Transformation der medien

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  • 1. Ulrich Dolata Jan-Felix Schrape (Hg.)Internet, Mobile Devices und die Transformation der Medien Radikaler Wandel als schrittweise Rekonfiguration
  • 2. Diese E-Book ist auch im Buchhandel oder beim Verlag als gedrucktes Paperback erhltlich: ISBN 978-3-8360-3588-0Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diesePublikation in der Deutschen Nationalbibliografie;detaillierte bibliografische Daten sind im Internetber http://dnb.d-nb.de abrufbar.ISBN 978-3-8360-0088-8 Copyright 2013 by edition sigma, Berlin.Alle Rechte vorbehalten. Dieses Werk einschlielich aller seiner Teile ist urheberrecht-lich geschtzt. Jede Verwertung auerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts-gesetzes ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlags unzulssig und strafbar. Das giltinsbesondere fr Vervielfltigungen, Mikroverfilmungen, bersetzungen und die Ein-speicherung in elektronische Systeme.Umschlagillustration: THesIMPLIFY Fotolia.com.
  • 3. InhaltVorwort 7Medien in Transformation 9Radikaler Wandel als schrittweise RekonfigurationUlrich Dolata, Jan-Felix SchrapeTEIL I: MEDIENSEKTORENDie Entwicklung von Macht- und Kapitalstrukturen in der 39deutschen MedienwirtschaftGert HautschKrise und Transformation der Musikindustrie 67Ulrich DolataNothing but the hit? 93Pfadabhngige Kompetenzentwicklung und die Adaptions(un)fhigkeitgroer TontrgerunternehmenKristian KunowZwischen Kontinuitt und Bruch 121Der Wandel des deutschen BuchhandelsJan-Felix SchrapeDer Wandel des wissenschaftlichen Publikationssystems 147durch das InternetSektorale Transformation im Kontext institutioneller RekonfigurationHeidemarie Hanekop, Volker Wittke TEIL II: MEDIENKONOMIEWeb, Wert und Arbeit 177Sabine Pfeiffer
  • 4. 6Der deutsche Mobile-Markt und die Suche nach Geschftsmodellen 199Thomas Dbler, Anna-Maria WahlNeue Architekturen der Wissenskreation? 227Die Bedeutung rumlicher und sozialer Nhe in der MedienindustrieGerhard FuchsZocken im Internet 251Zur soziotechnischen Entwicklung der mediatisierten Glcksspielindustrieam Beispiel des globalen PokerboomsGerd MllTEIL III: MEDIENFFENTLICHKEITKomplementaritt statt Konkurrenz 277Social Media und Massenmedien in der gesellschaftlichenWirklichkeitskonstruktionJan-Felix SchrapeGuttenPlag-Wiki und Journalismus 303Das Verhltnis eines neuen Medienakteurs im Social Webzu den traditionellen MassenmedienJulius Reimer, Max RuppertIm Netz der Selbstreferenz 331Facebook-Kommunikation als Antwort auf die Katastrophe des InternetSascha DickelCyberscience 2.0 357Das neue Web und die WissenschaftskommunikationRen KnigAutorinnen und Autoren 379
  • 5. VorwortDie gesellschaftlichen Medienstrukturen werden in besonderer Weise durch dieneuen Informations- und Kommunikationsmglichkeiten im (mobilen) Web be-rhrt und verndert. Der weit berwiegende Teil der in den verschiedenen Me-diensektoren produzierten Gter ist digitalisierbar, das Internet bzw. Mobile De-vices sind ideale neue Trger ihrer Verbreitung und Datenkomprimierungsstan-dards ermglichen ihren problemlosen Up- bzw. Download. Die Online- undMobiltechnologien setzen klassische Mediensektoren wie die Musikindustrie,den Buchhandel oder die Presse zum Teil massiv unter Druck. Sie stellen einge-spielte Produktions- und Vertriebsweisen infrage, verlangen nach verndertenRegeln und Geschftsmodellen, frdern das Auftreten neuer Akteure und tragenzum allgemeinen Strukturwandel der ffentlichkeit bei. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Technologien seit den1990er Jahren immer wieder als Projektionsflche fr weitreichende Erwartun-gen an einen durch sie ausgelsten radikalen Umbruch der Medien dienten. All-gegenwrtige Begriffe wie Web 2.0, Mitmachnetz, New Economy, Me-dienrevolution oder neuer Strukturwandel der ffentlichkeit haben Vorstel-lungen von einem ebenso einschneidenden wie schnellen Wandel der MedienVorschub geleistet, die als Visionen und Narrative zumeist allerdings in bemer-kenswerter Weise empirisch unabgesichert geblieben sind. In diesem Buch wird demgegenber etwas unaufgeregter und empirisch ge-erdet danach gefragt, in welchem Mae