Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Mai 2014

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In der Mai-Ausgabe unseres Newsletters Leben und Arbeiten im Ausland erfahren Interessierte unter anderem, warum die europischen Fluggastrechte auch im schweizerischen Basel gelten, warum man bei verspteten Koffern auf einer Flugreise nur einen angemessenen Kleiderersatz erhlt und warum es bei Vorverlegung eines Fluges keine Ausgleichszahlung gibt. Besonders interessant ist diesmal das Interview mit einer deutschen Schlerin, die zurzeit auf den Philippinen ihr Abitur macht und ein aktueller Business-Knigge fr Indonesien. Des Weiteren erfahren die Leser, welche Stadt der Welt laut dem aktuellen Club-Sandwich-Index am teuersten ist, welcher Berufsgruppe die Menschen weltweit am meisten vertrauen und wie wenig Urlaub US-Amerikaner haben. Wer plant, zur WM nach Brasilien zu reisen, sollte sich unbedingt den Beitrag ber die derzeitige Masern-Gefahr in Sdamerika durchlesen. Und last but not least findet ihr ein Portrt unseres Kollegen Herbert in diesem Newsletter. Aktuelle und ltere Newsletter-Ausgaben sowie das kostenlose Newsletter-Abo finden Interessierte unter http://www.bdae-ev.de/news/newsletter/.

Transcript

  • 1. 1 AUSLANDMAI 2014 LEBEN UND ARBEITEN IM EXPATRIATES INTERVIEW GESUNDHEIT BUSINESS-KNIGGE INDONESIEN Erst die Freundschaft, dann die Ge- schfte. MASERNGEFAHR IN BRASILIEN Wie sich Reisende schtzen. MANILA HAT MEINEN HORI- ZONT ERWEITERT Wie es ist, auf den Philippinen sein Abi zu machen. EXTRA: NACH javarman - Fotolia.com
  • 2. 1 INTERN INTERVIEW RECHTLICHES EXPATRIATES AIRLINES VERMISCHTESWELTWEIT 8 Business-Knigge Indonesien: Erst die Freundschaft, dann die Geschfte 10 30 bis 50 Prozent der Expats ohne Krankenversicherungsschutz 10 Englischkenntnisse der Deutschen: Viele wren nicht als Expats geeignet 13 Club-Sandwich-Index: Schweiz am teuersten 13 Ratgeber: Auswandern nach Au- stralien 14 Welcher Berufsgruppe die Men- schen weltweit am meisten ver- trauen 14 Arbeitnehmer in den USA machen selten Urlaub 17 5 Dinge an die man sich in China gewhnen muss 18 Heiraten auf dem Burj Al Arab 18 Wichtigste Grnde fr Geschfts- reisen 18 Polen: Neue Banknoten sind sicherer 19 Business-Knigge Brasilien: Fussball kann Trffner sein 19 Impressum GESUNDHEIT 15 Deutsche rzte wandern in die Schweiz, USA und nach sterreich aus 15 Allergische Reaktion im Flugzeug: Passagier erhlt Schadensersatz 16 Masern-Gefahr in Brasilien 11 Cathay Pacific 11 Air France 11 Air Malta 11 Etihad Airways 12 Twin Jet 12 Intersky 12 Air Berlin 12 Flughafen Frankfurt 3 Manila hat meinen Horizont erweitert 2 Checkliste fr Umzge ins Ausland zum kostenlosen Download 2 Neu dabei 2 Zahl des Monats EDITORIAL Liebe Leserin, ieber Leser, wir Deutschen gelten als sehr sachorientiert. Wenn wir Geschfte machen, steht die Sache, also das worum es beim jeweiligen Business-Termin geht, an erster und oft auch an einziger Stelle. Privater Austausch findet - wenn berhaupt - hchstens bei einem Geschftsessen statt und zwar fr gewhnlich nach dem Geschftsabschluss. So wie wir ticken allerdings lediglich 20 Prozent der Weltbevlkerung. Die groe Mehrheit der Menschen ist beziehungsorientiert. Das bedeutet, dass vor einer Ko- operation mit einem anderen Geschftspartner das Persnliche steht. Die meisten Kulturen mchten zunchst wissen, mit wem sie es zu tun haben und eine Vertrauensbasis aufbauen. Dies gilt auch fr die Indonesier, wie Sie unserem aktuellen Business- Knigge ab der Seite 8 entnehmen knnen. Spannend ist auch das Interview mit der 18-jhri- gen