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Wirtschaftliches Handeln Grundlagen Wirtschaftsgymnasium Eingangsklasse Profil Finanzmanagement 1. Auflage von Thomas Barnert, Theo Feist, Erich Herrling, Viktor Lüpertz FACHBUCHREIHE für wirtschaftliche Bildung VERLAG EUROPA-LEHRMITTEL Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG Düsselberger Straße 23 42781 Haan-Gruiten Europa-Nr.: 95695

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  • WirtschaftlichesHandelnGrundlagen

    Wirtschaftsgymnasium Eingangsklasse

    Profil Finanzmanagement

    1. Auflage

    von

    Thomas Barnert, Theo Feist, Erich Herrling, Viktor Lpertz

    FACHBUCHREIHEfr wirtschaftliche Bildung

    VERLAG EUROPA-LEHRMITTEL Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG Dsselberger Strae 23 42781 Haan-Gruiten

    Europa-Nr.: 95695

  • Verfasser:

    Thomas Barnert Studiendirektor Theo Feist Prof., Dipl.-Kfm. Erich Herrling Studiendirektor Viktor Lpertz Prof. Dr., Dipl.-Volksw.

    Lektorat:

    Prof. Dr. Viktor Lpertz

    Verwendete Symbole:

    Stand der Gesetzgebung: 1. April 2015

    1. Auflage 2015

    Druck 5 4 3 2 1

    Alle Drucke derselben Auflage sind parallel einsetzbar, da bis auf die Behebung von Druckfehlern untereinander unverndert.

    ISBN 978-3-8085-9569-5

    Alle Rechte vorbehalten. Das Werk ist urheberrechtlich geschtzt. Jede Verwertung auerhalb der gesetzlich geregelten Flle muss vom Verlag schriftlich genehmigt werden.

    2015 by Verlag Europa-Lehrmittel, Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG, 42781 Haan-Gruiten http://www.europa-lehrmittel.de

    Umschlag und Satz: Punkt fr Punkt GmbH Mediendesign, 40549 Dsseldorf Umschlag Erstellung der Bildcollage: braunwerbeagentur, 42477 Radevormwald, unter Verwendung eines Fotos von Julien Eichinger Fotolia.com Umschlagkonzept: tiff.any GmbH, 10999 BerlinDruck: M. P. Media-Print Informationstechnologie GmbH, 33100 Paderborn

    Querverweis am Seitenrand der Sachdarstellung auf vorausgehende oder nachfolgende Kapitel, in denen sich weitere Informationen zum entsprechenden Sachverhalt befinden.

    Verweis am Seitenrand der Sachdarstellung auf die Nummer einer thematisch zugehrigen Aufga-be am Ende des jeweiligen Kapitels

    Hinweis am Seitenrand auf gesetzliche Grundlagen. Alle angefhrten Paragrafen sind in der Textsammlung Wirtschaftsgesetze, Verlag Europa Lehrmittel (Best. Nr. 94810) enthalten.

    Hinweis am Seitenrand bei einzelnen Aufgaben. Bei diesen Lehraufgaben handelt es sich um ein-fhrende Aufgaben mit didaktisch gestuften Problemsituationen, die sich fr die systematische Er-schlieung von Unterrichtsinhalten eignen.

    Hinweis an Seitenrand bei einzelnen Aufgaben. Fr diese Aufgaben enthlt die Begleit-CD zum Lehrerhandbuch Dateien mit Kopiervorlagen fr Arbeitsbltter zur Aufgabenl sung.

    Hinweis am Seitenrand bei einzelnen Aufgaben. Fr die Lsung dieser Aufgaben stehen entweder ent-sprechende Excel-Tabellen auf der Begleit-CD zum Lehrerhandbuch zur Ver fgung oder die Auf gabe kann von den Schlern/Schlerinnen mittels eines Tabellen kal kulationsprogramms gelst werden.

    Hinweis am Seitenrand bei einzelnen Aufgaben. Fr die Lsung dieser Aufgaben bietet sich eine Gruppenarbeit an.

    Hinweis am Seitenrand bei einzelnen Aufgaben. Fr die Lsung dieser Aufgaben ist eine Internet-recherche ntig.

    Hinweis am Seitenrand bei einzelnen Aufgaben. Diese Aufgaben eignen sich fr Referate und/oder Prsentationen. Sie knnen als bung fr die in den Jahrgangsstufen 1 und 2 vorgesehenen Leistungs-nachweise im Rahmen der Gleichwertigen Feststellung von Schlerleistungen (GFS) genutzt werden.

    Kap. 1.1

    Aufg.1.1.1 S. 21

    LA

    BGB 1

    PDF

    EXCEL

    www

  • Vorwort zur 1. AuflageDem Lehr- und Arbeitsbuch Wirtschaftliches Handeln Profil Finanzmanagement liegt der Lehr-plan Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzen fr die Eingangsklasse des Wirtschaftsgymnasiums (Profil Finanzmanagement) in Baden-Wrttemberg zugrunde. Alle Lehr-planvorgaben wurden exakt bercksichtigt.

    Gliederung des Buches

    Entsprechend den Lehrplanvorgaben ist das Buch in vier Abschnitte eingeteilt, die farblich von-einander abgehoben sind. Innerhalb dieser Abschnitte sind die Ka pitel wie folgt geglie dert:

    Worum geht es in diesem Kapitel?Mindmaps mit erkenntnisleitenden Fragestellungen geben fr die meisten Kapitel einen ersten inhaltlichen berblick und zeigen die Zusammenhnge zwischen den ein zelnen Unterkapiteln auf.

    SachdarstellungDie Sachdarstellung wird durch zahlreiche Grafiken, Schaubilder, bersichten und Tabellen ergnzt und veranschaulicht. Wichtige Definitionen und Merkstze sind fett gedruckt und farbig unterlegt. Alle verwendeten Formeln sind zustzlich in der Formelsammlung auf den beiden letz-ten Seiten des Buches systematisch dargestellt.

    Zusammenfassende bersichtenDie bersichten am Ende eines jeden Kapitels dienen der Veranschaulichung der Struktur zusam-menhnge und knnen am Anfang, whrend und am Ende der Unterrichtseinheit eingesetzt wer-den. Alle diese bersichten sind auch als PDF-Dateien auf der Be gleit-CD zum Lehrer handbuch enthal ten (siehe unten).

    Fragen zur Kontrolle des GrundwissensZu jedem Kapitel gehrt ein umfangreicher Fragenkatalog zur Kontrolle des Grundwissens. Die Be antwortung der Fragen ergibt sich unmittelbar aus der jeweils vorangehenden Sachdarstellung.

    Aufgaben und Probleme zur Erarbeitung und Anwendung von WissenDie zahlreichen realittsbezogenen Problemstellungen decken unterschiedliche Schwierig-keitsgrade und Anforderungsbereiche ab. Neben der Anwendung und Erschlieung von thema-tischem Wissen ermglichen sie auch die Einbung unterschiedlicher Arbeitstechni ken und Lsungsver fahren sowie die Frderung von Sozial- und Methodenkompetenz.

    Lehrerhandbuch

    Ergnzend zu diesem Lehr- und Aufgabenbuch liegt ein Lehrerhandbuch (Best. Nr. 95831) vor mit ausfhrlichen Lsungen zu den Aufgaben und Prob lemen, Hinter grund- und Zusatzinforma-tionen. Dem ist eine Begleit-CD beigefgt (u. a. mit Ko piervorlagen fr Ar beitsbltter zur Auf-gabenlsung, Aufgaben fr eine handlungsorientierte Themenbearbeitung und fr Lernkontrol-len, sowie PDF-Dateien mit Abbildungen und bersichten aus dem Buch zur Anfertigung von Folien oder zur Projektion mittels Beamer). Auerdem enthlt die CD Planspiele zur Lagerwirt-schaft, zur Produktionsplanung und zur betrieblichen Preispolitik.

