VISAVIS Economy 02/2011 - Green Logistics

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Die Logistikbranche hat bis heute zahlreiche Veränderungen vollzogen, um den Weg für nachhaltige Lieferketten zu ebnen. Manche aus ganz eigenem Antrieb, einige auf Druck von außen, aber wird das wirklich ausreichen? Neben der Frage, wie viel Grün sich die Logis­tik überhaupt leisten kann, erwachsen aus solchen Herausforderungen möglicherweise noch viel drastischere Veränderungen. See, Straße und Schiene werden nicht nur weiterhin enger zusammenwachsen, auch Energieträger werden wechseln und die Lage von Logis­tikzentren wird eine wachsende Bedeutung erlangen.

Text of VISAVIS Economy 02/2011 - Green Logistics

  • Green Logistics

    SANFTERTRANSPORTDie Nachfrage nach umweltvertrglicher Logistik fordert die Branche heraus

    Energie: Erneuerbare und Erdgas speichern

    Fachkrfte sind knappHuman Resources

    Qualifi zierte Mitarbeiter fi nden und Talente frdern schafft Wettbewerbsvorteile

    Virtuelle Flexibilitt durch IT-Outsourcing

    Anleihen fr Innovationen

    Modernisieren mit Bausparen

    Energieeffi zienz dank Halbleiter

    www.visavis.de Ausgabe 2/2011

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  • Die Logistikbranche hat bis heute zahl-reiche Vernderungen vollzogen, um den Weg fr nachhaltige Lieferketten zu ebnen. Manche aus ganz eigenem

    Antrieb, einige auf Druck von auen, aber wird das wirklich ausreichen?

    Eine moderne und ressourcenschonende Logis-tik setzt auf Manahmen, um die Auslastung zu optimieren, indem sie beispielsweise versucht, Touren besser zu bndeln und so Leerfahrten zu vermeiden. Auch werden die Verkehrstrger See, Strae und Schiene zunehmend effizienter mit-einander kombiniert. Die Fahrer absolvieren Trai-ningseinheiten, wie sie ressourcenschonender fahren knnen und die Fahrzeugflotte wird auf emissionsarme Modelle umgestellt nicht zuletzt um von gnstigeren Mautgebhren zu profitieren.

    Aber die Herausforderungen werden weiter zu-nehmen. Die wachsende lknappheit und der da-mit verbundene stetig steigende lpreis zwingt gerade die Logistikbranche zu weiteren Schritten. Wenn es beim Energieverbrauch der Haushalte

    und der Industrie durchaus lohnend erscheint, ber alternative Energietrger Sonne, Wind, Was serkraft nachzudenken, ist dies in der Trans portbranche schwieriger. Wird neben dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe als Treibstoff knftig der Elektro-Lkw die Gter bewegen? Und wenn ja, werden diese Lkw den gesamten Trans-port, auch ber groe Strecken, bernehmen knnen? Wird ein Umdenken stattfinden mssen hin zu ganz neuen Transportkonzepten?

    Neben der Frage, wie viel Grn sich die Logis-tik berhaupt leisten kann, erwachsen aus sol-chen Herausforderungen mglicherweise noch viel drastischere Vernderungen. See, Strae und Schiene werden nicht nur weiterhin enger zu-sammenwachsen, auch Energietrger werden wechseln und die Lage von Logis tikzentren wird eine wachsende Bedeutung erlangen.

    Der sanfte Transport besteht insgesamt aus recht vielen Facetten, die unser Autor Chris L-wer im Titelthema beschrieben hat. Mehr dazu lesen Sie ab Seite 7. Ihre Redaktion

    InhaltMakler 6Mit professioneller Beratung den Weg durch den Versicherungs-dschungel finden.

    Titelthema 7Logistiker stehen vor neuen He-rausforderungen ihre Wertsch p- fungsketten nachhaltig zu ge-stalten.

    Human Resources 17Mit den richtigen Instrumenten dem Fachkrftemangel begegnen und gleichzeitig Talente frdern.

    IT-Outsourcing 21Virtualisierung als Grundlage fr Cloud Computing lsst die Gren-ze zwischen Soft- und Hardware verschwimmen.

