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Soziale Stadt Butzbach - · PDF fileSoziale Stadt Butzbach 5 1. 4 gestaltet werden könnte. So hat die NH-Pro-jektStadt im Auftrag der Stadt Butzbach 2007 ein Entwicklungskonzept für

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  • www.nh-projektstadt.de

    Soziale Stadt Butzbach - Degerfeld Integriertes Handlungskonzept

  • www.nh-projektstadt.de

    PROJEKTLEITUNG

    Dr. Jürgen Schmitt Dipl.-Ing. Raumplanung Telefon 069 / 6069 1168 Fax 069 / 6069 51168 Mobil 0178 - 600 1265 Email [email protected] projektstadt.de

    PROJEKTTEAM

    Susanne Radmann MA Architectural & Spatial Culture

    Julia Skultety Dipl.-Ing. Architektur (FH)

    Nathalie Werner Dipl.-Geografin

    Studentische Mitarbeiter:

    Till Felden Cand.-Geograf

    Jonathan Maus Cand.-Geograf

    Markus Menge Cand.-Geograf

    Georgios Hasekidis Cand.-Geograf

    Anil Paul Cand.-Geograf

    Tim Wirth Cand.-Geograf

    AUFTRAGNEHMER

    NH | ProjektStadt Eine Marke der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt GmbH

    Monika Fontaine-Kretschmer Fachbereichsleiterin Städtebauliche Maßnahmen

    Untermainkai 12-13 60311 Frankfurt am Main

    Telefon 069 / 6069 1473 Fax 069 / 6069 1446 Mobil 0178 - 600 1473 Email monika.fontaine- [email protected] projekt.de

    www.nh-projektstadt.de

    AUFTRAGGEBER

    Magistrat der Stadt Butzbach

    Schlossplatz 1 35510 Butzbach

    Inhalt 1. Einführung 4

    2. Fördergebiet 12

    3. Partizipative Konzepterstellung 17

    4. Bestandsaufnahme 21

    4.1 Teilgebiete 21

    4.2 Bewohner und Nachbarschaft 24

    4.3 Wohnen 36

    4.4 Nahversorgung 43

    4.5 Gemeinwesen 47

    4.6 (Halb-) öffentlicher Raum 54

    4.7 Mobilität 61

    5. Entwicklungsziele und Handlungsansätze 66

    6. Maßnahmenkatalog 71

    7. Kosten- und Finanzierungsübersicht 94

    8. Künftige Umsetzungsstrategien und Beteiligungsstruktur 97

    9. Evaluation 99

    Anhang 100

    A.1 Arbeitsgruppe Nahversorgung 101

    A.2 Auswertung der Befragung 107

    A.3 SWOT Analyse der Stadtteilrunde 124

    A.4 Poster Bürgerforum 126

  • 5Soziale Stadt Butzbach

    1. 4 Soziale Stadt Butzbach

    gestaltet werden könnte. So hat die NH-Pro- jektStadt im Auftrag der Stadt Butzbach 2007 ein Entwicklungskonzept für eine nachhaltige, zivile Nachnutzung der Housing Area unter In- tegration des Wohngebiets Degerfeld vorgelegt, das umfassend alle regionalen und lokalen Rah- menbedingungen analysiert, Entwicklungsziele definiert, Entwicklungsszenarien aufgezeigt und Empfehlungen für den weiteren Prozess darlegt. Die Erarbeitung der Studie erfolgte dabei unter einer Beteiligung von Experten aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Rahmen von zwei the- matischen Workshops („Handel, Gewerbe, Ver- sorgung“ und „Wohnen und Gemeinwesen“). Die Entwicklungsstudie der NH-ProjektStadt wurde allerdings nach Abgabe den städtischen Gre- mien nicht zum Beschluss vorgelegt und konn- te somit nicht als legitimierte Grundlage des weiteren Handelns wirken. Der Entwicklungs- studie folgte ein studentischer Wettbewerb, der im Rahmen der Verleihung des Ernst-May- Preises 2008 von der Nassauischen Heimstätte ausgelobt und an der Technischen Universität Darmstadt, Fachbereich Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Regionalplanung, durchgeführt wurde. Wettbewerbsgebiet war hier die Housing Area, verlangt wurde jedoch ausdrücklich auch eine Auseinandersetzung mit dem benachbar- ten Quartier Degerfeld. Die Stadt Butzbach war mit Bürgermeister Michael Merle und dem Lei- ter des FD Stadtentwicklung Dipl. Ing. Otfried Herling in der Jury vertreten.

    Auf der Grundlage der Erkenntnisse aus der Ent- wicklungsstudie wurden von Seiten der Stadt Butzbach Gespräche mit dem Hessischen Minis- terium für Wirtschaft, Verkehr und Landesent- wicklung (HMfWVL) geführt, um gemeinsam die Möglichkeiten zur Unterstützung der Entwick- lung durch Landesfördermittel zu diskutieren.

    In der Folge dieser Gespräche ergaben sich fol- gende Ansätze:

     Von der Stadt Butzbach wurde für das De- gerfeld ein Antrag zur Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die So- ziale Stadt“ gestellt und das Quartier wurde im Dezember 2009 in das Programm aufge- nommen. Im ersten Bescheid wurden dabei Mittel für die Erarbeitung des hier vorliegen- den Integrierten Handlungskonzepts bewil- ligt.

     Für die Housing Area wurden von der Stadt gleichzeitig „Vorbereitenden Untersuchun- gen“ gemäß § 141 BauGB beauftragt und vom HMfWVL hierfür Landesmittel aus dem Hessischen Konversionsprogramm nach den Richtlinien zur Förderung der regiona- len Entwicklung zu Verfügung gestellt. Aus dem gleichen Programm war auch bereits eine Förderung der Entwicklungsstudie von 2007 erfolgt.

