meeting BSI 02/11

  • View
    212

  • Download
    0

Embed Size (px)

DESCRIPTION

meeting BSI 02/11

Transcript

  • FR GENIESSER Hier serviert der Koch

    FR ALLE Hermes Logistik und ERGO Direkt mit neuen Gesamtlsungen

    FR MEHR MARKETING Der Release 12.6 ist da

    meetingBSI Kundenmagazin I Nr. 2/11 I www.bsiag.com

  • Herausgeber: BSI Business Systems Integration AG, Tfernstrasse 16a, CH-5405 Baden

    Chefredaktion: Catherine B. Crowden, catherine.crowden@bsiag.com

    Lektorin: Christine Hinnen, Winterthur, hinnen@woertlich.ch

    Gestaltungskonzept: corinta brgi-cito artdirection, Kilchberg, artdirection@corinta.ch

    bersetzung: Word+Image, Zufikon, work@wordandimage.ch

    Bilder: Masashi Kuma (Titel, S.48)/Jan Bhalla (S.11)/Catherine B. Crowden (S.12/20)/Stefan Bsch (S.12)/Jan Battenberg (S.14/15)/

    Bjrn Wilke (S.16/17)/Martin Jess (S.18/19)/Shutterstock (S.18)

    Litho und Druck: Linkgroup AG, Zrich

    Papier: PlanoArt 150 g/m2, holzfrei

    Erscheinungsweise: 2-mal jhrlich in Deutsch und in Englisch. Auflage 2900

    2

    meeting BSI I Nr. 2/11 I Index meeting BSI I Nr. 2/11 I Opening

    Sushi Sawada Angewandtes CRM beim japanischen Meister 4

    BSI CRM Release 12.6 Innovationsschub fr Marketing und Verkauf 10

    Break ist einen Blick wert 12

    ERGO Direkt Versicherung ber Gutes reden 14

    Hermes Logistik Gruppe Der Testsieger whlt BSI 16

    Meet the team Martin Jess 18

    ES GIBT KEIN SUSHI-YA, IN DEM DER MEISTER NUR IM HINTERGRUND ARBEITET. Koji Sawada

    BSI Wert Nr. 5

    DER KOCH SERVIERT DAS ESSEN.Unsere Teams fhren jedes Projekt von Anfang bis Ende durch: vom Verstehen

    des Kunden ber die Konzeption und Softwareentwicklung bis hin zum Test, der

    Einfhrung und der anschliessenden Kundenbetreuung.

    Der Kunde hat immer denselben BSI-ler, der BSI-ler hat immer denselben Kunden.

    Jeder erhlt fr seine Leistung ein direktes Feedback vom Kunden.

  • 3meeting BSI I Nr. 2/11 I Index meeting BSI I Nr. 2/11 I Opening

    Gerade durften wir unser siebtes Bro erffnen das zweite in Deutschland: in Mnchen. Manchmal werde ich gefragt, wieso wir in Deutschland erfolgreich sind. Ich weiss es nicht. Eventuell helfen Schweizer Tugenden oder Glck, viel-leicht auch unsere duale Strategie: Wir sind Hersteller und Integrator unserer Software,

    liefern alles aus einer Hand. Wollen Partner sein, vom ersten Gesprch bers Konzept

    bis hin zur fertig integrierten Softwarelsung. Auch in schwierigen Zeiten und dar-

    ber hinaus.

    Wir stellen kleine, leistungsstarke Teams. Wir arbeiten gern, helfen, packen an aber

    das reicht nicht. Speziell wer Software fr Kundenbeziehungen macht, muss verstehen,

    fhlen und erleben, wie ein Contact Center funktioniert, wie der Alltag am Schalter

    aussieht oder im Verkauf oder im Marketing. Nur wer versteht, kann helfen.

    Unser Wert Der Koch serviert das Essen drckt das aus. Wir wollen kochen, wir lie-

    ben Kochen! Und doch wollen wir auch servieren, unseren Kunden dienen. Und dabei

    zuhren und lernen, wie wir uns verbessern knnen.

