Schweikardt - Entwicklung Der Krankenpflege 19.-20 Jhdt

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    Geschichte der Krankenpflege

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    Martin Meidenbauer

    Christoph SchweikardtDie Entwicklung der Kranken-

    pflege zur staatlich anerkanntenTtigkeit im 19. und frhen

    20. Jahrhundert

    Das Zusammenwirken von Modernisierungs-

    bestrebungen, rztlicher Dominanz,

    konfessioneller Selbstbehauptung und

    Vorgaben preuischer Regierungspolitik

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    Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese

    Publikation in der Deutschen Nationalbiblio-grafie; detaillierte bibliografische Daten sindim Internet ber http://dnb.ddb.de abrufbar.

    2008 Martin MeidenbauerVerlagsbuchhandlung, Mnchen

    Umschlagabbildung:aus: Krankenpflegelehrbuch. Hg. v. d. Medi-zinalabteilung des Kniglich PreuischenMinisteriums des Innern. 4. unver. Aufl.,Berlin 1914.

    Alle Rechte vorbehalten. Dieses Werk ein-schlielich aller seiner Teile ist urheberrecht-lich geschtzt. Jede Verwertung auerhalb derGrenzen des Urhebergesetzes ohne schrift-liche Zustimmung des Verlages ist unzulssigund strafbar. Das gilt insbesondere fr Nach-druck, auch auszugsweise, Reproduktion, Ver-vielfltigung, bersetzung, Mikroverfilmungsowie Digitalisierung oder Einspeicherungund Verarbeitung auf Tontrgern und inelektronischen Systemen aller Art.

    Printed in Germany

    Gedruckt aufchlorfrei gebleichtem, surefreiem undalterungsbestndigem Papier (ISO 9706)

    ISBN 978-3-89975-132-1

    Verlagsverzeichnis schickt gern:Martin Meidenbauer VerlagsbuchhandlungErhardtstr. 8D-80469 Mnchen

    www.m-verlag.net

    Privatdozent Dr. Christoph Schweikardt, MA, studierte Medi-zin und Geschichte an den Universitten Gieen und Leiden.Er habilitierte sich 2006 an der Ruhr-Universitt Bochum fr

    das Fach Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin.

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    Vorwort

    Die vorliegende Arbeit ist die berarbeitete Fassung meiner von der

    Medizinischen Fakultt der Ruhr-Universitt Bochum angenommenenHabilitationsschrift. Am 5. Juli 2006 wurde mir die Lehrbefugnis fr dasFach "Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin" erteilt.

    Mein Dank gilt allen, die mich beim Zustandekommen dieser Arbeit unter-sttzt haben, fr fachliche Hinweise und Korrekturen ebenso wie fr Ratund Ermunterung.

    Namentlich mchte ich an dieser Stelle nennen:

    Prof. Dr. Irmgard Mller, PD Dr. Stefan Schulz, PD Dr. Christian Schulzeund Dr. Daniela Watzke, die am Lehrstuhl fr Geschichte der Medizin,heute Abteilung fr Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin, ander Ruhr-Universitt Bochum wissenschaftlich ttig sind bzw. waren, dieSekretrinnen Edith Bourree und Alexandra Luckau sowie unseren Biblio-thekar Manfred Job, M.A., dem der Dank gleichzeitig stellvertretend fr dieBibliothekarinnen und Bibliothekare gilt,

    die Fachkollegen Dr. Fritz Dross, Prof. Dr. Volker Hess, Prof. Dr. WernerKmmel, Prof. Dr. Wolfgang Locher, Prof. Dr. Norbert Paul, Prof. Dr.Heinz-Peter Schmiedebach, Prof. Dr. Eduard Seidler, Prof. Dr. Dr. RolfWinau und Dr. Horst-Peter Wolff,

    Annett Bttner, M.A., Dr. Caroline Gigl und Prof. Dr. Reimund Haasstellvertretend fr die Archivarinnen und Archivare,

