Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Mai 2013

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Diese Mai-Ausgabe steht ganz im Zeichen der bevorstehenden Urlaubssaison. So finden Sie beispielsweise einen informativen, kurzen Urlaubsknigge mit den wichtigsten Dos and Donts frs Ausland, Sie erfahren welche Schadensersatzansprche Sie haben, wenn Sie aufgrund eines verspteten Zubringerfliegers den Anschlussflug verpassen und erhalten Informationen darber, welche Souvenirs Sie keinesfalls aus dem Trkei-Urlaub mitnehmen drfen. Zudem berichten wir ber eine Studie, bei der Wissenschaftler herausgefunden haben, warum Urlaubsreisen einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Ein weiterer Beitrag widmet sich der aktuellen Terrorgefahr weltweit, denn der Makler Aon hat eine multimediale Weltkarte des Terrors herausgegeben. Wer vorhat, ins Ausland zu ziehen, findet auerdem Tipps dazu, wie man den Umzug am besten vorbereitet. Ein Gastbeitrag des Sinologen Jonas Polfu widmet sich der Frage, welches Bild von China die Deutschen in der Vergangenheit hatten und wie dieses heute aussieht. Besonders ans Herz legen knnen wir Ihnen des Weiteren ein spannendes Interview mit einer jungen Frau, die im Zuge Ihrer Entsendung nach Chicago die groe Liebe fand und anschlieend in die Schweiz auswanderte. Wir wnschen Ihnen wie immer viel Spa beim Lesen!

Transcript

  • 1.1EDITORIALLiebe Leserin, lieber Leser,die Urlaubssaison steht vor der Tr undviele von Ihnen wird es fr eine gewisseZeit ins Ausland ziehen, wo Sie sich hof-fentlich gut erholen werden. Wissen-schaftler haben nun brigens offiziellbesttigt, dass Urlaub gut fr die Ge-sundheit ist. Die Auszeit senkt nicht nurden Blutdruck, sondern auch das Stress-level. Welche weiteren positiven Aus-wirkungen eine Urlaubsreise habenkann, erfahren Sie auf der Seite 15.Zudem hat die ARAG auf der Seite 16einen kleinen, hilfreichen Urlaubskniggefr Sie zusammengestellt.Auch unsere Newsletter-Rubrik Recht-liches steht ganz im Zeichen von Fe-rien. Auf den Seiten 6 und 7 lesen Sieunter anderem, welche Schadensersatz-ansprche Sie haben, wenn Sie auf-grund eines verspteten ZubringerfliegersIhren Anschlussflug verpassen, warumder Ferienhauspreis auch die Kosten frdie Endreinigung ausweisen muss, wes-halb ein Badeverbot am Urlaubsort keinReisemangel ist und worauf Sie bei Rei-sesouvenirs aus der Trkei achten soll-ten, um rechtliche Konsequenzen zuvermeiden.Und falls Sie wissen mchten, in welcheLnder Sie aktuell besser nicht einreisensollten, hilft Ihnen sicherlich die aktuelleLandkarte des Terrors, die der MaklerAon erstellt hat. Eine Zusammenfassungdazu finden Sie auf der Seite 9.Spannend finde ich des Weiteren denBeitrag unseres Gastautors Jonas Polfu,der auf der Seite 10 ber das China-Bildder Deutschen schreibt.Ich wnsche Ihnen viel Spa bei der Lek-tre und denken Sie immer daran: DerBDAE begleitet Sie mit Sicherheit insAusland!Herzlichst, Ihre Silvia OpitzNEWSLETTERMAI13INHALTBDAE INTERNNeu dabei ............................2BDAE luft fr den gutenZweck.................................2BDAE in Zeit Online ............2DAS INTERVIEWIch wrde es immer wiederso machen ..........................3RECHTLICHESSchadensersatz bei ver-passtem Anschlussflug......6nderung bei Visum frSaudi-Arabien....................6Ferienhauspreis muss End-reinigung einschlieen .....6Gesetz fr Auslandsschu-len geplant ........................7Badeverbot im Urlaubkein Reisemangel..............7Vorsicht bei Souveniersaus der Trkei....................7Portal fr Entschdigungbei Flugausfllen...............8Kritik an neuer Entsende-richtlinie.............................8EXPATRIATESWo die Terrorgefahr amgrten ist..............................9Britische Unternehmenzieht es ins Ausland............9Das China-Bild der Deut-schen................................10AIRLINE NEWSNeues von den Airlines .....11Drngeln unerwnscht .....12VERMISCHTESDeutsche lieben interna-tionales Essen ..................13Rentner im Ausland:neue Adresse mitteilen...13Ratgeber fr Praktika beider EU oder UNO ............13Tipps zur Planung desUmzugs ins Ausland........14... FORTSETZUNG AUFSEITE 2 ...

