Sicherheitsagenda Rems-Murr

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Am 8. April stellte Hartfrid Wolff MdB und die FDP-FW Kreistagsfraktion Rems-Murr mit dem Fraktionsvorsitzenden Ulrich Lenk und Kreisrat Klaus Auer die Sicherheitsagenda bei einem Pressegesprch erstmals vor.

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  • April 2013

    Sicherheitsagenda Rems-Murr

    Liberale Forderungen und Anste fr eine Sicherheitsagenda im

    Rems-Murr-Kreis

    BerlinHartfrid Wolff Platz der Republik 1 11011 Berlin Tel: (030) 227 75217 Fax: (030) 227 76217 Email: hartfrid.wolff@bundestag.de Homepage: www.hartfrid-wolff.de

    WahlkreisHartfrid Wolff Schwabstrae 31 71332 Waiblingen Tel: (07151) 98 55 650 Fax: (07151) 98 58 649 Email: hartfrid.wolff@wk.bundestag.de

    } Hartfrid Wolff

    Mitglied des Deutschen Bundestages

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    Hartfrid Wolff, MdB Platz der Republik 1 11011 Berlin

    Berlin, 08.12.06

    Hartfrid WolffMitglied des Deutschen Bundestages

    Kreistagsfraktionim Rems-Murr-Kreis

  • 2 Sicherheitsagenda Rems-Murr

  • Sicherheitsagenda Rems-Murr 3

    BerlinHartfrid Wolff Platz der Republik 1 11011 Berlin Tel: (030) 227 75217 Fax: (030) 227 76217 Email: hartfrid.wolff@bundestag.de Homepage: www.hartfrid-wolff.de

    WahlkreisHartfrid Wolff Schwabstrae 31 71332 Waiblingen Tel: (07151) 98 55 650 Fax: (07151) 98 58 649 Email: hartfrid.wolff@wk.bundestag.de

    } Hartfrid Wolff

    Mitglied des Deutschen Bundestages

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    Hartfrid Wolff, MdB Platz der Republik 1 11011 Berlin

    Berlin, 08.12.06

    Hartfrid WolffMitglied des Deutschen Bundestages

    Kreistagsfraktionim Rems-Murr-Kreis

    Hartfrid Wolff MdBFDP-Fraktion im Deutschen Bundestag

    Mitglieder der FDP/FW-Kreistagsfraktion:

    Ulrich LenkFraktionsvorsitzender

    Bernd BrischkeStellv. Fraktionsvorsitzender

    Jochen Haumann MdLStellv. Fraktionsvorsitzender

    Gudrun WilhelmStellv. Fraktionsvorsitzende

    Brunhilde Memer

    Klaus Abramzik

    Klaus Auer

    Alfred Bauer

    Manfred Herdtle

    Jrgen Hofer

    Walter Mast

    Karl-Heinz Payr

    Peter Treiber

    Dr. Wolfgang Weigold

    Prof. Dr. Fritz Weller

  • 4 Sicherheitsagenda Rems-Murr

    Hartfrid Wolff MdB

    Die FDP/FW-Kreistagsfraktion Rems-Murr:(v.l.n.r.: Klaus Auer, Bernd Brischke, Dr. Wolfgang Weigold, Walter Mast, Klaus Abramzik, Jochen Haumann, Brunhilde Memer, Ulrich Lenk, Peter Treiber, Prof. Dr. Fritz Weller, Jrgen Hofer, Gudrun Wilhelm, Manfred Herdtle, Alfred Bauer, Karl-Heinz Payr.

