Management Special Ausgabe 5 2011

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  • 1. Management Special Expertise aus Wirtschaft und Personalmanagement Ausgabe 5 2011Sehr geehrte Leserin, Inhaltsehr geehrter Leser, Vom Fachkrftemangel zum Personalbedarf die Zeit ist endlich reif zum Handeln!die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch. Gradlinige Lebenslufe werden immer Unternehmen mssen sich intensiver um ihre Mitarbeiterseltener, langjhrige Betriebszugehrigkeiten werden bald schon der Vergangenheit kmmern, wenn sie dem drohenden Personalmangel vor-angehren. Der Arbeitnehmer wechselt immer hufiger die Stelle. Je gefragter die beugen wollen.Qualifikationen eines Mitarbeiters auf dem Arbeitsmarkt, umso mehr muss ein mehrUnternehmen investieren, um ihn zu halten. Die Zukunft der Arbeit unter die LupeWie knnen sich Unternehmen heute als attraktiver Arbeitgeber prsentieren, um genommenMitarbeiter langfristig zu halten? Wie wird sich die Arbeitwelt entwickeln? Diesen Arbeitnehmer planen Karriere und Leben immer selbst-Fragen wollen wir in dieser Ausgabe von Management Special auf den Grund bewusster. Eine Herausforderung fr jedes Unternehmen.gehen. mehrBlicken Sie mit unseren Experten zunchst in die Zukunft des Arbeitsmarktes. Wir Eine echte Win-Win-Situationbieten Ihnen Lsungsanstze, wie Sie Ihr Unternehmen auf den zunehmenden Ein Interview ber Vertrauen, Mitarbeiterbindung undArbeitskrftemangel vorbereiten oder diesen gar umschiffen knnen. Lernen Sie den Wettbewerb Deutschlands Beste Arbeitgeber.die neuen Lebensstile und Anforderungen der selbstbewussten Arbeitnehmer von mehrmorgen kennen. Erfahren Sie, wie ein Arbeitgeberwettbewerb Unternehmen hilft,die eigene Attraktivitt zu steigern und Mitarbeiter zu gewinnen. Zudem stellen Was macht Unternehmen zu attraktiven Arbeit-wir Ihnen zwei erfolgreiche Instrumente vor, mit denen die DIS AG gezielt die gebern in der Arbeitswelt der Zukunft?individuellen Wnsche sowie Karriere- und Lebensplanungen Ihrer Mitarbeiter Bei der DIS AG arbeiten alle gemeinsam daran, die Attrak-untersttzt. Machen Sie zu guter Letzt den Test, wie attraktiv Ihr Unternehmen tivitt des Unternehmens weiter zu steigern.derzeit fr Arbeitnehmer ist. mehr Karrierebegleiter ein Leben langBei der Lektre des Management Special wnsche ich Ihnen nun viel Vergngen! Zwei Personen, zwei individuelle Lebens- und Berufswege. Beide vertrauen bei der Umsetzung ihrer persnlichen Ziele auf den gleichen starken Partner. mehr Checkliste Ist ihr Unternehmen ein attraktiver Arbeitgeber? Machen Peter Blersch, Sie den Selbsttest. Chief Operating Officer der DIS AG mehr 1
  • 2. Management Special Ausgabe 5 2011Vom Fachkrftemangel zum Personalbedarf die Zeit ist endlich reif zum Handeln!Der dramatische Fachkrfte- und Nachwuchsmangel behindert immer mehr die wirtschaftliche Ent-wicklung, so die deutschen Verbnde. Gesamtmetall meldet, dass in jedem zweiten Betrieb heuteschon die Produktion beeintrchtigt ist, weil Fachkrfte fehlen. Soweit die Presseschau aus dem Jahr1989. Mehr als 20 Jahre spter klingen die Meldungen hnlich und es stellt sich die Frage, warum inder Zwischenzeit scheinbar nichts passiert ist.Der zentrale Grund fr die Passivitt auf allen Ebenen war die lange Zeit vorherrschende Meinung,dass der Fachkrftemangel ein Problem einzelner Branchen und spezieller Qualifikationen sei. Sowurde das Fehlen von Lehrern oder IT-Krften beklagt, gleichzeitig setzten Unternehmen andererBranchen aber auf die Frhverrentung, wiederum