2. BDAELUFT FR DEN GUTEN ZWECKAm 8. Juni findet wieder der traditio-nelle HSH Nordbank Run in der Ham-burger Hafencity statt. Der BDAE ist mit15 Teilnehmern das dritte Mal in Folgewieder beim Lauf fr den guten Zweckdabei. Wer die Sprinter mit Hund, Kindund Kegel anfeuern mchte, sollte pnkt-lich zum Startschuss um 11:35 Uhr vorOrt sein. Die abgesteckte Laufstreckedurch die Hafencity betrgt rund vier Ki-lometer. Es geht nicht um Rekorde undes erfolgt keine Zeitmessung. Alle 30 bis60 Sekunden wird ein Team mit eigensanmoderiertem Startschuss auf dieStrecke geschickt. Die Lufer einesTeams starten gemeinsam, mssen abernicht zusammen ins Ziel laufen. Frjeden gemeldeten Lufer geht eineSpende von sechs Euro, je Team zehnEuro an den Verein Kinder helfen Kin-dern des Hamburger Abendblattes.Mehr Infos unter www.hsh-nord-bank-run.de.2BDAE INTERN...GESUNDHEITINTERNATIONALUrlaub ist offiziell gut frdie Gesundheit................15Die hufigsten Ableh-nungen bei der Kosten-erstattung........................15Auslandskrankenversiche-rung: Viele Expats unter-versorgt............................15AUS ALLER WELTKleiner Urlaubsknigge ......16Tokio und Warschauhaben die besten Hotels.17Chinesen finden deutscheFirmen arrogant..............17IMPRESSUM .................... 17BDAE IN ZEIT ONLINEDie renommierte Nachrichtenseite ZEITONLINE hat krzlich einen Beitrag zumThema So sichern Expatriates ihrenAuslandseinsatz ab verfasst. Der BDAEhat die Redaktion mit Hintergrundinfoszu diesem Sujet versorgt und stand alsZitategeber zur Verfgung. Der Artikelbietet somit auch einen guten zusam-menfassenden berblick ber die Auf-gabenbereiche und Schwerpunkte desBDAE. Interessierte finden den Online-Artikel ber folgenden Link:http:www.zeit.de/karriere /beruf/2013-05/faq-versicherung-arbeitsrecht-expatriates.NEU DABEISeit dem 2. Ja-nuar ist NinaSchittek Teil desBDAE-Teams.Die 32-Jhrigeuntersttzt dieA b t e i l u n g e nKundenbetreu-ung und Abrech-nungsservice.Nina Schittek ist ausgebildete Kauffraufr Brokommunikation und hat langefr ein Unternehmen gearbeitet, dasunter anderem Automaten fr Snacksund Getrnke vertreibt. An ihrer Ttig-keit beim BDAE schtzt Nina Schittek esbesonders, Kunden, die ins Auslandgehen wollen, bei ihrer Absicherung zuuntersttzen und mchte dies durcheine schnelle Zustellung der Versiche-rungsunterlagen gewhrleisten.Seit 2002 lebt die gebrtige Berlinerinmit ihrem Mann in Hamburg. Seit vier-einhalb Jahren haben die beiden eineTochter. In der Freizeit steht bei NinaSchittek die Familie an erster Stelle.Wenn Sie mal etwas Zeit fr sich hatund es in Hamburg nicht gerade wiederdauerregnet, geniet sie ihre Auszeitgerne auf dem Fahrrad.Sie erreichen Nina Schittek bei Fragenzum Thema Auslandsversicherungenbeim BDAE per E-Mail unternschittek@bdae.de. Stefan Schurr - Fotolia.com 3. BDAE: Sie waren von 2005 bis 2007 inChicago. Was war der Anlass?G m r- L a c i c :Anlass war einG r o p r o j e k tmeines damali-gen Arbeitge-bers, einem gro-en deutschenTechnologiekon-zern, bei dem esum die Imple-mentierung des SAP-Systems ging. Hier-fr wurde insbesondere nach einemtechnisch versierten Prozess-Expertengesucht, der die Anforderung des Imple-mentierungsteams, die deutschen An-forderungen sowie die amerikanischenGegebenheiten verstand und miteinan-der verbinden konnte. Das war damalsgenau die richtige berufliche Herausfor-derung fr mich.BDAE: Wie haben Sie sich auf den Auf-enthalt in Chicago vorbereitet?Gmr-Lacic: Gar nicht! Alles ging soschnell, dass ich berhaupt keine Zeithatte, mich auf den Aufenthalt in Chi-cago vorzubereiten. Eigentlich wollte ichberuflich nach Singapur