    Verfasser und Verlag sind fr Verbesserungsvorschlge dankbar.

    Freiburg, Frhjahr 2015 Die Verfasser E-Mail: [email protected]

  • 4 Inhalt

    A konomische Rahmenbedingungen und menschliches Verhalten

    1 Grundlagen konomischen Denkens und Handelns .................................... 11

    1.1 Motive fr wirtschaftliches Handeln ............................................................... 111.1.1 Bedrfnisse und Gter ..................................................................................... 111.1.2 Gterknappheit als wirtschaftliches Grundproblem ...................................... 141.1.3 Bedrfnisvielfalt und Gterknappheit als ethisches Problem ....................... 18 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.1 ...................... 21

    1.2 Grundfragen und Methoden der Volkswirtschaftslehre ................................ 26 Zusammenfassende bersicht, Fragen zu 1.2 ................................................ 28

    1.3 Wirtschaften als vernnftiges menschliches Handeln ................................... 291.3.1 konomisches Prinzip ...................................................................................... 291.3.2 Probleme und Folgen eigenntzigen Handelns ............................................. 311.3.3 Konsumentenverhalten in der Realitt ........................................................... 33 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.3 ...................... 35

    1.4 Erste Grundfrage: Was soll produziert werden? Arten von Gtern .............................................................................................. 38

    Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.4 ...................... 40

    1.5 Zweite Grundfrage: Wie soll produziert werden? Volkswirtschaftliche Produktionsfaktoren ...................................................... 43

    1.5.1 Einteilung der Produktionsfaktoren ................................................................ 431.5.2 Natur als Produktionsfaktor ............................................................................. 441.5.3 Arbeit und Arbeitsteilung ................................................................................ 481.5.4 Kapitalbildung und Investition ........................................................................ 551.5.5 Bildung (Humankapital) ................................................................................... 58 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.5 ...................... 58

    1.6 Dritte Grundfrage: Fr wen soll produziert werden? Gterverteilung ......... 661.6.1 Verteilungsprinzipien: Welche Verteilung ist gerecht? ................................. 661.6.2 Verteilungskonflikte ......................................................................................... 67 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.6 ...................... 70

    2 Notwendigkeit und Mglichkeiten zur Koordination menschlichen Handelns im Wirtschaftsprozess ............................................ 72

    2.1 Wirtschaftsprozess als Kreislauf ...................................................................... 722.1.1 Geldwirtschaft als Folge der Arbeitsteilung ................................................... 722.1.2 Gter- und Geldstrme: Einfacher Wirtschaftskreislauf ................................ 73 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 2.1 ...................... 79

    2.2 Wirtschaftsordnung: Koordination wirtschaftlichen Handelns ..................... 812.2.1 Grundelemente einer Wirtschaftsordnung ..................................................... 812.2.2 Ideologische Grundlagen einer freien Marktwirtschaft ................................ 832.2.3 Ordnungsrahmen einer freien Marktwirtschaft ............................................. 842.2.4 Funktionsweise einer Marktwirtschaft: Preisfunktionen ............................... 852.2.5 Arten von Mrkten ........................................................................................... 882.2.6 Ausgleich von Angebot und Nachfrage: Marktpreisbildung

    am Beispiel der Brse ....................................................................................... 89 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 2.2 ...................... 93

    3 Wirtschaftsordnung, Wirtschaftskreislauf und wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland .............. 97

    3.1 Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft ..................................................... 973.1.1 Abweichungen zwischen Modell und Realitt marktwirtschaftlicher .......... 97 Ordnung ............................................................................................................ 97

  • 3.1.2 Ordnungspolitisches Leitbild der Sozialen Marktwirtschaft ......................... 1003.1.3 Ordnungsmerkmale der Sozialen Marktwirtschaft ........................................ 101 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 3.1 ...................... 104

    3.2 Wettbewerbsordnung ....................................................................................... 1073.2.1 Wettbewerbssicherung als staatliche Aufgabe .............................................. 1073.2.2 Wettbewerbspolitik ........................................................................................... 108 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 3.2 ...................... 111

    3.3 Arbeits- und Sozialordnung ............................................................................. 1133.3.1 Grundlagen ....................................................................................................... 1133.3.2 Regelung von Arbeitsbedingungen und Arbeitsmarkt ................................. 1143.3.3 Soziale Sicherung ............................................................................................. 1173.3.4 Einkommensumverteilung ............................................................................... 120 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 3.3 ...................... 121

    3.4 Sektoren im Wirtschaftskreislauf der Bundesrepublik Deutschland ................ 1263.4.1 Erfassung der gesamtwirtschaftlichen Leistung:

    Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) ................................................ 1263.4.2 Sektor Unternehmen ........................................................................................ 1263.4.3 Sektor private Haushalte .................................................................................. 1263.4.4 Sektor Ausland .................................................................................................. 1283.4.5 Sektor Staat ....................................................................................................... 128 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 3.4 ...................... 132

    4 Abgrenzung der Aufgabenbereiche von Volks- und Betriebswirtschaftslehre anhand des Wirtschaftskreislaufs ........................ 134

    Aufgaben und Probleme ................................................................................... 136

    B Rechtliche Grundlagen des Handelns privater Haushalte

    1 Rechtliche Grundlagen .................................................................................... 137

    1.1 Rechtsfhigkeit ................................................................................................. 138 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.1 ...................... 139

    1.2 Geschftsfhigkeit ............................................................................................ 140 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.2 ...................... 143

    1.3 Willenserklrungen .......................................................................................... 146 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.3 ...................... 148

    1.4 Arten und Zustandekommen von Rechtsgeschften ..................................... 149 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.4 ...................... 151

    1.5 Vertragsfreiheit und Vertragsbindung ............................................................ 153 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.5 ...................... 153

    1.6 Formvorschriften ............................................................................................... 155 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.6 ...................... 156

    1.7 Eigentum und Eigentumsbertragung ........................................................... 1571.7.1 Besitz und Eigentum ......................................................................................... 1571.7.2 Eigentumsbertragung an beweglichen Sachen (Mobilien) ......................... 1581.7.3 Eigentumsvorbehalt .......................................................................................... 1591.7.4 Eigentumsbertragung an unbeweglichen Sachen (Immobilien) ................ 159 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.7 ...................... 161

    1.8 Nichtigkeit u. Anfechtbarkeit von Rechtsgeschften u. Willenserklrungen 1631.8.1 Nichtigkeit ......................................................................................................... 1631.8.2 Anfechtbarkeit .................................................................................................. 164 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.8 ...................... 166

    5Inhalt

  • 6 Inhalt

    2 Zustandekommen und Erfllung von Kaufvertrgen ................................... 169

    2.1 Zustandekommen des Kaufvertrages ............................................................. 1692.1.1 Rechtliche Wirkung des Angebots .................................................................. 1692.1.2 Rechtliche Wirkung der Bestellung ................................................................. 1712.1.3 Vertragsinhalte und Vertragspflichten ............................................................ 1712.1.4 Allgemeine Geschftsbedingungen ................................................................ 174 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 2.1 ...................... 178

    2.2 Erfllung des Kaufvertrages ............................................................................ 182 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 2.2 ...................... 185

    3 Besonderheiten beim Abschluss von Kaufvertrgen mit Verbrauchern .... 187

    3.1 Schutzvorschriften bei Verbrauchsgterkaufvertrgen ................................. 187

    3.2 Verbrauchsgterkaufvertrge: Ausgewhlte Beispiele ................................. 1883.2.1 Fernabsatzvertrge ........................................................................................... 1883.2.2 Internetkauf ....................................................................................................... 1923.2.3 Internetauktionen ............................................................................................. 193 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 3 ......................... 195