Schlerin Steffi Rohrmeier auf der Seite 3, die aktuell ihr Abitur auf den Philippinen macht. Gast- autorin Linda Dunsmore wiederum berichtet auf der Seite 17, an welche fnf Beson- derheiten sie sich in China gewhnen musste, wo sie seit 2012 lebt. Wissen Sie, welcher Berufsgruppe die Menschen weltweit am meisten vertrauen? Falls nicht, wird Sie das Ergebnis nicht sonderlich berraschen. Welche Jobs weltweit am besten bei der Bevlkerung ankommen, erfahren Sie auf der Seite 14. Ich wnsche Ihnen viel Spa bei der Lektre und denken Sie immer daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihre Silvia Opitz 5 Flug wegen Vorverlegung verpasst: Airline muss nicht zahlen 5 Freiwillige GKV im (EU-)Ausland: Keine Steuerpflicht fr Zuschsse des Arbeitgebers 6 Europisches Fluggastrecht gilt auch in Basel 7 Republik Moldau: Visumpflicht abgeschafft 7 Flugreise: Versptete Koffer brin- gen nur angemessenen Kleiderer- satz
  • 3. 2 Die auf Auslandsentsendung und Auslandsversicherun- gen spezialisierte BDAE GRUPPE hat eine Checkliste fr Umzge ins Ausland erstellt, die ab sofort zum Download bereit steht. Auf dieser finden Expats wie Auswanderer wichtige Tipps und Hinweise in Sachen Umzugsvorbereitung. Die praktische Organisationshilfe listet unter anderem wichtige To Dos fr die Bereiche Reisedokumente, Postversand, Fahrzeuge, Ge- sundheitsschutz, Sozialversicherung und Steuern auf. Viele Familien sehen sich mit einem riesigen Berg an zu er- ledigenden Dingen konfrontiert und fhlen sich schnell damit berfordert. Unsere Checkliste fr Umzge ins Aus- land hat die wichtigsten Aspekte dieses Projektes zusam- mengefasst und sinnvoll gegliedert. Dies knnte Expats und Auswanderern dabei helfen, dem Vorhaben eine grobe Struktur zu geben, sagt Omer Dotou von der BDAE GRUPPE, der diese Zielgruppe regelmig bert. Seit Anfang dieses Jahres ist Herbert Dettmann fr die Prfung von Versiche- rungsantrgen bei der BDAE GRUPPE zustndig und sorgt dafr, dass alle Kun- den schnellstmglich Versi- cherungsschutz erhalten und ihre Police zugeschickt bekommen. Zu seinem Auf- gabenfeld gehrt des Wei- teren die Risikoprfung bei der Verlngerung von Versi- cherungsvertrgen, die dafr sorgt, dass Beitrge bezahlbar bleiben und die Versichertengemeinschaft einen verlsslichen und langfristigen Gesundheits- schutz geniet. Der gebrtige Oberbayer hat das Versicherungswesen von der Pike auf kennenge- lernt und absolvierte seine Ausbildung zum Versiche- rungskaufmann bei der Bayerischen Beamtenkran- kenkasse und arbeitete sp- ter bei einigen namhaften Versicherungskonzernen. Vor gut vier Jahren hatte der 34-Jhrige genug von der Bergluft und zog in den hohen Norden Deutsch- lands, an dem er besonders die Ostsee schtzt. Diese er- kundet er bei seinem Hobby dem Angeln nicht nur am Wasser, sondern auch gerne beim Tauchen unter Wasser. Damit diese beiden Leiden- schaften nicht zu kurz kom- men, fhrt Herbert Dettmann in seiner Freizeit gerne Richtung Fehmarn, um in einem Ferienhaus Zeit am Meer zu verbringen. Mit der neu geschaffenen Abteilung Antragsservice haben wir es ermglicht, dass wir Antrge auf Aus- landskrankenversicherungen fr unsere Kunden in der Regel innerhalb von 24 Stunden policieren. Erfah- rene Versicherungsprofis wie Herbert Dettmann sorgen dafr, dass wir diesen An- spruch weiter erfllen kn- nen. Wir freuen uns sehr, Herrn Dettmann fr den BDAE gewonnen zu haben, sagt BDAE-Ge- schftsfhrerin Silvia Opitz. 120.000 KILOMETER ZAHL DES (insgesamt drei Erdumrun- dungen) mssen Bienen zu- rcklegen, um 500 Gramm Nektar zu sammeln. (Quelle: Bundesministerium fr Ernhrung und Landwirt- schaft) MONATS INTERN CHECKLISTE FR UMZGE INS AUSLAND ZUM KOSTENLOSEN DOWNLOAD NEU DABEI shockfactor.de - Fotolia.com
