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STB magazin E 8285, Heft 8/2009, 59. Jahrgang für Turnen Gymnastik Sport SHOW, SPORT UND GUTE LAUNE Festival GymFestival von STB und BTB zeigte sich als attraktives Schaufenster des Turnens. Kinder brauchen Bewegung – Was künftig zu tun ist, steht in der Biberacher Erklärung. Seite ? Seite ? Neue Rückenschule Ü - MAGAZIN für Übungsleiterinnen und Übungsleiter KINDERTURNEN DTB-Kursleiter/in Kindertanz TURNFEST Resümee der Highlights GESUNDHEIT „Deutschland bewegt sich!“ Test TITEL 2009 15:04 Uhr Seite 1

STB Magazin August 2009

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STB magazin August 2009

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Page 1: STB Magazin August 2009

STB magazin

E 8285, Heft 8/2009, 59. Jahrgang

für Turnen Gymnastik Sport

Show, Sport und gute Laune

Festival

GymFestival von STB und BTB zeigte sich als attraktives Schaufenster des Turnens.

Kinder brauchen Bewegung – Was künftig zu tun ist, steht in der Biberacher Erklärung.

Seite ?

Seite ? Neue Rückenschule

Ü-MAGAZINfür Übungsleiterinnen und Übungsleiter

KINDERTURNENDTB-Kursleiter/inKindertanz

TURNFESTResümee der Highlights

GESUNDHEIT„Deutschland bewegt sich!“ Test

TITEL

Ue Magazin 04 2009 09.07.2009 15:04 Uhr Seite 1

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D E U T S C H E R

AUSWEISSPORT

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TURNEN!• Elementewettkämpfe ver-

binden Breite und Spitze• Bundesliga: Stuttgart-Ulm

bei Halbzeit an der Spitze• Rhönrad: Württ. Landes-

finale Einzel in Stuttgart• Trampolin: Württ. Pokal der

P-Klassen in Giengen

INTERNET• 10000ste Teilnehmerin

einer Bildungsmaßnahme

VIELFALT• Faustball: Württ. und Süddt.

Jugendmeisterschaften • Faustball: TV Vaihingen mit

2. Platz beim Europacup

• Mehrkampfmeisterschaften und Schüler-Landesfinale

BILdUNG• Der besondere Tipp: Grund-

lagen des Kinderturnens

AUS dEm VERBANd• Mitarbeiterausschuss

im STB• Sportwartin Uta Zimmler

beendet ihr Ehrenamt

AUS dEN TURNGAUEN

VORSCHAU• STB-Dance-Cup: Vorrunde

Süd am 11. Oktober • Impressum

gymFestival in BiberachVom 10. bis 12. Juli war Biberach drei Tage lang das Zentrum des Turnens in Baden-Württemberg – mit Schauvorführungen, Gymna-stik- und Tanzwettbewerben, Mitmachaktionen, Festivals und al-lerorten ansteckender Fröhlichkeit. Einen Eindruck davon erhalten Sie in dieser Ausgabe.

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Lesen bildet – das betrifft auch den Sportentwicklungsbericht

In Zeiten der modernen Kommunikation ist das Buch als Bildungsträger leider immer mehr in den Hintergrund gerückt. Dass es aber lohnt, sich mal wieder in den Sessel zu setzen, sich Zeit zu nehmen und ein Buch zu lesen, will auch der neue Sportentwick-lungsbericht des Bundesinstituts für Sport-wissenschaft beweisen.

Er ist 735 Seiten stark, voller Zahlen, Daten und Fakten. Die detaillierteste Analyse zur Situation der Sportvereine in Deutschland ist er damit auf jeden Fall. Interessant sind vor allem die Schlüsse, die sich herauslesen lassen. Ein Beispiel: Die Vereine sind ganz klar die wichtigsten Träger bürgerschaftli-chen Engagements. In Zahlen: Rechnet man die Wertschöpfung dieser Arbeit in Ba-den-Württemberg für ein Jahr aus, entsteht eine gigantische Zahl. 1170000000 (1,17 Mrd.) Euro ist das Ehrenamt im Land wert.

Seine Wirkung will der Bericht als Analyse-, Orientierungs- und Entscheidungsinstru-ment in der Praxis entfalten. Mehr Wissen bedeutet auch mehr Möglichkeiten, dieses Wissen anzuwenden. Gerade deshalb ist der Sportentwicklungsbericht Pflichtlektüre für Entscheidungsträger und Funktionäre in Vereinen und Verbänden. Wo stehe ich mit meinem Verein, wo kann ich noch nachle-gen, wie kann ich Daten und Fakten nutzen, um mich auf kommunaler Ebene besser durchzusetzen? Der Sportentwicklungsbe-richt kann Antworten liefern.

Zu Beziehen ist er im Buchhandel. Lesen lohnt sich eben doch.

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Titelbild: Hunderte Schaugruppen beim GymFestival in Biberach zeugten mit ihren vielfäl-tigen und originellen Darbietungen von der Kreativität der Turnvereine im Land. Foto: Michael Weber

Jan Krutzsch

Redakteur des STB magazins

I n h a l t

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Freude bei den jungen Damen vom SV Bonlanden über die Beurteilung mit dem Prädikat „sehr gut“ im STB-Wettbewerb Dance Experience. Foto: Michael Weber

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LBS-Cup gerätturnenAn der diesjährigen LBS-Cup-Serie im Gerätturnen betei-ligten sich Hunderte Turnerinnen und Turner. Die 14 be-sten Mannschaften trafen Ende Juni beim baden-württ-embergischen Landesfinale in Ludwigsburg aufeinander.

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G y m F E S T I VA L B E W E G T E d A S L A N d

Aus ganz Baden-Württemberg waren Schaugruppen ins Ober-schwäbische gekommen, um sich und ihre Vorführungen zu zeigen, bei den anderen Grup-pen zuzuschauen und sich neue Impulse bei Gymnastik und Tanz zu holen. Aber nicht nur landes-weit hatten sich Gruppen vor-bereitet: Aus Weimar und so-gar aus der oberitalienischen Metropole Mailand waren Grup-pen angereist. Die italienische Gruppe Forza e Coraggio hatte noch eine Besonderheit: Es han-delte sich dabei um geistig Be-hinderte, die schon mehrfach auf GymFestivals im Land dabei wa-ren.

Es zeigte auch den integ-rativen Charakter dieser Brei-tensportveranstaltung. Behin-derte Menschen, Kinder, Se-nioren, Jugendliche – alle fan-den hier zusammen und er-lebten ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühl. Dieses Miteinander war während der drei Tage in Biberach zu erle-ben. Egal ob auf dem Markt-platz, bei der großen Bühne, auf dem Viehmarkt, in der Pestalozzi-Turnhalle bei den Wettbewerben, oder auf dem Jugendfestival: Überall feier-ten Teilnehmer, Besucher und Bewohner das GymFestival zusammen.

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Biberach tanzt und lacht Ein silberner Konfettiregen zur Eröffnung am Frei-tag, 10. Juli um 18.30 Uhr auf dem Biberacher Marktplatz, war glücklicherweise (fast) alles, was vom Himmel kam. Die Sonne strahlte mit den Teil-nehmern und Besuchern, die aus dem ganzen Land angereist waren, um die Wette. Vom 10. bis 12. Juli tanzten und lachten Teilnehmer und Besu-cher im malerischen Fachwerkstädtchen Biberach an der Riß beim GymFestival 2009 des Badischen und Schwäbischen Turnerbundes. Gesellschafts-politische Nachhaltigkeit war eines der Ziele der Veranstaltung.

Farbenfroh und temperamentvoll ging’ s bei der Eröffnungsveran-staltung zu.

Voller Einsatz bis in die Haarspitzen.Viel Applaus gab es für die italienische Behindertengruppe Forza e Coraggio aus Mailand.

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G y m F E S T I VA L B E W E G T E d A S L A N d

ANSpRUCHSVOLLE SCHAUVORFüHRUNGENDie bunten und vielfältigen Schauvor-führungen waren auch diesmal wieder der Höhepunkt des Festivals. Atembe-raubende Akrobatik wechselte sich ab mit turnerischen Höchstleistungen, aber auch mit Kindergruppen, Behinderten-vorführungen oder Step-Aerobic-Grup-pen. Die Bühnen fungierten als Schau-fenster neuer Trends bei Gymnastik und

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Silberner Konfettiregen zur Eröffnung, hier mit Biberachs Oberbürgermeister Thomas Fettback, Kultusminister Helmut Rau, BTB-Präsident Ger-hard Mengesdorf und STB-Präsident Rainer Brechtken (v. li.).

Die Gruppe „Gaudimus“ aus Weimar setzte mit ihrer ästhetischen Performance am Ver-tikaltuch Maßstäbe und wurde für die Mati-nee nominiert. Links: Originelle turnerische Akrobatik an einem Stahlgerüst.

Beim GymFestival fotografierte Michael Weber

Dance, als Mittler zwischen Breitensport und Freizeitaktivitäten. Einer der Höhe-punkte war sicherlich die Gruppe „Gau-dimus“ aus Weimar, die mit ihrer ästheti-schen Performance am Vertikalseil Maß-stäbe setze. Sie wurde dann auch fol-gerichtig von der Jury zur Matinee aus-gewählt, genauso wie 14 andere Grup-pen, welche sich durch Besonderheiten oder eine sehr starke Leistung auszeich-neten.

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STImmUNGSVOLLES JUGENdFESTIVALDas Jugendfestival, veranstaltet von der STB-Jugend, wurde in Biberach zum ers-ten Mal als Teilveranstaltung mit eigener Bühne durchgeführt. Am Freitag spielte Petrus noch ein wenig Spielverderber – durch einen Platzregen konnten die Mit-machangebote, wie das Bull-Riding oder die pedalo-Spielelandschaft erst gegen Nachmittag richtig genutzt werden.

Am Samstag wurde das Angebot rund um die neue STB-Jugend-Lounge dann aber voll genutzt. Und auch abends, beim Konzert der Nachwuchsbands, war die Stimmung richtig gut.

FARBENFROHES SENIORENFESTIVALBiberachs Oberbürgermeister Thomas Fettback war begeistert: „Das war eine ganz, ganz tolle Veranstaltung. Sehr bunt, sehr farbenfroh, voller Lebensfreude und Energie. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen“. Diese Aussage beschreibt das Seniorenfestival in Biberach treffend. Im wunderschönen Ambiente der Gigelberg-halle in Biberach zeigten die Gruppen ein vielfältiges Repertoire aus Tanz und Gym-nastik, nahmen die Zuschauer mit in die Welt der Bewegung und feierten zusam-men. Heide Mödinger, die schon seit vie-len Jahren für das Seniorenfestival zu-ständig ist, war denn auch vollauf zufrie-den. „Es war richtig schön“, zog sie ein kurzes und aufrichtiges Fazit.

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B Die Heinz-Strahler-Band sorgte für Stimmung vor der abendlichen Kulisse der historischen Alt-stadt von Biberach.

Die pedalo-Spielelandschaft beim Jugendfestival: Holz-Hörz-Geschäftsführer Martin Moser überreicht dem Vorsitzenden der STB-Jugend Christian Keipert das neue pedalo-Mobil. Der Au-toanhänger, gefüllt mit dem berühmten Holzspielzeug der Firma Holz-Hörz, ist „eine Dauer-leihgabe auf lange Zeit“, erklärte Moser. Von links: Bettina Leichtle, PR-Beauftragte pedalo, Christian Keipert, Martin Moser und Isabelle Lamsfuß, verantwortlich für Kinder- und Jugend beim STB.

Farbenprächtig und gut in Form zeigten sich diese sportlichen Herren beim Senioren-Festival in der Gigelberghalle.

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Rechts oben: OB Thomas Fettback (links) überreicht Kultusminister Helmut Rau die Bi-beracher Erklärung. Rechts: Teilnehmer und Referenten des Symposiums.

Der Sieger des Radio7 Biberach Contest: Fußball-Künstler Camill Hauser. Ausschlaggebend für den Sieg war die Applaus-Dauer mit den soge-nannten Bang-Sticks.

FUSSBALLER GEWINN RAdIO7 BIBERACH CONTESTAls STB-Präsident Rainer Brechtken, kraft seines Amtes, zur Preisverleihung des Ra-dio7-Biberach-Contest schritt, machte er das mit einem lachenden und einem wei-nenden Auge. Hatte doch gerade mit Ca-mill Hauser ein Fußballer denkbar knapp die Turnergruppe „Blues Brothers“ vom TV Ludwigshafen geschlagen. Mit gerade einmal 0,1 Dezibel bei der Lautstärken-messung vorne, holte sich der 24-jäh-rige Sportstudent den Sieg, bei dieser Wettbewerbs-Premiere. Die Zuschauer durften abstimmen – und zwar per Laut-stärke. So kam es, dass dem Ball-Akro-bat noch einen Tick lauter applaudiert

Awurde. Aber Rainer Brechtken konnte es leicht verschmerzen, dass ein Fuß-baller gewann. Der Wettbewerb an sich war spannend, unterhaltend und insge-samt ein bereicherndes Format. Und der Sieger hatte denn doch noch etwas von einem Turner: Seine Jonglage-Einlagen verlangten schließlich ganzen Körperein-satz und akrobatische Fähigkeiten.

Walter Meschenmoser mit seinem Team: Das DER Reisebüro in Biberach stiftete beim Ra-dio7 Biberach Contest den Siegerpreis, einen Reisegutschein in Höhe von 500 Euro, sowie einen weiteren Reisegutschein für den Gewin-ner des Jugend-Fotowettbewerbs in Höhe von 200 Euro.

GESELLSCHAFTLICHE NACHHALTIGKEIT Ein GymFestival hat auch immer eine ge-sellschaftspolitische Bedeutung. Bewe-gung in die Köpfe zu bringen und dadurch auch in die Beine, ist das nachhaltige Ziel der Veranstaltung. Gerade die Kommu-nen, in denen das Festival gastiert, be-kommen Impulse zur sportstrukturellen Entwicklung und erhalten die Chance nachhaltige Maßnahmen zusammen mit den Experten des Schwäbischen Turner-bundes zu entwickeln.

BIBERACHER ERKLäRUNG AN mINISTER RAU üBERREICHTIn Biberach ging diese Entwicklung sogar noch einen Schritt weiter. An das Gym-Festival angelehnt fand am Donnerstag, 9. Juli, das Biberacher Symposium statt. 250 Teilnehmer aus dem ganzen Land, darunter Erzieherinnen, Lehrer, Kommu-nale Entscheidungsträger und Übungslei-ter aus Vereinen nahmen am Symposium teil. Am Schluss wurde von den veran-

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staltenden Partnern die so genannte Bi-beracher Erklärung unterzeichnet, die mit konkreten Maßnahmen gegen den Bewe-gungsmangel bei Kindern vorgehen will (siehe Seiten 8–9). Den wissenschaftli-chen „Unterbau“ dazu, lieferte der in Ulm forschende Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer.

Der Oberbürgermeister der Stadt Bi-berach Thomas Fettback, überreichte bei der Eröffnung des Festivals die Bibera-cher Erklärung an Kultusminister Helmut Rau. Jan Krutzsch

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Am 9. Juli wurde im Vorfeld des GymFestivals in Biberach das Biberacher Symposium ver-anstaltet. International renom-mierte Experten referierten vor 250 Teilnehmern über das The-ma „Bewegungsförderung bei Kindern“. Als Resultat des Symposiums entstand die Bi-beracher Erklärung, in der sich die teilnehmenden Partner zu konkreten Maßnahmen in den nächsten Monaten und Jahren verpflichten. Sie wurde bei der Eröffnungsveranstaltung des GymFestivals an den baden-württembergischen Kultusmi-nister Helmut Rau übergeben.

„Eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung unserer Kinder ist in gro-ßem Maße von deren Bewegungsverhal-ten abhängig. Nur wer sich vielseitig be-wegt, erlebt sich und seinen Körper. Spü-ren, Erproben und Üben schaffen dabei grundlegende Erfahrungen für eine ge-sunde Entwicklung des kindlichen Ge-hirns sowie für ein gesundes Selbstbe-wusstsein. Ausprobieren, Erleben und Sammeln von Bewegungserfahrungen sind notwendig, um komplexe Zusam-menhänge zu verstehen, und sind unver-zichtbare Bausteine erfolgreicher Lern-prozesse bei Kindern“, so der Tenor der Experten und Teilnehmer, die beim Bibe-racher Symposium 2009 ausführlich über die Zusammenhänge von Bewegung und

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Ein Symposium setzt neue Impulse

Lernen diskutierten. „Leider ist ein solches Verständ-

nis von Lernen und Bildung in unserem Lande noch nicht so weit verbreitet, wie wir Fachleute es uns wünschen“ stellte Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer vor gut 250 Teilnehmern in der Abschlussrunde des Symposiums fest.

JEdER AN SEINER STELLE VERANTWORTUNG TRAGEN Mit der Unterzeichnung der gemeinsa-men Biberacher Erklärung haben sich am 9. Juli in der Biberacher Stadthalle Oberbürgermeister Thomas Fettback als Vertreter der Stadt Biberach und des Städtetages Baden-Württemberg, Rai-ner Brechtken als Vorstandsmitglied der

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Kinderturnstiftung Baden-Württemberg, Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer vom Trans-ferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen sowie Dr. Sabine Schwenk von der AOK Ulm-Biberach als Vertreterin der AOK Baden-Württemberg öffentlich dazu bekannt, in Zukunft aktiv für die Verbes-serung der notwendigen Rahmenbedin-gungen in Städten und Gemeinden so-wie in Schulen, Kindergärten und Turn- und Sportvereinen, aber vor allem auf der Landesebene eintreten zu wollen.

In der abschließenden Biberacher Erklä-rung machten die Partner deutlich, dass jeder an seiner Stelle Verantwortung über-nehmen müsse und welche konkreten Maßnahmen nach dem Biberacher Sym-posium von ihnen zu erwarten seien.

Eine gesunde Entwicklung der Kinder hängt auch wesentlich von deren Bewegungsverhalten ab. Das Biberacher Symposium nahm zu dieser Problematik ausführlich Stellung. Fotos: Michael Weber

Biberacher Erklärung

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Wer muss was tun? Die Maßnahmen der nächsten Monate und Jahre

? Leitfrage 1: Was müssen Eltern tun, um die gesunde

persönlichkeitsentwicklung und erfolgreiche Bildungsprozesse ih-rer Kinder zu ermöglichen?1. Eltern sollten ihre Kinder öfter to-

ben lassen! Eltern können ihre Kin-der stärken, indem sie sie bei all-täglichen Tätigkeiten aktiv einbin-den.

2. Eltern sollten Wert darauf legen, dass ihre Kinder darüber hinaus gezielte Bewegungsprogramme absolvieren, um die motorischen Fähigkeiten zu stärken! Eltern soll-ten darauf achten, dass diese Be-wegungsprogramme vielseitig und qualitativ hochwertig sind!

3. Kinder sollten nicht unter Angst und Druck lernen.

4. Eltern wird empfohlen, den Bild-schirm-Konsum zugunsten ver-stärkter Bewegungsförderung deutlich zu reduzieren. Kinder müssen fühlen, tasten und tun, um nachhaltig zu lernen!

? Leitfrage 2: Was müssen Schulen und Kindergärten

sowie Turn- und Sportvereine in Baden-Württemberg tun, um die gesunde persönlichkeitsentwick-lung und erfolgreiche Bildungs-prozesse bei Kindern zu ermög-lichen?