    4 Strungen bei der Erfllung von Verbrauchsgterkaufvertrgen ............. 199

    4.1 Arten von Erfllungsstrungen im berblick ................................................ 199 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 4.1 ...................... 199

    4.2 Schlechtleistung ................................................................................................ 2004.2.1 Arten von Mngeln ........................................................................................... 200 Zusammenfassende bersicht zu 4.2.1 ........................................................... 2024.2.2 Rechte des Kufers bei Schlechtleistung ........................................................ 203 Zusammenfassende bersicht zu 4.2.2 ........................................................... 2074.2.3 Voraussetzungen und Besonderheiten bei der Geltendmachung

    von Gewhrleistungsansprchen .................................................................... 208 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 4.2 ...................... 210

    4.3 Nicht rechtzeitige Lieferung Lieferungsverzug ........................................... 2144.3.1 Abgrenzung zwischen nicht rechtzeitiger Lieferung und

    Lieferungsverzug .............................................................................................. 2144.3.2 Voraussetzungen fr den Eintritt des Lieferungsverzugs .............................. 2144.3.3 Rechte des Kufers bei Lieferungsverzug ..................................................... 2164.3.4 Rechte des Kufers bei Fixgeschft und Fixkauf ........................................... 219 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 4.3 ...................... 220

    4.4 Nicht rechtzeitige Zahlung Zahlungsverzug ............................................... 2234.4.1 Abgrenzung zwischen nicht rechtzeitiger Zahlung und Zahlungsverzug ... 2234.4.2 Voraussetzungen fr den Eintritt des Zahlungsverzugs ................................ 2234.4.3 Rechte des Verkufers bei Zahlungsverzug ................................................... 225 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 4.4 ...................... 227

    5 Mahnverfahren und Zwangsvollstreckung ................................................... 232

    5.1 Mahnverfahren ................................................................................................. 2325.1.1 Auergerichtliches Mahnverfahren ................................................................ 2325.1.2 Gerichtliches Mahnverfahren .......................................................................... 232 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 5.1 ...................... 234

    5.2 Zwangsvollstreckung und Pfndung .............................................................. 235 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu Kap. 5 ................. 236

    6 Grundlagen des Familien- und Erbrechts ..................................................... 238

    6.1 Familienrecht .................................................................................................... 238

  • 6.1.1 Wesen und Bedeutung von Ehe und Familie ................................................. 2386.1.2 Voraussetzungen und Wirkungen einer Eheschlieung ............................... 2386.1.3 Grundlagen des ehelichen Gterrechts .......................................................... 2406.1.4 Elterliche Sorge ................................................................................................. 2436.1.5 Unterhaltsrecht ................................................................................................. 244 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 6.1 ...................... 247

    6.2 Grundlagen des Erbrechts ............................................................................... 2516.2.1 Rahmenbedingungen ....................................................................................... 2516.2.2 Gesetzliche Erbfolge ........................................................................................ 2536.2.3 Testament .......................................................................................................... 2566.2.4 Pflichtteil ............................................................................................................ 257 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 6.2 ...................... 259

    7 Grundlagen des Zahlungsverkehrs ................................................................ 262

    7.1 Zahlungsformen im berblick ......................................................................... 262

    7.2 Girokonto Zahlungsdienstrahmenvertrag ................................................... 262

    7.3 berweisung ..................................................................................................... 262

    7.4 Dauerauftrag ..................................................................................................... 264

    7.5 SEPA-Lastschrift ............................................................................................... 265

    7.6 Bankkarte (BankCard) ..................................................................................... 267

    7.7 Kreditkarte ........................................................................................................ 269

    7.8 Kosten und Gebhren im Zusammenhang mit einem Girokonto ................. 270

    7.9 Wertkarten ......................................................................................................... 271

    7.10 PayPal ................................................................................................................ 271 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 7 ......................... 273

    8 Finanzierung von Konsumgtern ................................................................... 281

    8.1 Voraussetzungen fr die Kreditvergabe ......................................................... 2818.1.1 Kreditfhigkeit und Kreditwrdigkeit ............................................................ 2818.1.2 Schufa-Auskunft ............................................................................................... 2818.1.3 Grundzge des Kreditscoring .......................................................................... 281 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 8.1 ...................... 283

    8.2 Verbraucherkredite .......................................................................................... 2858.2.1 Zustandekommen Widerrufsrecht Kndigung ......................................... 2858.2.2 Arten von Verbraucherkrediten ...................................................................... 2868.2.3 Effektiver Jahreszins ........................................................................................ 290 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 8.2 ...................... 293

    8.3 Finanzierung eines Fahrzeugs ......................................................................... 2998.3.1 Merkmale und Arten von Leasing ................................................................... 2998.3.2 Vertragsgestaltung bei Automobilleasing ...................................................... 3008.3.3 Vergleich der Finanzierungalternativen Leasing und Kreditkauf ................ 3028.3.4 Vor- und Nachteile einzelner Mglichkeiten zur Fahrzeugfinanzierung .... 306 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 8.3 ...................... 308

    9 Verschuldung privater Haushalte .................................................................. 312

    9.1 berschuldung .................................................................................................. 312 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 9.1 ...................... 315

    9.2 Verbraucherinsolvenz ....................................................................................... 317 Zusammenfassende bersicht zu Kap. 9.2 ..................................................... 319

    7Inhalt

  • 8 Inhalt

    C Betriebswirtschaftliche Grundlagen des Handelns privater Unternehmen

    1 Betrieblicher Leistungsprozess ....................................................................... 321

    1.1 Unternehmensziele und Betriebstypen im berblick .................................... 321 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.1 ...................... 323

    1.2 Leistungsprozesse in Industriebetrieben ........................................................ 3251.2.1 Grundphasen des betrieblichen Leistungsprozesses ..................................... 3251.2.2 Bereichsbergreifende Prozesse ...................................................................... 327 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 1.2 ...................... 328

    1.3 Leistungsprozesse in Handelsbetrieben ......................................................... 331 Fragen zur Wiederholung, Aufgaben und Probleme zu 1.3 .......................... 331

    1.4 Leistungsprozesse in Dienstleistungsbetrieben: Beispiel Banken ................ 332 Fragen zur Wiederholung, Aufgaben und Probleme zu 1.4 .......................... 333

    2 Beschaffung ....................................................................................................... 334

    3 Absatzmarketing .............................................................................................. 338

    3.1 Aufgaben und Instrumente des Absatzmarketings im berblick ................ 338 Zusammenfassende bersicht, Fragen zur Wiederholung zu 3.1 ................ 339

    3.2 Produktpolitik ................................................................................................... 339 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 3.2 ...................... 342

    3.3 Preispolitik (Kontrahierungspolitik) ................................................................ 345 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 3.3 ...................... 347

    3.4 Distributionspolitik ........................................................................................... 351 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 3.4 ...................... 353

    3.5 Kommunikationspolitik .................................................................................... 355 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 3.5 ....................... 359

    3.6 Kombinierter Einsatz der Marketinginstrumente: Marketing-Mix .............. 361 Zusammenfassende bersicht, Fragen zur Wiederholung zu 3.6 ................ 362

    4 Personal ............................................................................................................. 363

    D Grundlagen der doppelten Buchfhrung

    1 Aufgaben der Buchfhrung Gesetzliche Grundlagen ............................... 367 Zusammenfassende bersicht, Fragen zur Wiederholung zu 1 ................... 368

    2 Kontofhrung am Beispiel des Bargeldbestands .......................................... 369 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 2 ......................... 371

    3 Inventur und Inventar ...................................................................................... 373

    3.1 Zusammenhang zwischen Inventur und Inventar ......................................... 373

    3.2 Gliederung des Inventars ................................................................................. 373 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 3 ......................... 375