und auf welche Weise sich Mediensek-toren, Medienkonomie und Medienffentlichkeit durch das Internet und durchMobile Devices tatschlich verndern: Wie tiefgreifend ist dieser Wandel undwelche Verlaufsformen nimmt er in verschiedenen Medienbereichen an? Wiereagieren etablierte Akteure auf neue Herausforderungen und welche Rolle spie-len neue Akteure in diesen Transformationsprozessen? Stehen alte und neueffentlichkeitsstrukturen in einem konkurrierenden oder in einem komplemen-tren Verhltnis zueinander? Der Band wird durch drei thematische Schwerpunkte strukturiert: Mediensektoren: Im ersten Teil werden die durch Digitalisierung, Internet und Mobile Devices angestoenen Vernderungen und Transformationsdy- namiken in ausgewhlten Mediensektoren analysiert. Nach einem orientie- renden berblick ber die deutsche Medienwirtschaft folgen Fallstudien zum Wandel der Musikindustrie, des Buchhandels und des wissenschaftli- chen Verlagswesens. Medienkonomie: Der zweite Teil befasst sich mit Facetten des medienko- nomischen Wandels. Die Beitrge dieses Schwerpunkts untersuchen Vern- derungen in den Wertbildungs- und -realisierungsprozessen, die Strukturen
  • 6. 8 und Dynamiken des neuen Marktes fr Mobile Devices, die Herausbildung des Marktes fr Glcksspiele im Internet sowie und den Wandel regionaler Mediencluster. Medienffentlichkeit: Im Mittelpunkt des dritten Teils schlielich stehen Verschiebungen in den medial vermittelten ffentlichkeitsstrukturen. Dazu werden das Verhltnis von Massenmedien und Social Media, das Zusam- menspiel von klassischem Journalismus und investigativen Netzaktivitten, Kommunikationsstrukturen auf Social-Networking-Sites sowie neue For- men der netzbasierten Wissenschaftskommunikation analysiert.Der Grundtenor der Beitrge dieses Bandes ist, dass sich der in der Tat einschnei-dende Wandel, der sich derzeit in den verschiedenen Mediensektoren und -be-reichen vollzieht, nicht als radikaler Bruch in kurzer Frist fassen lsst, sondernals schrittweiser und diversifizierter Restrukturierungsprozess begriffen werdensollte. Weit typischer als der schnelle und fundamentale Austausch von Medien-akteuren, -strukturen und -arenen sind Prozesse sukzessiven und kumulativenWandels, die sich ber ein oder zwei Jahrzehnte hinziehen und sich mit der Zeitdurchaus zu radikalen Neuausrichtungen verdichten knnen. Die Entstehung dieses Bandes geht auf eine Tagung der Sektion Wissen-schafts- und Technikforschung der Deutschen Gesellschaft fr Soziologie (DGS)zurck, die unter dem Titel Das Internet und der Wandel von Mediensektorenim November 2011 an der Universitt Stuttgart stattgefunden hat und von derdortigen Abteilung fr Organisations- und Innovationssoziologie organisiertwurde. An diese Tagung schloss sich im Februar 2012 ein zweitgiger Autoren-workshop in Stuttgart an, auf dem die in diesem Band versammelten Beitrgeintensiv diskutiert und aufeinander abgestimmt wurden. Wir haben natrlich den Autorinnen und Autoren des Bandes zu danken,die nicht einfach nur geliefert, sondern ihre eigenen Beitrge einer intensivenDiskussion ausgesetzt und die Beitrge der anderen kritisch kommentiert haben.Wir mchten auch Raymund Werle danken, der wichtige Akzente nicht nur alsDiscussant auf dem Autorenworkshop gesetzt hat, sondern den gesamten Ent-stehungsprozess des Buches mit seinen Anregungen und Kommentaren begleitethat. Manuela Marquardt hat uns bei der inhaltlichen Durchsicht der Texte undin der Textbearbeitung mageblich untersttzt. Und schlielich sind wir RainerBohn fr seine instruktive Begutachtung der Manuskripte und seine gewohntsorgfltige verlegerische Arbeit zu Dank verpflichtet. Der von uns allen sehr geschtzte Kollege Volker Wittke, der an diesemBuch noch mitgewirkt hat, ist im August 2012 verstorben. Ihm ist dieser Bandgewidmet.Stuttgart, November 2012 Ulrich Dolata, Jan-Felix Schrape
  • 7. Medien in TransformationRadikaler Wandel als schrittweise RekonfigurationUlrich Dolata, Jan-Felix Schrape1 Medien: Wandel Wirtschaft ffentlichkeitDigitalisierung, internetbasierte Technologien und neue mobile Anwendungenprgen den derzeitigen Wandel in allen relevanten Medienbereichen ob Musikund Film, Buch, Zeitungen und Ze