Festschrift 60 Jahre Europäischer Wettbewerb

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  1. 1. 60 Jahre Europischer Wettbewerb Europa in der Schule Europischer Wettbewerb
  2. 2. Seite Gruworte 3 Der Europische Wettbewerb heute 8 Ausgezeichnet! ausgewhlte Arbeiten 10 60 bewegte Jahre 12 Mach mit! Zeitreise in Plakaten 16 Der Europische Wettbewerb ist 18 16 Lnder ein Wettbewerb 22 Wer macht was beim EW?23 Inhalt 2
  3. 3. Europa bewegt die Menschen und Menschen bewegen Europa. Der Europische Wettbewerb ist etwas Besonderes. Denn er ist nicht nur der lteste Schlerwettbewerb in Deutschland, er ist auch Wegbegleiter der europischen Integration seit ihren Anfngen. Dass die eu- ropische Idee heute in Vielem so alltglich und unser Alltag in Vielem so europisch ist, htten vor 60 Jahren wohl nur wenige zu trumen gewagt. Mglich war das durch die Verbindung von visionren Ideen und dem tatschlich Machbaren, durch die Abfolge vieler kleiner und manch groer Schritte, die uns in Europa weit voran gebracht haben. Damit Europa dauerhaft gelingen kann, brauchen wir noch mehr Ver- stndigung untereinander denn nur so werden wir ein besseres Verstndnis von Europa gewinnen. Wir brauchen eine europische Agora: die Mglichkeiten, die Menschen in und zu Europa ins Gesprch zu bringen. Denn das strkt das Bewusstsein: Wir sind Europa. Der Europische Wettbewerb leistet dazu seit 60 Jahren einen schnen Beitrag, indem er Europa fr Schlerinnen und Schler zum Projekt macht. Er ist dabei alles andere als ein alter Hut, vielmehr noch immer aktuell: nicht nur, weil jedes Jahr neue Schwerpunkte gesetzt werden, sondern vor allem weil jede Generation ihr Europa neu entdecken knnen muss, um mitreden und mitgestalten zu knnen. Ich wnsche dem Europischen Wettbewerb noch viele bewegte Jahre, und allen Mitwirkenden ob als Lehrer oder Schler wnsche ich viel Erfolg, vor allem aber viel Freude und neue Einsichten. Liebe Europerinnen und Europer, Joachim Gauck Der Bundesprsident 3
  4. 4. 4 Die Kinder von heute bauen das Europa von morgen 60 Jahre eine beeindruckende und beispiellose Zeit. Kein anderer deutscher Schlerwettbe- werb existiert so lang wie der Europische Wettbewerb. Zweifellos ist er damit ein integraler Bestandteil der bundesdeutschen Bildungsgeschichte. Die Europische Bewegung Deutschland, selbst so alt wie die Bundesrepublik und heute ihr grtes zivilgesellschaftliches Netzwerk fr Europa, hat den Wettbewerb von Anfang an ver- antwortet. In jenen Jahren kurz nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Idee geboren, diese un- fassbare Katastrophe knftig zu verhindern, indem man die Menschen in den Lndern Europas enger miteinander verbindet. Wie wir alle wissen, hat das funktioniert. Der Jugend die Friedensidee Europa zu vermitteln, ist eine der zentralen Aufgaben unserer Ge- sellschaft, der sich auch der Europische Wettbewerb stellt. Denn die Kinder und Jugendlichen ber 70 000 machen jedes Jahr mit! sind spter die Erwachsenen, die am Haus Europa weiter- bauen sollen. Viele Lehrkrfte engagieren sich seit Jahrzehnten fr den Wettbewerb und nutzen ihn gern, um ihren Klassen Europa nahezubringen. Fr dieses Engagement, das sie zustzlich zum nor- malen Schulalltag aufbringen, gebhrt ihnen groer Dank, ebenso wie unseren Partnern in den Lndern und Ministerien. Fr unser Team ist es jedes Jahr wieder eine Freude, die vielfl- tigen, durchdachten, kreativen Beitrge zu sehen. Hinter jeder dieser Arbeiten steht ein junger Mensch, der sich intensiv mit europischen Themen auseinandergesetzt hat. Das ist ein un- schtzbarer Wert nicht nur fr die Jugendlichen, sondern auch fr unsere gemeinsame Zu- kunft in Europa. Gruworte Dr. Rainer Wend Prsident Netzwerk Europische Bewegung Deutschland