    4 Bilanz und Ergebnisermittlung ....................................................................... 377

    4.1 Die Bilanz als Zusammenfassung des Inventars ............................................ 377

    4.2 Wertvernderungen in der Bilanz ................................................................... 378

    4.3 Ergebnisermittlung mithilfe eines Eigenkapitalvergleichs ........................... 380 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 4 ......................... 381

  • 5 Buchungen im Kontensystem .......................................................................... 384

    5.1 Belege als Grundlage von Buchungsvorgngen ............................................ 384 Zusammenfassende bersicht zu 5.1 .............................................................. 386

    5.2 Allgemeine Buchungsregeln ........................................................................... 386 Zusammenfassende bersicht zu 5.2 .............................................................. 387

    5.3 Buchen auf Bestandskonten ............................................................................ 388 Zusammenfassende bersicht zu 5.3 .............................................................. 389

    5.4 Buchungssatz (Kontierung) .............................................................................. 389 Zusammenfassende bersicht zu 5.4 .............................................................. 391

    5.5 Bestandskonten: Erffnung Buchungen Abschluss .................................. 391 Zusammenfassende bersicht zu 5.5 .............................................................. 393

    5.6 Ergebniskonten: Buchungen und Abschluss .................................................. 394 Zusammenfassende bersicht zu 5.6 .............................................................. 398

    5.7 Vereinfachte Buchungsweise bei bestimmten Ergebnisvorgngen ............. 399 Zusammenfassende bersicht zu 5.7 .............................................................. 399

    5.8 Privatentnahmen und Privateinlagen ............................................................. 400 Zusammenfassende bersicht zu 5.8 .............................................................. 402 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 5 ......................... 402

    6 Einfacher Jahresabschluss ............................................................................... 411

    6.1 Gesetzliche Grundlagen .................................................................................. 411 Zusammenfassende bersicht zu 6.1 .............................................................. 412

    6.2 Behandlung von Inventurdifferenzen ............................................................. 412 Zusammenfassende bersicht zu 6.2 .............................................................. 413

    6.3 Schlussbilanz ..................................................................................................... 413

    6.4 Gewinn- und Verlustrechnung ........................................................................ 415 Zusammenfassende bersicht zu 6.3 und 6.4 ................................................ 417

    6.5 Doppelte Ergebnisermittlung .......................................................................... 418 Zusammenfassende bersicht zu 6.5 .............................................................. 418 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 6 ......................... 419

    7 Organisation der Buchfhrung ....................................................................... 424

    7.1 Grundbuch (Journal) und Hauptbuch ............................................................. 424 Zusammenfassende bersicht zu 7.1 .............................................................. 424

    7.2 Kontenrahmen und Kontenplan ...................................................................... 425 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 7.2 ...................... 428

    8 Umsatzsteuer .................................................................................................... 430

    8.1 Grundlagen des Umsatzsteuersystems ........................................................... 430

    8.2 Buchung der Umsatzsteuer .............................................................................. 433 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 8 ......................... 436

    9 Einkauf und Verkauf von Handelswaren ....................................................... 442 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 9 ......................... 444

    10 Buchungen von Beschaffungs-, Leistungserstellungs- und Verkaufsvorgngen bei Industrieunternehmen .................................... 448

    10.1 Einkauf von Materialien (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) ............................ 448 Zusammenfassende bersicht zu 10.1 ............................................................ 449

    9Inhalt

  • 10.2 Verbrauch von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ............................................. 449 Zusammenfassende bersicht zu 10.2 ............................................................ 451

    10.3 Verkauf von Erzeugnissen ............................................................................... 451 Zusammenfassende bersicht zu 10.3 ............................................................ 452

    10.4 Gesamtzusammenhang: Einkauf und Verbrauch von Materialien Herstellung und Verkauf von Erzeugnissen ......................................................... 452

    Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 10.4 .................... 454

    11 Bestandsvernderungen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen ............ 458 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 11 ....................... 462

    12 Buchungen in der Personalwirtschaft ............................................................ 464

    12.1 Bestandteile von Lohn- und Gehaltsabrechnungen ...................................... 464 Zusammenfassende bersicht zu 12.1 ............................................................ 467

    12.2 Buchung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen ............................................ 467 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 12.2 .................... 469

    13 Buchungen in der Anlagenwirtschaft ............................................................ 473

    13.1 Zugnge von Sachanlagen .............................................................................. 473 Zusammenfassende bersicht zu 13.1 ............................................................ 474

    13.2 Abschreibungen auf Sachanlagen .................................................................. 474 Zusammenfassende bersicht zu 13.2 ............................................................ 477

    13.3 Abschreibungsmethoden ................................................................................. 47713.3.1 Lineare Abschreibung ...................................................................................... 477 Zusammenfassende bersicht zu 13.3.1 ......................................................... 47913.3.2 Degressive Abschreibung ................................................................................ 480 Zusammenfassende bersicht zu 13.3.2 ......................................................... 481 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 13 ....................... 482

    14 Zeitliche Abgrenzung ...................................................................................... 485

    14.1 Notwendigkeit und Formen zeitlicher Abgrenzung ...................................... 485

    14.2 Transitorische Rechnungsabgrenzung: Aktive und passive Rechnungs- abgrenzungsposten .......................................................................................... 486

    14.3 Antizipative Rechnungsabgrenzung: Sonstige Verbindlichkeiten und sonstige Forderungen ............................................................................... 490

    14.4 Aktive Rechnungsabgrenzung: Beispiel Disagio ........................................... 494 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 14 ....................... 495

    15 Rckstellungen ................................................................................................. 499

    15.1 Ursachen und Arten von Rckstellungen ....................................................... 499

    15.2 Bildung und Auflsung von Rckstellungen .................................................. 500 Zusammenfassende bersicht, Fragen und Aufgaben zu 15 ....................... 502

    16 Beleggeschftsgang ......................................................................................... 504

    Sachwortverzeichnis ........................................................................................ 506

    Kontenrahmen, Formelsammlung

    10 Inhalt

  • 11

    A1.1 Motive fr wirtschaftliches Handeln

    A konomische Rahmenbedingungen und menschliches Verhalten

    1 Grundlagen konomischen Denkens und Handelns

    1.3 Welches Handeln zur Lsung volkswirt-schaftlicher Probleme

    ist vernnftig?

    berblick und Zusammenhnge

    1.1 Welche Motive fr wirt schaftliches Handeln gibt es?

    1.2 Welche Probleme muss jede Volkswirt-

    schaft lsen?1.5 Welche Produk-tions fak toren lassen sich unterschei den?

    1.4 Welche Gter- arten lassen sich unterscheiden?

    1.6 Wie sollen die Produkti onsfaktoren kombiniert werden?

    1.7 Wie sollen die Gter verteilt werden?

    1 Grundlagen kono-

    mischen Denkens und

    Handelns

    BedrfnisseEthische GesichtspunkteGterknappheit

    Grundfragen und Methoden der Volks wirtschaftslehre

    Handeln nach dem konomischen Prinzip

    Probleme und Folgen eigenntzigen Handelns

    Nachhaltiges Wirtschaften

    1.1 Motive fr wirtschaftliches Handeln

    1.1.1 Bedrfnisse und Gter

    Grundbegriffe

    Jeder Mensch hat vielfltige Wn-sche, die er erfllt sehen mchte. In solchen Wn schen kommt das Ge-fhl eines Mangels zum Aus druck. Mangelgefhle, die mit dem Bestre-ben ein hergehen, den empfundenen Mangel zu beseitigen, werden als Bedrf nisse be zeichnet.

    Bedrfnisse sind Mangelgefhle, die mit dem Wunsch verbunden sind, den Mangel zu be- seiti gen.

