Anmerkungen zur Anatomie des anatiden Auges. Auges. ... Die Konstruktion des anatiden Auges weist eine Reihe von Optimierungen auf: ... Das Wachstum der Augpfel lie im Laufe der

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  • Anmerkungen zur Anatomie des anatiden Auges. von Dr.rer.nat. pa Trick Martin In meinem letztjhrigen Vortrag legte ich dar, dass der Planet Entenhausens nicht von einem, sondern von drei Monden umkreist wird; mit meinem heutigen Beitrag will ich zeigen, dass die anatiden Bewohner Entenhausens nicht zwei Augen haben, sondern eigentlich nur eines. Die Entenhausener Lebewelt verfgt ber Sehorgane, welche sich von den uns bekannten grundlegend unterscheiden. Insekten etwa weisen nur in Ausnahmefllen Facettenaugen auf, meist handelt es sich um Linsenkonstruktionen.

    Da kann es eigentlich kaum verwundern, dass weibliche Insekten (hier: die Ameisenknigin) gar bewimpert sind.

    Helferlein kommt offenbar ganz ohne optische Einrichtungen aus. Auch die Augenkonstruktion des Anatiden unterscheidet sich grundlegend von der unsrigen. Wir wollen heute diesem Umstand einen nheren Blick widmen.

    Bereits in meinem epochemachenden Werk ber die Abstammung der Arten, welches womglich noch ganzen Generationen aufstrebender Donaldisten als Steinbruch fr revolutionre Ideen dienen mag, bemerkte ich dort mehr am Rande dass die Augenhhlen (Orbitae) der Bewohner Entenhausens miteinander in Verbindung stehen (Abb. 1). Offenbar fehlen Teile des Siebbeines (Os ethmoidale) bzw. des Stirnbeines (Os frontale, s. Abb. 2).

  • Abb. 1 a/b: Das Licht fllt seitlich durchs die Augenhhle.

    Abb. 2a: Linke Orbita des Menschen von vorn 1 Foramen ethmoidale, 2 Canalis opticus, 3 Fissura orbitalis superior, 4 Fossa sacci lacrimalis, 5 Sulcus infraorbitalis, 6 Fissura orbitalis inferior, 7 Foramen infraorbitale Abb. 2b: Linke Orbitalregion vom Hund von vorn-oben-seitlich

    1 Processus zygomaticus des Stirnbeins, 2 Foramina ethmoidalia, 3 Canalis opticus, 4 Fissura orbitalis, 5 Fossa sacci lacrimalis, 6 Foramen sphenopalatinum, 7 Foramen palatinum caudale, 8 Foramen maxillare, 9 Processus frontalis des Jochbeins, 10 Processus coronoideus des Unterkiefers, 11 Processus temporalis des Jochbeins, 12 Processus zygomaticus des Schlfenbeins, 13 Foramen alare rostrale, UK Unterkiefer, Fpp Fossa pterygopalatina Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Augenhhle Der menschliche Augapfel ist annhernd eine Kugel von ca. 22 mm Durchmesser. Er wird von insgesamt 6 Augenmuskeln bewegt, die ein Rotation in vertikaler wie in horizontaler Richtung zulassen (Abb. 3).

    Abb. 3: Darstellung der sechs Augenmuskeln im linken Auge, von vorne gesehen. Dargestellt sind jeweils die Ansatzstellen an der Lederhaut des Auges.

    Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Augenmuskeln

  • Diese Konstruktion lsst sich nun nicht ohne Weiteres auf das anatide Auge bertragen. Die Platzverhltnisse erlauben hier keine Kugelform, der anatide Augapfel muss allein schon aus Platzgrnden - eifrmig oder gar unregelmig geformt sein. Hieraus ergibt sich jedoch die Unmglichkeit der freien Rotation - gleichwohl scheint das anatide Auge aber ber volle Beweglichkeit zu verfgen

    Abb. Verschiedene Blickrichtungen Der Anatide vermag seinen Blick chamleongleich sogar in zwei unabhngige Richtungen zu richten.

