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Fraktion im Landtag Brandenburg Politische Akzente der CDU-Landtagsfraktion www.cdu-fraktion-brandenburg.de

Politische Akzente

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der CDU-Landtagsfraktion

Text of Politische Akzente

  • Fraktion imLandtag Brandenburg

    Politische Akzenteder CDU-Landtagsfraktion

    www.cdu-fraktion-brandenburg.de

  • Impressum:

    Herausgeber:

    CDU-Fraktionim Landtag BrandenburgAmHavelblick 814473 Potsdam

    Telefon: 0331 - 966 14 50Telefax: 0331 - 966 14 07E-Mail: [email protected]

    V.i.S.d.P.: Roswitha SchierParlamentarische Geschftsfhrerinder CDU-Landtagsfraktion

    www.cdu-fraktion-brandenburg.de

    Fotos: Pixelio, Archiv der CDU-Fraktion

    Layout: Katharina Priesnitz, Ulrike Neuwirth

    Druck: G& SDruck undMedien GmbH,Gerlachstrae 10, 14480 Potsdam

    Stand: Juni 2008

  • Politische Akzente der CDU-Landtagsfraktion Vorwort Seite 5 Bildungspolitik trgt die Handschrift der CDU Seite 6 Musikalische Bildung der Jugend Seite 6 Effektiver Kinder- und Jugendschutz Seite 7 Schutz fr Neugeborene (anonymeGeburt) Seite 7 Medizinische Betreuung: Gemeindeschwestermodell Seite 7 Vernnftiges Sozialpaket: Mobilittsticket auch fr Aufstocker Seite 8 CDU-Brgerarbeit wurde als Kommunalkombi realisiert Seite 8 Haushaltskonsolidierung Seite 8 Bundesgartenschau 2015: Ausrichtung in der Havelregion Seite 8 Landesplanung: Umgliederung der Grund- undMittelzentren Seite 9 Brokratieabbau: Sonderausschuss im Landtag auf Initiative der CDU Seite 9 Landtagsneubau: Stadtschloss wird in historischer Fassade errichtet Seite 9 Gelebte Integration: Zentrales Einbrgerungsfest Seite 9 Initiative: 18. Mrz als Gedenktag der parlamentarischen Demokratie Seite 9

    Akzente der CDU-Landtagsfraktion von der Landesregierung umgesetzt

    Fachbereich Innen Gemeindegebietsreform 1999/2004 Seite 10 Neue Kommunalverfassung Seite 10 Reform der Polizei und ihre umfassendeModernisierung Seite 11 Verbesserungen im Brand- und Katastrophenschutz Seite 11Fachbereich Justiz Gesetzeslcke bei Sicherungsverwahrung geschlossen Seite 12 Haft-Entlassenen-Auskunfts-Datei-Sexualstraftter Seite 12 Initiative Tatort Schule Seite 12 Kinderschutz Seite 12 Jugendstrafvollzugsgesetz Seite 12FachbereichWirtschaft Neuausrichtung derWirtschaftsfrderung Seite 13 Ansiedlungserfolge Seite 13 Landesinnovationskonzept 2006 Seite 13 Landestourismuskonzeption 2006 - 2010 Seite 14 Energiestrategie 2020 Seite 14FachbereichWissenschaft, Forschung und Kultur Vorfahrt fr die Hochschulen Seite 15 Stiftungsuniversitt Viadrina Seite 15 Modernes Denkmalrecht Seite 15 Kulturelle Vielfalt erhalten Seite 15

    Seite 3

  • Seite 4

  • Sehr geehrte Damen undHerren,

    im Rahmen der Regionalen Entwicklungskonferenzen der Landtagsfraktion im Frhjahr habenwir Bi-lanz ber unsereArbeit fr die Regionen gezogen sowie gemeinsamPerspektiven unserer politischenArbeit diskutiert.

    Bei diesen Konferenzen wurde derWunsch geuert, die wesentlichen Erfolge unserer Arbeit in denzentralen Politikfeldern in einem Papier komprimiert zusammenzustellen.

    Ich freue mich, Ihnen mit dieser Broschre diese bersicht bergeben zu knnen. Sie enthlt nebeneiner Leistungsbilanz der Fraktion auch eine Zusammenstellung der Arbeit unserer Minister, die vonder Fraktion intensiv begleitet, mitgestaltet und durchgesetzt wurde.

    Wir habenauch in den letzten Jahren einenwesentlichenBeitragdazu leisten knnen, dass sichBrandenburgpositiv entwickelt: DieWirtschaftwchst berdurchschnittlich, dieArbeitslosigkeit sinkt deutlich, dieMenschen leben sicherer unddie Bildungschancenunserer Kinder habensich erheblich verbessert.

    Brandenburg insgesamt hat sich seit 1999 tiefgreifend verndert. Wir haben die kleine DDR der Regierung Stolpe/Hildebrandt hinter unsgelassen. Brandenburg ist ein erfolgreiches, ein optimistisches Land geworden, das seine vielfltigen Chancen endlich nutzt!

    Herzliche Gre

    Thomas LunacekVorsitzender der CDU-Landtagsfaktion

    Seite 5

  • Bildungspolitik trgt dieHandschrift der CDU

    In der Bildungspolitik werden die zentralenWeichen unseres Landes gestellt. Obwohl dieSPD das Bildungsministerium besetzt und denSchulminister stellt, konnte die CDU-Fraktionzentrale Kernanliegen christdemokratischerPolitik umsetzen: Alle wesentlichen Vernde-rungen zu mehr Leistung und Qualitt sindauf Betreiben der CDU herbeigefhrt worden.An Brandenburger Schulen zhlt dank derCDU-Fraktion wieder Leistung.

