Generative Grammatik Ασκησεις

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generative Grammatik bungen

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  • Jule Philippi / Michael Tewes

    Basiswissen Generative GrammatikUTB (2010); Mnchen u.a.

    LSUNGSVORSCHLGE

    UTB 3317ISBN 978-3-8252-3317-4

  • Inhaltsverzeichnis

    Inhalt

    Kapitel 2 ......................................................................................................................3Abschnitt 2.3 ........................................................................................................3Abschnitt 2.5 ........................................................................................................5Abschnitt 2.6 ........................................................................................................8Abschnitt 2.7 .......................................................................................................11

    Abschnitt 2.7.1 ..............................................................................................11Abschnitt 2.7.2 ..............................................................................................12

    Kapitel 3 .....................................................................................................................17

    Kapitel 4 .....................................................................................................................20

    Kapitel 5 .....................................................................................................................22

    Kapitel 6 .....................................................................................................................24Abschnitt 6.1 .......................................................................................................24Abschnitt 6.2 .......................................................................................................30Abschnitt 6.3 .......................................................................................................36Abschnitt 6.4 .......................................................................................................40

  • Kapitel

    Abschnitt .3

    1) HandeltessichbeidenWortkettena)bisd)umKonstituentendesfolgendenSatzes?BegrndenSie!

    FerkelnimmteinBad.a) einBadb) Ferkelnimmtc) nimmteinBadd) nimmtein

    a) Ein Bad ist eine Konstituente. Dafr sprechen folgende Konstituententests: Ersetzungstest:

    Ferkel nimmt einen Mundvoll Honig. Pronominalisierungstest:

    Pu hat gestern ein Bad genommen und Ferkel nimmt es heute. Fragetest:

    Was nimmt Ferkel? Koordinationstest:

    Ferkel nimmt ein Bad und einen Mundvoll Honig. Topikalisierungstest:

    ein Bad nimmt Ferkel Parenthesentest:

    Ferkel nimmt glaube ich ein Bad.

    b) Ferkel nimmt ist keine Konstituente, denn es gibt keine Proform, durch die man Ferkel nimmt ersetzen kann. Auch kann man Ferkel nimmt nicht erfragen. Eben-so fhren auch alle anderen Tests zu ungrammatischen Ergebnissen.

    c) nimmt ein Bad ist eine Konstituente. Das zeigen folgende Konstituententests: Ersetzungstest:

    Ferkel holt einen Luftballon. Pronominalisierungstest:

    Ferkel macht es. Fragetest:

    Was macht Ferkel?

  • Kapitel 2

    Koordinationstest:Ferkel nimmt ein Bad und geht ins Bett.

    Parenthesentest:Ferkel glaube ich nimmt ein Bad.

    d) nimmt ein kann nicht erfragt, nicht koordiniert und nicht topikalisiert werden und ist deshalb keine Konstituente. Ebenso fhren auch alle anderen Tests zu ungrammatischen Ergebnissen.

    2) ZerlegenSiediefolgendenStzeinihreKonstituenten:

    a) PuentdecktdenNordpol.b) PuerfindeteinneuesSpiel.c) PubauteinHaus.

    a)

    b)

    c)

    den Nordpol

    Pu entdeckt den Nordpol

    Pu entdeckt den Nordpol

    entdeckt den Nordpol

    den Nordpol

    Pu entdeckt den Nordpol

    Pu entdeckt den Nordpol

    entdeckt den Nordpol

    ein neues Spiel

    Pu erndet ein neues Spiel

    Pu erndet ein neues Spiel

    erndet ein neues Spiel

    neues Spiel

    ein neues Spiel

    Pu erndet ein neues Spiel

    Pu erndet ein neues Spiel

    erndet ein neues Spiel

    neues Spiel

    ein Haus

    Pu baut ein Haus

    Pu baut ein Haus

    baut ein Haus

    ein Haus

    Pu baut ein Haus

    Pu baut ein Haus

    baut ein Haus

  • Kapitel 2

    Abschnitt .

    1) SchreibenSieeinePhrasenstrukturgrammatikfrdiefolgendenStze:

    a)DerMaulwurfbewachtdenkrankenKrterich.b)DieRatteschlft.c)PuschenktI-AheinenleerenHonigtopf.

    a) S NP VPNP D NPNP A NPNP NVP V NPA krankenD der, denN Maulwurf, KrterichV bewacht

    b) S NP VPNP D NVP VD dieN RatteV schlft

    c) S NP VPVP V NP NPNP D NPNP A NPNP NA leerenD einenN Pu, I-Ah, HonigtopfV schenkt

  • Kapitel 2

    Alle drei Lsungen lassen sich in einer Phrasenstrukturgrammatik zusammenfas-sen:

    S NP VPNP D NNP D NPNP A NPNP NVP V VP NP VVP NP NP VN Maulwurf; Krterich, Ratte, Pu, I-Ah, HonigtopfD der, den, die, einenV schlft, bewacht, schenktA kranken, leeren

    Die Regeln lassen sich per Klammerung noch weiter zusammenfassen.