    Dr. Norbert Friedrich von der Fliedner-Kulturstiftung Kaiserswerth,

    meine Familie und meinen Freundeskreis, PD Dr. Gerald Dietrich, KirstenDietrich, Martin Erbe, Benita Geiger, Dr. Joachim Geiger, AnnemariePlassmann, Christa Plassmann, Prof. Dr. Engelbert Plassmann, Dr. OttoPlassmann, Heike Schmidt-Dessel, Dr. Birgit Schweikardt, StephanSchweikardt und insbesondere meine Eltern, Dr. Manfred Schweikardt undDr. Brbel Schweikardt.

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    Ebenso gilt mein besonderer Dank der Robert Bosch Stiftung, die dieseVerffentlichung durch einen namhaften Druckkostenzuschu gefrderthat.

    Teile der Forschungsergebnisse sind bereits in Zeitschriften und Buch-beitrgen verffentlicht worden. In den jeweiligen Kapiteln wird durch eineentsprechende Funote darauf verwiesen.

    Ziel dieser Ausgabe ist es, den Text einer breiten Leserschaft zugnglich zumachen. Mein Dank gilt daher dem Martin Meidenbauer Verlag fr dieVerffentlichung sowohl im Druck als auch im Internet.

    Bochum, im Frhjahr 2008Christoph Schweikardt

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    Inhaltsverzeichnis

    I. Einleitung 11

    I.1. Die Ausgangsproblematik 11I.2. Nutzen und Grenzen des Professionalisierungsbegriffs 13I.3. Definitionen zur Einteilung der in der Krankenpflege ttigenPersonen 22I.4. Forschungsstand und forschungsleitende Fragestellungen 25I.5. Die Quellen 32

    II. Hauptteil 35II.1. Die Krankenpflege seit dem frhen 19. Jahrhundert 35

    II.1.1. Die Rahmenbedingungen: die politischen und

    rechtlichen Strukturen in Preuen 35II.1.2. Die Krankenpflege am Ende des 18. Jahrhunderts 40II.1.3. Forderungen von Vertretern der Aufklrung und dieInitiativen von Franz Anton Mai 45II.1.4. Die Grndung der Krankenpflegeschule an der Charit 50II.1.5. Gescheiterte Plne zur Reform desKrankenpflegewesens im Zuge der Medizinalreform 57II.1.6. Religiser Aufbruch, Caritas und Missionskonkurrenz:Der Erfolg der konfessionellen Krankenpflege 61

    II.1.6.1. Die katholische Krankenpflege 61II.1.6.2. Die evangelische Diakonie 64II.2. Die Krankenpflege als qualifizierter Frauenberuf: Englandals Vorbild fr Preuen? 68

    II.2.1. Krankenpflege-Reformen in England: Etablierung einesqualifizierten Frauenberufs in der zweiten Hlfte des 19. Jahr-hunderts 68II.2.2. Rudolf Virchows Initiative zur Reform derKrankenpflege in Berlin 76II.2.3. Die Entstehung der Schwesternschaften des RotenKreuzes 81

    II.3. Das Scheitern einer staatlich gefrderten "weltlichen"Krankenpflege in den 1870er Jahren 90

    II.3.1. Die Initiativen der Bezirksregierung Dsseldorf und desApothekers Lehfeldt 90II.3.2. Das Scheitern der Reformversuche des preuischenKultusministeriums 95

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    II.4. Die Entwicklung der Krankenpflege bis zu den 1880erJahren 101

    II.4.1. Statistische Gegebenheiten 101

    II.4.2. Die Krankenpflege als nichtstaatliche Aufgabechristlicher Verbnde 109II.5. Umbruch in der Krankenpflege durch Expansion desGesundheitswesens und Neuerungen in Diagnostik und Therapie 113

