Click here to load reader

Erste Bestandsaufnahme am Beispiel biosimilaren Infliximabs

  • View
    708

  • Download
    4

Embed Size (px)

Text of Erste Bestandsaufnahme am Beispiel biosimilaren Infliximabs

Der neue TK-PowerPoint-Style

Erste Bestandsaufnahme am Beispiel biosimilaren InfliximabsTim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016

Nr.|

Ausgabenentwicklung21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016

Arzneimittelausgaben der GKV sehr hoch2014: 33,36 Mrd. 2015: ca. + 5 %, d.h. ca. 35 Mrd. Kostentreiber sind vor allem teure Innovationen (Sovaldi-Effekt), z.B. die sogenannte Immunonkologie und die Kombinationstherapien in der OnkologieJTK Immunonkologie: ca. 100.000 *JTK fr Kombinationstherapien in der Onkologie: ca. 200.000 *

*Quelle: G-BA Beschluss zu Nivolumab

Nr.|Status quo der Biologika-Therapie21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016Patentablufe und Wettbewerb einiger umsatzstarker Biologika

*Quelle: AVR 2015

Aber:Zum Teil kritische Bewertung der Extrapolation der IndikationenDie Deutsche Rheumaliga sieht insbesondere vor dem Hintergrund der Komplexitt immunologischer Krankheitsbilder die Extrapolation der Indikation als kritisch an. Befrwortet wird daher die Aufnahme der Biosimilars in das Beobachtungsregister Rabbit.Quelle: Glaeske G. et al: Faktenbuch Rheuma, Februar 2016WirkstoffGKV Nettokosten 2014 *Patentablauf Biosimilars im MarktInfliximab238,5 Mio. 02/20152 Anbieter, seit 02/2015Insulin glargin245,3 Mio. 05/20151 Anbieter, seit 09/2015Etanercept477,5 Mio. 08/20151 Anbieter, seit 02/2016Adalimumab803,8 Mio. 04/2018In Zulassungsprfung

Sicherheit und Vertrauen zur Gleichwertigkeit der Produkte muss geschaffen werden

Nr.|TK-BDRh-Rheumavertrag sichert bestmgliche Biologika-Therapie

21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016Vertrag frdertAuswahl der Arzneimittel nach evidenzbasierten und patientenindividuellen KriterienDokumentation der TherapieentscheidungAktive Begleitung der Patienten in Phase der TherapieumstellungSprechende MedizinAkzeptanz der TherapieWirtschaftlichkeit Therapiefreiheit

Der Vertrag ist somit ein positives Beispiel, wie die Vielfalt der Versorgung mit wirtschaftlichen Gesichtspunkten verbunden werden kann. Dies ist in jedem Fall Vertragskonstrukten vorzuziehen, bei denen durch exklusive Ausschreibungen nur einzelne Produkte profitieren und im Ergebnis nicht diese Auswahl an wirtschaftlichen Medikamenten fr eine optimale Therapieauswahl zur Verfgung steht.Dr. med. Edmund Edelmann, Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V.: Rheumamanagement, Sept./Okt. 2015

Nr.|

4

Bundesweit grter Vertragsansatz

21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016Beteiligung von 50 Krankenkassen

Gemeinsamer Marktanteil der beteiligten Krankenkassen liegt bei ca. 39% des GKV-MarktsBDRh: Bundesweiter Berufsverband

Vertritt ca. 450 (Fach-) rzte, die die Versorgung der Rheumapatienten in Deutschland bundesweit sicher stellen

Vertragspartner stehen im Austausch mit der Deutschen Rheuma-Liga

Nr.|

5

Krankenkassen als Partner der Rheumatologen21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016Bundesweite VeranstaltungenVorstellung des Vertrags u.a. auf: BDRh-KongressDGRh-Kongress

Untersttzung fr teilnehmende rzteUnabhngige Arzneimittelinformationen Pharmazeutische Arztberatung Elektronische Arztdokumentation Betreuungsanstze fr PatientenKonsentierte Einbindung des TK-ArzneimittelCoachs Entwicklung der Beratungsinhalte gemeinsam mit dem BDRh

Nr.|

6

Herausforderungen gemeinsam bewltigen

21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016Biologika-TherapieWann ist der richtige Startpunkt fr eine Biologika-Therapie?Welcher TNF-alpha-Inhibitor soll eingesetzt werden?Welche neuen Konzepte sind zu erwarten?Sind Biosimilars wirklich neu?TherapieindividualisierungDie Qualitt heutiger Behandlungsmglichkeiten fr die RA hat zu hochgesteckten Therapiezielen wie Remission gefhrt, die in vielen Fllen auch erreicht werden. Patientenwnschen entsprechend, aber auch aus konomischen Grnden wird vermehrt die Mglichkeit diskutiert, nach erreichen des Therapieziels die Behandlung zu reduzieren und letztlich versuchsweise abzusetzen.K. Krger, E. Edelmann: Therapieabbau bei stabil eingestellter rheumatoider Arthritis. Zeitschrift fr Rheumatologie, 5, 2015

