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SPIESSER SPEZIAL 119

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Themenspezialausgabe "Ehrenamt und Engagement"

Text of SPIESSER SPEZIAL 119

  • spezial

    100 ... ENGAGIERTE juGENdlIchE ERzhlEN

  • Kevin Kumm, 15, heiligenhaus20 alte Leute auf Schulbnken und ich vorne an der Tafel keine verkehrte Welt, sondern das Infoka-binett der Realschule Heiligenhaus. Ich bin

    Lehrer einer ZWAR-Gruppe, Zwi-schen Arbeit und Ruhestand. Das sind Omas und Opas, die was Neues lernen wollen. Zum Beispiel wie man ein Bild in ein Computerschreibpro-gramm einfgt, ein Wasserzeichen versteckt oder mit Software eine Tabelle baut. Ich wei, wie man das macht und zeige es ihnen.

    Kevin ist im Jugendrat, hat eine Schlerzei-tung gegrndet, ist in der Jungen Union, der

    Jugendfeuerwehr und der Jungen Presse.

    Franziska Stlzel, 20, chemnitzWir wollen junge Schreiber zusammenbringen, sie Verlagen vorstellen und

    ihre Texte verffentlichen. Ich bin zum zweiten Mal Projektleiterin von poet bewegt, einem sachsenweiten Literaturwettbewerb fr Jugendliche. Natrlich kostet das auch Geld und wir brauchen Preise. Zum Beispiel haben wir unser Konzept einem Berliner Verlag vorgestellt und ihn berzeugt wir bekamen

    dann eine Kiste voller Bcher und Hrbcher zugeschickt.Franziska untersttzt auerdem junge Autoren bei poetry unplugged, ist bei dem Jugendpro-

    gramm Jugend fr Europa engagiert und hilft Jugendlichen, selbst Projekte zu starten.

    Anselm Schwindack, 19, Quedlinburg15 Nazis hatten meinen Kumpel auf offener Strae zusam-mengeschlagen und keiner hatte geholfen. Mein Freund lag viele Wochen im Kranken-

    haus und ich beschloss, etwas zu tun. Mit acht anderen Schlern startete ich in der Berufsbildenden Schule in Quedlinburg das Projekt Schule ohne Rassismus. Wenige Monate spter stand ich dann in der Turnhal-le der Schule und vor mir saen 2.000 Schler ein Projekttag mit Work-shops, Sportangeboten und Vortrgen lag vor uns. Die Schler lernten, was es heit, Courage zu zeigen und ich war dafr verantwortlich.

    Anselm begleitet seit September 2007 das Projekt Schule ohne Rassismus.

    Volkan Sentrk, 17, IserlohnIch stand vor die-sem Hochhaus, in dem Deutsche und Auslnder zusammen leben und dachte mir: Das Haus ist ja richtig zerfallen, das geht so

    nicht. Immerhin untersttze ich als Mitglied des Kinder- und Jugendrats den Stadtrat bei wichtigen Jugend- themen. Zusammen mit anderen ehrenamtlichen Jugendlichen hab ich das Haus jugendgerechter gestaltet. Ein Profisprayer hat die Lnderflag-gen aller Nationen, die in dem Haus vertreten sind, an die Wand gesprayt. Einige Zeit spter hat sogar der Rapper Kaputt in genau diesem Hochhaus ein Musikvideo gedreht.

    Volkan ist seit vier Jahren im Kinder- und Jugendrat der Stadt Iserlohn und ist in seiner

    Schule Sanittsdienstleiter.

    Sibel Atasayi, 20, MurrhardtEine demokratische Gesellschaft funktioniert nur durch Mitmachen. Einmal bin ich mit 25 Hauptschlern nach Berlin gefahren laut ihrer Lehrer allesamt Problemflle und schwer erziehbar. Vor dem Bundestag mussten wir zwar lan-ge warten, doch drinnen waren dann alle beeindruckt und ich hrte Sprche wie: Boah, krass! Hier wird ja richtig Politik gemacht! Mein Ziel war erreicht. Gesellschaft und Politik sollten einfach keine anonymen Begriffe sein.

    Sibel ist im Kreisjugendring, im Deutsch-Trkischen Forum ihrer Stadt und Vorsitzende der Jugendgruppe der Trkisch-Islamischen Union der Anstalt fr Religion e.V.

    Ihren Ruf haben die jugendlichen von heute schon weg: Null-Bock-Generation. SPIESSER hlt dagegen. Wir stel-len euch 100 jugendliche vor, die sich fr andere en-gagieren. die als Feuerwehrleute in brennende huser laufen und Nepalesen eine Augenoperation bezahlen, die friedliche demos gegen Nazis organisieren und jede Woche eine Omi besuchen. Ihr konntet euch bewerben und unsere jury (siehe Seite 12) hatte die schwere Auf-gabe, unter allen Einsendungen 100 auszuwhlen. Auf den folgenden zehn Seiten findet ihr 100 Geschichten aus dem leben engagierter junger Menschen.

    Mizgin Baday, 15, Breuberg / SandbachAn unserer Schule hab ich am so genannten Hflichkeitskon-zept mitgearbeitet. Dort ist zum Beispiel verankert, dass ein Lehrer beim Betreten eines Klassenraumes genauso Guten Tag sagen sollte, wie die Schler. Damit mchten wir den gegensei-tigen Respekt strken. Auerdem ist es einfach viel angenehmer in eine Schule zu gehen, in der es hflich und nett zugeht.

    Mizgin ist Klassen- und Schulsprecherin, Delegierte beim Kreisschlerrat, Mentorin der Deutschhilfe und Mitglied des Bchereiteams.

    Was meint Dr. Norbert Lammert (CDU), Pr-sident des Deutschen Bundestages? SPIESSER traf den Politiker fr drei Fragen zum Thema Ehrenamt.SPIESSER Wie viel Ehre steckt heutzutage noch

    im Ehrenamt?lammert Vielleicht eher ein bisschen mehr als frher. Nur muss man zwischen der Ehre einer Ttigkeit und der Wert-schtzung, welche die ffentlichkeit dem entgegenbringt, unterscheiden.SPIESSER Wie wrden Sie versuchen, ei-nen Jugendlichen von ehrenamtlicher Ar-beit zu berzeugen?lammert Fast jede Ttigkeit, die man hauptberuflich macht, fhrt alleine

    durch die Uniformitt zu einem Routine-effekt. Deshalb ist es schn, etwas dane-ben zu haben, was ein bisschen Ausgleich, aber auch zustzliche Spannung gibt. Das Engagement fr eine Sache, von der man berzeugt ist und fr deren Einsatz man weder was erwartet noch was bekommt, ist oft viel motivierender als die Rckkop-pelung zu dem, was man beruflich tut, einschlielich des damit verbundenen Ein-kommens.SPIESSER Wird sich der demografische Wandel auf das Ehrenamt auswirken?lammert Wir haben nach wie vor Poten-tial an ehrenamtlich ttigen Menschen. Heute ist das Engagement allerdings meist punktueller, kurzfristiger, projektorien-tierter. Aber die Bereitschaft, sich auch eh-renamtlich zu engagieren, ist heute nicht geringer als frher.

    Sarah Monika Grei-ve, 17, MnsterVor vier Monaten fand man in der Nhe des Krankenhauses eine alte Fliegerbom-be. Teilweise mussten Patienten evakuiert werden. Das DRK

    teilte mich fr den Sanittsdienst ein und ich betreute einige Patienten. Als Sanittshelferin hab ich Wunden ver-bunden oder Kranke mit Sauerstoff versorgt. Ich war ziemlich aufgeregt, aber am Ende glcklich, dass der Einsatz, den wir vorher ganz oft ge-probt hatten, dann auch im Ernstfall reibungslos ablief.

    Sarah Monika ist seit 2005 fr das Deutsche Rote Kreuz bei Groveranstaltungen als Sani-

    ttshelferin im Einsatz.

    Volkan Semih Inak, 18, WedelDer Anschlag auf das World Trade Center in New York war fr mich der Grund, ein Benefiz-Fuballturnier fr den Frieden zu organisieren. Seit 2001 organisiere ich jhrlich den Wedeler Friedenscup. Dieses Jahr haben 100 Jugendliche aus ganz Deutschland und zum ersten Mal auch Mdchen mitgemacht. Das war ziemlich spannend, weil sie, im Gegensatz zum Klischee, sehr gut spielen knnen. Einen Frauenbo-nus gab es dabei nicht. Die Jungs hatten es teilweise wirklich schwer, mitzuhalten. Ich musste oft schmun-zeln, wenn die Mdels ein Tor nach dem anderen schossen.Der letzte Friedenscup fand am 20. April 2008

    statt. Dabei haben die Jugendlichen insgesamt 600 Euro gesammelt, um es an das

    Kinderhospiz in Hamburg zu spenden.

    Innocent Tpper, 17, coswig

    Das Projekt begann im Bro unseres Ersten Brgermeisters. Er wollte schon vor Jahren ein Jugendparlament grnden. Dann griff ich die Idee auf und stattete ihm einen Besuch ab. Er versprach Untersttzung, auch was den Widerstand unseres Oberbrgermeisters betrifft. Der strubt sich nmlich immer noch. Deshalb hab ich sogar schon einen offenen Brief an ihn geschrieben. Jetzt sind wir mit unserem Coswiger Jugendko-mitee schon sehr, sehr nah am Ziel.

    Innocent ist Begrnder des Coswiger Jugendkomitees.

  • Kevin Kumm, 15, heiligenhaus20 alte Leute auf Schulbnken und ich vorne an der Tafel keine verkehrte Welt, sondern das Infoka-binett der Realschule Heiligenhaus. Ich bin

    Lehrer einer ZWAR-Gruppe, Zwi-schen Arbeit und Ruhestand. Das sind Omas und Opas, die was Neues lernen wollen. Zum Beispiel wie man ein Bild in ein Computerschreibpro-gramm einfgt, ein Wasserzeichen versteckt oder mit Software eine Tabelle baut. Ich wei, wie man das macht und zeige es ihnen.

    Kevin ist im Jugendrat, hat eine Schlerzei-tung gegrndet, ist in der Jungen Union, der

    Jugendfeuerwehr und der Jungen Presse.

    Alexej livshyts, 19, GttingenKrzlich erhielt unsere Fuballmann-schaft einen Brief unseres indone-sischen Patenkindes Willy, das bei der Tsunamikatastrophe

    2004 seine gesamte Familie verloren hat. Ich las ihn erst alleine und war sehr gerhrt: Er bedankte sich alle zwei Zeilen und schrieb, dass es ihm gut gehe. Die Schule mache ihm Spa und er sei gesund; sogar Bilder waren beigelegt. Als ich den Brief dann vor Spielbeginn der versammel-ten Juniorenmannschaft vorlas, war das sehr motivierend und gab allen das Gefhl, mit unserer Hilfe etwas bewirkt zu haben.

    Alexej engagiert sich als Betreuer von Ju-gendteams und Jugendschiedsrichter. Zusam-men mit den A-2 Junioren des SBB Gttingen untersttzt er seit vier Jahren den elfjhrigen

    Willy Andakina Pratma aus Indonesien.

    Michael Stein-mann, 21, BorkenSport baut Vorur-teile ab. Deshalb habe ich vor fnf Jahren begonnen, Freundschaftsspiele zwischen deutschen und hollndischen

    Hockeyvereinen zu organisieren. Dafr wurde ich 2005 in Chile beim Weltjugendsprecher-Treffen ausge-zeichnet. Den Preis berreichte mir die Prsidentin des Welthockeyver-bandes Els Van Brega-Vriesman. Ostern 2006 besuchte ich dann eine Stadionerffnung hier in Deutsch-land. Pltzlich klopfte mir von hinten eine ltere Dame auf die Schulter und sagte: Na, wie geht es dir? Es war die Frau aus Chile. Sie hatte mich wieder erkannt und das am anderen Ende der Welt. Sport verbindet eben.

    Michael ist Trainer in Hockeyvereinen in Deutschland und Holland. Im Mrz 2008 war er zusammen mit anderen Jugendlichen Mit-

    glied einer deutschen Delegation, die sich die chinesischen Anlagen fr

    Olympia 2008 anschaute.