  5. 5. 5 Eine beispiellose Erfolgsgeschichte Als der Europische Wettbewerb vor 60 Jahren zum ersten Mal stattfand, war der europische Gedanke ein junges und verletzliches Pflnzchen auf steinigem Grund. Nach zwei verheerenden Kriegen und der Teilung des Kontinents durch den Eisernen Vorhang war es alles andere als eine Selbstverstndlichkeit, dass die europische Einigung einmal alltgliche Realitt werden wrde fr die Menschen in Lissabon genauso wie fr die in Paris, Berlin oder Warschau. 60 Jahre Europischer Wettbewerb dieses Jubilum steht fr eine historisch beispiellose Erfolgsgeschichte. Und der Wett- bewerb mit seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern fr die Begeisterung, die die europische Idee gerade bei jungen Menschen weckt. Zugleich stimmt ein solches Jubilum auch nachdenklich: Gerade weil die europische Einigung trotz mancher Krisen so erfolgreich verlief, sind viele ihrer Errungenschaften heute fr uns schlicht Normalitt. Es ist gut, dass junge Menschen Schlagbume und Grenzzune nur noch aus dem Ge- schichtsbuch kennen; dass sie dank der Bologna-Reform berall in Europa studieren knnen; dass sie Freundschaften ber Landesgrenzen hinweg pflegen. Umso wichtiger ist es aber, sich immer wieder bewusst zu machen, dass das alles keine Selbstverstndlichkeit ist und dass wir mit Europa einen Schatz haben, der uns sehr viel wert sein sollte. Der Europische Wettbewerb ist ein ausgezeichnetes Forum, um ber diese Fragen nachzudenken. Hier formulieren junge Menschen die Hoffnungen, Erwartungen und Chancen, die sie mit Europa verbinden. Gerade in der gegenwrtigen Situation knnen uns die Wettbewerbsbeitrge die Augen dafr ffnen, dass Europa weit mehr ist als eine Wirtschafts- und Whrungsunion. Ich gratuliere dem Europischen Wettbewerb zu seinem Jubilum und wnsche ihm, dass er Seis- mograf und Schrittmacher des europischen Bewusstseins in der jungen Generation bleiben wird. Prof. Dr. Johanna Wanka Bundesministerin fr Bildung und Forschung
  6. 6. Stephan Dorgerloh Prsident der Kultusministerkonferenz Anspruchsvolle Aufgaben engagierte Lehrkrfte Die prmierten Arbeiten zeigen es: Der Europische Wett- bewerb fordert die Phantasie der Schlerinnen und Schler heraus, sich ein eigenes Bild von Europa zu machen; er will auch neugierig machen. Oftmals geschieht dies fcher- bergreifend, denn Europa als Querschnittsthema berhrt viele Bereiche unseres Lebens. Ebenso zahlreich sind des- halb die Bezge, die sich im Unterricht herstellen lassen. Seinen Erfolg verdankt der Europische Wettbewerb besonders auch den engagierten Lehrkrften, die ihn in Schule und Unterricht einzubinden wissen. Sie motivie- ren ihre Schlerinnen und Schler, sich den anspruchs- vollen Aufgaben zu stellen. Dass einige Lehrkrfte seit vielen Jahren und mit groem Erfolg den Europischen Wettbewerb in ihren Klassen begleiten, spricht fr sein groes Renommee. Zur weiteren Strkung der europi- schen Dimension knnen im Schuljahr 2013/14 erstmals auch Themen als Onlineprojekte