  • INHALT:

    I. Die Strken des Bevlkerungsschutzes im Rems-Murr-Kreis ausbauen

    1. TAB-Gutachten und Zukunftsforum ffentliche Sicherheit2. Eindruck aus der Befragung im Rems-Murr-Kreis3. Herausforderung: demographische Entwicklung4. Herausforderungen der Technik5. Sensibilisierung und Information der Bevlkerung6. Herausforderungen an die Politik vor Ort

    II. Prventionsarbeit zur ffentlichen Sicherheit

    1. Bekmpfung des politischen Extremismus2. Religis motivierter Extremismus3. Werteorientierte Integrationspolitik4. Eigensicherung der Bevlkerung5. Verkehrserziehung6. Lebensrettende Prvention7. Sicherheit fr Senioren

    III. Liberale Vorstellungen fr einen sicheren Rems-Murr-Kreis

    a. Vernetzte Sicherheit strkenb. Freiwilliger Dienst fr unsere Sicherheitc. Seniorenberater einsetzend. Hilfe in besonderen Lebenslagene. Sicherheitsstandards bei allen Sicherheitskrftenf. Moderner Bevlkerungsschutz im Rems-Murr-Kreisg. Technische Prventionh. Die Polizei im Rems-Murr-Kreis strkeni. Nachhaltige Finanzplanung Stiftung ffentliche Sicherheit Rems-Murr

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  • Sicherheitsagenda Rems-MurrLiberale Forderungen und Denkanste fr eine

    Sicherheitsagenda im Rems-Murr-Kreis

    Einfhrung

    Im Rems-Murr-Kreis kann man sicher und gut leben. Wir haben eine engagierte Gemein-schaft, die sich berproportional stark ehrenamtlich engagiert und sich vor allem individuell durch ein hohes Ma an Hilfsbereitschaft und Nchstenliebe auszeichnet. Hauptamtliche in der Polizei und in den Rettungsorganisationen sind stark engagiert, Ehrenamtliche in Rettungsorganisationen oder im Sport, in der Seniorenhilfe oder in der Jugendarbeit, in religisen Gemeinschaften oder in Nachbarschaftshilfen, in der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund oder bei Umweltthemen engagierte Menschen finden sich berall in unserem Landkreis. Insofern hat der Rems-Murr-Kreis eines der entschiedensten Fundamente zur Bewltigung von Kriminalittsphnomenen, extremistischen Tendenzen, Schadenslagen und gemeinschaftlichen Herausforderungen: die Bereitschaft, einander zu untersttzen und zu helfen.

    Sicherheitspolitik ist Gesellschaftspolitik

    Wie reagieren wir auf die Herausforderungen aus dem Internet? Welche Auswirkungen haben globale Themen, z.B. die Migration und Integration, umwelt- und klimabedingte Herausforderungen, die IT-basierte Kriminalitt, wie Kinderpornographie, Internetbetrug oder extremistische Hetze, fr die sichere Zukunft im Rems-Murr-Kreis? Der Umgang mit der lter werdenden Gesellschaft hat ebenso Auswirkungen auf die Sicherheit im Kreis wie die Verkehrssituation und die geographischen Gegebenheiten am Rande einer Grostadt und im Schwbisch-Frnkischen Wald.

    Gegenseitige Hilfe und Sicherheit lebt vor Ort und ist in die gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen eingebettet und braucht aufgrund neuer Herausforderungen und Erkenntnisse eine mittel- und langfristige, individuelle Disposition und Berechenbarkeit.

    Verlssliche Sicherheitspolitik braucht ein konzeptionelles, langfristiges Denken

    Sicherheitsfragen und politische Reaktionen sind leider vielfach immer nur dann in der Dis-kussion und werden aufmerksam von der ffentlichkeit verfolgt, wenn etwas passiert. Schon nach kurzer Zeit sind viele Diskussionen, Argumente, Gutachten und gute Ideen wieder vergessen und verloren gegangen.

    Deshalb ist entscheidend, sich nchtern und ohne situative Hatz mit den Anforderungen an eine zukunftsweisende Sicherheit vor Ort zu kmmern - ob bei menschlichen Tragdien wie einem Amoklauf, technischen Defekten, extremistischen Aktivitten, gesundheitlichen Ver-unsicherungen, umweltbedingte Lagen oder anderen Strungen der kritischen Infrastruktur. Ruhe und berlegtes Vorausdenken sind die besten Ratgeber fr vernnftige, ressourcenori-entierte Vorausschau. Die mittel- und langfristige Zusammenarbeit und Planung hilft, auch finanzielle Anforderungen und Aufgaben bestmglich kalkulieren und einsetzen, ggf. sogar haushlterische Anstze rechtzeitig abwgen zu knnen.