  • 4. 3 BDAE: Wie haben Sie damals reagiert, als Ihre Mutter Ihnen erffnet hat, dass sie fr eine gewisse Zeit auf den Philip- pinen leben werden? Rohrmeier: Der Mann meiner Mut- ter wurde vor etwa einem dreiviertel Jahr fr zwei Jahre von seinem Arbeit- geber in die Philippinen versetzt und sie hat mir die Wahl gelassen, zu Hause in Niederbayern zu bleiben oder mitzu- kommen. Im ersten Moment dachte ich, cool, du httest fr zwei Jahre das Haus ganz fr dich al- lein! Zu dem Zeitpunkt war ich fast 18 Jahre alt und bereits in der Lage, weitgehend fr mich selbst zu sorgen. Dann wurde mir allerdings bewusst, dass ich auch das komplette Haus bewirtschaften msste, was schon eine groe Heraus- forderung gewesen wre. Die Entscheidung fiel mir aller- dings nicht leicht, denn es erschien mir zunchst unvorstellbar, meine Freunde und mein ganzes soziales Um- feld hinter mir zu lassen. BDAE: Was hat den Ausschlag dafr gegeben, Ihrer Mutter nach Manila zu folgen? Rohrmeier: Zum einen habe ich mit meiner Mutter ber die Pfingstferien einen Look-and-See-Trip nach Manila unter- nommen und war total begeistert von dem Land und von den Leuten. Zum an- deren sagte mir ein guter Freund, dass dieser Auslandsaufenthalt eine riesige Er- fahrung werden wrde und ich die Chance wahrnehmen sollte, meinen Horizont zu erweitern. Er sagte mir: Steffi, du wirst in deinem Leben noch so viele schwierige Entschei- dungen treffen mssen, das hier ist eine von den leichteren. Meine Mutter war natrlich sehr erleichtert, dass ich mit- komme, aber der Abschied war schon schwer. Ich wollte be- wusst nicht von meinen Freunden zum Flughafen begleitet werden, aber wir haben eine Abschiedsfete gefeiert und dabei habe ich wirklich Rotz und Wasser geheult; meine ganze Schminke war verlaufen. Meine Freunde waren aber teils sogar begeistert und viele sag- ten sofort, dass sie mich besuchen wol- len. Die ersten zwei Monate in Manila waren jedoch unendlich hart, da ich meine Freunde sehr vermisst habe. Zum Glck gibt es aber Facebook und Skype, so dass ich ber alles, was zu Hause passiert, auf dem Laufenden bleibe. BDAE: Wie war die erste Zeit in Ma- nila fr Sie? Rohrmeier: Aufregend. Trotz des Ur- laubs, den ich mit meiner Mutter ber Pfingsten letztes Jahr verbracht habe, war ich unsicher, was mich erwarten wrde. Es ging um Kleinigkeiten wie Konsumprodukte. So habe ich mich zu Hause erst einmal mit allen mglichen Dingen wie zum Beispiel Make-Up und Puder eingedeckt, weil ich nicht wusste, ob es meine Marken auch in Manila gibt. Zudem konnte ich anfangs nur leidlich Englisch sprechen, aber in- zwischen beherrsche ich die Sprache flieend, denn der Schulunterricht findet ja auf Englisch statt. BDAE: Was waren die ersten Eindrcke von Ihrer neuen Heimat? Rohrmeier: Ich war berwltigt von den vielen Autos. Richtig toll fand ich die bunten Jeepneys, das sind Klein- busse, die den Straenverkehr in Manila stark prgen. Begei- stert war ich von den ffnungszeiten der Geschfte. Vor allem die Lebensmittellden haben an sieben Tagen die Woche 24 Stunden geffnet. Ich liebe den Supermarkt 7/Ele- ven. So etwas mssten wir auch in Deutschland haben. Und stellen Sie sich vor, hier liefern McDonalds, Burger King und Starbucks sogar Essen nach Hause! Das ist schon cool. Ich komme ja aus einer sehr lndlichen Gegend, da ist alles viel ruhiger, geordneter und gemchlicher als hier. Ich hatte so eine Art positiven Kulturschock. Allerdings bin ich hier sehr abhngig v