Click here to load reader

SuN12 Stadt Frankfurt - Harald Ille - Soziale Medien

  • View
    435

  • Download
    0

Embed Size (px)

DESCRIPTION

 

Text of SuN12 Stadt Frankfurt - Harald Ille - Soziale Medien

  • 1. Die Stadt in 140 Zeichen. Oder auch nur 33.

2. Journalist, Historiker, Twitter-Erklrergeboren 14. Mrz 1973Harald Ille, M.A. Sachgebietsleiter News, Presse- undInformationsamt der Stadt Frankfurt am Main.http://kommunezwonull.de 3. Social Media von OBenFrankfurt ist eine moderne digitaleMetropole, die zeitgemeKommunikationskanle nutzt undgenauso zeitgem kommuniziert.Die Stadtverwaltung ffnet sichkommunikativ und dokumentiert einedemokratische Kommunikationskultur.Social Media ermglicht authentischeImagewerbung ber die glaubwrdigeMund-zu-Mund-Propaganda dereigenen Brger. 4. TwitterGezwitscher aus dem Nest am Main Twitter nutzen wir als dialogischen Empfehlungsdienst fr relevante Inhalte mit Multiplikationseffekt. Brgeranliegen und Schadensmeldungen knnen schnell an die Stadt geleitet werden. Im Krisenfall das schnellste Medium mit sehr hoher Reichweite. 12.000 Follower. 5. Image- und Community-Buildingber Facebook konnten wir 170.000Frankfurt-Fans an die Stadt binden.Brger, Touristen und Ehemaligebekennen sich dort zu ihrer Stadt.Heimweh-Kanal fr ehemaligeFrankfurter berall auf der Welt.Wir erreichen hierber kostenfreiMenschen, die wir ber andere Kanlenicht erreichen wrden.180.000 Follower. 6. Emotionale Ansprache von Brgerinnen undBrgern ber professionelle Filme.Identifikation mit der Stadt wird verbessert.Satirische Videos werben viral fr eineliebenswerte moderne Metropole,die sich selbst nicht so tierisch ernst nimmt.Videos aktivieren fr Aktionen der Stadtund werben fr Attraktionen.200.000 Abrufe.Talk of the town werden 7. Planet fr die Satelliten 8. Google Currents fr die Tablets. 9. Dialog Social Media ermglichen den Austausch Vieler mit Vielen (Schneeballeffekte), was die Kommunikationswege verkrzt. Social Media knnen die Arbeitsorganisation vereinfachen und den fachlichen Dialog der MA untereinander frdern in den Bereichen Wissensmanagement, Kollaboration, Reputationsaufbau, etc. Die zentralen Social-Media-Kanle der Stadt werden vom PIA resp. den Fachmtern betrieben. Fr die Nutzung wurden Social Media Guidelines fr die Mitarbeiter erarbeitet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind privat ohnehin im Social Web unterwegs. Sie sind Multiplikatoren der stdtischen Inhalte und sind dabei glaubwrdig, authentisch, sympathisch, loyal.Social-Media-Kanle steigern die Effizienz,Arbeitsablufe und Kommunikationsprozessewerden auf einfache Art verbessert. 10. Was haben Stdte davon? Verwaltungen kommen hierarchiefrei (auf Augenhhe) mit den Brgern und Fans ins Gesprch. Sie nehmen ihre Brger ernst, sind empathisch und ansprechbar. Dadurch wird etwa die Stadt nicht als intransparenter Moloch wahrgenommen, der brgerfeindliche Entscheidungen trifft. Social Media sind daher gute Kanle, um Brger-Wut in Brger-Begeisterung zu wandeln! Sie sind ein wichtiger Kanal, um Verwaltungsaufgaben effizienter zu erledigen, weil die Brger Mngel schneller erkennen knnen. Sie sind ein sehr effektives Mittel in der Standort-Werbung, weil sie ein positives Image aufbauen.ber Social Media knnen VerwaltungenBrgersorge betreiben und gleichzeitigStandortmarketing machen. 11. Die effektivste Werbung Das positive Image bauen die Brger selber auf, weil sie sich ernstgenommen und anerkannt fhlen. Sie erzhlen anderen davon: der Familie, Freunden, Geschftspartnern. Mund-zu-Mund-Propaganda ist das beste Marketingtool, weil der Kommunikationsprozess auf Vertrauen aufbaut. Wirklich berzeugen kann Werbung niemals. Ein begeisterter Nachbar oder Geschftspartner aber durchaus! Gut gelaunte, loyale und sich ernst genommen fhlende Brger sollten Ziel jeder Stadtverwaltung sein. Diese Brger bernehmen auch mehr Verantwortung fr ihr Gemeinwesen und erleichtern der Verwaltung die Arbeit (Crowd Sourcing).Empfehlungen und begeisterte Erlebnisberichte vonMenschen, denen wir vertrauen, sind die besteWerbung! 12. Kontrollgewinn Die Brger reden ohnehin ber die Verwaltung und zwar negativ. Ist man nicht selbst in SoMe aktiv, hat man keinerlei Kontrolle! Man kann Kontrolle zurckgewinnen, wenn man sich mit an den Stammtisch setzt. Im Dialog knnen Fehlinformationen berichtigt, neue Informationen eingespeist und die eigene Sicht der Dinge dargelegt werden. Erst dadurch erhlt man erst Kontrolle ber die Kommunikation. Kritik kann man auf SoMe frhzeitig begegnen, ehe aus der Mcke ein Elefant wird. Je authentischer und empathischer die Verwaltungagiert, desto sanfter Kritik an ihr! Um Entschuldigung bitten, wenn etwas schief luft.Nur wer aktiv ist in den Sozialen Medien,kann einen Teil der Debatten kontrollieren!Nur wer mitmacht, ist informiert! 