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1. Kinder brauchen Zeit und Räume zum Herumtoben. Bewegung regt das Neuronenwachstum an und führt zu einer verbesserten zent-ralnervösen Leistungsfähigkeit.

2. Kinder brauchen das gezielte Trai-ning grob- und feinmotorischer Fähigkeiten, um „Herr über ihre Motorik“ zu werden!

3. Kinder können sich in Bewegungs-angeboten, die ihrem individuellen Leistungsniveau angepasst sind, als erfolgreich erleben. Wenn das Kind oft erlebt: „Ich kann!“ wird es häufiger bereit sein für neue An-strengungen und weitere Leistun-gen

4. Üben schafft vor allem dann nach-haltige Lernerfolge, wenn Lernpro-zesse positiv erlebt werden!

5. Individuelle Lernprozesse sollten durch Spiele in der Gruppe be-gleitet werden. Diese Spiele soll-ten dabei kooperativen und nicht konkurrierenden Charakter ha-ben!

6. Leistung und Erfolg definieren sich bei jedem Kind anders. Deshalb brauchen die Lehrkräfte aus Kin-dergärten, Schulen sowie Turn- und Sportvereinen mehr diag-nostische Kompetenzen, um eine gezielte Förderung der Kinder si-chern zu können!

7. Kindergärten, Schulen und Turn- und Sportvereine sollten verstärkt Kooperationen eingehen, in denen eine vielseitige, tägliche Grundla-genausbildung mit hoher inhaltli-cher und pädagogischer Qualität – im modernen Kinderturnen Vor-aussetzung - gesichert wird.

? Leitfrage 3: Was müssen Städte und Gemeinden in

Baden-Württemberg tun, um die gesunde persönlichkeitsentwick-lung und erfolgreiche Bildungs-prozesse bei Kindern zu ermög-lichen?1. Bildung braucht Bewegung und

Bewegung braucht Rahmenbe-dingungen. Jede Stadt und Ge-meinde in Baden-Württemberg hat die Verpflichtung, attraktive Lern- und Bewegungsräume zu schaf-fen, die Kinder anregen, sich viel

und vielfältig zu bewegen. Denn Kinder sind unsere Zukunft. Dort dürfen wir nicht sparen!

2. Es ist an der Zeit, dass die Verant-wortlichen einer Stadt oder Ge-meinde die Vor-Ort-Kräfte bündeln und dann das vorhandene Know-how nutzen. Externe Moderatoren können helfen, kommunale Bewe-gungsnetzwerke aufzubauen!

3. Oberbürgermeister und Bürger-meister sollten das Thema Bil-dung und Bewegung zur Chefsa-che erklären und kommunale Ent-wicklungsprozesse (inklusive der Bereitstellung optimaler Lern- und Bewegungsräume) federführend auf den Weg bringen. Vor-Ort-Ver-antwortliche aus Schule, Kinder-garten sowie Turn- und Sportver-ein benötigen diese Impulse für er-folgreichere Bildungsprozesse.

? Wie werden die Empfehlun-gen in naher Zukunft Reali-

tät? Was machen die landesweit agierenden partner des Bibera-cher Symposiums dafür?Die Partner des Biberacher Sympo-siums setzen neben dem Empfeh-lungs- und Forderungskatalog vor al-lem auf handfeste Maßnahmen. Je-der der Partner ist dabei bereit, bis zum Kinderturn-Kongress 2010 die Zusammenarbeit zu intensivieren und die jeweils eigenen Möglichkeiten zu nutzen, im Sinne der Biberacher Er-klärung auf die Entscheider auf allen Ebenen einzuwirken.

Bewegungsfreundliche KommuneMit der Kampagne „Bewegungs-freundliche Kommune“ bündelt die Kinderturnstiftung Baden-Württem-berg zum Beispiel mit ihren Partnern Stiftung Sport in der Schule Baden-Württemberg und der AOK Baden-Württemberg die Kräfte, das vor-handene Wissen, Projekte, Aktionen, Veranstaltungen und Service rund um das Thema Bewegung und Kinder-turnen. Im Rahmen einer Tour durch das Land soll erreicht werden, Men-schen direkt anzusprechen, vor Ort auf die Notwendigkeit verstärkter Be-wegungsförderung von Kindern of-fensiv und über alle Kommunikations-

ebenen (medial, institutionell und per-sönlich) aufmerksam zu machen und kommunale Entwicklungsprozesse mit dem Ergebnis konkreter Umset-zung auf den Weg zu bringen. Bausteine der Konzeption• mobile Kinderturn-Welt• kommunale Kinderturntage• Kinder – unsere Zukunft: fit und

gesund durch Bewegung – Aufbau kommunaler Bewegungsnetzwerke für Kinder

• dezentrale Kinderturn-Symposien• Kinderturn-Shows

Einheitliche Ausbildung von Erzieherinnen im Bereich Bewe-gungDer Kinderturnstiftung Baden-Würt-temberg ist es darüber hinaus gelun-gen, die Stiftung Sport in der Schule und vor allem die Robert-Bosch-Stif-tung für ein gemeinsames Projekt zu gewinnen. Die drei Stiftungen wollen mit ihrem Projekt die Kompetenzen der angehenden Erzieher/innen für die Bewegungserziehung im Kinder-garten stärken, indem diese schon in der Ausbildung durch ergänzende Lehrplaninhalte in den jeweiligen Be-rufskollegs auf einen bewegten Be-rufsalltag im Kindergarten vorbereitet werden. Ziel des dreijährigen Projekts ist die flächendeckende Verankerung verpflichtender Lehrplanbausteine im Bereich Bewegung ab 2012.

Weitere Infos unterwww.kinderturnstiftung-bw.de

Die Mobile Kinderturnwelt mit ihren sie-ben „Bewegungs-Kontinenten“ verbreitet lan-desweit die Botschaft von der Notwendigkeit kindlicher Bewegungsförderung.

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Tu r n e n !

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Mit der Verabschiedung des Kernpro-gramms Wettkampfsport wurde 2005 vom Präsidium beschlossen, den Jah-reszyklus für die Wettkämpfe im Gerät-turnen mit einer neuen Periodisierung ab 2006 einzuführen. Danach sind im ersten Halbjahr Wettkämpfe mit Übungen und im zweiten Halbjahr (nach einer Lernphase) Wettkämpfe mit Elementen zur Stabilisie-rung des erlernten Übungsguts durchzu-führen. Diese Regelung ist vor allem für den Nachwuchsbereich eine wichtige Vo-raussetzung für den Erfolg.

Eine Turnübung besteht nun mal aus mehreren Einzelelementen, sodass es lo-gisch ist, zuerst die Elemente zu erlernen, dann diese unter Wettkampfbedingungen zu stabilisieren. Die Periodisierung und

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G E R ä T T U R N E N – m E T H O d I K K O N Z E p T I m N A C H W U C H S B E R E I C H d E S S T B

Die Elementewettkämpfe Von Kurt Knirsch

In der Vergangenheit bestand vor allem für den Turnnachwuchs im STB aus struktureller Sicht immer eine Lücke zwischen dem brei-tensportlichen und dem spitzensportliche Gerätturnen. Mit der Ent-wicklung des STB-Nachwuchskonzepts (2000 bis 2003) und nach-dem die inhaltliche Planung der neuen Wettkampfkonzeption des DTB (2004-2008) in seinen Grundzügen erkennbar war, bestand die Möglichkeit, diese Lücke zu überbrücken und beide Bereiche mitei-nander zu vernetzen. Das untenstehende Schema verdeutlicht dies.

das Erlernen von Turnelementen führten zu den Elementewettkämpfen.

TESTS Im JAHR 2006, pREmIERE dANN 2008Im Jahr 2006 wurden in mehreren Ver-einen Tests mit Elementewettkämpfen durchgeführt. Aus den dabei gewonnenen Erkenntnissen wurde 2007 ein Grundkon-zept erstellt, dessen Umsetzung im Rah-men des Landesfinales Talent-Cup Ende 2007 als Pilotversuch erfolgte. Die um-fangreichen Erfahrungen aus dem Pi-lotversuch 2007 bildeten die Grundlage für den Ausschreibungstext zu den Ele-mentewettkämpfen, die 2008 erstmals STB-weit durchgeführt wurden.

In der Folge wurden von einer Arbeits-

I gruppe (Regine Aschenbrenner, Renate Weber, Klaus Dangelmaier, Martin Bre-uning und Kurt Knirsch) zusätzlich zum Ausschreibungstext für jedes der 3 Ele-mente pro P-Stufe entsprechende Film-aufnahmen, Bewegungshinweise und ei-ne Beurteilung der Übung als komplexe Darstellung für die Elementewettkämpfe erstellt. An einem Beispiel aus der Aus-schreibung für 2009 wird das Ergebnis verdeutlicht (siehe folgende Seite):

Die Wettkämpfe im DTB bestehen aus den Pflichtübungen mit P-Stufen, den Alterklassen-Übungen als AK-Stufen und den Kürübungen (in der Bewertung DTB-erleichtert oder C.d.P. der FIG).Die P-und AK-Stufen sind in ihren Schwierigkeitsanforderungen nahezu gleich. Der zentrale Unterschied besteht darin, dass die AK-Stufen altersausgerichtet und die P-Stufen altersneu-

tral sind. Die Schwierigkeitsanforderungen in den P-Stufen sind die gleichen wie in den AK-Stufen, nur werden sie ein bis zwei Stufen später/höher verlangt als in den P-Stufen.Die Ausschreibungen für die P- und A-Stufen sind im Aufga-benbuch des DTB (2008) unter A und B aufgeführt. Die An-forderungen für die Elementewettkämpfe sind mit den Aus-schreibungen im Aufgabenbuch deckungsgleich.

Vernetzung der Wettkämpfe Gerätturnen im DTB/STB mit den Elementewettkämpfen des STB

P-Übungen

VertikaleZuordnung

P1bisP10

Elementewettkämpfe

sowohl in vertikaler als auch horizontaler Vernetzung

Je 3 Elemente an den Gerätenvon der P3 bis P9 am

Boden, Balken/Barren, Reck/Stufenbarren und 1 Stützsprung

AK-Übungen

VertikaleZuordnung

AK8bis

AK 15/16

Mit der Vernetzung hofft der STB, dass Kinder, die im AK-Bereich (D-Kader) nicht mehr starten wollen oder können, über die Elementewett-kämpfe den Weg in die P-Stufen-Wettkämpfe finden und so dem Turnen nicht verloren gehen. Auch umgekehrt könnten „Späteinsteiger“ aus den P-Stufen in den AK- oder Kür-Bereich wechseln.

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STB magazin 08/2009 13

G E R ä T T U R N E N – m E T H O d I K K O N Z E p T I m N A C H W U C H S B E R E I C H d E S S T B

(die Anforderungen sind für weiblich und männlich gleich)

Reck

brust-hoch

Elemente A-Note B-Note

1. Aus dem Stand, Hüft-Aufzug (beidbeinig) oder Aufschwung (einbeinig) in den Stütz

1,5 1,0

2. Aus dem Stütz, hoher Rückschwung, stangennaher Niedersprung

1,0 1,0

3. Aus dem Stand (Absprung beidbeinig), Felgabschwung in den Stand (Felgunter-schwung)

1,5 2,0

Summe 4,0 4,0

Gesamt 8,0

TExTAUSSCHREIBUNG p4 RECK

Gerät RECK p4

übungsteil Aus dem Stand (Absprung beidbeinig), Felgabschwung in den Stand (Felgunterschwung)

Referenz Element III (A- Wert: 1,5 und B- Wert: 2,0 Pkt.)

Bewegungshinweise

Aus dem Stand vorlings mit gestreckten Armen, mit starkem Druck auf die Stange abspringen, die Oberschenkel (Knie) an die Stange bringen, um den Felghang zum Abwärtspendeln zu erreichen. Wenn die Hüfte die Stangensenkrechte passiert, Hüft-streckung mit Abbremsen, danach Öffnen des ARW bis zur völligen Körperstreckung. Grifflösen und in der Flugphase den Kopf leicht nach vorn nehmen bis in den Stand.

Reihenbildserie zum Bewegungshinweis

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Beurteilung des übungsteils

Die positionelle, bewegungstechnische Ausführung (Bild1-5) nahezu perfekt, lediglich die etwas zu starke Aktivüberstreckung ist zu bemängeln (Bild 6).

ERLäUTERUNGEN ZUR TExTAUSSCHREIBUNG

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Tu r n e n !

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G E R ä T T U R N E N – „ H A L B Z E I T “ d E R 1 . B U N d E S L I G A F R A U E N

Turn-Team Stuttgart/Ulman der Tabellenspitze

Nach dem Auftaktsieg in Hamburg-Wedel turnte die Mannschaft auch am 13. Ju-ni vor ausverkauftem Haus in Karlsruhe-Eggenstein einem nie gefährdeten Sieg entgegen. Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Sina Schneider und Giulia Hindermann und der noch nicht in Form gekommenen Marie-Sophie Hindermann präsentierte sich die Schwaben-Riege in ausgezeichneter Form.

Für Aufsehen bei den Fans sorgte Katja Abel. Die 26-jährige Berlinerin hatte nach den Olympischen Spielen ihre Karriere be-reits beendet, half an diesem Wettkampf-tag jedoch aus alter Verbundenheit dem verletzungsgeschwächten STB-Team aus der Patsche und brachte sich extra dafür noch mal in „Wettkampflaune“. Sie fand zwar nicht ganz zu ihrer alten Form zu-rück, konnte jedoch für die Mannschaft wertvolle Punkte sichern. Ebenso die Tschechin Jana Sikulova, die in Karlsru-he ihr Debüt in der Bundesliga gab. Katja El Halabi zeigte, wie schon bei der Deut-schen Meisterschaft, ihre Qualitäten am Sprung und am Stufenbarren und be-legte in der inoffiziellen Einzelwertung den sechsten Platz.

Klar angeführt wurde die Rangliste von Kim Bui, vor der noch jungen Karlsru-her Turnerin Maike Roll und Anja Brinker aus Hoffnungsthal. Die TG Karlsruhe-Söl-lingen belegte hinter dem EnBW Turn-

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Team Stuttgart/Ulm den zweiten Tabel-lenplatz und hat die Tür zum Ligafinale in eigener Halle ganz weit aufgestoßen. Drit-ter wurde die TG Mannheim.

24. 10. IN ÖSCHELBRONN LETZTER VORRUNdEN-TAGWer die Frauen-Bundesliga mit Kim Bui und vielen anderen Klasse-Turnerinnen li-ve erleben möchte, der hat dazu am 24. Oktober Gelegenheit. In Öschelbronn fin-W

In beeindruckender Manier dominierte das EnBW Turn-Team Stutt-gart/Ulm um ihre Deutsche Meisterin Kim Bui die beiden Vorrun-denbegegnungen der Bundesliga und ließ mit zwei Siegen am Saisonziel „Meistertitel“ keinen Zweifel. Zur „Halbzeit“ der Meister-schaft, die im Herbst fortgesetzt wird, hat das schwäbische Turn-Team die Tabellenspitze inne.

Sie turnten am 2. Wettkampftag für das EnBW Turn-Team Stuttgart/Ulm (v. li.): Jana Sikulo-va, Katja Abel, Katja El Halabi, Pia Tolle und Kim Bui. Foto: Qingwei Chen

TABELLE dER 1. BUNdESLIGA (STANd: 13. JUNI)

Mannschaft RLP GPZ Sprung Barren Balken Boden1. EnBW TURN-Team Stuttgart-Ulm 20,0 408,65 108,90 100,70 97,10 101,952. TG Karlsruhe-Söllingen 14,0 394,15 105,05 87,70 99,40 102,003. TuS Chemnitz-Altendorf 13,0 388,90 104,65 88,55 96,70 99,004. TG Mannheim 11,0 385,65 104,90 91,40 91,65 97,705. Turnteam TOYOTA Köln 7,0 378,60 102,05 84,45 98,05 94,056. BTT Hoffnungsthal-Herkenrath 7,0 377,70 101,95 86,55 90,00 99,207. TuG Leipzig 3,0 360,80 100,75 81,40 85,50 93,158. TS Großburgwedel 3,0 351,00 99,00 79,90 82,25 89,85

det der dritte und letzte Wettkampftag der Saison statt, bevor es am 28. November zum großen Finale in Karlsruhe kommt.

Informationen zu den Wettkämpfen fin-den Sie auf der Homepage des EnBW Turn-Team Stuttgart/Ulm unter

www.enbw-turn-team.de oder auf der Seite der Deutschen Turn-liga unter

www.deutsche-turnliga.de

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STB magazin 08/2009 15

Die Turnerinnen des TSV Haubersbronn gewannen fünf von acht Titeln: Franzis-ka Hofer verteidigte ihren Landestitel im Wettkampf der Turnerinnen L 7 mit acht Zehnteln Vorsprung. Carmen Fezer siegte in der L 6 Jugend B, Sarah Degele in der L 5 Jugend D und Miriam Siegle in der L 5 Jugend E. Mit einem Vorsprung von 1,15 Punkten verteidigte Daniela Degele ihren Titel im Wettkampf der Seniorinnen L 4.

In der L 5 Jugend C und in der L 6 Ju-gend A gewannen Elena Friedrich bzw.

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Auch viele Trampolinturner berührten erstmalig das Tuch unter Wettkampfbe-dingungen. Bei den Jüngsten Jahrgang 98 und jünger setzten sich zwei Athle-tinnen vom TB Ruit an die Spitze. Mit 71,50 Punkten gewann Meike Fritz vor Melina Mayer (67,50). Dritte wurde Pia Uziekalla (65,00) von der TG Böckingen. Im männlichen Bereich punktete No-ah Markgraf aus Weingarten souverän mit 69,70 Punkten vor David Weinmann vom TV Sulzbach (66,60). Lukas Zum-biel, ebenfalls aus Weingarten, sicherte sich mit 61,80 Punkten den dritten Platz. Ronja Warresz, VfL Winterbach, hieß die Siegerin bei den Jugendturnerinnen C mit einem Punkt Vorsprung auf die Wein-gärtnerin Lena Falkner (69,20), die vor ih-rer Vereinskameradin Stefanie Schädler

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R H Ö N R A d T U R N E N – W ü RT T E m B E R G I S C H E S L A N d E S F I N A L E

T R A m p O L I N T U R N E N – W ü RT T E m B E R G I S C H E R p O K A L d E R p - K L A S S E N

Fünf von acht Titeln an den TSV Haubersbronn

Der TV Burgberg meistert sein Debüt

73 Rhönradturnerinnen und drei -turner aus elf Vereinen traten am 21. Juni 2009 zum Württembergischen Landesfinale Einzel in den Leistungsstufen L 4 bis L 7 in Stuttgart-Feuerbach an.

Erstmals wurden die württembergischen Pokalwettkämpfe der Trampolinturner vom TV Burgberg ausgetragen. Knapp 70 Teilneh-mer aus neun Vereinen trafen sich in Giengen a. d. Brenz. Die Burg-berger meisterten ihren Einstieg in die Wettkampforganisation her-vorragend. Sichtbares Zeichen: Der Zeitplan wurde auf die Minute eingehalten.