    Veronika, 19Ich arbeite als eh-renamtliche Tele-fonberaterin und kann mich noch gut an den Anruf eines 14-jhrigen Mdchens erinnern. Das ist jetzt schon ber zwei Jahre

    her. Ihr Vater hatte sie mehrmals missbraucht und dafr gab sie sich auch noch selbst die Schuld. Ich hatte mich vorher auf solche Situationen in einer 70-stndigen Ausbildung vorbereitet. Es war zwar ein gutes Gefhl, ihr auch wieder Mut gemacht zu haben. Trotzdem waren das schwe-re Momente fr mich.Veronika mchte anonym bleiben. Sie arbeitet ehrenamtlich bei der kostenlosen Telefonbera-tung fr Kinder- und Jugendliche Hoffnungs-

    funken. (Tel.: 08001110333)

    Franziska Stlzel, 20, chemnitzWir wollen junge Schreiber zusammenbringen, sie Verlagen vorstellen und

    ihre Texte verffentlichen. Ich bin zum zweiten Mal Projektleiterin von poet bewegt, einem sachsenweiten Literaturwettbewerb fr Jugendliche. Natrlich kostet das auch Geld und wir brauchen Preise. Zum Beispiel haben wir unser Konzept einem Berliner Verlag vorgestellt und ihn berzeugt wir bekamen

    dann eine Kiste voller Bcher und Hrbcher zugeschickt.Franziska untersttzt auerdem junge Autoren bei poetry unplugged, ist bei dem Jugendpro-

    gramm Jugend fr Europa engagiert und hilft Jugendlichen, selbst Projekte zu starten.

    Katharina hart-wig, 18, Wolfen-bttelNach 24 Stunden Zugfahrt kamen wir endlich in Minsk an. Mit im Gepck hatten wir Medizin fr 10.000 Euro. Damit

    wollten wir Menschen helfen, die es laut weirussischer Regierung gar nicht gibt. Denn die versucht immer noch, die Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl herunter zu spielen. Nachdem wir die Medizin am Emp-fang des Krankenhauses abgegeben hatten, gingen wir in die Kindersta-tion. Es war bedrckend. Pltzlich wusste keiner mehr, was wir eigent-lich sagen wollten.

    Zudem fhrt Katharina einmal im Monat in eine Behinderteneinrichtung und liest vor.

    Anselm Schwindack, 19, Quedlinburg15 Nazis hatten meinen Kumpel auf offener Strae zusam-mengeschlagen und keiner hatte geholfen. Mein Freund lag viele Wochen im Kranken-

    haus und ich beschloss, etwas zu tun. Mit acht anderen Schlern startete ich in der Berufsbildenden Schule in Quedlinburg das Projekt Schule ohne Rassismus. Wenige Monate spter stand ich dann in der Turnhal-le der Schule und vor mir saen 2.000 Schler ein Projekttag mit Work-shops, Sportangeboten und Vortrgen lag vor uns. Die Schler lernten, was es heit, Courage zu zeigen und ich war dafr verantwortlich.

    Anselm begleitet seit September 2007 das Projekt Schule ohne Rassismus.

    Volkan Sentrk, 17, IserlohnIch stand vor die-sem Hochhaus, in dem Deutsche und Auslnder zusammen leben und dachte mir: Das Haus ist ja richtig zerfallen, das geht so

    nicht. Immerhin untersttze ich als Mitglied des Kinder- und Jugendrats den Stadtrat bei wichtigen Jugend- themen. Zusammen mit anderen ehrenamtlichen Jugendlichen hab ich das Haus jugendgerechter gestaltet. Ein Profisprayer hat die Lnderflag-gen aller Nationen, die in dem Haus vertreten sind, an die Wand gesprayt. Einige Zeit spter hat sogar der Rapper Kaputt in genau diesem Hochhaus ein Musikvideo gedreht.

    Volkan ist seit vier Jahren im Kinder- und Jugendrat der Stadt Iserlohn und ist in seiner

    Schule Sanittsdienstleiter.

    Marja Swiridoff, 16, FreibergIch bin Geschftsfhrerin der Nepal Schler GmbH. Ein paar meiner Mitstreiter sind letztens aus Nepal zurckgekommen. Als sie erzhlten, dass eine alte Frau nach einer Operation wieder sehen konnte und daraufhin umhergetanzt und dem behandelnden Arzt um den Hals gefallen sei, da merkte ich pltzlich: Wir haben wirklich geholfen. Der ganze Organisati-onsaufwand fr Stadtlauf, Benefizkonzert, Kalender und, und, und das alles hatte sich tausendfach gelohnt.

    Das von Jugend hilft ausgezeichnete Projekt konnte Schulmaterial, Schulkleidung und neue Lehrer sowie ein Augencamp, bei dem 175 Nepalesen das Sehen wieder erlangten, finanzieren.

    Man Schtt, 17, StockelsdorfIn den Ferien waren wir in dem bosnischen Dorf, das wir durch unser Projekt untersttzen. Dort bauen wir die Schule wieder auf und versuchen, die Jugendlichen der verschiedenen Ethnien und religisen Gruppen zusammenzubringen. Einmal lud uns eine Familie spontan zu sich nach Hause ein. Im rm-lichen Wohnzimmer tranken wir zusammen Kaffee und aen Pizza. Wir wussten gar nicht, wie wir uns verhalten sollten; die Familie hatte so wenig und gab uns trotzdem etwas. Dabei

    sorgten sich die Eltern ber so vieles. Wir mssen etwas dafr tun, dass es diesen Menschen wieder besser geht.

    Man engagiert sich bei Prok07, einem Projekt der Organisation Schler Helfen Leben.

    jana zaepfel, 17, KonstanzMein Schulpraktikum habe ich in einem integrativen Kinder-garten gemacht, in dem behinderte und nicht behinderte Kin-der miteinander spielen. Das hat mir so sehr gefallen, dass ich seitdem ehrenamtlich bei der Caritas arbeite. Dort betreue ich einen dreijhrigen behinderten Jungen. Das heit, ich spiele mit ihm oder gehe mit ihm spazieren. Es ist faszinierend, seine Entwicklung zu beobachten. Das schnste war bis jetzt, seine ersten Krabbelversuche mitzuerleben.

    Jana ist auerdem als Rettungsschwimmerin bei der DLRG ttig.

    Wassily Nemitz, 15, KlnIch kenne in meiner Schule eine Men-ge Leute, denen es egal ist, was um sie herum geschieht. Mir ist es nicht egal. Im Oktober vergangenen

    Jahres organisierte ich mit anderen Schlern in unserer Schule eine Veranstaltung, um auf Menschen-rechtsverletzungen hinzuweisen. Wir hatten ein Opfer chinesischer Folter zu Gast. Erst dachten wir, dass die Schilderungen des Mannes den meisten scheiegal ist. Doch viele von ihnen waren am Ende doch sehr interessiert und stellten Fragen, was mich sehr berrascht hat.

    Wassily ist Grnder der monatlich erschei-nenden Klner Sdstadtzeitung, die von Schlern geschrieben wird. Er ist Mitglied

    in einer Schulgruppe und in der Klner Stadtgruppe der Menschenrechtsorganisation

    Amnesty International.

    Sascha licht, 19, heideseeSeit etwa drei Jahren fhre ich Schlergruppen durch das Konzentrationslager Sachsenhausen. Ich hatte einfach beim verantwortlichen Verein nachgefragt. Kurze Zeit spter fhrte ich dann die erste Gruppe durch das KZ. Das Bewegendste an diesen Fhrungen ist, wenn ich die Schler in den Er-schieungshof fhre und ihnen erklre, wie hier Menschen umgebracht wurden. Bin ich fertig mit Erzhlen, ist es immer ganz still, keiner lacht mehr. Man kann in den Augen der

    Jugendlichen sehen, dass sie in diesem Moment realisieren, wie grausam das NS-Regime war. Und genau das ist es, was ich erreichen will.

    Sascha organisiert auerdem Jugendweihen, bereitet Schler auf Auslandsaufenthalte in Irland vor und schreibt zusammen mit Freunden an einer Biografie ber Gisela Schertling, einem Mit-

    glied der Widerstandsorganisation Weie Rose.

  • Alexander Webb, 17, SchneverdingenIch arbeite ehrenamtlich in einem Laden fr fairen Handel Wir

    verkaufen Spielzeug aus der Dritten Welt und Lebensmittel. Bei uns gibts zum Beispiel nur Kaffee, fr den die Kaffeebau-

    ern einen fairen Preis bekommen haben. Fr mich ist es oft ein innerer Konflikt, denn ich selbst muss natrlich auch Essen

    im Supermarkt kaufen. Dort gibt es frische Lebensmittel und anders kann ich es mir auch nicht leisten. Vielen Leuten geht es hnlich. Und trotzdem: Mittlerweile arbeite ich seit drei Jahren

    hier und kann so zumindest etwas fr fairen Handel tun. Alexander engagiert sich weiterhin als Konfliktlotse, als Schlervertreter und als Leiter einer Konfirmandengruppe. Auerdem ist er in der Schule ohne Rassis-mus-AG und im Brgerbndnis gegen Rechts ttig.

    Marcel Arnhold, 17, langenhagenAls im Oktober 2007 Hochwasser war, riefen sie mich eines Abends ber mei-nen Pieper. Ich bin Sanittshelfer. Doch der Kchenchef war

    nicht da und so kochte ich die ganze Nacht in der Feuerwache fr die erschpften Einsatzkrfte fast ohne Unterbrechung. Frh schmierte ich dann Brtchen. Eigentlich sollte es dann nach Hause gehen. Aber der K-chenchef war immer noch nicht da. Ich kochte also eine weitere Nacht. Als mich mein Chef dann am Morgen ansprach, hab ich das gar nicht mehr mitbekommen, so mde war ich.

    Marcel ist Jugendgruppenleiter der Johanni-ter-Jugend und Sanittshelfer.

    Paul Gallep, 15, AugsburgIch bin beim Stadtju-gendring in Augs-burg und habe dort bei Change In mitgearbeitet. Das Projekt vermittelt Ju-gendlichen Einsatz-

    stellen fr ehrenamtliche Ttigkeit. Dafr waren wir vor zwei Jahren sogar als eines von 72 Projekten fr den Carl-Bertelsmann-Preis nomi-niert. Ich fhlte mich ziemlich ge-ehrt, dabei sein zu knnen: Bundes-kanzlerin Angela Merkel redete auf der Verleihung ber die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements. Das war spannend und ich werde diesen Tag wohl nicht so schnell vergessen. Paul ist mittlerweile auch im tipTeam Mitglied.

    Jugendliche knnen sich dort ber Auslands-aufenthalte oder den Zivildienst informieren.

    Alessandra Malli, 19, MagdeburgIch habe extra den Kurs Ehrenamtliche Integrationsbeglei-tung an unserer Volkshochschule besucht, um dann mit einer Freundin das Integrationsprojekt Curso Germana zu grn-den. Heute bringen uns Migranten unheimlich viel Vertrauen entgegen. Toll finde ich ein Ehepaar um die 50 aus dem Iran. Sie kamen vor acht Monaten hierher und konnten kein Wort Deutsch. Wir gaben ihnen Unterricht, gingen mit ihnen zum Anwalt und zur Krankenkasse. Nun kommen sie viel besser

    zurecht und laden uns nach Behrdengngen oft zu sich zum Teetrinken ein. Alessandra ist zudem Bezirkssprecherin von Amnesty International in Sachsen-Anhalt.