Nr.|

7

Startpunkt der Biologika-Therapie

21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016Regionale Unterschiede in der TherapieAnteil der TK-versicherten Rheumapatienten mit Biologika-TherapieBaden-Wrttemberg: 2,5% vs. Nordrhein: 1,7%(Verordnungsdaten des Jahres 2008)G. Glaeske, R. Windt, F. Hoffmann: Projektbericht Spezialprparate-Verordnungen. 2010Umsatz DMARDs (inkl. Biologika) fr Therapie der RA je Einwohner Rheinland-Pfalz: 6,58 Euro vs. Mecklenburg-Vorpommern: 17,35 Euro(Verordnungsdaten des Jahres 2008)C. Bensing, A. Kleinfeld: Medikamentse Therapie der frhen rheumatoiden Arthritis. Monitor Versorgungsforschung, 3/2009

Leitlinie | Empfiehlt sequenzielles Vorgehen in Abhngigkeit von Therapieerfolg und Krankheitsaktivitt

Rheumavertrag | Bundesweite Patientendokumentation und Pharmazeutische Arztberatung zur Untersttzung der rzte

Nr.|

8

Auswahl des Therapiekonzepts

21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016Applikationsart | i.v. vs. s.c. patientenindividuell auswhlenTherapiekonzept | Grundstzlich austauschbare oder vergleichbare Therapiekonzepte (s. Leitlinie) im Einzelfall Unterschiede relevant

Umsetzung |

Nr.|

9

Bercksichtigung neuer Therapiekonzepte

21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016Wirtschaftlichkeitspriorittenliste ab 02/2016WirkstoffPrparatHerstellerCertolizumabCimziaUCBEtanerceptEnbrelPfizerGolimumabSimponiMSDInfliximabInflectraHospiraInfliximabRemicadeMSDInfliximabRemsimaMundipharmaUstekinumabStelaraJanssen-Cilag*SecukinumabCosentyxNovartisAbataceptOrenciaBMSAdalimumabHumiraAbbVieTocilizumabRoActemraRoche / Chugai

Aufnahme neuer Therapiekonzepte / neuer Arzneimittel ist jederzeit mglichBercksichtigung ist im gemeinsamen Interesse von rzten und Patienten umzusetzen

Sind Biosimilars wirklich neu?

Nr.|

10

Sind Biosimilars wirklich anders als das Original?21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016Aber | rzte und Patienten haben derzeit nicht das Vertrauen laufende Therapien umzustellen. ber Open House-Anstze kann entsprechend notwendige Vielfalt sicher gestellt werden Aufgrund der bisherigen Vertragsabschlsse zeigt sich, dass mit diesem Vertrag die notwendige Vielfalt der Arzneimittelversorgung mit einer wirtschaftlichen Versorgung verbunden wird. Die ist ein groer Vorteil gegenber Vertrgen, die von vornherein nur eine begrenzte Anzahl von Vertragspartnern vorsehenDr. med. Edmund Edelmann, Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V.: Rheumamanagement, Sept./Okt. 2015

Zulassungsexpertennein

GCP-/GMP-Regelnnein

Pharmaindustrienein

Fazit | Exklusive Ausschreibungen und einseitige Quoten verhindern den langfristigen, sinnvollen Einsatz von vergleichbaren Biologika mit gleichem INN

Nr.|

11

Ist Therapieindividualisierung mglich?Chatzidionysiou K, van Vollenhoven RF(Karolinska Institutet, Stockholm, Sweden)

When to initiate and discontinue biologic treatments for rheumatoid arthritis (Review). J Intern Med 2011; 269:614625.

Discontinuation of biologics

As discussed earlier, the goal of treatment for RA is clinical remission. An additional refinement of that goal is biologic-free remission, which is important with respect to long-term safety issues, patient comfort and health economics.

31.01.2015 ___________________________________________________________________________________________________________________________________________21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016

Nr.|Individualisierung der Biologika-Therapie bei stabiler Remission

21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016Aktuell keine ausreichende Evidenz fr die Bercksichtigung von strukturierten Therapieanstzen zur Dosisreduktion bei stabiler Remission in einem zuknftigen DMP-RheumaQuelle: Vorbericht des IQWiG zur Leitlinienrecherche fr DMP Rheumatoide Arthritis, https://www.iqwig.de/download/V14-02_Vorbericht_Leitlinienrecherche-und-bewertung-fuer-ein-DMP-Rheumatoide-Arthritis.pdfStudien zur Deeskalation biologischer DMARDsPRIZE, OPTIMA, AVERT, RETROQuelle: Glaeske G. et al: Faktenbuch Rheuma, Februar 2016

RETRO 2 bertragung der Studienanstze auf reale Versorgung, um Grundlage fr Bercksichtigung der Therapieindividualisierung in einem zuknftigen DMP-Rheuma zu schaffen

Rheumavertrag ermglicht erforderliches enges Monitoring und engmaschige Betreuung der Patienten bei Therapieindividualisierung

Nr.|

13

Fazit Status quo Biologika-Therapie

21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016

Kooperative Anstze sind wichtig, um Weiterentwicklungen in der Medizin voran zu treibenTK-BDRh-Rheumavertrag trgt zur Beantwortung vieler Fragen beiDennoch bleibende Herausforderungen:TherapieindividualisierungKostenentwicklung (z.B. Immunonkologie)Was bringt der Pharmadialog?

Nr.|

14

Faktenbuch Rheuma

21. Handelsblatt Jahrestagung Pharma , Tim Steimle, Frankfurt, 23. Februar 2016Weiterentwicklung des Themas Biologika-Therapie bei Rheumatoider ArthritisFrderung nachhaltiger Kosteneinsparungen Verffentlichung von TK in Zusammenarbeit mit Prof. Gerd diese Woche

Inhalte u.a.:Evidenz der Biologika in der Therapie der RANeue

Search related