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Einst & Jetzt: Oranienburg

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ISBN 978-3-941092-82-2

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    EINST uNd JETZT

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    Beim Kaffee mit Blick auf das Oranienburger Schloss frag-te sich 1873 Theodor Fontane: Haben die letzten hundert Jahre alles zerstrt? Haben Krieg und Feuer, Retorte und Siedepfanne von dem alten Glanze kein Restchen brigge-lassen? Angesichts Oranienburgs wechselvoller Geschichte im 20. Jahrhundert mag diese Frage auch dieser Tage noch

    berechtigt sein. Was zu Fontanes Zeiten fr das Schloss galt, macht heute das gesamte Stadtbild der Oberhavel-Kreisstadt aus. Der Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs und die Vernachlssigung in der DDR haben jedoch nicht alle architektonischen Schtze vernichtet. Heute glnzt in Oranienburg wieder Altes neben Neuem.

    9 7 8 3 9 4 1 0 9 2 8 2 2

    ISBN 978-3-941092-82-2

  • EINST uND JETZToraNIENburg

    Texte und Fotos: Stefanie Kreutzer

    Ein besonderer Dank gilt Manuela Vehma und Simone Dawid vom Kreismuseum Oranienburg, dem Stadtarchivar Christian Becker und dem Fotografen Jrg Behring, die mit historischen Fotografien, zahlreichen Informationen und detektivischem Gespr mageblich zum Entste-hen dieses Buches beigetragen haben.

    Zudem sei den Autoren der Bothzowia-Bnde I bis III sowie der Oranienburg-Verffentlichungen der BIG-Stdtebau GmbH und Bodo Becker fr sein Buch Oranienburg Ein historischer Streifzug gedankt.

    Frank Mangelsdorf (Hg.)

  • EINST uND JETZToraNIENburg

    Texte und Fotos: Stefanie Kreutzer

    Ein besonderer Dank gilt Manuela Vehma und Simone Dawid vom Kreismuseum Oranienburg, dem Stadtarchivar Christian Becker und dem Fotografen Jrg Behring, die mit historischen Fotografien, zahlreichen Informationen und detektivischem Gespr mageblich zum Entste-hen dieses Buches beigetragen haben.

    Zudem sei den Autoren der Bothzowia-Bnde I bis III sowie der Oranienburg-Verffentlichungen der BIG-Stdtebau GmbH und Bodo Becker fr sein Buch Oranienburg Ein historischer Streifzug gedankt.

    Frank Mangelsdorf (Hg.)

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    Es gibt kaum grere Gegenstze in Brandenburg. Nur wenige Kilometer trennen Louise Henriettes prachtvolles Barockschloss vom ehemaligen Kon-zentrationslager Sachsenhausen. Auf der einen Seite das imposante Zeugnis deutsch-niederln-discher Kulturbeziehungen, auf der anderen Seite der Ort, in dem die Nationalsozialisten mehr als 100 000 Menschen aus ber 45 Nationen gefoltert und ermordet haben.

    Die Geschichte hat in der Kreisstadt viele Spuren hinterlassen. Doch nur die Summe aller Hausnum-mern macht das heutige Oranienburg aus. Auf den nachfolgenden Seiten finden sich sowohl jene grauen Zeiten wieder als auch die Episoden der Oranienburger Vergangenheit, die zunchst nicht so einschneidend fr die Stadtgeschichte wie das soziale Engagement der Kurfrstin Louise Henriet-te von Oranien und nicht so beherrschend wie das menschenfeindliche Gebaren der Nationalsozialis-ten erscheinen.

    Unter den historischen Fotografien sind viele Raritten. Sie illustrieren das frhere Leben der Oranienburger vom Fischer bis zum Knig. Sie zeigen den Ort, wie er einst war, und sie spiegeln wider, was der Krieg daraus machte. Schlielich gilt Oranienburg als die von den Alliierten im Zweiten

    Weltkrieg am heftigsten bombardierte deutsche Kleinstadt. 60 Prozent der Huser waren zerstrt oder schwer beschdigt.