gehen. Einemndliche Zusage fr eine Arbeitsstellehatte ich bereits seit Monaten. Daherhatte ich mich auch schon intensiv mitden Gegebenheiten, den Menschen undder Kultur Singapurs und dem dortigenJob auseinandergesetzt. Es fehlten nurnoch der Arbeitsvertrag und das Visum.Dann bekam ich pltzlich diesen Anrufaus den USA. Parallel zu Singapur hatteich mich fr eine Stelle in New York be-worben und man hatte meine Unterlagennach Chicago weitergereicht. Whrenddes Telefonats wurde ich gefragt, ob ichmir vorstellen knnte nach Chicago zukommen. Das waren sechs Wochen vorBeginn des Jobs.Als der Vertrag aus Singapur dann ein-traf, hatte ich bereits vier Interviews mitdem Verantwortlichen in Chicago ge-fhrt und auch fr diese Position eineZusage erhalten. Das waren dann nurnoch drei Wochen bevor ich den neuenJob antreten sollte. Nun lag es an mir.Ich musste mich fr eine der beiden Stel-len entscheiden. Obwohl ich zu diesemZeitpunkt Asien spannender fand, habeich mich letztendlich auf Empfehlungmeines damaligen Vorgesetzten undmeiner Kollegen in Mnchen fr dieStelle in Chicago entschieden. Danachging alles wirklich sehr schnell.BDAE: Wie hat Sie Ihr Arbeitgeber dabeiuntersttzt?Gmr-Lacic: Mein Arbeitgeber hat in-nerhalb von drei Wochen, tatschlichalles organisiert. Bereits eine Wochenach dem letzten Interview hielt ich Job-beschreibung und Arbeitsvertrag in denHnden. Auch smtliche Formalittenfr das Visum waren erledigt. Und alsich nach Frankfurt fuhr, um mein Visumabzuholen, konnte ich sofort mit einem5-Jahres-Visum nach Hause fahren.Die ersten zwei Wochen in meinemneuen Job verbrachte ich in der Schweizbei einem Einfhrungsseminar, aber di-rekt danach ging es nach Chicago. Dorthatte mir mein Arbeitgeber fr die er-sten sechs Wochen ein Mietauto und einHotelzimmer sowie ein Mobiltelefon zurVerfgung gestellt. Bei smtlichen Be-hrdengngen und Erledigungen umbeispielsweise meinen Fhrerschein um-zuschreiben, eine Social Security Numberzu beantragen oder ein Bankkonto zu er-ffnen wurde ich von der Teamassis-tentin begleitet und untersttzt.Nach den ersten sechs Wochen, die eineArt Probezeit waren, flog ich zurck nachDeutschland. Mein Arbeitgeber hatte be-reits eine Umzugsfirma organisiert, diemir umgehend Umzugskartons vorbei-brachte und alle relevanten Details mitmir durchsprach. Zurck in den USAwartete auf meinem neuen Konto eingrozgiger Betrag von meinem Arbeit-geber berwiesen, der dafr gedachtwar, mich neu einzurichten.BDAE: Wie war Ihr erster Eindruck vonChicago?Gmr-Lacic: berwltigend. Ich wurdeam Flughafen von der Teamassistentinabgeholt. Und sie fuhr nicht erst in dasHotel oder in die Firma, sondern direktzum schnsten Aussichtspunkt derStadt, dem John Hancock Observatory.Wir fuhren mit dem Expresslift in dashchstgelegenen Caf der Welt und ichdurfte bei einem Kaffee und bei traum-haften Wetter diese unglaubliche Aus-sicht ber die ganze Stadt, denMichigan See und ber insgesamt vierBundesstaaten genieen.BDAE: Welche interkulturellen Unter-schiede sind Ihnen zwischen Deutschenund Amerikanern aufgefallen?3DAS INTERVIEWICH WRDE ES IMMER WIEDER SO MACHENLidija Gmr-Lacic ist wohl das, was wir mittlerweile eine Weltbrgerin nennen.Sie ist ein Kind kroatischer Einwanderer, lebte in diversen Lndern der Erde, hat eine Weltreise gemacht und istschlielich in die Schweiz ausgewandert.ber ihre Zeit in den USA und die Auswanderung in die Schweiz, erzhlt Sie im Interview. julvektoria - Fotolia.com 4. 4Gmr-Lacic: Die Freundlichkeit undHfflichkeit der Amerikaner empfandich als sehr angenehm. Ich fhlte michwirklich von allen mit offenen Armenempfangen. Auch auerhalb der Arbeitwar es sehr