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Umsatzrealisierung nach IFRS 15 mit Exkurs: Regulierte Wirtschaftsgüter (IFRS 14) IFRS Forum 28. 11. 2014 www.pwc.de

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  • Umsatzrealisierung nach IFRS 15 mit Exkurs: Regulierte Wirtschaftsgüter (IFRS 14)

    IFRS Forum 28. 11. 2014

    www.pwc.de

  • PwC

    Agenda

    1 IFRS 15 Umsatzrealisierung

    2 IFRS 14 Regulierte Wirtschaftsgüter

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung2

    November 2014

  • PwC

    IFRS 15 Umsatzrealisierung

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung3

    November 2014

  • PwC

    Ausgangssituation und Zeitplan zum Projekt „Revenue Recognition“ des IASB

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung4

    November 2014

    Umsatzbilanzierung nach aktueller Rechtslage

    Erst-anwendung

    Beginn:Projekt zur Harmonisierung der Umsatz-realisation

    Discussion Paper: „Preliminary views on revenue recognitionin contracts with customers”

    Fertigstellung der Kommen-taranalyse

    Exposure Draft: „Revenue fromcontracts with customers“

    Exposure Draft: Kommentarfrist

    Re-Exposure

    VeröffentlichungIFRS 15

    2002 19.12.2008 24.06.2010 22.10.2010 Q3 2011 Q1 2012 Mai 2014 01.01.2017

    Retrospektive Anwendung für 2016

    Umsatzbilanzierung nach neuer Rechtslage

  • PwCIFRS 15 - Ertragsrealisierung

    5November 2014

    Erleichterungen

    Option 1

    vollständig retrospektiv(Anwendung des IAS 8)

    Übergangsvorschriften

    Option 2

    teilweiseretrospektiv

    für abgeschlossene Verträge:

    • keine Anpassung für Zwischenzeiten

    • für variables Entgelt im Nachhinein erlaubt

    keine Erleichterungen

    2016

    neuerIFRS 15

    kumulativer Effekt zum1. Januar 2016

    alter Standard

    2017

    neuerIFRS 15

    neuerIFRS 15

    Angabenzum alten Standard

    Inkrafttreten1. Januar 2017

    kumulativer Effekt zum1. Januar 2017

  • PwC

    Die Systematik der Neuregelung zur Umsatzerfassung

    Vertragsbasierte Ertragsrealisierung: asset and liability model

    Unternehmen KundeAustausch

    Vereinbarung

    (verbleibende) Rechte & Pflichten

    (net) contract assetwenn:

    Rechte > Pflichten

    (net) contract liability wenn:

    Rechte < Pflichtenoder

    Ertragsrealisierung bei Zunahme eines contract assets bzw.Abnahme einer contract liability

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung6

    November 2014

  • PwC

    Fachlicher Überblick zur geplanten NeuregelungGrundlagen

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung7

    November 2014

    Die Ertragsrealisierung erfolgt in fünf Schritten

    Identifizierung des Vertrages mit dem Kunden1

    Identifizierung separater Leistungsverpflichtungen2

    Bestimmung des Transaktionspreises3

    Aufteilung des Transaktionspreises auf separate Leistungsverpflichtungen4

    Realisierung von Umsatzerlösen bei Erfüllung einzelner Leistungsverpflichtungen5

  • PwC

    Das Fünf-Schritte-Modell zur Umsatzrealisierung

    Identifizierung des Vertrages mit dem KundenIdentifizierung separater LeistungsverpflichtungenBestimmung des TransaktionspreisesAufteilung des TransaktionspreisesRealisierung von Umsatzerlösen

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung8

    November 2014

    1

  • PwC

    Grundsatz: Anwendung auf jeden Einzelvertrag

    Aggregation von Verträgen, die in zeitlicher Nähe mit gleichem Kunden abgeschlossen wurden, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind

    • Bilanzierung als separater Vertrag:Zusätzliche separate Leistungsverpflichtung, deren Preis den Einzelveräußerungspreis dieser abbildet

    • Änderung als Teil des ursprünglichen Vertrages:Je nach Sachverhalt, entweder erfolgs-wirksame kumulative Anpassung der bisher erfassten Beträge oder prospektive Berücksichtigung bei Erfüllung der künftigen Leistungsverpflichtungen

    Fachlich

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung9

    November 2014

    ..........

