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Einst & Jetzt: Eisenhüttenstadt

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CULT UR C ON medien Frank Mangelsdorf (Hg.) Redaktion: Andreas Oppermann Gestaltung: Katja Gusovius, Berlin Druck: Print & Media, Dänschenburg, www.printundmedia-online.de Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. ISBN 978-3-941092-39-6 Berlin / Wildeshausen 2010 Alle Rechte vorbehalten.

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    ISBN 978-3-941092-39-6

    Eisenhttenstadt konnte Theodor Fontane bei seinen Wanderungen durch die Mark Branden-burg noch nicht beschreiben. Die Stadt ist eine Neugrndung oder wie es in der DDR hie: eine Planstadt. Dieser Band der Edition Brandenburg zeigt die Entstehung und die Entwicklung des

    Ortes. Auf den historischen Fotos ist viel vom Aufbau zu sehen, die aktuellen Bilder zeigen, wie sich die Stadt nach dem Mauerfall eine eigene Identitt erhlt und festigt. Diese wird auch durch die Eingemeindungen, etwa von Frstenberg, beeinusst.

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    Texte: Janet Neiser

    Aktuelle Fotos: Gerrit Freitag

    Historische Bilder: Unternehmensarchiv Arcelor-

    Mittal Eisenhttenstadt GmbH (1, 30, 40); Foto-

    Fricke / Stadtverwaltung Eisenhttenstadt (3, 8,

    16); Friedrich Peukert / Stadtverwaltung Eisenht-

    tenstadt (20); Hellmut Opitz / Stadtarchiv Eisen-

    httenstadt (23); Stadtarchiv Eisenhttenstadt

    (4); Stadtverwaltung Eisenhttenstadt (33); Erich

    Opitz (37 / 38); Grner Baum Diehlo (22); Katholi-

    sches Pfarramt Eisenhttenstadt (25); Elke Neiser

    (39); Alle brigen von Wolfgang Timme

    Frank Mangelsdorf (Hg.)

  • ISBN 978-3-941092-39-6

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliograe; detaillierte bibliograsche Daten sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    CULTURCON medien Bernd Oeljeschlger Choriner Strae 1, 10119 Berlin Telefon 030 / 34398440, Telefax 030 / 34398442 Ottostrae 5, 27793 Wildeshausen Telefon 04431 / 9559878, Telefax 04431 / 9559879 www.culturcon.de

    Redaktion: Andreas OppermannGestaltung: Katja Gusovius, BerlinDruck: Print & Media, Dnschenburg, www.printundmedia-online.de

    Berlin / Wildeshausen 2010Alle Rechte vorbehalten.

  • Bad Freienwalde? Warum nicht Bad Freienwal-

    de?! Seit 2005 zeigt die Mrkische Oderzeitung

    auf ihren Seiten die Vernderungen des bereits im

    18. Jahrhunderts so beliebten Kurortes der Berli-

    ner Gesellschaft. Gemeinsam mit dem kundigen

    Direktor des Oderland Museums, Dr. Reinhard

    Schmook, haben Redakteure in ihrer Zeitung his-

    torische Aufnahmen den Fotos aus der Gegenwart

    gegenbergestellt. Die Resonanz unter der Leser-

    schaft war eindrucksvoll. Zu jeder der inzwischen

    mehr als 120 Folgen gab es diverse Anrufe, Briefe

    und elektronische Post. Hinweise, Ergnzungen

    und weitere historische Aufnahmen gingen in der

    Redaktion ein.

    Nicht nur die Brandenburger, die heute in Bad

    Freienwalde und im Landkreis Mrkisch-Oderland

    leben, auch jene, die einst zwischen Berlin im Wes-

    ten und Polen im Osten, zwischen dem Barnim im

    Norden und der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder)

    im Sden wohnten und heute weit verstreut ber

    den gesamten Globus angesiedelt sind, zeigen

    groes Interesse an den Bildern der Region und der

    Stadt, aus denen einst sie selbst oder ihre Vorfah-

    ren wegzogen sind.