  • Abb. Erratische Blicke

    Im juvenilen Stadium ist der Augapfel im Verhltnis zum Schdel deutlich kleiner. Beim jungen Dagobert Duck betrgt das Augenvolumen nherungsweise 2,5% des Schdelvolumens, beim adulten Dagobert hingegen fast 20%! So kommt es wohl in der Pubertt zu einem berdimensionalen Augenwachstum.

  • Abb. 7: Konstruktionsprinzip des menschlichen Auges. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Auge.png Abb. 7: Iris und Pupille

    Quelle: http://www.tedmontgomery.com Was beim Menschen als Pupille wahrgenommen wird, ist tatschlich der sichtbare Teil der Linse, welche das Licht fokussiert und auf der Netzhaut abbildet. Ein Teil der Linse wird von der Regenbogenhaut (Iris) verdeckt, welche als Kreisblende fungiert und so die einfallende Lichtmenge reguliert. Je nach Pigmentierung ist die Regenbogenhaut verschieden gefrbt (von hellblau bis dunkelbraun; bei Fehlen von Pigmenten rot) und durch die Ziliarmuskulatur radial strukturiert (Abb.). Die Regenbogenhaut des Anatiden ist im Allgemeinen nicht sichtbar. Sie tritt aber zu Tage, wenn sich die Pupille auf Grund eines sympathischen Schockzustandes verkleinert. Die anatide Regenbogenhaut liegt also hinter der Linse. Des Weiteren ist zu bemerken, dass die Iris (Ziliarmuskulatur) nicht radial strukturiert ist, sondern vielmehr circulre Strukturen aufweist: Je grer der Schockzustand, um so mehr Ringe sind sichtbar. Abbildungsseite: 1 Iris - Ring

  • Abbildungsseite: 2 Iris Ringe

  • UNZENTRIERT

  • Abbildungsseite: 3 und mehr Iris-Ringe

  • Insbesondere bei Damen tritt die Regenbogenhaut auch im Ruhezustand zu Tage

    Bei Daisy Duck steht jedoch zu vermuten, dass es sich um Kontaktlinsen handelt, wenn sie fallweise doch mit sichtbarer Iris auftritt.1

    1 Auf die Tatsache, dass nur weibliche Individuen ber Wimpern verfgen, und das auch nur am oberen Augenlid, sei auch hier nur am Rande verwiesen. Es ist dies im brigen ein fundamentales Unterscheidungskriterium zwischen mnnlichen und weiblichen Personen.

  • Die anatide Pupille ist im Normalzustand weit offen, meist deutlich elliptisch und weist manchmal einen seitlichen Einschnitt auf, wobei es sich offenbar um eine Lichtspiegelung handelt.

    Diese Glanz ist jedoch zwingend vom Kalten Glitzern zu unterscheiden hier ist Vorsicht geboten.

  • Wie bereits erwhnt kommt es - wie auch beim Menschen - im Stress- oder Schockzustand kommt es zu einer Grennderung der Pupille, bei Anatiden ist dies meist eine Verengung, die in Einzelfllen bis zu einem vlligen Verschwinden fhren kann.

    Weiterhin ist die Pupille bei emotionaler Erregung zu bemerkenswerten Formwandlungen fhig dies ist jedoch ein Effekt, der durch die Morphotheltheorie hinreichend erklrt wird, sind spontane Formwandlungen in Entenhausen doch an der Tagesordnung. Einzig Hexen sind bekanntlich zu willentlichem Morphen fhig.

  • Abbildungsseite Pupillenformen

  • Bei bestimmten Stressformen tritt die Linse zudem deutlich aus dem Augapfel hervor. Durch die Ausstlpung der Hornhaut wird hnlich wie bei Katzen eine Verbesserung der optischen Leistung erreicht.