Sara Ciaparrone (beide TSV Schwai-gern). Jona Carlet (SV Edelfingen) siegte in der L 6 Jugend B männlich. Im Gegen-satz zu den Turnerinnen, die nur einen Zweikampf (Pflicht und Kür Geradetur-nen) absolvierten, hatte er zusätzlich ei-nen Pflichtsprung im Programm. Die Sie-gerliste ist veröffentlicht unter: www.stb.de/sportarten/turnen/rhoenradturnen/er-gebnisse.html

Fachgebietsvorsitzender Klaus Jipp ehrte Nane Jenal (MTV Stuttgart) und Si-

(68,40) den zweiten Platz belegte. Paul Kernatsch vom MTG Wangen

zog seinen Wettkampf mit mehr als neun Punkten Vorsprung souverän durch. Mi-chael Hack (TG Biberach) schnappte sei-nem Vereinskameraden Tim Hahn den zweiten Platz weg, obwohl bei Hack in der Vorkampfpflicht nur neun Sprünge ge-wertet wurden. Nach nur sechs zählbaren Sprüngen landete Hahn auf Platz sechs. Andreas Maier (TG Biberach) freute sich über seinen dritten Platz.

Linda Schlagmüller aus Weingarten war bei den Jugendturnerinnen B nicht zu stoppen. Sie legte eine Punktlandung hin und siegte mit 78,50 Punkten. Vera Hengstenberg und Carina Schorer (bei-de MTG Wangen) belegten die Plätze zwei (72,10) und drei (68,20).

Siegerehrung in der L 5, Jugend D: Sarah Degele (Mitte) gewann vor Naomi Schiek (re./ beide TSV Haubersbronn) und Charlotte Breucker (MTV Stuttgart). Foto: Alfred Gaiser

bylle Jipp (Sportvg Feuerbach) für ihre über zwei Jahrzehnte dauernde Mitar-beit im Fachgebietsausschuss mit der Sil-bernen Ehrennadel des STB.

Spannend machten es die beiden Jungs der B-Klasse. Im Vorkampf legte der Burgberger Lokalmatador Matthias Wimmer in der Pflicht vor. Stephen Wi-denmeyer (TG Böckingen) zog mit seiner Kürübung nach, da bei Wimmer nur neun Sprünge gewertet wurden. Trotz einer gu-ten Finalkür reichte es für Wimmer nicht mehr zum Sieg. Dafür freute sich Widen-meyer umso mehr.

Mit ihren beiden Kürübungen sicher-te sich Julia Bogner (TV Sulzbach) in der Aktivenklasse den Sieg. Der zweite Platz ging an die Lokalmatadorin Lydia Rem-pel, Sabrina Maunz (TG Biberach) wur-de Dritte. STB-Wettkampfbeauftragte Sil-ke Reimann-Mundsinger freute sich über den positiven Wettkampfverlauf und lobte die gelungene Organisation des TV Burg-berg.

Bettina Baumann

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Tu r n e n !

STB magazin 08/200916

BAdEN-WüRTT. FINALE WEIBLICH IN LUdWIGSBURG14 Top-Teams aus Baden und Schwaben, schönes Wetter, ein fachkundiges Publi-kum und glänzend aufgelegte Turnerinnen – mehr brauchte es nicht, um am 27. Juni in Ludwigsburg-Hoheneck einen faszinie-renden Wettkampf zu präsentieren.

In der offenen Klasse gelang dem TSV Ebingen ein beeindruckender Durch-marsch – Sieger im Gaufinale, im Regi-ofinale, im Landesfinale und auch beim baden-württembergischen Finale in Ho-heneck ein knapper Sieg mit 1,5 Punk-ten Vorsprung vor dem Zweitplazierten SV Hülben. Der Badische Vertreter TV

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G E R ä T T U R N E N – L B S - C U p - S E R I E E R F O L G R E I C H A B G E S C H L O S S E N

Attraktive und spannende FinalsWettkampfreiche Monate liegen hinter den Turnerinnen und Tur-nern, die sich am diesjährigen LBS-Cup Turnen beteiligt haben. Zu-erst fanden im Februar und März die Gauqualifikationen des STB statt. Jeweils die drei besten Mannschaften qualifizierten sich dabei für die vier Regio-Finals im Mai. Dort wiederum erhielten die jeweils drei besten Mannschaften die Start-berechtigung für das Landesfinale Mitte Juni in Ellhofen. Höhepunkt der Serie war schließlich das ba-den-württembergische Landesfinals Ende Juni, bei dem die besten Teams der BTB- und STB-Serie im direkten Vergleich aufeinandertrafen.

Mannheim-Neckarau erreichte den drit-ten Platz.

Die Jugendturnerinnen B in der Alters-klasse 15 und 15 Jahre zeigten hervorra-gende Übungen. Die Leistungsstärke und Leistungsdichte war beeindruckend und spricht für die gute Nachwuchsarbeit der Verein. Es entspann sich vom ersten Ge-rät an ein spannender Wettkampf zwi-schen dem TSV Süßen, dem VfL Kirch-heim/Teck und der TSG Backnang. Alle drei Vereine lagen in der Endabrechnung dann nur wenige Punkte auseinander. LBS-Cup-Sieger wurde die Mannschaft des TSV Süßen mit 198, 40 Punkten vor dem VfL Kirchheim/Teck mit minimalem

Abstand von 1,85 Punkten. Dritter wurde die TSG Backnang mit 195,15 Punkten.

Auch bei den Turnerinnen der Jugend A gab es seit dem Regiofinale einen kla-ren Sieganwärter. Die TSG Backnang gewann alle Wettkämpfe mit großem Vorsprung und wurde in Ludwigsburg-Hoheneck auch LBS-Cup-Sieger vor dem TSV Ebingen und dem TV Überlingen.

Der Dank der STB-Verantwortlichen gilt allen Helfern der ausrichtenden Vereine für die Durchführung des Wettkampfes, den Kampfrichtern für ihr gutes und zü-giges Werten sowie der LBS für die Po-kale und Sachpreise.

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STB magazin 08/2009 17

inFo:

Alter: 38 (Jahrgang 1971)Beruf: Software-EntwicklerAnschrift: Ruiter Straße 20,

70794 FilderstadtE-mail: [email protected]: 0711 / 7978137 (p),

0711 / 80670-2659 (d), 0151/17865169 (mobil)

Heimverein: SpVgg Stetten/ Filder 1900 e.V.

Lange gesucht, endlich gefunden: Der 38-jährige Holger Austinat von der SpVgg Stetten/Filder ist der künftige Verantwort-liche für die männlichen Wettkämpfe der P-Stufen im Fachgebiet Gerätturnen, zum Beispiel Einzel-, Mannschaftswettkämp-fe, LBS-Cup, Elemente-Wettkämpfe. Der beruflich stark engagierte Software-Entwickler aus Filderstadt will seine Er-fahrungen im männlichen Turnen in den Fachausschuss einbringen, um diesen und auch Turnwartin Christel Meszner bei der Ausschreibung und Organisation von

L

G E R ä T T U R N E N – N E U E R m I TA R B E I T E R I m FA C H G E B I E T

Holger Austinat will die Wettkämpfe der P-Stufen attraktiver machen

Wettkämpfen zu unterstützen. „Ich möchte dabei auch die Wünsche

der Vereine und Turner berücksichtigen, um die Wettkämpfe attraktiver für die Ju-gendlichen zu machen und dadurch zu versuchen, sie länger an die faszinieren-de Sportart Gerätturnen zu binden“, er-klärt Austinat seine Motivation für dieses Amt im STB.

Seine fundierte Ausbildung zum Trai-ner B und seine Kampfrichterlizenz A wer-den ihm dabei helfen. Das Fachgebiet wünscht ihm dazu viel Erfolg.

G E R ä T T U R N E N – L B S - C U p - S E R I E E R F O L G R E I C H A B G E S C H L O S S E N

BAdEN-WüRTT. FINALE mäNNLICH IN STETTENBestens aufgelegt zeigten sich am 28. Juni in Stetten/Filder die 10 qualifizierten Teams und präsentierten den Zuschauern und Kampfrichtern spektakuläre Übungen und sorgten für Spannung bis zur letzten Minute.

Im ersten Durchgang starteten vier Teams in der A-Jugend (16/17 Jahre). Bei den A-Jugendlichen lag vom 1. Durch-gang an der TV Wolfenweiler-Schallstadt (BTB) in Front, knapp gefolgt von der KTV Hohenlohe (STB) – ein Zweikampf, der bis zum Ende für Spannung sorgte. Am Ende lagen die Badener aber doch gut 4 Punkte in Front. Mit einigem Abstand schaffte der TSV Wernau (STB) noch den Sprung aufs

BTreppchen, gerade mal 1,3 Punkte vor dem TV Baden-Oos (BTB).

Im zweiten Durchgang starteten die Turner der offenen Klasse (14 Jahre und älter). Hier dominierte von Anfang an die KTV Hohenlohe (STB), die nur zu viert starteten, aber auch die vier besten Sechskämpfer stellten und am Ende mit einem beeindruckenden 36-Punkte-Vor-sprung siegten.

Bis zum letzten Gerät kämpften der TV Schonach (BTB) und der TB Gaggenau 1 (BTB) um die verbliebenen Podestplät-ze – am Ende blieben die Schonacher mit knapp 2 Punkten in Front. Die Plät-ze 4 und 5 belegten schließlich der TB Gaggenau 2 (BTB) und die TSG Ehin-gen (STB).

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Tu r n e n !

STB magazin 08/200918

I n t e r n e t / G y m n e t

R E G I N A K O p p m A N N , 1 0 . 0 0 0 S T E R T E I L N E H m E R E I N E R S T B - B I L d U N G S m A S S N A H m E

„Ich genieße die Zeit in der Turnhalle“Seit zwei Jahren kann man sich auch beim STB bequem via GymNet online für Bildungs-maßnahmen wie Aus- und Fort-bildungen anmelden. Seitdem hat sich die Zahl der elektro-nischen Meldungen mehr als verdreifacht. Nun hat sich der 10.000 Teilnehmer im Jahr 2009 angemeldet. Regina Koppmann, 42, Übungsleiterin beim TV Hebsack, hatte das Glück, aus diesem Anlass die Lehrgangs-kosten erstattet zu bekommen. Vom STB gratulierte der langjäh-rig Verantwortliche für die Aus- und Fortbildung, Walter Betsch, mit einem Blumenstrauß.

? Herzlichen Glückwunsch, Frau Koppmann! Hat Sie diese Eh-

rung überrascht?Selbstverständlich! ich konnte es gar nicht glauben, als mein Mann mir diese Nach-richt überbracht hat. Ich bin auf diese Wei-se noch nie geehrt worden, geschweige denn, dass ich jemals etwas gewon-nen hätte. Das ist schon eine riesige und schöne Überraschung.

? Seit wann sind Sie übungslei-terin?

Seit 1985. Zwar mit kurzen Unterbre-chungen, da ich der Kinder wegen et-was Kürzer treten musste, aber ich bin jetzt wieder im Einsatz.

? In welchem Bereich bei Ihrem Heimatverein TV Hebsack sind

Sie tätig?Ich bin als Übungsleiterin im Gerätturnen tätig. Ich unterrichte einmal die Woche Turnerinnen zwischen 9-12 Jahren. Wir bewegen uns auf Gauniveau und nehmen regelmäßig an Wettkämpfen teil.

? Was ist Ihre motivation, in einem Verein als Ehrenamtliche

mitzuarbeiten?Die Arbeit mit den Kindern. Ich bin von Beruf Erzieherin und es macht mir Spaß,

mit Kindern zu arbeiten. Außerdem möch-te ich den Kindern die Verbundenheit mit dem Verein vermitteln. Das ist in unserer Zeit meiner Meinung nach äußerst wich-tig, denn wo sonst können die Kinder und Jugendlichen noch soziale Kompetenzen erlernen?

? Was wünschen Sie sich von Ihrem Verein und uns als Ver-

band?Eigentlich bin ich zufrieden. Ich wünsche mir nur, dass es mit dem Verein und den Angeboten so weitergeht, dass die Kin-der weiterhin mit Spaß kommen und wir ihnen auch etwas vermitteln können. Und wir freuen uns immer, wenn es besonde-re Angebote wie z. B. das Landeskinder-turnfest und das Landesturnfest gibt. Das sind immer schöne Erlebnisse, an die man sich gerne erinnert.

? Wie sind Sie mit dem Fortbil-dungsangebot zufrieden?

Sehr, denn es ist immer etwas für mich dabei. Allerdings wären mir Fortbildungen im Bereich meines Wohnortes lieb. Ich fahre nicht so gern so weit, und meine knapp bemessene Zeit lässt das eigent-lich auch nicht zu.

? Was wünschen Sie sich für die Zukunft:

Ich würde gerne so weitermachen und meinen Kindern vorleben, wie wichtig es ist, in der heutigen Zeit Verantwortung zu übernehmen und diese auch weiterzu-geben.

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STB magazin 08/2009 47

Hier macht sich vor allem die rein auf Er-folg ausgerichtete Jugendarbeit des TVV bezahlt, der durch seine Schulkooperati-on einen ständigen Nachschub von hoch-talentierten Spielern bekommt.

Seiner Favoritenrolle gerecht wurde der TV Waldrennach bei der männlichen A-Jugend, die sich im Endspiel mit 11:8 und 11:5 gegen den TV Unterhaugstett durch-setzten. Die Bronzemedaille sicherte sich der TV Vaihingen/Enz durch ein 11:6 und 11:4gegen den TSV Lindau.

Bei der C-Jugend männlich gewann der TV Vaihingen/Enz das Endspiel gegen den TV Böblingen. Das mit Abstand jüngste Team im Feld vom Ausrichter TSV Calw holte sich die Bronzemedaille gegen den TV Stammheim.

Bei der D-Jugend beherrschte ebenfalls der TV Vaihingen das Feld, und auch der

H

Die Süddeutschen Faustball-Meister-schaften der männlichen und weiblichen A-Jugend wurden vom TV Waldrennach im Nordschwarzwald mustergültig aus-gerichtet. Von insgesamt drei STB-Ver-tretern (Waldrennach, Unterhaugstett und Vaihingen/Enz) schaffte es jedoch nur der Gastgeber ins Endspiel und qualifizierte sich somit für die deutsche Meisterschaft Ende August in niedersächsischen Selsin-gen. In einem hochklassigen Finale mus-ste Waldrennach nach knapper 1:2-Nie-derlage jedoch dem TV Unterpfaffenhofen

D

TSV Calw konnte hier der Dominanz nicht entgegenwir-ken. Bronze holte sich der TSV Gär-tringen gegen den SV Erlenmoos.

Noch gravierender ist die Dominanz in der E-Jugend, bei der sich die drei Teams des TV Vaihingen alle drei Medaillenrän-ge sicherten und nur der TSV Gärtringen phasenweise mithalten konnte, jedoch nicht gerade das Glück auf seiner Seite hatte bei der Württembergischen Meister-schaft, die vom TV Unterhaugstett mu-stergültig ausgerichtet wurde.

Bei der weiblichen A-Jugend setzte sich zur Überraschung einiger nicht der favorisierte TSV Calw durch, der im Halbfi-nale am TV Vaihingen scheiterte. Der TVV

sicherte sich dann auch Gold mit einem 2:0 Erfolg gegen den TSV Dennach. Calw qualifizierte sich dann noch mit Mühe durch einen 2:1-Erfolg gegen die SpVgg Weil der Stadt im Spiel um Platz drei für die Süddeutsche Meisterschaft.

Bei der weiblichen C-Jugend gewann der TuS Freiberg zum zweiten Mal nach-einander die „Württembergischen“, auch wenn es in diesem Jahr deutlich überra-schender war. Zweiter wurde auch hier der TSV Calw vor dem SV Erlenmoos.

Vaihingen und Calw räumen ab

Waldrennach fährt zur „Deutschen“

FA U S T B A L L – W ü RT T E m B E R G I S C H E J U G E N d m E I S T E R S C H A F T E N

FA U S T B A L L – S ü d d E U T S C H E A - J U G E N d - m E I S T E R S C H A F T E N

Die Nachwuchsteams der Bundesligisten haben wieder die Württembergischen Jugend-Meister-schaften im Faustball beherrscht. Der TV Vaihin-gen/Enz mit sieben Medaillen und der TSV Calw mit vier räumten regelrecht ab.

Die A-Jugend des TV Waldrennach hat das Finale der Süddeut-schen A-Jugend-Meisterschaften auf eigenem Platz 1:2 gegen Unterpfaffenhofen verloren. Damit qualifizierten sich die Talente je-doch für die „Deutschen“ im niedersächsischen Selsingen.

V i e l f a l t

Die C-Jugend-Mädchen des TuS Freiberg (blaue Trikots) wurden zum zweiten Mal nacheinander Württembergischer Meister.

gratulieren. Der TV Vaihingen wurde am Ende Dritter, Unterhaugstett belegte den sechsten Platz.

Besser lief es für die STB-Vertreter bei den jungen Damen. Hier kamen der TSV Dennach und der TSV Calw ins End-spiel, welches das Dennacher Team um Trainerin Beate Bolz mit 2:0 klar für sich entschied. Die weiteren STB-Vertreter wurden Fünfter (TV Vaihingen/Enz) und Siebter (SpVgg Weil der Stadt).

Nicht ganz so gut war die Ausbeute im Sächsischen Walddorf bei den Teams

der C-Jugend. Bei den Mädchen machte sich das Fehlen des württembergischen Titelträgers bemerkbar und so kamen die STB-Vertreter nur auf die undankbaren Plätze: TSV Calw (3.). TG Biberach (4.) und SV Erlenmoos (5.). Die Plätze für die Deutschen Meisterschaften sicherten sich die bayerischen Teams aus Burghausen und Segnitz. Bei den Schülern gelang es zumindest dem TV Böblingen, ins Fina-le einzuziehen, auch wenn es hier gegen die SG Augsburg eine knappe Nieder-lage gab. Somit fährt das Team um die Dannecker-Brüder zum Abschluss der Sommerferien nach Wardenburg in Nie-dersachsen.

Im kleinen Finale standen sich die wei-teren Teams des STB gegenüber, das der TV Vaihingen gegen den TSV Calw gewann.

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Tu r n e n !

STB magazin 08/200948

Zum Europapokal der Landesmeister sind die Meister aus Österreich, der Schweiz und Deutschland zugelassen sowie der Ti-telverteidiger aus dem vergangenem Jahr. Da Faustball Widnau sowohl Schweizer Meister als auch Titelverteidiger war, traf der TV Vaihingen im ersten Halbfinale auf den Schweizer Vizemeister TSV Jona. Er gewann 4:0.

Das TVV-Team um Neu-Trainer Karl Katz, der erst vor wenigen Wochen Werner Blechschmidt ablöste, hatte nur in dem mit 11:9 gewonnenen ersten Satz Probleme mit den Eidgenossen. Danach setzte sich die Klasse des Deutschen Mei-sters durch, der die restlichen Sätze deut-lich mit 11:5, 11:5 und 11:6 für sich ent-schied. Damit hatte Vaihingen auch Kraft gespart fürs sonntägliche Endspiel.

Wesentlich spannender machten es die anderen beiden Halbfinalisten, der Schweizer Meister und Titelverteidiger Faustball Widnau sowie der Gastgeber und Österreichische Landesmeister Linz-Urfahr. Die favorisierten Gastgeber kamen nicht so ins Spiel, wie es von ihnen erwar-tet wurde, und Widnau führte bereits mit 3:2-Sätzen. Als gegen Ende der Begeg-nung Regen einsetzte, ging alles ganz schnell – Urfahr und insbesondere An-greifer Martin Weiß wussten den nassen Boden für sich zu nutzen und gewannen

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TV Vaihingen verpasst das Double

FA U S T B A L L – E U R O pA p O K A L F E L d

Der TV Vaihingen/Enz hat den Europapokal-Sieg aus der Halle auf dem Feld nicht wiederholen können. Im Finale scheiterte er am österreichischen Gastgeber FBC ASKÖ Linz-Urfahr. Für Enttäu-schung sorgte beim TVV auch die geringe Zuschauerresonanz.