    Robert Edler von zander, 15, FalkenseeIch arbeite in einem Umweltkurs mit. Einmal zweifelten unsere Betreuer, also musste ein Beweis her: Drei Tage lang arbeitete ich in der ko-Klranlage unseres Jugendzentrums, um deren Funktion zu berprfen. Statt allerdings nur Jauche hin und her zu schaufeln, grub ich die Erde um. Denn die An-lage besteht aus Pflanzen die ziehen Schwermetalle aus dem Wasser heraus. Mit einem Photometer schickte ich Lichtstrah-len durch die Pflanzen und bewies damit zusammen mit zwei

    Freunden: Die ko-Klranlage funktioniert! Robert arbeitet in seinem Kurs unter anderem mit der Stadtverwaltung zusammen.

    christine Rathay, 18, RostockFilme interessieren mich eigentlich schon immer, beson-ders der deutsche Film. Letztes Jahr entdeckte ich dann das Institut fr Neue Medien in Rostock. Vom Institut wird jedes Jahr im April das Filmfestival Fish organisiert. Das bietet jungen deutschen Filmemachern eine super Plattform, denn die besten Filme werden von prominenten Jurymitgliedern ausgezeichnet. Ich habe geholfen, das Festival zu organisieren Flyer verteilen, Wnde mit Plakaten pflastern und Werbung

    auf Websites machen so was alles. Toll, dass jedes Jahr mehr Leute kommen.Cristine hilft regelmig beim Filmfestival Fish fr junge Filme aus ganz Deutschland.

    hannah Wallenfels, 18, dsseldorfWhrend meines Auslandjahres in North Carolina sollte dort ein Mann hingerichtet werden. Ich fand das schrecklich und schloss mich daher den heftigen Protesten an so kam ich zu Amnesty International. Dass wir gemeinsam die Hinrichtung verhindern konnten, war ein riesiger Erfolg. Voller Enthusias-mus kam ich zurck nach Dsseldorf und musste feststellen: Es existierte keine Amnesty-Jugendgruppe. Also habe ich selbst eine gegrndet und mittlerweile gibt es hier eine Hoch-

    schul- und vier Jugendgruppen.Hannah ist bei Amnesty International Aktionsreferentin des gesamten Dsseldorfer Bezirks.

    lena Schtte, 18, dresdenVor 2004 war das Schulhaus nur eine Ruine, ein Gemuer mit rissigen Mauern und bewachsenem Boden. Die Sch-ler mussten unter

    freiem Himmel und auf staubigen Boden lernen. Damals beschlossen wir, gemeinsam mit dem Projekt Arche Nova diese Grundschule im kongolesischen Brazzaville zu untersttzen. Mittlerweile steht da eine neue, kleine Schule mit Dach und ordentlich verputzten Wnden. Dass wir so etwas bewirken konnten, hatten wir am Anfang nicht gedacht. Durch weitere Aktionen versuchen wir jetzt noch, das Geld fr Kantine und Ausstattung zu sammeln.

    Lena leitet eine Gruppe, die den Aufbau von Grundschulen im Kongo untersttzt und sich fr den Austausch zwischen Jugendlichen in

    Deutschland und dem Kongo einsetzt.

    Frederik dpmei-er, 20, KarlsruheSeit 2002 bereite ich fr die NaturFreunde-Jugend Kindergipfel vor. Kinder und Jugendliche zwischen zwlf und 15 Jahren treffen sich alle zwei

    Jahre und reden ber wichtige Themen der Weltpolitik. Einmal thematisierten wir Krieg und Frieden. Wir sprachen ber die Probleme in Kriegsgebieten, die Kriegsdienstverweigerung und kamen zu dem Schluss: Kriegsgebiete sollten nicht mit Waffen versorgt werden. Einer der Politiker, mit denen wir ber unsere Ideen sprachen, war berrascht, dass junge Schler schon so reflektierte Menschen sind.

    Frederik ist zudem in der Bertelsmannstiftung engagiert.

    Ina Oldigs, 20, OvelgnneJeden Tag werde ich berschttet mit Mails. Darin danken mir viele Leute fr die Jugendgottes-dienste, die ich mit anderen Jugend-

    lichen zusammen veranstalte. Wir schreiben die Predigten selbst und tragen sie vor, whlen die Gebete aus und kmmern uns berhaupt um jedes Detail. Der Gottesdienst wird sogar von Jugendlichen geleitet. Des-halb kommen viele junge Menschen lieber zu uns, als zu den normalen Predigten. Besonders gefreut habe ich mich einmal ber die Frage von einem Kirchenmusiker, ob wir unsere Jugendgottesdienste nicht auch bei ihm in der Stadt durchfhren knnten. Ina leitet die Jugendarbeit ihrer Kirche in ihrer Heimatstadt Ovelgnne, layoutet den Gemein-

    debrief und ist im Jugendhilfeausschuss.

  • Tobias Stetter, 19, Weissach im TalIrgendwann hat es uns genervt: Unsere Mensa wurde immer teurer und die Qualitt nicht besser. Da habe ich als Sch-lersprecher mit anderen den Ausschuss zur Verbesserung der Schulmensa gegrndet. Durch subtile Androhung eines Mensaboykottes konnten wir schlielich die Organisatoren berzeugen, auf unsere Wnsche einzugehen und sind bisher zufrieden: Zwar konnten wir die Preise nicht senken, aber die Qualitt steigern.

    Tobias engagiert sich als Kurs- und Schlersprecher, ist Chefredakteur der Schlerzeitung und an seiner Schule Initiator des Projektes Schule ohne Rassismus Schule mit Courage.

    lena Schtte, 18, dresdenVor 2004 war das Schulhaus nur eine Ruine, ein Gemuer mit rissigen Mauern und bewachsenem Boden. Die Sch-ler mussten unter

    freiem Himmel und auf staubigen Boden lernen. Damals beschlossen wir, gemeinsam mit dem Projekt Arche Nova diese Grundschule im kongolesischen Brazzaville zu untersttzen. Mittlerweile steht da eine neue, kleine Schule mit Dach und ordentlich verputzten Wnden. Dass wir so etwas bewirken konnten, hatten wir am Anfang nicht gedacht. Durch weitere Aktionen versuchen wir jetzt noch, das Geld fr Kantine und Ausstattung zu sammeln.

    Lena leitet eine Gruppe, die den Aufbau von Grundschulen im Kongo untersttzt und sich fr den Austausch zwischen Jugendlichen in

    Deutschland und dem Kongo einsetzt.

    hannes Felix Grosch, 18, BremenIch veranstalte in meiner Schule verschiedene Arbeitsge-meinschaften zu Themen wie Geschichte oder Politik. Den Erfolg der Arbeitsgemeinschaften konnte man sofort spren: Die Johann-Heinrich-Pestalozzi Schule liegt in einem sozial schwachen Stadtteil und ber die Hlfte der Schler sind Migranten oder haben einen solchen Hintergrund. Deshalb hatte es frher oft heftigen Streit gegeben, der nicht selten mit einem blauen Auge endete. Jetzt vertragen sich fast alle

    Trken und Kurden in meinen AGs.Hannes engagiert sich als Schwimmlehrer und Kampfrichter. Auerdem setzt er sich aktiv gegen

    Antisemitismus ein, ist Mitglied bei Jugend im Parlament und beim Arbeitskreis Europa.

    Mareike Brumm, 16, Bad BramstedtDie Halle ist mein zweites Zuhause: Ich spiele in zwei Hand-ballmannschaften, trainiere dazu noch eine E-Jugend-Truppe und bin nebenbei Schiedsrichter. Da stehe ich locker mal neun Stunden pro Woche in der Halle. Stress ist das fr mich nicht. Ich bin fertig, wenn ich keinen Sport mache. Meine kleinen Schtzlinge trainiere ich seit rund sechs Monaten. Wenn es gut luft, sind es 20 Kinder. Unglaublich, wie die sich freuen knnen.

    Neben ihrer Ttigkeit als Spielerin, Trainerin, Jugendsprecherin und Schiedsrichterin bei Brams-tedter TS gibt Mareike Nachhilfe in Englisch und ist Kurssprecherin.

    horst Wenzel, 19, dortmundIch verstehe nicht, warum Schule nicht auch Spa machen soll. Den Schlern fehlt oft einfach die Motivation zum Lernen. Aber es geht auch anders. Als ich 13 Jahre alt war, habe ich die Theater-Arbeitsgemeinschaft an unserer Schule mitgegrndet. Dort gab es keinen Zwang, wir hatten Spa und letztlich haben wir viele tolle Stcke auf die Beine gestellt. Sogar Shakespeare fanden wir super, im Unterricht aber konn-ten wir damit berhaupt nichts anfangen. Deswegen setze ich

    mich in der Schlervertretung dafr ein, an diesem berholten Schulsystem etwas zu ndern.Horst ist seit 2006 im Landesvorstand der Landesschlervertretung NRW. Zudem ist er Vorsitzen-

    der des SPD-Ortsvereins Dortmund-Westerfilde.

    Philipp Andree, 20, BremenLetztes Jahr im Sep-tember reiste ich quer durch Rumnien. Ich half beim Projekt DURch Europa, das mit Workshops und Improvisationsthea-

    ter Freundschaften zwischen Deut-schen, Ungarn und Rumnen frdert. Wir sind zum Beispiel nach Kronstadt gefahren, um ein paar junge Leute zu treffen ich aber bin in den falschen Zug gestiegen. Ohne einen Brocken Rumnisch sprechen zu knnen, musste ich irgendwo in der Pampa aussteigen und 300 Kilometer tram-pen. Nach einer Stunde gabelte mich dann die Besatzung eines Feuerwehr-autos auf. Mit den zwei Feuerwehr-mnnern Ivan und Gregor habe ich immer noch Kontakt.

    Philipp ist Schatzmeister der Jungen Europ-ischen Jugend in Bremen und Projektkoordi-

    nator des DURrch Europa Projekts.

    Tabea lakemann, 18, GttingenIch hatte schon ziemlich Angst, etwas falsch zu machen. Das war letzten Herbst. Ich war im Team der Austauschorganisati-on (AFS) dabei und sollte Jugendliche fr einen Thailandauf-enthalt auswhlen. Mein Urteil war also mitentscheidend fr 20 junge Menschen. Wir organisierten zum Beispiel Rollen-spiele, wie man sich als Gastfamilie fhlt oder die Teilnehmer sollten darlegen, was sie als Deutsche ausmacht. Wichtig ist auch: Man darf nicht immer nur seine Argumente durchdr-

    cken. Ich hab mir einfach angeschaut, wer ist offen fr eine neue Kultur. Tabea engagiert sich bei den Projekten Schule ohne Rassismus Schule mit Courage.

    Seit zwei Jahren hilft sie in der Schlervertretung mit und ist bei dem Verein AFS ehrenamtlich ttig. Zudem gibt sie Nachhilfe.

    jana leuchtmann, 19, WolfsburgIch arbeite in einem Hospiz und hre oft Kommentare wie Was soll das eigent-lich, die sterben doch sowieso alle. Fr mich aber ist es wich-

    tig, dass Menschen einen schnen Lebensabend haben. Im Krankenhaus geht das wegen der ganzen Hektik oft nicht. Oder Angehrige schaffen es nicht, Abschied zu nehmen. Zurzeit mache ich ein Seminar zur Sterbe-begleitung. In Rollenspielen versu-chen wir uns zum Beispiel in einen Sterbenden hinein zu versetzen. Das soll uns helfen, ihre Situation und ihre Gefhle besser zu verstehen. Fr mich steht fest: Der Tod ist etwas Unvermeidbares, man braucht keine Angst vor ihm zu haben.

    Jana hilft seit 2007 ehrenamtlich im Hospiz-Verein Wolfsburg

    Neals Nowitzki, 20, FreiburgLetztes Jahr auf einem Bezirkslager wiederholte ich mein Pfadfinderversprechen: Bei Sonnenaufgang stand ich mit gut 100 anderen Pfadfindern im Morgentau in einem groen Kreis. Ich trat vor, um das Versprechen, das alle ablegen, vorzulesen. Andere wiederholten es dann als Ausdruck der Internationalitt in mehreren Sprachen. Das alles hatte einen sehr feierlichen, beeindruckenden Charakter. Frher wre ich wahrscheinlich aufgeregt gewesen wie damals, als ich mein

    Halstuch bekommen habe. Mit sieben Jahren ist Neals zu den Pfadfindern gekommen. Er ist im

    VCP-Landesverband und in mehreren Arbeitskreisen aktiv.

    Maike Blow, 16, MhlheimEinmal in der Woche besuche ich eine 82-jhrige Frau, die ihre

    Wohnung nicht mehr verlassen kann. Die meiste Zeit quatschen wir einfach und spielen Gesellschaftsspiele oder machen ein paar Besorgungen. Manchmal trinken wir auch ein Kffchen

    und essen ein Stck Kuchen. Bei meinem ersten Besuch kaufte sie eine ganze Kirsch-Sahne-Torte, die wir aufessen mussten.

    Nach drei sehr schnen und gesprchsintensiven Stunden bin ich dann berfllt nach Hause gerollt.

    Die Besuche von Maike finden im Rahmen des Altersprojektes ihres Gymnasiums statt.