  • Da nun, wie oben erlutert, die Form des anatiden Augapfels eine Vertikalrotation gar nicht zulsst, gleichwohl eine Pupillenbewegung in allen mglichen Freiheitsgraden mglich ist, kann dies nur bedeuten, dass es die Linse selbst ist, welche sich innerhalb des Glaskrpers bewegt. Es erscheint hierbei wahrscheinlich, dass diese Bewegung funktionell ber die umgeformte extraokulre Augenmuskulatur (Abb. 3) und nicht ber die intraokulre Muskulatur der Iris (Musculus sphincter pupillae bzw. Musculus dilatator pupillae) bzw. der Linse (Musculus ciliaris) geschieht. Der evolutionre Vorteil dieser Konstruktion liegt auf der Hand:

    Durch die Verschiebung der Linse entlang der optischen Achse wird ein wesentlich grerer Schrfebereich erschlossen.

    Mit der Hornhaut als Objektiv und der Linse als Okular wird somit ein Teleskopeffekt erreicht.

    Vermittels der Verschiebung der Linse, evtl. auch durch die Vernderung ihrer Gre, verfgt der Anatide somit ber eine veritables Zoomoptik.

    In Anlehnung an die unsglichen Supermensch Geschichten kann man hierbei ohne weiteres von einem Teleskopblick sprechen

  • Da man ein Teleskop aus optischen Grnden nicht ohne Weiteres als Mikroskop verwenden kann, geht, die Fernsichtigkeit zu Lasten der Nahsicht. So erklrt sich auch, dass schon die Unterscheidung von Ameisen und Termiten schwerfllt und zur Beobachtung von Insektenrennen Miskroskope ntig sind.

    Beide Effekte fallen um so strker aus, je grer das Auge ist, und hieraus erklren sich auch die vergleichsweise bergrossen Abmessungen des anatiden Augapfels. Der Maximierung der Augapfelgre ist wohl im Verlauf der Entwicklungsgeschichte die eingangs erwhnten orbitalen Knochenpartien zum Opfer gefallen, so dass die Augenhhlen nun nicht mehr durch eine (berflssige) Knochenwand getrennt werden. Die besondere optische Anordnung von Hornhaut und Linse macht es im brigen ntig, Okulare von Fernglsern direkt auf die Hornhaut zu setzen.

  • Netzhaut und Augenhintergrund hnlich wie bei Raubkatzen ist der Augenhintergrund mit einer stark reklektierenden Schicht ausgestattet. Selbst bei grter Dunkelhaut scheinen die Augen der Ducks daher zu leuchten.

    Offenbar durch einen Interferenzeffekt mit im Auge reflektiertem Licht wird in Einzelfllen bei besonders intensivem Blicken gar die Blicklinie sichtbar.

  • Das Lid Normalerweise nicht zu sehen sind die Augenlider des Anatiden. Sie sind wohl im Normalfall innerhalb der Augenhhlen verborgen

  • Interessant in diesem Zusammenhang ist eine kreuzfrmige Faltung der Augenlider insbesondere beim Verlust des Bewusstseins.

    Die Kreuzstruktur kann hierbei senkrecht/waagrecht, aber auch diagonal auftreten.

  • Trnendrsen Die Trnendrsen dienen in erster Linie dazu, Fremdkrper aus dem Auge herauszusplen.

  • Da der anatide Augapfel unbeweglich ist, ist hierfr eine erheblich grere Flssigkeitsmenge erforderlich .

  • Pathologisches Auch das anatide Auge kann erkranken. Dies kann auf Grund von Gewalteinwirkung - hier in Form eines circulren Hmatomes -

    durch bermige Lichteinwirkung (aktinische Keratopathie, vulgo: Schneeblindheit)

    oder durch schlichte beranstrengung geschehen. Bei Fehlsichtigkeit hilft der Augenarzt. Diese verschreibt im Zweifelsfalle Augenglser passender Strke.

    Oftmals wird die Notwendigkeit von Sehhilfe