Auch der Einsatz von Abwehrmann Roth-maier konnte die Vaihinger Finalniederlage nicht verhindern.

noch mit 4:3-Sätzen. Genau die gleiche Erfahrung wie Widnau musste Vaihingen im Endspiel machen.

Zu Beginn des Finales konnte sich noch kein Team absetzen. Vaihingen führte noch mit 9:7, hatte am Ende das Glück aber nicht auf seiner Seite und verlor den ersten Satz knapp mit 13:15. Auch der zweite Satz konnte lange offen gehalten werden und endete 7:11 für die Gastge-ber. Bei dann einsetzendem Regen zeigte Weltmeister Martin Weiß erneut sein gan-ze Klasse und sorgte mit 11:7 und 11:4 für einen klaren 4:0-Erfolg von Linz-Ur-fahr.

„Nachdem sie gegen Widnau unerwar-tete Schwierigkeiten bekommen hatten, haben sie gegen uns überraschend gut gespielt“, analysierte Vaihingens Haupt-angreifer Kolja Meyer. „Martin Weiß war beim Hallen-Europapokal in Vaihingen schwach, aber in Linz war er sehr, sehr gut. Er hat sich weltmeisterlich gezeigt.“ Selbstkritisch erläuterte Kolja Meyer. „Ich selbst schlage den Ball 18 bis 25 Meter weit. Martin Weiß schlägt ihn 24 bis 25 Meter weit. Der landet fast jedes Mal 30 bis 50 Zentimeter vor der Auslinie. Und ist entsprechend schwer anzunehmen, erst recht bei druckvollem Spiel und nassem Untergrund.“

Von der Zuschauerresonanz auf die Eu-

ropapokalspiele, bei denen immerhin die besten Faustball-Vereinsmannschaften des Kontinents zu bewundern sind, wa-ren die Vaihinger enttäuscht. Beim Finale schätzten sie die Zahl der Fans auf knapp 300, beim Halbfinale dürften es rund 150 gewesen sein. Normale Bundesliga-Spiel-tage in Vaihingen werden von bis zu 200 Zuschauern besucht. Ein Europapokal in Vaihingen hätte wohl 700 bis 800 Zu-schauer angezogen, glaubt der TVV.

ENBW TURN-WELTCUp/27 .dTB-pOKAL 2009

Unter www.dtbpokal.de können ab sofort Tickets für den EnBW Turn-Weltcup/27. DTB-Pokal (Fr., 13.11./Sa., 14.11.09) und die Champions Trophy (So., 15.11.09) be-stellt werde. Wie üblich gibt es für GYMCARD-Inhaber und Vereinsgruppen Rabatte von bis zu 20%. Der EnBW Turn-Weltcup/27. DTB-Pokal, kombiniert mit der Champions Tro-phy der weltbesten Mehrkämpfer, ist für Tur-

U

Online-Ticketbestellung ab sofort möglich

ner, Trainer und Fans schon wieder eine wich-tige Station auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2012 in London.

Mit dabei sind Fabian Hambüchen (TSG Niedergirmes) und Lokalmatadorin Kim Bui (TSG Tübingen), die in diesem Jahr bereits bei den Turn-EM und den natio-nalen Titelkämpfen einen hervorragenden Eindruck hinterlassen haben.

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STB magazin 08/2009 49

V i e l f a l t

Am ersten Juliwochenende war der TSV Ebingen wieder einmal Ausrichter der Württembergischen Mehrkampfmeister-schaften und des Landesfinals der Schü-ler- und Jugendmehrkämpfe – und erneut war der Verein für den Ansturm gerüstet. Wie in den letzten Jahren zeigte sich der Verein als ein hervorragender Ausrichter der Wettkämpfe. Heide-Rose Hauser und Rudi Hotz mit ihrem Team hatten alles im Griff, so dass die Wettkämpfe reibungs-los vonstatten gingen.

Da in diesem Jahr die Deutschen Mei-sterschaften schon während des Deut-schen Turnfestes stattfanden, war leider das Teilnehmerfeld gering, das sportliche Niveau dafür sehr ordentlich. Ca. 300 Teil-nehmer wurden am Samstag durch Ger-da Walter, Yasemine Dhari und Kurt und Rainer Zeller gut durch ihren Wettkampf beim Gerätturnen geleitet. Im Albstadion mussten die Verantwortlichen nur gegen das Wetter kämpfen, aber auch hier gin-gen die Wettkämpfe reibungslos und zü-gig über die Bühne.

Im Schwimmen gab Ute Sonntag, bis-her selbst immer Schwimm-Fünfkämpfe-rin, ihr Debüt als Wettkampfleiterin, was sie auch mit Bravour meisterte. Auch konnten die verschiedenen Wettkämp-

A fe dank der Hilfe des Abteilungsleiters Schwimmen des TSV Ebingen Reinhard Weßner, der Zeitnehmer der SSG Neck-arsulm und der Kunstsprungkampfrichter des WSV zügig und reibungslos durchge-führt werden. Gerhard Jandl und Ulrike Tafferner waren für den Kampfrichterein-satz zuständig.

Leider musste der Friesenkampf we-gen mangelnder Meldezahlen abgesagt werden.

650 TEILNEHmER BEI dEN SCHüLER-JAHNKämpFENBeim Landesfinale der Schüler-Jahn-kämpfe, bei denen der weibliche Bereich immer mehr Anhänger findet, konnten er-freulicherweise die ersten Plätze an ver-schiedene Vereine vergeben werden. Vielleicht entdecken die Trainer im männ-lichen Bereich diesen vielseitigen Wett-kampf auch für ihre Jungs. Am Sonntag lieferten sich dann 650 Teilnehmer/innen eine „heiße Schlacht“ um Medaillen, und das Wetter ließ manche Gewitterwolken vorbeiziehen.

Dem Landesfinale der Schüler- und Ju-gendmehrkämpfe (3 turnerische und 3 leichtathletische Disziplinen) gingen in den Turngauen die Qualifikationen voraus. Da-

Bbei wird sich das Fachgebiet um Inge Sonntag der Diskussion stellen müssen, da der Wertungsansatz in den Turngau-en recht unterschiedlich schien. In dem einen Turngau qualifizierte sich niemand, im anderen zuviele – dieses Problem wird bei der Jahrestagung im Herbst aufge-arbeitet.

Im Vergleich zum letzten Jahr waren die turnerischen Leistungen von deutlich höherer Qualität, da die Übungen längere Zeit bekannt waren.

Im Berechnungsbüro schwangen Jörg und Angelika Allmendinger das Zepter, und dank der Berechnung mit „WOTuS“ konnte die Siegerehrung planmäßig und sofort nach Eingang der letzten Riegen-mappe durchgeführt werden.

m E H R K A m p F m E I S T E R S C H A F T E N I N A L B S TA d T- E B I N G E N

Für den Ansturm gut gerüstetBrütende Hitze, vereinzelt Platzregen – das Wetter ließ sich bei den Württembergischen Mehrkampfmeisterschaften und dem Würt-tembergischen Landesfinale der Schülermehrkämpfe auch auf den Sport übertragen.

Siegerehrung beim Landesfinale der Schüler-Mehrkämpfe, Jugendturnerinnen C 12: 1. Marina Frey (TSV Hochmössingen), 2. Sarah Geiger (TB Gingen), 3. Iliana Boka (TSG Heilbronn).

Jugendturnerinnen D 11: Siegerin Caroline Krebs (TV Altenstadt) un die Zweite Irmhild Herrmann (TSV Rudersberg).

Die Zweitplatzierte bei den 14-15-Jäh-rigen: Laura Feest (TB Gingen).

Die besten Jugendturnerinnen D10: 1. Julia-ne Ebert (TSV Süßen), 2. Sonja Hafner (TV Altenstadt) und Pauline Scharf (TSV Hoch-mössingen).

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50 STB magazin 08/2009

B i l d u n g

F R E I E p L ä T Z E B E I S E m I N A R E N I m S E p T E m B E R

pILATES ZUm KENNENLERNENEine starke Körpermitte als Vorrausset-zung für einen gesunden Organismus. Konzentrierte und kontrollierte Bewe-gungen fordern vom Körper jeden Mus-kel. Die Wirbelsäule wird gestärkt, der Beckenboden gekräftigt, die Haltung ver-bessert und die Figur gestrafft.Termin: 05.-06.09.2009Ort: RuitReferent: Sabine WörnerNr.: GF-10-1800-0-0053/09

BEWEGUNG UNd ERNäHRUNG Bewegung und Ernährung sind die wich-tigsten Bausteine der Gesundheit. Gym-nastikangebote in vielfältiger Form, mit und ohne Geräte und mit verschiedenen Zielsetzungen werden hier in der Praxis gezeigt. Grundlagen der Ernährung und Sportlerernährung werden anschaulich vermittelt.Termin: 19.-20.09.2009Ort: BartholomäReferent: Dagmar DautelNr.: GF-10-1800-0-0025/09

GRUNdLAGEN UNd mETHOdIK dER SCHWIERIGKEITS-ELEmENTE IN dER AEROBIC Termin: 19.09.2009Ort: UlmReferent: Anke BeranekNr.: GF-10-1100-0-0766/09

AEROBIC UNd STEp FAmILy Diese Fortbildung gibt Anregungen für einfache und pfiffige Choreografien und deren Variationen durch das Anwenden der Aerobic-Schrittfamilien. Praxismodel-le liefern Ideen; und die genaue Bespre-chung der Lehrwege macht es zuhause nachvollziehbarTermin: 25.-26.09.2009Ort: BartholomäReferent: Alexandra Frey-DifflippNr.: GF-10-1100-0-0010/09

S T B - B I L d U N G S W E R K

dTB-KURSLEITER KINdERTANZ Durch Bewegen zu Musik, durch Tanzen im Sinne von spielerischem Ausprobie-ren und Nachahmen erfahren die meis-ten Kinder Freude, Lust, Spannung und Entspannung. Zugleich hat der Tanz viel-seitige positive Einflussmöglichkeiten auf motorische, soziale, affektive und kog-nitive Entwicklungsprozesse. Viele Kin-der werden in ihrem Selbstkonzept ge-stärkt und entwickeln dadurch ein posi-tives Selbstbewusstsein. Die Kursleiter-Weiterbildung eröffnet allen interessier-ten Teilnehmer/innen eine „Tanzkiste“ mit kreativen Angeboten im Kindertanz und vermittelt grundlegende Orientierungen zur Umsetzung der tanzpädagogischen Konzepte im Verein. Das Programm ist ausgerichtet auf die Zielgruppe der 4- bis 10-jährigen Kinder.Termin: 11.-13.09.2009Ort: BartholomäReferent: Constanze EnglerNr.: KA-20-2200-0-0600/09

d E R B E S O N d E R E T I p p

Diese Fortbildung vermittelt Spiele und Bewegungsaufgaben für Kin-der im Grundschulalter aber auch Übungsformen zum Erlernen turne-rischer Elemente. Darüber hinaus werden Tipps und Anregungen zum Stundenaufbau präsentiert.

Termin 13. September 2009Ort SpOrt StuttgartReferent Andrea Krahl-Rhinowmeldenummer KF-10-2200-0-0154/09

Grundlagen des Kinderturnens im Grundschulalter

B i l d u n g

auSBiLdungenFREIE pLäTZE Im SEpTEmBER1. AUSBILdUNGSSTUFE:Info-, Sport- und Beratungs-tage:Kinderturnen 19.09.09

Fitness und GesundheitErwachsene 19.09.09

2. AUSBILdUNGSSTUFEGrundlehrgang:Eltern-Kind und Kleinkinder-turnenRegio-Zentrum Albstadt 18.-20.09.09

WORKOUT NExT LEVELIhre Teilnehmer absolvieren seit mehr als einem Jahr regelmäßig ein Workout-Trai-ning? Sie wünschen sich eine effektive Methode, um einen neuen Kick in Ihren Unterricht zu bringen? Dann ist der Wor-kout Next Level-Tag genau das Richtige für Sie! An diesem Tag bekommen Sie fortgeschrittene Trainingsmethoden an die Hand, wie z. B. Supersätze, erzwun-gene Wiederholungen und „Stripping“. Lernen Sie, sinnvoll mit diesen Metho-den umzugehen und sie auf Ihre eigene Gruppe zuzuschneiden.Voraussetzungen: Grundkenntnisse der Anatomie und die Intensitätssteuerungs-möglichkeiten zum Kraftausdauertrai-ning.Termin: 19.09.2009Ort: SpOrt StuttgartReferent: Alex Frey-DifflippNr.: GF-20-1100-0626/09

Fotos: Michael Weber

Page 23: STB Magazin August 2009

STB magazin 08/2009 5151

mITARBEITERAUSSCHUSS UNd BETRIEBSVEREINBARUNG

Mitarbeiterausschuss – was ist das? Laut Betriebsvereinbarung handelt es sich da-bei um ein „vermittelndes Gremium, das zum Ziel hat, alle Mitarbeiter für reibungs-lose Arbeitsabläufe und Kommunikations-prozesse in der bestehenden Organisati-onsstruktur zu motivieren“. Der Mitarbei-ter-Ausschuss des STB hat die Aufgabe, Mitarbeiter für eigenverantwortliches Han-deln im Sinne der vereinbarten Verbands-ziele zu gewinnen. „Er versteht sich als ein ergänzen-des Gremium, das regelmä-ßig über we-sentliche Ent-w i c k l u n g e n des Personal-managements im Bereich der STB-Be-triebe zu infor-mieren ist“. Die Wissenschaft spricht bei die-ser freiwillig eingerichteten Mitarbeiterbe-teiligung von einer „alternativen Partizipa-tionsform“ an Informations- und Entschei-dungsprozessen „abseits der Betriebs-verfassung“.

VERANTWORTUNG FüR dIE ENTWICKLUNG dES STBKlingt hochgestochen, ist für den STB aber ziemlich konkret gefasst. Der neue Mitarbeiterausschuss betrachtet sich laut seiner Geschäftsordnung „als Vertretung aller STB-Mitarbeiter/innen (von der Ge-schäftsführung bis hin zum Praktikan-ten...). Neben der Vertretung der Rechte der Mitarbeiter sieht sich der Mitarbeiter-Ausschuss auch in der Pflicht, eine po-sitive Gesamtentwicklung der STB-Be-triebe aktiv zu unterstützen.“

Der Mitarbeiter-Ausschuss kann „zur Arbeitszeitordnung und allen betriebli-chen Regelungen (z.B. Überzeitregelung, Gleitzeitordnung, Arbeitsplatzbedingun-

M

K

Sprachrohr für die Belegschaft

gen etc.) Vorschläge machen und wird bei deren Entscheidung mit einbezogen. Es soll eine Betriebsordnung entwickelt wer-den. Führungskräfte und Mitarbeiter-Aus-schuss sind gemeinsam für deren Um-setzung verantwortlich. Auf Schutz und Prävention im Interesse der Beschäftigten ist zu achten. Ziel ist es, den gesetzlichen Arbeitsschutz im Betrieb effektiv umzu-setzen. Dies soll Arbeitsabläufe und Ar-beitsumgebung gestalten sowie ergono-

mische Arbeitsbedingungen schaffen.“

TRANSpARENZ SCHAFFEN BEI WICHTIGEN ENTSCHEIdUNGENBei Auflösung und/ oder Nichtverlänge-rung von Ausbildungs- und Arbeitsver-hältnissen (befristet und unbefristet) ist der Mitarbeiterausschuss über die ent-sprechenden Gründe und Nachfolgere-gelungen (außer bei Praktikanten) zu in-formieren. Er wird außerdem „in die stra-tegische Ausrichtung der Personalpla-nung mit eingebunden“ und hat bei al-len grundlegenden Entscheidungen der Geschäftsführungen und der untergeord-neten Geschäftsbereiche, die kurz- oder langfristig Auswirkungen auf die Mitarbei-ter haben, Transparenz zu schaffen. Die „Unternehmensseite“ muss ihn frühzeitig über geplante, für die Mitarbeiter grund-legende personalpolitische Entscheidun-gen in Kenntnis zu setzen, damit er Stel-lung nehmen oder vorberaten kann.

B

A u s d e m Ve r b a n d

Zu Recht kann der Schwäbische Turnerbund mit dem Anspruch auftreten, er stehe gegenüber der Gesellschaft bereits seit 160 Jahren in sozialer Verantwortung. Jetzt hat er dies auch in seinem internen Bereich mit einer modernen Betriebsvereinbarung unterstrichen, die durch einen aus drei Personen bestehenden Mitarbeiterausschuss die bedeutende Rolle der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Erreichung der Verbandsziele im Sinne eines Vertrauensmanagements festschreibt.

ALExANdER REI-CHERT ZUm SpRECHER GE-WäHLTBei der Mitarbeiter-versammlung am 25. Juni – geleitet von STB-Präsidiumsmit-glied Werner Banzhaf – zeigte sich schon an der stattlichen Zahl von sieben Kandida-tinnen und Kandida-ten das Interesse der

STB-Hauptamtlichen am Mitarbeiteraus-schuss als neuem Instrument der „turne-rischen“ Betriebskultur. Gewählt wurden dann, turnusmäßig für ein Jahr, Alexan-der Reichert, Claudia Krimmer und Kris-tine Hartmann sowie als Nachrückerin Ka-trin Biedermann.

Kg

B

unterZeiChnerDie Betriebsvereinbarung haben von „Unternehmerseite“ unterschrieben:Rainer Brechtken, Präsident Schwäbi-scher Turnerbund e.V.); Elvira Menzer-Haasis, Vorsitzende STB-Bildungswerk e.V.; Werner Banzhaf, Vorsitzender STB-Sozialwerk e.V.; Robert Baur, Geschäftsführer Schwäbischer Turnerbund e.V. und STB Event GmbH; Hans-Jürgen Künneth, Geschäfts-führer STB-Bildungswerk e.V.;Jörg Hoppenkamps, Geschäftsfüh-rer STB-Event GmbH; Michael Stümpflen, Geschäftsführer STB-Marketing GmbH.

Page 24: STB Magazin August 2009

STB magazin 08/200952

Ve r a n s t a l t u n g e n

52

A u s d e m Ve r b a n d

S p O RT WA RT I N U T E Z I m m L E R B E E N d E T I H R E N G A G E m E N T B E I m S T B

N E U E S B U C H I m S T B - S H O p

? Was wird dir von deiner Zeit als STB-Sportwartin im Schwä-

bischen in angenehmer Erinnerung bleiben?Das ist gar nicht so einfach, weil es auch Überschneidungen mit der Kari-Tätigkeit gab. Als Sportwartin: Dass man viele für das Turnen engagierte Menschen ken-nenlernen konnte, auch über das Kunst-turnen hinaus. Und vor allem, dass wir einige Dinge bewegen und ausprobieren konnten, z. B. das Mixed-Pair-Turnen der 8- und 9-Jährigen bei den Nachwuchs-meisterschaften. Oder dass wir – zumin-dest übergangsweise – unsere aus dem DTB-Kader ausscheidenden Turnerin-nen im Teamgym-Wettbewerb auffangen konnten. Als Kampfrichterin erinnere ich mich gern an die 4-Motoren-Wettkämpfe und die verschiedenen Wettkampfreisen mit Tamara und den Turnerinnen.