    Mit dem neuen Schulgesetz wurde 2007 einesder grten Reformvorhaben der groen Ko-alition umgesetzt:

    Leistungsorientierung Sicherung der Unterrichtsqualitt Benotung ab Klasse 2 und die Wiederein-fhrung der Kopfnoten

    Abitur nach 12 Jahren konsequente Umsetzung der Schulpflicht Wettbewerb zwischen den Schulen durchVerffentlichung der Schulportraits ein-schlielich der Durchschnittsergebnisseder zentralen Prfungen

    Die 34 Leistungs- und Begabungsklassen anGymnasien die auf Betreiben der CDU ein-gerichtet wurden sind ein Erfolgsmodell undwerden fortgesetzt. Damit erffnen sich frleistungsstarke Schler neue Perspektivenund Horizonte. Die Anmeldezahlen sind we-sentlich hher als deren Kapazitt. Leider ver-hindert die SPD aus ideologischen Grndeneine Ausweitung dieser effektiven Begabten-frderung.Die Frderschulen wurden gesichert. Nurdurch den vehementen Einsatz der CDU konn-te die Abschaffung dieser Einrichtungen zurgezielten Frderung verhindert werden. Dennan den Frderschulen wird schon ab der ers-ten Klasse individuell auf die besonderen Be-drfnisse jedes einzelnen Schlers eingegan-gen.

    Wir haben in der Koalition den rtlichen Be-drfnissen entsprechend die Absenkung derMindestschlerzahlen an den zweizgigenOberschulen von jeweils 15 (2x15) auf aus-nahmsweise und vorbergehend jeweils 12(2x12) Schler beim bergang in die 7. Klas-se durchgesetzt (Beschluss des Koalitions-ausschusses vom 14. Mrz 2008). Dies gilt indnn besiedelten Regionen, wenn sich keinanderes Angebot in der Nhe befindet undabsehbar ist, dass die Zahl der Schler per-spektivisch wieder ansteigt. Fr ein Jahr kanndann sogar die Grenze von zwei mal 12 Sch-lern unterschritten werden. Wir werden unsauch weiterhin vehement fr die Einrichtungvon einzgigen Oberschulen im lndlichenRaum einsetzen, um noch mehr Schulstand-orte zu erhalten. Dadurch werden unzumut-bar lange Schulwege vermieden.

    MusikalischeBildungder Jugend

    Die CDU setzt sich fr die Frderung dermusi-kalischen Ausbildung unserer Kinder ein. In die-sem Jahr werden deshalb 2 Mio. EURO aus-schlielich fr die besonderemusikalische Fr-derung der Jugend bereitgestellt. Sie stammenaus dem an das Land Brandenburg zurckge-fhrten SED-Parteivermgen. Insbesondere solldas Geld verwendet werden, um Kindern aussozial schwachen und bildungsfernen Familienden Zugang zurMusik durch den Kauf eines In-struments zu ermglichen.

    Denn die musikalische Ausbildung legt einewichtige Grundlage fr eine aufgeschlosseneEntwicklung unserer Kinder. Wir freuen uns,dass diesesmit demUnrecht der DDR-Diktaturverbundene Vermgen einem solch sinnvollenZweck zugefhrt werden kann.

    (siehe schriftliche Antwort derMinisterin frWissenschaft,Forschung und Kultur Prof. Dr. Wanka auf die Frage 4/1685in der 65. Parlamentssitzung, Plenarprotokoll vom 9.4.2008,S. 4834)

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  • Effektiver Kinder-und Jugendschutz

    Die CDU ist fr zahlreiche Impulse zur Verbes-serungder Kinder- und Familienfreundlichkeit inBrandenburg verantwortlich. Zentrales Themafr die CDUwar und ist dabei die deutliche Ver-besserung des Kinder- und Jugendschutzes.

    Deshalb haben wir durchgesetzt, dass das Ge-sundheitsamt Kinder zu den Vorsorgeuntersu-chungen U6 (10. bis 12. Lebensmonat) bis U9(60. bis 64. Lebensmonat) sowie J1 (12 bis 14Jahre) verbindlich einldt. Bei Nichterscheinenwird das Kind ein zweitesMal eingeladen. Sollteauch nach der zweiten Einladung keine Unter-suchung erfolgen, wird das Jugendamt darberinformiert.Dieses ist danngehalten, aktiv zuwer-den und bei der Familie nach dem Rechten zuschauen. Sowird sichergestellt, dass jedes Kindregelmig inAugenschein genommenwirdunddieBehrdengegebenenfalls untersttzend ein-greifen knnen.

    (Gesetz ber den ffentlichen Gesundheitsdienst im LandBrandenburg (BbgGDG) vom 10. April 2008, BGBl. 2008 INr. 5 S. 95)

    Auf Initiative derCDUwurde im Jahr 2000der imKitagesetz verankerte Rechtsanspruch auf Kin-derbetreuung auch auf familiennhere Formender Kinderbetreuung erweitert (z. B. Tagesmt-

    ter). DiesesAngebotwird jedes Jahr vonmehr El-tern genutzt. Die Betreuung durch Tagesmtterist sehr individuell und fr Kinder unter drei Jah-renbesonders gut geeignet. Sie bedeutet fr unsaus der Familie in die Familie. Die Zahl der Ta-gesmtter nimmt kontinuierlich zu.