    Die Wirtschaftswissenschaft befasst sich nur mit solchen Bedrfnissen, fr deren Be-friedi gung wirtschaftliches Handeln ntig ist (z. B. Befriedigung von Bedrfnis sen wie Hunger, Bildung, Information). Dabei wird davon ausgegangen, dass solche Be-drfnisse in unbe schrnktem Umfang vorhanden sind oder neu entste hen knnen. Die Befriedigung von Bedrfnissen erfolgt durch Gter (z. B. Brot, Kleidung, Kinobesuch).

    Gter sind Mittel, die direkt oder indirekt zur Befriedigung von Bedrfnissen dienen.

    Verschiedene Bedrfnisse

    Bedrfnisse beziehen sich auf so unterschiedliche Le bens-bereiche wie z. B. Nahrung, Wohnung, Kleidung, Schlaf, Sexualitt, Gesundheit, Sicherung von Arbeitsplatz und Einkommen, Freizeit, Geselligkeit, Unterhaltung, soziale Kontakte, Freundschaft, Liebe, Zuneigung, Anerkennung, Besttigung, Selbstverwirklichung.

    Kap. A 1.4

  • 12 1 Grundlagen konomischen Denkens und Handelns

    A

    Gter stiften einen Nutzen: Je strker die bei der Verwendung eines Gutes entste-hende Be drf nisbefriedigung ist, desto grer ist sein Nutzen.

    Der Nutzen gibt das Ausma der Bedrfnisbefriedigung an, welche eine Person durch die Ver-wen dung eines Gutes empfindet.

    Die Vorlieben, die eine Person in einer bestimmten Situation fr solche Gter ent wickelt, die ihr einen hheren Nut zen stiften als andere Gter, werden als Prferenzen1 bezeichnet. Sie beruhen auf individuellen Wertschtzun gen.

    Prferenzen

    Eine Flasche Wasser stiftet einem durstigen Wanderer einen hheren Nutzen als ein Handy. Der Wanderer bevorzugt daher in dieser Situation Wasser gegenber einem Handy. Er hat eine Prferenz fr Wasser.

    Arten von Bedrfnissen1234

    Aus wirtschaftlicher Sicht sind folgende Einteilungsmglichkeiten der Bedrfnisse von Be deu tung:

    Einteilung der Bedrfnisse

    Bedrfnisebenen(Bedrfnispyramide nach A. H. Maslow2)

    Dringlichkeit der Bedrfnisse Art der Bedrfnis- befriedigung

    Bewusstsein der Mangelempfindung

    Selbstverwirklichung

    Ich-Bedrfnisse Bsp.: Anerkennung,

    Status, Prestige, Achtung

    Soziale Bedrfnisse Bsp.: Zugehrigkeit, Liebe, Zuneigung,

    Interaktion

    Sicherheits- bedrfnisse

    Bsp.: Daseins sicherung, Sicherung des Arbeitsplatzes

    GrundbedrfnisseBsp.: Nahrung,

    Wohnung

    Luxusbedrfnisse/ Prestigebedrfnisse Bsp.: teurer Schmuck

    Kulturbedrfnisse Bsp.: Information, Unterhaltung

    Grundbedrfnisse Bsp.: Nahrung, Kleidung,

    Wohnung

    Individual- bedrfnisse3

    Bsp.: Nahrung, Kleidung, Auto

    Kollektivbedrfnisse4

    Bsp.: Rechts- sicherheit, Landes-

    verteidigung

    Offene BedrfnisseDie einzelne Person wei,

    welche Bedrfnisse sie hat. Die Bedrfnisse sind

    ihr bewusst.

    Verdeckte Bedrfnisse(latente Bedrfnisse)Die Bedrfnisse sind

    unbewusst. Sie knnen z. B. durch das Konsum-verhalten anderer Men- schen und durch Wer-

    bung geweckt, vergrert und gelenkt werden.

    1 Prferenzen (lat.): Bevorzugung2 A. H. Maslow (amerikanischer Psychologe), Motivation und Persnlichkeit, Freiburg 19773 Individuum (lat.): der einzelne Mensch4 Kollektiv (lat.): Gruppe, Gemeinschaft

    Aufg. 1.1 S. 22

  • 13

    A1.1 Motive fr wirtschaftliches Handeln

    Bedrfnisse, Bedarf, Nachfrage

    In einer Marktwirtschaft erfolgt die Be friedi gung individueller Bedrf nisse da durch, dass solche Gter am Markt nachgefragt und ge kauft wer den, an denen Bedarf besteht.

    Als Bedarf werden die zur Befriedigung eines Bedrfnisses geeigneten Gter be zeichnet.

    Der Bedarf wird erst dann zur Nachfrage, wenn die notwendige Kaufkraft (z. B. Geld) vorhanden ist.

    Nachfrage ist der Teil des Bedarfs, fr den Kaufkraft vorhanden ist und der am Markt wirksam wird.

    Knstliche Bedarfsweckung durch Werbung

    Die Werbung erfllt nicht nur eine Informationsfunktion im Hinblick auf die beworbenen Produkte. Vielmehr spielt sie auch bei der Entstehung von Bedrfnissen und Bedarf eine wichtige Rolle.

    Die knstlich durch Werbung geschaffenen Mo den und Trends erzeugen einen sozi-alen Druck, dem sich modebe wusste Kufer (insbesondere Jungend liche) nicht entziehen knnen. Kinder und Jugendliche sind da her die perfekte Zielgruppe fr Werbeex perten: Sie legen Wert auf Coolness und Gruppen zu ge h rigkeit, definieren sich ber die rich-tigen Kla motten und das aktuellste Styling und behaupten dieses Markenbewusstsein auch gegenber ihren Eltern (z. B. Rucksack statt Schultasche, Sport schuhe statt Straen-schuhe aus Leder, Handy, Mar ken kleidung). Dabei wird auch die Uner fahrenheit und Leichtglubigkeit von Kindern und Jugendlichen in unverantwortlicher Weise genutzt (z. B. angeblich gesundheitsfrdernde Sigkeiten). Un modische Produkte gelten auf-grund der Werbung als unbrauchbar, obwohl sie noch funktionsfhig sind. Werbung er-zeugt dadurch eine Wegwerfmen talitt und eine zunehmende Umwelt belastung.

    Werbe-Invasion im Kinderzimmer

    Die Wirtschaft kdert junge Kufer nach Ansicht der Verbraucherschtzer immer hufiger mit irrefhrender Werbung. Die Kaufkraft von Kindern und Jugendli chen ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Stolze 20,5 Milliarden Euro stehen den elf Millionen Mdchen und Jungen im Alter von 6 bis 19 Jahren jhrlich zur Verfgung. Allein mit dem Taschengeld haben sie mo natlich durchschnittlich 73 Euro zur Verfgung, die Jungs etwas mehr als die Mdchen. Hinzu kommt, dass Kinder ihre Eltern beim Kauf wesentlich beeinflussen. Das gilt nicht nur fr Le bensmittel, sondern sogar beim Autokauf. Insofern berrascht es kaum, dass sich Werbung unmittelbar an die unerfahrene Kundschaft wendet. Durch den ver strkten Zugang zu mo- dernen Medien knnen diese quasi permanent umworben werden, ber E-Mail, SMS, Internet und vor allem ber das Fernsehen. Kinder und Jugendliche sehen im Durchschnitt mehr als 30 TV-Werbespots pro Tag (in den USA ber 55). Diese Entwicklung wird dadurch begnstigt, dass heute jedes fnfte Kind einen Fernse her besitzt. Damit wird ein enormer Werbedruck er-zeugt, dem Neugier und Leichtglubigkeit der Kin der gegenberstehen. Umso unverantwort-licher ist die Art und Weise, wie gerade fr schdliche oder unge sunde Produkte ge worben wird. So ist es kein Zufall, dass die Sechs- bis Zwlfjhrigen ihr Taschengeld in erster Linie fr Ses ausgeben und gleichzeitig jedes fnfte Kind und jeder dritte Jugendliche bergewich tig ist.

    Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Angaben fr 2005

    Aufg. 1.1.2 S. 221.1.3 S. 241.1.4 S. 25

    Bedrfnis allgemeines Mangelempfinden (z. B. Hunger)

    Bedarf bestimmte Gter, durch die ein Bedrfnis

    befriedigt werden kann (z. B. Nahrungsmittel)

    Nachfrage Teil des Bedarfs, fr den Kaufkraft

    vorhanden ist und der deshalb am Markt nachfragewirksam werden kann (z. B. Nachfrage

    nach Brot)

  • 14 1 Grundlagen konomischen Denkens und Handelns

    A

    2,50,60,7

    0,90,9

    1,11,1

    1,31,5

    1,71,71,8

    2,32,6

    4,0 Mrd.

    Sonstiges

    Zustzliches Geld von den Eltern

    Geldgeschenke (Weihnachten, Geburtstag, Zeugnis)

    Jobs, Nebenttigkeiten

    Taschengeld

    regelmiges Nettogehalt

    Einnahmen insgesamt:21,5 Mrd. Euro

    davon:

    Konsumfreudige JugendEinnahmen und Ausgaben der 6- bis 19-Jhrigen im Jahr 2013

    Ausgaben insgesamt: 24,9 Mrd. Euro davon fr:

    Quelle: iconkids & youth rundungsbed. DifferenzHochrechnungen

    9,3 Mrd. 5,3

    2,52,3

    1,80,3

    Kleidung, Mode

    Kneipe, Disko u. .

    Fahrrad, Mofa, Auto, Fhrerschein, Benzin

    Getrnke

    Fastfood-Restaurants

    Hobbies

    Krper-/Haarpflege

    Eintrittskarten

    Handygebhren

    Sigkeiten/Eis

    Sportartikel

    Zeitschriften/Bcher

    salzige Knabbersachen/Chips

    Computer, Software, Games, Internet

    Sonstiges

    G

    lob

    us

    6062

    1.1.2 Gterknappheit als wirtschaftliches Grundproblem

    Knappe Gter und Bedrfnisvielfalt

    Die meisten Gter sind nicht von Natur aus im berfluss und in nutzbarer Form vor-handen. Bei Gtern, die nur begrenzt zur Verfgung stehen, deren Herstellung Kosten verursacht und die deswegen einen Preis habenhandelt es sich um wirtschaftliche Gter.

    Wirtschaftliche Gter sind im Verhltnis zu den Bedrfnissen knapp. Bei einigen Gtern las sen sich zwar Sttigungserscheinungen und ber produktionen beobachten (z. B. landwirt schaftli che Produkte in der Europischen Union). Dadurch wird die Aussage ber die Knapp heit der Gter aber nicht wi derlegt. Knappheit be deutet vielmehr: Bezo-gen auf die Gesamtheit der Be drfnisse aller Men schen stehen nicht alle Gter in aus-reichendem Mae zur Verf gung, um smtliche Be drfnisse zu befriedigen.

    Knappheit liegt vor, wenn die Bedrfnisse grer sind als die Gtermenge, die zu ihrer Be frie-di gung zur Verfgung steht.

    Demgegenber stehen freie Gter un be grenzt zur Verfgung (z. B. Meerwasser). Da fr ihre Bereit stel lung kei nerlei Anstrengungen erforder lich sind, fallen auch keine Kosten an. Diese Gter haben da her auch kei nen Preis. Die zuneh mende Um weltver-schmutzung zeigt aber bei spiels weise, dass mit Gtern, die kei nen Preis ha ben, nicht sorgsam umge gan gen wird. So kann es dazu kom men, dass ur sprnglich freie G ter(z. B. frische Luft) im Laufe der Zeit zu knap pen G tern werden.

    Aufg. 1.1.5S. 25

  • 151.1 Motive fr wirtschaftliches Handeln

    A

    Freie Gter

    Luft ist im Allgemeinen ein freies Gut. Im Untertageberg bau ist Luft dage gen ein knap pes Gut. Es mssen An stren gun gen unternom men werden, um Frisch luft mit hilfe von Belf tungs - an la gen in die Stollen zu pumpen. Das ver ursacht Kosten. Auch ber Tage ist Frischluft heute zu bestimm ten Zeiten und an bestimmten Orten kein freies Gut mehr. Luftver schmutzung (z. B. zu hoher Ozongehalt) kann aber durch Kosten verursachende Manahmen (z. B. Einbau von Katalysatoren in Kfz) zumindest teilweise vermieden werden.

    Aus dem Missverhltnis zwischen Be drf nisvielfalt und verfgbaren G tern ergibt sich das zent rale Problem der Wirtschaftswissenschaft.

    Die Knappheit der Gter im Verhltnis zur Unbegrenztheit der menschlichen Bedrfnisse stellt das Grundproblem der Wirtschaftswissenschaft dar.

    Unterscheidung der Gter nach der Knappheit

    Freie Gter Wirtschaftliche Gter

    stehen unbegrenzt zur Verfgung, verursachen durch ihre Bereitstellung keine

    Kosten, haben keinen Preis, sind nicht Gegenstand des Wirtschaftens.

    stehen nur begrenzt zur Verfgung (knappe Gter),

    verursachen fr ihre Herstellung Kosten, haben einen Preis, sind Gegenstand des Wirtschaftens.

    Knappe Gter: Ursache des Wirtschaftens

    Das Spannungsverhltnis zwischen den als un-begrenzt angenommenen Bedrfnis sen und den knappen Gtern ist die Antriebskraft allen wirtschaftli chen Handelns und damit die Ursa-che fr die Produktion von Gtern.

    Wirtschaften bedeutet, planvolle Entscheidungen ber die Herstellung und Verwendung knapper Gter zum Zweck der Bedrfnisbefriedigung zu treffen.

    Wirtschaftliche Gter als Ergebnis eines Produktionsvorgangs sind deswegen knapp, weil auch die fr die Produktion notwendigen Hilfsmittel (Ressourcen)1 knapp sind.

    Ressourcen sind Hilfsmittel zur Produktion. Sie umfassen neben Geldmitteln und Gtern fr Produktionszwecke auch die Arbeitsfhigkeit eines Menschen, sein Wissen und die Zeit.

    1 Ressource (franz.): Hilfsmittel

    Freie und knappe Gter

    Meerwasser, Luft, Sand und Sonne sind freie Gter. Strandkrbe hingegen sind ebenso wie die Freizeit, die ntig ist, um die Krbe nutzen zu knnen knappe Gter.

  • 16 1 Grundlagen konomischen Denkens und Handelns

    A

    Alternativkosten (Opportunittskosten)

    Die Knappheit der Ressourcen bewirkt, dass die Menschen eine Auswahl treffen und sich fr die Produktion bestimmter Gter entscheiden mssen. Diese Entscheidung be deutet gleichzeitig immer, dass auf andere Gter, die mglicherweise statt der aus-gewhlten Gter htten hergestellt werden knnen, verzichtet werden muss. Der durch diesen Verzicht entste hende Nutzenentgang wird in der Volkswirtschaftslehre als eine besondere Art von Kosten aufgefasst. Diese Kosten werden als Alternativkosten (Opportunittskosten)1 bezeichnet.

    Unter Alternativkosten (Opportunittskosten) ist der entgangene Nutzen zu verstehen, der bei anderer Verwendung der knappen Ressourcen htte erzielt werden knnen.