? Auf welchem Weg siehst du derzeit das weibliche Kunsttur-

nen im STB?Da bin ich hin- und hergerissen: Natür-lich sind wir derzeit führend in Deutsch-land und haben durch die hervorragende Trainerarbeit auch international Anschluss gefunden und sogar mehrere Medaillen bei den Junioren-EM erzielt. Aber dieses

Niveau zu erhalten oder sogar noch wei-ter zu verbessern, ist sehr schwer.

? Was müsste im STB bei der Nachwuchsförderung verbes-

sert werden?Meines Erachtens müssten wir zunächst eine breitere Basis fördern, als das der-zeit geschieht. Sehr viele Turnerinnen zwi-schen 11 und 13 Jahren bleiben auf der Strecke. Deshalb wäre es gut, wenn wir 8 bis 10 Turnerinnen pro Jahrgang bis zum Alter von 12 Jahren, also bis zum Einstieg in die Kür, mit ausreichendem Training un-terstützen könnten. Leider werden Turne-rinnen, die vielleicht doch noch Potenzial hätten, zu früh aufgegeben. Ein zweiter Ansatzpunkt wäre, dass wir noch mehr unterschiedliche Vereine dazu bewegen müssten, an der VR-Talentiade und dar-auf aufbauend an den Nachwuchsmeis-terschaften teilzunehmen. Ein dritter As-pekt, den wir aber selber nicht beeinflus-sen können: Wieso müssen Sportler und Turner, die Deutschland international bei Wettkämpfen vertreten, auch noch den Sportunterricht in der Schule besuchen und Noten, z. B. fürs Volleyballspielen, be-kommen? Hier könnte man einiges ver-bessern und dadurch Anreize schaffen. Aber wir wollen nicht vergessen: Wir sind

nicht so schlecht. Wie sagen die Schwa-ben: „Nix gschwätzt isch globt gnug!“

? du bist von Beruf Lehrerin…Ja, an der Stuttgarter Johann-Fried-

rich-von-Cotta-Schule unterrichte ich als Studiendirektorin Datenverarbeitung so-wie Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Außerdem bin ich für das Regierungs-präsidium Stuttgart als Fachberaterin für Volks- und Betriebswirtschaft tätig.

? Warum gehst du wieder zurück nach Hannover?

Der Gesundheitszustand meiner Eltern hat sich im letzten halben Jahr dramatisch verschlechtert. Sie benötigen jemand von der Familie vor Ort, der die vielen Dinge organisieren kann, die im Zusammenhang mit dem hohen Alter und der damit ver-bundenen Pflege stehen.

LieBe uta, der stB und das FachgeBiet gerätturnen wünschen dir Für die zuKunFt aLLes gute!

Wenn Turnen in der Schule angeboten wird, reicht es heutzutage nicht mehr aus, nur die Inhalte des Wettkampf- bzw. Kunstturnens in den Sportunterricht he-reinzuholen. Zu unterschiedlich sind die Interessen, aber auch die motorischen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler. Turnen in der Schule benötigt ei-nen Zugang, der neben einer technischen Vermittlung auch offene Konzepte und Freiraum für Bewegungsgestaltung zu-

lässt. Diesen Zugang haben die Autoren der „Doppelstunde Turnen“ gewählt, die anhand ihres integrativen Konzepts, das unterschiedliche didaktische Ansätze ver-bindet, Turnen unter verschiedenen Sinn-richtungen betrachten. Dabei knüpft die „Doppelstunde Turnen“ an das offene Tur-nen der Grundschule an.

In jeweils sieben ausgearbeiteten Dop-pelstunden für die Unter- und Mittelstufe sowie acht Doppelstunden für die Ober-

stufe, die jeweils auf 80 Minuten zuge-schnitten sind, werden in erster Linie Sportlehrerinnen und Sportlehrer, aber auch fachfremd unterrichtende Lehrerin-nen und Lehrer, Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie Sportstudierende an-gesprochen.

Lange, S. & Bischoff, K. (2009). doppelstunde Turnen (2., überarbeitete Aufl.). Schorndorf: Hofmann.2009. Format 15 x 24 cm, 168 Seiten + CD-ROM (60 Videos zu Technik und Übungsformen)ISBN 3-7780-0532-3, Preis: € 19,90

W

„Wir konnten allerhand bewegen“

„Doppelstunde Turnen“

Uta Zimmler war sechs Jahre ehrenamtlich für das Kunstturnen weiblich im STB tätig. Zum 1. September verlässt die Sportwartin des STB ihren Wohnort Ostfildern-Ruit und kehrt in ihre Heimatstadt Hannover zurück. Fachgebietsvorsitzender Gerätturnen Frieder Hin-dermann sprach mit der 47-jährigen ehemaligen Kunstturnerin, die auch als Kampfrichterin auf nationaler und internationaler Ebene dem Turnen verbunden ist.

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STB magazin 08/2009 53

aachalm

Toni NethFreiherr-vom-Stein-Str. 5172116 MössingenTel.: 07473 / 2 19 04E-Mail: [email protected]

TERmINE13.09.: Wanderung mit dem TG Schwarzwald, Ausrichter TG Achalm19.-20.09.: Turn-Camp in Honau20.09.: STB-Landeswandertag, Blaustein26.09.-04.10.: Wanderfreizeit mit dem Sport-kreis Reutlingen, Jonsdorf/Zittauer Berge08.10.: Ausfahrt der Gau-Ehrenriege17.10.: Mannschaftswettkämpfe Gerätturnen, LK2, Riederich18.10.: Orientierungslauf-Landesranglistenlauf B/W in WannweilIm November Gau-Frauentreffen, Ausrichter TSV Oberhausen07.11.: Orientierungslauf-Gaumeisterschaft, Wurmlingen (siehe Homepage des Turngaus Achalm)08.11.: Achalm-Dance-Cup gauoffen in Mös-singen, Anmeldung und Auskunft bei Rita Wahl. Tel.: 07473/2561821.11.: Gaujugend-Vollversammlung in Duß-lingen29.12.: Turn-Gala des STB und BTB in Tübin-gen, Paul-Horn-Arena

FORTBILdUNGEN19.09.: FJ4 – Hip Hop School-Basic, Schloss-turnhalle Pfullingen26.09.: FE4 – Soul-Flow-Movements, Turnhal-le Metzingen-Neugreuth26.09.: FK6 – Krass, fett, cool, Action for Kids, Turnhalle Metzingen-Neugreuth10.10.: FÄ3 – Dance-e-motion, 50-plus, Met-zingen am Hallenbad17.10.: FE5 – Senso- und Koordi-Training, Turnhalle Metzingen-Neugreuth17.10.: ÜAG1 – ÜL-Assistent „GT“ Teil 1, Schlossturnhalle Pfullingen07.11.: UÄG2 – ÜL-Assistent „GT“ Teil 2, Schlossturnhalle Pfullingen07.11.: FÄ4 – Bewegung und Schüßlersalze, Turnhalle Metzingen-Neugreuth21.11.: FJ5 – Pistenpower, Schlossturnhalle Pfullingen05.12.: FE6 – Aktuelle Fitnesstrends, Turnhalle Metzingen-Neugreuth

www.turngau-achalm.de

heilbronn

Geschäftsstelle Gruppenbacher Straße 5 74074 HeilbronnTel.: 07131 / 255348 Fax: 07131 / 255367E-Mail: geschaeftsstelle@

turngau-heilbronn.de

SOIRéE dER BEWEGUNG BRACHTE dIE ERdE ZUm BEBEN Viel Beifall im fast ausverkauften Heilbronner

H

Theater bekamen die Vereins- und Schulgrup-pen des Turngaus Heilbronn für ihre Darbietun-gen. Das Publikum war beeindruckt von der Vielfältigkeit, den wunderbaren Choreografi-en, den ausdruckstarken Kostümen, kombi-niert mit der passenden Musik, was die 300 Teilnehmer mit ihren Aufführungen zum Aus-druck brachten.

Mädchen der Zirkus-AG der Waldorfschule mit einer beeindruckenden Tuchakrobatik. Foto: Rene Schölzel

Das Thema „Die Erde bebt“ hatte jede Grup-pe mit ihren eigenen Vorstellungen umgesetzt. Die vier Mädchen der Waldorfschule gingen an vier langen roten Tüchern in die Luft und raub-ten dem Publikum mit einer kraftvollen Tuchak-robatik den Atem. Die Dance-Company des TV Hausen brachten nach Bond-Manier einen Vul-kan zum Ausbruch. Die Tanzgruppe des TSV Bitzfeld/TV Bad Wimpfen blieb bodenständig und stapfte mit Maßkrug und Krachledernen durchs Hofbräuhaus. Tanz und akrobatische Elemente der United Artists meets New Gene-ration ließen ein Gebirge entstehen. Zwei mus-kelbepackte Tarzane der KTV Heilbronn zirkel-ten am Pilz ihre Kreisflanken und zeigten per-fektes Bodenturnen, während die Raubkatzen der TG Böckingen ihre atemberaubende Tram-polinshow mit Salti und Schrauben aufs Tuch brachten. Das Tanzensemble des Berufskol-legs Waldenburg entführte die Zuschauer in ei-ne tanzende Traumwelt, und die Rhönräder des TSV Schwaigern brachten die Erde zum Dre-hen. Der Bühnenboden bebte unter den Robe Skippern der Damm-Realschule Heilbronn. Elf pink gekleidete Popstars der Kunst-07-Tanz-gruppe fetzten mit rosa Gitarren über die Büh-ne. Ein Highlight jagte das andere.

Während den Umbauphasen brachte Felix Hugen als schimpfender Engel oder als Truck-driver das Publikum zum Lachen. „Für die Soi-rée der Bewegung haben sich diesmal 50 Gruppen beworben, aber nur die Besten hat-ten eine Chance – keine leichte Aufgabe für die Jury“, befand Joachim Klotz, Vorsitzender des Turngaus Heilbronn.

Bericht: Bettina Baumann

AUCH dAS HäUSLEBAUEN GEHT Im TEAm LEICHTERDass sich Bananenkartons bei Umzügen bes-tens bewährt haben, ist ja im Schwabenländ-le hinreichend bekannt. Dass diese robusten Schachteln auch zum Häuslebauen taugen, wohl weniger. Die Schwäbische Turnerjugend kreierte beim Deutschen Turnfest daraus ein Spiel, bei dem die Bananenkartons als Bauklöt-ze dienten. Am Stand der STJ durfte nach Her-zenslust gebaut werden, ein Haus mit Dach, in dem der Erbauer Platz finden musste.

Rebecca Mäule, Susen Strangfeld und Hei-ke Steinle von der Turngaujugend Heilbronn be-treuten eben diesen Stand, als drei Damen vor-beikamen und ihr Interesse bekundeten. Die Äl-teste mit 71 Jahren. Sie meinten, alleine schaf-fen sie das nie, aber im Team würden sie sicher-lich ein schönes Haus hinbekommen. Gesagt, getan, es wurden Bananenkarton hin und her gestapelt. Zu dritt bauten sie ihr Haus, darin sie sogar alle drei Platz fanden.

Bericht: Bettina Baumann

Rebecca Mäule (li.), Susan Strangfeld von der Turngaujugend.

GROSSER EmpFANG FüR TRAmpOLINTURNERINNEN

Großer Bahnhof für die Deutsche Meisterin und ihre Vereinskameradinnen. Mit einem komplet-ten Medaillensatz kehrten die Trampolinturne-rinnen der TG Böckingen von den Deutschen Meisterschaften im Rahmen des Deutschen Turnfestes in Frankfurt zurück. Bei den Deut-schen Meisterschaften sicherte sich Sarah Sz-pak den Titel im Einzelwettbewerb. Das Ge-schwisterpaar Yvonne und Isabel Stephan wur-de Zweite im Synchronspringen. Yvonne holte im Doppelmini-Trampolin auch noch eine Bron-zemedaille.

Von den Wahl- und Pokalwettbewerben steuerte Anne-Katrin Kubick auch noch zwei erste Plätze bei. Glückwünsche nahmen sie entgegen vom Vorstand der TG Böckingen, Herbert Tabler, Sportbürgermeister Harry Mer-gel, dem Turngauvorsitzenden Joachim Klotz, Sportkreisvorstand Klaus Ranger und von Mar-kus Otten vom Stadtverband für Sport.

Bettina Baumann

www.turngau-heilbronn.de

A u s d e n Tu r n g a u e n

Page 26: STB Magazin August 2009

STB magazin 08/2009

I m p r E S S u mA u s d e n Tu r n g a u e n

54

hohenlohe

Geschäftsstelle Am Ring 11 74214 SchöntalTel.: 06294/9242 E-Mail: [email protected]

KREISKINdERTURNFESTE: VIELE TEILNEHmER BEIm KITU-CUp

Insgesamt ca. 1200 Kinder waren bei den Kreiskinderturnfesten (KKTF) in Niederstetten, Crailsheim, Gaildorf und Niedernhall am Start. Alle Veranstaltungen waren von den Verant-wortlichen der Tuju und den ausrichtenden Ver-einen hervorragend organisiert worden, und so konnten alle Wettkämpfe am Vormittag zügig durchgeführt werden. Nach der Mittagspause folgten im Rahmen des Festnachmittages zahl-reiche Vorführungen und Mannschaftswettbe-werbe wie Pendelstaffeln und Jahrgangsläufe.

Sehr erfreulich waren die hohen Teilnehmer-zahlen beim Kitu-Cup, für die teilnehmenden Kinder immer ein Höhepunkt, denn hier kön-nen sie einmal mehr ihren Trainingsfleiß und -ei-fer unter Beweis stellen.

GAUEHRENRIEGE BESUCHTE dIE FIRmA GEmü AppARATEBAUEinen interessanten Nachmittag erlebten die Mitglieder der Gauehrenriege am 10. Juni 2009. Auf Einladung der Firma Gemü Appa-ratebau Ingelfingen-Criesbach traf man sich in Niedernhall-Waldzimmern zur Besichtigung des neu gebauten Gemü-Dom. Anschließend fuhr man dann nach Ingelfingen-Criesbach zum Gemü-Hauptsitz, hier waren alle zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Frisch gestärkt wanderte man durch die herrlichen Weinberge zum Ingel-finger Fass, wo ein gelungener Nachmittag in geselliger Runde seinen Abschluss fand.

Für die Betreuer der Gauehrenriege Udo Vo-gel, der diesen Nachmittag organisiert hatte, sowie Margot Kübler und Hermann Künast war dies der Auftakt im Jubiläumsjahr. Am 11. Ok-tober 2009 feiert die Gauehrenriege des Turn-gau Hohenlohe ihr 50 jähriges Jubiläum. Schön heute laufen die Vorbereitungen für den Fest-akt in Weikersheim im Schloss mit anschließen-der Sportschau.

TERmINVORSCHAU 20.Sept. 2009: Hohenloher Dance Cup in Nie-dernhall10.Okt.2009: Gau Jugendturntag mit Forum in Bühlertann11.Okt. 2009: Gaumannschaftsmeisterschaf-ten weibl. in CR/ Altenmünster11.Okt.2009: 50 jähriges Jubiläum Gau Ehren-riege in Weikersheim17.Okt.2009: Gaufinale GT weibl. Elemente-wettkämpfe IngelfingenGaufinale GT männl.Elementewettkämpfe in ÖhringenFrauenveranstaltung in Schwabbach 18.Okt.2009: Gauwandertag in Gerabronn07.Nov.2009: Gauturngag in Gailenkirchen

diana hettinger

WEIL’S SO SCHÖN IST: „STEp pOINT“ dARF ZWEImAL RANKlein, aber fein war die Teilnehmergruppe des Turngaus Hohenlohe beim Gym Festival in Bi-berach. Die Showturngruppe des TSV Niedern-hall unter der Leitung von Yvonne Schweigert war mit „ Pokinoi“, einer bunten Show aus Tur-nen, Akrobatik und Tanz, auf den Schaubühnen zu sehen. Vom SV Mulfingen waren zwei Jazz-tanzgruppen auf dem Festival. Brigitte Schnei-der mit ihren Tänzerinnen der Gruppe „Balan-ce“ zeigten die beeindruckende Tanzchoreo-graphie „Lesson Learned“ von Alicia Keys.

Der Film „Schuh des Manitu“ bildete die Grundlage für eine spritzige Tanzshow der Jazztanzgruppe „Step Point“. Groß war die Freude, als die Gruppe erfahren hatte, dass sie mit ihrer tollen Darbietung am Sonntag in der Matineé noch einmal auftreten darf. Dar-über freuten sich auch die Trainerinnen Vicky Stolz und Ilona Dörr sehr.

Mit „Pokinoi“ beim GymFestival: die Show-turngruppe des TSV Niedernhall.

Neben den aktiven Gruppen waren noch Ulrike Hammerl (VfL Mainhardt) als Kari/Hos-pitantin im Einsatz sowie Diana Hettinger vom Turngau als ehrenamtliche Mitarbeiterin im Be-reich Dance und Moderation.

diana hettinger

www.turngau-hohenlohe.de

neckar-enzGeschäftsstellePfarrgasse 171665 Vaihingen-EnzweihingenTel.: 0 70 42 / 8 14 34 44 Fax: 0 70 42 / 8 14 34 45E-Mail: [email protected]

JUGENdCAmp – SCHWACHE TEILNAHmE, GUTE STImmUNG

Das alljährliche Zeltlager der Turngaujugend Neckar-Enz war dieses Jahr beim TSV Knitt-lingen zu Gast. Trotz eines Minusrekords von nur 84 Teilnehmern aus acht Mitgliedsvereinen war den Jugendlichen der Spaß nicht zu neh-men. Die Eröffnung am Freitagabend gab den Startschuss für die Veranstaltung, die in die-sem Jahr zum 29. Mal stattfand. Sowohl Bür-germeister Hopp, als auch Bärbel Vorrink, die Vizepräsidentin Freizeitsport des Turngaus, lie-

N

ßen es sich nicht nehmen, nach Knittlingen zu kommen und den Teilnehmern mit einem Gruß-wort ein schönes Wochenende zu wünschen. Der Abend klang mit der Stadtrallye aus, bei der die Jugendlichen im Alter von zwölf 18 Jahren die Fauststadt erkunden konnten.

Der Samstag begann mit einem Spieletur-nier. In diesem Jahr wurde der Sieger aus den Spielen Hockey und Indiaca ermittelt. Nach dem Mittagessen ging es mit Workshops wei-ter. Die Teilnehmer konnten bei Ultimate Frisbee oder Tanz & Akrobatik aktiv werden, die neue Trendsportart Slackline erkunden oder sich beim HipHop den Frust von der Seele tanzen.

Der Höhepunkt fand dann am Samstag-abend statt: das Jugendfest. Verschiedene Stationen wie Mohrenkopfschleuder, Memo-ry-Spiel, Fahrradstaffel, Pipe Juggling oder die geheimnisvolle Schlauchbootfahrt im örtlichen Freibad verlangten den Jugendlichen noch einmal Konzentration und Geschick ab, wäh-rend der Spaß selbstverständlich auch nicht zu kurz kam. Am Ende durfte die Siegermann-schaft „Großzelt-Besetzer“ den Wanderpokal mit nach Sersheim nehmen.

Am Sonntagmorgen folgte noch ein gemütli-cher Ausklang bei einer Fortsetzung des Spie-leturniers, beim Trampolinspringen sowie Sla-cken. So ging am Sonntagmittag ein trotz an-gekündigter Regenschauer sonniges und sehr aufregendes, erlebnisreiches und sportliches Wochenende zu Ende.