    Maria, 17Wir haben einen Laden in der Stadt, wo viel Zeug fr Rechts-radikale verkauft wird CDs, Bcher und so. Dagegen gabs sogar schon Demos, und der Laden musste umzie-

    hen. Die besonders krassen Sachen drfen auch nicht mehr in der Auslage liegen. Ich organisiere die Demos, aber mit zu demonstrieren, das trau ich mich nicht. Trotzdem werde ich mich dafr einsetzen, dass der Laden ganz wegziehen muss. Das Problem ist nur: In unserer Stadt gibt es sehr viele Rechtsradikale, die den Laden auch untersttzen.

    Maria erreichte, dass ihre Schule den Titel Schule ohne Rassismus

    Schule mit Courage bekam.

    Andreas Ernst, 21, Bad WimpfenLetztes Silvester brannte es in einem Wohnhaus. Da ging ich das erste Mal mit einem Angriffstrupp der Feuerwehr in ein brennendes Gebude.

    Das war schon ein komisches Gefhl, denn so was macht man ja nicht jeden Tag. Dabei hatte alles ganz unspekta-kulr angefangen. Ein paar Freunde hatten gefragt, ob ich nicht mal mit zur Jugendfeuerwehr kommen wolle. Ich machte einfach mit, hier ein Ar-beitseinsatz, da eine bung. Irgend-wann war ich dann voll dabei. Heute bin ich nicht nur aktives Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr, sondern betreue auch die Jugendfeuerwehr.

    Andreas ist zudem seit 1995 Mitglied bei den Pfadfindern.

  • Sebastian Wolf, 19, GroneuhausenKindern zu erklren, man msse einen Hasen schtzen, weil er niedlich aussieht, das ist nicht mein Ding. Umweltbil-dung bedeutet fr

    mich, Kindern richtige Zusammen-hnge zu erklren. Deshalb ist mir Feldforschung so wichtig: Fr eine Studie ber Wechselkrten habe ich jede Woche den Laich in einem See gezhlt, seine Gre gemessen und ihn beobachtet. Erst so kann ich eine Tierart verstehen und sie bewahren. Natur kann man nur schtzen, wenn man sie gut kennt.

    Sebastian ist Landesjugendsprecher der Naturschutzjugend Thringen und

    ehemaliger Beisitzer im Vorstand des NABU Kreisverbandes Smmerda.

    Yesim celik, 19, unna / MassenWas wir an unserer Schule schon alles auf die Beine stellen konnten, das macht mich stolz. Zum Beispiel einen Workshop zur Konfliktbewltigung. In dem sprachen wir ber typische Streitsituationen und Ablufe von Konflikten. Und natrlich, wie man einen khlen Kopf bewahrt, anstatt sofort loszubrl-len. Wenn ich jetzt mal eine Auseinandersetzung habe, in der mein Gegenber noch auf seinem Recht beharrt, obwohl klar ist, dass das Gegenteil der Fall ist, bleibe ich ruhig und lasse

    meinen Konfliktpartner ausreden.Yesim ist Leiterin einer Schulgruppe, die verschiedene Projekte umsetzt. Zum Beispiel Waffeln

    verkaufen, um so Geld fr krebskranke Kinder und allein stehende Mtter zu sammeln.

    Sophie Petzelber-ger, 17, Sindelfin-gen60 Euro kostet es im Monat, das bessere Leben von Yubitza und Siaka. Yubitza ist elf und wohnt in Bolivien, der neun-

    jhrige Siaka lebt in Ghana. Durch unsere Hilfe bekommen die Kinder ausreichend Essen, sauberes Trink-wasser, sie knnen sich einen Arzt leisten und sogar in eine Schule ge-hen. Ich kmmere mich darum, dass in unserer Schule jeden Monat die 60 Euro zusammenkommen. Damit es niemand vergisst, sammle ich das Geld ein. Als Leiterin des Projektes schreibe ich auerdem Briefe an Schler, Eltern und Lehrer, nach Ghana, Bolivien und manchmal auch Artikel fr die Schlerzeitung.

    Sophie hat an ihrer Schule das Patenkindprojekt bernommen.

    Tobias dylka, 21, ldenscheidIch bin beim Stadt-jugendring Lden-scheid engagiert. Die meisten wissen gar nicht, wie viel Arbeit und Zeit im Ehren-amt steckt. Auch

    nicht die Politiker. Wir haben mal an all unsere Mitgliedsverbnde Frage-bgen verschickt, in denen wir nach dem Arbeitsaufwand fr ehrenamt-liche Ttigkeit gefragt haben. Allein durch die Arbeit bei den Verbnden, die uns geantwortet haben, wre bei einem Stundenlohn von acht Euro fast eine halbe Million Euro zusam-men gekommen. Das Ergebnis haben wir dann einigen Stadtpolitikern vorgestellt.

    Zudem ist Tobias seit seinem siebentem Le-bensjahr bei den Pfadfindern aktiv.

    hendrik Sickert, 18, harsefeldMitten in der Innenstadt von Harsefeld legte ich mich zusammen mit meinen Freunden von den Jusos mit einem Schlafsack einfach

    auf den Boden. Unter dem Motto Wenn das so weitergeht, mssen wir auf der Strae schlafen machten wir Passanten auf die Probleme in der Bildungspolitik aufmerksam. Wir wollten uns gegen die Studienge-bhren wehren und auf den Leh-rermangel hinweisen. Manche Leute dachten erst, das sei ein Scherz und haben angefangen zu lachen. Ein anderer hat uns entrstet gefragt: Werdet ihr dafr bezahlt?.

    Hendrik ist als Schlersprecher ttig, arbeitet im Schulvorstand mit und engagiert sich seit

    2005 bei der Arbeitsgemeinschaft der Jungso-zialistinnen und Jungsozialisten in der SPD.

    dominic Giler, 19, Friesenheim/OberschopfheimNeulich habe ich einen Lschangriff fr die Acht- bis Zehn-Jhrigen unserer Feuerwehr organisiert. Die kleinen Kameraden htten dafr nur einen Hy-dranten anzapfen und eine Wiese lschen mssen. Normalerweise dauert das Abrollen der Schluche nur fnf bis sieben Minuten. Als jedoch eine ganze Weile nichts passierte, bin ich zurck zum Feuerwehrwagen gegangen, um nachzusehen. Ich sah zwei Jungs, die mit Hilfe einer Ruberleiter ver-suchten, an die hngenden Schluche zu kommen. Sie waren offensichtlich zu stolz, mich um Hilfe zu bitten. Am Ende haben sie es mit Mhe und Not doch noch geschafft.

    Dominic ist Jugendgruppenleiter und Betreuer der Jugendfeuerwehr und beginnt im November seine Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann.

    Rosa-Maria decker, 16, WalchenseeJeden Donnerstag gehe ich in das Al-tersheim Seehof. Ich laufe durch die Heim-zimmer, lade ein paar der lteren Damen und Herren ein und

    dann gehen wir in die Cafteria, decken gemeinsam den Tisch und warten, bis nach und nach der Rest der Omas und Opas eintrudelt. Es gibt Kaffee und Kuchen und am Ende wird gemeinsam abgerumt und manchmal basteln wir noch etwas. Ich mache das jede Woche. Trotzdem vergessen mich die meisten dieser alten Menschen bis zum nchsten Mal wieder.

    Rosa-Maria betreut eine Gruppe von 25 alten und demenzkranken Menschen

    im Altersheim Seehof.

    Kevin Ferguson, 20, heilbronnVor vier Jahren hatte ich die Idee, einen Kinderflohmarkt zu veranstalten. Zusammen mit einigen Mitstreitern rumte ich die gesamte Martin-Luther-Kirche in Heilbronn aus: Nun gab es Platz fr 400 Kinder. Ich organisierte fr die Besucher Stn-de, an denen sie sich schminken lassen konnten, veranstaltete einen Malwettbewerb und eine Kindertombola. Seitdem findet der Kinderflohmarkt jhrlich statt. Im ersten Jahr gab es noch 20 Stnde in der Kirche, inzwischen sind es 50.

    Seit 2002 ist Kevin Jugendscharleiter einer Kindergruppe Die Spavgel, er organisiert Work-shops und Ferienangebote fr Jugendliche und arbeitet beim Kinderschutzbund.

    Michail Bagaviev, 18, Mhlheim Zerstrte Huser, Chaos, verarmte Menschen das waren meine ersten Eindrcke von den Ghettos in Sdafrika. Die Fahrt hatte ich

    beim Kreativwettbewerb der Anti-Aids-Kampagne Virus Free Genera-tion gewonnen. Die Ehrenamtlichen, die in Sdafrika gegen Aids kmp-fen, sind oft selbst HIV-positiv und werden von der Gesellschaft ausge-grenzt. Jetzt engagiere ich mich bei dieser Aktion und schreibe Texte zur Aufklrung ber Aids. Demnchst steht auch eine Tour durch Dssel-dorfer Schulen auf dem Plan, auf der ich ber Aids aufklren werde. Michail klrt im Rahmen der Virus Free Gene-

    ration-Kampagne ber Aids auf.

    Timo Meyer, 17, FriedrichsthalVor etwa vier Jahren wurde im Nachbarort ein junger Trke von einem Rechtsextre-men ermordet. Ich war geschockt und kann einfach nicht

    verstehen, wie man jemanden wegen seiner Herkunft umbringen kann. Fr mich war es ein grausames Ver-brechen, das in mir viele Fragen und Zweifel aufgeworfen hat. Wie kommt es zu Rechtsextremismus? Was kann man dagegen tun? Wegen diesen Fra-gen begann ich mich in dem Projekt Gegen Rassismus und Gewalt zu engagieren.Timo hatte wesentlichen Anteil am Titel Schule ohne Rassismus Schule mit Coura-ge. Friedrichsthal wurde im letzten Jahr zur bundesweit zweiten Stadt gegen Rassismus.

  • judith labudka, 14, Weil am RheinIch helfe in einem Pflegeheim fr behin-derte Menschen und gehe sogar manch-mal mit einigen zum Fuball. Erst neulich waren wir bei

    Freiburg gegen Jena. Wir gehen dort mit Rollstuhlfahrern hin, aber auch mit Menschen, die geistig einge-schrnkt sind. Alle, die mitkommen, freuen sich immer und erzhlen noch Wochen spter davon. Am Anfang hab ich noch gemerkt, wie man uns im Stadion komisch angeschaut hat. Jetzt beachte ich das nicht mehr. Schlielich sind wir alle normale Menschen und ich bin beeindruckt, wie souvern manche Behinderte mit ihren Einschrnkungen umgehen.

    Judith engagiert sich in zahlreichen Projekten mit behinderten Menschen und ist

    PC-Lehrerin fr Senioren.

    david Weigend, 20, BerlinIch erinnere mich noch an die Zu-kunftswerkstatt an einer Harsbergener Schule: Schler, Eltern und Direktor saen in der riesigen

    Turnhalle gemeinsam auf einer Sprungmatte und diskutierten ber die Umgestaltung des Schulhofs. Mit-ten im kreativen Chaos aus Papier-bgen, kleinen Zetteln und Notizen entstand die Idee, fr die Schule eine Mountainbikestrecke zu bauen. Was im ersten Moment vllig utopisch erschien, ist mittlerweile Realitt. Ich finde es einfach klasse, was man nur durch das Herstellen eines gemein-schaftlichen Gesprchs- und Arbeits-klimas alles erreichen kann!David betreut ein Schlervertretungs-Berater-

    Projekt mit ber 60 aktiven Schlern. Er ist Mitinitiator der Mobilen Zukunftswerkstatt.

    Franz Steinbei, 20, FriedburgWas macht man, wenn 2.500 Euro fr einen Schlerkongress nicht ausreichen? Man sucht nach mehr! Man fragt den Schul-dezernenten, das Land Hessen, die Landesschlervertretung und die Sparkasse von nebenan. Und so verdreifacht sich auch mal der Betrag, den man ursprnglich zur Verfgung hatte. Das Geld habe ich fr den Wetterauer Schlerkongress gebraucht, den ich zusammen mit einem Freund ins Leben ge-rufen habe. Es wurden Kurse angeboten und natrlich haben

    abends auch Bands gespielt. Franz war in verschiedenen hessischen Schlerratsgremien aktiv.

    luisa Blck, 19, cambsPltzlich war Petzi weg. Damals war ich als Gruppenleiterin mit einer evangelischen Kindergruppe in Eickhoff unterwegs. Wir steckten am Ende einer langen Fahrradtour, als die 9-jh-rige Miriam bemerkte: Sie hatten ihren Teddy Petzi verloren. Ohne den ging natrlich gar nichts mehr. Sie weinte und be-wegte sich nicht von der Stelle. Zum Glck konnte Petzi recht schnell gefunden werden und erreichte Miriam wohlbehalten.