andere reduzierten ihre Ausbildungspltze. Auch Kai Gramke leitet als Mitglied derdie Politik war nicht schuldlos, stand doch die Vollbeschftigung im Mittelpunkt der Arbeitsmarkt- Geschftsleitung der Prognos AGpolitik der letzten Jahrzehnte. Heutzutage muss das Wort Vollbeschftigung fast schon in einem den Bereich Wirtschaft und Arbeit,Atemzug mit dem Fachkrftemangel verwendet werden. Denn lngst geht es nicht mehr allein der sich hauptschlich mit gesamt- wirtschaftlichen Fragestellungen zudarum, fr jeden Arbeitssuchenden einen Arbeitsplatz zur Verfgung zu stellen. Vielmehr stehen den Auswirkungen der GlobalisierungUnternehmen immer hufiger vor der Aufgabe, fr einen angebotenen Arbeitsplatz die geeignete und des demografischen WandelsArbeitskraft zu finden. Allerdings: Der Begriff Fachkrftemangel greift hierfr zu kurz. u. a. auf Branchen und die sozialen Sicherungssysteme beschftigt. Ein persnlicher Schwerpunkt seiner Arbeit ist der zuknftige Fachkrfte-Bis 2030 werden 5 Millionen Arbeitskrfte fehlen mangel.Erst allmhlich setzt sich die Erkenntnis durch, dass es sich beim als Fachkrftemangel tituliertenPhnomen um eine gesamtwirtschaftliche Herausforderung handelt, die zudem struktureller Naturist. Die mageblichen Einflussfaktoren fr den zu erwartenden Mangel sind der demografische Wan-del und die Globalisierung. Ersterer fhrt zu einem generellen Rckgang der Personen im erwerbs-fhigen Alter, letzterer beschleunigt den Strukturwandel sowie die internationale Arbeitsteilungund fhrt zu steigenden Anforderungen an die heimischen Arbeitspltze, die in qualifikatorischenMismatches mnden knnen.Das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos hat mit der Studie Arbeitslandschaft 2030 erstmals dieHerausforderung gesamtwirtschaftlich und detailliert nach Branchen, Fachrichtungen und Qualifika-tionsniveaus dargestellt. Nach unseren Berechnungen vergrert sich die Arbeitskrftelcke schonheute sprbar. Wir gehen davon aus, dass bereits 2015 knapp 3 Millionen Personen auf dem Arbeits-markt fehlen werden. Wenn hier keine umfnglichen Vernderungen eintreten, droht Deutschlandim Jahr 2030 ein Arbeitskrftemangel von rund 5 Millionen Personen.Studie: Alle Qualifikationsniveaus werden betroffen seinDer Arbeitskrftemangel tritt zunchst vor allem bei Akademikern auf. So knnen im Jahr 2015 bei-spielsweise rund 1 Millionen Stellen fr Hochschulabsolventen nicht besetzt werden, darunter alleine280.000 Stellen fr Ingenieure. Bis 2030 knnten ber ein Viertel der Arbeitspltze fr Hochschul-absolventen (rund 2,5 Millionen) nicht besetzt werden. Im Bereich der beruflichen Abschlsse wrden2015 rund 1,5 Millionen Personen fehlen, bis 2030 wrde sich diese Zahl auf ber 2 Millionen erhhen.Der Mangel wird dabei in nahezu allen Branchen und Qualifikationsniveaus sprbar werden indiesem Zusammenhang kann zuknftig von umfassendem Arbeitskrftemangel gesprochen werden,statt nur vom Fachkrftemangel.Neben diesen zum Teil dramatischen Ergebnissen zeigt die Studie aber auch, dass es derzeit nochmglich ist, dem Mangel vorzubeugen und ihn im Idealfall zu verhindern. Hierzu sind teilweiseerhebliche Vernderungen in fnf Handlungsfeldern erforderlich: eine Erhhung der Erwerbsbetei- 2
  • 3. Management Special Ausgabe 5 2011ligung, vor allem bei Frauen und lteren Erwerbspersonen, eine vernderte Bildungsbeteiligung, dieeinerseits zu einem hheren Anteil an Hochschulabsolventen fhrt und andererseits bestehendeBildungslcken durch gezielte Fortbildung schliet, eine moderate Ausweitung der