    Die aktuellen Fotos fhren Ihnen und uns auf ein-

    drucksvolle Weise vor, wie stark sich gerade in den

    letzten 20 Jahren seit der deutschen Wiederverei-

    nigung das Bild der stlichsten Kurstadt Deutsch-

    lands sowie einer ganzen Region verndert hat.

    Viele Leser der Mrkischen Oderzeitung ermunter-

    ten uns immer wieder, das bereits in der Heimat-

    zeitung Gedruckte in Buchform herauszubringen.

    Mit dem vorliegenden Band folgen wir den Wn-

    schen gerne.

    Und noch mehr: Nicht nur in Bad Freienwalde,

    sondern in vielen Teilen Brandenburgs ist das Ge-

    schichtsbewusstsein gewachsen, berichtet unsere

    Zeitung ber die Pege und den Schutz vor weite-

    rem Verlust oder Verfall von Geschichtszeugnissen

    und Baudenkmalen. Der heute vorliegende Band

    trgt zu Recht die Nummer 1. Weitere Ausgaben

    folgen. Sie liefern ein sich immer mehr vervoll-

    stndigendes Bild von der erhaltenswerten Kultur-

    geschichte des mehr als 850 Jahre alten Branden-

    burgs. Sie beweisen auerdem, wie liebenswert

    dieser Landstrich und wie reich an Geschichte und

    Geschichten er ist.

    Nicht nur in Bad Freienwalde, sondern in vielen

    Teilen Brandenburgs ist das Geschichtsbewusst-

    sein gewachsen. ber die Pege und den Schutz

    vor weiterem Verlust von Geschichtszeugnissen

    und Baudenkmalen berichtet unsere Zeitung.

    Frank Mangelsdorf

    Chefredakteur der Mrkischen Oderzeitung

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  • 4Als am 18. August 1950 dort, wo sich in der Frs-

    tenberger Region Sand und Kiefern befanden, der

    symbolische Axthieb fr das Eisenhttenkombinat

    Ost (EKO) und die Wohnstadt el, zog dieses Gro-

    projekt junge und begeisterungsfhige Leute an.

    Berauscht von ihren Trumen, etwas Einmaliges,

    eine neue Heimat zu schaffen, kamen sie zu Tau-

    senden. 7 100 Menschen arbeiteten bereits 1951 auf

    den Baustellen des Httenkombinates. Im gleichen

    Jahr wurde der erste Hochofen angeblasen. Ende

    des Jahres 1953 zhlte die Wohnstadt Stalinstadt

    bereits 15 000 Einwohner. Zu diesem Zeitpunkt

    wurden auch erste gesellschaftliche und soziale

    Einrichtungen fertig gestellt, unter anderem das

    Kulturhaus Friedrich-Wolf-Theater, die HO-Gast-

    sttte Aktivist, Schulen und Kindertagessttten.

    1961 erfolgte die Eingemeindung Frstenbergs mit

    dem Bergbaudorf Schnflie. Erst dann erhielt

    die Stadt ihren Namen Eisenhttenstadt. (1995

    setzte sich der kommunale Aufbau durch die Ein-

    gemeindung Diehlos fort.) Trotz Entbehrungen und

    Hrte die heutige Groelterngeneration war voller

    Tatendrang und Lebenslust. Man hatte ein Ziel vor

    den Augen und schuf Stein fr Stein eine Modell-

    stadt und wichtiges industrielles Zentrum der DDR

    mit berdurchschnittlicher Versorgung und hohen

    Lhnen. Da haben die Alten viele Geschichten auf

    Lager. Deren Kinder, heute selbst gestandene Er-

    wachsene, erlebten die wechselvolle Geschichte

    ihrer Stadt und die des Werkes vor allem zur Zeit

    der Wende.