    Halbleiter 25Die Schlsselindus trie untersttzt branchenbergreifend Forschung und Innovation.

    Energie 27Mit sinnvoller Energiespeiche-rung und intelligenten Stromnet-zen den Energieverbrauch effek-tiv managen.

    Factoring 32Mit dem richtigen Partner kn-nen Unternehmen die Liquiditt erhhen und Risiken senken.

    Small & Mid Caps 34MDax und SDax haben sich in den vergangenen Monaten her-vorragend entwickelt. Der Blick auf Einzelwerte lohnt sich.

    Mittelstandsanleihen 36Nicht nur die Stuttgarter Brse punktet mit attraktiven Bond-marktsegmenten.

    Baufinanzierung 39Die Zeiten niedriger Zinsen gehen dem Ende zu die EZB hebt den Leitzins an.

    IMPRESSUM Ver lag: VISAVIS Ver lags GmbH; Marie-Cu rie-Str. 11-13, 53332 Bornheim; Tel.: 02227/ 9212 - 0, Fax: 02227/ 9212 - 10, Va nity: 07000 / visavis, E-Mail: visavis@visavis.de, www.visavis.de; Chef re dak tion: Wolf gang Hasel bau er; Schluss re dak tion: Horst-Raimund Wulle; Ge schfts fh rer: Bernhard Ha sel bau er; Themen- und Projektleitung: Cornelia Hornschild, Oliver Hammel, Reinhard Krabbe, Dorothea Reinecke, Andreas Schnittker, Gabriele Gottsmann, Petra Liening; Layout: Marcel Rohland, Michael Dhring; Bildmaterial: istock-photo.com, Fraunhofer ISE, sxc.hu, Verbreitete Auf la ge: 106.000 Exemplare. Teilbelegung im Handelsblatt mit 103.000 Exem plaren; ISSN: 0942-8615; Kon zep tion und Mar k e ting: new public communication Verwaltungsges. UG (haftungsbeschrnkt) & Co. KG; www.newpub lic.org

    UMDENKEN Nachhaltige Lieferketten sind erst der Anfang der Herausforderungen.Auf neuen Wegen zur schonenden Logistik

    WACHSTUM Small und Mid Caps erobern

    die Wertpapierbrsen mit verborgenen Werten.

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    EDITORIAL

    VISAVIS ECONOMY 02/11

  • Es grnt in Deutschland. Dies liegt nicht nur am einsetzenden Frhling, sondern zahlreiche Bei-spiele aus Gesellschaft und Politik oder der Indus-trie belegen dies. Auch die Logistikbranche, eine der wich tigsten Zukunfts branchen, hat die Zeichen der Zeit erkannt und orientiert sich in diese Rich-tung. Wie wichtig Nachhaltigkeit inzwischen ge-worden ist, zeigt die Auftaktdiskussion der welt-weit anerkannten Leitmesse fr Logistik, Mobili-tt, IT und Supply Chain Management, der Trans-port Logistic in Mn chen: Zwischen kowissen und und konomiezwang wie viel Grn kann (sich) die Logistik leisten? wird dann die Frage sein, ber die prominente Akteure aus Wirtschaft und Politik in zahlreichen Foren diskutieren.

    Der Lehrstuhl fr Frdertechnik Materialfluss Logistik der TU Mnchen hat sich schon im Jahr 2009 mit diesem Thema beschftigt und ist in ei-ner Studie der Frage nachgegangen, ob Green Lo-gistics nur eine Modeerscheinung oder Zeichen eines wirklichen Umdenkens ist. Das Ergebnis: Es sind nicht nur das kologische Gewissen und die Verantwor tung fr die kommenden Generationen.

    Viel mehr fhren eine umweltbewusste Strategie und die Verwandlung in ein grnes Unterneh-men dazu, dass sich kologische Anstze langfris-tig auch finanziell lohnen.