    Zu DDR-Zeiten wurde das Erhaltene oft nur not-drftig geflickt, berformt oder gar sinnlos ab-gerissen. Triste Zweckbauten fllten nicht selten klaffende Baulcken. Nach der politischen Wende entstand vor allem im Zuge der Innenstadtsa- nierung endlich Altes nach und nach wieder, kam Neues hinzu. Die nachhaltigste Vernderung er-lebte das Stadtbild im Vorfeld der Landesgarten-schau 2009.

    Unter dem Motto Traumlandschaften einer K- nigin erhielt Oranienburg mit enormem finanziel-len Aufwand sein stdtebauliches Herz und seinen barocken Grundriss zurck. Seitdem wirbt Oranien-burg fr sich mit den historischen Beschreibungen als Ackerbrger-, Residenz-, und Garnisonsstadt wie als tolerante Barockstadt am Wasser.

    Die Stadt lebt sprbar bewusster mit ihrer Ge-schichte. Wer jetzt hier zu Hause ist, der lebt wie-der gut und gern. Auch davon erzhlt dieses Buch.

    Frank MangelsdorfChefredakteur der Mrkischen Oderzeitung

    Einfhrung

    ISBN 978-3-941092-82-2

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    CULTURCON medien Bernd Oeljeschlger Choriner Strae 1, 10119 Berlin Telefon 030 / 34398440, Telefax 030 / 34398442 www.culturcon.de

    Redaktion: MOZ-Redaktion GmbHProjekt-Betreuung: Gitta DietrichGestaltung: Katja Gusovius und Kathrin Strahl, BerlinDruck: Silber Druck oHG, NiestetalBerlin / Wildeshausen 2012Alle Rechte vorbehalten.

    Historische Aufnahmen: Kreismuseum Oranienburg 6, 10, 14, 22, 38, 58, 60, 70, 72, 74, 78, 82, 86 / Rudolf Behring, Privatarchiv Jrg Behring 12, 24, 28, 34, 42, 48, 50, 62, 66 / Frank Liebke, Archiv Oranienburger Generalanzeiger 8, 16, 18, 46, 56, 80 / Georg Liedtke, Archiv Oranienburger Generalanzeiger 88 / Archiv Oranienburger Generalanzeiger 20, 40, 54 / Privatarchiv Thomas Gentz 36, 44, 92 / Archiv Bodo Becker 52, 68 / Archiv St. Johannesberg 84 / sdtb Telefunken-Archiv, Foto Gnter Marx 76 / saai Sdwestdeutsches Archiv fr Architektur und Ingenieurbau Karlsruhe, Werkarchiv Egon Eiermann 26 / Kreisbildstelle Ober-havel 30 / Kurt Uckert, Privatarchiv Horst Eichholz 32 / Interfoto/LP 64 / Privatarchiv Peter Stephan 90

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    Es gibt kaum grere Gegenstze in Brandenburg. Nur wenige Kilometer trennen Louise Henriettes prachtvolles Barockschloss vom ehemaligen Kon-zentrationslager Sachsenhausen. Auf der einen Seite das imposante Zeugnis deutsch-niederln-discher Kulturbeziehungen, auf der anderen Seite der Ort, in dem die Nationalsozialisten mehr als 100 000 Menschen aus ber 45 Nationen gefoltert und ermordet haben.

    Die Geschichte hat in der Kreisstadt viele Spuren hinterlassen. Doch nur die Summe aller Hausnum-mern macht das heutige Oranienburg aus. Auf den nachfolgenden Seiten finden sich sowohl jene grauen Zeiten wieder als auch die Episoden der Oranienburger Vergangenheit, die zunchst nicht so einschneidend fr die Stadtgeschichte wie das soziale Engagement der Kurfrstin Louise Henriet-te von Oranien und nicht so beherrschend wie das menschenfeindliche Gebaren der Nationalsozialis-ten erscheinen.