    ..........

    .....

    ..........

    ..........

    .....

    Zusammenlegung von Verträgen Vertragsänderungen

    ..........

    ..........

    .....

    ..........

    ..........

    .....

    ..........

    ..........

    .....

  • PwC

    Beispiel Software-Vertrag (1/2)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung10

    November 2014

    Sachverhalt

    • Ein Kunde schließt einen Softwarevertrag mit einer 24-monatigen Vertragslaufzeit ab. Er erhält die Softwarelizenz für einen Betrag in Höhe von €2.000 bei Vertragsbeginn. Für ein Servicepaket bestehend aus technischem Support und einem Update-Service zahlt der Kunde €100 monatlich.

    • Der Einzelveräußerungspreis des Servicepaketes beträgt €200.• Aufgrund der Verbundenheit beider Leistungsverpflichtungen wird in diesem Fall eine Bündelung

    der Komponenten vorgenommen.

    Mindestvertragslaufzeit: 24 MonateSoftwarelizenz: €2.000EVP* für die Softwarelizenz: €2.000Monatlicher Preis für das Servicepaket: €100 Monatlicher EVP für das Servicepaket: €200

    ….......

    Kundenvertrag 1

    .......

    ....................

    *Einzelveräußerungspreis

  • PwC

    Lösung

    Ein Unternehmen sollte einen Vertrag nur dann nach IFRS 15 bilanzieren, wenn dieser alle Kriterien des IFRS 15.9 erfüllt:

    a) Die Vertragsparteien stimmen dem Vertrag und damit verbundenen Leistungen zu.

    b)Das Unternehmen kann das jeweilige Recht der zu übertragenden Güter und Dienstleistungen den einzelnen Vertragsparteien zuordnen.

    c) Das Unternehmen kann die Zahlungsbedingungen zuordnen.

    d)Der Vertrag ist von kommerzieller Substanz.

    e) Es ist wahrscheinlich, dass das Unternehmen die Gegenleistung in der Höhe erhält, die ihm vertraglich zusteht.

    Nach IFRS 15.9 liegt somit ein Vertrag mit dem Kunden vor und kann dementsprechend gemäß der Anforderungen bilanziert werden.

    Beispiel Software-Vertrag (2/2)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung11

    November 2014

  • PwC

    Das Fünf-Schritte-Modell zur Umsatzrealisierung

    Identifizierung des Vertrages mit dem KundenIdentifizierung separater LeistungsverpflichtungenBestimmung des TransaktionspreisesAufteilung des TransaktionspreisesRealisierung von Umsatzerlösen

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung12

    November 2014

    2

  • PwC

    Grundsatz: Abgrenzung von separaten Leistungsverpflichtungen

    Fachlich

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung13

    November 2014

    Bewertung eines Bündels aus separatenLeistungsverpflichtungen

    • Leistungsverpflichtungen sind eng miteinander verbunden und es muss eine wesentliche Integrationsleistung erbracht werden; und

    • Leistungsverpflichtungen werden wesentlichverändert oder kundengerecht angepasst.

    Qualifizierung von unterscheidbarenLeistungsverpflichtungen

    • Unternehmen verkauft die Güter und Dienstleistungen separat; oder

    • Kunde kann die Güter und Dienstleistungen allein oder zusammen mit Mitteln, die ihm sofort zur Verfügung stehen, nutzen.

    Zweistufiger Ansatz zur Identifizierung separater Leistungsverpflichtungen

  • PwC

    Beispiel Transport- und Logistikunternehmen (1/2)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung14

    November 2014

    Vertragliche Abrede zwischen Absender und Empfänger über die grundlegenden Transportbedingungen (z. B. Incoterms)

    Absender oder Empfänger beauftragt die Transport AG mit dem Transport der Waren und verständigt sich auf die Zahlungsbedingungen (prepaid/collect). Die Trans-port AG als Spediteur über-nimmt Logistik und Versand.

    Die Transport AG beauftragt externe Frachtunternehmen für einzelne Teilleistungen. Sie bleibt allerdings Primärverant-wortlicher ggü. dem Kunden.

