Saat- und Pflanzgut-Tagung Güstrow, 26.02.2009

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Dr. Jrgen Buchwald, Ministerium fr Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern. Saat- und Pflanzgut-Tagung Gstrow, 26.02.2009. Umsetzung der Beschlsse der EU-Kommission zum Health Check - Auswirkungen fr MV. Grundstzliche Bewertung Health Check. - PowerPoint PPT Presentation

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  • Dr. Jrgen Buchwald, Ministerium fr Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-VorpommernSaat- und Pflanzgut-Tagung Gstrow, 26.02.2009 Umsetzung der Beschlsse der EU-Kommission zum Health Check - Auswirkungen fr MV

  • MV bewertet Beschluss HC als nicht optimal, insbesondere wegen Entscheidung zur progressiven Modulation,Oberste Maxime bleibt: Verlsslichkeit und Planungssicherheit, nach 2013 weitere nderungen GAP zu erwarten, regional einheitlicher Prmiensatz in D wird langfristig angestrebt, Betriebe sind gefordert, Wirkungen des HC sachlich zu bewerten und keine bereilten Schlsse zu ziehen Wirkungen der Entkopplung in D grer als Modulation; regionale Umverteilung zwischen Lndern vermeidenLandesregierung wird im Dialog mit Berufsstand und WiSo-Partnern Verwendung zustzliche Mittel fr neue Herausforderungen beraten,Milchfonds hat in MV nicht das Primat Milchmarkt ffnet sich, daher Wettbewerbsfhigkeit der Milcherzeuger strken, Umstrukturierung bei Umstieg in andere Bereiche begleiten.Grundstzliche Bewertung Health Check

  • Modulation - Verwendung der zustzlichen Mittel

    wesentliche Forderungen der Mitgliedsstaaten erfllt, Modulationsmittel flexibler und additiv im ELER einsetzbar,regionale Verwendung bei nationaler Umsetzung hat oberste Priorittzustzliche Modulationsmittel flieen vollstndig (100 %) in die Mitgliedsstaaten zurck und sollen dort fr die 7 Neuen Herausforderungen: (Klimawandel, erneuerbare Energien, Wassermanagement, Biodiversitt, Milch- begleitende Manahmen, Innovationen zu 1-4, Breitbandversorgung) verwendet werden,Anpassung des EPLR bis 30.06.2009 erforderlich, gilt ab 1.1.2010Anrechnung aller Manahmen des EPLR mit diesen Zielen ab 2010 mglich,gemeinschaftliche Kofinanzierung, die im Bereich der Neuen Herausforderungen eingesetzt werden, wird auf 75% (90 % in Konvergenzgebieten) begrenzt.Position MVHealth Check

  • Auswirkungen der Modulation in MV in Mio.

  • berlegungen zur Verwendung der zustzlichen ModulationsmittelVerstrkung der Agrarinvestitionsfrderung (AFP) insbesondere fr Investitionen in die Milchwirtschaft und/oder zum Umstieg in andere Bereiche - 6,2 Mio. ,Manahmen zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) u. a. Renaturierung von Gewssern - 21,8 Mio. ,Frderung erosionsmindernder Manahmen (Ackerfutterbau, Mulch- und Direktsaatverfahren) - 28,5 Mio. , Fortfhrung der Frderung besonders umwelt- und tierartgerechter Haltungsverfahren (UTHV) - 28,0 Mio. ,Blhflchen zur Bienenweide ab 2009 - 2,5 Mio. ,Weiterfhrung der Ausgleichszulage fr benachteiligte Gebiete (AGZ) bis 2013 - 21,1 Mio. .

  • Zu 1.) Verstrkung der Agrarinvestitionsfrderung (AFP) [wird diskutiert ab Rahmenplan GAK 2010] berlegungen zur Verwendung der zustzlichen Modulationsmittel1. Anhebung der Frderstze Investitionen im Bereich der Tierproduktion: generelle Erhhung um + 5 % auf 30 % des FrdersatzesErhhung des Frdersatzes fr Investitionen fr bauliche Anlagen, die besonders tierartgerecht sind: + 5 % (auf 35 %)