Dieses Jugend-Camp wurde geprägt von Bewegung, Gemeinschaft und Spaß, die die Teilnehmer hoffentlich auch im nächsten Jahr zum 30. Jugend-Camp beim TV Sersheim füh-ren. achim schoBer

TERmINE SEpTEmBER 2009 Lehrgänge Fachwarte - Freitagslehrgängejeweils Bietigheim, Fischerpfad, Berufs-schulzentrum, 19.30-21.30 Uhr.18.09. ältere/Frauen/männer: Überraschung – An diesem Abend wollen wir uns etwas Gu-tes tun. Bitte mitbringen: Matte, warme Klei-dung. Schriftl. Anmeldung an Susanne Hart-mann, Schwalbenweg 4, 74366 Kirchheim/N., E-Mail [email protected], Meldeschluss 13.09.

Lehrgänge zur Ausbildung im Regio-Zent-rum Besigheim:19.09. übungsleiter C Breitensport Kinder-turnen: Informations-, Sport- und Beratungs-tag19.09. Trainer C Breitensport Fitness und Gesundheit: Informations-, Sport- und Bera-tungstag26./27.09., 10./11.10., 17./18.10. und 24./25.10.09übungsleiter C Breitensport Kinderturnen: Grundlehrgang26./27.09., 10./11.10., 17./18.10. und 24./25.10.09Trainer C Breitensport Fitness und Gesund-heit: Grundlehrgang

Lehrgänge zur Fortbildung:19.09. Eltern-Kind-/Kleinkinderturnen: Star-ke Kinder19.09. Erwachsene: Einführung in den Yoga26.09. Eltern-Kind-/Kleinkinderturnen: Be-

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STB magazin 08/2009 55

wegung und Spaß26.09. Erwachsene: Step + Workout - Basic - MittelstufeVorschau:10.10. für die jüngsten Turnerinnen und Turner aus dem Kleinkinderturnen: Überra-schungstag mit Volker Rosin, Kirchheim/Ne-ckar29.11. (verlegt vom 22.11.) Soiree mit meis-terehrung, Illingen

www.turngau.neckar-enz.net

oberschwaben

GeschäftsstelleArgeninsel 288239 WangenTel.: 07522 / 24 12Fax: 07564 / 91 25 20E-Mail: geschaeftsstelle@

turngau-oberschwaben.de

KINdERTURNFESTE mIT ZUFRIE- dENSTELLENdER BETEILIGUNG Kisslegg, Kressbronn und Schemmerhofen wa-ren die Austragungsorte der Bezirks-Kinder-turnfeste. Insgesamt nahmen 24 Vereine mit zusammen 540 Kindern teil; rechnet man noch die 180 Kinder vom Kitu-Cup in Grünkraut da-zu, dann haben sich 2009 immerhin rund 720 Mädchen und Jungen an Gauveranstaltungen im Kinderbereich beteiligt. Dazu kommen noch 330 Teilnehmer/Innen an Gauwettkämpfen im Gerätturnen, 190 Mädchen und 140 Jungen. Schade, dass nicht alle Kinderturnfeste vom Wetter gleich begünstigt waren. Dies mussten vor allem die 170 Kinder in Schemmerhofen er-fahren. Dort erwischte es besonders die Mehr-kämpfer, die ihre leichtathletischen Übungen im Dauerregen absolvieren mussten. Dafür konn-te man die Geräteübungen zügig in zwei Hal-len durchführen. Zwischen den Wettkämpfen und der Siegerehrung wurde den jungen Sport-lern die Zeit mit Staffelspielen verkürzt, und bei der folgenden Siegerehrung überreichte Bür-germeister Engler die heiß erkämpften Medail-len und Urkunden.Mehr Wetterglück hatte der TV Kressbronn, der das Fest für den Bezirk Bodensee in der neu-en Seesporthalle ausrichten konnte, die sich als idealer Austragungsort mit direktem, schnel-lem Zugang zu den Leichtathletikanlagen er-wies. Auch hier gab es Angebote mit reinen Ge-rätewettkämpfen und gemischten Wettkämp-fen, unterschieden nach Wettkampfturnern und „Allgemeinturnern“. Als Festprogramm wurden verschiedene Mitmachaktionen angeboten, das große Brennball-Hindernisturnier wurde durch den fetzigen Auftritt der Junior-Hip-Hop-Grup-pe eingeleitet, und so ging auch hier die Zeit bis zur Siegerehrung schnell vorbei. Jutta Las-lo, die Verantwortliche für den Freizeitsport im Kinderbereich, sorgte zusammen mit dem Or-ganisationsteam des TV Kressbronn für einen reibungslosen Ablauf.Ein sonniges Fest feierten 260 Mädchen und Buben in Kisslegg. Es begann mit einem fest-lichen Morgenlob, gestaltet von Pfarrer Här-

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tel, der mit Inhalt und Form seiner Predigt ei-nen gelungenen Auftakt für einen schönen Tag bot. Bürgermeister Krattenmacher begrüss-te die Teilnehmer aus zehn Vereinen, und um 9.30 Uhr begannen die Wettkämpfe, die gegen 13.00 Uhr beendet waren. Auch hier gab es einen kleinen Festnachmittag mit Staffelwett-bewerben. Jürgen Schumacher, Gauehren-präsident, leitete dann die Siegerehrung ein, unterstützt von Klaus Thanner, dem SG-Vor-sitzenden. Einmal mehr konnte man die Freu-de und den Stolz der Kinder erleben, die sich auf dem Siegertreppchen präsentieren durf-ten oder wenigstens ihre Urkunde und die Siegermedaille in Empfang nehmen konnten. Alles in allem zeigten sich die Gauverantwort-lichen für den Kinderturnbereich mit dem Ver-lauf der diesjährigen Kinderturn-Veranstaltun-gen zufrieden, auch deshalb, weil sich die Teil-nehmerzahlen nach dem Einbruch des vergan-genen Jahres wieder stabilisiert haben.

WEINGäRTNER SIEGTEN BEI TURNFEST-WETTKämpFEN Beim Internationalen Deutschen Turnfest wa-ren die Athleten des TV Weingartens wieder sehr erfolgreich. Die Aktiven konnten nicht nur bei den Deutschen Meisterschaften Medaillen gewinnen, sondern auch bei den Pokal- und Wahlwettkämpfen.

Zum ersten Mal überhaupt präsentierten sich die Weingärtner Trampoliner beim Dop-pelmini-Pokalwettkampf. Von acht Schussen-tälern schafften sechs den Einzug ins Finale der besten Acht. Hierbei wurde in der Schülerklas-se Moritz Stark Pokalsieger, nachdem er sich wieder mit einer herausragenden Leistung von Rang drei auf Rang eins gekämpft hat.

Bei den Schülerinnen wurde Sarah Hirth 14., eine Klasse höher bei den Jugendturne-rinnen wurde Julia Stocker 17. Oli Amann sieg-te in der Jugendklasse vor Tom Schlagmül-ler. Sandro Beißwenger wurde mit zwei Zehn-tel Rückstand auf den Dritten Vierter, Nils Stark blieb nach einem Abbruch nur der sieb-te Platz.

Bei den Turnerinnen wurde Sabine Fetsch Zweite und erreichte, wie Oli Amann und Tom Schlagmüller, die Qualifikation für die nächst-jährigen deutschen Meisterschaften.

Beim Pokalwettkampf der Schüler wurde der Weingärtner Moritz Stark Vierter. Auch Sand-ro Beißwenger konnte bei den Jugendturnern als Zweiter ins Finale einziehen, konnte die-sen Platz aber nicht halten und belegte in ei-nem starken Feld Platz vier. Bei den Jugend-turnerinnen wurde Larissa Weiß 48. von weit über 100 Teilnehmern. Sabine Fetsch startete bei den Turnerinnen und zog nach gutem Vor-kampf als Dritte ins Finale ein. Motiviert sich zu verbessern, turnte Sabine einen Fehler beim 5. Sprung und rutschte auf Rang acht ab.

Auch bei den beliebten Wahlwettkämp-fen waren die Weingärtner erfolgreich. Sand-ro Beißwenger konnte den Wahlwettkampf für sich entscheiden und wurde souverän Erster, Sabine Fetsch, Moritz Stark, Belinda Schlag-müller wurden Zweite in der jeweiligen Alters-klasse, Nadia Syed und Nils Stark Dritte, Sa-rah Hirth Vierte, Julia Stocker Sechste, Larissa Weiß Zwölfte und Verena Langer 124.

Bericht: thomas hoepFner

pFINGSTZELTLAGER 2009 ALS pIRATEN-ABENTEUER

Die Pfingstzeltlager der oberschwäbischen Turnerjugend haben eine sehr lange Tradition. Schon vor mehr als 50 Jahren traf man sich beim Turnerheim des Turnvereins Weingarten auf dem „Spinnenhirn“. Die Initiatoren waren der Gaujugendwart Erich Otto und Paul Gün-ther, langjähriger Gaukinderturnwart. In den folgenden Jahren gab es dann immer wieder Standortwechsel, die Pfingstlager fanden in Is-ny oder am Metzisweiler Weiher bei Bad Wurz-ach statt.Seit einigen Jahren liegt die Ausrichtung in den erfahrenen Händen des Betreuerteams der TG Biberach, und jedesmal wird ein neues Motto für die viertägige Veranstaltung gewählt. Dieses Jahr waren die Teilnehmer die Piraten, die Be-treuer fungierten als Kapitäne. Und es wurde auch ein entsprechender Aufwand getrieben: Ein echtes Prachtexemplar war die aus Holz gebaute sechs Meter hohe Schiffsschaukel; die obligate Nachtwanderung wurde zur Schatzsu-che umfunktioniert, an deren Ende eine Schatz-truhe gefunden und geöffnet wurde. Natürlich wurde der „Schatz“ dann an die ganze Piraten-meute verteilt. Ein weiterer Höhepunkt war die Piratendisco und natürlich das bunte und lus-tige Abschlussspektakel als Krönung des letz-ten Abends.

GOLdREGEN FüR WEINGARTENS TRAmpOLIN-NACHWUCHSAls erfolgreichster Verein beim 5. Nationalen Sauerkrautpokal kehrte der Trampolinnach-wuchs des TV Weingarten aus Büttellborn bei Frankfurt zurück. In vier Altersklassen holten die Schussentäler Gold, außerdem schafften zehn von vierzehn Athleten den Einzug ins Finale.

Dominant zeigten sich bereits die Jüngs-ten in der Altersklasse 8 Jahre und jünger. Das Weingärtner Nachwuchstalent Noah Markgraf beherrschte schon in der Pflicht das Feld. Auch mit seiner Kürübung und ebenso im Finale ließ er sich die Spitzenposition nicht nehmen.

Für Furore sorgte der erst 5-jährige Wein-gärtner David Krauter. Bei seinem ersten Wett-kampf zog er als jüngster Teilnehmer des Tages als Neunter ins Finale der besten Zehn. Moti-viert und konzentriert konnte David sich dort

Oliver Amann (li.) und Moritz Stark vom TV Weingarten.

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noch auf den siebten Platz verbessern. In der-selben Altersklasse zeigte sich seine Schwester Diana Krauter, die ebenfalls ihren ersten Wett-kampf turnte, von ihrer besten Seite. Auch sie zog nach gutem Vorkampf ins Finale ein und er-reichte einen souveränen fünften Platz.

Nervenstark zeigte sich erneut Milena Mark-graf, die schon nach dem Vorkampf mit 0,1 Punkten in Führung ging. Souverän und routi-niert zeigte sie Ihre neue Kürübung. Milena wur-de dafür mit der Goldmedallie belohnt.

Bei den Schülern des Jahrganges 1997/1998 konnte keiner dem Weingärtner Moritz Stark das Wasser reichen. Konstant zeigte Moritz sein Können in allen drei Durch-gängen und setzte sich verdient auf die Spit-zenposition. Mit vier Punkten Vorsprung be-stieg Moritz das Siegerpodest als erster und bekam Gold.

Die 17jährige Belinda Schlagmüller zeigte bei den Jugendturnerinnen, dass sie nichts ver-lernt hatte. Sie ließ sich in allen drei Durchgän-gen die Führung nicht abnehmen, Belinda ge-wann somit die vierte Goldmedallie für den TV Weingarten und konnte mit dieser Leistung den Pokal für die Tagesbeste mitnehmen. Zweite wurde Eva Mayer von der Spvgg. Möhringen, die das Weingärtnerteam in der Mannschaft verstärkte.

Bei den Damen schaffte Angelika Lang den Sprung ins Finale und turnte dort auf den sieb-ten Platz.

Bericht: Baumann/höpFner

www.turngau-oberschwaben.de

ostwürttemberg

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ROCK’N’ROLLER mAIER UNd RUpp SINd LANdESmEISTER

Die Überraschung des Tages bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Heil-

bronn war für den RRC Petticoat Schwäbisch Gmünd das B-Klassen-Paar Melanie Maier und Sebastian Rupp. Die beiden hatten sich moti-viert an den „speziellen Trainingsplan“ ihrer Trai-nerin gehalten und auch den letzten Unsicher-heitsfaktor noch kurzfristig beseitigt, um jeden der fünf Wertungsrichter mit einem ausgewo-genem Programm zu überzeugen. Mit kleinen Unsicherheiten erreichten Mellie und Basti das Finale.

Im Finale traten Maier/Rupp jedoch gestärkt in ihrer Beintechnik-Runde an. Hier wird Tech-nik und Interpretation auf eine hohe Geschwin-digkeit gewertet. Auch die sechs Akrobatik-Schwierigkeiten in der letzten Runde, die in 90 Sekunden Tanzzeit verpackt werden müssen und bei dem das Augenmerk auf flüssige Über-gänge gelegt wird, steckten sie locker weg und gewannen am Ende verdient.

Melanie Maier, die bereits als Kind von ihrer Tante und Mannschaftsweltmeisterin 1989, El-ke Peischl, in die Turnhallen „geschleppt“ wur-de und schon in der Schüler- und Juniorenklas-se Landes-Vize-Meister wurde, feierte nun mit ihrem zweiten Tanzpartner, Sebastian Rupp, ei-nen noch größeren Erfolg. Noch in diesem Jahr werden die beiden in die höchste Klasse, die A-Klasse, aufsteigen.

Melanie Maier und Sebastian Rupp wurden Baden-Württembergische Meister in der B-Klasse – und steigen bald in die A-Klasse auf.

„FLINKE“ OSTALBHURGLER BEIm NORWEGISCHEN TURNFEST

Auf Einladung des Norwegischen Sportver-bandes und Entsendung des Deutschen Tur-nerbundes reisten die Ostalbhurgler von der TSG Abtsgmünd vergangene Woche Ende Ju-ni als „Botschafter Deutschlands“ zum Norwe-gischen Turnfest nach Kristiansand in Süden des Landes. Eine erlebnisreiche Woche unter Leitung von Corinna und Gerold Oppold haben die Hurgler hinter sich. Mit mehr als 3000 nor-wegischen Sportlern und sechs internationalen Sportgruppen aus Australien, Dänemark, Eng-land, Japan, Schweiz und Süd-Afrika erlebten die zwölf Ostalbhurgler ihren Sport intensiv.

Beim Norwegischen Turnfest treffen alle vier

Jahre Sportler aus ganz Norwegen aufeinan-der, um ihren Sport zu präsentieren und sich zu messen. Aber auch das Kennenlernen anderer Sportler und Kulturen steht auf dem Plan.

Eröffnet wurde das Turnfest mit einem Fest-zug aller Teilnehmer durch die am Meer liegen-de Stadt Kristiansand, einer Eröffnungsfeier an der Uferpromenade und auf einem Schiff im Hafen der Stadt. Für die Hurgler, welche als einzige deutsche Gruppe hinter der deutschen Flagge und dem Schild „Tyskland“ liefen, war diese Feierlichkeit mit einem Gänsehaut-Gefühl verbunden, als die Norwegische Nationalhym-ne gesungen und die Flagge, begleitet von Böl-lerschüssen, gehisst wurde.

Am nächsten Tag begann für alle Sportler der aktive Teil mit Wettkämpfen und Präsenta-tionen, so auch für die Abtsgmünder. Mit ihrer Clown-Akrobatik waren die Hurgler auf Kris-tiansands Bühnen an der Uferpromenade zu sehen. Täglich zeigten sie ihre „flinke“, die nor-wegische Bezeichnung für „klasse“ oder „tol-le“ Clown-Show, und nach drei gelungenen Darbietungen folgte nicht nur riesiger Applaus der Zuschauer, sondern auch die Einladung, bei der Sportgala des Norwegischen Turnfes-tes am Abschlusstag einen Teil ihrer Show zu präsentieren.

Neben ihren Showauftritten tauschten sich die Hurgler mit vielen Sportlern unterschiedli-cher Nationen aus, trainierten mit ihnen oder genossen auch mal nur Sonne, Strand und Meer.

Mit einer internationalen Sportgala, bei der die Hurgler sich nochmals 3000 Zuschauern bestens präsentierten, ging das Norwegische Turnfest zu Ende. Für die Ostalbhurgler folgte somit der Abschied von netten Menschen, ei-ner tollen Stadt und einem schönen Land.

corinna geroLd oppoLd

ZUm JUBILäUm GIBT ES GROSSES LOBAnfang Juni feierten die Ostalbhurgler ihr 25-jähriges Bestehen in Form einer großen Ju-biläumsgala in der Kochertal-Metropole Abts-gmünd und einem feierlichen Festakt im „Flü-gel“ der Friedrich-Keller-Schule. Höchstes Lob erhielt die Truppe seitens der vielen Gastred-ner. Auch die Zuschauer bei der zweimalig auf-geführten Gala waren begeistert von der mit-reißenden Show. Mit dabei waren mehr als 50 Sportler des Nittaidai-Gymnastics-Club der be-rühmten Nippon Sport Science University (To-kio) mit ihrem Teamleiter Professor Tatsuo Ara-ki. Mit zwei zweistündigen Showauftritten ab-

Milena Markgraf, Linda Schlagmüller, Mo-ritz Stark, Noah Markgraf (v. li.).

Nette Menschen, tolle Stadt, schönes Land: die Ostalbhurgler in Kristiansand.

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solvierten die beiden Teams ein Mammutpro-gramm. Im Zuge des Festakts konnte die Trai-nerin der Truppe, Corinna Oppold, für ihre lang-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt werden. Bei der Gala unter dem Motto „25 Jahre Welt der Ostalbhurgler – Zwischenstopp Japan“ sahen die Zuschauer vielfältige Vorführungen. Dazu gehörten Klassiker wie die Clownereien oder Akrobettik, aber auch das zum Nachdenken anregende „Think out of the box“. Zudem stell-ten die Hurgler erstmals vor heimischem Pub-likum ihre Shownummer „Aerial“ vor. Die japa-nischen Gäste zeigten bei ihren Auftritten wie-derim schwierigste Hebefiguren, Salti und Flick-flaks. Perfekt abgestimmt und mit viele Farbe erfreuten sie mit ihrer typischen japanischen Gymnastik die Zuschauer.

Bei der offiziellen Jubiläumsfeier drückten Corinna und Gerold Oppold den Gründern Heinz Barth und Rudi Haas ihren Dank aus.