13. Wenn es strmt Ein Shitstorm kommt nicht wie ein Naturereignis ber einen. Mit Klugheit und dem ntigen Quntchen Glck lassen sich Emprungswellen rechtzeitig abfangen. Schnell reagieren je schneller man eine kluge Antwort hat auf einen kritisierbaren Zustand, desto geringer die Emprung, und man kann seinerseits in die Offensive kommen. (Beispiel: Obdachloser -> Frankfurter Kltebus im Winter) Lernfhigkeit demonstrieren und die Community um Mithilfe bitten. (Beispiel: NPD-Fraktion bei Twitter). Die Situation immer akribisch beobachten. Manchmal kann es aber auch klug sein, sich weg zu ducken. (Beispiel Blockupy in Frankfurt).Shitstorms sind selten, knnen aber durch schnellesReagieren und aktives Auf-die-Community-Zugehen rechtzeitig gestoppt werden! 14. Redaktionelles Social Media leben von Aktualitt und Relevanz sowie Sensationellem. Ihr Potential spielen sie aber erst in der Interaktion mit den Usern aus. Interaktion fhrt zu Content daher ist es redaktionell wichtig, die Kanle zu beobachten und Neues zu teilen. Nicht jeder Content eignet sich fr alle Kanle: Bilder gehen immer, FB ist zum Wohlfhlen, Google+ zum Debattieren, Twitter fr News. Fr Sonderaktionen und Live-Twittern eigene Sonderkanle nutzen. Interaktion, Interaktion, Interaktion nur diese fhrt zu Relevanz, Reputation und einer groen Anhngerschar (und gutem Klout-Wert). PR-Aktionen nicht aufpropfen, sondern Ideen der Community kanalisieren und umsetzen (Fotoaktion).Social Media sind keine Werbe-Kanle, sondernDialogangebote. Daher mit der Communityzusammen die Kanle bespielen. 15. Fehlervermeidung Wenn man soziale Medien mit Enthusiasmus und Herzblut authentisch nutzt, kann man kaum Fehler machen. Trotzdem sollte man nicht: SoMe als Selbstdarstellungsplattformen missbrauchen sondern sich als Informationsbroker verstehen. Gerne Inhalte anderer teilen. unpersnlich wirken Social Media leben von Persnlichkeit, von Authentizitt, von Typen und Marken. Daher lieber einmal zu hufig albern/lustig/schrg sein als einmal zu wenig... auf Selbstironie verzichten intelligente Selbstironie ist das Salz in der Social-Media-Suppe. Der User mchte schmunzeln, lcheln, sich in der Ironie selber wiederfinden, Sympathie entwickeln die Kanle sich selbst berlassen je aktiver man sie betreut, desto relevanter und substantieller die Kommentare.Das Wichtigste ist: authentische Persnlichkeitsein, die Interesse an gutem Inhalt und noch mehrInteresse an den Brgern hat. 16. Erfahrungen In ber drei Jahren SoMe-Nutzung in der fnftgrten Stadt Deutschlands haben wir folgende Erfahrungen gemacht: Entscheidungswege: Der zufllige Top-Down-Ansatz (OB wnscht SoMe-Nutzung) hat die Einfhrung sehr beschleunigt. Involvement: Es hilft sehr, wenn dienstliche und private Nutzung ineinander bergehen; man muss SoMe rund um die Uhr leben. Kanaladquater Content: Politiker gelten auf Facebook-Fanpages als Strenfriede, auf Google+ als willkommene Diskutanten. Themendosierung: Breites Spektrum anbieten, nicht nerven. Aktives Betreuen, Schnelligkeit und Verlsslichkeit sind wichtig! (Audio-)Visuelle Medien haben die hchste Attraktivitt.Social Media leben vom Mitmachen. Tipp:dienstliche Nutzer sollten auch privat imSocial Web unterwegs sein. Das schult am besten! 17. RessourcenEin Tweet ist in wenigen Sekunden getippt Social Media- undCommunity-Management ist trotzdem personell aufwndig. Jeder Kanal hat eine andere Philosophie und anderen Aufwand ambesten teilt sich ein Team die Kanle untereinander auf.(Frankfurt: News-Redakteure twittern, Eventmanager facebooken,Beschwerdemanager antworten auf Missstnde) Social Media sollten als ganz normale zustzliche Kanle betrachtetwerden, die im Prinzip jeder Mitarbeiter bedienen knnen sollte. Social Media Guidelines und Fortbildungen verwaltungsinternausarbeiten und anbieten. ffnungszeiten kommunizieren! (Mo-Fr 8-18 Uhr) Aufwand: 1 volle Stelle, verteilt auf drei Kpfe (Vorschlag)Der Aufwand ist hoch, aber leistbar. Dialog-orientierung erfordert Zeit und Interesse an denBrgern und geht nicht nebenbei! 18. Das Schne ist: Man kann sofort loslegen! Vor allem dann, wenn in der Verwaltung bereits eine dialogorientierte Unternehmenskultur herrscht. Die Brgerinnen und Brger goutieren es, wenn ihre Kommune auch im Social Web ansprechbar wird!Einfach mal starten.

Search related