    2. Streichung der Obergrenze des maximalen frderfhigen Investitionsvolumens (1,5 Mio )

  • berlegungen zur Verwendung der zustzlichen ModulationsmittelZu 2.) Manahmen zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie 1. Renaturierung von Fliegewssern 21,8 Mio. Fischdurchgngigkeit verbesserter Wasserrckhalt in der Flche durch verminderte Fliegeschwindigkeit Herabsenkung der Erosion von Ufer und Sohle Verminderter Unterhaltungsaufwand fr die Gewsser und dadurch mittelfristige Senkung der finanziellen Flchenbelastung fr Grundstckseigentmer2. Zustzlich in fachlicher Diskussion befindliche Manahmen fr eine EPLR-nderung: - Manahmen zur Minderung von diffusen Stoffeintrgen in Gewsser: - Agrarumweltmanahme: gewsserschonendes Dngemanagement, stoffeintragsmindernde Bewirtschaftung - Nichtproduktive Investitionsmanahme: bauliche Investitionen zum Rckhalt von Wasser und Nhrstoffen in der Flche - Sanierung von Grundwasserverunreinigungen aufgrund punktueller Belastungen Finanzielle Untersetzung zur Zeit noch nicht gesichert.

  • Zu 3.) Frderung erosionsmindernder Manahmen (Ackerfutterbau, Mulch- und Direktsaatverfahren) berlegungen zur Verwendung der zustzlichen Modulationsmittel1. Erosionsmindernder Ackerfutterbau Anforderungen:Anbau und Ernte von Ackerfutterpflanzen mit Ausnahme von Silomais, Getreide und Futterrben als Hauptfrchte jhrlich auf mind. 10 % der zum Zeitpunkt der Antragstellung bestehenden Ackerflche (mind. 2 ha) Anbau von Leguminosen auf der beantragten Flche nur im Gemisch mit GrsernUmbruch des Ackerfutters ist zwischen dem 01. August und dem 15. Oktober des Antragsjahres mit einer unmittelbar folgenden Aussaat (Winterkulturen und Winterzwischenfrchte) zulssigFrderung erfolgt in besonders erosionsgefhrdeten Gebieten gem Gefhrdungsklassen (Gebietskulisse: Feldblcke mit der Einstufung in Gefhrdungsklasse 3 bis 5) und auf Gewsserrandstreifen sowie Schutzstreifenanlangen in groen Feldblcken Schutzstreifenfrderung ist auch auerhalb der Gebietskulisse mglichHhe der Beihilfe170 je Hektar gefrderter Ackerfutterflche in konventionell wirtschaftenden Betrieben 70 je Hektar fr Betriebe, die eine Beihilfe fr die Einfhrung oder Beibehaltung kologischer Anbauverfahren erhalten.

  • Zu 3.) Frderung erosionsmindernder Manahmen (Ackerfutterbau, Mulch- und Direktsaatverfahren) berlegungen zur Verwendung der zustzlichen Modulationsmittel2. Kombinierte Anwendung von Winterbegrnung und Mulch-/Direktsaat im Frhjahr auf Flchen die fr die Bestellung des Folgejahres mit Sommerkulturen vorgesehen sindAnforderungen: (flchendeckende Frderkulisse vorgesehen)Begrnung von jhrlich min. 5 % der zum Zeitpunkt der bei Antragstellung bestehenden Ackerflche ber Winter durch - Aussaat von Zwischenfrchten nach Ernte der Hauptfrucht oder - Beibehaltung von Untersaaten bzw. Begrnungen ber Winter,kein Umbruch bis zu einem festzulegenden Zeitpunkt des Jahres, das dem Jahr der Ansaat der Zwischenfrchte oder Untersaaten folgtAnbau von Hauptfrchten ohne wendende Bodenbearbeitung, so dass Pflanzenreste der Vor- oder Zwischenfrchte oder der Untersaaten auf der Bodenoberflche verbleibenEinhaltung eines Mindestviehbesatzes von 0,6 GVE/ha, bezogen auf die Futterflchen (Dauergrnland und Ackerfutterflchen)Anwendung von Manahmen zur verminderten bzw. verringerten HerbizidausbringungBeibehaltung des Umfang der Dauergrnlandflche Hhe der Beihilfe: 95 je ha frderfhiger Ackerflche fr konventionelle und kologische Betriebe.