    Das macht uns aus und beschrnkt unser Wachstum. Rund die Hlfe unserer Mar-

    ketingausgaben fliesst in die Personalsuche. Wir freuen uns ber jhrlich etwa 20 neue

    BSI-ler. Personen, die gerne arbeiten, mit Software und fr Menschen.

    Christian A. Rusche

    Christian A. Rusche

    CEO BSI

  • Hier serviert der Koch Koji Sawada vom Sushi Sawada

    TEXT: MARK ROBINSON

    FOTOS: MASASHI KUMA

    Sawada hat es auf seine Weise geschafft: Frher arbeitete er als Paketzusteller fr Sagawa Kyubin, eines der grssten japanischen Speditionsunternehmen. Das Zu-stellen von Paketen ist in Japan extrem nervenaufreibend die Bezahlung kann jedoch sehr gut sein. Ich wollte dieses Restaurant zu meinen Bedingungen erffnen,

    ohne Schulden machen zu mssen, begrndet Sawada seine Ttigkeit als Paketzusteller.

    Er ist 40 Jahre alt, ein grosser Mann mit rasiertem Kopf und immer zum Lachen

    aufgelegt. Seine imposante Statur verdankt Koji Sawada zum Teil seiner Liebe zum

    Baseball, das er als Kind viel spielte, und seinem Leichtathletiktraining whrend der

    Highschool-Zeit. Er ist der einzige Koch und Besitzer des Sushi Sawada. Der Tem-

    4

    Der Sushi-Meister Koji Sawada

    geniesst es, im Rampenlicht zu

    stehen, whrend die Gste jede

    seiner Bewegungen verfolgen.

    meeting BSI I Nr. 2/11 I Keynote BSI Business Systems Integration AG

    KEYNOTE

  • Das winzige Restaurant in Tokios exklusivstem Stadtviertel Ginza ist nach seinem Besitzer Koji Sawada benannt. Zwei Michelin-Sterne bezeugen des Sushi-Meisters kompromissloses Streben nach Qualitt. Fr Sawada ist es selbstverstndlich, seine Gste auch selber zu bedienen. So kennt er ihre Bedrfnisse aus erster Hand und verkrpert damit in jedem Sinn den BSI Wert Der Koch serviert das Essen.

    pel mit nur sieben Sitzen ist ganz der Zubereitung von

    Sushi geweiht, dieser durch und durch japanischen De-

    likatesse aus rohem Fisch und anderen Zutaten, die auf

    daumengrosse, gesuerte Reisblcke gelegt werden. Sa-

    wadas zierliche Frau ist seine Assistentin. Gefragt, was

    ihm an der Welt der Highend-Sushi so gefllt, antwortet

    er einfach: Ich habe schon immer gerne geangelt.

    Sawadas Weg an die Spitze war alles andere als kon-

    ventionell. Der typische Sushi-ya (das japanische Wort

    kann sowohl den Sushi-Meister als auch das Sushi-

    Restaurant bezeichnen) verdient sich seine Sporen erst

    nach vielen Jahren der Ausbildung. Zu Beginn wird

    er die Kche putzen, den Abfall wegbringen und Reis

    waschen bevor ihm irgendwann erlaubt ist, den Fisch

    zuzubereiten. Oft wird ihm der Zugang zur Ttigkeit

    durch familire Beziehungen erleichtert. Das Geld, um

    ein Restaurant zu erffnen, kommt hufig von einem

    freundlichen Sponsor.

    Vom Zeitungsvertrger zum Sushi-yaSawada hatte diese Vorteile nicht. Sein Vater starb, als

    Sawada noch die Mittelschule besuchte, und er begann,

    noch nicht einmal volljhrig, mit seinem lteren Bru-

    der Zeitungen entlang festgelegter Routen auszulie-

    fern. Spter verdiente er mehrere Jahre lang sein Geld

    als professioneller Pachinko-Spieler, dem japanischen

    Flipperspiel. Er arbeitete auch vorbergehend als K-

    chenhilfe, wobei er seine Liebe zu Essen kultivierte.

    ber einen Zeitraum von fnf Jahren besuchte er vie-

    le Sushi-ya, um Techniken zu beobachten und in sich

    aufzusaugen. Schliesslich entschied er sich, ein weiteres

    Spiel zu wagen, und ging die Wette ein, dass seine Ver-

    trautheit mit Fisch sich auszahlen wrde.