    Alternativkosten (Opportunittskosten)

    Schlerin Eva steht am Nachmittag eines warmen Sommertags vor der Entscheidung, ins Frei-bad zu gehen oder sich auf die am nchsten Tag anstehende Klassenarbeit vorzubereiten. Die Ressource Zeit reicht nicht aus, um beide Alternativen wahrzunehmen. (Dabei ist unterstellt, dass man sich auf der Liegewiese eines Freibads nicht wirklich angemessen auf eine Klassen-arbeit vorbereiten kann.) Entscheidet sie sich fr den Freibadbesuch, entstehen ihr Alternativ-kosten in Hhe des entgangenen Nutzens einer besseren Klassenarbeits note, die sie andern-falls mglicherweise erreicht htte. Fr Schler Jan, der in seiner Freizeit ins Fuballsta dion statt ins Theater geht, reichen die Ressourcen (Zeit und mglicherweise auch Geld) nicht fr beide Alterna tiven aus. Die Alternativkos ten des Stadionbesuchs bestehen in dem entgange-nen Nutzen des Theaterbesuchs.

    Absolute Knappheit der nicht erneuerbaren Ressourcen

    Bei bestimmten Gtern liegt nicht nur eine re lative (= auf den Umfang der Bedrfnisse bezo gene) Gterknappheit, sondern eine absolute Knappheit (= Seltenheit) vor. Das ist bei den nicht erneuerbaren Rohstoffen (z. B. Bodenschtze) der Fall. Deren Vorrte sind nicht vermehrbar und fr alle Zeiten nur in begrenzter Menge vor handen.

    Absolut knappe Gter

    Alle Bodenschtze stehen nur in einem nicht vermehr ba ren Umfang zur Verfgung. Sie sind daher absolut knapp und werden auch als nicht erneuerbare natrli che Res sourcen bezeichnet. Schtzun gen ber die Reichweite der vorhande nen Vorrte sind ab hngig von den geologi schen Kenntnissen ber die La-gerstt ten und von den techni schen und wirt-schaft lichen Mg lich keiten, die be kannten Vorrte ab zubauen. Un ter Bercksichti gung des voraus sicht lichen Welt energiebedarfs und der bisher bekann ten und verfg baren Vor-rte, erge ben sich fr die Reichweite der wich tigsten nicht erneuerbaren Energietrger nebenstehende Schtzun gen (Stand 2005):

    Quelle: Bundesanstalt fr Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

    Erdl 43 Jahre

    Erdgas 64 Jahre

    Steinkohle 207 Jahre

    Braunkohle 198 Jahre

    1 Opportunitt (lat.): Zweckmigkeit

  • 171.1 Motive fr wirtschaftliches Handeln

    A

    Von den mehr als 190 Lndern der Welt hat annhernd die Hlfte keinerlei Reserven an nicht erneuerbaren Rohstoffen. Die bedeutendsten dieser Rohstoffvorkommen kon-zentrieren sich auf etwa 30 Lnder. Zwar ist es in manchen Fl len gelun gen aufgrund von Erfindungen be stimmte na trliche Rohstoffe durch Kunst stoffe zu erset zen. An-gesichts einer stndig wachsenden Weltbevlke rung nimmt aber die Knappheit natr-licher Res sourcen ins be son dere bei fruchtbarem Land, nicht er neuerba ren Energie-trgern und Wasser weiter zu. Ange sichts der hchst un gleichen Verteilung dieser Res sourcen auf die ver schiedenen Re gionen der Erde ergeben sich daraus in zu-nehmen dem Mae Ursa chen fr gewalt same Kon flikte.

    Grenzen des Wachstums

    Bereits 1972 wurde in einem weltweit Aufsehen erre genden Bericht unter dem Titel Die Grenzen des Wachs tums1 auf die Auswirkungen des begrenzten Vorrats an natr lichen Rohstoffen hingewiesen. Unter der Annahme, dass sich das Umwelt-bewusstsein und das Verhalten der Bevlkerung nicht ndern und der weltweite In-dustrialisie rungsprozess in der bisherigen Art weiter fortschreitet, prophezeiten Wissenschaftler auf grund von Computersi mulationen:1. Er schpfung der wichtigsten Rohstoffe und Energiequel len innerhalb einer Generation 2. Zerst rung der Umwelt, groe Hungerkatastro phen und eine berbevlkerte Welt.

    American way of life und Energieverbrauch

    Der ehemalige US-Prsi dent Bush lie anlsslich einer Klima schutz konferenz 2001 seine Ableh nung welt weiter Manahmen zum Umwelt- und Klima schutz wie folgt begrnden: The President belie ves that high energy consumption is an American way of life, and that it should be the goal of policymakers to protect the American way of life.

    Ari Fleischer, Sprecher des ehemaligen US-Prsidenten, nach Newsweek vom 21.05.2001

    rundungsbedingte Differenz Quelle: BP Globus3648

    Energiehunger der WeltWeltweiter Energieverbrauch im Jahr 2009 insgesamt 11,2 Milliarden Tonnen leinheiten

    l

    Kohle

    Erdgas

    Wasserkraft

    Kernenergie

    23,8

    AfrikaAsien und Pazifik

    Naher Osten

    Nord-amerika

    Mittel- undSdamerika

    Europa undEurasien

    3,25,0

    5,9

    23,9

    24,8

    37,1%

    34,8%

    29,4

    6,6

    5,5

    1 D. Meadows u. a., Die Grenzen des Wachstums, Reinbeck bei Hamburg (rororo) 1973 bzw. D. Meadows u. a., Die neuen Grenzen des Wachstums, Stuttgart (DVA) 1992

  • 18 1 Grundlagen konomischen Denkens und Handelns

    A

    1.1.3 Bedrfnisvielfalt und Gterknappheit als ethisches Problem

    Die Ethik ist ein Teilbereich der Philosophie. Sie versucht zu klren, worin gutes oder bses Han deln be steht und wie der Mensch handeln soll. Die Verwendung und Vertei-lung knapper Gter hat erhebliche wirtschaftsethische Bedeu tung.

    Die Wirtschafts ethik ist ein Teilbereich der Wirtschaftswissen schaften und setzt sich mit der Frage ausei nander, wie sich wirtschaftliches Handeln mit ethischen Grundstzen vereinba ren lsst.

    Goldene Regel der Ethik

    Eine der wichtigsten ethischen Grundregeln zur Beurteilung des richtigen Verhaltens lautet: Alles, was du mchtest, das dir die Menschen tun, das solltest auch du ihnen tun.1 Bei der bertragung auf die Befriedi gung von Kultur- und Luxusbedrfnissen stt diese Goldene Regel allerdings an Grenzen. Solche Bedrfnisse sind geprgt von den jeweiligen kulturellen, gesell schaft lichen und wirtschaftlichen Bedingun- gen unter denen die Menschen leben. Daher kann es sein, dass das, was man sich selbst wnscht, fr andere Menschen nicht als er strebenswert gilt. Beispielsweise gelten der westli che Lebensstil und die damit einher gehenden negati ven Begleit-erscheinun gen bei Menschen in anderen Erd- und Kultur krei sen nicht unbedingt als nachah mens wert.

    Energieverbrauch als ethisches Problem

    Der Verbrauch von nicht erneuerbaren Energietrgern wie Erdl, Erdgas und Kohle bedeutet, dass an dere Menschen in Gegenwart und Zukunft von den Nutzungsmg-lichkeiten dieser Gter zur Befriedigung ihrer (Grund-)Bedrfnisse ausge schlossen werden. Gleichzeitig ist das Kohlendioxid (CO2), das bei der Verbren nung dieser Stoffe in die Atmosphre ent weicht, die Hauptursache fr die weltweiten Klimavern de-rungen. Die ethische Fra ge in diesem Zu sammenhang knnte lau ten: Hat die Bevl-kerung in den Indus trie ln dern das Recht, zur Aufrechterhal tung ihres Lebensstan-dards den grten Teil dieser nicht erneuerba ren Energie trger zu verbrauchen und dabei gleichzei tig uner messliche Umweltschden anzurichten, unter denen insbeson-dere wieder die stndig wachsende Bevlke rung in den Entwicklungs lndern zu leiden hat?