    2) SchreibenSieeinBaumdiagrammfrdenfolgendenSatz:

    DerKrterichkaufteinengelbenWohnwagen.

    kau

    V

    VP

    NP

    einen

    gelben Wohnwagen

    D NP

    A N

    Der

    D

    NP

    S

    N

    Krterich kau

    V

    VP

    NP

    einen

    gelben Wohnwagen

    D NP

    A N

    Der

    D

    NP

    S

    N

    Krterich

  • Kapitel 2

    3) DerfolgendeSatzistmehrdeutig.WeisenSiejederLesarteinenStrukturbaumzu:

    KaninchentrifftseinevielenVerwandtenundBekannten.

    a)

    b)

    tri

    V

    VP

    NP

    seine

    vielen

    D NP

    Q1

    Verwandten Bekannten

    NP

    N Konj. N

    NP

    S

    N

    Kaninchen

    und

    tri

    V

    VP

    NP

    seine

    vielen

    D NP

    Q1

    Verwandten Bekannten

    NP

    N Konj. N

    NP

    S

    N

    Kaninchen

    und

    tri

    V

    VP

    NP

    seine

    vielen

    D NP

    Verwandten Bekannten

    NP

    Q

    Konj.

    N N

    NP

    NP

    S

    N

    Kaninchen

    und

    tri

    V

    VP

    NP

    seine

    vielen

    D NP

    Verwandten Bekannten

    NP

    Q

    Konj.

    N N

    NP

    NP

    S

    N

    Kaninchen

    und

  • Kapitel 2

    Abschnitt .

    1) WiesiehtderLexikon-EintragfrdiefolgendenVerbenaus:

    a) schlagenb) bekommenc) rennend) schenken

    a) schlagen Argumentstruktur: 1 2 -Raster: AGENS PATIENS syntaktische Struktur: NP NP referenzieller Index: i j

    b) bekommen Argumentstruktur: 1 2 -Raster: REZIPIENT THEMA syntaktische Struktur: NP NP referenzieller Index: i j

    c) rennen Argumentstruktur: 1 -Raster: AGENS syntaktische Struktur: NP referenzieller Index: i

    d) schenken Argumentstruktur: 1 2 3 -Raster: AGENS REZIPIENT THEMA syntaktische Struktur: NP NP NP referenzieller Index: i j k

    2) FormulierenSiedas-Kriterium.

    -Kriterium:a) Jedes Argument muss genau eine -Rolle erhalten.b) Jede -Rolle muss genau einem Argument zugewiesen werden.

  • Kapitel 2

    3) DiefolgendenSatzstrukturenscheinendemTheta-Kriteriumzuwiderspre-chen:

    a)Harry und RonbesuchendiemaulendeMyrte.b)PeevesbewirftRon und HerminemitTintenfssern.c)Filchhasst und verachtetjedenSchler.

    FindenSieeineLsung.

    Das Verb besuchen in (3a) weist zwei -Rollen zu: AGENS und BENEFIZIENT. Der Satz enthlt aber drei NPs: Harry, Ron und die maulende Myrte. Der Satz ist den-noch grammatisch, weil das Verb die -Rolle AGENS zwei durch eine Konjunktion miteinander verbundenen NPs (Harry und Ron) zuweist, die hierdurch eine (kom-plexe) NP bilden. Damit ist das -Kriterium nicht verletzt. Ebenso wird in (3b) die -Rolle PATIENS der komplexen NP Ron und Hermine zugewiesen. hasst und verachtet in (3c) wird als komplexes Verb analysiert, das eine -Rolle EXPERIENCER und eine -Rolle PATIENS zuweist. Der Satz enthlt zwei NPs, Filch und jeden Schler, denen diese -Rollen zugewiesen werden knnen. Damit ist der Satz gram-matisch.

    4) WelcheBeziehungbestehtzwischendenfolgendenSatzpaaren:

    1) a) HarryffnetdieTr.b) DieTrffnetsich.

    2) a) SnapekochteinenZaubertrank.b) DerZaubertrankkocht.

    3) a) HarryberlisteteinenDrachen.b) DerDrachewirdberlistet.

    Die Verben in den Beispielen (1-2) haben jeweils zwei Lexikoneintrge. Zum einen nehmen sie zwei Argumente, denen sie die -Rollen AGENS (der Subjekt-NP) und THEMA (der Objekt-NP) zuweisen (vgl. a); zum anderen knnen sie als einstellige Verben realisiert werden, die nur der Subjekt-NP eine -Rolle (THEMA) zuweisen (vgl. b). In (3a) liegt ein Aktiv-Verb vor, in (3b) das entsprechende Passiv-Verb. Ein Passiv-Verb weist keine -Rolle AGENS zu; die -Rolle THEMA erhlt die Subjekt-NP. Die Beziehung zwischen (3a) und (3b) ist deshalb dieselbe wie in (1/2a) zu (1/2b).

  • 10 Kapitel 2

    5) WassindExpletivpronomina?

    Expletivpronomina sind semantisch leere Pronomina, die in der Subjekt-Position von Verben stehen, die keine -Rollen zuweisen (regnen, schneien, strmen etc.). Dies schreibt das erweiterte Projektionsprinzip vor, das besagt, dass alle Stze ein Subjekt enthalten mssen.

    6) Erklren Sie den Grammatikalittsunterschied zwischen dem lateinischenunddemenglischenSatz:

    a) Puellamamat. (puellam:Akk.Sg.zupuella:dasMdchen; amat:3.Sg.ind.akt.Prsenszuamare:lieben)b) *lovesagirl.

    Das Lateinische ist eine pro-drop-Sprache, d. h., es lsst ein phonetisch leeres Sub-jekt-Pronomen pro zu. Der Satz in (a) muss daher wie folgt analysiert werden:

    pro puellam amat.

    Das Englische ist keine pro-drop-Sprache. Phonetisch leere Subjekte sind nicht er-laubt. Der Satz in (b) ist deshalb ungrammatisch.

    7) WasverstehtmanunterTopic-Drop?GebenSieBeispiele.

    M