    Fast jedes fnfte im Kindergarten betreute Kindweist Sprachdefizite auf. VordiesemHintergrundhaben wir eine Sprachstandserhebung vor derEinschulung durchgesetzt. Damit kann bereitsim Kindergartenalter ein mgliches Defizit fest-gestellt undunmittelbar durch spezielle undper-snliche Sprachausbildung und -frderung einJahr vor der Einschulung in der Kita gegenge-steuert werden. Der weiteren Zunahme an Kin-dern mit Sprachdefiziten wird auf diese Weiseeffektiv entgegengewirkt. Die Kinder werdenbesser als bisher auf die Schule vorbereitet undsomit wird allen in der Schule ein gelungenerStart ermglicht.

    Darberhinaushabenwir durchgesetzt, dassKin-der unter drei Jahren, die bereits in einer Kita be-treut werden, auch weiterhin dieses Angebotwahrnehmen knnen, selbst wenn die Eltern ar-beitslos werden (Bestandsschutz).

    (Viertes Gesetz zur nderung des Kindertagesstttengeset-zes vom 6. Juni 2007, BGBl. 2007 I Nr. 9 S. 110)

    Schutz frNeugeborene(anonymeGeburt)

    Kindsttungen erschttern uns immer wiederzutiefst. Bereits am19.02.2007 hat unser Frakti-onsvorstand einen Antrag verabschiedet, dereine Bundesratsinitiative zur Legalisierung deranonymen Geburt fordert. Die SPD hat diesenAntrag nicht mitgetragen. Wir halten dennochan unserem Ziel fest und bemhen uns, Unter-

    sttzer in anderen Bundeslndern zu finden.Dennwirwollen Frauen, die sich in einer schein-bar ausweglosen Situation befinden, Angeboteunterbreiten. EntsprechendeRegelungen fr dieDurchfhrung der anonymen Geburt in Bran-denburgprfenwir zurzeit das groeZiel bleibtaber die bundesweite Regelung.

    MedizinischeBetreuung:GemeindeschwestermodellDer akuteHausrztemangel in vielen lndlichenRegionen Brandenburgs war fr die CDU immereinwichtiges Thema. ImZusammenhangmit derambulanten medizinischen UnterversorgungwurdedurchdieCDU-Fraktion imMrz 2005dieNeubelebungdes Gemeindeschwestermodellsgefordert. Dieser Initiative schloss sich auch dasSPD-gefhrte Sozialministerium an.

    Seit Juli 2006 gibt es in Lbbenau ein Modell-projekt Gemeindeschwester. Drei Gemeinde-schwestern sind sechsHausrztenundeinerKin-

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  • derrztin zugeordnet. An dem Modellprojektnehmen 293 Patienten mit einem Durch-schnittsalter von 76 Jahren teil. Bereits die Zwi-schenergebnisse stimmen mehr als positiv undlassendenMehrwert dieser speziell auf den lnd-lichen Raum ausgerichteten Manahme erken-nen. Im Juli 2008 endet zwar das Pilotprojekt, eswird allerdings zu einer FortsetzungdesProjektsin einer unterversorgten Region kommen. DerEinsatz derGemeindeschwester ist bei einer ge-sicherten Finanzierung knftig in allen Kreisen,die von einemHausrztemangel betroffen sind,mglich. Die dauerhafte Finanzierung muss vorallem zwischen den Kassen und der Kassenrzt-lichen Vereinigung geklrt werden.

    Vernnftiges Sozialpaket:Mobilittsticket auch frAufstocker

    Mit dem Beschluss des SPD-Landesvorstandesvom 23. Februar 2008 stand die Koalition voreiner schweren Belastungsprobe. Unter ande-rem wollte die SPD ein landesweites Sozialti-cket fr maximal 30 Euro einfhren (zum Ver-gleich: Standardpreis 176,30 Euro). In vielen Ver-handlungsrunden konnten die Vertreter derUnion eine sinnvolle und gerechte Qualifizie-rung des SPD-Vorstoes erzielen.

    Ab 1. September 2008 knnen demzufolge ALG-II-Empfnger und Bezieher von Grundsicherung

    (auch Aufstocker) ein Mobilittsticket erwer-ben, das zum halben Preis einer regulren Mo-natskarte fr bis zu drei Kreise gilt. Damit wirdinsbesondere denjenigen geholfen, die einer Er-werbsarbeit nachgehen und aufgrund ihres ge-ringen Verdienstes zustzlich aufstockende So-zialleistungen (Aufstocker) erhalten.

    CDU-Brgerarbeitwurde alsKommunalkombi realisiertDieCDU-Fraktionhat sich als erstePartei inBran-denburg zu Beginn des Jahres 2007 mit Nach-druck fr die Einfhrung der Brgerarbeit alsManahme gegen Langzeitarbeitslosigkeit aus-gesprochenund auf eine rascheRealisierungge-drngt.DurchBeschluss desBundeskabinetts istseit 1. Januar 2008 unter dem Begriff Kommu-nalkombi ein entsprechendes Programmaufge-legt. Durch Beschluss des Landtages steht inBrandenburg die landesseitige Co-Finanzierungfr 7.500 Stellen zur Verfgung, welche von denteilnehmendenLandkreisenundkreisfreienStd-ten in Anspruch genommen werden kann. Vo-raussetzung fr die Inanspruchnahme ist eineGesamtarbeitslosenquote (Leistungsempfngernach SGB II und SGB III) vonmindestens 15 Pro-zent im betreffenden Kreis (Berechnungsgrund-lage: durchschnittliche Arbeitslosenquote08/2006 bis 04/2007). Somit kommt das Pro-gramm vor allem dort zum Tragen, wo dies be-sonders sinnvoll ist. In Brandenburg knnendamit zwlf der insgesamt 18 Kreise und kreis-freien Stdte von dem Programmprofitieren.

