ÖWF Newsletter August 2014

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Highlights dieser Ausgabe: Ein ganz besonderer Weltraumtag für ukrainische Kinder, Energieschub für Aouda Suit durch AccuPack Batterien, Ausschreibung für AMADEE-15 Mars Simulation

Text of ÖWF Newsletter August 2014

  • August 2014

    NEWSLETTER D a s M o n a t s m a g a z i n d e s s t e r r e i c h i s c h e n W e l t r a u m F o r u m s .

    WF-Weltraumtag fr ukrainische Kinder

    Energieschub fr Aouda Suit

    WF-Ausschreibung AMADEE-15

    Titelfoto: WF/Stefan Hauth

  • INHALT

    Das sterreichische Weltraum Forum (WF) ist ein Netzwerk fr Raumfahrtspezialisten und Weltrauminteressierte, das mit nationalen und internationalen Forschungs-einrichtungen, Industrie und Politik zusammenarbeitet. Wir forschen im Bereich Weltraumaktivitten, entwickeln einen von weltweit fnf experimentellen Raumanzgen und fhren professionelle Simulationen bemannter Marsforschung durch.

    Das WF auf besonderer Mission Wasserraketen und Waisenkinder

    3

    Tiuterra-Kristall glitzert in Solar City Ein Projekt der World Space Week 2013

    6

    WF Space Days Nonstop von Asten zum Mars

    7

    WF-Praktikanten 2014 Wer sie sind und woran sie arbeiten

    8

    SPOTLIGHT: PolAres Suit Aouda mit voller Energie voraus

    11

    WF-Ausschreibung Submit for AMADEE-15

    13

    ESO News Ungewhnliches Doppelsternsystem entdeckt

    14

    International News Rosetta-Rendezvous mit Zielkomet geglckt

    15

  • 3

    Das WF auf besonderer Mission

    Wasserraketen und Waisenkinder Bereits 2013 hat das WF einen Weltraumtag besonderer Art organisiert. Gedacht als kleiner Beitrag fr ein groes Projekt, wurde dieser Tag nicht nur ein Erfolg, sondern blieb vielen im Gedchtnis, allen voran denen, die an diesem Tag im Mittelpunkt standen: Waisenkinder und kranke Kinder aus der Ukraine, die auf Initiative von Dr. Christoph Otto von Global 2000 in wechselnden Gruppen seit Jahren Erholungsurlaube in sterreich verbringen knnen. Fr viele der Kinder war und ist das die erste Auslandsreise in ihrem Leben. Neben Unbekmmertheit, Spa und grnen Wiesen gibt es in diesen Wochen endlich auch Aufmerksamkeit und ausreichend Medikamente.

    Das WF-Team mit den ukrainischen Gsten in Klein-Engersdorf (Niedersterreich)

    Alle Fotos zu diesem Bericht: WF/Stefan Hauth

  • 4

    D e n P i l o t -versuch eines solchen Welt-r a u m - T a g e s letztes Jahr in H a g e n b r u n n (Niederster-reich) und Ybbs an der Donau (Obersterreich) fdelte WF-Mitglied Alexan-der Soucek ein, der durch Zufall von den kleinen Ukraine-Urlau-bern mit ihren s c h w e r en S c h i ck s al en gehrt hatte.

    WF/Stefan Hauth

    Begleitet wurde er von Gerhard Grmer. Ukraine-Projektleiter Dr. Otto dankte damals dem WF: Ihre Weltraumveranstaltungen haben fulminante Reaktionen ausgelst. Die Berichte waren nicht nur begeistert, sondern geradezu frenetisch. Wir danken dem WF ganz herzlich fr das Engagement und die begeisternden Prsentationen!

  • 5

    Diesmal wuchs die WF-Helfergruppe schon auf fnf Personen an: neben Alexander und Gerhard auch Eva und Stefan Hauth sowie Magdalena Mahringer, die sich alle zusammen einen Arbeitstag freigenommen hatten, um am 14. Juli beladen mit Wasserraketen, Kinderraumanzgen und Weltraumfotos diesmal nach Klein-Engersdorf zu fahren. Die Zutaten dieses Tages: ein groer Garten, ein schattenspendender Baum, Sonne und Gewittertrme, ein Feld, das zum Wasserraketen-Versuchsgelnde umfunktioniert wurde, eine Schar Kinder verschiedenen Alters, ein kleiner Astronaut im Rollstuhl, helfende Hnde, Dolmetscherinnen, Improvisation, ein Heuriger, Geschichten aus der Ukraine zum Nachdenken. Manche der Kinder waren bereits letztes Jahr dabei und plauderten mit den Freunden vom WF unbekmmert auf Ukrainisch. Gesprche mit den Erwachsenen erlaubten verstrende, aber gleichzeitig unbezahlbare Eindrcke von der aktuellen Situation in diesem groen Land. Da die Gste allesamt aus Orten in der derzeit umkmpften Ostukraine stammen, war ihnen nicht einmal klar, ob und auf welcher Route sie wieder zurckreisen wrden.

    WF/Stefan Hauth

    Die Antwort auf so viele groe und kleine Probleme? Lauthals auf Ukrainisch den Countdown fr die WF Wasserraketen zu zhlen, um diesen dann begeistert nachzuschauen bei ihrem Flug in den Himmel! Das WF wird auch 2015 versuchen, Dr. Otto und seine ehrenamtlichen Helfer bei dem wunderbaren Projekt Tschernobyl Kinder zu untersttzen. Es gilt, noch viele kleine Astronauten auszubilden. Alexander Soucek und Team

    Ein Weltraumtag fr die Kinder von Tschernobyl (August 2013)

    Projekt Tschernobylkinder (Dr. Christoph Otto, Global 2000)

  • 6

    Tiuterra-Kristall glitzert in Solar City Nach einer gemeinsamen Veranstaltung der Volksschule Linz Solar City mit dem sterreichischen Weltraum Forum im Juli 2013 wurde die Nachhaltig-keit solcher Events sichtbar: Die Klasse 4b wirkte einige Monate spter an der World Space Week 2013 mit und erhielt nun ein besonderes Prsent dafr.