    Der Bericht zu den Vorbereitenden Untersu- chungen liegt zwischenzeitlich vor und beinhal- tet umfassende analytische und konzeptionel- le Darstellungen zur Housing Area. Empfohlen werden dabei insbesondere folgende Entwick- lungsziele:

     Deutliche Reduzierung des Geschosswoh- nungsbaus, statt dessen Schaffung von Bauland für das zukunftsfähige Segment des Ein- und Zweifamilienhausbaus sowie ggf. in realisierbarem Umfang für hochwer- tige Wohngebäude mit Eigentumswohnun- gen.

    Einführung

    Einführung

    Dabei gibt es unmittelbare Zusammenhänge zwischen der weiteren Entwicklung des Deger- felds und jener der Housing Area: Bisher war das Degerfeld räumlich und funktional durch die Housing Area vom restlichen Stadtgebiet abgetrennt. Die Umnutzung der Housing Area birgt nun die Chance, auch das Degerfeld qua- litativ aufzuwerten. Es besteht allerdings auch die Gefahr, dass die Umnutzung der Housing Area durch eine Verschärfung der Situation im Degerfeld stark negativ beeinträchtigt wird. Die Entwicklung des gesamten nordwestlichen Kernstadtbereichs mit Degerfeld und Housing Area kann daher nur als ein integriertes Ent- wicklungsprojekt verstanden werden.

    Vor diesem Hintergrund wurden schon vor Auf- gabe der Housing Area durch die US-Armee kon- zeptionelle Überlegungen angestellt, wie eine koordinierte Entwicklung der beiden Bereiche

    Soziale Stadt trifft Konversion

    Für die Stadt Butzbach stellt sich in den nächs- ten Jahren im nordwestlichen Kernstadtbereich eine herausragende Stadtentwicklungsaufgabe. Hier befinden sich zwei Gebiete, die in jeweils spezifischer, aber gleichzeitig koordinierter Wei- se entwickelt werden müssen:

     An Rand der Kernstadt befindet sich das Quartier Degerfeld. Hier kommt es bereits seit einiger Zeit zu einer Kumulation von städtebaulichen, wohnungswirtschaftlichen, sozialräumlichen und anderen Problemen, die nur mit einer Bündelung von Ressour- cen, der Erarbeitung von strategischen und inhaltlichen Handlungsfeldern und einem Zusammenspiel öffentlicher und privater Akteure – insbesondere der Wohnungswirt- schaft – bewältigt werden können.

     In direkter Nachbarschaft zu dem Quartier liegt die Housing Area „Roman Way Villa- ge“. Es handelt sich hierbei um ein ehemali- ges Wohngebiet der US Streitkräfte, in dem amerikanische Soldaten mit ihren Familien wohnten. Derzeit befinden sich dort in 35 Wohnriegeln sowie in zwei freistehenden Einzelhäusern und vier Doppelhäusern ins- gesamt 737 Wohnungen (ohne Wohnraum im Dachgeschoss: 667). Zudem stehen in der Housing Area ehemalige Infrastruktur- gebäude, etwa ein Supermarkt, ein Kran- kenhaus und eine Schule. Nach Aufgabe des Militärstandortes wurde die Housing Area 2008 an die Bundesanstalt für Immobilien- aufgaben (BImA) übergeben. Nun steht die Entwicklung für eine zivile Nachnutzung an.

  • 6 7Soziale Stadt ButzbachEinführung

     Schaffung von Angeboten für hochwertiges Wohnen (etwa in Form von Eigenheimen mit einem hohen Standard oder Stadtvillen),

    gleichzeitig aber auch die Schaffung von Möglichkeit für Schwellenhaushalte, kosten- sparend zu bauen.

     Zielgruppenorientierte Aufwertung der er- haltenen Bestandsgebäude (z.B. flexibles Wohnen, seniorengerechtes Wohnen).

     Schaffung eines erweiterten Einzelhandels- angebots.

     Realisierung einer (Welt-)Kulturwiese im Eingangsbereich des Areals an der B3.

     Schaffung einer grünen Diagonalverbindung für den Fuß- und Radverkehr durch das Are- al als Verbindung zwischen der Innenstadt und dem westlichen Degerfeld bzw. zum Waldrand.

     Weiternutzung des Schulareals vor allem für eine Gemeinbedarfsnutzung mit möglichst hoher Frequenz (z.B. mit dem Themen- schwerpunkt Bildung oder Gesundheit).

     Realisierung einer Vielfalt bezüglich der künftigen Bewohnerschaft (sozio-ökonomi-

    sche Situation, Alter, Lebensstil und –pha- se), bezüglich der Organisation der Bau- herrenschaft (z.B. eine Beteiligung von Trägern gemeinschaftlichen Wohnens wie Eigentümergemeinschaften, Bauherrenge- meinschaften, Baugruppen etc.), bezüglich der Architektur und des Städtebaus sowie bezüglich der künftigen Nutzungen.

     Eine integrierte Entwicklung von Housing Area und Degerfeld unter dem Label „Alles unter einem Helm“.

    Auf die detaillierten Darstellungen der Problem- lage und der Entwicklungsziele im Bericht zu den Vorbereitenden Untersuchungen sei hier verwiesen. Aktuell erfolgt die Markterkundung für den Verkauf der Housing Area durch die BImA, geplant ist ein Verkauf an einen Investor bis Mitte 2011.

    Einzelhandel SchuleKindergartenHospitalWohnen

    Ehemalige Nutzung

  • Soziale Stadt Butzbach8 9

    Für eine solche unmittelbare Verbindung von „Sozialer Stadt“ und der Konversion eines zuvor militärisch genutzten A

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