    Haushaltskonsolidierung

    Seit ihrem Regierungseintritt im Jahre 1999 ver-folgt die CDU das Ziel der Haushaltskonsolidie-rung konsequent. Durch unser bestndiges Drn-gen bei der Haushaltsaufstellung und im Haus-

    haltsvollzug sowie durch eine nachhaltige Ausga-benpolitik haben wir die Abkehr von der Ver-schuldungspolitik geschafft. So konnte die guteKonjunktur zur Haushaltskonsolidierung genutztwerden: Brandenburg ist eines der ersten Bun-deslnder, das auf die Aufnahme neuer Schuldenverzichten konnte.Wir schafften es sogar, im Jahr2007 einen Haushaltsberschuss von 403 Mio.EUROzuerzielen!Dieserwird als Vorsorge fr zu-knftige Pensionsverpflichtungen zurckgelegt,um auch in der Zukunft handlungsfhig bleibenzu knnen.Die Vorteile der Konsolidierungsanstrengungenkommen dem Land schon heute zugute. Denn al-lein im Jahr 2008 knnen so Zinszahlungen von8,8 Mio. EURO vermieden und diese damit frsinnvolle Aufgaben genutzt werden.

    Bundesgartenschau 2015:Ausrichtung inderHavelregion

    Am 15. November 2007 fiel die Entscheidung:Die Bundesgartenschau im Jahr 2015 findet inder Havelregion statt und wird von den StdtenBrandenburg, Rathenow, Premnitz unddemAmtRhinow sowie der sachsen-anhaltinischen StadtHavelberg ausgerichtet. Von ihrwerdenwichtigetouristische, kulturelle und wirtschaftliche Im-pulse fr die gesamte Region ausgehen.

    Dieser groe Erfolg wurde gegen viele Beden-kenundVorbehalte inder SPDerreicht.DieCDU-

    Seite 8

  • Landtagsfraktion positionierte sich bereits frh-zeitig am 4. Juli 2007 ffentlich fr die Ausrich-tung der BUGA in der Havelregion. Insbesonde-re war esWirtschaftsminister Ulrich Junghanns,der Ende 2007 im Kabinett ein ablehnendesVotum der SPD verhinderte. Erst auf beharrli-ches Drngen der CDU-Mitglieder der Landes-regierung, derCDU-Landtagsfraktionund insbe-sonderederCDU-Verantwortlichen inderBUGA-Region wurde durch die Landesregierung am 6.November 2007 die Untersttzung des Landesfr die Ausrichtung beschlossen.

    Landesplanung:UmgliederungderGrund-undMittelzentren

    Durch den Einsatz der CDU-Fraktion und derCDU-Minister im Kabinett konnte der Entwurfder Landesplanung durch das Infrastrukturmi-nisteriumkorrigiertwerden. Sowurde beispiels-weise die Einordnung der Stadt Werder als Mit-telzentrum erreicht.

    Brokratieabbau:Sonderausschuss imLandtagauf Initiative der CDU

    Das Thema Brokratieabbau wurde durch dieCDU-Fraktion ganz oben auf die Priorittenlistegesetzt. Erstmaligwurde inDeutschlandmit demSonderausschuss zurberprfung vonNormenundStandards einParlamentsausschussmit die-sem Thema betraut auf Initiative der Union.Durch den Ausschuss wurde in zwei Jahren(2005 - 2007) viel bewegt: Ein Brokratieabbau-gesetz mit vielen Erleichterungen, ein Kosten-messverfahren fr dieBrokratiebelastungenderUnternehmenundeine Experimentierklausel fr

    Kommunen zur Erprobung neuer Aufgaben sindbeachtliche Erfolge.

    Landtagsneubau:Stadtschlosswird inhistorischer Fassade errichtet

    DassderneueLandtagdiehistorischeFassadeunddamit die Gestalt des Potsdamer Stadtschlosseserhalten wird, ist neben der grozgigen SpendeHasso Plattners dem stetigen Einsatz der CDUPotsdam und der CDU-Landtagsfraktion zu ver-danken. Entgegenvieler StimmenausanderenPar-teien hat sich die Union im Mai 2005 im Landtagmit einemAntragdurchgesetzt, der die ErrichtungdesneuenLandtagesmit der historischenFassadedes Potsdamer Stadtschlosses am historischenAlter Markt vorsieht. Die Planung ist nunmehrweit vorangeschrittenundderRealisierung ineinerffentlich-privaten Finanzierungspartnerschaftsteht nichtsmehr imWege.

    Gelebte Integration:Zentrales EinbrgerungsfestAufAntragderCDU-Fraktion fhrt Brandenburgseit dem Jahr 2007 einmal jhrlich ein zentralesEinbrgerungsfest fr die Brandenburger durch,welche im Jahr zuvor die deutsche Staatsbrger-schaft erhalten haben. Mit diesem Fest wrdi-gen Landtag und Landesregierung die Entschei-

    dung fr die deutsche Staatsangehrigkeit undbegren die aus den verschiedensten Kultur-kreisen stammenden Menschen, die sich in un-sere Gesellschaft integrieren. Das Einbrge-rungsfest 2008 fand am 22. Juni statt.