    Luisa ist seit 2004 bei der evangelischen Jugend Gruppenleiterin und -ausbilderin. Auerdem ist sie Kirchenjugendkonventsvorstand und Kirchenkreiskonventsmit-

    glied und wirkt bei dem Projekt TEO (Tage ethischer Orientierung) mit.

    Inci zabinoglu, 16, OstbevernDie Handpuppentheatergruppe hatte ihren ersten Auftritt in einer umfunktionierten Cafteria. Ich war mindestens genauso aufgeregt wie die Kleinen kein Wunder, bei gut 100 Zuschauern! Als wir danach im Applaus badeten, die Kinder strahlten und die Eltern ganz stolz waren, war das einfach ein unbeschreiblich schnes Gefhl.

    Inci schult zudem Jugendliche fr Projekte und ist an ihrer Scule stellvertre-tende Schlersprecherin und Streitschlichterin.

    Ender Gnay, 21, AlsdorfOft heit es: Die Jugend ist gewaltbereit, faul, interessiert sich fr nichts. Mit der von mir organisierten Veranstaltung Gegen Gewalt! Gegen Drogen! Gegen Rassismus! mchte ich ein dickes Ausrufezeichen dagegen setzen. Erfolg hatte ich schon mit der Soccernight Meets Streetstyle in Eilsdorf . In dem Ort ist Gewalt an der Tagesordnung und kaum eine Party endet ohne Schlgerei. Damals war nichts von all dem, obwohl die Jugendlichen aus verschiedenen Kulturen kamen. Die

    Polizei fragte mich verblfft: Wie hast du das hinbekommen? Zustzlich engagiert sich Ender fr einen trkischen

    Jugend-, Sport- und Kulturverband und bei den Jungen Liberalen.

    Alexandra Singpiel, 18, WeingartenIn der ersten Woche als Nachhilfelehrerin nervte mich die Arbeit richtig. Ich habe versucht, auslndischen Viertklsslern bei den Hausaufgaben zu helfen und bin klglich gescheitert, weil sie mich einfach nicht als Lehrerin akzep-

    tierten. Die Jungs sind im Klassenzimmer rumgerannt und schrien die ganze Zeit, bis ich am Ende einfach stumm geblieben bin. Ich habe einfach aufgehrt

    zu reden und stattdessen alles an die Tafel geschrieben. Das war so berra-schend fr sie, dass sie pltzlich aufhrten, zu schreien und rumzurennen.

    Und wenn ich jetzt mal eine Woche nicht kann, sind sie schon ganz hibbelig.Seit Februar 2008 bt Alexandra Kopfrechnen und Lesen mit meist trkisch-stmmigen Kindern aus der dritten und vierten Klasse.

    janna Krau, 18, RavensburgGibts hier nicht, aber mach doch eine auf! Das war die Reaktion von Green-peace-Leuten, als ich eine Jugendgruppe suchte. Da habe ich

    dann eben selbst eine gegrndet. Wir haben uns auch gleich auf Projekte gestrzt. Zum Beispiel zogen wir mit Zettel und Stift in einen Baumarkt und haben nachgeschaut, wie viele Holzprodukte das FSC-Siegel tragen. Das steht fr nachhaltige Forstwirt-schaft. Es war schon ein bisschen seltsam, weil uns viele komisch ange-schaut haben. Am Ende hatte nur we-nig Holz das Siegel. Die Daten haben wir dann an Greenpeace Deutschland weitergeleitet, die sie fr den kom-menden Klimagipfel brauchen.

    Die 2007 gegrndete Jugendgruppe hat heute 16 Mitglieder.

    Anselm Vogler, 18, dresdenIch hab den Ge-schichtswettbewerb Historix mit ins Leben gerufen. Mittlerweile wird er an allen Dresdner Gymnasien veranstal-

    tet. Am Anfang mussten wir irgend-wie Geld auftreiben und haben Briefe verschickt - an Saturn, Media Markt, AMD... auf 20 Briefe gabs nur eine Antwort. Dann kam der Domino- Wettbewerb. Hier wird Geld fr eh-renamtliche Projekte vergeben. Man hat zehn Minuten, um seine Sache zu prsentieren. Da war ich vorher sehr angespannt. Doch als ich vorne stand, war die Anspannung weg. Und eine halbe Stunde spter die Belohnung: Glckwunsch ihr seid genommen.

    Anselm ist Mitbegrnder des Geschichtswettbewerbs Historix.

    Freya Nissen, 15, KielMein erster Einsatz war in der 7. Klasse. Einer aus meiner Pa-rallelklasse ist beim BMX-Fahren ohne Helm auf dem Kopf gelandet. Ich war als

    erste Schulsanitterin da. Ich habe mich hilflos gefhlt und wusste auch nicht so richtig, was ich machen soll-te. Bewegen durfte ich den Patienten nicht, ansprechbar war er kaum. Ich habe einen Krankenwagen gerufen. Heute habe ich nur noch ein kleines Kribbeln im Bauch, wenn es heit: Sanittsdienst bitte in die Verwal-tung!.

    Freya ist Gruppenleiterin und Vorstandsmit-glied der Arbeiter-Samariter-Jugend. Sie

    leitet den Schulsanittsdienst und engagiert sich beim Projekt Schule ohne

    Rassismus Schule mit Courage.

    Michail Bagaviev, 18, Mhlheim Zerstrte Huser, Chaos, verarmte Menschen das waren meine ersten Eindrcke von den Ghettos in Sdafrika. Die Fahrt hatte ich

    beim Kreativwettbewerb der Anti-Aids-Kampagne Virus Free Genera-tion gewonnen. Die Ehrenamtlichen, die in Sdafrika gegen Aids kmp-fen, sind oft selbst HIV-positiv und werden von der Gesellschaft ausge-grenzt. Jetzt engagiere ich mich bei dieser Aktion und schreibe Texte zur Aufklrung ber Aids. Demnchst steht auch eine Tour durch Dssel-dorfer Schulen auf dem Plan, auf der ich ber Aids aufklren werde. Michail klrt im Rahmen der Virus Free Gene-

    ration-Kampagne ber Aids auf.

  • Martin Gbel, 20, Gro-zimmernMein Vater war un-gefhr so alt wie ich, als er die Katholische Junge Gemeinde (KJG) Gro-Zimmern gegrndet hat. Heute leite ich sie. Dieses

    Jahr wird unsere Junge Gemeinde 35 Jahre alt. Unsere Arbeit ist es, Jugendgottesdienste zu organisieren, Reisen zu unternehmen und einfach fr Jngere da zu sein. Es wird auch mal ber den globalen Klimaschutz oder ber falsche Unternehmens-politik diskutiert. So verzichten wir mittlerweile auf Coca-Cola, weil wir die Politik dieses Konzern nicht fr richtig halten.

    Martin bildet fr die KJG auch Gruppenleiter aus. Auerdem ist er fr den Bund der deut-

    schen katholischen Jugend aktiv.

    Steve Schurardt, 19, unterellenWenn ich heute in den Jugendclub gehe, bin ich immer noch stolz auf unsere Bar und den Anbau das alles haben wir selbst gebaut. Weil wir den

    besten und saubersten Jugendclub in der Umgebung hatten, spendierte unser Brgermeister vor zwei Jahren das Material fr den Umbau des Jugenclubs. Wir vergrerten selbst-stndig innerhalb eines Jahres den Club und bauten uns eine richtig coo-le karibische Bar mit Bambusdach, Wassersulen und solche Sachen.

    Steve verbringt seit fnf Jahren jeden Tag mehrere Stunden und jedes Wochenende im Jugendclub Unterellen. Unter seiner Leitung

    wuchs nicht nur die Besucherzahl, sondern auch das gesamte Gebude.

    Tanju Satiloglu, 20, delmenhorstMein Interesse am Projekt Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage begann durch die Organisation von Demonstrationen

    gegen ein Neonazi-Schulungszent-rum. Ich sammelte an unserer Schule Unterschriften gegen dieses Schu-luzngszentrum und konnte sogar die Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst als Patin fr das Projekt gewinnen. Als unsere Schule dann wirklich Teil des Projektes wurde, war ich sehr stolz.

    Tanju ist Schulsprecher, Vorsitzender der Del-menhorster JuLis, Mitglied im Runden Tisch fr Migranten und Initiator des Netzwerks

    trkeistmmiger Jugendpolitiker.

    Florian Arndt, 15, MhlhausenMhlhausen ist nicht wirklich eine Stadt, in der Jugendliche viel unternehmen knnen. Darum haben ein paar Freunde und ich eine

    Filmfabrik gegrndet. Dort drehen wir kleine Infofilme und Dokumen-tationen und bieten Jugendlichen eine sinnvolle Beschftigung. Bei den letzten Festspielen der Stadt kam der Hauptorganisator nach einem unserer Filme und bot an, dass der MDR eine Reportage ber uns macht. Das soll noch 2008 passieren und ich bin schon ziemlich aufgeregt.

    Auerdem ist Florian noch Schulsprecher und Betreuer einer Jugendgruppe der Kirche.

    Mascha Anan-da Eckhardt, 15, SachsenheimMeine Mutter ist Heilpdagogin in einem Wohnheim fr geistig und krper-lich Behinderte. Ich begleitete sie fters

    und war von ihrer Arbeit so begeis-tert. Ich wollte auch etwas machen. Das Besondere an dem Heim: Es gibt keine strikte Gruppeneinteilung, sowohl stark behinderte als auch weniger behinderte Menschen leben zusammen. Ich singe und tanze mit ihnen wir waren auch schon im Cafe. Es ist ein tolles Gefhl, die Erfolge zu sehen: Einer aus meiner Truppe macht jetzt den qualifizierten Hauptschulabschluss!Mascha hat vor etwa einem Jahr damit begon-

    nen, in ihrer Freizeit Bewohner des Wohn-heims der Diakonie Stetten e.V. zu besuchen.

    Thomas clausing, 19, BerlinIm April habe ich mit dem Bundesminister fr Arbeit und So-ziales sowie einigen EU-Kommissaren ber Projektfrde-rung gesprochen. Ich

    vertrat dort Schule ohne Rassimsu Schule mit Courage. Als ich von der Bhne runterkam, haben mir Leute aus dem Publikum Fragen dazu gestellt und wollten sich sogar daran beteiligen. Da wusste ich: Ich hatte meine Sache gut gemacht. Und unser Projekt wird zum Glck weiter gefrdert.

    Thomas ist ehemaliger Schulsprecher, Chefredakteur einer Schlerzeitung und

    Mitglied der JU sowie der CDU.

    Martin Werz, 21, dettingenMit einer Jugend-gruppe half ich gera-de beim Aufbau eines Missionszentrums in Rumnien. Da kam uns die Idee: Warum nicht den ntigen

    Strom durch ein Wasserkraftwerk erzeugen? Mittlerweile bauen wir das Kraftwerk und sammeln Geld, um zum Beispiel die Turbinen zu kaufen. Viele Firmen untersttzen uns. So haben wir Gleitlager im Wert von ber 1.000 Euro geschenkt bekom-men! Das Kraftwerk ist bereits ber den Rohbau hinaus und wir sind im Mai wieder hingefahren, um krftig mit anzupacken.

    Simon Grnwald, 19, NeubrandenburgIch versuche eine aus drei Leuten bestehende BUND-Ju-gendgruppe zusammen zu halten. Denn leider ist das In-teresse fr Umwelt und Naturschutz der 66.000 Einwohner in Neubrandenburg gleich null. Seitdem ich einen Zaun zum Schutz von Krten gebaut habe, ist mein Ruf als ko hier auch besiegelt. Wir bernehmen die Aufgabe, Moore zu renaturieren, indem wir Grben schaufeln, um trocken gelegte Flchen wieder zu bewssern. Und kleine Krten tragen wir von der einen Straenseite auf die andere und retten sie so vor dem Tod durch Autoreifen. Irgendjemand muss ja den Anfang machen.

    Simon arbeitet auerdem im Landesvorstand der BUND-Jugend und organisiert eine konsumkritische Stadtfhrung in Neubrandenburg.