  • zu 4.) Fortfhrung der Frderung besonders umwelt- und tierartgerechter Haltungsverfahren (UTHV), berlegungen zur Verwendung der zustzlichen Modulationsmittel Frderung nach bisheriger Richtlinie wird berprft und wieder angeboten jhrlicher Mittelumfang ca 9,1 Mio. Erstantragsstellung zum 15. Mai 2009 Vorgesehene Frderstze:A) Laufstall + Weidehaltung je GVEMilchkhe 88 Euro; Aufzuchtrinder ab einem Lebensalter von sechs Monaten 61 Euro; fr Mastrinder ab einem Lebensalter von sechs Monaten 94 Eurofr Mastschweine 121 Euro; fr Zuchtschweine 121 Euro B) Laufstall + Stroh je GVEMilchkhe 37 Euro; Aufzuchtrinder ab einem Lebensalter von sechs Monaten 36 Euro; fr Mastrinder ab einem Lebensalter von sechs Monaten 167 Eurofr Mastschweine 115 Euro; fr Zuchtschweine 146 Euro C) Laufstall + Stroh + Weidehaltung oder Auenauslauf bei Schweinen je GVEMilchkhe 100 Euro; Aufzuchtrinder ab einem Lebensalter von sechs Monaten 74 Euro; fr Mastrinder ab einem Lebensalter von sechs Monaten 203 Eurofr Mastschweine 167 Euro; fr Zuchtschweine 189 Euro

  • zu 5.) Blhflchen zur Bienenweide ab 2009 berlegungen zur Verwendung der zustzlichen ModulationsmittelAntragstellung erstmals am 15.05.2009 Verpflichtungszeitraum 5 JahreAnlage von Blhflchen und Blhstreifen aus verschiedenen Bltenpflanzenarten, die den Bienen dienen ca. 1.000 ha FrderflcheFrderumfang max. 2 ha je BetriebFrderung erfolgt nur bei Vorlage einer Vereinbarung zwischen dem landw. Unternehmen und dem Imker zur Umsetzung der ManahmeFrderhhe: 540 / ha

  • zu 6.) Weiterfhrung der AGZ fr benachteiligte Gebiete bis 2013 berlegungen zur Verwendung der zustzlichen ModulationsmittelFrderrichtlinie wird in der bisherigen Form bis 2013 weitergefhrt Neuabgrenzung der Gebietskulisse nach neuen Kriterien wird es voraussichtlich erst ab 2013 gebenAusgleichszulage betrgt nach der derzeitigen Richtlinie je ha Dauergrnlandflche bei einer Landwirtschaftlichen Vergleichszahl des Betriebes: a) in benachteiligten Gebieten: bis 15bis zu 76 Eurober 15 bis 20bis zu 68 Eurober 20 bis 25bis zu 60 Eurober 25 bis 30bis zu 52 Euro

    b) auf Inseln ohne feste Straenanbindung an das Festland: bis zu 100 Euro

  • kologischer Landbau Frderung im Bundesvergleich (Stand 31.12.2008)SL: Frderung Neueinsteiger 5 Jahre; NI, SH und SN: Frderung Neueinsteiger 2 Jahre.

  • kologischer Landbau in MV Vorgesehene nderungen der Frderhhe

  • Ich danke fr Ihre Aufmerksamkeit!

    Die KOM wollte zunchst, dass die zustzlichen Modulationsmittel ab 2010 gesondert fr die Neuen Herausforderungen eingesetzt und ausgewiesen werden mssen.

    Additiv bedeutet: Es drfen auch Manahmen, die bereits jetzt in den EPLR enthalten sind, den 6 Prioritten der neuen Herausforderungen entsprechen und deren Auszahlung ab 2010 erfolgt, angerechnet werden.

    Wenn also in Hhe der zustzlichen Modulationssumme die Mittel zweckentsprechend eingesetzt werden, kann der darber hinaus zur Verfgung stehende Betrag fr weitere Manahmen der zweiten Sule eingesetzt werden.

    Eine gesonderte Ausweisung gegenber der KOM ist jedoch erforderlich mehr Brokratie!

    Beim Aufkommen aus der zustzlichen Modulation ergibt sich eine Differenz zwischen Land und Bund.

    Berechnungen MV basieren auf den tatschliche