im gesamten Klassen- verbund ber das Schulnetzwerk eTwinning mit Partner- klassen im Ausland bearbeitet werden. Die Kultusministerkonferenz wnscht dem Europischen Wettbewerb auch weiterhin engagierte Lehrkrfte und tatkrftige Untersttzer, damit viele Schlerinnen und Schler fr Europa und die Auseinandersetzung mit eu- ropischen Themen gewonnen werden. Europa gehrt uns allen Wir sind Europa! Wir reden mit! ist das Motto des dies- jhrigen, 60. Europischen Wettbewerbs. Junge Men- schen, Schlerinnen und Schler sollten sich Europa und das europische Projekt genau auf diese Art und Weise zu Eigen machen. Europa hat gemeinsame Werte, garantiert unseren Wohlstand, tritt ein fr eine nachhaltige wirt- schaftliche Entwicklung und ist unsere Chance, unsere Be- lange in der Welt von morgen zur Geltung zu bringen. Des- wegen ist Europa nicht nur die grte Erfolgsgeschichte unseres Kontinents, es ist auch unser gemeinsames Zu- kunftsprojekt. Mitreden, wenn es um Europas Zukunft geht: Wer knnte dies mit mehr Fug und Recht als Schlerinnen und Sch- ler? Es ist ermutigend zu sehen, wie sich allein in diesem Jahr ber 70 000 junge Europerinnen und Europer aller Klassenstufen mit dem europischen Gedanken auseinandergesetzt haben. Ebenso freut es mich, dass das Auswrtige Amt im Europischen Jahr der Brge- rinnen und Brger 2013 erstmalig das Projekt eTwinning frdern konnte. Dabei handelt es sich um ein virtuelles Klassenzimmer, in dem Wettbewerbsbeitrge gemeinsam von Schulen in Deutschland und anderen europischen Lndern erarbeitet werden. So wird die Grundidee des Europischen Wettbewerbs neu interpretiert: Europa ge- hrt uns allen, und nur gemeinsam wird es uns gelingen, Europa in eine gute Zukunft zu fhren. Dr. Guido Westerwelle Bundesminister des Auswrtigen 6 Gruworte
  7. 7. Es geht um Euer Europa! In diesem Jahr feiert der Europische Wettbewerb sein 60-jhriges Jubilum. Im vergangenen Schuljahr haben sich ber 73000 Schlerinnen und Schler beteiligt und kreativ mit Europa auseinandergesetzt. Das ist eine beein- druckende, ja berwltigende Zahl, die Anlass zu groer Freude und auch Zuversicht gibt. Denn wer ist die Zukunft Europas? Es sind die Schlerinnen und Schler von heute. Es geht um Euer Europa, es geht darum wie Euer Europa morgen aussehen, welche Aufgaben es bernehmen, wel- che Rolle es in der Welt spielen, welche Erwartungen es erfllen soll. Ich bin fest davon berzeugt, dass wir ein kreatives, vielfltiges, vielseitiges und weltoffenes Europa in einer globalisierten Welt mehr denn je brauchen, um unser eu- ropisches Gesellschaftsmodell, unser demokratisches, soziales und freies Zusammenleben zu bewahren. Der Europische Wettbewerb leistet einen herausragen- den Beitrag dazu, sich schon frhzeitig mit Europa aus- einanderzusetzen, die Idee Europas zu vermitteln, ber Europa zu diskutieren oder neue Ideen zu entwickeln. Das ist unverzichtbar fr Europa. Denn Europa ist kein Projekt von oder fr Eliten, sondern ein Projekt der Menschen und ist darauf angewiesen, dass sich mglichst viele inter- essieren, einbringen und engagieren. Martin Schulz Prsident des Europischen Parlaments 7 J. B. und J. D., 9/10 Jahre, Karlsruhe 2010 Thema Gemeinsam stark Lukas Koffler, 15 Jahre, Bad Homburg 2011 Thema Logo Freiwilligenttigkeit
  8. 8. Der Europische Wettbewerb heute Europa in der Schule Kreativ lernend Europa entdecken und mitgestalt