Die Ostalbhurgler seien eine starke Truppe unter einer starken Führung, lobte der stellver-tretende Bürgermeister Horst Schmid und über-reichte im Namen der Gemeinde einen Spen-denscheck. Höchstes Lob zollte auch Det-lef Mann vom Deutschen Turner-Bund (DTB) den jungen Sportlern von der Ostalb. Von einer Vorzeigetruppe und einem tollen Team sprach der Sportkreisvorsitzende Manfred Pawlita. Er übergab ebenfalls einen Spendenscheck. Karl-Heinz Rößler überbrachte die Grüße des Turngaues Ostwürttemberg. Für ihre Verdiens-te zeichnete er die Oppolds mit der bronzenen Ehrennadel des Schwäbischen Turnerbundes (STB) aus. Den Dankesworten schlossen sich der Vorsitzende der TSG Abtsgmünd, Roland Vetter, und der Abteilungsleiter Turnen, Markus Angstenberger, an. Sie zeichneten Corinna Op-pold mit der goldenen und Gerold Oppold mit der silbernen Leistungsnadel der TSG aus.

woLFgang Fath

860 KINdER HATTEN VIEL SpASS BEIm GAUKINdERTURNFEST Ab und zu richtete sich der eine oder andere Blick nach oben, aber das Wetter war auf Sei-ten der jungen Sportler. Das Gaukinderturnfest

in Königsbronn ging reibungslos über die Büh-ne. Veranstalter, Teilnehmer und Besucher hat-ten eine Menge Spaß am Brenzursprung.

860 Kinder waren es in diesem Jahr, die ei-nen von zwei Terminen nutzten, um am Turnfest teilzunehmen. In den vergangen Jahren wurden immer jeweils drei Veranstaltungen im Bereich des Turngaus Ostwürttemberg organisiert, nun haben sich die Verantwortlichen entschieden, nur noch zwei anzubieten, und für den Bereich Heidenheim erhielt der SVH Königsbronn den Zuschlag als Ausrichter. Grund für die Reduzie-rung sei, dass es im Bereich Aalen zunehmend schwerer werde, einen ausrichtenden Verein zu finden, war zu hören.

240 junge Turner hatten sich für den Kitu-Cup angemeldet, der in der Halle ausgetragen wurde, rund 100 nahmen am Spieleparcours teil, und auch der Einmarsch und die Staffel-läufe fanden großen Anklang.

Die beiden Organisatoren des Gaukinder-turnfest, Sandra und Markus Kastler, die zu-sammen mit den jeweiligen Veranstalter seit nunmehr 11 Jahren für einen reibungslosen Ablauf sorgen, waren mit der Königsbronner Veranstaltung sehr zufrieden, stellten aber fest, dass sich die geburtenschwachen Jahrgänge langsam schon auf die Teilnehmerzahlen aus-wirken. Waren es früher meist über 1000 Kin-der, die kamen, scheint es so, als würde diese Marke vorerst nicht mehr so schnell geknackt werden. Den Kindern war`s egal. Sie hatten bei fairen Wettkämpfen eine Menge Spaß. Was will man mehr?

Im nächsten Jahr wird für den Bereich Heidenheim das Gaukinderfest in Nattheim stattfinden.

werner czernecKi

www.tgow.de

rems-murr

GeschäftsstelleRieslingweg 5 71554 Weissach i.T. Tel.: 0 71 91 / 30 27 60 Fax: 0 71 91 / 30 27 61E-Mail: [email protected]

dREI mEdAILLEN BEIm TURN- LANdESFINALE FüR BACKNANGGleich dreimal Edelmetall, das war die Ausbeu-te der Turnerinnen der TSG Backnang beim Landesfinale der Einzelwettkämpfe in Berk-heim. Dabei präsentierte sich die Nachwuchs-turnerin Taina Griem in der Altersklasse der E-Jugendlichen in ausgezeichneter Form. Oh-ne große Fehler beendete sie mit einem Ge-samtergebnis von 55,55 Punkten den Wett-kampf auf dem zweiten Platz und verpasste nur um fünf Hundertstel das oberste Sieger-treppchen.

Genauso gut machte es ihre Vereinskamera-din Jana Hansen. Als Vertreterin der A-Jugend spielte die Ligaturnerin ihre ganze Souveränität aus. Besonders am Boden und am Schwebe-balken aber auch am Sprung zeigte sie ihr gan-zes Potenzial. In einem spannenden Wettkampf behielt allerdings Janine Kern aus Balingen die Oberhand, während sich Hansen verdient die Silbermedaille sicherte.

Ein starkes Teilnehmerfeld boten die B-Ju-gendlichen. Evelyn Lörintz hatte es dabei nicht leicht, sich gegen die überragenden Turnerin-nen aus Kirchheim durchzusetzen. Dennoch kämpfte die ehrgeizige Ligaturnerin um jedes Zehntel. Ihre guten Leistungen, vor allem am Boden und Schwebebalken, waren Garant für den dritten Platz. Pech am Stufenbarren hatte dagegen Malin Altenmüller. Nach sonst gut ge-turnten Übungen kam sie durch diesen Fehler nicht über den achten Platz hinaus.

In der D-Jugend startete die Nachwuchstur-nerin Laura Benkel. Krankheitsgeschwächt er-turnte die Zehnjährige eine respektablen sieb-ten Platz. Janina Weber vertrat die TSG Back-nang in der C-Jugend. Sie stand am Wett-kampftag mit dem Schwebebalken auf Kriegs-fuß und belegte am Ende den neunten Rang.

ZU HANNES ABSCHIEd EIN SIEG BEIm LANdESFINALE „Alle für Hanne“, so lautete das Motto der TSG-Turnerinnen beim Baden-Württembergischen Landesfinale in Hoheneck. Denn die Ligatur-nerin wird das Team für ein Jahr wegen eines Auslandaufenthaltes verlassen. Sie absolvier-te vorerst den letzten Wettkampf für ihren Hei-matverein.

Der Einsatz von Hanne Layer und ihren Teamkolleginnen Jana Hansen, Anna Ziegler und Leandra Burkhardt hat sich mehr als ge-lohnt. Die TSG-Turnerinnen haben sich selbst

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übertroffen und gingen aus diesem Finale als verdienter Sieger hervor. Der ewige Rivale, TSV Ebingen, konnte klar mit sechs Punkten Diffe-renz auf Distanz gehalten werden. Dritter wur-de der TV Überlingen.

Die gesamte TSG Turnabteilung wünscht auf diesem Wege Hanne Layer für den bevorste-henden Auslandsaufenthalt alles Gute.

Nicht ganz so gut lief es für die B-Jugendli-chen Evelyn Lörintz, Malin Altenmüller, Saskia Ebert, Kathrin Engele und Lisa Lehanka. Nach einem etwas verkorksten Wettkampf belegte das Team am Ende dennoch einen respektab-len dritten Rang. Wenngleich etwas mehr drin gewesen wäre. Der Abstand zum Zweitplatzie-ren VfL Kirchheim betrug lediglich 1,40 Punkte. Klarer Sieger wurde der TSV Süßen.

KAmpFRICHTERpRüFUNGEN ERFOLGREICH ABSOLVIERTMit Bravour haben die beiden Kampfrichterin-nen Petra Wolf und Andrea Griem die Kampf-richterprüfung zur A-Lizenz bestanden. Die Prüfung war notwendig, da es seit Anfang des Jahres neue Wertungsvorschriften für das Ge-rätturnen gibt. Dabei überzeugte Griem am meisten, denn sie ging aus dem theoretischen Teil als Beste hervor.

An der Fortbildung für die B-Lizenz nahmen Sabine Layer und Claudia Krimmer teil. Beide legten ebenfalls erfolgreich die Prüfung ab.

dREI BACKNANGER SIEGER BEIm TURN-LANdESFINALE Beim Württembergischen Landesfinale der sechzehn besten Gerätturner in Berkheim zo-gen die Nachwuchsturner der TSG Backnang der Konkurrenz davon und stellten in drei Al-tersklassen den Sieger: Okan Durur, Max Bles-sing und Nick Lange standen auf dem Trepp-chen ganz oben. Weitere sieben TSG Turner schaffen es, sich in den Top Ten zu platzieren.

Bei den Achtjährigen behaupteten sich die Backnanger Nachwuchsathleten Luca Dörk-sen und Fynn Matena. Im starken Teilnehmer-feld überraschten sie mit dem fünften und dem sechsten Platz. Der Schmidener Fabian Schmid

schaffte es auf den neunten Platz.In der AK E9 hatte sich Okan Durur von der

TSG Backnang selbstsicher präsentiert und ge-wann in einem spannenden Finale mit 56,45 Punkten den Titel. Sein Zwillingsbruder Hakan Durur konnte sich 53,95 Punkten über den neunten Platz freuen.

An Spannung kaum zu überbieten war der Vergleich bei den Jugendturnern in der AK D10. Max Blessing verteidigte mit 75,70 Punkten er-folgreich seinen Titel.

Seiner Favoritenrolle wurde Nick Lange bei den Elfjährigen gerecht. Er führte von Beginn an das Teilnehmerfeld an und war an den Ge-räten Boden, Sprung, Barren und Reck nicht zu schlagen. Der Gesamtsieg mit 77,40 Punk-ten sicherte ihm erneut den Titel. Der nach-nominierte Tim Schröder zeigte einen stabilen Wettkampf und steigerte seine Leistungen ge-genüber dem Regionalfinale. Er freute sich mit 71,35 Punkten im Geräte-5-Kampf er den ach-ten Platz.

In der Altersklasse C12 qualifizierte sich Dennis Holstein von der TSG Backnang. Am Sprung und Barren zeigte er überzeugende Leistungen und hatte Anschluß an die Spit-ze. Das Gesamtergebnis mit 92,05 reichte zur Bronzemedaille.

Bei den Jugendturnern C13 hatte die TSG gleich zwei Eisen im Feuer. Luis Klink und Ste-ven Wolf hatten das Finale erreicht. In einem hochkarätigen Teilnehmerfeld heftete sich Lu-is Klink an die Fersen des Spitzenfeldes. Doch reichten die Leistungen am Boden und Reck nicht aus, so daß er am Ende mit dem vier-ten Platz vorlieb nehmen mußte. Steven Wolf machte ebenfalls an den Ringe auf sich auf-merksam und zeigte auch am Sprung und Bar-ren gute Leistungen. Mit 92,30 Punkten und dem zehnten Platz hat er sein persönliches Ziel erreicht.

Okan Durur (Mitte) bei den Neunjährigen als Sieger auf dem Treppchen.

LANdESFINALE LBS-CUp: dREI mEdAILLEN FüR BACKNANGDer große Abräumer bei den Landesfinalwett-kämpfen des LBS-Cup der Mannschaften war einmal mehr die TSG Backnang. Die positive Bilanz: eine Goldmedaille und zwei Bronzeme-daillen. Der TSV Lippoldsweiler belegte einen sehr guten fünften Rang.

Bei den A-Jugendlichen sicherten sich Ja-na Hansen, Melanie Krüger, Hanne Layer, Ma-reike Walther und Anna Ziegler mit vier Punk-

ten Vorsprung vor dem TSV Ebingen und dem SSV Auenstein den Landessieg und qualifi-zierten sich damit für den Baden-Württember-gischen Finalentscheid am kommenden Wo-chenende in Hoheneck. Die TSG-Turnerinnen glänzten vor allem am Boden und am Schwe-bebalken und setzten sich souverän gegen die starke Konkurrenz durch.

In der B-Jugend überzeugte Malin Alten-müller, Saskia Ebert, Kathrin Engele, Sophia Langer, Lisa Lehanka und Evelyn Lörintz. Mit den Mannschaften des TSV Süßen und des VfL Kirchheim lieferte man sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Führung wechselte von Ge-rät zu Gerät. Am Ende hatte der TSV Süßen vor dem VfL Kirchheim denkbar knapp die Na-se vorn. Das Backnanger Team wurde für sei-ne gute Leistungen mit der Bronzemedaille be-lohnt. Der TSV Lippoldsweiler erreichte in der-

selben Altersklasse den fünften Rang. Tugce Doganay, Dina Hegner, Lina Kleinmann, Taq-mira Klinke, Mirjam Lück und Mara Renz hat-ten es allerdings in dem starken Teilnehmer-feld schwer.

Die D-Jugend wurde durch Marijke Alten-müller, Anna Bauer, Laura Benkel, Tiffany Fuchs und Paula Heitzler vertreten. Sie standen ihren Vereinskameradinnen nicht viel nach und er-turnten sich ebenfalls den dritten Platz. Vor al-lem am Schwebebalken und am Boden legten sich die Backnangerinnen nochmals mächtig ins Zeug und machten einmal mehr deutlich, dass sie zu den besten Nachwuchsturnerinnen gehören. Landessieger wurde der VfL Kirch-heim vor dem MTV Ludwigsburg.

Etwas Pech dagegen hatten die Mannschaf-ten der C- und der E-Jugend. Vanessa Epple, Benita Hansen, Laura Hirling, Giorgia Nebulo-ni-Salvo, Ina Segert, Janina Weber und San-ja Wetzel vertraten die TSG-Farben bei den C-Jugendlichen. Jedoch wurden ihnen, wie auch den Turnerinnen der E-Jugend, Elemente ab-erkannt, was vordere Platzierungen verhinder-te. Am Ende belegten die E-Jugendlichen Jen-nifer Bölcke, Taina Griem, Mareike Pink, Nadja Straub und Lara Zehb den sechsten Platz, die C-Jugend wurde Fünfter.

BACKNANGER d-JUGENd WIRd WüRTTEmBERGISCHER mEISTERErfolgreich turnten die männlichen Jugend-teams des Turngau Rems-Murr beim Landes-finale der Schüler in Ellhofen. Qualifiziert hatten

Die Siegerinnen des Landesfinals, vordere Reihe (v. li.): Evelyn Lörintz, Saskia Ebert, Kathrin Engele, Lisa Lehanka, Malin Alten-müller; hintere Reihe: Jana Hansen, Anna Ziegler, Hanne Layer und Leandra Burk-hardt.

In der A-Jugend gewannen die Turnerinnen der TSG Backnang das Landesfinale im LBS-Cup.

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sich die besten zwölf Teams des Schwäbischen Turnerbundes (STB). Die TSG Backnang wur-de in der D-Jugend Württembergischer Meis-ter, die C-Jugend erkämpfte sich den dritten Platz. Die E-Jugend-Turner rundeten mit dem vierten Platz das erfolgreiche Gesamtergebnis ab. Der TSV Schmiden qualifizierte sich in der D- und C-Jugend ebenfalls für das Finale. Bei-de Teams schafften es unter die Topten. Die D-Jugend erreichte den siebten, das C-Jugend Team belegte den achten Platz.

In der E-Jugend kam keine andere Mann-schaft an die perfekten Übungen der TSG Öhrin-gen heran, die sich den Sieg mit 169,00 Punk-ten erturnten dicht gefolgt vom VfL Kirchheim (168,85) und dem TV Spaichingen (164,95), der viertplatzierten TSG Backnang fehlten zu Bron-ze nur fünf Zehntel (165,45).

Als Favoriten wurden die Backnanger Turner in der D-Jugend gehandelt. Beim Bodentur-nen wurden sie den Ansprüchen gerecht und übernahmen mit sauberen Übungen gleich die Führung. Doch an den Ringen konnte das Team nicht überzeugen. Beim Sprung erwach-te dann wieder der Kampfgeist, und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte das anschließende Barren- sowie das Reck-turnen gewonnen werden. Damit war der Sieg mit 227,05 Punkten und somit der Titel fest in Backnanger Hand. Die Silbermedaille ging an den VfL Kirchheim (224,20), Bronze holte der TV Wetzgau I (222,95). Der TSV Schmiden trat mit Yannik Becker, Peter Bratenstein, Tobias Schurr, Emilian von dem Bussche und Florens Wilke an. Sie zeigten an allen Geräten eine ge-schlossene Mannschaftsleistung und belegten den siebten Platz (206,60).

Unter keinem guten Stern stand der Start der C-Jugend, mussten die Backnanger doch auf die verletzten Simon Hofmeister und Timo Bauer verzichten. Mit einem schwachen Start begann das Team am Boden. Besser lief es dann am Pauschenpferd, überzeugen konn-te das Team am Sprung. Schwungvolle Übun-gen am Barren brachten weitere 47,60 Punk-te auf das Konto der TSG Backnang. Spitzen-reiter Öhringen ließ der gesamten Konkurrenz

aber nicht den Hauch einer Chance und zog davon. Die vier Turner aus Backnang bang-ten schon um die Medaille, nachdem die Vor-träge am Reck nicht stabil waren. Doch reich-te das Gesamtergebnis von 280,55 Punkten für den dritten Platz. Meister wurde verdient TSG Öhringen (290,75) vor dem VfL Kirchheim (286,80). Der TSV Schmiden konnte ebenfalls das Ticket zum Finale buchen. Robin Gries-heimer, Calvin König, Tim Oswald und Marcel Scheiker erkämpften sich 256,85 Punkte und erreichten den achten Platz.

dREIFACHSIEG FüR TSG-TURNER mAx BLESSINGIhre Vielseitigkeit stellten 13 Turner der TSG Backnang beim Mehrkampf-Landesfinale der Schüler unter Beweis. Sie kehrten mit einem Titel und insgesamt vier Medaillen aus Ebin-gen zurück.

Der Turner des Tages war aus TSG-Sicht Max Blessing. Der Zehnjährige wiederholte sei-nen Vorjahressieg und schaffte damit erneut den Hattrick. Vor seinem Mehrkampf-Triumph hatte er sich bereits mit seinen TSG-Kame-raden sowie im Geräte-Fünf-Kampf den Sieg gesichert.

Bereits am Boden legte er den Grundstein für diesen Sieg. Noch besser lief es am Barren. Hier konnte er nur von seinem Vereinskamera-den Timo Bölcke überboten werden. Mit sei-ner Reckübung wies er das gesamte Teilneh-merfeld in die Schranken.

In der Leichtathletik erreichte er beim Lauf die drittbeste Zeit. Leider blieb er beim Wurf etwas unter seinen Möglichkeiten, was er aber am Weitsprung wieder wettmachte. Mit 70,40 Punkten und einem komfortablem Vorsprung von mehr als drei Punkten siegte Max Blessing und holte sich erneut souverän den Landestitel. Ebenfalls sehr gut präsentierte sich Timo Böl-cke an den Geräten. Leider musste er jedoch in den Leichtathletik-Disziplinen Federn lassen, der Bargauer Marcus Jänisch (67,00) zog an ihm vorbei. Es reichte ihm aber mit 65,80 Punk-ten noch auf das Siegerpodest und zur Bron-zemedaille. Bei den Elfjährigen stellte sich Tim

Schröder der Herausforderung und belegte in einem Teilnehmerfeld von 45 Turnern den 31. Platz.

Im Mehrkampf der Jugendturner C12 hat-te Justin Lörintz nach dem Gerätedurchgang und besonders nach einer erstklassigen Dar-bietung am Reck noch Tuchfühlung zur Spit-ze. Leider konnte er beim 75-Meter-Sprint und beim Weitsprung nicht mit den Besten mithal-ten. Mit 64,70 Punkten wurde er Fünfter.

Einen guten Einstieg erwischten die jüngsten Nachwuchsturner des Jahrgangs 2001. Fynn Matena zeigte mit einer guten Übung am Bo-den und Reck sowie einer klasse Übung am Barren, was in ihm steckt. Nicht optimal lief es beim Wurf, doch beim 50-Meter-Sprint war er dann pfeilschnell unterwegs. Auch beim Weit-sprung konnte er gut mithalten. Der Lohn wa-ren 60,50 Punkte, die ihm die Bronzemedaille sicherten. Luca Dörksen zeigte starke Übun-gen am Boden und Barren. In der Leichtathle-tik gab er noch mal alles und belegte mit 58,50 Punkten den fünften Platz. Der „Neueinsteiger“ Tom Fischer bestritt erst seinen zweiten Turn-wettkampf. Er heimste bei seinem ersten Lan-desfinale stolze 55,45 Punkte und wurde da-mit Zwölfter.