    Sein Restaurant in einem westlichen Vorort von To-

    kio hatte nur fnf Sitze, war jedoch ein Volltreffer und

    feuerte Sawadas Ehrgeiz weiter an. Er entschloss sich,

    umzuziehen, und wollte dieses Mal ganz nach oben.

    Mit dem Geld, das er in seinem Paketzustellerjob ge-

    spart hatte, suchte er die luxuriseste Location aus,

    die er finden konnte und von der seine Kunden nichts

    weniger als das Beste erwarten wrden. Er liess sich

    5meeting BSI I Nr. 2/11 I Keynote BSI Business Systems Integration AG

    Fast jeden Morgen fhrt

    Sawada zum nahegelegenen

    Tsukiji, dem weltgrssten

    Fischmarkt, um seine

    Zutaten zu besorgen.

    DER JOB ALS ZUSTELLER HAT IHN BESSER ALS JEDE KOCHAUSBILDUNG GELEHRT, WIE MAN KUNDEN ZUFRIEDENSTELLT.

  • nur wenige Meter von der Hauptkreuzung in Ginza

    nieder, dem renommiertesten Einkaufsviertel Tokios.

    Ein Viertel, das auf der Hhe der Wirtschaftsblase in

    den achtziger Jahren einen hheren Immobilienwert

    erzielte als der gesamte Staat Kalifornien.

    Das neue Sushi Sawada erregte Aufmerksamkeit, aber

    nicht nur aus den Grnden, die zu erwarten waren.

    Natrlich lobten die Kritiker die Qualitt von Sawadas

    Fisch, die leicht feste Al-dente-Struktur seines Reises,

    die ehrfurchtgebietende gute Stimmung und die puris-

    tische Ruhe seiner Rumlichkeiten. Dort setzt sich die

    Essenstheke, aus einem einzigen Block weisser Hinoki-

    Zypresse gefertigt, markant von den traditionellen ho-

    nigfarbenen Hlzern ab.

    Anerkennung von Konkurrenz und KritikernWas die Kritiker jedoch am meisten verzckte, war der

    Aufstieg dieses bescheidenen Ex-Sagawa-Kyubin-Fah-

    rers in die geheiligten Hhen der Sushi-Feinschmecker.

    An manchen Abenden war Sawadas gesamte Theke von

    6 meeting BSI I Nr. 2/11 I Keynote BSI Business Systems Integration AG

    Sawadas Sushi begeis-

    tert mit vollendetem

    Geschmack als ob es im

    Mund zergehen wrde.

  • lteren kahlkpfigen Mnnern besetzt es waren na-

    trlich andere Sushi-Chefkche, die gekommen waren,

    um Sawada auszuprobieren. Ihre kahlen Kpfe schau-

    ten wieder herein, als Sawada 2008 die Michelin-Sterne

    gewann keiner kann also behaupten, dass Sawada mit

    seinem Essen nicht das Ziel erreicht htte. Ich war 31,

    als ich anfing, und es ist sehr ungewhnlich, in diesem

    Alter mit Sushi zu beginnen, erklrt er. Aber ich bin

    vollstndig unabhngig.

    Sawada schreibt seinen Erfolg zum Teil auch den Ei-

    genschaften zu, die er sich als Paketzusteller angeeig-

    net hat. Denn, so sagt er, der Job als Zusteller habe ihn

    besser gelehrt, wie man Kunden zufriedenstellt, als jede

    Kochausbildung.

    Paketzustellung als perfekte SchuleWie jeder weiss, der auf dem Land wohnt, erreicht das

    private Zustellernetz Japans mit seinem engmaschigen

    und ausgefeilten Gespinst von intensiv miteinander

    im Wettbewerb stehenden Firmen Sagawa Kyubin

    ist eine der grssten auch den kleinsten Winkel der