    *Die Transport AG kann auch vom Empfänger beauftragt werden.

    Services werden von unterschiedlichen

    Frachtunternehmen erbracht.

    Transport AGAbsenderz. B. MadridEmpfänger

    z. B. Chicago

    1 - 5 Tage bis zu 2 Monate

    1 - 5 Tage

    3

    Land-transport

    Land-transport

    Transportper Schiff

    2

    1

    3

    2* 1

  • PwC

    Beispiel Transport- und Logistikunternehmen (2/2)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung15

    November 2014

    Fragestellung: Wobei handelt es sich um eigenständige Leistungsverpflichtungen?

    Versprochene Leistung hat die Fähigkeit eigenständig zu sein:

    • Der Kunde kann Nutzen ausder Leistung an sich oder aber

    • aus der Leistung in Verbindung mit für ihn leicht verfügbarenRessourcen ziehen.

    Versprochene Leistung nicht im hohen Maße von anderen im Vertrag enthaltenen Leistungen abhängig:

    • hohes Maß an Abhängigkeit durch Integrationsleistung

    • hoher Anpassungsgrad der Kombinationvon Leistungen an kundenspezifischeAnforderungen (Zielort, Lieferdatum, Route, ...)

    IFRS 15.28-.29 „Unterscheidbarkeit der Leistungsverpflichtung“

    Land-transport

    Transport per Schiff

    Land-transport

    ?Land-

    transport

    ?Transport per Schiff

    ?Land-

    transport

    ?

    Transport gesamt einzelne Transportleistungen

    Leistungsverpflichtungen sind ein Bündel.

    &

  • PwC

    Das Fünf-Schritte-Modell zur Umsatzrealisierung

    Identifizierung des Vertrages mit dem KundenIdentifizierung separater LeistungsverpflichtungenBestimmung des TransaktionspreisesAufteilung des TransaktionspreisesRealisierung von Umsatzerlösen

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung16

    November 2014

    3

  • PwC

    Variable Gegenleistungen

    Fachlich

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung17

    November 2014

    Grundsatz: Erwartungsgemäß zu entrichtende Gegenleistung des Kunden

    An einen Kunden gezahlte Gegenleistungen

    Nicht monetäre Gegenleistungen

    Zeitwert des Geldes

  • PwC

    Beispiel Bau eines Bürogebäudes (1/2)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung18

    November 2014

    Sachverhalt

    • Ein Bauunternehmen schließt mit einem Kunden einen Vertrag über den Bau eines Bürogebäudes ab. Der Preis für den Bau beträgt €2,5 Mio.

    • Abhängig von dem Zeitpunkt der Fertigstellung kann der endgültige Preis für den Bau des Gebäudes variieren. Der geplante Fertigstellungszeitpunkt ist der 31.03.2017. Für jeden Tag, den das Unternehmen an Bauzeit einspart, ist ein Incentive in Höhe von €10.000 vereinbart worden. Im Falle einer verspäteten Fertigstellung reduziert sich der Betrag täglich um €10.000.

    • Zusätzlich dazu beurteilt ein unabhängiger Sachverständiger, ob zuvor festgelegte Qualitätsanforderungen eingehalten worden sind. In diesem Fall ist ein Bonus i. H. v. €150.000 zu zahlen.

  • PwC

    Beispiel Bau eines Bürogebäudes (2/2)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung19

    November 2014

    Zur Ermittlung des Transaktionspreises ist eine separate Schätzung der variablen Vergütung notwendig (IFRS 15.53).

    • Der Erwartungswert ist die Summe der wahrscheinlichkeitsgewichteten Werte in der Reihe der möglichen Vergütungen.

    • Das Spektrum an möglichen Vergütungen erstreckt sich von €2,5 Mio. bis +/- €10.000 je Tag abhängig von der Anzahl an Tagen der vorzeitigen bzw. verspäteten Erfüllung.

    • Diese Methode wird angewendet, sofern eine variable Vergütung nur zwei mögliche Ergebnisse aufweist.

    • In diesem Fall liegen bzgl. des Bonus zwei mögliche Ergebnisse vor.