    SchlerInnen nahmen an einer weltumspannenden Telekonferenz teil, stellten im Rahmen einer virtuellen Fhrung durch das Mission Control Center Innsbruck beeindruckende Fragen und sammelten Gesteinsproben, um sie nach Tirol zu schicken. Diese wurden dort mit Proben aus 32 weiteren Nationen, einem aus der Antarktis, einem vom Meeresboden vor der Kste Australiens sowie dem Teil eines in Marokko gefundenen, tatschlich vom Mars stammenden, Meteoriten vermahlen.

    Urheberrecht am Foto: WF/Gerhard Grmer

    Die fr die Herstellung von einzigartigen Glas-Kunstwerken international bekannte Firma Swarovski schuf daraus einen wunderschnen Kristall in einer mit 100 Stck limitierten Auflage. Er trgt den Namen Tiuterra (tiu ist das altenglische Wort fr Mars, terra das aus dem Lateinischen stammende fr Erde). Einen dieser leider unverkuflichen Kristalle wird im Herbst 2014 die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti zur Internationalen Raumstation (ISS) mitnehmen und ihn ein halbes Jahr spter wieder zur Erde zurckbringen. Das wird das erste Mal in der Menschheitsgeschichte sein, dass ein Stck Marsgestein zweimal auf die Erde gelangt. Einige der kostbaren Tiuterra-Kristalle werden als Symbol fr das gemeinsame Interesse am Weltraum an internationale Raumfahrtorganisationen und EntscheidungstrgerInnen bergeben.

    Auch jede Institution, die eine Gesteinsprobe beigetragen hatte, erhlt ein Exemplar des Tiuterra. So konnte ein WF-Vertreter am 16. Juni 2014 auch der Klasse 4b an der Volksschule Linz Solar City einen Tiuterra-Kristall bergeben. Nach langen Aufenthalten in einem Tresor wird er fallweise unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen der ffentlichkeit gezeigt werden. Bericht: Gerhard Grmer

  • 7

    WF Space Days

    Nonstop von Asten zum Mars

    Gemeinsam mit dem Elternverein der Volksschule Asten/Obersterreich plante das WF seit Juni 2013 eine zweitgige Veranstaltung fr das kommende Schuljahr. Kompetent und mit viel Engagement bauten die Lehrkrfte ab Herbst 2013 das vom WF zur Verfgung gestellte Lehrmaterial in den Unterricht ein. Eine der wesentlichsten Voraussetzungen fr das Gelingen des Events am 26. und 27. Mai 2014 war somit erfllt!

    Urheberrecht an den Fotos: Elternverein Asten/Shakeh Lennert (oben), Wolfgang Eisner (unten)

    Als am Ende des zweiten Tages ein Schler einem WF-Mitarbeiter erklrte: Das war der schnste Tag, seit ich an der Schule bin, waren alle Mhen vergessen. Zum Abendpro-gramm waren ber 600 Besucher gekommen: bei groartiger Moderation durch Maga. Claudia Werner prsentierten die Schler ihre Projekte und Gernot Grmer nahm die Zuhrer auf eine Reise zum Mars mit. Ein weiterer Hhepunkt: Shakeh Lennert vom Elternverein konnte als Gesprchspartner fr eine Live-Schaltung zwei NASA-Wissenschaftler in Pasadena/USA begren. Bericht: Gerhard Grmer

  • 8

    WF-Praktikanten 2014

    Viktoria Koch (OeWF)

    Viktoria Koch

    University: TU Mnchen Studying: Masters in Aerospace Hobbies: Travelling, Space, Volleyball, Hiking

    How did you get involved with OeWF? Gernot Grmer gave a presentation about Austria and manned missions to Mars. Manned Mars missions were THE topic for my master thesis I was looking for!

    What will you be working on? I will be working on a biomedical data simulation for future field missions. This will be achieved by a simulation tool called V-Hab from my university and telemetry data from previous missions, as the Delta Experiment during MARS2013 in Marocco.

    Highlight of living in Innsbruck? The mountains, close aircraft approach and very nice colleagues!

    Taylor Moyer (OeWF)

    Taylor Moyer

    University: Kings College London, United Kingdom Studying: Masters in Space Physiology and Health Hobbies: I love photography (and selfies!) and travelling

    How did you get involved with OeWF? They gave a presentation at ESAs Astronaut Centre in Cologne, the same week I was visiting with my University class.

    What will you be working on? Im going to look at the physiological changes relating to heart rate and CO2 inside of the helmet using the telemetry data from the MARS2013 mission, specifically during the Delta Experiment.

    Highlight of living in Innsbruck: The beautiful view from the office!

  • 9

    Andy Lamb (OeWF)

    Andy Lamb

    University: Imperial College London, United Kingdom Studying: Physics (2nd year undergraduate)

    How did you find out about us? The UK student space society, UKSEDS publishes a magazine (Ecliptic) giving an insight into whats going on in the space industry and had OeWFs projects featured in it.

    What will you be working on? I will be working with the Aouda.X suit team on improvements to the life support system, and also participating in the beta t