Vom Wissen zum Handeln: Die IGS Gifhorn wird eine ... Schule sehr hoch ist. Wenn man sich die Statistik

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  • IGS Gifhorn

    WPK Nachhaltige Schule 10

    Schuljahr 2018/2019

    Vom Wissen zum Handeln: Die IGS Gifhorn wird eine nachhaltige

    Schule

  • 1

    Inhaltsverzeichnis

    1 Einleitung……………………………………………………………….. 2

    2 Analyse der Schule……………………………………………………….… 2

    3 Hintergrund.……………………………….………………………..….. 5

    4 Lösungsmöglichkeiten………………………………………………... 20

    5 Umsetzung……………………………………………………………... 22

    6 Quellenverzeichnis…………………………………………………….. 27

  • 2

    1 Einleitung Wir sind die ältesten Schüler an der IGS Gifhorn und haben im Jahrgang 7

    mit Frau Brandt angefangen uns mit dem Thema Nachhaltigkeit zu

    beschäftigen. Da unsere Schule neu gegründet wurde und wir zweimal mit

    umgezogen sind, war uns besonders der Schulhof wichtig. Wir haben ein

    altes Schulgebäude saniert übernommen und waren nicht so erfreut über

    den trostlosen Hof, der fast komplett zugepflastert ist. Leider können wir die

    Steine nicht wieder entfernen, aber wir wollen uns um einen Ausgleich

    kümmern. So haben wir zuerst neue Begrünung geplant, Ecken zum

    Entspannen errichtet und dafür sogar eigene Bänke aus Paletten gebaut.

    Diese haben nicht sehr lange gehalten, weil einige Schüler sie zerstört

    haben, das war unser Anlass, dass wir angefangen haben zu planen, wie wir

    den anderen Schüler das Thema Nachhaltigkeit (in der Schule) näherbringen

    können.

    Dazu haben wir zuerst eine Analyse unseres neuen Schulgebäudes

    durchgeführt und dabei auf die Themen Lüften und Heizen, Stromverbrauch

    (da alle Räume durch Bewegungsmelder mit Licht versorgt werden und in

    jeden Raum Smartbords zur Benutzung bereitstehen), Papierverbrauch,

    Plastikmüll (in Meeren, Ozeanen und regionalen Fließgewässern), sowie

    dem Schulweg geachtet.

    Auf den folgenden Seiten stellen wir diese Ergebnisse mit

    Lösungsmöglichkeiten und geplanten Aktionen im Schulalltag vor.

    2 Analyse der Schule Viele Eltern fahren ihre Kinder oft zur Schule, obwohl der Weg meist gar

    nicht so weit ist und sie die Schule auch mit dem Fahrrad oder Fuß erreichen

    könnten. Dann entstehen oft Ausreden wie z.B. der Bus ist zu voll oder mein

    Sohn/ meine Tochter möchte nicht auf den Bus warten. Es entstehen neben

    der Umweltbelastung auch noch gefährliche Situationen an der

    Bushaltestelle: Viele Eltern halten mit ihren Autos möglichst nah an der

    Schule, unser Parkplatz reicht nicht aus und deshalb wird er komplett

    zugeparkt. Kleinere Schüler werden so vielleicht übersehen und geraten in

  • 3

    Gefahr. Auch kommt es so zu Blockaden der Busse. Den meisten Eltern und

    auch Schülern ist es nur wichtig schnell und bequem nachhause zu kommen,

    doch was ist wichtiger 20 Minuten zu warten und die Umwelt zu schonen

    oder lieber jeden Tag der Umwelt zu schaden?

    In jeder Klasse wird es irgendwann am Tag mal warm und stickig im Raum,

    dann reißen die meisten Schüler gleich die Fenster auf und schließen sie

    nach wenigen Minuten wieder, weil einer doch friert. Meistens wird dabei

    auch die Heizung angelassen und so die Umwelt weiter belastet. Was kann

    man tun? Lüften, aber wie geht das eigentlich richtig?

    Wir haben im letzten Jahr festgestellt, dass der Papierverbrauch an unserer

    Schule sehr hoch ist. Das liegt vor allem daran, dass sehr viele Blätter

    kopiert werden hauptsächlich auch nur einseitig. Dies könnte man definitiv

    beschränken, nur dafür muss viel geändert werden, um die Situation an

    unserer Schule besser zu veranschaulichen haben wir einen Lehrer in jedem

    Jahrgang dazu beauftragt eine Woche ihre Kopien zu zählen und diese

    Werte haben wir dann jeweils auf einen Monat und ein Jahr ausgerechnet,

    um so am Ende einen Durchschnitt des Papiers zu haben.

    Jahrgang Lehrer Pro Woche Pro Monat Pro Jahr Jahrgang 5: Frau Heitmann 200 800 9.600 Jahrgang 6: Frau Pape 30 120 1.440 Jahrgang 7: Herr Keye 180 720 8.640 Jahrgang 8: Frau Thimm 949 3.796 45.552 Jahrgang 9: Herr Kaffeya 185 740 8.880 Jahrgang 10: Herr Wiemerslage 175 700 8.400 Durchschnitt: IGS Gifhorn 286 1.146 13.752 Die Auswertung hat uns bestätigt, dass der Papierverbrauch an unserer

    Schule sehr hoch ist. Wenn man sich die Statistik genauer anschaut, merkt

    man, dass sich bis auf zwei Ausnahmen alle Jahrgänge in einem ähnlichen

    Bereich liegen, an diesen Werten sollte man sich auch orientieren. Somit

    liegt der Jahresverbrauch ca. in einem Bereich zwischen 8.400 – 9.600

    Kopien jährlich.