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  • Die beste Koordination vor Ort, die beste Zusammenarbeit vieler engagierter Menschen bietet nicht nur die grte Mglichkeit, Herausforderungen Herr zu werden. Sie ist auch motivierend und untersttzt die Effektivitt und Effizienz aller Engagierten. Dies gilt in allen Bereichen der rtlichen Innenpolitik.

    I. Die Strken des Bevlkerungsschutz im Landkreis Rems-Murr ausbauen Die Sicherheit vor Ort liegt im Bevlkerungsschutz (Zivil- und Katastrophenschutz) vorwie-gend in den Hnden der Ehrenamtlichen, der Nachbarn und Mitmenschen. Deshalb lohnt es sich, hier die Betrachtung zu beginnen:

    Nach Beendigung des kalten Krieges wurden viele Zivilschutzmanahmen beim Bund zurckgefahren. Die nach dem Grundgesetz den Lndern und Kommunen zugeordnete Aufgabe, einen bestmglichen Katastrophenschutz sicher zu stellen, gewinnt aufgrund der strker vernetzten Gesellschaft, der unterschiedlichen Abhngigkeiten z.B. bei der verlssli-chen Versorgung der Bevlkerung mit elektrischer Energie, mit Lebensmitteln, Wasser und Abwasser, der notwendigen medizinischen Hilfe oder bei der Reduzierung von Gefahren fr Leib und Leben an erheblicher Bedeutung.

    Der Bevlkerungsschutz wird in Deutschland viel strker als anderswo in die bewhrten Hnde von unzhligen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gelegt. Dieses auf dem Ehrenamt basierende System hat sich nicht nur bewhrt, sondern ist auch im internationalen Vergleich extrem leistungsstark, im Einsatzfall notwendig flexibel und bestmglich geeignet, die Herausforderungen anzunehmen. Die Strkung des Ehrenamtes ist deshalb eine Aufga-be, der sich alle Krperschaften des ffentlichen Rechts noch intensiver annehmen mssen als bisher, wenn allein die bisherige Struktur und das Sicherheitsniveau fr die Bevlkerung gesichert werden soll. Der Einsatz von militrischen Krften (personell, technisch, Know-How) im Bevlkerungs-schutz wird dabei nicht nur aufgrund der Aussetzung der Wehrpflicht, sondern auch aufgrund der reduzierten, auch finanziell reduzierten Bereitschaft des Bundes, fr Bereiche ttig zu werden, in dem Zustndigkeiten der Lnder und der Kommunen bestehen, deutlich sinken. Der Bevlkerungsschutz gehrt nicht zum unmittelbaren Auftrag der Bundeswehr! Der Bundeswehreinsatz im Innern ist verfassungsrechtlich ber den Bereich der Amtshilfe hinaus unzulssig. Mobile Krankenhuser, ABS-Abwehrvorhaltungen, erhebliches Potenzial an Personal etc. wird auch aufgrund des neuen Auftrags der Bundeswehr, z.B. im Ausland, nicht mehr in diesem Mae zur Verfgung stehen. Die Bereitschaft der Lnder, hier fr Ersatz zu sorgen und auch die Kommunen zu untersttzen, ist noch deutlich ausbaubar!

    1. TAB-Gutachten und Zukunftsforum ffentliche Sicherheit

    Das Gutachten des Bros fr Technikfolgenabschtzung des Deutschen Bundestages (TAB) hat im Auftrag des Forschungsausschuss auf Ansto der FDP-Bundestagsfraktion die konkre-ten Risiken und Fragen im Zusammenhang mit einem groflchigen, lngerfristigen Strom-ausfall untersucht und wesentliche Bereiche des tglichen Lebens, wie z.B. die Auswirkungen auf die Wasser- und Gesundheitsversorgung, die Kommunikations- und Lebensmittelver-sorgung, die Notfallhilfe und die Anforderungen an Notfallplne erforscht (TAB-Endbericht:

    8 Sicherheitsagenda Rems-Murr

  • Gefhrdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften am Beispiel eines grorumigen Ausfalls der Stromversorgung, 2010/2011). Dies ist dabei eine zum Teil bis ins Detail gehen-de Analyse der verschieden