    Initiative: 18.MrzalsGedenktag der parlamen-tarischenDemokratie

    Am18.Mrz 1990 whlten dieMenschen in derDDR zumersten und einzigenMal frei ein Parla-ment ohneZwang, Kontrolle, politischenDruckoder manipulierte Ergebnisse. Es war das Resul-tat der Forderungen, die in denProtesten, Kund-gebungen und runden Tischen formuliert wur-den und damit der erfolgreiche Endpunkt derfriedlichen Revolution.

    Aus diesem Grunde hat die CDU-Fraktion An-fang April 2008 eine Initiative auf den Weg ge-bracht, den 18. Mrz zuknftig als Gedenktagparlamentarische Demokratie zu wrdigen.Alle CDU-Landtagsfraktionen der Bundesrepu-blik habenunserenVorstobefrwortetundwer-den ihn untersttzen. Zurzeit wird eine entspre-chende Bundesratsinitiative vorbereitet.

    Seite 9

  • Fachbereich Innen

    Gemeindegebietsreform 1999/2004Im Rahmen der landesweiten Gemeindestruk-turreform reduzierte sich die Anzahl der Ge-

    meinden von fast 1.500 auf 438 Gemeinden:Hierzu mussten mehrere Gesetze und Verord-nungen neu gefasst werden. Nach einer Freiwil-ligkeitsphase erfolgte die gesetzliche Neuglie-derungsphasemitAnhrungenderBevlkerung.Dieses Verfahren war durch zahlreiche Runder-lasse und Rundschreiben begleitet und somittransparentundbrgerfreundlich konzipiert.DasZiel, eine langfristige und selbst tragende Ge-meindestruktur zu erreichen, die die Strkungder wirtschaftlichen Situation und damit derkommunalen Selbstverwaltung sicherstellt,wurdeerreicht. EinewichtigeVoraussetzung, umdurch den Landtag im Jahre 2004 dasGesetz zurBesttigung der landesweiten Gemeindege-bietsreform beschlieen lassen zu knnen, war

    die Mitnahme der Einwohnerwie der Kommu-nalangestellten durch den persnlichen EinsatzdesMinisters des Innernund seinerMitarbeiter.

    (1.-6. Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform(GemGebRefGBbg) vom24.03.2003,BGBl.2003 INr. 5S.66 ff.)

    Neue KommunalverfassungMit der 2007 im Landtag beschlossenen neuenKommunalverfassung erhalten BrandenburgsKommunen einen Rechtsrahmen, der den Ver-gleich mit anderen Bundeslndern nicht zuscheuenbraucht.DieneueKommunalverfassungsteht fr eine Systematisierung vonRechtenundPflichten der Gemeindeorgane, fr Transparenz

    gemeindlicher Entscheidungen, fr die Frde-rung von Brgersinn und fr mehr Handlungs-spielrume anstelle staatlicher Vorgaben. Auf-grund der Zusammenfhrung von Gemeinde-,Amts- und Landkreisordnung ist es gelungen,eine schlanke Kommunalverfassung aus einemGuss zu schaffen. Der Rahmen fr die wirt-schaftliche Bettigung der Kommunen ist ein-deutig definiert. Die Einfhrung des doppi-schen Haushaltsrechts sorgt zudem fr mehrTransparenz bei den kommunalen Haushalten.Die nderung des Kommunalwahlgesetzessieht eine Reihe von Erleichterungen bei derWahlvorbereitung und -durchfhrung vor. DieDirektwahl der Landrte ist Wirklichkeit gewor-

    Seite 10

    Akzente der CDU-Landtagsfraktion von der Landesregierung umgesetzt

    Inhalt

    3 Sulen

    Zusammenfhrung von Gemeinde-, Amts- und Landkreisordnung Kommunalverfassung aus einem Guss

    1 2 3

    AllgemeinesKommunal-

    verfassungsrecht

    Gemeinde-wirtschaftsrecht

    DoppischesRechnungswesen

  • den.Mit derGesetzesnderungwurden auchdierechtlichen Voraussetzungen fr die zeitgleicheDurchfhrung der Europa- und Kommunalwah-len ab dem Jahre 2014 geschaffen.

    Insgesamt ist die neue Kommunalverfassungeine der modernsten gesetzlichen Grundlagenin der Bundesrepublik und ermglicht den Ge-meinden, Stdten und Kreisen eine zukunfts-und brgerorientierte Arbeit.

    (Kommunalverfassung des Landes Brandenburg (BbgKVerf)vom 18.12.2007; BGBl. 2007 I Nr. 19 S.286)

    Reform der Polizei und ihre umfassendeModernisierungDas als herausragend zu bezeichnende undmit Inkrafttreten des Polizeistrukturgesetzesim Jahre 2002 umgesetzte Projekt der Polizei-reform hat die Grundlage geschaffen, trotznotwendiger Etat- und Stellenkrzungen, eineeffektive Polizeiarbeit in Brandenburg sicher-zustellen. Sie umfasste tief greifende Vern-derungen der Aufbau- und Ablauforganisationder Polizeibehrden und -einrichtungen unddie Einfhrung von neuen Steuerungsinstru-menten fr die Fhrungsarbeit in der Polizei.Die Reduzierung der Polizeiprsidien vonsechs auf zwei stellte eine deutliche Verbes-serung dar. Auerdem erfolgte die Ausstat-tung der Polizei mit modernsten Einsatzmit-teln. Eine Internetwache wurde eingerichtet.Im Bereich Personal konnte fr den Zeitraum2007 - 2009 die Einstellung von 615 neuenPolizeianwrtern sichergestellt werden.Mit dem Ausbau der MEGA wurde ein wir-kungsvolles Mittel zur Bekmpfung von Ge-walt und Auslnderfeindlichkeit durch denpersnlichen Einsatz vonMinister Schnbohmgeschaffen.