    Unter den historischen Fotografien sind viele Raritten. Sie illustrieren das frhere Leben der Oranienburger vom Fischer bis zum Knig. Sie zeigen den Ort, wie er einst war, und sie spiegeln wider, was der Krieg daraus machte. Schlielich gilt Oranienburg als die von den Alliierten im Zweiten

    Weltkrieg am heftigsten bombardierte deutsche Kleinstadt. 60 Prozent der Huser waren zerstrt oder schwer beschdigt.

    Zu DDR-Zeiten wurde das Erhaltene oft nur not-drftig geflickt, berformt oder gar sinnlos ab-gerissen. Triste Zweckbauten fllten nicht selten klaffende Baulcken. Nach der politischen Wende entstand vor allem im Zuge der Innenstadtsa- nierung endlich Altes nach und nach wieder, kam Neues hinzu. Die nachhaltigste Vernderung er-lebte das Stadtbild im Vorfeld der Landesgarten-schau 2009.

    Unter dem Motto Traumlandschaften einer K- nigin erhielt Oranienburg mit enormem finanziel-len Aufwand sein stdtebauliches Herz und seinen barocken Grundriss zurck. Seitdem wirbt Oranien-burg fr sich mit den historischen Beschreibungen als Ackerbrger-, Residenz-, und Garnisonsstadt wie als tolerante Barockstadt am Wasser.

    Die Stadt lebt sprbar bewusster mit ihrer Ge-schichte. Wer jetzt hier zu Hause ist, der lebt wie-der gut und gern. Auch davon erzhlt dieses Buch.

    Frank MangelsdorfChefredakteur der Mrkischen Oderzeitung

    Einfhrung

    ISBN 978-3-941092-82-2

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    CULTURCON medien Bernd Oeljeschlger Choriner Strae 1, 10119 Berlin Telefon 030 / 34398440, Telefax 030 / 34398442 www.culturcon.de

    Redaktion: MOZ-Redaktion GmbHProjekt-Betreuung: Gitta DietrichGestaltung: Katja Gusovius und Kathrin Strahl, BerlinDruck: Silber Druck oHG, NiestetalBerlin / Wildeshausen 2012Alle Rechte vorbehalten.

    Historische Aufnahmen: Kreismuseum Oranienburg 6, 10, 14, 22, 38, 58, 60, 70, 72, 74, 78, 82, 86 / Rudolf Behring, Privatarchiv Jrg Behring 12, 24, 28, 34, 42, 48, 50, 62, 66 / Frank Liebke, Archiv Oranienburger Generalanzeiger 8, 16, 18, 46, 56, 80 / Georg Liedtke, Archiv Oranienburger Generalanzeiger 88 / Archiv Oranienburger Generalanzeiger 20, 40, 54 / Privatarchiv Thomas Gentz 36, 44, 92 / Archiv Bodo Becker 52, 68 / Archiv St. Johannesberg 84 / sdtb Telefunken-Archiv, Foto Gnter Marx 76 / saai Sdwestdeutsches Archiv fr Architektur und Ingenieurbau Karlsruhe, Werkarchiv Egon Eiermann 26 / Kreisbildstelle Ober-havel 30 / Kurt Uckert, Privatarchiv Horst Eichholz 32 / Interfoto/LP 64 / Privatarchiv Peter Stephan 90

  • inhALTgrussworT

    Wie durch die Jahresringe eines immer grer und stattlicher werdenden Baumes wird die facetten-reiche Geschichte einer Stadt von ihren unter-schiedlich alten Gebuden, ihrer verkehrlichen In-frastruktur und deren Beziehung zum Naturraum, in den der Mensch gestaltend eingegriffen hat, geprgt.

    Fr viele galt Oranienburg dabei lange als eine Stadt, die man nicht unbedingt besuchen msste oder fr die nur familire bzw. berufliche Grnde sprechen knnten, dort zu wohnen. Urschlich dafr waren vor allem die Folgen der massiven Zerstrungen durch Bombardierungen im Zwei-ten Weltkrieg, aber auch die Bausnden u

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