    €150.000 oder €0

    (A) Erwartungswert (B) Wahrscheinlichster Betrag

  • PwC

    Das Fünf-Schritte-Modell zur Umsatzrealisierung

    Identifizierung des Vertrages mit dem KundenIdentifizierung separater LeistungsverpflichtungenBestimmung des TransaktionspreisesAufteilung des TransaktionspreisesRealisierung von Umsatzerlösen

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung20

    November 2014

    4

  • PwC

    Beispiel Healthcare-Branche (1/3)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung21

    November 2014

    Sachverhalt

    • Ein Kunde schließt einen Vertrag im Bereich Labordiagnostik IT (Infrastruktur & Informationstechnologie) über die Bereitstellung einer IT-Lösung ab.

    • Da der Kunde gleichzeitig einen Vertrag im Bereich Healthcare Consulting (HealthcareServices) abschließt, erhält er die Hardware für €100.000 (Einzelveräußerungspreis €300.000).Der Servicevertrag beinhaltet Beratungsleistungen und bringt dem Healthcare Consulting-Unternehmen über die 24-monatige Vertragslaufzeit €1.200.000 ein.

    Mindestvertragslaufzeit: 24 MonateHardware: €100.000EVP* für die Hardware: €300.000Monatlicher Preis für den Servicevertrag: €50.000 Monatlicher EVP* für den Servicevertrag: €50.000

    *Einzelveräußerungspreis

  • PwC

    Beispiel Healthcare-Branche (2/3)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung22

    November 2014

    Komponente oder eigen-ständige Bilanzie-rungseinheit

    Summe der vereinbarten

    Beträge(€)

    Fair Values der eigen-ständigen Bilanzie-

    rungs-einheiten

    (€)

    Fair Values (%)

    relativeFair Value-zuordnung

    (€)

    Umsatz (€)

    Hardware 100.000 300.000 20 260.000 260.000

    Beratung 1.200.000 1.200.000 80 1.040.000 1.040.000

    Total 1.300.000 1.500.000 100 1.300.000 1.300.000

  • PwC

    Beispiel Healthcare-Branche (3/3)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung23

    November 2014

    Periode 0 1 2 3 4 - 23 24

    Billing 100.000 50.000 50.000 50.000 50.000 50.000

    Umsatz nach neuem Standard

    260.000 43.333* 43.333 43.333 43.333 43.333

    Differenz Billingvs. Umsatz

    160.000 6.666 6.666 6.666 6.666 6.666

    vertraglicher Vermögenswert (Veränderung)

    160.000 -6.666 -6.666 -6.666 -6.666 -6.666

    *1.040.000/24 = 43.333

  • PwC

    Das Fünf-Schritte-Modell zur Umsatzrealisierung

    Identifizierung des Vertrages mit dem KundenIdentifizierung separater LeistungsverpflichtungenBestimmung des TransaktionspreisesAufteilung des TransaktionspreisesRealisierung von Umsatzerlösen

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung24

    November 2014

    5

  • PwC

    Fachlich

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung25

    November 2014

    Kriterien zur Umsatzrealisierung auf Basis des Kontrollbegriffs

    Unbedingte Zahlungsverpflichtung

    Rechtliches Eigentum

    Physische Verfügungsmacht

    Übergang Chancen und Risiken

    Abnahme des Kunden

  • PwC

    Beispiel Bau eines Verwaltungsgebäudes (1/3)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung26

    November 2014

    Sachverhalt

    • Ein Bauunternehmen schließt einen Vertrag über den Bau eines an die Kundenbedürfnisse angepassten Verwaltungsgebäudes ab, welcher sich über drei Jahre erstrecken soll.

    • Die Kosten des Bauprojektes betragen €2 Mio. Der vereinbarte Preis liegt bei €2,5 Mio. Baubeginn ist der 1.1.20x1.

    • Der Kunde erbringt gemäß der nachfolgenden Tabelle Teilzahlungen, welche allerdings nicht den Wert der bereits errichteten Gebäudeteile widerspiegeln.