    (3. & 4.Gesetz zurnderungdesBrandenburgischenPolizei-gesetzes (BbgPolG) vom29.06.2004,BGBl. 2004 INr. 13S.289und 18.12.2006, BGBl. 2006 I Nr. 18 S.188)

    Die Innere Sicherheit ist eine Kernkompetenzder CDU. Es gelang in den letzten Jahren einekontinuierliche Verbesserung der InnerenSicherheit:

    So istwhrendderAmtszeit vonMinister Schn-bohm trotz der notwendigen Personalreduzie-rungendieAufklrungsquote von52,9% im Jahr1998 auf 57,4 % gestiegen und zugleich ist dieabsolute Zahl der erfassten Straftaten von ber278.000 (1998) auf knapp226.000unddamit umca. 19% gesunken.

    (Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Landes Brandenburgder Jahre 1998 bis 2007)

    Verbesserungen im Brand- undKatastrophenschutzMit dem Konzept zur Weiterentwicklung desintegrierten Brand- und Katastrophenschutzeswerden die bestehenden Sicherheitsstandardsfr die Brger bewahrt und, wo notwendig, er-hht. Sie ist auch die erforderliche Antwort aufdie sich verndernde Bevlkerungsentwick-lung. Zur jederzeitigen kurzfristigen Reak-tionsfhigkeit bei Schadensereignissen siehtdas Konzept die Einrichtung von fnf Regio-

    nalleitstellen fr die Feuerwehren und Ret-tungsdienste und den Aufbau von 103 Sttz-punktfeuerwehren auch fr den berrtlichenEinsatz vor. Die Ortsfeuerwehren bleiben er-halten.

    Die Landesschule und technische Einrichtungfr den Brand- und Katastrophenschutz (LSTE)wird zu einem Kompetenzzentrum der inte-grierten Gefahrenabwehr weiterentwickelt.Unter anderem soll durch ein entsprechendesLehrgangsangebot jede Katastrophenschutz-leitung mit ihrem Stab an der LSTE Aus- undFortbildungen sowie bungen durchfhrenknnen. Mit jhrlich fnf Millionen Euro wirddie schrittweise Technik-Erneuerung der Weh-ren ermglicht. Das neue Konzept fr den

    Brand- und Katastrophenschutz kann sich aufdas groe Engagement der fast 48.000 Frauenund Mnner in den Freiwilligen Feuerwehrendes Landes sttzen. Dieses Engagement ver-dient hchste Anerkennung, aber auch die not-wendige Untersttzung. Minister Schnbohmstellte diese stets sicher und nutzte jede sichbietende Gelegenheit, denMnnern und Frau-en persnlich zu danken.

    Seite 11

  • Fachbereich Justiz

    Gesetzeslcke bei SicherungsverwahrunggeschlossenZumSchutz der Bevlkerung startete das Justiz-ministerium eine erfolgreiche Gesetzesinitiati-ve, die den Gerichten weitergehende gesetz-liche Mglichkeiten brachte, gefhrliche Ge-walttter nach verbter Strafhaft in Siche-rungsverwahrung zu nehmen. Der Bundesge-richtshof hat in einem ersten derartigen Fall dieauf dieses Gesetz gesttzte Entscheidung einesBrandenburger Gerichts besttigt.

    (BGBl. 2007 I Nr. 13 S. 513)

    Haft-Entlassenen-Auskunfts-Datei-SexualstraftterUm die von entlassenen Sexualstrafttern ausge-henden Risiken zu minimieren, haben die Justiz-und Innenbehrden des Landes die Auskunftsda-tei HEADS (Haft-Entlassenen-Auskunfts-Datei-Sexualstraftter) eingerichtet und damit das In-formationssystem zwischen den an der KontrolleundBetreuungdieser Tter beteiligtenStellen ver-dichtet. Sexualstraftter werden knftig vor ihrerEntlassungausdemStrafvollzugeiner besonderenBeurteilung unterzogen.Wird hierbei eine beson-dere Rckfallgefahr festgestellt, erfolgt aufgrundeines verbesserten Informationsaustausches zwi-schen Justiz und Polizei eine noch engere Beglei-tung des entlassenen Tters. Auchwenn ein Rest-risiko nach der Entlassung eines Sexualstrafttersimmer verbleibt, stellt HEADS einen groen undwichtigen Schritt dar, dieGefahr einer Rckfalltatzu reduzieren.

    Initiative Tatort SchuleDas Ministerium der Justiz untersttzt und ko-ordiniert eine landesweite Initiativemit demZielder verbessertenBekmpfung von Straftaten im

    schulischen Raum. Dazu fhren Vertreter derStaatsanwaltschaften regelmigGesprchemitdenLeiternder rtlichenSchutzbereicheundLei-tern vonSchulen, umdieKooperation zu frdernsowie eineprioritreBearbeitungvonanSchulenbegangenen Straftaten sicherzustellen.