Alle Hände voll zu tun hatte Trainer Christian Körner bei den Neunjährigen, da gleich sechs Athleten der TSG Backnang sich dieser Her-ausforderung stellten. Im Gerätedurchgang fie-len vor allem Tim Tasol und Okan Durur mit sehr guten Leistungen auf. In der Leichtath-letik trug das gute Training von Elke Czapek besonders bei Leon Danklmayer Früchte. Er trumpfte beim Wurf und Weitsprung groß auf und schob sich an seinen beiden Teamkolle-gen vorbei. 63,70 Punkten bescherten ihm die Silbermedaille. Wie schon im Vorjahr musste sich Tim Tasol (63,40) mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Noch auf den fünften Platz schaffte es Okan Durur (62,55). Mit 58,40 Punkten erreichte Lars Raissle den 16. Platz, Luis Ertel mit 58,00 Zählern den 19. und Ha-kan Durur (57,50) den 21. Platz.

Der zehnjährige Backnanger Max Blessing war nicht nur am Barren hochkonzentriert

An den Ringen ein kleines Tief, doch am Ende ganz oben: die Backnanger D-Jugend.

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STB magazin 08/2009

I m p r E S S u mA u s d e n Tu r n g a u e n

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mEdAILLENREGEN FüR BACKNANGER TURNERINNENEinen wahren Medaillenregen gab es für die Turnerinnen der TSG Backnang bei den Würt-tembergischen Mehrkampfmeisterschaften in Albstadt-Ebingen. Gleich fünf Goldmedaillen, zwei Silber- und eine Bronzemedaille sowie mehrere Platzierungen unter den Top Ten war der Lohn für die gute Trainingsarbeit im Vorfeld der Meisterschaften.

Dabei sorgten sowohl in der Leichtathletik als auch bei den turnerischen Disziplinen Jana Hansen im Deutschen Sechskampf der Alter-klasse 16 bis 17 und Cornelia Wülbeck im Deut-schen Achtkampf für Aufsehen. Hansen brillier-te vor allem beim Weitsprung und beim Ku-gelstoßen, Wülbeck machte beim Schleuder-ball auf sich aufmerksam. Sophia Langer punk-tete im Jahn-Sechskampf. Obwohl sie einen Sturz am Stufenbarren in Kauf nehmen muss-te, setzte sie sich am Ende auf Grund der he-rausragenden Leistungen in der Leichtathletik und beim Schwimmen gegen die starke Kon-kurrenz durch. Carina Schröder erkämpfte sich im selben Wettkampf die Bronzemedaille.

In der Altersklasse zwölf bis 13 Jahre schaff-te Janina Weber den Sprung auf das Podest. Die Nachwuchsturnerin stellte ihre Vielseitigkeit unter Beweis, die mit der Silbermedaille belohnt wurde. Benita Hansen und Giorgia Nebuloni-Salvo belegten die Plätze sechs und acht.

In der nächst höheren Altersklasse 14 bis 15 Jahre mussten sich Evelyn Lörintz und Malin Al-tenmüller mit der starken Konkurrenz auseinan-dersetzen und belegten die Plätze vier und fünf. Sandrina Müller wurde Elfte, Kimberley Weindel belegte den 16. Rang.

Auch bei den Jugend-Jahnwettkämpfen wa-ren die TSG-Turnerinnen tonangebend. Ina Se-gert gewann souverän den Wettkampf in der Altersklasse der Zwölfjährigen. Ihre kontinu-ierlichen Leistungen über die drei Diziplinen Schwimmen, Turnen und Leichtathletik wa-ren Garant für den Erfolg. Doch auch Neuein-steigerin Paulina Renz brauchte sich in der Al-tersklasse E8 mit dem zweiten Platz nicht zu verstecken. Die Nachwuchsturnerin zeigte ihr ganzes Potenzial, ebenso wie Selina Rauth, die Vierte wurde.

Bei den Mehrkämpferinnen bestach ein-mal mehr die erst achtjährige Nadja Straub. Nicht nur in den turnerischen Disziplinen, son-

dern auch in der Leichtathletik setzte sie sich an die Spitze. Bei den Zehnjährigen konnten sich Laura Benkel und Marijke Altenmüller in den Top Ten platzieren. Benkel erkämpfte sich den fünften Rang, während Altenmüller Platz neun belegte.Weitere platzierungen der Schüler- und Ju-gendmehrkämpfe:mehrkampf E8: 37. Jennifer Bölckemehrkampf E9: 37. Lara Zehbmehrkampf d10: 14. Paula Heitzler, 57. Kim Bauer

www.turngau-rm.de

Schwarzwald

GeschäftsstelleSchleifgasse 1778532 TuttlingenTel.: 07462 / 91 34-0Fax: 07462 / 91 34-2E-Mail: gst-turngau-

[email protected]

ZELTLAGER: mIESES WETTER, HEITERE STImmUNGTrotz kühler und regnerischer Witterung war die Stimmung beim Zeltlager des Turngaus Schwarzwald in Tuningen wieder einmal heiter und unbeschwert. Die Gemeinde zeigte sich als toller Gastgeber, so dass Karin Trommer und ihr Betreuerteam hervorragende Bedingungen für die Ausrichtung vorfanden.

Im Zelt konnten die Kinder auch bei Regen schön basteln.

Gut 50 Kinder aus verschiedenen Vereinen hatten jede Menge Spaß beim abwechslungs-reichen Programm. Mit Bingo-Spiel, Fahnen-bau und Nachtwanderung begann am Freitag das Zeltlager, nachdem zuvor die Zelte aufge-baut worden waren. Traditionell hatten die Kin-der dann am Samstag die Qual der Wahl bei den angebotenen Bastelkreisen. Am Nachmit-tag gab es dann was ganz Neues – Slackline. Die Slackline-Master Joscha Erbis und Daniel Hempel kamen mit ihren Balancierleinen vorbei und brachten es den interessierten Kindern bei. Das Balancieren auf dem schmalen Gurtband machte allen viel Spaß. In Tuningen gab es am Samstagmittag ein Geländespiel mit Fragen, ehe der Abend bei einer Disco im großen Zelt abgeschlossen wurde. Auch die Lagerolympi-ade durfte natürlich nicht fehlen, und so wa-ren die Kinder am Sonntagmorgen schon recht früh sportlich aktiv.

Am Nachmittag fand dann noch ein kleines Brennball-Turnier statt, das aber vom einset-

zenden Regen jäh beendet wurde. Trotzdem waren sich die Kinder, deren Betreuer und das Turngauteam einig, dass es wieder einmal drei wunderschöne Tage mit reichlich Sport, Spiel und Spaß waren.

So war man sich zum Abschluss auch ei-nig, dass man im kommenden Jahr wieder da-bei sein wird, wenn der Turngau Schwarzwald sein Kinderzeltlager ausrichtet.

www.turngau-schwarzwald.de

Zollern-Schalksburg

GeschäftsstelleBühlstraße 1372458 Albstadt-EbingenTel.: 07431 / 96 15-28Fax: 07431 / 96 15-26E-Mail: info@tg-zollern-

schalksburg.de

LIEFKE FüHRT BALINGER C-JUGENd ZUm SIEGDie C-Jugendturnerinnen der TSG Balingen ha-ben beim Landesfinale der Mannschaften in Ell-hofen bei Heilbronn die Konkurrenz im Land hinter sich gelassen und den Landesmeistertitel nach Balingen entführt. Angeführt von einer bä-renstarken Svenja Liefke, die an jedem der vier Geräte Schwebebalken, Boden, Sprung und Stufenbarren die Tageshöchstmarke ablieferte, setzten sie sich gegen die Konkurrentinnen aus Wetzgau, Kirchheim, Ludwigsburg, Backnang und Hülben durch. Zwei der vier Gerätewertun-gen gingen an die Eyachstädterinnen.

Wieder einmal lieferten die jungen Balinger Turnerinnen Svenja Liefke, Leonie Stemmer, Natalie Mayer, Lena Völkle, Marielena Sessler und Natalie Müller den Beweis dafür ab, dass in der Leistungsgruppe der Balinger Turnab-teilung hervorragende Arbeit geleistet wird, die offensichtlich den Vergleich nicht zu scheuen braucht. Trainer Rudi Bareth kann deshalb die Arbeit seiner Übungsleiterin Conny Tyrs, die die Mädchen für den alles entscheidenden Wett-kampf fit gemacht hat, nicht hoch genug ein-schätzen. Schon bei den Gaumeisterschaften und den Qualifikationswettkämpfen im Regio-nalfinale vier hatten die Bareth-Schützlinge für Furore gesorgt und der Konkurrenz unmiss-verständlich klar gemacht, dass der Weg zum Landestitel nur über sie führen würde.

Dabei begann der Wettkampf zunächst nicht gerade optimal, denn mit Leonie Stem-mer ging eine der Balinger Leistungsträgerin-nen angeschlagen. Doch schon am vorletzten Gerät, ihrem Paradegerät Stufenbarren, mach-ten die TSG-Mädchen den Sack so gut wie zu. Als Svenja Liefke die Tageshöchstmarke von 16,3 setzte, Leonie Stemmer den identischen Wert folgen ließ und Natalie Mayer für die bes-te Übung ihrer Laufbahn 16,2 einheimste, war der gesamten Konkurrenz der Wind aus den Segeln genommen. Eine konzentrierte Leis-tung am Boden reichte aus, den Landessieg der TSG perfekt zu machen.

Mit einem Gesamtergebnis von 190,04 Punkten distanzierten die Bareth Schützlinge am Ende die Mannschaften vom TV Wetzgau

Das Backnanger Team dominierte die Würt-tembergischen Mehrkampfmeisterschaften.

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STB magazin 08/2009 61

(187,90) und dem VfL Kirchheim (187,36) klar.Auch mit dem Abschneiden der Mannschaf-

ten der Jugend E (Nina Hahn, Valerie Kohle, Sonja Lubitz und Lea Steimle) und der Jugend D (Carolin Walz, Petra Lubitz, Nina Schober, Gina Mayer und Lena Speidel) waren die Ba-lingerinnen zufrieden. Die Jüngsten in den Rei-hen der TSG schafften einen siebten, die D-Ju-gend einen achten Rang, die E-Jugendmann-schaft des TSV Meßstetten belegten den zwölf-ten Platz.

In der offenen Klasse ab B-Jugend feierte derweil der TSV Ebingen den Landestitel nach einem erbitterten, fast vier Stunden dauernden Wettkampf. Ein äußerst gewissenhaft werten-des Kampfgericht am Schwebebalken ver-langte den Turnerinnen und Trainern in Sachen Durchhaltevermögen und Motivationskunst al-les ab. Die vierköpfige Riege aus Ebingen, da-runter die Balingerinnen Claudia Bareth, Jes-sica Kern und Isabell Wagner und das Ebin-ger Eigengewächs Alice Schumacher, hielt dem Druck am besten Stand. Außer der Sprung-wertung konnten sie alle Gerätewertungen für sich verbuchen und mit einer Gesamtpunktzahl von 209,06 die Konkurrentinnen vom SV Hül-ben (205,06), TuS Metzingen (199,83) und dem TV Feldrennach (199,07) deutlicher als erwar-tet distanzieren. Für ein Viererteam mit deutlich eingeschränkten Streichmöglichkeiten, norma-lerweise treten fünf Turnerinnen in einer Mann-schaft an, war das eine bravouröse Leistung.

Nach einem erbitterten Wettkampf feierte die offene B-Jugend der TSV Ebingen den Titel.

Im gleichen Durchgang hatte der TSV Ebin-gen in der Jugend A eine weitere Mannschaft am Start. Als Gesamtpunktbeste ihres Durch-

gangs war mit Janine Kern eine weitere Balin-gerin die Garantin für den nicht ganz erwar-teten Vizemeistertitel. Tatkräftig wurde sie da-bei von Sabrina Schreiber und Denise See-mann vom TSV Geislingen sowie Annika Hess vom TSV Ebingen unterstützt. Allerdings wa-ren die Turnerinnen der TSG Backnang an die-sem Tag unerreichbar. Mit einem Endergebnis von 196,5 Punkten ließen sie die Ebinger Rie-ge, die 192,80 erturnte, doch deutlich hinter sich. Nur als Dreierteam trat die B-Jugend des TSV Ebingen an und erreichte den respektab-len siebten Rang.

KERN TRIUmpHIERT WEITER - FüNFTER TITEL NACHEINANdERMit einem grandiosen Abschneiden bei den Landesmeisterschaften im Einzel in Berkheim belegten die Mädchen des Balinger Trainers Rudi Bareth ihre derzeit bestechende Form, nachdem sie schon bei den Mannschaftsmeis-terschaften in Ellhofen für Furore gesorgt hat-ten. Drei Landestitel im Einzel gingen an die TSG. Drei dritte Plätze und drei Platzierungen auf Rang fünf komplettieren ein fantastisches Abschneiden.

Als eine Favoritin in der D 11 hatte sich in den Qualifikationswettkämpfen die Balingerin Carolin Walz abgezeichnet. Trotz einer Spitzen-leistung an allen vier Geräten reichte es aber nur zu einem dritten Rang. Zeitgleich erkämpf-te sich bei ihrem ersten Einsatz auf Landesebe-ne in der D10 Petra Lubitz einen nicht erwarte-ten fünften Platz. Gina Mayer reihte sich in der gleichen Altersklasse auf Rang 13 ein.

Im Durchgang der E-Jugendlichen gab es eine weitere positive Überraschung für die Ba-lingerinnen. Durch solide Leistungen an allen Geräten hatte sich mit Sonja Lubitz eine weite-re Balinger Newcomerin in der E9 aufs Trepp-chen geschlichen. Sie erreichte einen dritten Platz, Valerie Kohle landete auf Rang acht, Ni-na Hahn auf Rang zwölf.

Ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden konnte bei den D-Jugendlichen mit Leonie Stemmer ein weiteres Balinger Talent. Seit Wo-chen angeschlagen, konnte sie ihr Leistungs-potenzial nicht abrufen und musste am Ende mit dem dritten Platz vorlieb nehmen und den Landestitel Tina Maurer vom SV Hülben über-

lassen. Für Trainer Bareth umso trauriger, da Stemmer nur 0,65 Zähler zum Sieg fehlten. Da-für entschädigte ihn in der gleichen Altersklas-se Natalie Mayer mit einem deutlichen Sprung nach vorne auf Rang fünf. Lena Völkle beleg-te Rang zehn.

In der Altersklasse der Dreizehnjährigen lehr-te derweil mit Svenja Liefke ein weiterer Bareth-Schützling der Konkurrenz das Fürchten. An allen vier Geräten setzte sie deutliche Tages-höchstmarken und ließ damit ihren Verfolgerin-nen vom TSV Berkheim und TV Wetzgau kaum eine Chance. Besonders der Sprung der zierli-chen Balingerin sorgte für Aufsehen und brach-te ihr den Spitzenwert von 16,65 von 17 mög-lichen Zählern ein. Ein Gesamtergebnis von 65,70 bescherte ihr ihren zweiten Landestitel.

Furios startete auch Janine Kern in das Un-ternehmen, zum fünften Mal nacheinander den Titel nach Balingen zu holen. Gleich am Bo-den demonstrierte sie ihre Extraklasse auch auf Landesebene und legte 18,30 Punkte. Nach ei-nem Absteiger und einem Wert von nur 14,70 musste sie noch einmal zittern. Doch am letzten Gerät, dem Schwebebalken, erzielte Kern mit 18,50 die Gerätehöchstwertung des gesamten Wettkampftages und machte alles klar.

Die drei Balinger Landessiegerinnen unter sich: Janine Kern, Svenja Liefke, Claudia Bareth (v. l.).

In der höchsten Alterklasse ,der sogenann-ten Offenen Klasse, gingen auf Balinger Sei-te mit Claudia Bareth, Jessica Kern und Isa-bell Wagner drei erfahrene Ligaturnerinnen an die Geräte. Schon bei den Mannschaftsmeis-terschaften hatte sich gezeigt, dass die stärks-te Konkurrenz wohl mit Natalie Kühne vom SV Hülben und den Geschwistern Jessica und Nathalie Grimm (beide TuS Metzingen) zu er-warten war. Ebenso war aber klar zu sehen, dass sich Claudia Bareth derzeit in einer star-ken Verfassung befindet. Als einzige Turnerin des Tages kam sie mit 72,80 auf mehr als 70 Punkte und wurde verdient Landesmeisterin.

Ihrer Mannschaftskameradin Jessica Kern stand derweil das Glück nicht zur Seite. Ihr wurde am Schwebebalken ein Übungsteil ge-strichen, deshalb musste sie sich trotz starker Leistungen an allen Geräten mit dem fünften Platz begnügen. Isabell Wagner belegte den achten Rang. Dagegen konnte mit Alice Schu-macher eine Ebinger Turnerin als Drittplatzier-te auf dem Treppchen Platz nehmen. Bei ihrem ersten Auftreten auf Landesebene erreichte Katja Bisinger in der Jugend B einen beachtli-chen zwölften Rang, Alexandra Jetter vom TSV Ebingen landete auf Platz 13.

www.tg-zollern-schalksburg.de

Ließ der Konkurrenz keine Chance: die Balinger C-Jugend mit Trainer Rudi Bareth und Übungsleiterin Conny Tyrs (r.)

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62 STB magazin 08/2009

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TURNEN, GymNASTIK UNd SpORT.

gegründet 1850 von theodor georgii

als „turnblatt für und aus schwaben“,

älteste turnzeitung deutschlands.

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turnerbundes mbh

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GESCHäFTSSTELLE:

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schwäbischen turnerbundes

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dem Kalenderjahr.

13. ausgabe: stB-Jahresprogramm

nachdruck, auch auszugsweise, ist

durchaus erwünscht (bitte mit Quellen-

angabe).

Das STB magazin erscheint in der er-

sten Woche des jeweiligen Monats.

Redaktionsschluss ist jeweils der

10. des Vormonats.

Impressum

62

Vorschau – das nächste STB magazin erscheint am 4. September

T E R m I N B I T T E V O R m E R K E N + + + T E R m I N B I T T E V O R m

Dance-Cup-Qualifikationin Bünzwangen für das baden-württ. Landesfinale

Wer ein attraktives Wettkampfangebot im Tanzen sucht, findet im „Dance“ ei-ne Heimat. Die Wettbewerbe der Disziplin sind Bestandteil des Kernprogramms des Schwäbischen Turnerbunds (STB).

Den STB-Dance-Cup, Vorrunde Süd, richtet am 11. Oktober erstmals der TV Bünzwangen und dessen Jazz-Dance-Abteilung aus. In der Raichberg-Sporthal-le werden mehr als 30 Gruppen und 300 Besucher aus Süd-Württemberg erwar-tet. Die Teams können sich in Bünzwan-gen für das Baden-Württembergische Landesfinale STB-BTB-Cup qualifizie-ren, bei dem sich die schwäbischen und die badischen Dance-Gruppen im Wett-kampf vergleichen.

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07141/91188-11Internet: www.mtv-ludwigsburg.de eMail: [email protected]

Beim STB-Dance-Cup am 11. Oktober in Bünzwangen treffen die Gruppen aus Süd-Württemberg aufeinander.

g e B u r t S ta g e12. August: Christel Kantenwein (60 Jahre) turngau hohenlohe

14. August: Edwin Guter (50 Jahre) geschäftsstelle turngau ulm

Herzlichen Glückwunsch!

Page 35: STB Magazin August 2009

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Page 36: STB Magazin August 2009

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