    Das heutige Eisenhttenstadt ist eine historisch

    gewachsene Stadt geblieben. Groe Teile des

    Ortsteils Frstenberg und die denkmalgeschtz-

    te Wohnstadt der 1950er Jahre wurden aufwendig

    wieder hergestellt. Die Industrie ist nach wie vor

    der bedeutendste Arbeitgeber in der Stadt. Das

    EKO entwickelte sich in wenigen Jahren zu einem

    der modernsten Stahlwerke Europas und gehrt

    nun zum weltweit grten Stahlhersteller Arcelor-

    Mittal. Mit der Inbetriebnahme der grten und

    modernsten Wellpappenrohpapiermaschine Euro-

    pas durch die Progroup AG entstand ein zweites

    industrielles Standbein.

    Wenn auch der Name Eisenhttenstadt deutlich

    auf Metallurgie und Produktion verweist, ist unse-

    re Stadt doch grn und kulturvoll mit einem frisch

    sanierten Theater, Museum, einer Galerie, moder-

    nen Bibliothek und vielseitigen Vereinslandschaft.

    Und sie ist eine Stadt am Wasser mit reizvoller Um-

    gebung und mit Angeboten fr Tourismus, Freizeit

    und Erholung.

    Ich wnsche Ihnen viel Freude beim visuellen Spa-

    ziergang durch unsere junge Stadt, die Geschichte

    hat!

    Dagmar Pschel

    Brgermeisterin der Stadt Eisenhttenstadt

    LEHMEHJEine Stadt lebt ihre Geschichte

  • 5Wir sind mehr als nur Eisen und Htten heit es

    auf einem etwas lteren Eisenhttenstadt-Plakat.

    Diese Aussage besttigt sich bei einem Rundgang

    durch die vor 60 Jahren geplante Musterstadt. Da

    gibt es nicht nur die mchtige Silhouette aus Khl-

    trmen, Hochfen und Stahlwerk, sondern auch

    eine grne Insel, viel Wasser und Kunst. Deutsch-

    landweit einzigartig ist das stdtebauliche Areal,

    das den Aufbau und das Ende der DDR anhand

    der Architektur skizziert vom eher schlichten

    Arbeiterquartier ber prchtige Wohnbauten in

    nationaler Bautradition bis hin zum industriellen

    Plattenbau. Die Stadt hat sich mit dem Aufbau

    des Eisenhttenkombinates ausgedehnt aus ur-

    sprnglich vier geplanten Wohnkomplexen wurden

    sieben, aus der fr 25 000 Einwohner konzipierten

    Stadt eine fr mehr als 50 000.

    Nun schrumpft sie wieder und wird 2020 vermut-

    lich nur noch knapp 24 000 Einwohner haben. Ab-

    riss und Sanierung verndern das Gesicht der auf

    dem Reibrett entstandenen Musterstadt erneut.

    Wieder wird geplant. Ein spannender Prozess, eine

    Herausforderung einst und jetzt.

    Einige Menschen sind an der Stadtentwicklung

    ganz nah dran. Ohne sie wre dieses Buchprojekt

    in dieser Form nicht mglich gewesen. Da ist zum

    einen der seit 1956 in der Stadt ttige Architekt

    Wolfgang Timme, der mit seinem Fotoarchiv ei-

    nen wahren Schatz besitzt und diesen auch zur

    Verfgung stellte. Da ist Gabriele Haubold von der

    Stadtverwaltung Eisenhttenstadt, die sich immer

    Zeit nahm, wenn ihr Wissen gefragt war, genau wie

    ihr Kollege Michael Reh sowie Gabriele Urban vom

    Stadtarchiv. Und da sind Herbert Nicolaus und Jr-

    gen Schmidt von der ArcelorMittal Eisenhtten-

    stadt GmbH, die schnell und unbrokratisch mit

    historischen Bildern und Fotogenehmigungen hal-

    fen. Ein groes Dankeschn an sie und alle anderen,

    die uns mit Rat und Tat zur Seite standen und in

    ihren Erinnerungen kramten.

    Janet Neiser

    Lokaredakteurin der Mrk

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