    KinderschutzAuf Initiative von Ministerin Blechinger habenVertreter vonFamiliengerichten, Jugendhilfe, Po-lizei undGesundheitswesenauf zahlreichenKon-ferenzen konkrete Manahmen zur Verbesse-rung ihrer Koordination vor Ort erarbeitet, umeinenumfassendenSchutz vonKindern vorMiss-handlungundVernachlssigung sicherzustellen.

    JugendstrafvollzugsgesetzSeit dem1. Januar 2008 hat Brandenburg ein Ju-gendstrafvollzugsgesetz, welches vom Justizmi-nisterium in einer Lnderarbeitsgruppe erarbei-

    tet wurde. Das Gesetz zielt darauf ab, die Reso-zialisierung der jungen Gefangenen zu verbes-sern und durch eine gezielte Entlassungsvorbe-reitung der Rckfallgefahr zu begegnen.

    Ende 2006 hat das Justizministerium in der Ju-gendstrafanstalt Wriezen eine Sozialtherapeu-tische Abteilung eingerichtet und aus Mittelndes Justizressorts gefrderte besondere Einrich-tungen freier Trger in Liepe und Guben insLeben gerufen, in denen Jugendstrafgefangeneein besonders intensives Training zur Vorberei-tungauf ein straffreies Leben in Freiheit erhalten.Damit ist Brandenburg derzeit das einzige Land,welches diese im neuen Gesetz vorgesehenenEinrichtungen bereits realisiert hat.

    (Brandenburgisches Jugendstrafvollzugsgesetz vom18.12.2007, BGBl. 2007 I Nr. 20 S. 343)

    Seite 12

  • FachbereichWirtschaft

    Neuausrichtung derWirtschaftsfrderungWirtschaftsminister Junghanns hat seit 2005die sozialdemokratische Giekannen-Frde-rung der 90er Jahre beendet. Jetzt wird dieWirtschaftsfrderung auf den BrandenburgerMittelstand undWachstumsbranchen konzen-triert. Investitionenmit hoher Arbeitsplatzzahloder besonders qualifizierten Jobs bekommenzustzliche Frderpunkte. Dabei bleibt die neueFrderung bersichtlich und leicht verstnd-lich. Ein System mit Erfolg. Die Wirtschaftnimmt die neue Frderpolitik sehr gut an.

    (Richtlinie des Ministeriums fr Wirtschaft zur Frderungder gewerblichen Wirtschaft im Rahmen der Gemein-schaftsaufgabe "Verbesserung der regionalenWirtschafts-struktur" (GA-G) vom 1. September 2007)

    Wirtschaftswachstum und mehr BeschftigungDie Wirtschaft in der Region Berlin/Branden-burgwchst krftig. Im Jahr 2007nahmsie sogarden bundesdeutschen Spitzenplatz beim Zu-wachs vonArbeitspltzen ein. Insbesondere dasverarbeitendeGewerbe entwickelte sich inBran-

    denburg dank der speziellen undwirkungsvollenFrderungs- und Ansiedlungspolitik des Wirt-schaftsministeriums berdurchschnittlich stark(rund 6 % in 2007). Auch der Mittelstand profi-tiert von dieser vernderten Frderpolitik.Diese Manahmen trugen dazu bei, dass inBrandenburg die Arbeitslosenquote auf inzwi-schen unter 14% gesunken ist. Im Ranking derneuen Lnder liegen wir damit nur noch wenighinter Thringen und nahezu gleichauf mitSachsen.

    AnsiedlungserfolgeNeben einer Strkung der kleinen und mittel-stndischen Wirtschaft gelangen in den letz-ten Jahren einige herausragende Ansiedlungs-erfolge, wie beispielsweise: die Papierfabriken in Spremberg und Eisen-httenstadt,

    die Solarfirmen in Frankfurt (Oder), Bran-denburg an der Havel, Forst und Prenzlauoder

    die Firmenerweiterungen der Luftfahrt-branche in der Hauptstadtregion (Dahle-witz, Ludwigsfelde).

    Sie tragen erheblich dazu bei, dass in unseremLand vielerorts regionale Kompetenzzentrenentstanden sind, die weitere innovative undforschende Firmen sowie Zulieferbetriebe an-ziehen.

    Landesinnovationskonzept 2006Das Landesinnovationskonzept 2006 hilft demBrandenburger Mittelstand, durch den Einsatzneuer innovativer Verfahren und Technologienim internationalenWettbewerb strker zu wer-den. So wird beispielsweise die Zusammenar-beit zwischenWirtschaft undWissenschaft ver-strkt, damit Brandenburger Firmen schnellerauf Forschungsergebnisse aus den Hochschu-len und Instituten im Land zurckgreifen kn-nen. Auerdemwerden technologieorientierteNetzwerke untersttzt. Gemeinsammit Berlinwerden so genannte Zukunftsfelder bearbei-tet, in denen die Hauptstadtregion knftig eineVorreiterrolle einnehmen kann.

    (Landesinnovationskonzept 2006 vom 13. Dezember 2005)

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    Januar Februar Mrz April Mai

    Entwicklung der ArbeitslosenquotenJanuar bis Mai 2008

  • Landestourismuskonzeption 2006 - 2010

    Der Tourismus wurde in den letzten Jahren zueiner der strksten Branchen im Land ent-wickelt. Heute leben rund 125.000 Menschendirekt und indirekt vom Tourismus. Und Jahrfr Jahr schreibt das Land neue Rekordzahlenbei den Brandenburg-Besuchern.Damit sich diese Entwicklung auch in Zukunftfortsetzt, hat das Wirtschaftsministerium dieLandestourismuskonzeption 2006 - 2010 erar-beitet.