    Wie ernst es den Logistikern mit diesen Ab-sichten ist, zeigt eine im Mrz 2010 durchgefhr-te forsa Umfrage im Auftrag des Steria Mummert Consulting F.A.Z.-Instituts. 100 Entscheider aus 68 der grten Konsumgterhersteller und 32 der grten Einzelhndler in Deutschland wurden zu ihren Strategien und konkreten Manahmen im Umwelt- und Klimaschutz, insbesondere in der Logistik bis zum Jahr 2012, befragt. Bis zum nchs-ten Jahr, so das Ergebnis, verlangt etwa jedes drit-te befragte Unternehmen von seinen Transporteu-ren ein spezielles Umweltmanagementsystem, emis-sionseffiziente Fahrzeuge, regelmig gemeldete CO2-Kennzahlen und ganz konkrete Manahmen zur CO2-Reduktion.

    Es bleibt also summa summarum festzuhalten: Der Prozess Change to Green ist mittlerweile auch in der Transport- und Logistikbranche mehr denn je in vollem Gange.

    Grnes Handeln en vogue

    KOMMUNIKATION Gesprchs stra te gie ist kein Roulettespiel, sondern lsst sich gezielt lernen, so Zienterra.

    Situationen, die Manager im Arbeitsleben zu meistern haben, sind oft von hoher Komplexitt ge kennzeichnet. Ein Baustein hngt mit dem anderen zusam-men und wenn wir einen vern-dern, verndern wir das ganze System. Daher mssen Eingriffe besonders durchdacht werden. Es reicht auch nicht aus, eine adquate Lsung nur zu erarbei-ten, sie muss auch verstndlich kommuniziert werden. Hierfr

    eignen sich Typologien und Theo-rien ebenso wie die narrativen Elemente Aphorismen, Erzhlun-gen und Metaphern. Grund le-gen de Kommunikations- und Rhetorikinstrumente sind also mageblich fr die erfolgreiche Umsetzung der gedanklichen Lsung, so Gnter Zienterra vom Zienterra Institut fr Rhetorik und Kommunikation, gegr. 1960, Deutschlands erstes Rhetorik-Institut. Die Herausforderung fr

    Fhrungskrfte liegt also letzt-endlich darin, die ge samte Kla-viatur der Kommunikation zu beherrschen. Die Exper ten des Zienterra Instituts nennen das die Fertigkeit zur VarianzKom-munikation. Sie bieten profes-sionelle Trainings zur Erweite-rung des kommuni kativen Repertoires in Bornheim/Bonn sowie in ihrer Dependance in Berlin-Charlottenburg an. Infos unter: www.rhetorik-online.de

    Rhetorik | Knigsspiel der Manager

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    MAGAZIN

    VISAVIS ECONOMY 02/11

  • Auch beim Arbeiten in der Zukunft werden die Ein- und Weitergabe von Daten und das Ausfllen von Formularen ein wichtiger Bestandteil bleiben. Selbst in Zeiten von Scannern, RFID und 2-D-Tags bleibt der klassische Stift das schnellste, effizienteste und oft auch sichers te Mittel zur Datenauf-nahme. Die Brcke zwischen handschriftlicher Daten auf-nah me und digitaler Weitergabe hat das schwedische Unterneh-men Anoto mit der Digital Pen & Paper-Technologie geschlagen und damit eine Alternative zu Tablet PCs und tragbaren Com-putern geschaffen. Die DPP-Technologie besteht aus einem digitalen Stift und gerastertem Papier. Der Stift ist mit einer digitalen Kamera aus-gestattet, die handschriftliche

    Informationen noch im Moment des Schreibens anhand des Rasters erfasst und digitalisiert. Die Daten knnen dann entwe-der ber eine Dockingstation, mittels Mobiltelefon oder via Bluetooth auf einen PC zur Wei-terverarbeitung bertragen wer-den. Dadurch entfllt die erneute Eingabe und die Fehler-quote bei der Datenweitergabe reduziert sich somit auf ein Mini-mum. Auch langwierige Einarbei-tungs zeiten in die Technologie oder teure Anschaffungskosten entfallen. Die Einsatzmglichkei-ten sind daher unbegrenzt: Die digitalen Stifte eignen sich ber-all dort, wo handschriftliche Informationen aufgenommen und an Dritte weitergegeben werden mssen. Weitere Infor-mationen finden Sie im Internet unter: www.anoto.com/de

    Arbeiten 2.0 | Digital und mobil

    VERARBEITUNG Ein Stift mit inte-

    grierter Mini