    Markus hcker, 21, Neuffen-Kappis-husernZwei bis drei Wo-chen sind wir jeden Sommer dort, um das Wasserkraft-werk zu bauen. Und dann wird richtig

    angepackt. Zementscke schleppen, betonieren und Rohre verlegen das ist schon ziemlich anstrengend. Zum Glck gibt es immer wieder Leute, die uns bei unserer Arbeit unterstt-zen. Eine Firma spendierte sogar Maschinenteile, obwohl es ihr wirt-schaftlich eher schlecht geht. Daran kann man sehen, dass den Leuten soziales Engagement immer noch wichtig ist.

    Nicole Tobisch, 21 jahre, OsternienburgDurch einen Erste-Hilfe-Kurs bin ich selbst zum Deutschen Roten Kreuz (DRK) gekommen. Angefangen habe ich mit etwa zehn Jugendlichen. Inzwischen sind wir ber 20 und ha-ben so das Jugend-Rot-Kreuz hier wieder aufgepppelt. Alles rund ums Medizinische hat mich schon immer sehr interes-siert und es ist einfach eine groartige Sache, Menschen hel-fen zu knnen. Das mchte ich jetzt auch den Kleinen zeigen daher bin ich Ausbilderin geworden. Jetzt mache ich sogar

    eine Berufsausbildung zur Rettungsassistentin und damit meine ehrenamt-liche Ttigkeit zum richtigen Job.

    Seit sie zehn Jahre alt ist, engagiert sich Nicole fr die Freiwillige Feuerwehr und spter fr das JRK und DRK.

    Martin engagiert sich auch im evangelischen Kirchengemeinderat in Dettingen und in einem Jugendkreis fr 14-18-Jhrige. Beim Dettinger CVJM, also dem Christlichen Verein Junger Men-

    schen, ist Markus seit seiner Jugend aktiv und beteiligt sich neben dem Wasserkraftprojekt auch an der Jugendarbeit des Vereins.

    Tarik celik, 14, WeselIch finde es klasse, dass in unserem Kindertreff ein friedliches Mitein-ander von vielen verschiedenen Kul-turen mglich ist. Ob

    trkische, deutsche oder arabische Kinder: Hier verstehen sich alle rich-tig gut. Ich war schon dabei, als ich gerade mal neun Jahre alt war. Seit letztem Jahr leite ich den offenen Kindertreff und den Konfirmanden-treff. Wer welcher Religion angehrt, spielt da keine Rolle.

    Tarik engagiert sich fr den offenen Kin-dertreff und den Konfirmandentreff der Ev.

    Kirchgemeinde Wesel.

  • Martin Gbel, 20, Gro-zimmernMein Vater war un-gefhr so alt wie ich, als er die Katholische Junge Gemeinde (KJG) Gro-Zimmern gegrndet hat. Heute leite ich sie. Dieses

    Jahr wird unsere Junge Gemeinde 35 Jahre alt. Unsere Arbeit ist es, Jugendgottesdienste zu organisieren, Reisen zu unternehmen und einfach fr Jngere da zu sein. Es wird auch mal ber den globalen Klimaschutz oder ber falsche Unternehmens-politik diskutiert. So verzichten wir mittlerweile auf Coca-Cola, weil wir die Politik dieses Konzern nicht fr richtig halten.

    Martin bildet fr die KJG auch Gruppenleiter aus. Auerdem ist er fr den Bund der deut-

    schen katholischen Jugend aktiv.

    Simon Grnwald, 19, NeubrandenburgIch versuche eine aus drei Leuten bestehende BUND-Ju-gendgruppe zusammen zu halten. Denn leider ist das In-teresse fr Umwelt und Naturschutz der 66.000 Einwohner in Neubrandenburg gleich null. Seitdem ich einen Zaun zum Schutz von Krten gebaut habe, ist mein Ruf als ko hier auch besiegelt. Wir bernehmen die Aufgabe, Moore zu renaturieren, indem wir Grben schaufeln, um trocken gelegte Flchen wieder zu bewssern. Und kleine Krten tragen wir von der einen Straenseite auf die andere und retten sie so vor dem Tod durch Autoreifen. Irgendjemand muss ja den Anfang machen.

    Simon arbeitet auerdem im Landesvorstand der BUND-Jugend und organisiert eine konsumkritische Stadtfhrung in Neubrandenburg.

    Djamschid Safi, 18, HamburgIch mchte auch unbedingt etwas ndern. Diesen Tatendrang hat ein lterer Herr in mir geweckt: Herr Kalff war in den 60er Jahren Ortsamtsleiter im Hamburger Stadtteil Billstedt. Er hat damals viel bewirkt mit seinem Idealismus; obwohl er noch sehr jung war und sich oft gegen ltere durchsetzen musste. Ich habe Herrn Kalff bei einem Interview bei einer Geschichtswerkstatt kennen gelernt. Und jetzt will ich selbst versuchen, Vorurteile ber Billstedt aus der Welt zu schaffen.

    Denn viele meinen, in Billstedt gibts vor allem Kriminelle und Assoziale. Ein paar Freunde und ich suchen deswegen zurzeit Informationen ber den Stadt-teil, wir gehen oft ins Archiv oder befragen Zeitzeugen.

    Djamschid initiierte an seiner Schule das Projekt Schule ohne Rassismus Schule mit Courage und organisiert fr dieses Jahr ein Sportturnier gegen Rassismus.

    Nora Gersie, 16, SaulheimVor vier Jahren wurde in Logo, den Kindernachrichten des ZDF, dazu aufgerufen, Beitrge zum Thema Armut in Afri-ka zu verfassen. Ich war sofort interessiert und konnte auch meine Freunde und Mitschler dafr begeistern. Wir machten Umfragen in der Schule und auf der Strae und filmten diese. Der fertige Streifen schaffte es unter die 100 besten Einsen-dungen und hat sogar ein bisschen das Verhalten in unserer Klasse gendert. Vor diesem Projekt gab es Jungs, die immer

    rumgepbelt haben. Ich finde, sie sind seitdem ein bisschen bewusster, ru-higer und toleranter geworden.

    Nora engagiert sich fr Brot fr die Welt, nahm an Aktionen wie Schule gegen Rassismus oder Aktion Tagwerk teil und kmmert sich um den Schulgarten ihrer Schule .

    lucas Wehner, 20, halle (zur zeit in Riverside)Whrend einer Pr-sentation an einer amerikanischen High School wurde ich einmal gefragt, ob wir in Deutschland Elek-

    trizitt haben und mit Messer und Gabel essen. Solche Momente sind amsant, aber man muss gelassen bleiben und sich das Lachen verknei-fen. Ich studiere seit 2007 in Kalifor-nien und bin in Amerika viel fr den Verein Halle International unter-wegs. Ich halte Vortrge, versuche Beziehungen zu anderen Stdten auf-zubauen oder einen Schleraustausch ins Leben zu rufen.

    Lucas hat den Verein Halle International 2006 mitgegrndet. Zudem ist er bei Lachen

    Helfen e.V. und Entschieden fr Christus e.V. Kinder- und Jugendarbeit aktiv.

    Eldrid Ehlers, 19, AspachIch bin bei der E-Mail-Seelsorge nethelp4u.de aktiv. Das kann man sich wie Telefonseelsorge vorstellen, eben nur per Email. Die Leute

    schreiben uns anonym. Meist sind es Alltagsprobleme, wie Stress in der Schule, Streit mit dem Freund oder den Eltern, die die Jugendlichen belasten. Aber manchmal sind auch richtig schlimme Sachen dabei: Eine schwangere 14-Jhrige oder Leute, die nachts auf dem Heimweg von der Disko berfallen wurden. Wir schrei-ben die Antworten selbst, besprechen sie aber vor dem Abschicken mit richtigen Seelsorgern.

    Eldrid ist Vorsitzende imJugendzentrum Backnang.

    Mark Krasnov, 19, heidelbergIch war gerade zum ersten Mal als Betreuer in einem Sommer-lager der Jdischen Gemeinde Hannover. Nach ein paar Tagen erfuhren wir, dass bald noch mehr junge Menschen in unser Sommerlager kommen sollten. Denn Jugendliche aus Israel, die wegen des Libanonkrieges lange Zeit in Bunkern verbracht hatten, sollten sich hier erholen. Als die israelischen Jugend-lichen dann da waren und wir alle auf dem Hof standen, flog pltzlich ein Flugzeug ber uns hinweg. Die jungen Israelis

    wurden panisch, einige warfen sich sogar auf den Boden. Das war ein ziemlich bewegender aber auch erschreckender Moment fr mich.

    Mark war von 2002 bis 2007 Gruppenleiter in der Jdischen Gemeinde in Hannover. Seit 2007 ist er Jugendzentrumsleiter in Wiesbaden. Auerdem hilft er dabei,

    jdische Kinder aus Osteuropa zu integrieren.

    Katharina Fger, 19, KlsheimIch leite eine Jugendrotkreuzgruppe, die aus sechs- bis zehnjhrigen Kindern besteht und denen ich einmal die Woche einfache Grundlagen der Ersten Hilfe beibringe. Dafr sollten die Kinder einmal mit Kunstblut Wunden malen und diese danach mit Pflastern verarzten. Ein paar haben die Aufgabe jedoch komplett miss-verstanden und statt Schnittwunden lieber Fingerngel angemalt. Das Tagesziel wurde damit natrlich nicht erreicht, lustig war es aber allemal. Solche Situationen verdeutlichen mir, wie viel Spa man mit den Kindern haben kann und dass es ohne ehrenamtliche Arbeiter solche Kurse gar nicht gbe.Um wie Katharina eine Jugendrotkreuzgruppe leiten zu knnen, muss man einen dreiwchigen Gruppenlei-

    terkurs absolvieren, in dem man eine pdagogische Ausbildung erhlt und Erste Hilfe Kurse besucht.

    Katharina Bhren, 15, RheineIn Bolivien muss die ganze Familie ins Gefngnis, wenn der Vater verhaftet wird. Wir haben dazu einen Film gesehen ich war ziemlich

    entsetzt: In Haft hatten die Kinder kaum Essen, keine Toiletten und manche schliefen sogar auf dem Hof. Das Kinderdorf in Cochamba ist da die einzige Hilfe. Da es nur durch Spenden finanziert wird, arbeite ich in der Bolivien AG meiner Schule. Mit unseren Aktionen sammeln wir Geld: Durch einen Jahrmarkt haben wir so ber 1.800 Euro eingenom-men. Es ist toll zu wissen, dass man so helfen kann.

    Katharina untersttzt seit vier Jahren mit der Bolivien-Arbeitsgemeinschaft

    das Kinderdorf Christ Knig .

    Kevin Trauth, 14, KandelIn Klingenmnster unternahmen wir unsere bis jetzt aufre-gendste Aktion. Wir stellten auf einem Flohmarkt mehrere groe Kfige auf und baten Besucher, sich in diese Kfige hinein zu stellen. Ich bin Mitglied der Tierschutz AG unserer Schule und damit wollten wir zeigen, wie sich Tiere in Mas-senhaltung fhlen mssen. Viele Leute waren geschockt und die Aktion fand breite Zustimmung bei den Besuchern. Und das war es ja auch, was wir erreichen wollten. Wir organisie-

    ren auch andere Projekte und Demonstrationen, zum Beispiel gegen Walfang, Pelztierhaltung oder Robbenjagd.

    Fr ihr Engagement fr Tiere wurde die Klasse von Kevin schon mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem mit 4.000 Euro dotierten Tierschutzpreis.

    Max Gebauer, 18, Gttingen Als Chefredakteur der kostenlosen Jugend-zeitung Sunny Side Up, die ich selbst gegrndet habe, arbei-te ich viel mit jungen Leuten zusammen.