  • 4

    Das Problem Plastikmüll ist viel zu wenigen Menschen wirklich bewusst. Müll

    ist ein globales Problem. Seit 1950 wurden mehr als 8,3 Mrd. Tonnen

    Kunststoff erzeugt. Zum Vergleich entspricht das dem Gewicht von

    80.000.000 Blauwalen. Von den 8,3 Mrd. Tonnen aus der Plastikherstellung

    wurden nur 600 Mio. Tonnen tatsächlich recycelt die weiteren 800 Mio.

    Tonnen verbrannt. Die Recyclingraten sind deutlich zu niedrig. In Europa

    betragen diese etwa 30% in China nur 25% und in der USA schäbige 9%.

    Zudem produziert jeder Deutsche durchschnittlich 37 kg Plastikmüll nur aus

    Verpackungsmüll pro Jahr. Insgesamt erzeugt jeder Deutsche 611 kg Müll

    pro Jahr! Nur Estland (46,5 kg), Luxemburg (52 kg) und Irland (71 kg)

    produzieren pro Kopf mehr Plastik Müll als Deutschland. Mit 11,7 Mio.

    Tonnen verbraucht Deutschland so viel Plastik wie kein anderes Land in

    Europa. Die Herstellung von Plastik erfordert rund 8% der weltweiten Öl

    Produktion. 2050 könnte der wert schon bei 20% liegen. (Vgl. Christoph,

    3.juli 2018/ Plastikmüll Zahlen, Fakten & Studien 2017/ 2018 ,Careelite Blog/

    Careelite.de )

    Auch bei uns in der Schule besteht das Problem Müll. Besonders schwierig

    ist es, weil wir in den Klassenräumen mithilfe von Übersichten den Müll

    trennen, in Restmüll, Papiermüll und Plastikmüll. Leider haben wir

    herausgefunden, dass der Plastikmüll am Ende eines Tages in die gleiche

    Tonne wie der Restmüll entsorgt wird. Darüber waren wir sehr verärgert. Das

    muss geändert werden!

    Das größte Problem, was unsere Schule mit sich bringt, ist der

    Energielieferant. Momentan produziert ein Blockheizkraftwerk (BHKW)

    unseren Strom und Warmwasser. Dafür wird Gas benötigt, was ein fossiler

    Brennstoff ist (Ressource, die nicht unendlich ist und CO2 ausstößt bei der

    Verbrennung). Weil das BHKW schon existierte, bevor die IGS Gifhorn

    gegründet wurde, haben wir keinen Einfluss auf unseren Energielieferanten

    gehabt, dennoch stellt eine Umstellung ein großes Problem dar, weil

    Erneuerbare Energien, z.B. in Photovoltaikanlagen, sehr teuer sind.

    Interne Probleme der Schule häufen sich natürlich auch, wie z.B. die

    Energienutzung der Klassen. Smartboards werden oftmals in den Pausen

    nicht ausgeschaltet, bei 6 Jahrgängen ist auf Dauer die

  • 5

    Energieverschwendung, die man vermeiden hätte können, deutlich hoch.

    Wenn zudem im Raum genug Licht eindringt, damit jeder Schüler kein

    Problem hat zu lesen und zu schreiben, ist es nach eigener Beobachtung

    aus oftmals nicht dazu gekommen, dass das Licht ausgeschaltet wurde.

    Nach Schulschluss ist es vermehrt vorgekommen, dass Licht und

    Smartboards weiterhin im Betrieb waren.

    3 Hintergrund Beim Lüften und Heizen gibt es einige Dinge die man beachten muss, z.B.

    wie lange man das Fenster öffnet und wie hoch die Heizung eingestellt

    werden muss.

    Richtig Lüften mit geringer Energieverschwendung

    https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&id=B3ABDC08A5E4CB9E1117 BB1373DF898BCE955283&thid=OIP.KSsBXy2yvaUvMPmOGdO04AHaFR&mediaurl=https %3A%2F%2Fwww.co2online.de%2Ffileadmin%2F_processed_%2Fcsm_infografik-lueften- co2online_a3b62feecc.jpg&exph=434&expw=610&q=sto%c3%9fl%c3%bcften&selectedinde x=178&ajaxhist=0&vt=0&eim=1,6

    Was ist Stoßlüften? Stoßlüften ist eine Technik, um einen Raum möglichst schnell und effektiv zu

    Lüften.

  • 6

    Wie funktioniert Stoßlüften? Beim Stoßlüften ist es wichtig, die Heizung runterzustellen und die Fenster

    zu kippen, dadurch entsteht ein Durchzug, wodurch möglichst viel Luft

    gewechselt wird in einer kurzen Zeit. Der Energieverbrauch, bzw. Verlust ist

    dabei möglichst gering.

    Welche Vorteile bietet diese Methode? Es liegt eine geringe Energieverschwendung vor, dadurch muss auf Dauer

    weniger Energie für das Heizen aufgebracht werden. Das Lüften dauert nicht

    lange, so ist es wärmer in den Klassen, trotz guter Luftqualität. Ein weiterer

    Vorteil ist, dass Schüler und Schülerinnen, die besonders einen Sitzplatz am

    Fenster haben, nicht erfrieren, falls es außerhalb des Raumes kalt sein

    sollte.

    Der Papierverbrauch ist weltweit ziemlich h