    Reich, dick, nicht glcklich

    WASHINGTON (dpa). Die weltweite Ausbreitung des westlichen Lebensstils be droht nach einer Studie des Worldwatch-Instituts kosysteme und Entwick lungs chancen armer Lnder. Der Trend zu greren Autos, greren Khl schrnken und greren Husern ist mehr als unser Planet ertragen kann. Gleichzei tig leben 1,2 Milliarden Men schen in extremer Armut. Der malose Konsum appetit un tergrbt die Natur und macht es fr die Armen der Welt noch schwieriger, ihre Grundbedrfnisse zu befriedigen. Glckli cher mache der zuneh-mende und zu bergewicht fhrende Konsum auch nicht: Wie schon 1957 wrden heute nur ein Drittel der US-Br ger angeben, sehr glcklich zu sein, obwohl der Wohlstand damals nur halb so gro war. BZ, 09.01.04, S. 10

    1 Diese Regel wird in der Ethik auch als Goldene Regel bezeichnet. Sie ist in vielfltigen Variationen Grundbe standteil der ethischen Vorstellungen fast aller groen Religionen. In negativer Formulierung ist sie auch als Sprichwort Was du nicht willst, das man dir tut, das fg auch keinem anderen zu. gelufig.

  • 191.1 Motive fr wirtschaftliches Handeln

    A

    Problem des Bevlkerungswachstums

    Durch das Wachstum der Weltbe vlkerung steigt der Bedarf an Gtern zur Befrie digung der Grundbedrf nisse stndig an. Gleich-zeitig nehmen aber durch Raubbau an der Natur und Umwelt schden wichtige Res-sourcen zur Befriedi gung dieser Be drf nis se ab. Daraus ergibt sich ein weltweites Vertei-lungs pro blem, das nach den Grund regeln der Ethik nicht durch wirt schaftliche und mi-litrische Macht, sondern durch den ver-antwortungs bewuss ten Umgang mit knap-pen G tern gelst wer den muss. Das ist ein zentra les Aufgabengebiet der Volkswirt-schafts lehre, die sich wie im nchsten Kapitel nher erlu tert wird vorrangig mit dem Einsatz und der Verteilung knapper Gter zur Bedrfnis be frie digung be schftigt.

    Wie die untenstehende Abbildung zeigt, wird die Weltbevlkerung schtzungsweise bis zum Jahr 2030 auf 8,5 Milliarden anwach sen. Das Bevl ke rungs wachs tum findet fast ausschlielich in den Ent wick lungs ln dern statt. Dort wird die Bevlke rung bis 2030 auf 6 Mil liarden Menschen steigen (= ca. 80 % Weltbevlkerung). Die Bevlke-rungszahl in den meisten In dus trie lndern stag niert oder sinkt dagegen. Auf die Be-wohner der Industrielnder (= ca. 20 % der Weltbevlkerung) wird aber 2030 immer noch mehr als die Hlfte des weltweiten Energieverbrauchs entfallen.

    Entwicklungs- u.Schwellenlndern

    Industrielndern

    davon in:

    *SK

    E =

    Ste

    inko

    hlen

    einh

    eite

    n

    47 %

    37 %

    26 %

    5263

    74

    0387 Globus

    4,5Mrd.

    16,0

    24

    Weltenergieverbrauchin Milliarden Tonnen SKE*

    Weltbevlkerungin Milliarden

    81 %

    77 %

    72 %

    192328

    2004 20301980 1980 2004 2030

    6,5

    8,5

    rund

    ungs

    bed

    ingt

    e D

    iffer

    enz

    Wettstreit um EnergieIEA-Prognose zur Entwicklung der Weltbevlkerung und des Weltenergieverbrauchs

    Wettstreit um Energie

    10,4Mrd.

    t SKE

    Kap. A 1.7

  • 20 1 Grundlagen konomischen Denkens und Handelns

    A

    Wirtschaftsethische Fragen im Zusam men hang mit Bedrfnissen und Gtern

    Ist es zu verantworten, dass

    die Werbung mit psychologischen Tricks insbe sondere auch die Uner-fahrenheit und Leichtglubig keit von Kin dern und Jugendlichen ausnutzt und de ren Bedrfnisse manipuliert, um sie zum Kauf von (ge sundheits-)schd lichen, berflssigen und ber-teu erten Produkten (z. B. Zigaretten, Sigkeiten, Mar kenklamotten) zu veranlas sen?

    die Menschen in den In dust rielndern ihr hohes Bedrf nisniveau durch die rck sichtslose Ausbeu tung natrli-cher Res sourcen (z. B. Ver nichtung von tglich 55 000 ha Tropen wald) befrie digen?

    sich die gegenwrtige Gene ration in den Industrie lndern einen Lebens-standard schafft, der z. B. durch den sog. Treib hausef fekt zu Klimaver-nde rungen fhrt, die das Leben auf dieser Erde fr knftige Ge nerationen unmglich ma chen?

    tglich weltweit ca. 30 000 Kinder an Hunger und Infekti onskrankheiten sterben, whrend ein Bruch teil der welt weiten jhrli chen Rs tungsaus-gaben von der zeit ca. 950 Mrd. US-$ ausreichen wrde, um das Hunger-prob lem auf der Welt zu lsen?

    Pharmaunternehmen zwar wirk same Medikamente gegen AIDS entwickelt haben, diese aber patent recht lich schtzen lassen und den Betroffe nen in Afrika nicht zu einem erschwing-lichen Preis zur Verf gung stellen?

    Anlageberater den Aktionren emp-fehlen, ihr Geld bei solchen multinatio-nalen Unternehmen zu inves tie ren, die weltweit im Bereich der Wasser ver-sor gung ttig sind, weil aufgrund der vorhersehba ren weltwei ten Wasser-knappheit zu erwarten ist, dass deren Unternehmensge winne erheblich stei-gen wer den?

    Zahl der Lnder mit Wasserknappheitverdrei facht sich

    Immer mehr Menschen werden in den nchsten zwei Jahrzehnten in Lndern leben, in denen Was ser chro nisch oder zeitweise knapp ist. Im Jahr 2000 waren 15 Lnder von Wasserknappheit betroffen. Im Jahr 2025 werden es voraus sichtlich 44 Lnder sein, in denen Wasser Mangel-ware ist. Nach der mittleren Projektion der Vereinten Nati onen werden dann rund 2,9 Milliar den Menschen in Lndern mit Wasserknappheit leben.

    Mangel an Ackerland begnstigt Ernhrungskri sen

    hnlich dramatisch ist der Verlust von verfgba rem Ackerland, das fr die Erwirt-schaftung von Nah rungsmit teln notwendig ist. Innerhalb der nchsten 20 Jahre wird die Zahl der Lnder, in denen das Mini mum an Acker land, das fr die Ernhrung der Bevl kerung notwendig ist, unter schritten wird, von heute 20 auf 29 Lnder zuneh-men.

    Entwaldung setzt sich fort zu Lastender Armen

    In vielen der rmsten Lnder ist Holz oft die ein zige Energiequelle. Vor allem in den Regionen, in denen die Bevl kerung schnell wchst, steigt der Bedarf an Brenn- und Bauholz fr die tglichen Bedrf nisse. Mit steigen der Bevl ke rungszahl wird auch die Zahl der Lnder, in denen die Waldflche pro Kopf ab nimmt, in Zukunft weiter zuneh men.

    Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevlkerung,

    2004

    Aufg. 1.1.6 S. 25