichen Abläufen/Pro-

    zessen (Optimierung der Ablauf- und Auf-bauorganisation – „Sollstand Organisation“)

    • Änderungen im Bereich Büroraum-Layout – Bürokonzept

    Aus den Erfahrungen des Forschungsprojektes hat sich gezeigt, dass es wichtig ist, die Mitar-beiter auf diese Veränderungen vorzubereiten und sie bei den Veränderungen kontinuier-lich zu begleiten. In diesem Zusammenhang konnte auch festgestellt werden, dass man

    diese Veränderungen gleichzeitig umsetzen muss. Beispielsweise kann die Organisation nicht von „Einzelkämpfern“ in Richtung Team verändert werden, wenn das Bürolayout diese Teamorientierung nicht unterstützt. Andererseits wer-den Teambüros nicht akzeptiert, wenn die Organisation noch nicht darauf ausgerichtet ist.Insgesamt können über derartige Projekte nicht nur die internen Abläufe optimiert werden, son-dern auch die Motivation der

    Mitarbeiter durch eine moderne, zeitgemäße Büroinfrastruktur gesteigert werden. Auch der CFO freut sich, da Teambüros meist fl ächenef-fi zienter sind als Einzelbüros. Vom Einsatz von Großraumbüros sei aber abgeraten, da hier die Produktivität der Mitarbeiter durch gegenseitige Störungen erheblich leidet. Die Einrichtung von kleineren Gruppeneinheiten in Form von multifunktionalen Teambürolandschaften, die auf die Organisationsabläufe und Teamstruktur Rücksicht nehmen, ist dabei der eindeutig opti-malere Weg, was Wirtschaftlichkeit, Effi zienz und letztlich Mitarbeiterakzeptanz betrifft.

    Ein Bericht von Thomas Derntl

    DI Thomas Derntl

    Information

    DI Thomas DerntlIFM, Treitlstraße 1–3, 5. Stock,

    A-1040 Wien, Tel. [email protected]

    www.ifm.tuwien.ac.at

    Trends im FM

  • WHERE THE NEW EUROPE IS BUILT.24 – 26 MAY 2011 MESSE WIEN, VIENNA

    WWW.REALVIENNA.COM

    Supported by:In coorperation with:

    REGISTER

    NOW

    RV11_205x275_abf_IFM-News.indd 1 13.09.10 11:19