    Sie zeigt Trends der Zukunft auf und sagt, wieBrandenburg davon profitieren kann. Im Vor-dergrund stehen dabei starke Themenwie Rad-undWassertourismus, Natur, Kultur undWell-ness als Trumpfkarten des Reiselandes.

    (Tourismuskonzeption des Landes Brandenburg, Zeitraum2006 2010 vom 14. Februar 2006)

    Energiestrategie 2020Eine sichere und wirtschaftliche Energiever-sorgung bei gleichzeitiger Senkung der Belas-

    tungen fr die Umwelt sind die Ziele der Ener-giestrategie 2020.

    DasWirtschaftsministerium hat darin die ener-giepolitischen Leitlinien des Landes fr diekommenden Jahre formuliert:Geringerer Energieverbrauch, mehr Erneuer-bare Energien (z.B. Solar, Windkraft) und sau-bere Braunkohleverstromung durch neue Kraft-werkstechnologie. Brandenburg verringertdamit die Abhngigkeit von teuren Energieim-porten aus dem Ausland und trgt zum welt-weiten Klimaschutz bei zumWohle der Wirt-schaft und der Menschen im Land.

    (Energiestrategie 2020 des Landes Brandenburgvom 20. Mai 2008)

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  • FachbereichWissenschaft,ForschungundKulturVorfahrt fr die HochschulenIn den vergangenen Jahren ist die Zahl der Stu-dierenden an den Hochschulen stark angestie-gen.UmdiegroeNachfragebefriedigen zukn-nen, wurden die Hochschulausgaben kontinu-ierlich erhht und 3.600 neue Studienpltzemitzukunftsorientierten Angeboten geschaffen.2004 wurde ein bundesweit beachtetes Hoch-schulfinanzierungssystemeingefhrt. Seither er-halten die Universitten und Fachhochschulenihre Landeszuschsse nach wettbewerblichenLeistungskriterien.DasHochschulgesetz ist kon-sequent modernisiert worden, dabei erhieltendieHochschulenmehr Freiheiten undwurden inihrer Verantwortung gestrkt.

    Stiftungsuniversitt Viadrina2007hat dasWissenschaftsministeriumdenWegfr die vielbeachtete Umwandlung der Europa-Universitt Viadrina zur ersten Stiftungsuniver-sitt inOstdeutschland geebnet. Diese unabhn-gige Rechtsform ermglicht der Hochschule einhohes Ma an Eigenstndigkeit und Flexibilittund erffnet ihr so mehr Entwicklungsmglich-keiten. Insbesondere verbessert sich durch diehohe Akzeptanz der Rechtsform der Stiftung inder Bevlkerung die Einwerbemglichkeit vonSpenden bzw. Zustiftungen.Damit sind die Voraussetzungen fr die weiteredynamische Entwicklung der geschichtstrch-tigsten Universitt des Landes gegeben. Sie istAusdruck der Weltoffenheit unseres Landes undSinnbild der Brckenfunktion Brandenburgs frDeutschland zu Polen.

    (Gesetz ber die Errichtungder Stiftung Europa-UniversittViadrina Frankfurt (Oder) (StiftG-EUV) vom 17.12.2007,BGBl. 2007 I Nr. 16 S. 206)

    ModernesDenkmalrechtSchneller, einfacher, brgerfreundlicher unterdiesemMottowurde 2004dasDenkmalschutzge-setz gendert. Das Verfahren zur Eintragung vonDenkmlern wurde vereinfacht, so kann der Be-stand schneller erfasst werden und Eigentmerbekommen zgiger Klarheit. Die Fristen fr bau-aufsichtlicheGenehmigungenwurden im Interes-se der Eigentmer verkrzt und Beratungsange-bote verbessert. ZudemwurdendieunterenDenk-malschutzbehrden gestrkt. Um Hrteflle ab-zufedern, wurde eine konzertierte Denkmalhilfeeingerichtet, aus der private oder kommunaleDenkmalbesitzer Zuschsse fr Sanierungsma-nahmen erhalten knnen.

    (Gesetz ber den Schutz und die Pflege derDenkmale im LandBrandenburg Brandenburgisches Denkmalschutzgesetz-(BbgDSchG) vom 24. Mai 2004, BGBl. 2004 I Nr. 09 S.215)

    KulturelleVielfalt erhaltenIn der Kulturpolitik ist es gelungen, nach denUm-brchen der Nachwendejahre ein reiches Ange-bot zu erhaltenund zu konsolidieren.Der Theater-und Orchesterverbund sichert die Ensemble inFrankfurt (Oder), Potsdam und Brandenburg a. d.Havel und mit ihnen ein qualitativ hochwertigesTheater- und Konzertangebot. Die Reihen Kul-turland Brandenburg und Kulturfeste sind inihren Strukturen gefestigt und bedienen alle Re-gionen des Landes mit bunten und anspruchsvol-lenAusstellungenundVeranstaltungen. Trotz deroft nicht einfachen finanziellen Situation ist essogar gelungen, neue Akzente zu setzen, wie mitdemHausderBrandenburgisch-PreuischenGe-schichte, dem Kunstmuseum Dieselkraftwerkoder der Gedenksttte im ehemaligen KGB-Ge-fngnis in der Potsdamer Leistikowstrae.

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