    II.5.1. Der Ausbau des Krankenhauswesens und die Land-krankenpflege-Bewegung 113II.5.2. Die Zunahme des Krankenpflegepersonals nach denstatistischen Erhebungen von 1898 und 1909 118II.5.3. Bedingungen fr die Ausbung der Krankenpflege-

    ttigkeit 122II.5.4. Wurde die Krankenpflege zum "brgerlichen Frauen-beruf"? 126II.5.5. Steigende fachliche Anforderungen an das Kranken-

    pflegepersonal 130II.6. Die Leistungen, Interessen und politischen Mitwirkungs-mglichkeiten der Krankenpflegeverbnde 138

    II.6.1. Modernisierungsforderungen und konfessionelleSelbstbehauptung: die katholische Krankenpflege 138II.6.2. Im Abseits: das Prsidium der Kaiserswerther General-konferenz 147II.6.3. In Konkurrenz zur Mutterhausdiakonie: derEvangelische Diakonieverein 149II.6.4. Dem Militr verpflichtet: die Schwesternschaften desRoten Kreuzes 154II.6.5. Im Kampf um Anerkennung: die B.O.K.D.-Schwesternzwischen Mutterhausverbnden und Gewerkschaften 158II.6.6. In der schwchsten Position: Wrter und Wrterinnen mhsamer Beginn gewerkschaftlicher Organisation 165

    II.7. Reichsgewerbeordnung, rztliche Standespolitik und dieBewegung der "wissenschaftlichen Krankenpflege" 173

    II.7.1. Die Reichsgewerbeordnung: Liberalisierung derGesundheitsberufe 173II.7.2. Die Heilgehilfen von gefgiger Untersttzung zuungeliebter Konkurrenz 175II.7.3. rztliche Standesinteressen mit Blick auf dieKrankenpflege 179

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    II.7.4. Der rztliche Kampf um die Leitungsfunktion imKrankenhaus 183II.7.5. Die Bewegung der "wissenschaftlichen Krankenpflege"

    in den 1890er Jahren 192II.7.5.1. Das rztliche Netzwerk 192II.7.5.2. Martin Mendelsohns "Comfort des Kranken" und die"Notes on Nursing" 194II.7.5.3. Die Bemhungen Martin Mendelsohns um dieEtablierung der "wissenschaftlichen Krankenpflege" 199

    II.8. Entwrfe zur Reform der Krankenpflege von brgerlicherFrauenbewegung und rztlicher Seite 207

    II.8.1. Reformentwrfe aus dem Umfeld der brgerlichen

    Frauenbewegung 207II.8.2. Der Reformentwurf Otto Mugdans 213II.8.3. Der Reformentwurf Eduard Dietrichs 215

    II.9. Die gesetzgeberischen Entscheidungsprozesse zwischen1900 und 1914 222

    II.9.1. Das institutionelle Gefge: gesetzgeberischeMglichkeiten und beteiligte Institutionen 222II.9.2. Die Angriffe Otto Antricks und die Reaktionen vonReichsregierung und preuischer Regierung 226II.9.3. Die Verzgerungstaktik der Reichsregierung zurAbwehr von Forderungen aus dem Reichstag 232II.9.4. Vor den Entscheidungen auf Reichsebene: gesetz-geberische Vorarbeiten zwischen 1900 und 1903 240II.9.5. Der Weg des Reformpakets durch Reichsgesundheitsratund Bundesrat 243II.9.6. Die Umsetzung des Bundesratsbeschlusses in Preuendurch Einbeziehung von Kommunen und Verbnden 246II.9.7. Normierung der theoretischen Anforderungen: die He-rausgabe des amtlichen Krankenpflegelehrbuchs von 1909 257II.9.8. Folgen der Einfhrung der Krankenpflegeprfung biszum Vorabend des 1. Weltkriegs 262

    III. Ergebnisse 267III.1. Die Krankenpflege: Stiefkind des preuischenMedizinalwesens 267III.2. Kein bergang zum Krankenpflegeb