    Ich helfe ihnen beim Finden der Themen und Schreiben der Texte. Fr Sunny Side Up konnte ich auch einmal an einer Pressekonferenz mit Angela Merkel teilnehmen. Das war sehr lustig: Ich sa da im Pressebe-reich, um mich herum nur gestandene Journalisten in Anzug und Krawatte. Die sahen alle sehr wichtig aus, ich war der einzige junge Redakteur.Max hat den Verein Gibt Essen e.V. gegrndet,

    der Jugendliche dabei untersttzt, journalis-tisch zu arbeiten. Er ist Chefredakteur eines

    Magazins und produziert eine Radiosendung.

    juliane henze, 18, dresdenIch frage jeden, ob er mir sein altes Handy gibt. Eine Firma bezahlt dafr bis zu drei Euro fr ein Tier-heim. Ein Freund, der Coolste in der Klasse,

    hat eine kleine Handysammlung, wollte mir aber keines davon geben. Er sagte, dass er die ja noch mal brau-chen knnte. Dann habe ich ihn mit ins Tierheim genommen. Als er die abgemagerten Hunde sah, gab er mir danach eines seiner guten Telefone. Fr das Tierheim sind so schon ber 1000 Euro zusammen gekommen.

    Juliane beteiligt sich an der Aktion Menschen fr Tiere.

  • Ory laserstein, 21, BerlinIch habe das europaweit grte Event fr junge Medienmacher organisiert, die Jugendmedientage 2006 mit 600 Jugendlichen. Wir wollten dabei auch den Reichstag besichtigen, aber nicht wie gewhnliche Besucher. Nach etlichen Telefonaten klappte es dann auch und wir durften in den Keller des Reichstags, wo alles total wei war und seltsame Lichter geblinkt haben. Ich fhlte mich wie auf einem anderen Stern.

    Ory koordiniert bundesweit die Schlerzeitungsaktivitten der Landesver-bnde, organisiert Wettbewerbe und vermittelt Wissen in Workshops, die er selber leitet.

    Steffen horst-mannshoff, 21, lneburgSeit 2008 arbeite ich an meiner Werbea-gentur Campus PR, um zum Beispiel Kul-turvereine kostenlos mit ffentlichkeitsar-

    beit zu untersttzen. Angefangen hat das in der St. Johanniskirche bei uns in Lneburg. Ich wollte etwas fr die Kirchenmusik tun und organisierte mit anderen Flyer und Plakate, bas-telte an Internetseiten und versorgte die Presse mit Infos. Mittlerweile haben wir 300.000 Euro fr den Neu-bau einer Chororgel eingesammelt. Danach wusste ich, wie wichtig pro-fessionelle PR-Arbeit auch fr kleine Aktionen und Vereine sein kann.

    Hannes engagiert sich seit 2007 als Pres-sesprecher der Bach-Bhm-Gesellschaft.

    Auerdem baut er seit 2008 seine kostenlose Werbeagentur Campus PR auf.

    Katharina horn, 20, KasselIch bin 2002 nach den Protesten gegen die geplante 42-Stun-den-Woche fr Lehrer im ffentlichen Dienst in der Schler-vertretung aktiv geworden. Aus der Arbeit an meiner Schule wurde irgendwann die Arbeit auf Kreisebene heute bin ich auf Landesebene aktiv. Mit Landesarbeit und der Beratung von Schlervertretungen versuche ich Jugendlichen die Mg-lichkeit zu geben, in der Schule mitbestimmen zu knnen. Das ist auch fr mich eine Bereicherung: Man macht neue Erfah-

    rungen und entwickelt sich weiter.Katharina ist stellvertretende hessische Landesschulsprecherin und Mitglied im Berzirksjugend-

    vorstand von Verdi. Als SV-Beraterin untersttzt sie Schlervertretungen bei ihrer Arbeit.

    Kai Budde, 19, BentwischDie Bedeutung meines Vorbereitungsseminars bei der Aus-tauschorganisation ASF ist mir erst whrend meines Jahres in den USA klar geworden. Es gab zum Beispiel eine bung, bei der man eine ganze Stunde vor einer weien Wand sitzen muss, ohne etwas zu tun. Damit sollte Langeweile simuliert werden. Als ich dann in den USA war und mich am Anfang oft langweilte, weil ich noch keine Freunde hatte, habe ich mich auch an die bung erinnert. Jetzt will ich mit meinen

    Erfahrungen anderen helfen. Mittlerweile bin ich als ASF-Koordinator in ganz Deutschland unterwegs, um Vorbereitungsseminare mit zu betreuen.

    Kai ist nebenbei Mitbegrnder der Youth Bank Rostock und Organisator des Baltic Model United Nations.

    Elsa Artmann, 18, RegensburgIch mache beim Tanzprojekt Crescende mit. Dort ben wir mit behinderten Menschen kleine Stcke ein. Die richtige Technik ist nicht so wichtig. Alles ist ganz einfach, manchmal nur ein paar Schritte oder in die Hnde klatschen und die Be-wegungen laut mitsprechen. Ein schner Moment war der Auf-tritt mit einer Gruppe Siebenjhriger: Wir hatten mit etwa 30 Kindern geprobt und ein Mdchen war immer wieder wegge-laufen, hatte nie richtig mitgemacht. Dann beim Auftritt stand

    sie ganz vorn, war begeistert und hat die ganze Zeit ihre Arme geschwungen. Auerdem arbeitet Elsa beiJugendliche beraten Jugendliche , in der lokalen Greenpeace-Grup-

    pe und bei einer Hausaufgabenhilfe fr auslndische Schler.

    Sabine Amlung, 16, Kassel Eigentlich drfte ich nicht in der Schler-konferenz sein, denn ich wurde gar nicht gewhlt. Der Schler-rat hat aber eine Aus-nahme gemacht und

    mich nachtrglich berufen. Weil ich mich immer um alles kmmere. Fr unsere Partnerschule im Sdsudan habe ich einen Flohmarkt organisiert, fr den Bau eines Klettergersts fr die jngeren Schler einen Spon-sorenlauf. Letztes Jahr ist meine Fa-milie umgezogen, aber ich wollte die Schule nicht wechseln. Dafr fhle ich mich hier zu wohl.

    Sabine ist Schlersprecherin und Mitglied des Schulvorstands, sie gibt den 5-Klsslern

    Frderunterricht und den 6-Klsslern Nachhilfe in Englisch.

    Felix Werdermann, 19, BerlinIch war bereits bei Anti-G8-Demons-trationen dabei, sa schon auf Schie-nen und auf der Strae, um gegen Castortransporte zu

    demonstrieren. Schade, dass sich die Medien bei solchen Sachen immer auf diejenigen strzen, die mit den Steinen werfen. Der Untertitel der Jugendzeitschrift Utopia steht deswegen vor allem fr gewaltfreie Proteste. Ich bin Mitbegrnder und einer der Autoren von Utopia herrschaftslos, gewaltfrei. Das ist eine frei erhltliche Publikation, die zudem der pazifistischen Zeitschrift Graswurzelrevolution beiliegt.

    Felix grndete im August 2007 die Jugendzeitschrift Utopia.

    judith Puddig, 21, BerlinAuf den Mittwoch freuten sich die Leute im Altenheim immer ganz besonders. Dann nmlich kam ich im-mer vorbei, zum Re-den, Spazieren gehen,

    Helfen. Die alten Menschen waren wirklich sehr dankbar und erzhlten mir auch sehr intime Geschichten. Ich war schockiert, als der erste von ihnen starb und ich brauchte eine Weile, um darber hinweg zu kom-men. Zu einigen Rentnern war die Bindung so eng, dass sie mich noch auf dem Sterbebett zu sich baten. Irgendwann war das mit dem Sterben zu schwer fr mich und ich wollte etwas ganz anderes machen. Jetzt helfe ich Kindern mit Migrationshin-tergrund bei den Hausaufgaben.Judith absolvierte ein FSJ im Kindergarten und

    arbeitet mit Jugendlichen im Stadtteiltreff.

    Patrick Simon, 16, Mnchen Ich bin Oberministrant in der katholischen Kirche und kmmere mich auch um die jungen Ministranten. Mit neuen Anwrtern simulieren wir in der Kirche Gottesdienste, denn es gibt viele Regeln zu beachten: In welcher Hand man die Hostienschale halten muss oder wann das Wasser und wann der Wein eingeschttet wird. Oder ich zeige ihnen, wie man im Gottesdienst das Buch fr den Priester hlt, aus dem er vorliest. Dann wird es Ernst: Vor einemrichtigen Gottesdienst treffen wir uns, ziehen die weien Kutten an, gehenin die Sakristei und hoffen, dass alles gut geht.

    Patrick ist auch Sanitter beim Bayerischen Roten Kreuz und Mitglied der Jungen Presse Bayern.

    Benjamin Kara, 20, holzwickedeIch bin Rettungssanitter bei der Johanniter Unfallhilfe. Wh-rend eines Praktikums auf einer Intensivstation wurde einmal eine ltere Frau auf einer Liege herein gerollt. Sie bewegte sich nicht mehr, war vllig leblos. Herzstillstand. Ich fing gleich mit der Herzdruckmassage an, was zum Glck funk-tionierte. Es ist schon ein krasses Gefhl, einen Menschen zurck ins Leben geholt zu haben, der dem Tod so nahe war.

    Benjamin ist auerdem in der Bezirksleitung der Pfadfinder, arbeitet bei Pro-jekten des Jugendamtes mit und ist Mitglied im Jugendrat der Bertelsmannstiftung.

  • Michael Melnik, 18, BtzowIch stecke gerade mit-ten im Abiturstress. Zwischen Nacht-schichten mit dicken Bchern bleibt nur wenig Zeit, unseren Weblog zu fttern

    oder Informationen an Stellvertre-ter und Mitglieder des Jugendrates weiterzuleiten. Leider lsst auch das Engagement nach: All diejenigen, die aktiv sind, verlassen bald die Schule und ziehen zum Studieren wer-wei-wohin. Noch haben sich nicht sehr viele gemeldet, die unsere Arbeit bernehmen wollen. Dass sich etwas ndert, wollen die meisten aber nicht, sich auch dafr wirklich einzusetzen.

    Michael engagiert sich im Jugendrat seiner Heimatstadt Btzow. Er plant und entwickelt Jugendnetzwerke, fhrt Kinderbeteiligungs-

    projekte weiter.

    Ansgar Seng, 18, WermelskirchenIch bin in der Schlervertretung und beteilige mich gerade an einer Kampagne gegen die Kopfnoten. Weil die meisten Schler nicht mal wussten, was Kopfnoten berhaupt sind, gingen wir erst einmal in die Klassen und klrten auf. Zu den Demonsrationen gegen die Kopfnoten, die wir im Januar mit der Landes-Schlervertretung organisierten, kamen dann rund 3.000 Leute.

    Ansgar arbeitet in verschiedenen Schlervertretungen mit, auch auf Landesebene.

    johannes Wander, 20, Teetzleben Unsere alte Schler-zeitung Phantom war wirklich schlecht: Es gab kein richtiges Layout, die Bilder waren gemalt und alle Ausgaben per

    Hand kopiert. Als ich die Redakti-onsleitung bernahm, wollte ich alles anders machen. Mittlerweile heit das Blatt Kleinkariert. Vor ein paar Wochen konnten wir als kleine Dorfschlerzeitung sogar den Mi-nisterprsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Harald Ringstorff, interviewen. Gelohnt hat sich die ganze Mhe: Im Mai bekamen wir den Preis als beste Schlerzeitung unseres Bundeslandes.

    Johannes ist Landesschlersprecher, Mitglied der Bundesschlerkonferenz, Chef einer Sch-

    lerzeitungsfirma und Mitglied der FDP.

    cindy Mller, 15, Wittmund Klar, nicht alle Migranten, die in Deutschland leben, inter-essieren sich auch fr unsere Kultur. Aber ich hab da andere Erfahrungen gemacht. In unseren Bastel- und Hausaufga-bengruppen gibt es beispielsweise viele Italiener. Vor Kurzem habe ich ihnen gezeigt, wie Besenwerfen geht. Das ist ein typischer Ostfriesen-Sport. Wer den Besen am weitesten wer-fen kann, hat gewonnen. Die Kleinen haben sich fast kaputt gelacht vor Freude.

    Cindy hat den Jugendleiterschein und betreut Hausaufgabenhilfe, Kindersport sowie Bastel- und Backkurse fr die Johanniter-Unfall-Hilfe.