    • Die angefallenen Kosten zum jeweiligen Termin sind ebenfalls der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

  • PwC

    Beispiel Bau eines Verwaltungsgebäudes (2/3)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung27

    November 2014

    Ein kontinuierlicher Kontrollübergang ist somit gegeben.→ kontinuierliche Umsatzrealisierung

    a) Der Kunde erhält und nutzt die Vorteile aus der Leistung des Unternehmens, während es diese erbringt.

    b) Durch die Leistung des Unternehmens wird ein Vermögenswert geschaffenoder erweitert, über den der Kunde die Kontrolle hat, während diesergeschaffen oder erweitert wird.

    c) Durch die Leistung des Unternehmens wird kein Vermögenswert mitalternativem Nutzen für das Unternehmen geschaffen und dasUnternehmen hat das durchsetzbare Recht auf Zahlung der pünktlich abgeschlossenen Leistung.

    IFRS 15.35 „Kontinuierlicher Kontrollübergang“

  • PwC

    Beispiel Bau eines Verwaltungsgebäudes (3/3)

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung28

    November 2014

    Methode zur Messung des LeistungsfortschrittsOutput-orientierte Methode ist nicht anwendbar, da das Unternehmen den Wert der Gebäudeteile nicht direkt bestimmen kann und die Teilzahlungen nicht den wahren Wert jener widerspiegeln.

    → Input-basierte Methode, im vorliegenden Beispiel entsprechend der angefallenen Kosten

    Zeitpunkt Vereinbarte Beträge

    VereinbarteBeträge

    (kumuliert)

    AngefalleneKosten

    Zurealisierender

    Umsatz

    Realisierter Umsatz

    (kumuliert)

    30.06.20x1 650.000 650.000 450.000 450.000/2.000.000 x2.500.000 = 562.500

    562.500

    31.12.20x1 200.000 850.000 150.000 150.000/2.000.000 x 2.500.000 =187.500

    750.000

    30.06.20x2 500.000 1.350.000 450.000 562.500 1.312.500

    31.12.20x2 150.000 1.500.000 120.000 150.000 1.462.500

    30.06.20x3 150.000 1.650.000 130.000 162.500 1.625.000

    31.12.20x3 850.000 2.500.000 700.000 875.000 2.500.000

    Summe 2.500.000 2.000.000 2.500.000

  • PwC

    Ein Unternehmen hat qualitative und quantitative Informationen zu folgenden Punkten anzugeben:

    • seine Verträge mit Kunden• wesentlichen Ermessensentscheidungen

    und deren Änderungen, die bei der Anwendung der Erlösvorschriften auf diese Verträge getroffen wurden

    • jeglichen Vermögenswerten, die aus aktivierten Kosten für die Erlangungund die Erfüllung eines Vertrages mit einem Kunden resultieren

    • Eine Reihe von neuen Angabevorschriften

    • Zielsetzung: Abschlussadressaten soll es ermöglicht werden, die Art,die Höhe, den zeitlichenAnfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen ausVerträgen mit Kunden nachvollziehen zu können.

    AnhangangabenAllgemein

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung29

    November 2014

  • PwC

    Exkurs: Regulierte Wirtschaftsgüter (IFRS 14)

    November 201430

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung

  • PwC

    Regulierte WirtschaftsgüterDas Problem

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung31

    November 2014

    Wirtschaftsgüter der Infrastruktur, an denen ein natürliches Monopol besteht (typischerweise Netze, z.B. in der Stromwirtschaft) unterliegen der Regulierung durch eine Aufsichtsbehörde. Die Regulierung umfasst i.d.R. • den Betrieb des Wirtschaftsgutes• den Zugang zu dem Wirtschaftsgut und • das Entgelt/der Tarif für seine Zurverfügungstellung an Dritte.Der Tarif basiert auf den voraussichtlichen Kosten für das Wirtschaftsgut, einerseits aufgrund von in der Vergangenheit getätigten Investitionen und Finanzierungen, andererseits aufgrund des laufenden Betriebs. Frage:Können Kosten, die vor Beginn der Tarifperiode angefallen sind, und im künftigen Entgelt vergütet werden, insbesondere also z.B. Investitionen in das Netz, als Vermögensgegenstand aktiviert werden? Oder erfolgt die Erlöserfassung erst dann, wenn die Entgelte fließen?