    Fenna Thormh-len, 17, Schlamers-dorf Weil ich in der Ju-gendorganisation von Greenpeace arbeite, konnte ich einmal mit zu einer Kon-ferenz nach Berlin

    fahren. Dort trafen wir den Staatsse-kretr aus dem Umweltministerium. Ich sagte zu ihm: Die Abholzung der Urwlder muss unbedingt gestoppt werden. Der Politiker war ganz ge-rhrt und hat versprochen, sich fr meine Forderungen einzusetzen. Als ich wieder zu Hause war, musste ich feststellen, dass bei der Konferenz nicht viel herausgekommen ist und erst recht nichts Wichtiges beschlos-sen wurde. Das war sehr enttu-schend, hat mich aber motiviert, weiterzumachen.Fenna ist in der AG fr Umweltschutz in ihrer

    Schule engagiert.

    jana Thiele, 19, SchwarmePfadfinderin bin ich von klein auf seit elf Jahren mittlerwei-le. 2003 habe ich dann meine erste Gruppe bernommen, seit 2006 leite ich zudem die Ortsgruppe. Neben den Pfadfindern engagiere ich mich noch in der Schule. Hier haben eine Freun-din und ich eine Courage-AG ins Leben gerufen, die wir ohne Lehrer betreuen, weil keiner von denen Zeit dafr findet. Wir erarbeiten zusammen Themen und Referate zu Widerstands-kmpfern oder Rassismus. Inzwischen besuchen jede Woche

    zwlf Leute die AG.Jana leitet seit 2003 eine Kinder- und eine Jugendgruppe im Bund der Pfadfinderinnen und

    Pfadfinder, die Ortsgruppe seit 2006.

    Steffen jacobs, 18, Aurich Vor den letzten Landtagswahlen in Niedersachsen haben wir vom Landesjugendring die Spitzenkandidaten zu Gesprchs-runden ber Jugendpolitik eingeladen. Das Thema Studien-gebhren war uns besonders wichtig: Die Belastung wird fr Studenten immer grer, sodass sie weniger Zeit fr ehren-amtliche Ttigkeiten aufbringen knnen. Das hat Ministerpr-sident Christian Wulff auch eingesehen. Er will jetzt darber nachdenken, ein System einzufhren, bei dem engagierte

    Jugendliche einen Teil der Studiengebhren erlassen bekommen. Bei der nchsten Gelegenheit werden wir da noch mal nachhaken.

    Steffen ist Pfadfinder und setzt sich fr mehr Partizipationsmglichkeiten von Jugendlichen ein.

    Alexandra Tacea, 17, NeuhausenNeulich kam eine Gruppe von Leuten an uns vorbei und meinte nach einem

    Blick auf unsere Tibet-Fahnen: Eigentlich werden doch die Chinesen unter-drckt. Ich war schockiert, dass trotz der momentanen Medienprsenz so

    wenig Leute ber die Probleme in Tibet Bescheid wissen. Auch viele andere Passanten hatten nur ein groes Fragezeichen im Gesicht, als ich sie auf den Konflikt in Tibet angesprochen habe. Selbst die Jugendlichen in der Schule

    sind eher desinteressiert. Trotzdem organisieren wir mit unserer Tibet-Initia-tive zurzeit jede Woche Mahnwachen.

    Alexandra engagiert sich seit zwei Jahren fr die Tibet-Initiative Stuttgart, indem sie Unter-schriften sammelt, Vortrge und Vorstellungen zum Thema Tibet organisiert. Auerdem beteiligt sie sich an Eilaktionen von Amnesty International.

    Felix Werdermann, 19, BerlinIch war bereits bei Anti-G8-Demons-trationen dabei, sa schon auf Schie-nen und auf der Strae, um gegen Castortransporte zu

    demonstrieren. Schade, dass sich die Medien bei solchen Sachen immer auf diejenigen strzen, die mit den Steinen werfen. Der Untertitel der Jugendzeitschrift Utopia steht deswegen vor allem fr gewaltfreie Proteste. Ich bin Mitbegrnder und einer der Autoren von Utopia herrschaftslos, gewaltfrei. Das ist eine frei erhltliche Publikation, die zudem der pazifistischen Zeitschrift Graswurzelrevolution beiliegt.

    Felix grndete im August 2007 die Jugendzeitschrift Utopia.

    Fauve linssen, 18, MnstertalEinige Jugendliche von meiner Schule haben sich im letzten Jahr eine Kuh gemie-tet und verschieden-farbige Felder auf die Strae gemalt.

    Die Leute konnten dann wetten, auf welches Feld der erste Kuhfladen fliegt. Die Jungs haben das gemacht, um Geld zu sammeln, das wir dann spendeten. Wir sammeln abwech-selnd fr eine Schule in Paraguay und fr eine andere in Freiburg. Jede Klasse denkt sich dabei eine andere coole Aktion aus.

    Von dem eingenommenen Geld der Weihnachtsbasare hat sich eine

    Schule in Paraguay schon komplette Sanitranlagen einbauen knnen.

    Sarah Grandke, 18, uckerfeldeMein Opa erzhlte mir davon, wie er nach dem Krieg aus seiner Heimat vertrie-ben wurde und was er whrend der Vertrei-bung erlebte. Er er-

    zhlte von all den Toten, die er schon als 11-Jhriger sehen musste. Das ging mir unter die Haut, ich konnte teilweise nicht mehr richtig schlafen. Doch ich habe auch erfahren, wie wichtig es ist, sich mit Zeitzeugen zu unterhalten. Fr einen Geschichts-wettbewerb habe ich das Thema Heimatvertreibung recherchiert und dann auf ein paar Treffen der Volks-solidarit vorgelesen. Und mein Opa freut sich, dass Schicksale wie seines nicht in Vergessenheit geraten.

    Sarah ist auch bei der Freiwilligen Feuerwehr und im Festkomitee ihrer Schule aktiv.

  • ute Bertel Ute Bertel ist Mitglied des Spre-cherrates vom Bundesnetzwerk Brgerschaftliches Engagement und Gesamtkoordinato-rin zur Frderung brgerschaftlichen Engagements der Landeshauptstadt Mnchen.

    Sebastian Schlter Sebastian Schlter ist Vorsitzender des Ehe-maligennetzwerkes Grenzenlos e.V. und verantwortlich fr die ffentlichkeitsarbeit einer Organisation, die Freiwilligen-dienste vermittelt.

    dr. Olaf hahn Dr. Olaf Hahn ist Leiter des Programm-bereichs Gesellschaft und Kultur bei der Robert Bosch Stiftung, die das SPIESSER-Spezial Engagierte Jugend 100 aktive Jugendli-che in Deutschland untersttzt.

    Vera Fischer Vera Fischer ist Pro-jektleiterin von Civil Academy. Das ist ein Trainingsprogramm fr junge Menschen, das wirtschaftliches und ehrenamtliches Engagement mitein-ander verknpft.

    leo Busch Es begann ganz harmlos mit ein paar Radio-Reportagen, aber heute ist Leo Busch Vollblut-Jour-nalistin und n-tv-Mo-deratorin. Sie gewann den Deutschen Fernsehpreis 1999 in der Kategorie Beste Moderation einer In-formationssendung.

    die juryWir suchen engagierte ju-gendliche! Auf diesen SPIES-SER-Aufruf im Mrz meldeten sich junge Menschen aus ganz deutschland. Bedingung: Sie sollten zwischen 14 und 21 jahre alt sein. Tausende Sei-ten Bewerbungsunterlagen haben unsere jurymitglieder durchgearbeitet. Viel Sortieren, Vergleichen und Abwgen war notwendig, bis die 100 enga-gierten jugendliche fr das SPIESSER-SPEzIAl feststanden. Auf den vorangegangen Seiten, haben wir sie euch vorgestellt. doch wer ist eigentlich die Jury? Hier findet ihr ein paar Infos ber unsere juroren.

    hans-Peter Bergner Hans-Peter Bergner ist Leiter vom Referat Jugend beim Bun-desministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

    joy denalane Joy Denalane, Toch-ter einer deutschen Mutter und eines sdafrikanischen Vaters, ist wohl die bekannteste deutsche Soul- und RnB-Sn-gerin. Sie war lange Zeit das Gesicht der deutschen Aidshilfe.

    jens Kruppa Jens Kruppa ist ein bekannter deutscher Schwimmer mit zahlreichen natio-nalen und internati-onalen Meistertiteln. Er engagiert sich fr sportbegeisterte Jugendliche und ar-beitet mit im Prsidi-um des Schsischen Schwimmverbandes.

    BcherEhrenamt. Marcus Buchholz, Lutherisches Verlagshaus, 2006.

    das TeamerhandBuch. Olaf Trenn, Gtersloher Verlagshaus, 2004.

    Ehrenamtliche Mitarbeit organisieren. Mona Schffler, Vincentz Network, 2006.

    Ehrenamt und Erwerbsarbeit. Susann Mhlpfordt, Hampp u. Mering, 2006.

    Ehrenamt attraktiv gestalten. Ronald Wadsack, WRS, 2003.

    Freiwilligenarbeit. Doris Rosenkranz, Juventa, 2002.

    Ehrenamtliches Engagement heute. Albert Wohlfahrt, Echter, 1997.

    Ehrenamtlich helfen. Karin Stiehr, Nomos, 2003.

    linksAmnesty International www.amnesty.de

    Bundesnetzwerk Brgerschaftliches Engagement www.b-b-e.de

    das jugendportal des deutschen Bundestageswww.mitmischen.de

    deutsche lebens-Rettungs-Gesellschaftwww.dlrg.de

    deutscher Bundesjugendring www.dbjr.de

    Greenpeace www.greenpeace.de

    jugendfeuerwehr www.jugendfeuerwehr.de

    jugend fr Europa www.webforum-jugend.de

    jugend hilft www.jugendhilft.de

    jugendpresse deutschland www.jugendpresse.de

    jugendrotkreuz www.djrk.de

    Naturschutzbund deutschland www.nabu.de

    Pfadfinder www.pfadfinder-treffpunkt.de

    Schule ohne Rassismus www.schule-ohne-rassismus.org

    Schler helfen lebenwww.schueler-helfen-leben.de/newsite/home

    Servicestelle jugendbeteiligungwww.jugendbeteiligung.info

    Freiwilligenkolleg 2009das Kolleg frdert jhrlich in drei einwchigen Semi-naren 20 junge Erwachsene, die sich durch besondere Fhigkeiten und freiwilliges Engagement auszeichnen.

    ziel des Kollegs: Ehemalige Freiwillige fr ehren-amtliches Engagement und Beruf zu qualifizieren. Die Teilnehmer trainieren ihre Fhigkeiten in Projektent-wicklung, Budgetierung, Marketing, Mitteleinwerbung, ffentlichkeitsarbeit, Rhetorik und u.v.m.

    Bedingung Abschluss eines Freiwilligendienstes (wie FSJ, FJ, Anderer Dienst im Ausland, u.a.)

    Bewerbungsschluss ist der 27.10.2008.

    Infos zur Bewerbung www.freiwilligenkolleg.de Tel . (030) 290 492 13

    civil AcademyAngebot Zehn Tage Training im Projektmanagement

    Die Civil Academy untersttzt euch, eine Idee fr eh-renamtliches Engagement erfolgreich umzusetzen. Die drei Wochenenden bieten Vortrge, praktische bungen und Zeit fr die Arbeit am eigenen Projekt.

    das Besondere: Experten der Deutschen BP AG und dem nichtkommerziellen Bereich unterrichten gemein-sam. Professionelles Know-How von zwei Seiten.

    Bedingung Eine konkrete Projektidee

    Bewerbungsschluss ist der 13. Juli 2008

    Infos zur Bewerbung www.civil-academy.de Tel . (030) 629 80 116 / 117

    ImpressumDas SPIESSER-Spezial wurde von der Robert Bosch Stif-tung untersttzt (www.robert-bosch-stiftung.de).herausgeberSPIESSER die Jugendzeitschrift im Auftrag vom Medienkulturhaus e.V.

    Projektleitung Anja Neufert, 0351-31540564

    RedaktionRobert Kaak

    AutorenAnastasia Bass, Nele Fischer, Eric Hhnel, Anne Hhnig, Sandra Khnel, Rick Noack, Hannes Petzold, Hannah Seichter, Bjrn UrbanskyMitarbeitMario Cetti,Jrg Flachowsky, Julia Karnahl, Cornelius Pollmer, Nico WehnerFotosFrank Dnzl, Klaus Gigga, Marcus Lechner, Jann Wilken Gestaltung und SatzRonny Pietsch

    Infos zum Ehrenamt und Enga-gement gibts unter SPIESSER.de. Hier findet ihr schon eine kleine Auswahl an links, Bchern und kostenlosen Kursen.