  • PwC

    IFRS 14Die Neuregelung

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung32

    November 2014

    Aufgrund bisheriger Regelungen in den US-GAAP hat die Bilanzierung preisregulierter Aktivitäten hohe Relevanz in USA/Kanada und führte aufgrund des Drängens dieser Länder zu IFRS 14.IFRS 14 erlaubt es bis zu einer endgültigen Regelung der Bilanzierung preisregulierter Geschäftsvorfälle durch das IASB• Erstanwendern von IFRS,• die der Aufsicht durch eine preisregulierende Behörde unterliegen,bisherige nach nationalem Bilanzrecht zulässige Abgrenzungsposten auch unter IFRS weiter nach den bisherigen (nationalen) Regelungen zu bilanzieren.

    Kritik: Mangels einer eigenen Konzeption setzt das IASB mit IFRS 14 allgemeingültige Regelungen der IFRS außer Kraft, beschränkt auf einen kleinen Kreis von Erstanwendern.

  • PwC

    Alternative LösungsmöglichkeitenIAS 8.10 ff?

    IAS 12/18 bzw. IFRS 15Im Falle der hier in Rede stehenden Dienstleistungen erfolgt die Erlösrealisierung entsprechend dem Leistungsfortschritt.

    Im übrigen werden die Leistungen in der Regel gegenüber einer Vielzahl von Kunden (etwa im Strombereich allen Netzkunden) erbracht, so dass sie nicht einzeln zuordenbar sind.

    IAS 37Entschädigungsansprüche im Sinne von IAS 37.53 kommen in Betracht, wenn Ausgaben, die eine Partei (hier: der Netzbetreiber) getragen hat, von einer dritten Partei übernommen werden (hier: den Netzkunden).

    Eine Aktivierung setzt voraus, dass die Entschädigung „virtually certain“ ist, was bisher verneint wird.

    IFRS 15 - Ertragsrealisierung33

    November 2014

    Regelungslücken nach den IFRS sind nach den Auslegungsregeln des IAS 8.10 ff .zu schließen. Nahe liegt hier IAS 8.11 (a) iVm

    Das IASB hat zur Erarbeitung einer systematischen Lösung ein Forschungsprojekt aufgesetzt, das zur Zeit noch nicht abgeschlossen ist. In der Zwischenzeit ist anzuregen, über regulatorische Abgrenzungen im Anhang zu berichten.

  • PwC

    Dr. Norbert SchwietersTel. +49 211 981 [email protected]

    Haben Sie noch Fragen?

    November 2014IFRS 15 - Ertragsrealisierung34

    Umsatzrealisierung nach IFRS 15 �mit Exkurs: Regulierte Wirtschaftsgüter (IFRS 14)���IFRS Forum 28. 11. 2014�AgendaIFRS 15 UmsatzrealisierungAusgangssituation und Zeitplan zum Projekt „Revenue Recognition“ des IASB ÜbergangsvorschriftenDie Systematik der Neuregelung zur UmsatzerfassungFachlicher Überblick zur geplanten Neuregelung�GrundlagenDas Fünf-Schritte-Modell zur UmsatzrealisierungFachlichBeispiel Software-Vertrag (1/2)Beispiel Software-Vertrag (2/2)Das Fünf-Schritte-Modell zur UmsatzrealisierungFachlichBeispiel Transport- und Logistikunternehmen (1/2)Beispiel Transport- und Logistikunternehmen (2/2)Das Fünf-Schritte-Modell zur UmsatzrealisierungFachlichBeispiel Bau eines Bürogebäudes (1/2)Beispiel Bau eines Bürogebäudes (2/2)Das Fünf-Schritte-Modell zur UmsatzrealisierungBeispiel Healthcare-Branche (1/3)Beispiel Healthcare-Branche (2/3)Beispiel Healthcare-Branche (3/3)Das Fünf-Schritte-Modell zur UmsatzrealisierungFachlichBeispiel Bau eines Verwaltungsgebäudes (1/3)Beispiel Bau eines Verwaltungsgebäudes (2/3)Beispiel Bau eines Verwaltungsgebäudes (3/3)Anhangangaben�AllgemeinExkurs: �Regulierte Wirtschaftsgüter (IFRS 14)Regulierte Wirtschaftsgüter�Das ProblemIFRS 14�Die NeuregelungAlternative Lösungsmöglichkeiten�IAS 8.10 ff?Haben Sie noch Fragen?